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An die Mütter unter euch

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An die Mütter unter euch...

Hallo erstmal,

ich lese schon eine Weile hier sporadisch mit und bin auch fest entschlossen, mich für den BA in Kulturwissenschaften einzuschreiben, allerdings bin ich familiär als "Vollzeitmutter" von 4 Kindern zwischen 1 und (fast) 8 Jahren recht eingespannt... .
Nun zu meiner Frage: Sind die ca. 19 h auf Seiten der FU anberaumter Zeit eher optimistisch oder könnte man das Ganze noch etwas komprimieren und evtl. mit 15 h auskommen?
Wann im Tagesverlauf habt ihr eure "Hauptlernphase"? Ist das Ganze überhaupt mitten in der Familienphase realistisch - -sie kommen nämlich immer wieder, diese ZWEIFEL!
Mein Mann steht übrigens voll hinter mir und würde mich nach Kräften unterstützen.

Freue mich über Austausch/Erfahrungen mit/von euch MamakollegInnen

LG von Theophila

Comments

ich hab nur zwei Kinder (7 und 4), dafür aber einen Teilzeitjob und wenig Unterstützung von der Familie und ich schaffs doch ganz gut, mit dem Lernen hinzukommen. Meine Hauptlernphase liegt dabei eindeutig am Abend, wenn die beiden schlafen und an den Wochenenden, die sie bei meinem ExMann verbringen.

Wieviel Zeit Du allerdings brauchen wirst, um Dich ausreichend auf Prüfungen vorzubereiten oder Hausarbeiten zu schreiben, kann ich Dir natürlich nicht sagen, sowas ist ja doch eher individuell. Aber ich glaube, dass die FU schon eher großzügig war bei der Berechnung der Stundenzahl.

Grüße,

Andrea

Hallo

Meine beiden sind 3 und 7. Ich lerne, wenn sie in Schule und KiGa sind, ggf auch abends und am Wochenende. Ich finde, die Stundenzahl als Mittel ist realistisch. Am Ende sind es wesentlich mehr Stunden als zu Beginn eines Semesters.
Auch mein Mann steht 100% hinter mir.

Allerdings sind Krankheit, Ferien, Schließtage Zeiten, die man umschiffen muss. Dazu noch der ab und an Auftretende Schweinehund, der einem die Lust am Lernen nimmt.

Ich finde, studieren mit Kindern/Familie ist machbar - aber man muss wissen:
a) es ist kein Spaziergang
b) man muss seinen eigenen Weg finden, selbst andere Eltern mit Kindern hier sind kein Vorbild, da wir alle unterschiedlich belastet und belastbar sind und unterschiedliche Ansprüche an uns, an unsere "alles schaffen" haben und unterschiedlich gut "weggepackte" (also Schule, KiGa, Großeltern, Partner etc pp) Kinder haben.
c) es ist eine langfristige Angelegenheit
d) es wird immer wieder Dürrestrecken geben
e) es hängt davon ab, wie schnell du lernen kannst, wie dein lernverhalten ist etc. Manchmal geht nur zwischendurch lernen, manchmal immer wieder von "Maaaamaaaa..." unterbrochen oder im Stehen beim Kochen :D Und dann wieder von 0 auf 100 ein Wochenende durchlernen bis zum Umfallen
f) es wird leichter mit der Zeit :)

Ich finde, man kann es schaffen, wenn man will bzw sich bewusst macht, was man da vor hat.
Aber Zweifel sind normal, auch bei Studis ohne Kinder :)

Wenns dein Traum ist, dann wage es. Aber mach dir nicht den Druck a la "Es braucht 20 Wochenstunden pro Modul - Ich mache es in 15!" :D Schau einfach, wie schnell du bist.
Mein letztes SoSe war toll, mein WiSe eine Katastrophe, weil alle Nase lang ein Kind krank war, und da kann mein Mann noch so hinter mir stehen, Arbeiten muss er dennoch.

Viel Mut und Entschlossenheit! :)

Grüße
Janine

Theophila,

bevor ich auf Deine Frage eingehe, will ich Dich erstmal herzlich hier im Studienservice begrüßen!
Vier Kinder sind natürlich schon eine Nummer ... ich habe "nur" drei und weiß, was das bedeutet. Du musst halt eindeutige Prioritäten setzen und vielleicht auf einiges verzichten. Ich schaue z. B. mehr oder weniger kein Fernsehen mehr (was ich auch nicht vermisse).

Man muss halt erstmal eine gewisse Routine kriegen, aber das geht es schon. Die ersten Module sind sicher die härtesten Brocken, aber man kann es schaffen. Und Du musst ja auch nicht zwingend ein Modul mit Prüfung abschließen, für das Du Dich angemeldet hast, kannst mehrfach wiederholen.

Bisher gab es noch keine Studiengebühren, die Frage ist, wie lange noch. Dann wird es nämlich teurer, sich Zeit zu lassen. Aber wenn man das einkalkulieren kann, geht es auch mit weniger Stress.

LG
Sandra

Theophila,

hab zwei Kinder (5+7), dazu Teilzeitarbeit. Am Anfang konnte ich mir nicht vorstellen, dass ich mal Vollzeit studieren würde, geht aber mittlerweile auch. Die Hauptlernzeit ist ohne Frage vormittags, wenn die beiden in Schule und Kiga sind. Hast du dein Kleinstes vormittags "aus den Füßen"? Denn stundenweise wirklich allein sein halte ich schon für wichtig - mittlerweile lern ich zwar auch, wenn alle da sind, aber das geht natürlich bedeutend langsamer mit "Mama, kannste mal, haste mal, machste mal" dazwischen.

Und wie`s mit allen Dingen so ist: Man (frau!) wächst mit seinen Aufgaben! Einfach loslegen und sehen, wie`s wird. Und ein unterstützender Mann ist hier definitiv von Vorteil:)!

Viel Erfolg!!!

Sabine

Theophilia,
ich habe gewartet, bis mein jüngstes Kind im Kindergarten ist. Meine Belastung ist vergleichbar, weil ich zwar nur zwei Kinder aber einen Teilzeitjob habe und in den letzten Wochen bin ich zu nichts gekommen bin. Ich habe in letzter Zeit viele Stunden bei Ärzten und im Kinderkrankenhaus verbracht. Ich muss jetzt sehen, wie ich das wieder aufhole.
Die Hauptarbeitszeit liegt bei mir auch eindeutig abends. Du musst halt überlegen, ob Du abends zwischen acht und elf noch gut lernen kannst.
Ich denke schon, dass Du mit 15 Stunden auskommen kannst.
Ich wünsche Dir alles Gute,
Leona-Marie

ich habe zwei Kinder und neben Beruf, Haushalt (der zur Zeit dann und wann mal vernachlässigt wird), versuche ich mich jeden Abend über die Blätter zu setzen, und wenn es nur eine Stunde ist. Für mich ist es besser jeden Tag etwas zu lesen, als vielleicht zwei Tage gar nichts zu tun und dann mehrere Stunden am Stück;
bis jetzt läuft es ganz gut (hoffe mal, dass demnächst kein Kind krank wird).

