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Berufliche Aussichten B.Sc. Psychologie?

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ich habe mir den Motivationsthread Psychologie durchgelesen und mir fiel auf, dass viele Psychologie studieren wollen, weil es sie interessiert. Andere finden den Theraputenberuf spannend...
Habt ihr euch Gedanken gemacht, was ihr machen wollt, wenn ihr fertig seid (Ich drücke uns allen die Daumen, dass wir erfolgreich abschließen :))?
Bei mir würde wohl alles so weitergehen wie bisher. Wahrscheinlich würde ich noch einen Master machen, wer weiß.
Vielleicht mache ich mich irgendwann selbständig als Coach, dann sieht es nett aus im Lebenslauf...
Ich Frage mich, ob unsere Chancen auf dem Arbeitsmarkt die selben sein werden, wie bei den Absolventen der Präsenzunis, oder werden wir aufgrund mangelnden NC "diskriminiert"?
Bin gespannt auf eure Antworten
Liebe Grüße
teddine

Comments

Sicher ist die Frage wahnsinnig spannend und bietet viel Raum für Spekulationen. Wirkliche Antworten wird es allerdings erst in ~3-4 Jahren geben, zumindest auf die Frage der Diskriminierung :rolleyes:.

Ich kann es mir eigentlich nicht vorstellen. Wer fragt schon nach wie der Abi-Schnitt war, wenn man mit einem guten Abschluss ankommt?! Ich denke nicht wirklich viele. Allerdings kann es sicherlich sein, dass man die Frage gestellt bekommt, was überhaupt die Fernuni ist, weil doch einige damit nicht viel anfangen können.

Ich könnte mir aber auch vorstellen, dass es positiv bewertet wird, wenn man den Abschluss an der Fernuni gemacht hat, weil es schon ein gewaltiges Maß an Selbstdisziplin und Selbstständigkeit verlangt um sowas durchzuziehen! Ich glaube das beeindruckt sicherlich so manchen Personalchef und vielleicht auch die Uni an der man den Master machen will :) Hoffe ich jedenfalls !

teddine wrote:

Andere finden den Theraputenberuf spannend...


Nach meinem Wissen benötigt man im klinischen Bereich (Therapeut) nach wie vor ein Staatsexamen. Der B.Sc der Fernuni Hagen kann das nicht leisten.

Ich glaube der Studiengang wird wahnsinnig gut besucht werden, da an vielen Präsenzunis Psychologie nur mittels NC bei Top-Noten studiert werden kann. In Hagen kann das jeder studieren.

Fratz,

ich glaube auch,dass der Studiengang gut belegt sein wird. Schließlich ist Psychologie eines der beliebtesten Fächer überhaupt, wenn da nur nicht der NC wäre.
Du hast recht, dass sich der Wunsch nach einem solchen Studium an Präsenzunis nur mit Topnoten realisieren lässt.Ich glaube aber auch, dass der NC hier nicht ausschlaggebendes Kriterium ist liegt vor allem daran, dass der klinische Bereich hier aussen vor gelassen wird.

Gruß Mrichter

Fratz wrote:

Nach meinem Wissen benötigt man im klinischen Bereich (Therapeut) nach wie vor ein Staatsexamen. Der B.Sc der Fernuni Hagen kann das nicht leisten.

Vollkommen falsch!

Lies hier nach: [url=https://www.therapie.de/psyche/info/ausbildung/uebersicht/psychologischer-pt/]therapie.de - Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten mit Approbation (nach dem neuen PsychThG)[/url]

also ich denke auch, dass sich zunächst viele einschreiben, jedoch auch sehr viele feststellen, dass es 1. nicht einfach ist, ein Studium an der FernUni zu absolvieren und 2. nicht einfach ist, tatsächlich Psychologie zu studieren (Mathematik-Anforderungen etc.). Erfahrungsgemäß brechen relativ viele Studenten das Studium an der FernUni ab, da es anspruchsvoll ist und neben dem Job oft doch zu wenig Zeit investiert wird oder werden kann.

ich glaube auch das die Anzahl extrem schrumpfen wird. Wenn ich mir so die angegebene Literatur durchlese bin ich immer sehr interessiert und voller Neugier, aber ich merke auch gleichzeitig wie viel Aufwand das alles wird. Ich zweifle also schon bevor es losgeht :D Ich hab mir ja gesagt, ass ich das erstmal nur so versuche, aber in mir haust auch so ein unermüdlicher Perfektionist, der es schaffen will!

