Alter schützt vor Torheit nicht!
Nachdem ich mich für das Bachelor-Studium Kulturwissenschaft mit dem Fachschwerpunkt Geschichte für das WS 08/09 eingeschrieben habe, muss ich die Zeit bis zum Semesterbeginn irgendwie überbrücken. Da gibt es mehrere Möglichkeiten:
[LIST=1]
[*]man wartet ab was passiert,
[*]man bereitet sich schon mal durch Lesen einschlägiger Lektüre vor,
[*]man beginnt ein Tagebuch
[*]...
[/LIST]
Ich habe mich für 2) und 3) entschieden.
Die Überschrift zu meinem TB sagt ja schon etwas aus. Ich bin 59 Jahre alt, wohne im hohen Norden unserer Republik, bin als Lehrer tätig (zur Zeit noch krank) und habe mich in meinem biblischen Alter noch mal für ein Studium entschieden. Warum? Mir geht es in erster Linie darum, die grauen Zellen aktiv zu erhalten. Zweitens bin ich leichter zu motivieren, wenn ich herausgefordert werde; deshalb bin ich in meinem bevorstehenden Studium durchaus abschlussorientiert.
Vor 4 Jahren erwischte mich der Krebs (Speiseröhre). Eine Operation beseitigte zwar den Krebs, aber legte auch gleichzeitig eine Stimmlippe lahm. Seitdem ist meine Stimme beeinträchtigt (klingt sehr heiser und nicht immer stabil) und ich kann leider nicht mehr singen, was ich vor der Operation gerne und laut getan habe. Meine Stunden habe ich reduziert und mich jetzt entschlossen, noch einmal Gas zu geben. Ich freue mich riesig auf das Studium und auf die damit verbundenen neuen Herausforderungen.
Mein Lehrerstudium liegt über 30 Jahre zurück. Damals hatte ich auch Geschichte als Hauptfach. Es ist schon erstaunlich, was sich im Bereich der Geschichtswissenschaften in einem solchen Zeitraum getan hat. Vieles wird heute ganz anders bewertet als damals und so habe ich das Gefühl, ich fange ganz neu an.
Was ich als zweiten Schwerpunkt wähle, ist noch nicht ganz klar. Ich neige zu Literaturwissenschaften.
Das soll erst einmal als Einstieg genügen.
Comments
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileWillkommen Uli, bei den Tagebuchschreibern.
Meinen zweiten Schwerpunkt sehe ich in der Philosophie. Ob das später immer noch so ist, wird sich zeigen. :)
Um etwas Neues zu beginnen, ist es ja nie zu spät. In diesem Sinne,
alles Gute für Dich
viele-worte :winke
Lianea
Contributions on this page: 4
View profileHerzlich Willkommen bei den Tagebuchschreibern:)!
Ich finde es toll, dass du dich entschlossen hast, nochmal zu studieren und wünsche dir viel Spaß und Erfolg dabei.
LG
Lianea
Melodie
Contributions on this page: 1
View profileHerzlich willkommen auch von mir. Ich bin schon gespannt auf dein Tagebuch und wünsche dir viel Spaß und Erfolg beim Studium!
UliS
Contributions on this page: 38
View profileZunächst einmal vielen Dank für eure guten Wünsche.
Bevor ich jetzt ins Bett gehe treibt es mich doch, mich noch einmal zu melden.
Am Freitagabend versuchen wir (meine Frau und ich) es immer so einzurichten, dass wir mit meinem (bald 79-jährigen) Schwiegervater und meiner Schwägerin Karten spielen. Das haben wir auch heute gemacht. So haben wir nur den letzten Teil des Spiels Kroatien vs. Türkei mitbekommen. Aber es war ja dramatisch genug.
Am Sonntag fahren wir zur Taufe unseres Enkels. Wir freuen uns sehr darauf.
Während ich lese was ich schreibe denke ich: du musst dich frei schreiben. Es ist nicht so einfach, über sich, seine Gefühle und Gedanken zu schreiben. Aber wenn schon Tagebuch, dann richtig.
Stefan Jordan mit seiner "Einführung in das Geschichtsstudium" (2005, Reclam) wird mir sicher in den Schlaf helfen.
Obwohl, wenn ich nachdenke ist das unfair: Jordan schreibt so, dass man auch versteht... Das lässt sich nicht von allen sagen.
Mit einem letzten Blick auf das Foto unseres kleinen Enkels sage ich "gute Nacht".
Bis bald
Uli
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileUli,
Schreiben hilft mir, meine Gedanken zu sortieren. Wenn ich die Dinge des Lebens in Kurzgeschichten / in ein Tagebuch packe, dann kann ich diese neu überdenken und bekomme den nötigen Abstand dazu, der oft fehlt, wenn ich selbst darin gefangen bin.
In diesem Sinne: Schreibe Dich frei.
Eine schöne Feier/Taufe am Sonntag wünsche ich euch.
viele-worte :winke
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileHerzlich bekommen bei den Tagebuchschreibern!
Ich freue mich schon sehr, mehr von Dir zu lesen.
poison
Contributions on this page: 5
View profileund herzlich Willkommen.
Meinen Respekt und ein gutes Gelingen
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDanke für eure guten Wünsche:freu:
Vielleicht sollte ich vor den aktuellen Tagebucheintragungen doch noch etwas mehr erzählen (Vor- oder Frühgeschichte).
Wie alt ich bin, habe ich ja bereits kundgetan. Ich bin im Ammerland (gleich neben Ostfriesland) geboren und in Köln aufgewachsen. Dort besuchte ich 8 Jahre lang eine Volksschule. Mit 14 verließ ich mein Elternhaus und kam in ein Heim (meine damalige Stiefmutter und mein Vater hielten mcih für schwer erziehbar). Gleichzeitig begann ich eine Lehre als Industriekaufmann (ja, das ging damals vor 45 Jahren noch mit dem Volksschulabschluss). Offenbar war ich aber noch nicht sehr gefestigt und schmiss die Ausbildung nach anderthalb Jahren.
Fortan wechselte ich die Jobs wie meine Hemden. Ich arbeitete im Gleisbau, im Eisenhandel, bei der Vermessungsabteilung der Stadt Köln, bei einer Weingroßhandlung und zum Schluss bei einem Zeitschriftenvertrieb.
Um eine größere Distanz von zu Hause zu bekommen, bewarb ich mich mit 17 bei der Luftwaffe. Dazu brauchte ich die Einwilligung meines Vaters, die er nach längerem Zögern auch erteilte. Auf diese Weise kam ich nach Pinneberg in Schleswig-Holstein. Ich lernte Englisch in einer Sprachenschule der Luftwaffe und war eigentlich für einen Job in einer NATO-Dienststelle vorgesehen. Leider wurde nichts daraus, da ich Verwandte hatte, die nach 1953 in die DDR gingen. Ich war also ein Sicherheitsrisiko (erpressbar usw.). Die ganze schöne Ausbildung (Sprache, Fernmeldeausbildung) nutzte nichts. Meine damaligen Kollegen kamen nach Tokio, nach Washington, nach Portugal und ich: Ich kam nach Wuppertal.
Inzwischen hatte ich aber bereits meine spätere (erste) Frau in Pineberg kennengelernt und wollte gar nicht nach Wuppertal. Eine Versetzung gelang nur durch den Wechsel von der Luftwaffe zum Heer. Das tat ich dann auch und kam nach Hamburg. Mit 20 heiratete ich (zu früh, wie sich später herausstellte). Auch hierfür brauchte ich die Einwilligung meines Vaters, denn man wurde damals erst mit 21 Jahren volljährig. Nach einigem Murren bekam ich die Einwilligung. Meine erste Tochter wurde dann 1971 geboren. Die Ehe hielt 11 Jahre. Ich hatte mich in der Zwischenzeit auf insgesamt 8 Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet (1966-1974). Da ich ja keine Ausbildung hatte, musste ich dringend etwas tun. In Hamburg besuchte ich eine Abendschule und machte eine Lehre zum Bürokaufmann nach. Über meinen Kaufmannsgehilfenbrief war ich zunächst sehr stolz. Aber ich wollte mehr.
Bei der Bundeswehr hatte man damals noch die Möglichkeit im letzten Dienstjahr bereits mit einer Ausbildung zu beginnen, wenn man sich mindestens für 8 Jahre verpflichtete. Ich besuchte also die Bundeswehrfachschule mit dem Schwerpunkt Pädagogik. In einem Lebenslauf gab ich an, Lehrer werden zu wollen. Allerdings war mir überhaupt nicht klar, wie ich das anfangen sollte, denn ich hatte ja "nur" den Volksschulabschluss.