LG
Sanne

Theophila,

ich habe zwei Kinder (10 und 14), mein Jüngster ist Autist und muss rund um die Uhr beaufsichtigt werden. Das bedeutet, dass meine Hauptlernzeit die Vormittage sind, wenn beide in der Schule sind, danach ist nichts mehr nebenbei möglich, nur ab und zu an einigen Abenden. Obwohl mein Mann auch hinter mir steht, ist in den Ferien und an den Wochenenden kaum was für die Uni möglich, weil das Leben mit meinem Sohnemann uns alles abverlangt.
Trotzdem - und deshalb habe ich das so unverblümt geschrieben - schaffe ich die Module im TZ-Studium gut. Ich fahre sehr gut damit, am Anfang jeden Semesters einen Plan zu erstellen, an den ich mich auch strikt halte. Wenn eine Klausur ansteht, teile ich den Stoff so ein, dass ich ca. 6 Wochen vor der Klausur alles durchgearbeitet habe und nur noch Prüfungsrelevantes lerne. Die Ferienwochen streiche ich komplett, zusätzlich rechne ich ca. 2-3 Wochen raus, die ich als Puffer für Krankheiten und Zeiten, die mein Sohn das Haus nicht verlassen kann, veranschlage. Die Lernzeiten, die dann übrig bleiben, sind natürlich knackig gefüllt, aber dieser Plan hilft mir, nicht panisch zu werden, wenn es mal mehrere Tage hintereinander nicht klappt, weil die Umstände dem Studium entgegenstehen.
Kurz vor den Klausuren kommt die Familie dann schon zu kurz: Kühlschrank ist immer mal leer, Lieblings-TShirts nicht schnell genug gewaschen, Staubsauger verwaist in der Ecke usw. Aber es schadet nichts, wenn auch mal die Mama im Vordergrund steht, eine gesunde Portion Egoismus ist in Ordnung, denke ich.
Meine Erfahrung mit dem Stundenpensum: für die Klausuren habe ich schon die veranschlagten 450 Semesterstunden gebraucht, für HA deutlich weniger.
Das Tollste ist, wenn man es wirklich geschafft hat und schließlich den Bescheid einer bestandenen Prüfung in den Händen hält. Ich ziehe daraus sehr viel für mich persönlich und das kommt auch wieder positiv der Familie zugute.
Also: langer Rede kurzer Sinn - versuch es! Du kannst nur gewinnen.

Herzliche Grüße
Lucky

Theophila,

ich habe 2 Kinder (4 und 7) und habe vor 3 Jahren angefangen, da war mein Kleiner also noch zu Hause. Ich habe tagsüber immer die Schlafzeiten genützt, was ich teilweise echt lustig fand, so von einer Minute auf die andere von Mama auf Studentin zu switchen und wieder zurück, und natürlich die Abende. Die Wochenenden vor den Klausuren hat mir mein Mann freigeschaufelt. Und so hat das prima funktioniert. Seit mein Sohn im Kiga ist habe ich natürlich noch mehr Zeit an den Vormittagen (auch wenn ich an 2 arbeite), so schaffe ich zum Teil auch 2 Module pro Semester. Das liegt aber auch an den Hausarbeiten die man nach den 2 Einführungsmodul-Klausuren wählen darf. Es ist schon richtig viel Arbeit, aber es macht total viel Spaß und ist super interessant!!! Es ist also zu schaffen!

Viele Grüße
Kerstin

Der Papa kann ja sowieso nicht den Mund halten...
Da meine Frau Vollzeit-Studentin an unserer altehrwürdigen Innsbrucker Uni (igitt, Präsenz-Uni) mit starker Beteiligung an den hiesigen Studierenden-Protesten, Teilzeit-Angestellte und nur mehr Teilzeit-Mama (das steht zumindest auf ihrem Lieblings-T-Shirt) ist, ich hingegen Vollzeit-Angestellter mit Teilzeit-Studium, und die beiden Kinder (3 und 6 Jahre) vormittags im Kindergarten, kann ich sagen: genau planen, dann geht alles. Der Google-Kalender ist da sehr hilfreich.

Gelernt wird primär abends (ausser an den beiden Tagen, wo ich mein Kendo-Training habe, das brauche ich, um nicht am Schreibtisch anzuwachsen, körperlich und geistig) und am Wochenende.
Wobei ich aufgrund technischer Möglichkeiten immer überall alles griffbereit habe: die Skripten eingescannt und auf meinem Webserver abgespeichert, ebenso meine Ausarbeitungen und sämtliche heruntergeladenen Zusatzmaterialien. Es wird immer alles auf 3 Rechnern synchronisiert, so kann ich auch im Büro die Mittagspause nützen, um weiterzumachen. Oder eine Leer-Zeit, wenn ich mal wieder irgendwen abholen (bin auch Familien-Taxi, da meine Frau sich hartnäckig weigert, den Führerschein zu machen) und dabei warten muss. Somit habe ich auch das Stunden-Planen aufgegeben, ich nutze jede freie Minute, und es scheint zu reichen. Zumindest, wenn man "nur" ein Modul mit Klausur macht. Jetzt mache ich noch ein Modul mit Hausarbeit dazu, die will ich aber im Juni abgeben, somit habe ich dann den Kopf frei für die Klausur im September.
Ich habe mir antrainiert, Gedankenfäden nicht mehr zu verlieren, wenn ich am Schreibtisch sitze und ein Kind braucht mal schnell was, kann ich mittlerweile tatsächlich ausfstehen und mich drum kümmern, und nachher einfach weitermachen. Außerdem liebe ich diese kleinen Störungen, sonst komme ich gar nicht mehr vom Schreibtisch weg.

Fernsehen wurde auf ein Minimum beschränkt - eher so als Belohnung nach einer Lerneinheit noch eine Episode einer Serie von DVD. Und sonstige aushäusige Aktivitäten (Kino, Konzert, ...) gibts ja seit den Kindern eh nur sporadisch, dabei ist es geblieben. Und so den riesigen Freundeskreis haben wir auch nicht, das geht sich locker aus.

Hat meine Frau einen Block am Wochenende, ist halt für mich nix mit Lernen, macht nix, Kinder ins Auto und Schwimmen, oder Museum, usw.
Urlaube und freie Tage werden nach den Prüfungen und Kindergarten eingeteilt. Und so machen wir lieber mal ein verlängertes WE in irgendeiner netten Stadt mit Zoo und Museen als uns am Strand die Sonne auf den Bauch scheinen zu lassen (halten wir sowieso nix davon, dafür sind wir zu sehr die Bildungs-Typen).

