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Bearbeitungsdauer eine Hausarbeit - eure Erfahrungen

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ich studiere Kulturwissenschaften in Vollzeit, arbeite aber drei Tage in der Woche.
Da ich mich demnächst (d. h. nächstes oder übernächstes Semester) an eine Hausarbeit wagen will und diese Prüfungsform auch sooft wie möglich machen möchte, tät es mich sehr interessieren, wie hoch der zeitliche Arbeitsaufwand für eine Hausarbeit ist.

Meine Fragen sind also:

wie hoch ist der zeitliche Arbeitsaufwand insgesamt (d. h. mit Vorbereitungsphase)?

Und wie hoch ist der zeitliche Aufwand nachdem der Abgabetermin feststeht?

Ich überlege nämlich, ob ich für die HAs von Voll- in ein Teilzeitstudium wechseln soll. Nach der Arbeit bin ich nicht mehr sooo konzentriert.

Danke vorab für eure Antworten. Ich habe leider im Forum keine entsprechende Diskussion gefunden. Wenn es diese bereits gibt, dann könnt ihr mir gerne einen Link schicken, ansonsten genügt es, wenn ihr mir die ungefähre Stundenzahl nennt, damit ich es besser einschätzen kann.

Dankeschön!

Comments

Das ist mal wieder so eine Frage, die man nicht konkret beantworten kann *find*. Der eine braucht zwei Wochen, andere schaffen es gerade mal so in der vorgebenen Zeit. Kommt doch immer darauf an, wie gut man sich schon im gewählten Thema auskennt und wie schnell man seine Quellen zusammen kriegt.

Grundsätzlich ist es aber von Vorteil, TZler zu sein. Denn die VZ-Zeit für eine HA ist schon knapp. Allerdings muss man ja für das Exposé sowieso schon reihenweise Literatur sichten, so dass man beim eigentlichen Schreiben schon ganz gut im Bilde ist. Gute Vorbereitung ist also schon die halbe Miete.

Es ist abhängig davon, wie Du Dich in das Thema eingelesen hast, wie schnell Du schreibst und formulierst und letztendlich wie Du einen Text begreifst.

Ich als Teilzeitstudentin schöpfe die vorgegebene Zeit nahezu bis zum Ende aus. Mit Abgabe des Exposès steht für mich die Arbeit - eigentlich. Da ich aber Stunden damit verbringen kann, an einem Satz, einem Abschnitt herumzufeilen, nach Synonymen zu suchen, Wortwiederholungen aufzutun etc. zieht sich das. Wenn die Abgabefrist nicht wäre, würde ich einen Text wohl nie als beendet ansehen.

als teilzeitstudent hast du 6 wochen für die hausarbeit zeit.

3 wochen als VZ-student find ich ziemlich stressig.

man kann einfach nicht jeden tag volle power geben, find ich zumindest. ich brauch z.B. oft mal einen tag pause.
das schreiben der hausarbeit an sich geht ziemlich flott bei mir, aber das korrekturlesen, das formatieren, nochmal alle quellenhinweise durchsehen, etc. dafür brauch ich immer am längsten. alleine dafür sind 6 wochen schon gut, wie ich finde.

in g2 brauchte ich für das thema insgesamt (mit einlesen und allem drum und dran bis zur abgabe der hausarbeit) - 3 monate

g3 - fast ein halbes jahr, trotz intensiver auseinandersetzung mit dem thema

g4 - 2 monate

und g5 (ist noch nicht ganz fertig; praxishausarbeit; insofern mehraufwand) - 3 monate

grenoble wrote:

nach Synonymen zu suchen, Wortwiederholungen aufzutun etc. zieht sich das.

genau, die wortwiederholungen und synonyme *schrei*

nikita86 wrote:

genau, die wortwiederholungen und synonyme *schrei*

Och, warum das denn? Dedektivische Kleinarbeit macht doch Spass!