Wenn ich mir so durchlese, was ich bis jetzt geschrieben habe, dann stelle ich fest, dass ich in meinem Leben auch ganz viel Glück gehabt habe. Davon später mehr.
Eliza
Contributions on this page: 2
View profileBin schon gespannt auf die Fortsetzung.
Willkommen bei den TB-Schreibern
CelineJ
Contributions on this page: 1
Auch von mir ein herzliches Willkommen! :) Viel Erfolg im Studium!
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDanke Eliza und CelineJ,
dann gibt es jetzt eine Fortsetzung.
An der Bundeswehrfachschule gab es einen Lehrer, der meinen Lebenslauf gelesen hatte. Er empfahl mir, mich bei der (damaligen) Pädagogischen Hochschule in Lüneburg zu bewerben und dort eine Begabtenprüfung abzulegen. Gesagt - getan. Ich meldete mich dort ziemlich blauäugig an und fand mich fortan im Prüfungsstress. Ich hatte etwa 4 Monate Zeit, mich auf zwei fachliche (historische) und zwei allgemeine Themen vorzubereiten. Nach erfolgreicher Prüfung (1,7) war ich zum WS 74/75 Student an der PH Lüneburg mit dem 1. Fach Geschichte, dem 2. Fach Deutsch und einem weiteren Fach Techn. Werken (obwohl ich 2 line Hände habe. Erleichtert wurde mir der Einstieg durch die Bundeswehr, die noch für anderthalb weitere Jahre nach meinem Ausscheiden (immerhin 3 Semester) mit einem gehörigen Anteil für den Lebensunterhalt meiner kleinen Familie sorgte. Eine mir in Erinnerung gebliebene, weil völlig neue, Erfahrung war der Umgang mit dem anderen Geschlecht in Arbeitsprozessen. Das kannte ich von der Bundeswehr überhaupt nicht. Mir hat das sehr bei meinem Studium geholfen. Für meine Ehe war das nicht so toll, denn ich konnte meiner damaligen Frau ihre immer größer werdende (aber unbegründete) Eifersucht nicht nehmen. Wir entfernten uns immer mehr voneinander. Ich studierte mit großer Begeisterung und bestand 1977 meine 1. Staatsprüfung mit der Note 1,0! Um fair zu bleiben: Trotz der größer werdenden Distanz zwischen mir und meiner damaligen Frau, hat sie meine Entscheidung zu studieren immer mitgetragen.
Meine Eltern starben beide recht früh (Mutter: 1975, Vater: 1976). Mit meinem Vater hatte ich Zeit meines Lebens große Probleme (s. eine frühere Eintragung). Da er mir nicht allzu viel zugetraut hatte, hätte ich ihm gerne gezeigt, zu was ich imstande war. Aber es sollte nicht sein.
Hier unterbreche ich mal meinen Eintrag, weil mir klar wird, dass es sich mehr um ein "historisches" Tagebuch handelt. Auf diese Weise wird es noch einige Zeit dauern, bis ich beim Hier und Heute ankommen werde. Und jetzt bin ich mir nicht mehr so sicher, ob Geschichten aus dem Kapitel "Wie es damals war" hier überhaupt richtig platziert sind.
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileHallo UliS,
ich finde, dass Dein Tagebuch der absolut richtige Platz für diese *historischen* Eintragungen, wie du sie nennst, sind. Mit Spannung werde ich auch den weiteren Teil Deiner Geschichte verfolgen. :)
Bis das Studium und damit die *aktuellen* Beiträge beginnen, finde ich dies eine gute Möglichkeit, dem Tagebuch ein wenig Leben einzuhauchen.
Viele Grüsse
:winke
Eliza
Contributions on this page: 2
View profilewo denn wenn nicht in Deinem persönlichen Tagebuch :rolleyes:
eine Rubrik Memoiren haben wir noch nicht
CelineJ
Contributions on this page: 1
Weitermachen!! :) Bin schon total neugierig darauf, wie es weiterging.
LuluCat
Contributions on this page: 2
View profileErsteinmal auch von mir ein herzliches Willkommen unter den TB-Schreibern und ich will auch wissen wie es weitergeht!
Ulli
Contributions on this page: 2
View profileDem schliesse ich mich voll und ganz an:D.
Herzlich Willkommen bei den TB-Schreibern.
poison
Contributions on this page: 5
View profileDem gibt es nichts mehr hinzuzufügen *wart*
Marie-Christin
Contributions on this page: 6
View profileNun endlich auch ein herzliches Willkommen von mir!
Hatte leider paar Tage Internetprobleme, dh kein Zugang, daher meld ich mich erst heute und hatte bei Dir ja schon einiges zu lesen. Dein TB ist spannend und zugleich irgendwie packend, bin schon auf die Fortsetzung gespannt.
Wir "kennen" uns ja schon aus meinem TB, gell?
UliS
Contributions on this page: 38
View profilePuh, damit habe ich gar nicht gerechnet: Bin gerade aus dem Krankenhaus zurück (von der Klopfmassage) und finde die vielen Mutmacher hier! Danke dafür!
Dann geht es jetzt weiter:
Mein Studium absolvierte ich zunächst in Lüneburg, dann in Köln (aus irrationalen "Heimweh"-gründen), dann wieder in Lüneburg. Als wir 1976 aus Köln wieder in den Norden zogen, gingen wir an den Geburtsort meiner damaligen Frau, nach Pinneberg (bei Hamburg). Nach dem Studium bewarb ich mich um eine Referendarsstelle in Schleswig-Holstein. Damals wurden neue Lehramtsanwärter nur zum 1. August eines Jahres eingestellt. Die Zeit vom Studienende (Dezember 1977 - Juli 1978) überbrückte ich mit Zeitarbeitsverträgen. Nach einigen Schwierigkeiten erhielt ich 1978 eine Lehramtsanwärterstelle in einem kleinen Dorf in der Nähe von Lübeck. Obwohl die Ausbildung nur 2 Jahre dauerte und die weitere Zukunft im Dunkeln lag, entschieden wir uns für den Umzug der ganzen Familie.
Der Lehrerberuf ist ja bekannlich eher ein Betätigungsfeld für Frauen. Zumindest sagen die Statistiken das aus. So blieb es nicht aus, dass ich auch während der 2. Phase der Ausbildung überwiegend Lernpartnerinnen hatte. Dies trug natürlich nicht dazu bei, die Eifersucht meiner damaligen Frau zu dämpfen. Und so kam es fast zwangsläufig 1980 zur Trennung. Auf der Strecke blieben 11 Jahre Ehe und eine damals 9-jährige Tochter.
Meine nun von mir getrennte Frau zog mit Kind zurück nach Pinneberg, ich schaffte meine 2. Staatsprüfung mit für mich mageren 2,5 und erhielt nach 19-tägiger Arbeitslosigkeit eine Beamtenstelle an einer Realschule mit Hauptschulteil im Südosten Schleswig-Holsteins. Die Stelle bekam ich nur, weil ich mich bereit erklärte von den insgesamt 28 Unterrichtsstunden 19 Stunden Musik zu unterrichten. Und das nur, weil ich dem Direktor der Schule gegenüber erklärt hatte, dass ich ein wenig Gitarre spielen könne. Auch mein Hinweis darauf, dass ich keine Noten könne, half mir nicht! Na ja, ich habe auch das überstanden. Inzwischen hatte ich eine Kollegin näher kennen gelernt, die ich nach meiner Scheidung 1982 heiratete (mir ist bis heute nicht ganz klar, warum ich immer heiraten wollte. Ich hätte vielleicht doch lieber Psychologie studieren sollen, um das herauszufinden). Diese Beziehung hielt nur anderthalb Jahre. Bereits in jungen Jahren hatte ich mich parteipolitisch und später auch kommunalpolitisch engagiert (beides nahm im übrigen vor 10 Jahren ein Ende - und ich bedaure nichts). In Schleswig-Holstein war meine damalige Partei in der Opposition und es war nicht so einfach, nach Kiel versetzt zu werden, was ich unbedingt wollte, da ich mich erneut verliebt hatte.:auweia:
1985 klappte es endlich und ich kam an eine Kieler Schule. Da meine neue Frau (!) in der Politik arbeitete, hatte ich einen sehr engen Draht zu landespolitischen Ereignissen und Personen. Im Untersuchungsausschuss zur Barschel-Affäre war ich ständiger Stammgast. Immer nach der Schule fuhr ich zu den öffentlichen Sitzungen. Politische Bildung pur!!