Haushalt? Wenn Zeit ist, nimmt irgendwer irgendwas zur Hand. Sonst bleibts halt liegen (bis es mir zu blöd wird, ich bin Hausstaub-Allergiker und muss den Milben öfter mal den Garaus machen, sonst schnaufe ich es nicht mehr).

Irgendwie echt freaky, bei uns. Aber ich möchte es gar nicht anders. Bei den Kollegen, die zuhause stundenlang Playstation zocken, muss ich den Kopf schütteln.

Ziehe meinen Hut, Ewald. :)

Finde Lebenskonzepte die 100 Dinge gleichzeitig machen sehr beeindruckend. Und ausserdem stimme ich in den Chor ein der singt "Timing ist alles"

Und du hast recht, inzwischen kann ich auch mit Nebengeräuschen (Der hat! Die hat! Paaaapaaaa! Uuuaaaahh!) lernen, genau so gut, wie mit Unterbrechungen und manchmal sogar synchron mit gebrabbel meiner Tochter, die laut mit sich redet :D

Alles eine Frage der Übung.

Es tut mir ja leid, aber ich "muß" doch mal einen etwas anderen Akzent hier einbringen...

Ich habe zwei Kinder ( 4 und 6 Jahre ), Haus, Garten, Tiere, einen schwerbehinderten Mann und bin selbst chronische Schmerzpatientin und obwohl mich meine Eltern und mein Mann nach Kräften unterstützen und die Kinder beide vormittags aus dem Haus sind, [U]schaffe ich es nicht!!![/U]
Ich brauche die Vormittage zum einkaufen, putzen und kochen, die Nachmittage gehören den Kindern und an den Abenden bin ich (auf Grund meiner Krankheit ) total erschöpft... Ich bewundere diejenigen unter Euch, die es trotz großer gesundheitlicher o.ä. Einschränkungen in der Familie auf die Reihe kriegen - aber ich weiß echt nicht, wie Ihr das macht - ich krieg´s nicht auf die Reihe...
Wie macht Ihr alle, die Ihr vormittags lernt, das mit Euren Erledigungen und dem Haushalt? Kochen? Kinder holen u.ä.m.?
Ich wäre für konkrete Tips dankbar, denn eigentlich will ich die Uni nicht aufgeben, aber weiter komme ich auch nicht...

Mama studiert wrote:

Es tut mir ja leid, aber ich "muß" doch mal einen etwas anderen Akzent hier einbringen...

Ich habe zwei Kinder ( 4 und 6 Jahre ), Haus, Garten, Tiere, einen schwerbehinderten Mann und bin selbst chronische Schmerzpatientin und obwohl mich meine Eltern und mein Mann nach Kräften unterstützen und die Kinder beide vormittags aus dem Haus sind, [U]schaffe ich es nicht!!![/U]
Ich brauche die Vormittage zum einkaufen, putzen und kochen, die Nachmittage gehören den Kindern und an den Abenden bin ich (auf Grund meiner Krankheit ) total erschöpft... Ich bewundere diejenigen unter Euch, die es trotz großer gesundheitlicher o.ä. Einschränkungen in der Familie auf die Reihe kriegen - aber ich weiß echt nicht, wie Ihr das macht - ich krieg´s nicht auf die Reihe...
Wie macht Ihr alle, die Ihr vormittags lernt, das mit Euren Erledigungen und dem Haushalt? Kochen? Kinder holen u.ä.m.?
Ich wäre für konkrete Tips dankbar, denn eigentlich will ich die Uni nicht aufgeben, aber weiter komme ich auch nicht...


Hallo,
da ich ein behindertes Kind habe, kann ich Deine Situation zumindest ansatzweise nachvollziehen.
Wenn du magst, schreib mir doch eine PN, dann können wir uns gern über Unterstützungsmöglichkeiten (Pflegegeld, Verhinderungspflege, zusätzliche Betreuungleistungen....) austauschen.
Viele liebe Grüße
Lucky

Hallo

Also ich denke, Schmerzpatientin zu sein + 2 Kinder + Tiere + kranker Mann - da wäre bei mir schon lange die Grenze des Möglichen erreicht. Ich bin zwar auch nur bedingt belastbar aber bei weitem nicht so eingespannt wie zB du. :) Zerfleisch dich bitte nicht, weil "alle" anderen es schaffen. Wer weiß, wie viele nicht mal begonnen haben aus Angst? Oder wie viele hier nicht mitschreiben und Tag für Tag versuchen, irgendwie zu Rande zu kommen?

Ich kann wenig schlaues sagen, aber weil du gefragt hast, wie das mit dem Organisieren läuft:
Also ich lerne vormittags, meist bis 11:30/12 Uhr. Mind. 1x die Woche hole ich meine Tochter von der Schule ab und wir gehen beide Einkaufen bevor wir meinen Sohn aus dem KiGa holen. Samstags ist bei uns Einkaufstag (Markt und Supermarkt) - das teilen mein Mann und ich.
Kochen mache ich, wenn die Kinder zu Haus sind bzw abends. Also gibts bei uns eben frühestens 13:30/14:00 Mittag.
Wenn ich Termine (Arztbesuche, Friseur o.ä.) hab, dann komme ich halt nicht oder weniger zum lernen.

Haushalt...ja, öh. Also DAS ist unsere Schwachstelle. Wir machen derzeit wieder Flickwerk. Sprich überall mal kurz drüber im Vorbeigehen, wenns arg schlimm aussieht. Die Woche steht saugen und wischen an - es hat nur keiner Lust. Badezimmer sind gaaaanz schlimm, aber wir üben uns in Besserung. Teilweise teilen wir das auf am Wochenende, teilweise mache ich das Nachmittags, während die Kinder spielen.

Ach so, ich gehe mit den Kindern auch mal zusammen Nachmittags einkaufen. Aber meist haben die beiden keine Lust. Oder einer von uns geht rasch zwischen 18 und 20 Uhr einkaufen. Oder mein Mann bringt auf dem Heimweg was mit.