Über die beruflichen Aussichten (um zum Thema zurückzukehren), hab ich mir natürlich auch Gedanken gemacht und es fällt mir schwer mir da etwas vorzustellen, aber ich könnte mir vorstellen eventuell eine Verknüpfung zu meinem ersten Studium (Kommunikationsdesign) zu finden. Psychologie ist in der Kunst, Gestaltung, Werbung und Marketing ein wichtiger Faktor und lässt sich sicher gut vereinbaren.
Andererseits wollte ich im Erststudium promovieren und mir schwebt da ein Thema vor, dass psychologisch stark durchwebt ist, da wäre der Bachelor evtl. für mich auch die Aufwärmphase für eine Doktorarbeit.

Hm mal sehn.
Erstmal muss ich schaun ob ich die ersten zwei Module schaffe :D

Grüße
Joanna

Was ich brutal finde sind die Prüfungen, die dauern bei diesen 15-ECTS-Modulen jeweils 4 Stunden! Bei dem Niveau 4 Stunden lang konzentriert bleiben? Also ich habe da meine Zweifel.

Es geht und man kann sogar eine 2-stündige Verlängerung überleben. Selbst an mir getestet.

Es gibt massig Absolventen und Studierende, die das bisher geschafft haben. Falls es jedoch für dich zuviel ist, steht dir jederzeit frei dich an einer anderen Hochschule zu bewerben, an der die schriftlichen Prüfungen kürzer sind.

Darf man denn da essen und trinken? :eek

Fratz wrote:

Was ich brutal finde sind die Prüfungen, die dauern bei diesen 15-ECTS-Modulen jeweils 4 Stunden! Bei dem Niveau 4 Stunden lang konzentriert bleiben? Also ich habe da meine Zweifel.


Also das hatte ich schon im Abitur...

Wo du es grad sagst, hatte ich total verdrängt. 4 Stunden find ich persönlich okay, 6 Stunden ist schon lang aber auch machbar, aber meiner Meinung nach nur mit Gummibären und Cola

Dann möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben. ;)

Also ich möchte langfristig mehr in dem Bereich der Personalentwicklung machen. Momentan greife ich ab und zu unserem Personalentwickler unter die Arme (Assessor / Moderation / Kommunikationsworkshop). :)

Des Weiteren leite ich momentan ein kleines Team leite und meine psychologischen Grundkenntnisse sind diesbzgl. ausbaufähig. Daher freue ich mich schon jetzt Inhalte des Studiums anwenden zu können (auch hoffentlich aus empirischer Sicht!).

Also daher habe ich schon konkrete Vorstellungen, wie ich das Studium in beruflicher Hinsicht gebrauchen kann. :genau

Klara wrote:

Also das hatte ich schon im Abitur...


Eine 4stündige Abitur-Prüfung ist ja auch vom Niveau her lächerlich. Ich kann mich noch erinnern, dass ich beim Matheabitur nach der halben Zeit gegangen bin und trotzdem volle Punktzahl hatte. Bei Uniklausuren passiert mir das eher seltener mit früher gehen oder alles richtig haben.\

paul brenner wrote:

Dann möchte ich auch mal meinen Senf dazu geben. ;)

Also ich möchte langfristig mehr in dem Bereich der Personalentwicklung machen.


Dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben: Alle Personaler, die Psychologie studiert haben, sind nach meiner persönlichen Erfahrung die größten und arrogantesten Ar***löcher. Wie gesagt, meine persönliche Erfahrung und ich möchte hier nichts unterstellen. Es gibt ganz sicher Ausnahmen, mir ist so eine halt noch nicht begegnet. Da sind die Psychologen im klinischen Bereich (ich habe da meinen Zivildienst gemacht) ganz andere Menschen (positiv betrachtet und wieder aus meiner ganz persönlichen Sicht).