Jetzt muss ich erst einmal eine kleine Pause einlegen, aber den Rest schaffe ich schon noch. Es ist seltsam: Während ich das hier sehr cool und fast geschäftsmäßig abhandele, weil ich ja gerne auch zu aktuellen Themen kommen möchte, kochen die Erinnerungen hoch (gute und weniger gute).
Bis bald und herzliche Grüße
Uli
Lianea
Contributions on this page: 4
View profileVergangenheitsbewältigung mal anders, und die Psychologie läuft dir ja nicht weg;)!
Ich lese jedenfalls auch gespannt mit.
LG
Lianea
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDanke Lianea,
nachdem ich gerade eben noch einmal das Modul L1 aus dem neuen Bachelor-Studiengang Kulturwissenschaften nachbelegt habe, kann es jetzt mit dem Tagebuch weitergehen.
An der Kieler Schule blieb ich bis zum Ende des Jahres 1988. Damals fragte ich mich immer wieder, ob es das mit dem Lehrerdasein nun gewesen sein sollte. Schulleiter wollte ich nicht werden, aber mir schwebte ein Job in der Erwachsenenbildung vor. Anfang 1989 ergab sich die Gelegenheit. Ich wurde gefragt, ob ich Lust hätte, an einer bekannten Akademie in Schleswig-Holstein in die politische Erwachsenenbildung zu wechseln. Und ob ich hatte...!
Was war das für ein Arbeiten!! Kein Lehrplanzwang, die Teilnehmer kamen freiwillig, ich konnte mir selber Betätigungsfelder suchen. Es war einfach traumhaft. 1989 war ja bekanntlich das Jahr des großen Wandels in Mittel- und Osteuropa. Ich stürzte mich begierig auf politische und wirtschaftliche Themen, die durch die großen Veränderungen in Deutschland, Polen und der damaligen Sowjetunion quasi auf der Straße lagen. So installierte ich eine deutsch-polnische Sommerschule für Germanistikstudenten von der Uni Szczecin. Die Studentinnen und Studenten kamen auf Kosten der Akademie für 14 Tage nach Schleswig-Holstein und lernten dort Land und Leute kennen. Ich selbst fuhr ebenfalls jährlich für mindestens 14 Tage nach Szczecin, um dort an der Uni zu unterrichten. Mein Thema war Landeskunde.
Ich führte Studienfahrten nach Israel, in die baltischen Staaten, nach Polen, nach Russland und nach Ostdeutschland durch. Die deutsch-polnische Sommerschule wurde alsbald um eine russische Variante ergänzt. Wir hatten Kontakt zu einer Universität in Jekaterinburg im Ural. Von dort kamen nun ebenfalls Studenten zu uns. Brisante, aber hochspannende Veranstaltungen waren das mit den jungen Leuten aus Polen, Deutschland und Russland. Von 1992-1994 unterrichtete ich für jeweils 4 Wochen auch an der Bildungswissenschaftlichen Universität in Jekaterinburg, lernte den sibirischen Winter und die grandiose Gastfreundschaft der Russen kennen und bekam ganz aus der Nähe die Häutung der Menschen vom Sowjetbürger zum Russen mit.
Aber auch in Deutschland selbst gelang es mir, hochkarätig besetzte Seminare zu veranstalten mit Referenten wie Peter Glotz oder Angelo Bolaffi, André Brie oder Vertretern der jungen baltischen Republiken. Zehn Jahre dauerte diese Arbeit und es war die glücklichste Zeit meines bisherigen Lebens. Aber alles hat ein Ende. 1998 ging der bisherige Direktor in den Ruhestand. Um seine Nachfolge bewarben sich die beiden hauptamtlichen Dozenten an der Akademie, also mein Kollege und ich. Nun muss man wissen, dass uns beide von Beginn an eine herzliche Abneigung verband, die nur deshalb nicht in offenen Anfeindungen ausartete, weil wir in unserer Arbeit autark waren und uns bestenfalls über aministrative Fragen ins Gehege kamen. Die politische Konstellation war so, dass mein damaliger Kollege das Rennen um die Nachfolge des Direktors gewann.
Ich war (und bin) inzwischen in 4. Ehe verheiratet (aber ich heiße nicht Richard Burton), meine Frau arbeitete ebenfalls in der Akademie und wir beschlossen, von dort wegzugehen. Die Frage war nur, was sollten wir tun? In den Schuldienst wollte ich nicht zurück. Meine Beurlaubung war bereits 1995 abgelaufen, ich hätte damals schon zurückgehen müssen, da ich Beamter auf Lebenszeit war. Stattdessen kündigte ich meinen Job, weil ich noch davon ausging, in der Akademie alt werden zu können. Durch die neue Konstellation war alles anders. Jetzt mussten wir uns neu orientieren. Unsere Überlegungen gingen dahin, auf jeden Fall etwas mit Bildungsarbeit zu machen. Wir hatten ein Haus in der Nähe der Akademie, träumten aber von einer selbstständigen Tätigkeit. Was haben wir für Pläne gewälzt!
Inzwischen war die Arbeit mit dem Internet für mich bereits selbstverständlich geworden. Plötzlich kam der Gedanke auf, ins Ausland zu gehen. Wir streckten unsere Fühler nach Griechenland und nach Spanien aus, besuchten in der Toskana die [URL="https://www.villa-palagione.org/"]Villa Palagione[/URL] bei Volterra. So etwas hatten wir uns vorgestellt. Wie es dann weiter ging, beschreibe ich etwas später.
Marie-Christin
Contributions on this page: 6
View profileIch bin schon ganz gespannt!
CelineJ
Contributions on this page: 1
Ein "alter Hase" in meinem Showgeschäft! :D Vielleicht können wir uns ja mal über unsere Erfahrungen und Möglichkeiten austauschen? Aber erst weitererzählen, bitte!
UliS
Contributions on this page: 38
View profileEs geht weiter
Gerade höre ich meine Lieblingsmusik (Ina Müller, Alex Ubago, The Hollies, Eros Ramazotti, Gianna Nannini, Nancy Sinatra & Lee Hazlewood, Stefan Gwildis...)
Im März 1998 lernten wir über das Internet (!) ein Ehepaar aus Euskirchen kennen, die ähnliche Pläne wie wir hatten. Zum Kennenlernen trafen wir uns in Köln, stellten fest, dass wir uns leiden mochten und vereinbarten ein Treffen bei uns im Norden - es wurde eine richtige Zukunftswerkstatt.
Wir einigten uns auf ein gemeinsames Ziel: Es sollte Spanien sein, genauer: die Costa Blanca wegen des außerordentlich günstigen Mikroklimas. Peter arbeitete in Euskirchen als selbstständiger Sozialarbeiter. Er wollte Bildungsreisen veranstalten für Leute mit einem Handicap. Ich hatte vor, so etwas wie eine deutsch-spanische Bildungsstätte zu betreiben.
Voraussetzung für den Start sollte ein gemeinsamer Urlaub sein, der uns die Gegend etwas näher bringen sollte. Außerdem musste jedes Paar sein Haus verkaufen, weil es ohne Eigenkapital ja nicht funktionieren konnte. Für mich stand fest, dass ich die Akademie zum Jahresende 1998 verlassen wollte. Aushandeln musste ich nur noch, zu welchen Bedingungen dies geschehen sollte. Nach harten Verhandlungen erhielt ich ein Jahresgehalt als Abfindung. Es sollte nach meinem Ausscheiden in zwei Etappen gezahlt werden.
Der Urlaub fand in Altea statt. Von dort starteten wir erste Erkundungen in die nähere Umgebung (Alicante, Denia, Calpe, Javea, Torrevieja etc.). Die Infrastruktur gefiel uns, das Klima auch und wir stellten fest, dass wir uns ganz gut auf einander einstellen konnten. So blieb also nur noch der letzte Schritt: Verkauf des Hauses.
Fortsetzung folgt in Kürze
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileUli,
beim Lesen Deiner Geschichte fällt mir direkt eine Fortsetzung ein, wie es gewesen sein könnte, die richtig Unliebsames nicht ausschliesst. ;)
Ich bin auf die Fortsetzung egespannt. Allzu lange ist es wohl nicht gut gegangen, sonst wärst Du (ihr) nicht wieder in D, wenn ich das mal so formulieren darf.
Marie-Christin
Contributions on this page: 6
View profileIch bin auch schon ganz gespannt, das ist so richtig interessant zu lesen, wirklich alle "Aufs" und "Abs" dabei!