Vieles machen wir am Wochenende. Geht meist nicht anders. Wäsche mach ich nebenbei, das macht sich ja (ausser reintun und aufhängen) gut von allein

Janine, hallo Lucky,

danke für Eure lieben Ratschläge.
Es beruhigt mich ungemein, dass Janines Bad wohl so aussieht wie unseres :D

Ich muß mich etwas präzesieren, damit ich nicht mehr Mitleid bekomme, als mir zusteht:o:
Mein Mann ist zwar schwerbehindert, aber durchaus in der Lage ein "normales" Leben zu führen, d.h. er muß sich zwar selbst sehr aufwändig pflegen, weil er eine extrem seltene Hautkrankheit hat, aber braucht keine Hilfe von mir oder anderen dazu. [U]Allerdings[/U] verursacht er sehr viel Schmutz, so dass der Putzaufwand im ganzen Haus extrem viel höher ist, als er es bei Tieren und Kindern sowieso schon ist. D.h., wenn ich mal ´ne Woche nicht sauge o.ä. sieht es bei uns aus, wie bei Euch wohl nach einem halben Jahr.:eek:
Mein Hauptproblem ist, dass ich, anders als Ihr, meine Vormittage nicht für die Uni freigeschaufelt bekomme - daran muß ich irgendwie noch arbeiten:confused:
Und ich bin halt durch meine eigene Krankheit sehr eingeschränkt - aber ich will auch nicht dumm sterben:p

Na ja, kein Gejammer!
Ich wollte nur insoweit auf die ursprüngliche Frage eingehen, dass es auch viele Studierhindernisse geben kann, die es einem bei allem guten Willen eben auch sehr schwer machen können und es eben nicht jerder so gut geregelt bekommt, wie bewundernswert viele hier.

Mein Bad sieht auch oft so aus :D

Ich denke, dass ich Dich gut verstehen kann, auch wenn Deine Situation eine andere als meine ist.
Trotz allen Organisationstalents ist es etwas anderes, wenn man in so einer besonderen Lebenssituation steckt. Auch in "normalen" Familien kommt immer mal was dazwischen wie kranke Kinder usw., aber es ist etwas anderes, wenn die Situation von Grund auf eine besondere ist und ich kann gut verstehen, dass Du Dich hier zu diesem Thema bemerkbar machst.
Ich könnte auch manchmal schreien, wenn ich höre, dass manche Mütter um mich herum total gestresst sind, weil die Kinder schon wieder Schnupfen oder Husten haben oder dass es so anstrengend ist einen aufmüpfigen Teenager im Haus zu haben und und und .... der Blickwinkel, die Schwerpunkte liegen woanders - aber auch unsere Stärken! - und das ist bei Dir sicher auch so.
Es ist toll, dass Du trotzdem am Studium festhalten willst, denn Du wirst sich auch noch schneller als sowieso schon als Frau in der Mühle des "Sich-ein-schlechtes-Gewissen-machens" und dieser Zerrissenheit stecken.
Ich wollte auch schon einige Male hinschmeißen, weil ich oft am Ende meiner Kräfte bin und mich dann frage, warum ich mir das hier auch noch antue. Es geht nicht immer wie geschmiert. Aber dann merke ich auch wieder, dass es mir gut tut, etwas ganz allein für mich zu haben, die Verantwortung für etwas zu tragen, das nur mit mir zu tun hat und nichts mit dem Thema Krankheit oder Behinderung.
Mach weiter und hol Dir Unterstützung, wenn es irgendwie - finanziell oder auch mit Hilfen, die Dir von staatlicher Seite zustehen - geht.

Ganz liebe Grüße
Lucky

Ich finde, es ist wichtig, dass man nicht nur "Das geht alles, wenn man nur will" liest.
Es kommt immer auf die persönliche Position an. Wie sehr bin ich belastbar, wie realistisch ist meine Zeitvorstellung, wie langatmig bin ich, wie gehe ich mit Rückschlägen um, wie viel Druck habe ich von aussen/durch mich selbst, wieviel Entlastung bekomme ich, wie viel bin ich bereit zu "opfern", wie viele "Probleme" wird es geben, wie kann ich diese umschiffen, was brauche ich für ein halbwegs zufriedenstellendes Studium....

Da wird jede/r von uns (unabhängig von Mutterdasein) andere Aussagen treffen. Auch sehr sehr viele kinderlose arbeitende Studis hier werden sicher oft ein "wie packst du das nur?" zu hören bekommen. Ich denke, eine ZUSÄTZLICHE Aufgabe wie Studium ist IMMER herausfordernd, egal, welche anderen Tätigkeiten, Aufgaben etc man hat. Manches Mal lässt es sich leicht(er) integrieren, manches Mal ist es ein Kampf. Da gibts viele Graustufen. (Ich zB bewundere alle, die Arbeiten, Kinder und Partner gerecht werden UND studieren. Ich würd zusammenbrechen!)

JSchneider wrote:

Ich finde, es ist wichtig, dass man nicht nur "Das geht alles, wenn man nur will" liest.
Es kommt immer auf die persönliche Position an. Wie sehr bin ich belastbar, wie realistisch ist meine Zeitvorstellung, wie langatmig bin ich, wie gehe ich mit Rückschlägen um, wie viel Druck habe ich von aussen/durch mich selbst, wieviel Entlastung bekomme ich, wie viel bin ich bereit zu "opfern", wie viele "Probleme" wird es geben, wie kann ich diese umschiffen, was brauche ich für ein halbwegs zufriedenstellendes Studium....

Da wird jede/r von uns (unabhängig von Mutterdasein) andere Aussagen treffen. Auch sehr sehr viele kinderlose arbeitende Studis hier werden sicher oft ein "wie packst du das nur?" zu hören bekommen. Ich denke, eine ZUSÄTZLICHE Aufgabe wie Studium ist IMMER herausfordernd, egal, welche anderen Tätigkeiten, Aufgaben etc man hat. Manches Mal lässt es sich leicht(er) integrieren, manches Mal ist es ein Kampf. Da gibts viele Graustufen. (Ich zB bewundere alle, die Arbeiten, Kinder und Partner gerecht werden UND studieren. Ich würd zusammenbrechen!)

dem ist eigentlich nichts mehr hinzuzufügen

Ich kann mich allen Euren Argumenten nur anschließen. Es geht! Sogar in Vollzeit, aber es kostet auch eine Menge.
Zu Beginn des Studiums hatte ich noch einen Haufen Ehrenämter(Schulförderverein, Schulcafeteria....), jetzt habe ich die nicht mehr. Mein Haushalt kommt streckenweise völlig zum erliegen und diverse Verrichtungen, wie z.B. bügeln, wurden einfach abgeschafft. Wir gönnen uns eine Putzfrau, damit wir nicht irgendwann am Dreck festkleben. Meine Kinder müssen eine Menge Kram alleine machen und das klappt nur bedingt. Bei den großen ja, bei den Kleinen nein. Theoretisch sind sie sehr solidarisch mit mir, praktisch ist das alles noch ausbaufähig. Sie merken aber genau, wann es wirklich ernst wird und als ich bei meiner letzten HA richtig unter Druck geraten bin, waren alle einfach klasse.
Mein Mann steht zwar auch hinter mir, da er aber in einer anderen Stadt arbeitet und sehr viel auf Dienstreisen geht, nützt das wenig.
Mein sonstiges Sozialleben ist auch mehr oder weniger abgeschafft. Ich gehe zum Sport, und versende e-mails. Von Angesicht zu Angesicht plaudere ich fast nur noch in der Kassenschlange im Supermarkt und auch da sage ich dann recht flott: tut mir leid, ich muß weiter.
Aber eigentlich ist das ok. Seit ich mich dabei ertappt habe ein Fachbuch zu schmöckern, wie andere Leute einen Krimi, weiß ich, daß ich es im Grunde gar nicht anders will.
Nerven tut mich nur, daß ich immer alles eben nur so hinkriege. Ich schaffe das alles, aber das reicht dann leider nicht für richtig gute Noten.
Aber egal, ich will dieses Studium auf keinen Fall missen.
Ich habe so viel über mich selbst gelernt - und ich möchte nie wieder zu dem vorher-Zustand zurück. Das war und ist der ganze Stress eindeutig wert.
Gruß Arwen