Fratz wrote:


Dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben: Alle Personaler, die Psychologie studiert haben, sind nach meiner persönlichen Erfahrung die größten und arrogantesten Ar***löcher. Wie gesagt, meine persönliche Erfahrung und ich möchte hier nichts unterstellen. Es gibt ganz sicher Ausnahmen, mir ist so eine halt noch nicht begegnet. Da sind die Psychologen im klinischen Bereich (ich habe da meinen Zivildienst gemacht) ganz andere Menschen (positiv betrachtet und wieder aus meiner ganz persönlichen Sicht).


Ich finde das sind totale Verallgemeinerungen
lg
teddine

teddine wrote:

Ich finde das sind totale Verallgemeinerungen


Nein, es sind persönliche Erfahrungen, sowohl im klinischen Bereich als auch aus vielen eigenen Vorstellungsgesprächen in Unternehmen. Verallgemeinern will ich hier sicherlich gar nichts, ich gebe nur mein Erlebtes in Worten weiter.

meta-ebene wrote:

Darf man denn da essen und trinken? :eek:



Antwort dazu einer Mentorin im Moodle: "...Außerdem wäre es gut, Sie nehmen sich Schokolade, Bananen o.ä. sowie Getränke mit.":)

LG
trollkjerring

Seeeeeeeeehr gut :) :D

trollkjerring wrote:

Antwort dazu einer Mentorin im Moodle: "...Außerdem wäre es gut, Sie nehmen sich Schokolade, Bananen o.ä. sowie Getränke mit.":)

meta-ebene wrote:

Darf man denn da essen und trinken? :eek:

ja, habe ich immer, ging immer gut und war auch kein Problem auf die Toilette zu gehen ;)

Fratz wrote:

Eine 4stündige Abitur-Prüfung ist ja auch vom Niveau her lächerlich. Ich kann mich noch erinnern, dass ich beim Matheabitur nach der halben Zeit gegangen bin und trotzdem volle Punktzahl hatte. Bei Uniklausuren passiert mir das eher seltener mit früher gehen oder alles richtig haben.

Vielleicht für dich, für anderen hingegen nicht. Ich kenne genügend Leute, die das komplette Gegenteil behaupten würden. Die Klausuren sind so schwer und anspruchsvoll, wie man das individuell empfindet.

Ich studiere im Bereich KSW und alle meine Klausuren/Prüfungen waren mindestens (!) 4h lang, teilweise sogar 6. Na und? Ich habs fast geschafft (das Studium) und habs problemlos überlebt.

Fratz wrote:


Dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben: Alle Personaler, die Psychologie studiert haben, sind nach meiner persönlichen Erfahrung die größten und arrogantesten Ar***löcher.

Dein Text beinhaltet sowohl auf der Selbstoffenbarungsseite und Beziehungsseite nicht gerade positive Begleitbotschaften. Das empfinde ich momentan, wenn ich das so durchlese.

Daher möchte ich mich "rechtfertigen":
Ich bin aber kein Personaler! Sondern von ein ITler. Und mir ist der (faire) Umgang meiner Kollegen und das Klima sehr wichtig. Arrogantes Gehabe kann ich genauso wenig leiden. Und ich bediene ganz bestimmt nicht das von dir definierte Klischee der Personaler.

ich habe diese Frage schon einmal in einem anderen Thread in den Raum geworfen, aber keine Antwort erhalten, also hier noch einmal (in der Hoffnung eine zu bekommen):
Wäre es nicht möglich das "fehlende" Modul in klinischer Psychologie an einer anderen Uni als Zweithörer zu belegen und mit einer Klausur dort abzuschließen? Dann könnte man sich doch theoretisch die zusätzl. Studienleistung anerkennen und einen Master in klin. Psychologie belegen.

Grüße

Fraja!

Nimm's mir bitte nicht übel, dass das jetzt etwas harsch klingt, aber es bringt irgendwie nichts in jedem Thread im Unterforum Psychologie das Thema immer wieder auf Klinische Psychologie zu bringen. Ich glaube kaum, dass sich in diesem Thread andere Gedanken finden als in dem direkt die [url="#?t=37757"]klinische Psychologie[/URL] betreffend und in den vielen anderen Threads, in denen das Thema auch schon durchgekaut wurde. So langsam finde ich die Diskussion etwas nervig. Keiner weiß hier wirklich was Genaues. Wir können nur - schon wieder - hin und her spekulieren.
Wenn ihr, die ihr so versessen auf Klinische Psychologie seid, konkrete Infos wollt, dann sprecht die Leute an, die wirklich was dazu sagen können. Wendet euch also an eine Präsenzuni eurer Wahl und fragt da am psychologischen Fachbereich nach, welche Möglichkeiten für euch bestehen.