UliS
Contributions on this page: 38
View profileFortsetzung
Morgen hat mein Schatz Geburtstag und da mussten noch einige kleinere Geschenke besorgt werden.
Bei uns klappte der Verkauf des Hauses erstaunlich schnell und wir erzielten auch einen Preis, mit dem wir zunächst nicht gerechnet hatten. Zusammen mit meiner Abfindung aus dem Job konnte das "Unternehmen Spanien" gestartet werden. Unsere Partner in spe hatten nicht so viel Glück mit dem Haus. Sie wurden es nicht los. Für uns hieß das, dass wir zunächst alleine an die Costa Blanca gehen würden. Übers Internet fanden wir eine Dame aus Köln, die uns für 6 Monate ihr kleines Appartment in Torrejieja vermieten wollte. Das war so der Zeitrahmen, den wir uns für die Suche nach einem Objekt, das sich als Bildungsstätte eignet, gesteckt hatten.
Wir verabschiedeten uns von den beiden Söhnen meiner Frau und meinen Schwiegereltern und fuhren am 7. Januar 1999 nach Köln. Unsere Möbel waren eingelagert und wir hatten nur das Nötigste bei uns. Station machten wir bei meiner Schwester und meinem Schwager in Köln. Dort feierten wir noch seinen 60. Geburtstag. Außerdem bekamen wir von unserer Vermieterin des Appartments die Schlüssel. Von Freunden hatten wir eine Adresse eines Pärchens bekommen, die in Südfrankreich, in der Nähe von Avignon ein altes Gut gekauft hatten und dort ein Kulturzentrum betrieben. Wir hatten uns bei denen angemeldet, um zu schauen, wie andere das machen.
Am 12. Januar 1999 starteten wir also von Köln aus in unser Abenteuer. Aus heutiger Sicht waren wir ganz schön blauäugig. Wir konnten zum Zeitpunkt unserer Abreise kein Wort Spanisch. Ich kannte mich zwar in der spanischen Geschichte aus, weil ich ein wenig gelesen hatte, aber alles Wissen über Land und Leute war halt nur theoretisch. Trotzdem: Wir waren voller Tatendrang.
CelineJ
Contributions on this page: 1
Ist dir/euch der Verkauf des Hauses wirklich so leicht gefallen, wie es hier den Eindruck macht? Ich Frage nur aus purem Interesse, weil ich trotz aller Zukunftspläne enorme Probleme hätte, dieses Stück Heimat aufzugeben.
Tyffany
Contributions on this page: 1
View profileUli und herzlich willkommen unter den TB Schreibern!
Ich hoffe du wirst uns weiterhin auf dem Laufenden halten, das klingt spannend!
Deiner Liebsten wünsche ich alles Gute, das richte Ihr MORGEN bitte aus
LG Tyf
Virpi
Contributions on this page: 1
View profileAuch von mir noch ein herzliches Willkommen.. hab mich gerade durch deine Geschuchte gekämpft und bin schon ganz gespannt wie es weiter geht... denn nach Spanien muss ja noch was passiert sein :)
Unabhängig davon wünsche ich dir ein erfolgreiches Studium und viel Glück und Erfolg bei deinem neuen Lebensabschnitt!
UliS
Contributions on this page: 38
View profile@Celine: Ja, der Verkauf des Hauses war nicht so ein emotionales Problem. Wir wollten ja etwas völlig Neues machen. Außerdem ist mein Heimatbegriff ein anderer: Heimat ist für mich in erste Linie da, wo meine sozialen Kontakte sind, obwohl ich gerne im Norden lebe (wegen der Nähe zum Wasser).
@Tiffany: Danke für die Glückwünsche. Ich habe sie ausgerichtet.
@Virpi: Danke für die Wünsche. Ja, da kommt natürlich noch mehr.
Liebe Grüße
Uli
poison
Contributions on this page: 5
View profileVon mir auch alles Liebe an deine Frau und habt einen schönen Tag heute
Sabsi
Contributions on this page: 2
View profileJetzt habe auch ich endlich dein TB gefunden ... Auch von mir herzlich willkommen unter den TB-Schreiberlinen. Finde deine Einträge total spannend und freue mich schon weiter von dir zu lesen
UliS
Contributions on this page: 38
View profileEs geht weiter...
Guten Morgen und vielen Dank für die guten Wünsche!
Am 14. Januar 1999 kamen wir also in Torrevieja an, bezogen unser Appartment und kontaktierten so schnell es ging verschiedene Makler. Unser Ziel: Wir wollten ein Haus finden, das uns den Betrieb einer Bildungsstätte/Pension ermöglichte und gleichzeitig unser Domizil werden sollte.
Es würde zu weit führen, wenn ich die Erlebnisse mit den Maklern (es waren überwiegend Deutsche) hier in aller Ausführlichkeit schildern würde. Die meisten haben offenbar nicht verstanden, was wir suchten. Parallel zur Objektsuche belegten wir in Torrevieja einen Spanisch-Kurs. Wir wollten so schnell wie möglich die Sprache lernen.
Im März 1999 fanden wir dann unser Traumobjekt! Leider war die Grundbuchsituation so unübersichtlich und die deutsche Maklerin nicht besonders fähig. Wir nahmen also Abstand von "unserem" Traumhaus. Jahre später entdeckten wir es im Internet: [URL="https://www.fincaelotero.com/index.htm"]Finca El Otero , entre mar y montaa[/URL]. Jedes Mal, wenn ich auf die Seite schaue, überfällt mich eine große Sehnsucht. Na ja, es sollte nicht sein.
Durch unseren Sprachkurs bekamen wir Kontakt zu einer Maklerin, die mit einem deutschen Rechtsanwalt an der Costa Blanca zusammenarbeitete. Nachdem wir uns einige Fincas angeschaut hatten (es war aber nichts dabei), machte mir dieser Mann (er stammte aus Hamburg) das Angebot, mit ihm gemeinsam ein Steuerberatungsbüro zu eröffnen. Er merkte, dass ich mich einerseits sehr schnell in fremde Sachverhalte einarbeiten konnte und mich andererseits aufgrund der vielen sinnlosen Besichtigungen so langsam von dem Gedanken einer Bildungsstätte verabschiedete, zumal auch unsere zukünftigen Partner nicht mitzogen. Drittens bekam dieser Mann mit, dass wir über einges Geld verfügten. Mir ist es bis heute noch nicht klar geworden, warum es ihm so leicht fiel meine Frau und mich zu überreden, ein Haus zu kaufen (nur für uns) und bei ihm mit einem hohen Geldbetrag einzusteigen. Auch wenn ich grundsätzlich nicht besonders misstrauisch bin, hätte ich merken müssen, dass an der ganzen Geschichte alles oberfaul war. Aber wir ließen uns blenden von den 4 oder 5 "Inter-Jura"-Büros, die es in allen wichtigen Orten an der Costa Blanca gab und die alle funktionierten (Heute gibt es diese Büros nicht mehr unter diesem Namen). Lange Rede, kurzer Sinn: Wir wurden betrogen! Der Hamburger war gar kein Rechtsanwalt, sondern betätigte sich als Makler, Unternehmensberater und hatte (wie wir erst viel später erfuhren) allen Grund sich nicht mehr in Deutschland blicken zu lassen.
Nun hatten wir ein Haus, zum Teil bezahlt, zu einem anderen finanziert, aber keine Arbeit und keine Aussicht, die alten Pläne wieder auleben zu lassen. Denn unser Kapital steckte einerseits im Haus und andererseits in den Taschen dieses Kriminellen. Versuche, auf gerichtlichem Wege an unser Geld zu kommen schlugen fehl, da die spanische Justiz in solchen Fällen, in denen nur Deutsche beteiligt sind, sehr zögerlich arbeitet. Wir überlegten uns, wie es weitergehen sollte. Spanien gefiel uns, meine Frau lernte an der Universität von Alicante weiter Spanisch und eigentlich wollten wir bleiben.
Wir lernten im Sommer eine junge alleinerziehende Schweizerin kennen, die in Alicante Spanisch-Kurse gab. Sie war mit einem Lehrer befreundet, der in Alicante unterrichtete, aber eigentlich aus Salinas stammte, einem kleinen Dorf in den Bergen, 60 km von Alicante entfernt. Dieser Lehrer hatte nun gehört, dass in seinem Dorf eine ehemalige Finca, die im spanischen Bürgerkrieg zerstört, mit EU-Mitteln aber wieder neu aufgebaut worden war. Die Gemeinde wisse noch nicht so recht, was sie mit dem Objekt anfangen sollte. Dieser Lehrer forderte mich auf, doch einmal ein Nutzungskonzept für diese Finca zu erstellen und das beim Bürgermeister von Salinas einzureichen. Gleichzeitig erfuhren wir, dass ein Gemeindevertreter aus Salinas ebenfalls ein Nutzungskonzept erstellt hatte. Wir machten uns keine großen Hoffnungen.