JSchneider wrote:

Ich finde, es ist wichtig, dass man nicht nur "Das geht alles, wenn man nur will" liest.
. (Ich zB bewundere alle, die Arbeiten, Kinder und Partner gerecht werden UND studieren. Ich würd zusammenbrechen!)

Also ich hab 3 Kinder zwischen 6 und 10 und studiere seit 5 Jahren. Momentan sitze ich an meiner Abschlussarbeit und kann von daher sagen, dass es machbar war ;)
Aber ich hatte auch Durststrecken und oft das Gefühl, ich breche demnächst zusammen. Als meine Kleinste in den Kindergarten kam, war so eine Phase- allerdings war ich da auch krank. Da konnte ich irgendwie nebenher weitermachen, aber an den Noten hab ichs dann gemerkt, dass meine Grenze erreicht war. Dann zogen wir ins Ausland, und hier kann ich mit dem Abschluss wenig anfangen. Das gab die nächste Krise. Aber da ich schon so weit war, wollte ich nicht aufgeben. Habe dann nebenher gearbeitet- bzw eher andersrum und in der Zeit gar nichts für das Studium machen können. Kam dann an den Punkt, an dem ich mich gefragt habe, ob ich den Job bis an mein Lebensende machen will und das Studium aufgebe oder mir einen neuen Weg überlege. Habe den Job aufgegeben- und nun in einem Semester 3 Prüfungen durchgezogen, um fertig zu werden- mit dem Ziel, ab Herbst ein neues Studium in einer anderen Richtung aufzunehmen.
Sollte das nicht klappen, kann ich immer noch auf dem Bachelor Kuwi aufbauen, den hab ich ja dann :) in Reserve.
Also machbar war das Studium mit Kinder...... aber es lief nicht immer rund und ich kam oft an meine Grenzen.
Und ich hatte immer die volle Unterstützung von meinem Mann für meine Pläne, sonst wäre es gar nicht gegangen :hearts

Von Angesicht zu Angesicht plaudere ich fast nur noch in der Kassenschlange im Supermarkt und auch da sage ich dann recht flott: tut mir leid, ich muß weiter.

Hallo,
als ich das gelesen habe, musste ich lachen; ging mir vorhin nämlich ähnlich. Auch ist die Zeit für Verabredungen echt mager, aber ich möchte es auch nicht mehr anders. Ich will mich nicht mehr nur über Kochrezepte, Kinderkrankheiten (zwischendurch ist das natürlich auch ganz nett) unterhalten und nehme es auch in Kauf, dass andere sagen - du hast ja nie Zeit - . Manchmal denke ich natürlich, ist es das wert, kaum Zeit für den Partner, Kinder, Freunde; habe zwischendurch auch Zweifel und es kostet Kraft allem und jedem gerecht zu werden. Aber ich denke, freiwillig gebe ich das Studium nicht auf.

LG
Sanne

Sanne4 wrote:

Ich will mich nicht mehr nur über Kochrezepte, Kinderkrankheiten (zwischendurch ist das natürlich auch ganz nett) unterhalten und nehme es auch in Kauf, dass andere sagen - du hast ja nie Zeit - . Manchmal denke ich natürlich, ist es das wert, kaum Zeit für den Partner, Kinder, Freunde; habe zwischendurch auch Zweifel und es kostet Kraft allem und jedem gerecht zu werden. Aber ich denke, freiwillig gebe ich das Studium nicht auf.

LG
Sanne


Genau!
klar bin ich manchmal am Rande der Verzweiflung, aber meistens eben nicht. Ich vollbringe logistische Meisterleistungen, ich lerne endlich strukturiert zu sein, ich habe dauernd Pläne im Kopf (taugt das für HA ja/nein, wie baue ich x,y aus, welche Argumente stützen mein Thema, welche Lit fehlt noch u.s.w.) und je intensiver mich das alles beschäftigt um so lockerer nehme ich die anderen Kleinigkeiten des Lebens. Und siehe da, meine Familie dankt es mir. Auf einmal laufen ganz viele Dinge viel lockerer. Ich glucke nicht mehr über meinen Kindern, also müssen sie sich nicht mehr "gewaltsam" von mir abgrenzen. Ich habe gar keine Zeit mich über manche Dinge aufzuregen, also nehme ich sie gar nicht mehr wahr und schon ist das Familienleben entspannter.
Und wenn ich dann ab und zu doch mit "normalen Müttern" konfrontiert bin, bin ich ganz verblüfft, womit die sich so beschäftigen und was die so bewegt. Das hat mit mir aber auch gar nix mehr zu tun. Gottseidank! (auch, wenn das ein bischen arogant klingt.)

Bin beeindruckt, was andere von euch an logistischen/nervlichen/organisatorischen Leistungen vollbringen! Da kommts mir bei mir recht locker vor... Was uns allen gemeinsam ist, und ich glaub, daher kommt dann bei vielen die Kraft: Wir gestehen es uns zu, WIR zu sein. Jeder hier nutzt seine Chance und hält sich nicht auf an: ich würd aber gern, ach hätt ich doch, oh was beneide ich die anderen usw. usf. Jede/r hier zieht ihr/sein Ding durch und lebt damit und akzeptiert eben die "Nebenwirkungen" und fühlt sich aber (das meine ich hier zumindest rauszulesen) erfüllt von dem, was schon geschafft wurde und was noch zu schaffen ist. Fernstudis und vor allem Fernstudi-Mütter/Väter sind nun mal ne besondere Spezis - darauf sollten wir uns was einbilden!!!

DieBine wrote:

Fernstudis und vor allem Fernstudi-Mütter/Väter sind nun mal ne besondere Spezis - darauf sollten wir uns was einbilden!!!