Nichts für ungut

P.

@Fraja: [url]#?t=37757[/url]

Das ist alles, was hier bekannt ist. Du wirst dich wohl selbst drum kümmern und bei Präsenzuniversitäten nachfragen müssen.

Das habe ich wohl übersehen, ich bitte um entschuldigung

paul brenner wrote:

Dein Text beinhaltet sowohl auf der Selbstoffenbarungsseite und Beziehungsseite nicht gerade positive Begleitbotschaften.

Ui, da hat wohl einer den Schulz von Thun gelesen :D

Schade, dass wir solch eine Literatur während unseres Studiums
wohl nie zu Gesicht bekommen werden...

was mich angeht, zieht es mich sehr stark in die Richtung Neurowissenschaften.
Mit dem Bachelor hier möchte ich mir eine gute, solide Grundlage schaffen, um dann später einen entspr. Master ranzuhängen.
Was meint ihr dazu, ist es so möglich, auf diesem Wege später diese Richtung (Neuro/Kognition) gut einschlagen zu können?

Gruß, Bruno...

Thomas F. wrote:

Ui, da hat wohl einer den Schulz von Thun gelesen :D

Schade, dass wir solch eine Literatur während unseres Studiums
wohl nie zu Gesicht bekommen werden...

Ja, ist sehr spannend zu lesen. :) Vor allen Dingen wenn es an die praktische und konsequente Anwendung bzw. Umsetzung geht. :D

Muss ich Dir zustimmen, dass diese Literatur wohl leider nicht in unserem Studium vorkommen wird...

Im Magister gehört er zur Pflichtliteratur im Hauptstudium im Bereich Sozialpsychologie (ehem. "soziale Prozesse"). Kann also gut sein, dass uns das auch noch erwischt.

Thomas F. wrote:

Ui, da hat wohl einer den Schulz von Thun gelesen :D

Schade, dass wir solch eine Literatur während unseres Studiums
wohl nie zu Gesicht bekommen werden...

Naja mal ganz im Ernst: SvT liest man so nebenbei, das ist leichtverdauliche Kost.

Da immer nur Miteinander Reden im Vordergrund steht, hier noch ein Lesetip für SvT-Kenner:

Schulz von Thun, Wibke Stegemann: Das innere Team in Aktion (rororo)

Liest sich auch locker runter und enthält viele interessante und skurrile Sachen (Inneres Team in Konflikten, beim Fremdgehen, beim Schill-Wähler,...)

Gruß
Lingo

Dann will ich meinen Senf auch mal dazu geben: Alle Personaler, die Psychologie studiert haben, sind nach meiner persönlichen Erfahrung die größten und arrogantesten Ar***löcher. Wie gesagt, meine persönliche Erfahrung und ich möchte hier nichts unterstellen. Es gibt ganz sicher Ausnahmen, mir ist so eine halt noch nicht begegnet. Da sind die Psychologen im klinischen Bereich (ich habe da meinen Zivildienst gemacht) ganz andere Menschen (positiv betrachtet und wieder aus meiner ganz persönlichen Sicht).


Absolutes DITO!!! Nehme man nur mal die Psychologen einer großen deutschen Airline...

Okay, hab's Zitieren falsch gemacht, sorry!!!

Ich habe letztes Jahr eine Untersuchung durchgeführt, die aber eher explorativen Charakter hatte und bedingt durch den Stichprobenumfang eher nicht repräsentiv ist. Dabei ging's um die Messung der Sozialen Validität (Modell nach Schuler) eines Assessment Center im Bankensektor. Das Ergebnis war in folgender Hinsicht interessant aber nicht überraschend: Je besser die Probanden des ACs abgeschnitten haben (= Ausbildungsvertrag in der Tasche), desto besser war das Ergebnis der Akzeptanz / Sozialen Validität (überwiegend positive Korrelation).