Ich muss gerade mal weg, aber bald geht es weiter!
UliS
Contributions on this page: 38
View profilePuh, ich musste mich erst durch die anderen Tagebücher lesen, bevor ich nun selber wieder in die Tasten greife...
Inzwischen schreiben wir Oktober 1999. Zu unserer großen Überraschung und Freude erhielten wir den Zuschlag für die Bewirtschaftung der Finca "Casa Calpena" in Salinas/Alicante. Im Januar 2000 ging es los und wir stürzten uns mit großer Leidenschaft in unser neues Projekt. Unsr Haus in Alicante boten wir zum Verkauf an, da wir nun auf der Finca selbst wohnten. Leider konnten wir unseren Schwung, den wir mitbrachten, nicht so schnell wie geplant in Belegung umsetzen. Hinzu kam, dass meine Liebste immer stärker von Heimweh heimgesucht wurde. Die Kinder und ihre Eltern vermisste sie sehr. Obwohl es ab Mai 2000 mit der Finca aufwärts ging, entschlossen wir uns zurück nach Deutschland zu gehen. Nach anderhalb Jahren Spanien landeten wir wieder in Schleswig-Holstein. Nach einigen Versuchen, als selbstständiger Unternehmer hier Fuß zu fassen, besann ich mich auf meinen alten Beruf und bewarb mich bei unserem Bildungsministerium als Lehrer. Trotz meines inzwischen fortgeschrittenen Alters wurde ich eingestellt.
Im Jahre 2004 erwischte mich dann der Krebs. Ich hatte Glück im Unglück. Mein Arzt entdeckte den Tumor so rechtzeitig, dass er entfernt werden konnte ohne gestreut zu haben. 14 Tage vor der Operation musste ich aber noch an der Bauchaorta operiert werden, weil als Zufallsbefund ein Aneurysma festgestellt wurde. Mich warf das Ganze ziemlich aus der Bahn, zumal ich nach der ersten Operation noch im Krankenhaus erfahren musste, dass mein ein Jahr jüngerer Bruder aus heiterem Himmel gestorben war. Ich konnte noch nicht einmal zu seiner Beerdigung. Noch 3 Monate zuvor hatten wir beide eine Segeltour mit unserem Boot unternommen. Auch wenn das jetzt alles schon fast 4 Jahre her ist: es beschäftigt mich noch immer.
Als eine Folge der Krebs-OP wurde eine Stimmlippe so beschädigt, dass sie jetzt gelähmt ist. Für jemanden wie mich, der immer gerne Musik gemacht hat (Gitarre und Gesang), ist das schon beeinträchtigend, dass ich nun dauerhaft heiser bin (na gut: Rod Stewart ist das auch, aber der kann seine Heiserkeit kontrollieren).
Die Kids in der Schule sind mit meiner stimmlichen Beeinträchtigung viel besser umgegangen als ich befürchtet habe. Und so bin ich auch heute noch als Lehrer tätig, wenn auch mit weniger Stunden. Zu meiner großen Freude hat mich mein Schulrat zum Beginn des neuen Schuljahres (ab September 2008) an meinen Heimatort versetzt. Statt wie bisher 40 km zu Schule fahren zu müssen, erreiche ich meine neue Schule in 7 Minuten zu Fuß. Außerdem ist es eine reine Grundschule und ich bin da der einzige Opa. Der Schulleiter ist zwar auch ein Mann, aber erheblich jünger als ich.
So nun bin ich in meinem Tagebuch in der Gegenwart angekommen und werde zukünftig aktueller berichten.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileLiteraturverwaltung
Da ich ja erst im WS mit dem Studium beginne, kann ich ja noch etwas probieren. So habe ich mir eine Literaturverwaltung angeschafft. Die ist echt geil. Online-Recherche, Exzerpieren, Herstellen einer Bibliographie - easy.
Ich bin richtig motiviert:D. Schade, dass ich bald Urlaub hab`:rolleyes:. Könnte jetzt so schön beginnen.
Duivelsberg
Contributions on this page: 1
View profileNa, dann konserviere es gut, es kommen vielleicht auch mal andere Tage, wo man das Studium, das man ja eigentlich mag einfach nur HASST :D
Steck also die Motivation in eine Büchse und hole diese dann bei Bedarf hervor...
LG
Tim
UliS
Contributions on this page: 38
View profileTim,
werde ich machen!
LG Uli
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileHallo Uli,
welche hast Du Dir zugelegt? Bin noch ziemlich planlos diesbezüglich.
Gut aufheben --> für Notzeiten. :D Genieße den Urlaub.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileIch arbeite mit Citavi. Das ist wohl der Nachfolger von LiteRat. Du kannst ja hier mal schauen: [url=https://www.citavi.com/]Citavi - Literaturverwaltung und Wissensorganisation[/url]. Die haben dort auch eine Demo-Version zum Ausprobieren.
LG
Uli
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileVielen Dank, Uli, ich werde mich damit in einer stillen Stunde beschäftigen und probieren. :winke
UliS
Contributions on this page: 38
View profileIch habe gerade so eine stille Stunde und womit beschäftige ich mich?
1. mit dem Lesen von Tagebüchern hier im Forum:D
2. mit meinem bevorstehenden Urlaub (noch 3 Wochen).
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileWas hast Du denn im Urlaub vor?
Meggy
Contributions on this page: 3
View profileOh Mann, da hast Du ja auch ein spezielles spannendes Leben! Ich finde es sehr mutig von Dir, dass Du soviel Neues ausprobiert hast und scheinbar nach so vielen Niederlagen immer wieder auf die Füße gefallen bist. RESPEKT!
Und ich entdecke echt Parallelen. Der häufige Partnerwechsel *g*, aber auch die Beziehungen zum "Ostblock" - ich bin auch sehr lange immer wieder zu Austauschen nach Russland gefahren und habe dort die Gastfreundschaft genossen, aber auch nach Spanien hat es mich gezogen. Und auf windige Geschäftsleute sind wir ja auch reingefallen.
Liebe Grüße und ich freue mich auf weitere Berichte
Danni
UliS
Contributions on this page: 38
View profile@Nina: Wir gehen 3 Wochen lang mit unserem Boot auf der Ostsee segeln. Mal sehen, wohin der Wind uns treibt. Mein Törntagebuch werde ich wie immer auf meiner Homepage [URL="https://www.ulischilf.de"]Schilfs Reiseseite - Eingang[/URL] veröffentlichen.
@Danni: Ich wusste doch, dass ich nicht alleine bin mit meinen Erlebnissen :D! Was die windigen Geschäftsleute angeht: Davon habe ich die Sch... voll. Die wichtigste Erfahrung indiesem Zusammenhang war, dass wir in Spanien nicht auf Spanier sondern auf Deutsche reingefallen sind.
Gleich fahren wir in die Nähe von Flensburg zu einem Sommerfest anlässlich des 30. Hochzeitstages von Freunden. Dabei fällt mir ein: woran merkt man, dass man alt wird? Wenn man nicht mehr zu Hochzeiten, sondern zu Silberhochzeiten, Goldenen Hochzeiten und dergleichen eingeladen wird. Na, sei`s drum, das Wetter ist (noch) schön und unseren Enkel sehen wir dann auch gleich noch *freu*
UliS
Contributions on this page: 38
View profileHeute habe ich seit ganz langer Zeit mal wieder tief, fest und lange geschlafen. Das Sommerfest war toll, weil wir traumhaftes Wetter hatten. Viele Leute, die wir seit Jahren nicht mehr gesehen haben, wiedergetroffen.
Viel gequatscht und viel gegessen.
Heute werde ich mich mal ein bisschen mit unserem Segelboot beschäftigen, denn in 3 Wochen geht es los und es ist doch noch einiges zu tun.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileIch habe mich gerade bei meinem Studienzentrum (Lübeck) für eine Veranstaltung zum Modul L1 (Kuwi) für das WS 08/09 angemeldet. Auf diese Weise komme ich nach längerer Zeit der Abstinenz wieder in diese schöne Stadt. Meine Frau nehme ich mit (die will dann bummeln, während ich lerne). Anschließend dann ein schönes Käffchen im Café Niederegger (ihr wisst schon: die mit dem Marzipan) und so kann man am 1.11. dann das Angenehme mit dem Nützlichen verbinden oder umgekehrt.