:)

Naja, einbilden.... klingt so negativ. Aber stolz bin ich schon. Hier sind die meisten Mütter zuhause und jammern schon über ihren Stress, das kann ich natürlich nicht wirklich nachvollziehen. Ich hab teilweise 30 Stunden (nur ein jahr lang) die Woche gearbeitet, hab 3 Kinder, Haushalt, Ehrenämter und Studium gewuppt. Da ist mir das Verständnis für Hausfrauen leider abhanden gekommen. ABER es kostet auch jede Menge Energie und Selbstüberwindung sich immer wieder ranzusetzen und zu lernen oder zu schreiben. Meine Kids kommen nicht zu kurz, aber ich manchmal ;)
Zumal ich keine Jobperspektive sehe mit diesem Studium..... und das jetzt trotzdem durchziehe, denn ein Abschluss ist besser als keiner. Aber da frag ich mich schon, obs das wert war? Andererseits hätt ich neben kleinen Kindern kein Präsenzstudium und keine Arbeit durchziehen können, also hat es zumindest auch nichts geschadet.

Mamangelika wrote:

Naja, einbilden.... klingt so negativ. Aber stolz bin ich schon. Hier sind die meisten Mütter zuhause und jammern schon über ihren Stress, das kann ich natürlich nicht wirklich nachvollziehen. Ich hab teilweise 30 Stunden (nur ein jahr lang) die Woche gearbeitet, hab 3 Kinder, Haushalt, Ehrenämter und Studium gewuppt.

Hier hat jeder seine spezielle Situation, denke ich. Ich arbeite ca. 14 Stunden die Woche, und die Arbeit empfinde ich meist als "Auszeit"; da arbeite ich eben "nur" und muss nicht Prioritäten setzen wie zu Hause (bügeln oder lernen oder saubermachen oder Menschärgeredichnicht mit den Kindern ...). Richtiggehendes Jammern nehme ich hier bei keinem wahr. In Momentaufnahmen wird gejammert, ja schon, aber dafür ist das Forum hier doch (auch) da. Tiefpunkte mitteilen und auch Höhepunkte.

"Da kannste dir was drauf einbilden" hab ich schon von vielen gehört, die sich ein Studium neben Job/Kindern überhaupt gar nicht vorstellen können - einbilden ist hier für mich kein bisschen negativ konnotiert, gar nicht. Also dir würd ich absolut sagen, "Bild dir was drauf ein, dass du fast fertig bist" !!!

Nun, ich muss auch sagen, dass ich ziemlich bald nach der Geburt meines Sohnes wieder arbeiten ging - notgedrungen, wegen meiner Scheidung deutlich früher als geplant. Und ich hatte das Glück, einen Job zu haben, der mich gefordert hat - damit aber auch Flexibilität verlangte und mich zwang, Prioritäten zu setzen. Mit Studium ist das sozusagen die Steigerungsform dazu...
Trotzdem möchte ich nicht sagen, dass es Nur-Hausfrauen weniger stressig haben. Vieles, das Zeit spart oder mich gelassener mit mittlerweile für mich unwichtigen Aufgaben umgehen lässt, ist vermutlich nur deshalb so, weil ich eben nie die Möglichkeit hatte es anders zu handhaben. Ich koche z.B. einfach deutlich schneller als meine Hausfrauen-Freundinnen, mit so einfachen Sachen wie dass halt das Wasser schon auf dem Herd steht, wenn ich anfange die Kartoffeln zu schälen - jeder Handgriff sitzt... Ich darf sagen, dass ich keine Zeit zum Bügeln hatte - Studium und Job gelten als Entschuldigung (auch vor mir)...
Ich weiß wirklich nicht, ob ich nicht auch ohne Job und ohne Studium einen prall gefüllten Tag hätte - mit all den Dingen, die jetzt halt nebenher laufen.

Das mit dem jammern war eher auf Mütter bezogen, die eben nicht studieren, sondern "nur" zuhause sind und trotzdem viel jammern- und dafür fehlt mir dann manchmal wirklich das Verständnis ;)
Aber jeder ist eben unterschiedlich, und vielleicht empfinden sie Kinder oder Haushalt eben mehr als Stress als ich- vom Haushalt lass ich mich nie stressen :D und von den Kindern auch selten- wohl gerade weil ich nicht nur Mutter bin und mich daher auch nicht nur über meine Kinder identifiziere?
Ja, Du hast recht, ich bin auch stolz auf das, was ich geleistet habe und ich glaube, ich bilde mir auch etwas drauf ein :cool

Mamangelika wrote:


Ja, Du hast recht, ich bin auch stolz auf das, was ich geleistet habe und ich glaube, ich bilde mir auch etwas drauf ein :cool:


Siehste :D!!! Viel Erfolg für deine BA-Arbeit. Wirst ja sicherlich hier von dir hören lassen, wies ausgegangen ist ?!

Dank an alle, die hier von ihren mehr oder weniger ermutigenden Erfahrungen berichtet haben.... .
Bei den meisten von euch scheint der WILLE zur Umsetzung (des Studiums) ja auch dazu zu führen, dass ihr es ungeachtet der Rahmenbedingungen auch irgendwie schafft - und das ist genau der Knackpunkt für mich. Natürlich möchte ich den Abschluss machen, aber ich habe Angst vor mir selber, dass ich das Studium immmer wieder grundsätzlich in Frage stelle da ich kein KONKRETES berufliches Ziel damit verfolge...zunächst möchte ich wirklich für mich persönlich eine Gewinn haben, so nach dem Motto "der Weg ist das Ziel".
Die Motivationsdecke könnte sich am Ende als zu dünn erweisen... .

LG von Theophila

@Theophila: Ich bin zwar keine Mutter, aber ich bin mal so frech und antworte jetzt mal trotzdem :D. Auch ich verfolge mit dem Studium kein konkretes berufliches Ziel, da es sich mit meinem bisherigen beruflichen Werdegang gar nicht deckt. Ich bin Fremdsprachensekretärin (momentan leider arbeitslos mit Minijob als Telefonistin), und einige Menschen haben mir empfohlen mich in Wiwi einzuschreiben, weil das besser zu meinem Beruf passt. Das kam für mich aber nie in Frage, weil eine üble Abneigung gegen Zahlen habe und dieses abstrakte Denken gar nicht meine Welt ist.

Deshalb studiere ich nun Kuwi, weil ich mich schon immer für Geschichte und Literatur interessiert habe. Und darum mache ich das auch gerne, hänge mich rein, und es macht mir Spaß :). Du musst es einfach mal so sehen... weil deine berufliche Zukunft nicht von diesem Studium abhängt, bist du weniger unter Druck. Falls du das Studium nicht packst (was ich nicht glaube), musst du in beruflicher Hinsicht nicht mit irgendwelchen schlimmen Konsequenzen rechnen. So zumindest denke ich in Bezug auf das Studium.