Ich denke mal, dass es mit Sicherheit Personaler gibt, die psychologische Kenntisse hauptsächlich in dem Bereich der Personalauswahl-/entwicklung / Eignungsdiagnostik haben und anwenden können. Mögliche Ursachen, dass Peronaler sehr kritisch gesehen werden, könnte sein, dass anscheinend der therapeutische Ansatz durch fehlende Empathie im Hinblick der Auswahlkandidaten zu kurz kommt. Vielleicht verstehen sich einige Personaler auch als eine Art Sonderstellung im Unternehmen. Und was ich mir auch gut vorstellen kann, dass das eigene Abschneiden bei einem Auswahlverfahren (und wie es dem Teilnehmer transparent gemacht und fair vermittelt wird ) die Einstellung / Sympathie zu dem Personaler bestimmt beeinflusst. Damit werden dieser Gruppe von Anfang an bestimmte Eigenschaften attribuiert. Mit Sicherheit gibt es da noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten, warum Personaler Ihren Job "schlecht" machen.

[U]Fazit:[/U]
Es gibt (leider) in jeder Branche schwarze Schafe - aber nicht nur.
Ich stehe der Personalentwicklung / Eignungsdiagnostik positiv aber auch kritisch gegenüber und deswegen will ich mit dem neuen Studiengang mein Wissen erweitern (um den Bogen bzgl. des eigentlichen Themas zu diesem Thread zu spannen). Denn die Durchführung und das Auftreten sowie der faire (empathische) Umgang miteinander müssen stimmig sein!

paul brenner wrote:

Mögliche Ursachen, dass Peronaler sehr kritisch gesehen werden, könnte sein, dass anscheinend der therapeutische Ansatz durch fehlende Empathie im Hinblick der Auswahlkandidaten zu kurz kommt.


Fehlende Empathie, gut das du es erwähnst. Genau das dürfte es sein, was den Personalern meiner Meinung nach fehlt (ob sie das auch brauchen?) und was einen großen Unterschied zu den Therapeuten (hier meistens klinische Psychologie oder Psychologie in der "menschlichen Beratung") ausmacht.

Das Studium Psychologie, egal ob BA, MA oder Diplom, kann immer nur den Grundstein dahingehend legen, möchte man später therapeutisch arbeiten. Dazu ist eine weitere Ausbildung im Anschluss notwendig. Diese hat sowohl einen Praxis, als auch einen theoretischen Teil. Es gibt sie einmal zum "Psychotherpeutischen Psychotherapeuten" und einmal zum "Kinder- und Jugendlichenpsychotherapeuten" und jeweils in den drei Richtlinienverfahren, als da wären: Verhaltenstherapie, Tiefenpsychologisch fundiert sowie Analytisch. Je nach dem ob man es in Teilzeit oder Vollzeit macht dauert die Ausbildung zwischen drei und fünf Jahren, rechnet eher länger als kürzer. Kommt auch auf das Institut an. Die Kosten sind auch sehr unterschiedlich, wie auch die Aufnahmekriterien an den Instituten. Die meisten, von denen ich weiß, erwarten Berufspraxis im Vorfeld. Ist ja logisch, eine gewisse Reife sollte dazugehören, bevor man "auf Menschen losgelassen" wird. Die Ausbildungskosten richten sich vor allem danach, ob man, etwa nach Hälfte der Ausbildung, das Honorar für therapeutische Sitzungen, die man selbst durchführt, einbehalten kann oder diese komplett ans Institut gehen (die Variante sozusagen, für diejenigen, die es sich sonst nicht leisten könnten, in die approbierte Schiene zu gehen). Das bliebe sonst wohl eher nur "reichen Töchtern und Söhnen" vorbehalten. Oder man nimmt nen ordentlichen Kredit auf und fängt schon mal mit Schulden an zu arbeiten, geht auch ;)! Man kommt in die "Psychologischer Psychotherapeut" Geschichte auch nur mit Diplom rein, der BA reicht ausdrücklich nicht! Wie es mit dem MA ist, weiß ich nicht. Da er zur Promotion berechtigt, müsste er auch für diesen Ausbildungsgang ausreichen. Wer den ganzen Kram nicht über sich ergehen lassen will, kann z. B. mit dem MA später versuchen, nach gewissen Vorgaben bspw. Berufserfahrung in einem entsprechenden Bereich, über das Gesundheitsamt die eingeschränkte Heilpraktiker Anerkennung zu bekommen. Per se nur weil man Psychologie studiert hat, gibt es die nicht (mehr). Was auch gut ist, m. E.! Dann kann man auch Therapie anbieten, allerdings nicht mit den Kassen, zumindest nicht mit den gesetzlichen abrechnen. Kein unkluger Weg, zumal das Therapiespektrum noch weit mehr zu bieten hat, als eben die drei oben so genannten "Richtlinienverfahren". Der ganze Markt ist ehedem ein ziemliches "Haifischbecken" und an unserem tollen Psychotherapeutengesetz haben schon die entsprechenden Lobbies mitgewirkt %-)! Okay, soviel dazu.