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileWahrscheinlich ´ne blöde Wiwi-Frage: Was beinhaltet das KuWi-Studium eigentlich und was fängt man damit an?
UliS
Contributions on this page: 38
View profileNina,
da ich ja erst im kommenden Semester anfange, bin ich selber mal gespannt. Das Kuwi-Studium gibt es ja nun mit neuen Fachschwerpunkten (Geschichte, Literaturwissenschaften, Philosophie). Man muss sich einen Schwerpunkt aussuchen und 6 Module studieren (also alle im Fachschwerpunkt). Dann noch drei aus einem zweiten Fach und 2 können noch aus einem Wahlfach (z.B. Soziologie) kommen.
Was fängt man damit an? Ich bin da nicht so der richtige Ansprechpartner, denn mit meinen opamäßigen 59 Jahren strebe ich mit Sicherheit keinen neuen Job im Kulturbereich an. Für die Jüngeren ergeben sich eventuell Chancen in der Erwachsenenbildung, der Öffentlichkeitsarbeit im weiteren Sinne (einschließlich Journalismus) etc. Ich könnte mit allerdings vorstellen, dass es nicht so einfach ist, angesichts leerer offentlicher Kassen in staatlichen Museen oder Archiven einen Arbeitsplatz zu finden. Aber da gibt es ja noch die Wirtschaft.
Für mich ist es eher so, dass ich das Einrosten meiner Hirnzellen verhindern will. Außerdem verlangt mein Ego, dass ich neben dem Lehrerberuf noch einmal was "Anständiges" lernen soll ;).
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileKleine Anmerkung:
[url="#?t=35952"]HIER[/URL] wurde das Thema kürzlich diskutiert. Und [URL="https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bakwmfs/studiengang/zielgruppen.shtml"]HIER[/URL] steht etwas dazu auf den FeU Seiten.
Ich könnte mir vorstellen, dass sich meine Chancen als Lektorin in einem Verlag zu arbeiten, erhöhen würden. Allerdings kommt dann wieder der Faktor des Alters hinzu, mit dem ich evtl. erst ferig bin. :eek
UliS
Contributions on this page: 38
View profileGenau!
Jetzt habe ich mir erst einmal Arzttermine geholt (Augenarzt, Zahnarzt), damit ich vor unserem Urlaub noch mal durchgecheckt werde.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileLeider konnte ich nicht alles erledigen. Augenarzt ok. Da kriege ich eine neue Brille. Zahnarzt: Zahn gezogen, Provisorium für eine Brücke in Auftrag gegeben. Das ist morgen fertig. Dann muss ich zum Lachen nicht immer in den Keller gehen.:D
Ansonsten: Der Urlaub rückt immer näher. Am Wochenende werden wir unser Boot mit all dem Zeug beladen, das man so für drei Wochen braucht. Meistens ist das dann doch immer mehr als ausreichend. Hoffentlich wird das Wetter so gut wie im Juni. Wasser von unten ist ok, von oben muss nicht sein.
Thuri
Contributions on this page: 3
View profileHut ab, du hast dein bisher sehr ereignisreiches Leben ja toll gemeistert :) ist sehr spannend zu lesen!
Ein schönes Boot habt ihr, dann wünsche ich euch noch schönes Wetter und ruhige See für den Urlaub!
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDanke Thuri für die Urlaubswünsche.
Ich hoffe ja, dass das Leben so ereignisreich bleibt.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileObwohl das Wetter ja nicht so berauschend war, hatte ich doch ein schönes Wochenende. Zum ersten Mal habe ich in dieser Saison an Bord unseres Schiffchens geschlafen. War ein gutes Gefühl. Der Urlaub kann kommen.
Außerdem habe ich mit dem Schulleiter meiner neuen Schule telefoniert. Der ist mit seiner Planung fürs neue Schuljahr noch nicht so weit, hat mich aber schon mal nach meinen Wünschen gefragt:). Ende der Woche gibt er mir Bescheid darüber, was er verwirklichen konnte.
Bis zum Urlaub vertreibe ich mir die Zeit mit Vorbereitungen auf das Studium, in dem ich ganz viel lese. Manches muss ich mehrmals lesen (Poetik bei Aristoteles und was ist das überhaupt:o).
Na ja, bei der Gelegenheit übe ich mich denn schon mal im Exzerpieren. Da ist ja das Literaturverwaltungsprogramm von CITAVI wirklich gut. Wenn man sich eingefummelt hat, ist es sehr gut zu gebrauchen.
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profile*leichtestaubschichtabpust*
Ist das Schiffchen vorzeitig in See gestochen? Es sind doch noch ein paar Tage Zeit bis zum Urlaub. :) :winke
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileDem muss ich zustimmen ... das Boot ist mittlerweile gepackt (also bestimmt) ... die Route ist grob geplant ... was treibt Uli?!?
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDa bin ich wieder. Ich war kurzfristig "abgetaucht":D.
Ja Nina, die wichtigsten Sachen sind verstaut, aber es gibt vor so einer Segelreise immer unendlich viel zu bedenken.
Gestern habe ich meine neue Brille erhalten. Außerdem habe ich viel gelesen. Was mich quält, ist ein Aufsatz von Prof. Albert Meier über "Poetik". Wie kann man nur so kompliziert schreiben? Da finde ich durch Zufall besagten Prof. Meier in einer [URL="https://rzglab15.rz.uni-kiel.de:8090/litwiss-online/meierwise06/h231006meier.wmv"]Online-Vorlesung[/URL] über die Literatur des 18. Jh. und denke mir, na, geht doch...
Heute Nachmittag muss ich nach Kiel zu einem Magenspezialisten. Morgen verabschiede ich mich von meinem Kollegium in meiner bisherigen Schule. Ich bin zum neuen Schuljahr "heimatnah" (7 Fußminuten von zu Hause) versetzt und muss dann nicht immer 80 km (hin und zurück) fahren. Zum ersten Mal werde ich im neuen Schuljahr an einer reinen Grundschule unterrichten (wahrscheinlich Mathe, Heimat- und Sachunterricht und Sport). Nach vielen, manchmal quälenden, Jahren an der Hauptschule ist das ja vielleicht ein schöner Abschluss des aktiven Lehrerdaseins. In 4 Jahren will ich aufhören.
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileDas Blöde ist, wenn man im selben Ort arbeitet, in dem man wohnt, muss man sich immer so *straight* benehmen, wenn es nicht gerade eine Hypergroßstadt ist. Gerade wenn man mit Kindern arbeitet. Spricht meine Tochter, die ihr Praktikum in der KiTa über 10 Monate in unserem Ort gemacht hat. Sogar der Bürgermeister kennt einem dann, der einen sonst nicht kennen würde...
UliS
Contributions on this page: 38
View profileJa, darüber habe ich auch schon nachgedacht. Da ist sicher etwas dran. Aber bisher habe ich mich nicht so sonderlich auffällig benommen;) und so wird es schon gehen (hoffe ich).
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileIch meinte das auch ganz allgmein, dass man einfach mehr beobachtet wird, wenn man an einer Schule, im KiGa usw. im eigenen Ort arbeitet. Wenn man sich nicht gut benimmt, arbeitet man meist auch nicht sehr lange in so einer Einrichtung...:rolleyes
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileNicht zu vergessen: Immer schön grüßen ;) Könnte jemand sein, der der Meinung ist, man müsste/könnte/sollte ihn kennen ...
UliS
Contributions on this page: 38
View profileIch bin ja schon älter und deshalb daran gewöhnt, zuerst gegrüßt zu werden:rolleyes:. Ich werde deinen Tipp an meine zukünftigen SchülerInnen und deren Eltern weitergeben:D.
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileGeh mal zu Schulbeginn in einem schweizer Dorf spazieren. Da grüßen die Kinder noch jeden ... so war das in meiner Kindheit auch noch. Heute kenn ich das nur noch von den Radtouren. Da grüßen zumindest die meisten.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileNina,
das ist überhaupt die Idee: Ich fahre nur noch mit dem Rad zur Schule. Da bin ich noch schneller und werde immer gegrüßt
UliS
Contributions on this page: 38
View profileSo, nun war ich beim Magendoktor. Am 5.9. muss ich mich einer Magenspiegelung unterziehen. Eventuell muss bei der Gelegenheit noch etwas gedehnt werden (man gönnt sich ja sonst nix ;)).