Sollte ich das Glück haben irgendwann z. B. in einem Verlag arbeiten zu können... schön. Und wenn nicht, ich hab´ ja einen Beruf der mir Spaß macht (und hoffentlich bald wieder einen Arbeitsplatz).

Theophila,
ich hatte am Anfang des Studiums geplant, einen Soziologiemaster drauf zu machen oder mit dem Bachelor in Richtung Bibliothek zu gehen.
Die Umstände haben sich durch Umzug, Jobwechsel etc. aber geändert. Im Ausland kann ich mit dem Bachelor nicht viel anfangen. Ich könnte zwar auch hier einen Master draufsetzen, aber der bringt mich auch nicht wirklich näher zu einem konkreten Berufsziel.
Da ich aber fast fertig war, hab ichs durchgezogen und werde ab Herbst einen ganz neuen Bachelor in einer ganz anderen Richtung machen- den mache ich dann für einen konkreten Beruf ;)
Umsonst habe ich das Studium aber sicher nicht gemacht. Wenn das Folgestudium nicht klappt, habe ich wenigstens einen Abschluss in der Tasche. Besser als nichts und im Notfall würde ich auch damit was finden.
Zudem bin ich drin im Lernen. Wäre ich die 10 Jahre wegen Kinder nur zuhause gewesen, könnt ich mich für ein Studium jetzt nimmer aufraffen.
Ich habe ausserdem ganz viel Interessantes gelernt, meinen Horizont erweitert- und dafür waren es mir die Kosten, die ich für dieses Studium nicht so hoch finde, auch wert! Anderer Hobbies hätten mir nicht soviel gebracht und u. U. noch mehr gekostet.
Wenn mein Folgestudium nicht klappt, werde ich entweder einen Präsenzmaster oder den Master an der Fernuni machen. Also quasi einen Notfallplan, wofür ich mein jetziges Studium brauche.
Umsonst machst Du es sicher nicht!!!

bei mir ist die Lage ganz ähnlich. Ich hab sogar aufgrund fehlender Motivation (und auch etwas jugendlicher Dummheit) schon ein Studium hingeschmissen. Und auch wenn ich jetzt nach dem ersten Semester sogar noch motivierter bin als "damals" am Anfang, habe ich noch immer ein wenig die Angst, dass ich irgendwann wenn mal ein Motivationstief kommt, doch noch hinschmeisse.

Andererseits denke ich mir aber, dass mir das bisher schon so viel gegeben hat, dass ich selbst, wenn ich es doch nicht durchhalte, schon mehr gewonnen hab, als wie wenn ich gar nicht erst gestartet wäre. Mir macht das Lernen viel Spaß, und der Stoff ist meiner Meinung nach auch sehr interessant. Besonders G1 hat mich im letzten Semester sehr begeistert, das war etwas komplett anderes als damals an der Präsenzuni, und hat mir viele Gebiete gezeigt für die ich mich bisher noch gar nicht interessiert hab, die aber doch auch ihre Reize haben.

Grüße,

Andrea

Ich denke, so richtig ein konkretes Ziel vor Augen hat bei uns KuWis sowieso fast keine. Es ist, vorsichtig formuliert, ein Interessestudium mit vielen grundsätzlichen Möglichkeiten.
Der Bereich "Kultur" ist ja, wie wir alle schon mehrfach in unseren Unterlagen lesen durften, eine vielschichtige Angelegenheit, und so sind es eben auch die Jobmöglichkeiten mit diesem Studium. Nichts Konkretes (so wie wenn ich Medizin oder Architektur studiere), aber auch nichts Weltfremdes (wie mit einem Abschluss in altorientalischer Numismatik, falls es das gibt), so schön dazwischen, und auch sicher gut kombinierbar mit irgendwelchen sonstigen beruflichen Erfahrungen.

Theophila du schreibst, daß für dich erst einmal "Der Weg das Ziel ist". Gibt es denn eine bessere Motivation, um es mit dem Studium zu versuchen? Nur, wenn du den Weg einschlägst, es ausprobierst, kannst du auch die Erfahrung sammeln, ob es "dein Ding" ist oder nicht.

Als ich damals mit dem Studium gestartet habe, war meine Situation ähnlich: 4 Kinder, Vollzeitmama, der Jüngste ein halbes Jahr alt, der Älteste 9. Ich wollte schon immer Geschichte studieren, habe aber kein Abitur und die Fernuni gab mir die Möglichkeit es auszuprobieren. Ich habe mich auf diesen Weg begeben und es auch, wenn ich das Studium bereits im 1. Semester wieder hingeworfen habe, nie bereut.

Das Studium paßte nicht in meine damalige Lebenssituation, nicht in meinen Tagesablauf, außerdem wären Wiederholersemester im Akad-Status für mich auf Dauer einfach zu teuer geworden - und wiederholen hätte ich müssen. Ich habe außerdem gemerkt, daß Geschichte zwar mein Hobby ist, ABER studieren möchte ich es nicht mehr.
So konnte ich guten Gewissens und ohne mich selber schlecht zu machen/zu fühlen das Studium hinwerfen, denn "Der Weg war das Ziel" und der Weg war einfach nicht meiner.

Allerdings hat mich die Fernuni und auch der StuSe nie wirklich losgelassen. Ich habe mich über andere Studiengänge informiert, lese bei euch hier viel mit, usw.
Ich werde den Weg erneut gehen. Wenn sich alles so entwickelt, wie ich es mir wünsche, bin ich 2011 wieder dabei (dann kommt u. a. mein Jüngster in den KiGa und auch noch andere Hindernisse sind aus dem Weg geräumt). Allerdings in einem anderen Studiengang. Aber wer weiß, alles ist möglich... :)

Die Fernuni ist eine Möglichkeit, die man als Vollzeitmama sonst nicht hat. Wenn du jetzt die Zeit, das Geld, den Rückhalt hast, reinzuschnuppern, dann versuch es. Die Motivation ist da. Du wirst nie sagen können, daß du nicht durchgehalten hättest, wenn du es nicht versucht hast.

Ich wünsche dir alles Gute für deine Entscheidungsfindung!

@ Saiya

Ich denke du kannst meine Überlegungen gut nachvollziehen. Auf gar keinen Fall möchte ich meine Kinder als "Störfaktoren" wahrnehmen - sie sind derzeit meine Kernaufgabe und ich habe den Anspruch, ihnen die Mutter zu sein die sie brauchen und sie auch nicht permanent "wegzuorganisieren".
Deswegen denke ich ja auch intensiv darüber nach, erst zu starten wenn ich die Vormittage wieder allein zu Hause bin (2012 o. 2013).
Interssieren würde mich noch, was dir an KU-WI nicht zugesagt hat und in welche Richtung du dich jetzt orientieren willst....ich für meinen Teil danke auch manchmal an Bildungswissenschaft, wobei diser Studiengang natürlich nicht so "breit" angelegt ist wie Ku-Wi... .