ja, aber es kostet soviel zeeeit

Bei mir war es auch sehr unterschiedlich: Für die erste Hausarbeit (L3) habe ich von der Themenabsprache bis zur Abgabe 3 Monate gebraucht - sie ist dann auch sehr umfangreich geworden und hat laut Kommentar den "Anspruch an eine HA übererfüllt" (was ja nicht schlecht ist - nur zeitraubend). Bei der zweiten (G3) hatte ich dann ein besseres Gefühl für die Herangehensweise und war innerhalb von 2 Monaten mit allem fertig - das Schreiben nach Absegnung des Exposé hat knapp zwei Wochen gedauert. Und das Ergebnis war genauso gut.
Es hängt also sehr davon ab, wie sicher Du im Schreiben bist und wie gut und klar die Absprachen mit dem Betreuer bzw. die "Vorarbeit" waren.

Abgesehen davon hast Du ja auch die Möglichkeit, den Termin der Anmeldung durch den Betreuer zu bestimmen. D.h. Du etscheidest selbst, ab wann die Frist läuft. Die Hausarbeit kann schon so gut wie fertig sein, wenn Du sie anmelden lässt. Dann hast Du auch als Vollzeit-Student keinen (oder weniger) Stress.

Ich würde auch empfehlen, auf jeden Fall etwas "Pufferzeit" einzuplanen, gerade, wenn es deine erste HA ist.

Ich studiere Vollzeit und habe bisher nur eine HA geschrieben (dieses Semester steht die zweite an). Ich dachte zu Beginn, dass ich mit den drei Wochen gut hinkommen würde, da ich die Literaturrecherche, Gliederung etc. schon erledigt hatte, bevor die offizielle Schreibzeit anfing.
Den Text an sich zu verfassen war dann auch nicht das Problem. Aber ich hatte leider unterschätzt, wie viel Zeit die Formalitäten in Anspruch nehmen würden. Also Fußnoten korrekt erstellen, die Änderungen, die bei der Nummerierung entstehen, wenn ein Textabschnitt verändert wird, den Text ordentlich zu formatieren ... Dazu kam, dass ich eine kleine Perfektionistin bin in puncto Sprache und lange an einzelnen Formulierungen gefeilt habe :rolleyes:
Am Ende stand dann der Text und ich war auch zufrieden damit, doch ich hatte keine Zeit mehr, die HA wie eigentlich geplant gründlich Korrektur zu lesen und lesen zu lassen.

Ich denke, bei der zweiten HA werden mir die ganzen formalen Sachen jetzt schneller von der Hand gehen, aber sicherheitshalber will ich trotzdem mehr Zeit einplanen, also am besten schon vor Beginn der offiziellen Schreibzeit mit dem Schreiben anfangen. Außerdem gibt´s ja, wie nikita86 gesagt hat, immer mal Tage, an denen das Schreiben einfach nicht so rund läuft oder zu viel anderes ansteht ... Von daher kann mehr Zeit einzukalkulieren sicher nicht schaden!

Also ich hab für die erste HA ganze eineinhalb Semester gebraucht. :oops: Eine besondere Schwierigkeit dabei war, dass ich für die Literaturrecherche und -beschaffung viel länger gebraucht habe als gedacht, da zu meinem Thema an der örtlichen Unibib kaum etwas zu bekommen war und ich neben meinem Vollzeitjob auch zeitlich nicht so flexibel bin. Und dann brauchte auch der Betreuer jedes Mal ewig für eine Rückmeldung... z.B. musste ich - trotz mehrmaliger Nachfragen - fast 2 Monate auf die Rückmeldung auf das Exposé warten! Auch solche Dinge können eben vorkommen und das Ganze in die Länge ziehen. Ab Anmeldung der HA und Bearbeitungsbeginn hab ich dann meine 6 Wochen Bearbeitungszeit ziemlich ausgeschöpft, hätte es aber auch in kürzerer Zeit schaffen können.

Bei meiner zweiten HA lief es im Vorfeld sehr viel schneller und besser - auch weil das Thema sofort sehr klar greif- und eingrenzbar war und vor allem auch die Literatur leichter verfügbar war. Für das Schreiben/Bearbeiten der HA selbst habe ich dann alles zusammen 2 Wochen gebraucht, habe aber erst am Ende der Bearbeitungsfrist abgegeben, um noch ausreichend korrekturlesen lassen und überarbeiten zu können. Auch dafür sollte man immer genügend Zeit einplanen!