Es ist schon gut, dass das nicht noch alles vor dem Urlaub passiert. Jetzt könnte der Sommer aber wieder zurück kommen. Ich finde, die Pflanzen haben nun genug Regen abbekommen.
Lianea
Contributions on this page: 4
View profileDas hört sich ja schon unangenehm an, aber "watt mutt, datt mutt", oder wie war das?!;)
Ich wünsch dir jedenfalls vorab schon mal einen tollen Urlaub und einen guten Start an der neuen Schule.
LG
Lianea
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDanke Lianea!
Bevor der Start an der neuen Schule beginnt, war erst einmal der Abschied an der alten Schule angesagt. Und das war schon heftig. Ich war ca. 5 Monate lang krank und bin heute nach langer Zeit (und zum letzten Mal) dort gewesen. Die KollegInnen hatten mich wirklich alle wunderbar aufgefangen. Na ja, da gab es hier und dort (und bei mir) schon feuchte Augen.
Gefreut habe ich mich auch über die Rede meines (bisherigen) Schulleiters. Er wies darauf hin, dass er durch mich sehr viele Anregungen für seine Arbeit erhalten habe. Das macht ja irgendwie auch ein bisschen stolz:o. Zumal ich nicht den Eindruck hatte, dass er damit meint, ich hätte ihm zuviel reingeredet:).
Jetzt kommt Urlaub und danach die neue Herausforderung. Ach ne`, das sind ja zwei: erst die Schule und dann das Studium;).
Auf beide Ereignisse freue ich mich (aber am meisten auf den bevorstehenden Urlaub mit miner Frau und meinem Boot).
poison
Contributions on this page: 5
View profileEin schönes Gefühl, wenn man geht mit dem Wissen etwas bewirkt zu haben. Du darfst zu Recht Stolz auf dich sein. :)
Die Magengeschichte hört sich ja nicht so toll an, wünsche dir alles Gute dafür.
Aber erstmal genieße deinen Urlaub und dann mit frischem Elan an die neuen Herausforderungen :) Ja, das Wetter könnte sich langsam wirklich mal von der sommerlichen Seite zeigen :schmoll
UliS
Contributions on this page: 38
View profilePoison: Danke für deine guten Wünsche.
Ich war bis jetzt eben in Flensburg. Meine Frau und ich durften heute mal einen ganzen Tag auf unseren 7 Monate alten Enkel aufpassen. Hat Spaß gemacht, aber jetzt ist Opa auch kaputt. Also Beine hoch und noch ein bisschen Geschichte lesen (An der Tafel steht "Windsor, Welfen, Hohenzollern, Habsburger". Der Professor fragt: "Und aus welchem Haus stammt der letzte deutsche Kaiser?" Zaghafte Antwort eines Studenten: "Hamburg-Mannheimer?").
die_nina
Contributions on this page: 7
View profileIch musste herzhaft lachen. Spiegelt das doch den aktuellen Bildungsstandard meiner Vorgesetzten wider ... nur schön ...
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profile*Köstlich* :)
Ist ähnlich, wie die Frage an einer Grundschule, wo denn die Milch herkomme und die Schüler das doch aufmalen sollen. Ein Schüler malt dann eine Moha-Milchtüte auf sein Blatt.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileGleich ist der Sonntag vorbei (22.40 Uhr). Heute habe ich viel gelesen (vor allem die Tagebücher hier :)).
Jetzt bin ich rechtschaffen müde und verhole mich in mein Bett. Das ist ein seglerischer Ausdruck. Der Urlaub rückt immer näher. Auch wenn mir das keiner glaubt: Ich werde mir einige Fachliteratur einpacken! Es gibt ja nichts Schöneres, als sich mitten auf der Ostsee bei wenig oder viel Wind die Grundzüge der Literaturwissenschaft reinzuziehen :).
Oder wenn es mir langweilig wird mit der Literatur, dann gibt es ja noch die Einführung in die Geschichtswissenschaft.
Der nächste Hafen wird dann erst angelaufen, wenn das Kapitel zu Ende gelesen (und verstanden!) ist. Gut, dass wir eine Kajüte haben und notfalls auf den Hafen verzichten können ;).
Ich habe eben noch einmal in ein Wörterbuch geschaut. Unter dem Stichwort "Segeln" fand ich folgenden Eintrag:
(Segeln) ist die Kunst, nass und krank zu werden, um mit hohen Ausgaben langsam nirgendwohin zu treiben.
In diesem Sinne wünsche ich euch allen eine gute Nacht.
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileGute Nacht Uli, selige Träume für Dich.
Ich habe in "Grundzüge der Literaturwissenschaft" (Arnold/Detering) gelesen und da fiel mir besonders der Satz auf: "Wer sich aus "Lust am Text" ins Studium der Literaturwissenschaft stürzt, wird häufig den Eindruck gewinnen, dass sie eigentlich von Gott und der Welt handelt, von Sprachakttheorien, von Subjektmodellen, Kastrationswunden und Dezentrierung, von Mythos und Mystik." (S. 13) Und da ist etwas dran. :)
Zuweilen sind die Sätze recht lang und ich muss mich echt konzentrieren, bis zum Ende durchzuhalten. Aber auch daran werde ich mich gewöhnen.
Ausserdem gibt es einige Fremdwörter, die mir noch nicht untergekommen sind (in diesem Buch), aber dafür gibt es ja das Internet, den Duden oder das Französisch-Wörterbuch. Am Ende kriege ich sie doch alle raus.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileIch komme gar nicht dazu, mein Tagebuch zu pflegen. Zur Zeit bin ich sehr damit beschäftigt,
a) meinen Urlaub vorzubereiten (Boot beladen, Seekarten begucken, träumen...)
b) mich aktiv im Forum BA Kulturwissenschaften zu tummeln.
Heute habe ich eine EMail bekommen, die sich "Buchholzens Wochenschauer nennt". Martin Buchholz ist ein Kabarettist aus Berlin.
Da heute Obama in Berlin weilt, will ich euch den Text nicht vorenthalten.
Oh, oh, Bama!
Amerika, dein Ruf war verschandelt!
Den geklonten Blödmann, den Double-You,
erkorest zum Präsidenten du,
und hast dir grausamen Hohn eingehandelt.
Nun hast du otherwise angebandelt
mit dem Heil'gen Obama, Messias gleich.
Und Old Europe wird's in den Knie'n weich.
Denn wisset, es wird kommen Sein Reich!
Sehet, wie Er über's Wasser wandelt.
Ja, Er kommt zu uns über'n Großen Teich.
Und worldwide von Kreuzberg bis Alabama
läuft die Show, das große Erweckungs-Drama:
"Erbarme Dich unser, Großer Obama!"
(Nischt mehr mit Dalai! Der Lama, der wa' ma'...)
Da ich Messiasse partout nicht anerkenn',
grunze ich devil-like ins gläubige Geflenn':
"You can me crosswise, Gentlemen!"
Als Antwort jubelt's: "Yes, we can!"
(Typical Bookwood! The old Penner
ist voller Neid auf wahre Könner.
Er eignet sich nicht zum Bekenner.
Sein Glauben ist ein ziemlich lahma.
Oh, betet für ihn zu Obama!)
Vielleicht findet sich ja noch jemand, der die Musik dafür schreibt.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileHurra, der Urlaub ist da:D!
Morgen früh geht es los. 3 Wochen Ostseetörn mit dem Boot. Das Wesentliche ist verpackt, das Wetter spielt auch mit, und deshalb verabschiede ich mich jetzt. Wer nachlesen will, was ich im Urlaub so treibe, kann das [URL="https://www.ulischilf.de/pages/reiseberichte/schlei-u.-flensburger-foerde-2008.php"]hier[/URL] tun. Gelegentlich melde ich mich zu Wort.
Ich wünsche allen eine gute Zeit und bis bald.
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileIch beneide dich total. Auf der ostsee rumschippern. Das wäre es jetzt. *soifz*
Einen schönen und erholsamen Urlaub wünsche ich euch, viel Sonne und - kommt gesund wieder.
LuluCat
Contributions on this page: 2
View profileDem kann ich mich nur anschließen. Macht für uns mit Urlaub :cool:.
Marie-Christin
Contributions on this page: 6
View profileIch wünsche einen wunderschönen Urlaub! Freue mich schon auf die Berichte! Viel Spaß bei was auch immer!
Thuri
Contributions on this page: 3
View profileIch wünsche euch einen tollen Urlaub, schönes Wetter und ruhige See!!
poison
Contributions on this page: 5
View profileDem kann ich mir nur anschliessen, einen tollen Urlaub mit viel Sonnenschein wünsch ich euch
Sabsi
Contributions on this page: 2
View profileLieber spät als nie: Ich wünsche euch einen super schönen Urlaub.