Biwi ist "Breit", da kannst du sicher sein.

Aber frag mal Momo, die macht beides.

Ich verstehe, was du meinst.
Allerdings hatte ich auch während meines Semesters hier, nie das Gefühl meine Kinder "wegzuorganisieren" oder habe sie als "Störfaktor" empfunden. Warum ich nicht weitergemacht habe, hat zwar auch mit den Kindern zu tun, aber auch mit vielen anderen Faktoren, die alleine mit mir selbst zu tun haben. Obwohl ich nicht arbeite und "nur" Mama bin seit knapp 12 Jahren, ist es mir immer wichtig gewesen, mich mit anderem zu beschäftigen, meinen Kopf mit anderen Sachen zu füttern. Ich empfinde es immer als ziemlich schlimm, wenn man in einem Kreis von Müttern zusammen sitzt und man wird ein bißchen seltsam angesehen, wenn man das Gesprächsthema von den Kindern weg in eine andere Richtung lenkt. Ich wäre nicht glücklich, würde ich mich nicht um meinen persönlichen "Input" kümmern, der nunmal nichts mit meinen Kindern zu tun hat. Das ist mein Ausgleich zum Alltag. :)

Was ich machen möchte?
Ich möchte mich gerne in den - bis dahin hoffentlich umgestalteten - BA-Studiengang Politik- und Verwaltungswissenschaften einschreiben. Wenn es nach mir geht, möchte Politik und Soziologie miteinander verbinden und die Verwaltung am besten umgehen. :D
So einen 3-geteilten Studiengang, ähnlich diesem hier, fände ich toll.
Das hängt aber auch davon ab, ob ich mich mit meinem erlernten Beruf ohne Zugangsprüfung einschreiben darf. Ansonsten bliebe mir noch der BoL denn aus dem Bereich komme ich beruflich (ich bin Rechtsanwaltsgehilfin - heute nennt man das Rechtsanwaltsfachangestellte). :)

Ich hatte auch mal BiWi-Skripte hier und da war mein subjektiver Eindruck, daß dieses Fach SEHR breit angelegt ist. Aber da kann dir sicher jemand aus dem Studiengang mehr zu schreiben.

Was mir an dem Studiengang KuWi nicht gefiel?
Das kann ich so gar nicht direkt sagen, denn hier ging es eher um die Erfüllung eines Klein-Mädchen-Traumes. Ich wollte schon immer Geschichte studieren, deshalb habe ich am Gym. Latein genommen, das war mein großer Traum. Der natürlich damit platzte, daß ich nach der 10 von der Schule abgegangen bin. Ich habe mir einfach immer etwas anderes unter einem Geschichtsstudium vorgestellt und deshalb relativ schnell das Handtuch geworfen (zusätzlich zu den anderen Gründen). Außerdem ist Literatur nicht mein Ding und Philosophie, na ja. Ich kann also auf gar keinen Fall sagen, daß der Studiengang schlecht ist, im Gegenteil. Er ist halt einfach nur nicht meins.

Ich habe mir dann die Einführungsmodule der Studiengänge, die mich interessierten gebraucht besorgt (hier im Markt z. B.) und mich damit beschäftigt. Ich habe halt schnell festgestellt, daß ich die Soziologie mag (und Politik sowieso). Die beiden M1-Abels-Bücher habe ich noch hier und die gebe ich auch so schnell nicht her. :)

Und was den BoL betrifft ist es so, daß ich nunmal beruflich aus diesem Bereich komme. Da ich noch nicht weiß, ob ich in den Beruf zurück kann und möchte, mache ich derzeit, um dran zu bleiben, einen Fernkurs zur Rechtsassistentin. Das macht erstaunlicherweise sogar Spaß, zumindest jetzt am Anfang. In den BoL kann ich mich sogar direkt einschreiben, da ich ausreichend Berufserfahrung habe. Außerdem könnte man an den Abschluß ja den Master of Governance anschließen. Aber so weit will ich nicht mehr in die Ferne blicken...

Warum ich warte bis mein Jüngster in den Kindergarten geht, kann ich damit beantworten, daß ich dann die Vormittage zum Lernen nutzen kann. Ich gehöre zu den Menschen, die abends ihre absoluten Tiefpunkte haben und nichts mehr in ihren Kopf hineinbekommen. Meine Lernzeit am Tag ist der Morgen. Das merke ich jetzt gerade wieder bei dem Fernkurs. Es fällt mir unglaublich schwer mich abends aufzuraffen, morgens - derzeit nur an den Wochenenden - geht es viel, viel leichter. Also habe ich mich entschieden erst 2011 wieder zu starten. Und bis dahin, gibt es hoffentlich Neuigkeiten bzgl. des PoWi-Studiengangs, noch besser Fakten und/oder ich weiß sicher genau, was ich machen will, zumindest hoffe ich das. :D

Theophila, warum möchtest du KuWi machen? Oder BiWi?

Ich studiere auch ohne konkretes berufliches Ziel. Solche Dinge funktionieren eh nicht. Zu Beginn meines ersten Studiums wußte ich ganz genau was ich mal werden wollte, wo arbeiten und all sowas. Aber dann war alles ganz anders. mir kam die Liebe dazwischen, dann hab ich Kinder gekriegt und das Land gewechselt und ich habe nie, nicht einen Tag, so gearbeitet, wie ursprünglich geplant. Also werde ich mal abwarten, was so kommt. Entweder kommt der Traumjob, oder es kommt was anderes. Da mach ich mir doch jetzt keine Gedanken drüber. Vielleicht betüddel ich auch nur meine Enkelkinder. Wies kommt, so kommts.

Also Saiya, eigentlich hat es mir die Soziologie schon seit meiner späten Jugend angetan und ensprechend erfreut war ich als ich feststellte, dass der BA in Soziologie in Hagen angeboten wird...die Freude währte nicht lang :mad: - schade das der Studiengang eingestellt wird!
Jetzt bin ich dabei, sowohl die Rahmenbedingungen grundsätzlich abzuklären als auch zu eruieren, welcher Studiengang am ehesten meinen Interessen enspricht. Eigentlich beginne ich erst jetzt, mich für Geschichte zu interessieren :o, sehe aber auch mit zunehmendem Alter(n) welche Defizite ich in diesem Bereich habe und wie wichtig ein Bewusstsein für (die) Geschichte ist um das Jetzt zu begreifen... .
Zur Literatur und vor allem zur Philosophie hatte ich in der Spätphase meiner Schulzeit eine große Affinität.
Bei Bi-Wi interssieren mich schlicht viele Module (abgesehen von den "Technischen"), vielleicht werde ich mir da einfach mal ein Modul bestellen und dann weiter sehen. Soviel für heute,

LG von Theophila