folgende Frage: im Modul 1.3 in dem Kurs Theoretische Modelle sozialer Strukturdynamiken wird erklaert, dass Konstellationen wechselseitiger Beeinflussung ohne dominante Akteure auf ein Muster transintentionaler Strukturtdynamik hinauslaufe welches spieltheoretisch als "Battle of the sexes" modulierbar sei. Ich erkenne jedoch keinen Unterschied zwischen dem "Prisoners dilema" und dem "Battle of the sexes", kann den mir jemand erklaeren.
Danke und Gruss,
Vitellius
Comments
GunnarMuenchow
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Vitellius,
das "prisoner`s dilemma" läuft auf Folgendes hinaus:
jeder der beiden Akteure hält es für das Beste, wenn er sich zielorientiert verhält und der andere normkonform, was für diesen die schlechteste Variante wäre.
Anders beim "battle of the sexes" (er will zum Boxen, sie in die Oper):
beide möchten sich natürlich durchsetzten, aber für beide wäre es die zweitbeste Variante, nachzugeben. Dann hat der Nachgebende sein optimales Ziel zwar nicht erreicht, aber immerhin unternehmen beide etwas gemeinsam.
Zudem gibt es bei diesem Spiel noch eine widersinnige Variante, bei der beide nachgeben (SIE geht zum Boxen und Er in die Oper).
Gruß,
Gunnar
PS: Mir wär`s egal, ich mag Boxen und Oper
vitellius
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View profileBattel of the sexes
Danke fuer die Antwort,
aber ist es bei dem prisoner's dilemma nicht auch so,dass am Ende beide sich fuer die Suboptimale Loesung entscheiden?
Vitellius
GunnarMuenchow
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Möglicherweise, aber diese Entscheidung beruht dann darauf, daß sie die Entscheidung des anderen [U]nicht kennen[/U]. Bsp. weiss ein Sportler (meistens zumindest) nicht genau, ob sein Gegner dopt oder nicht.
Beim battle of the sexes versuchen beide, sich gegenseitig zu beeinflussen, beim Beispiel Boxen oder Oper kann aus der Beeinflussung dann auch leicht Verhandlung werden.
Ferner bestehen die beiden suboptimalen Lösungen beim prisoner`s dilemma in einem gleichartigen Handeln (beide dopen oder beide dopen nicht). Beim battle of the sexes bestehen die beiden "mittleren" Lösungen daraus, daß einer der beiden nachgibt.