Myrmid wrote:

Und dann brauchte auch der Betreuer jedes Mal ewig für eine Rückmeldung... z.B. musste ich - trotz mehrmaliger Nachfragen - fast 2 Monate auf die Rückmeldung auf das Exposé warten!

Das ist ja mehr als ärgerlich

grenoble wrote:

Das ist ja mehr als ärgerlich

Aber gottseidank nicht die Regel.

Stimmt - ich habe es nämlich auch schon anders erlebt.

Auf die Rückmeldung zum Exposé habe ich bei allen fünf HAs höchstens zwei Tage gewartet - aber die HA-Benotung hat dann oft lange gedauert.

lieben Dank für eure Antworten!

Es ist mir natürlich bewusst, dass jeder seine eigene Herangehensweise (und somit eine individuelle Dauer) hat.

Trotzdem war es mir sehr wichtig, über eure Erfahrungen zu lesen, anhand dessen ich mich selbst einschätzen kann.

Es beruhigt mich etwas, dass - wie ihr schreibt - ich das Datum, ab welchen die drei Wochen zählen, selbst bestimmen kann.

Also vielen Dank und ein schönes Wochenende :).

vittoriacolonna wrote:

Auf die Rückmeldung zum Exposé habe ich bei allen fünf HAs höchstens zwei Tage gewartet -

das schreibst du nur um _jg_ zu ärgern, stimmts

meister_lampe wrote:

das schreibst du nur um _jg_ zu ärgern, stimmts ;)

nein, ich habe, bis auf ein einziges Mal, auch nur so kurz warten brauchen

aber sag dem prüfer auch explizit, wann du angemeldet wirst. eine studienkollegin hatte gerade das problem, das sie einfach angemeldet wurde, ohne vorherige absprache oder einen hinweis darauf. auf einmal kam der prüfungszettel per post

nikita86 wrote:

aber sag dem prüfer auch explizit, wann du angemeldet wirst. eine studienkollegin hatte gerade das problem, das sie einfach angemeldet wurde, ohne vorherige absprache oder einen hinweis darauf. auf einmal kam der prüfungszettel per post ;)

Ach herrje, die Ärmste! Ich schreib immer, dass ich dann Bescheid sage, wenn ich es gerne angemeldet hätte.

Mal ne Frage: gesetzt dem Fall, ich möchte nicht so gerne zwei Monate auf eine Rückmeldung von meinem Betreuer warten, ab wann würdet ihr frühestens nachhaken? Mein Exposé war letzten Mittwoch da und seither höre ich nüscht.... Bin ich nervig, wenn ich eine Mail schreibe, ob alles angekommen ist?

bruja wrote:

Mal ne Frage: gesetzt dem Fall, ich möchte nicht so gerne zwei Monate auf eine Rückmeldung von meinem Betreuer warten, ab wann würdet ihr frühestens nachhaken? Mein Exposé war letzten Mittwoch da und seither höre ich nüscht.... Bin ich nervig, wenn ich eine Mail schreibe, ob alles angekommen ist?

Ich habe mal nach zwei Wochen Wartezeit nachgefragt und eine sehr nette Antwort erhalten, dass noch keine Zeit gewesen sei, um mir zu antworten - eine Stunde später kam dann auch die Antwort auf mein Exposé. Ich kann dir nur den Rat geben, frag jetzt schon nach - ich hab mich damals geärgert, dass ich nicht früher nachgefragt hatte.

Ich sitze schon seit einem Jahr an meiner ersten HA, habe aber im letzten Sommersemester bewusst eine Pause eingelegt. Das Ganze zieht sich bei mir in die Länge, weil ich eine wichtige Grundregel nicht gleich am Anfang verstanden habe. Sonst wäre ich wohl schon längst nicht mehr beim Exposé, sondern mitten im Schreiben der eigentlichen HA. Ich denke auf diese Frage gibt es keine pauschale Antwort, weil die Bearbeitungszeit von zahlreichen unterschiedlichen Faktoren abhängig ist.