Ulli
Contributions on this page: 2
View profileDito. Wünsche ein angenehmes Segelwetter.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileAn alle Mitleser!
Ganz lieben Dank für eure netten Urlaubswünsche. Ich sitze in Kiel-Schilksee und schaue über die Kieler Bucht auf das blaue Wasser unter blauem Himmel. Einfach genial:).
Thuri
Contributions on this page: 3
View profileMich frisst der Neid :D
(aber nein, ich gönns euch natürlich!! :) )
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileDa würde ich jetzt auch gerne sitzen, die Gedanken kreisen lassen und einfach nichts tun...
Na, denn weiterhin gute Fahrt, viel Sonne und Erholung.
Meggy
Contributions on this page: 3
View profileEinen wunderschönen Urlaub wünsche ich.
Nächste Woche gehts für uns nach Padborg, Dänemark. Lasst also auf Eurem Törn ein bißchen schönes Wetter für uns da!
Liebe Grüße und viel Wind
Danni
UliS
Contributions on this page: 38
View profileWürde ich gerne machen, aber leider haben die für den Beginn der Woche Regen angesagt. Aber danach wird es wieder schön!
Ich sitze hier in der kleinsten Stadt Deutschlands, die sich auch noch "Bad" nennen darf, auf unserem Segelbötchen und freue mich, dass ich mal kurzfristig ins Netz kommen kann. Auf Berichte aus dem Urlaub verzichte ich an dieser Stelle, weil ich sonst alles doppelt schreiben müsste. Ich habe mich nämlich schon [URL="https://www.ulischilf.de/pages/reiseberichte/schlei-u.-flensburger-foerde-2008.php"]hier[/URL] verewigt.
Ich wünsche aber allen Schreibern und Lesern ein schöne Zeit.
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileIch hole Dein TB mal hervor. Wellcome back, Uli.
Täglich habe ich Deine Berichte und Fotos aus dem Urlaub verfolgt. Vielen Dank, mir hat's gefallen und war ein Stückchen, wie selbst Urlaub zu haben. :)
Was bedeutet "Bft"? Dafür gibt es bestimmt eine Übersetzung für die Nicht-Seeleute.
UliS
Contributions on this page: 38
View profileHallo viele-worte, danke für deine Grüße und Bft. ist die Abkürzung für eine 12-stufige Skala zur Klassifizierung der Windgeschwindigkeit. Stammt (glaube ich) von einem Sir Francis Beaufort, der das vor 200 Jahren entwickelt hat. Die Zählung geht von 0 (Windstille) bis 12 (Orkan).
Marie-Christin
Contributions on this page: 6
View profileHerzlich willkommen zurück!!!
Meggy
Contributions on this page: 3
View profileHab Euren Urlaub auch verfolgt!!!! Super schön, ich zieh ja auch gerne so von Ort zu Ort. Hab ich mit meinem Pferd bei Wanderritten immer gemacht, aber mit dem Schiffchen so von Hafen zu Hafen muss auch ganz toll sein.
Liebe Grüße
Danni
UliS
Contributions on this page: 38
View profileDanni,
vielen Dank für deinen Eintrag. War auch ganz toll, mit dem Boot unterwegs zu sein. In diesem Jahr war es wahrscheinlich das letzte Mal. In anderthalb Wochen geht der Job wieder los; ich bin da ziemlich altmodisch und bereite mich gerne früh genug vor. Die Septemberwochenenden sind ausgefüllt mit Besuchen (eigenen und besucht werden) und im Oktober ist die Segelsaison dann vorbei.
Heute habe ich zunächst stark angefangen mit der Vorbereitung auf das Studium (Lektüre), dann aber stark nachgelassen (Fußball geschaut) und jetzt bin ich reif fürs Bett.
Ich überlege, ob es besser ist, das Tagebuch hier weiterzuführen oder lieber zu bloggen. Zur Zeit mache ich beides, was auf die Dauer eher unsinnig ist. Was denkt ihr denn? Ist ein Blog besser oder das Tagebuch hier?
viele-worte
Contributions on this page: 16
View profileDachtest Du an ein Blog beim StuSe oder ein externes?
Eigentlich macht es keinen Unterschied, ob man bloggt oder TB schreibt. Evtl. überlege ich eine Trennung von Privat / Arbeit und Studium. Das Erste im TB, das Letztere im Blog. Aber dann muss man ja noch mehr "pflegen". Am Ende bleibe ich beim TB, da habe ich alles schön kompakt.
Lianea
Contributions on this page: 4
View profileHm, ich kann es jetzt nicht so wirklich begründen, aber ich finde die "altmodischen" Tagebücher auch irgendwie besser.
LG
Lianea
UliS
Contributions on this page: 38
View profileVielleicht liegt es daran, dass der Austausch hier spontaner und direkter ist:confused:?
Ich werde mal versuchen, beides nebeneinander laufen zu lassen. Irgendwann stellt sich sicher heraus, auf welchen Stil ich mehr Lust habe.
Auf jeden Fall macht es mich etwas unruhig, dass meine neue Schule noch nicht besetzt ist. Wir haben zwar noch etwas mehr als eine Woche Ferien, aber ich bin jemand, der sich nicht gerne auf den letzten Drücker vorbereitet. Und die Infos, die ich bisher über meinen Einsatz habe, sind eher spärlich. Leider ist da niemand zu erreichen.
So nutze ich denn die Zeit, um mich auf das Wintersemester und meinen Studienstart vorzubereiten. Es ist schon interessant, wie meine Umgebung auf meine Absicht, mit fast 60 noch mal ein Studium zu beginnen, reagiert. Mit einem Freund, der als Richter tätig und 3 Jahre jünger ist als ich, habe ich gestern über eine Stunde telefoniert und mich über historisch-kritische Textausgaben unterhalten. Dabei wurde deutlich, dass er mich ein bisschen beneidet. Er würde auch noch mal gerne etwas anderes machen, aber ihm fehlt die Zeit.
Andere belächeln mich, weil sie nicht verstehen können, dass man studiert, ohne einen beruflichen Nutzen ("Karriere") zu haben ("es gibt doch wichtigere Dinge, um die du dich kümmern könntest").
Gut finde ich, dass meine Frau mich unterstützt.
CelineJ
Contributions on this page: 1
Das ist überhaupt das wichtigste, dass der Partner bzw. das direkte persönliche Umfeld einen darin unterstützt. :genau:
Wenn ich mir mit meinen 38 Lenzen schon kritische Kommentare aus dem Familien- und Freundeskreis anhören muss, kann ich mir durchaus vorstellen, wie die Reaktionen auf deine Studienpläne sind. ;) Und was kann schon wichtiger sein als ein spannendes FUzzy-Leben?
Marie-Christin
Contributions on this page: 6
View profileIch kann irgendwie mit einem "Blog" so rein gar nix anfangen. Bin da halt wohl aweng "altmodisch". Habe ja auch erst seit 1998 einen PC daheim und Internetzugang erst seit 2002. In der Arbeit haben wir seit 1993 auf PC umgestellt.
Naja, einen einzigen !!! PC hatten wir in meiner damaligen Firma 1990 schon, den damals alle wie ein Exot betrachtet hatten und dann voller Erfurcht daran saßen, wenn man mal durfte. Gab dann diverse Schulungen noch in Pascal, BASIC, Textverarbeitungsprogramm Text 30, Kalkulationsprogramm KP.... So was fällt mir halt auf die Schnelle noch ein von damals!
Hab gesehen, dass viele auch in einem Blog hier schreiben, bei manchen ist es aber gesperrt und man sieht gar nix.
Also, klärt mich mal in Sachen Blog auf - für was und wo und wie...:(:confused:
Danke!!!
Saiya
Contributions on this page: 1
View profileSchön, daß du auch hier weiterschreiben wirst! Ich les nämlich auch lieber die Tagebücher hier als die Blogs. :)
Dass deine Frau dich unterstützt ist doch sowieso das allerwichtigste. Mensch, wo wäre ich, wenn mein Mann nicht zu 100 % hinter mir stehen würde? Keine Ahnung, aber ganz sicher nicht hier!
Was die Reaktionen anderer betrifft, finde ich es auch erstaunlich, daß die Personen, wo ich dachte, die halten mich für bescheuert, das gut finden und andere, wo ich mit gerechnet habe, daß sie es gut finden, das überhaupt nachvollziehen können.