Grüße
ohbonsai

...kurzer Nachtrag: Heißt am Anfang natürlich "[U]Psychologischer[/U] Psychotherapeut"!

ohbonsai

Forum,

überall wo ich hingehe, hinkucke, fühle, rieche:) etc ist psychologie... sind menschen. Das empfinde ich als hervorragende Berufschance.

Im Moment sehe ich mich bald in einer von mir bevorzugten Form der Therapie arbeiten. Keine Psychotherapie! F. Perls Gestalt-Richtung- Vielleicht im Netzwerk, vielleicht selbständig. Das wird sich ergeben.

Bald gehts los! *Freu*

Eure, Georgia Samora

P.S Wege gibt es genug, die Kunst ist es sie zu finden udn zu gehen....

Huhu Ihr,

ich habe es vielleicht überlesen und deshalb möchte ich es nochmal für mich fragen und vielleicht kann mir jemand helfen. Es geht um die klinische Psychologie, ich habe irgendwo gelesen das die FUH das nicht anbietet. Bin ich da richtig informiert? Dieses Fach scheint mir aber genau das zu sein mit dem hier viele Berufsvorstellungen oder Träume stehen oder fallen. Vielleicht weiß einer ob das als Kurs doch angeboten wird, ob es Partnerinstitute gibt die das für uns anbieten wollen, Wie dieses Fach überhaupt aussehen würde. Ob es erst in der Master-Zeit relevant wird ?! Gesetz dem Fall, rein hypothetisch, ich möchte Schulpsychologin werden, in dem Berufsbild des Schulpsychologen steht folgendes, (Vorraussetzungen für Schulpsychologe/-psychologin:
Um diese Tätigkeit ausüben zu können, ist ein Studium der Psychologie erforderlich.)
Ist es dann ausreichend zuerst den Ba und dann den Ma zu machen? bin ich dann Psychologin? Ich habe oft das Gefühl das diese ganze Umstellung mit BA und MA und nur Verwirrung zusätzlich gebracht hat :) ich weiß nämlich immer noch nicht ob man wie früher sagen kann:"ich hab ein Diplom in Psychologie, ich bin Psychologe" hier genauso gesagt werden kann.

Ich denke wenn man von vornherein gewisse Zähne zieht ist die Ernüchterung nicht so schlimm. Ich bin mittlerweile durch das ganze Lesen und die Masse an Informationen so weit zu glauben das es nach DIESEM Studium nur weitergeht wenn man 1a Noten hat. Somit gibt es kein "puh 51 % bestanden" mehr um glücklich sein zu dürfen ?

Oder? vielleicht sehe ich das alles auch noch ein wenig skeptisch ?

lieben Gruß
Micha

der BDP gibt da die Leitlinien vor. Psychologe ist aus BDP-Sicht jemand, der entweder

- Diplom-Psychologe ist (oder gleichwertig)
- B.Sc. + M.Sc. in Psychologie hat (oder gleichwertig)

Wenn du also B.Sc.+M.Sc. in der Tasche hast, bist du offiziell Psychologe. Trotzdem heißt das aber nicht, dass du alles machen kannst, wo Psychologen gesucht werden. Besonders klinische Psychologie wird in Hagen nicht angeboten (man hatte vermutlich große Angst vor Unmengen von ZVS-Opfern, die den Studiengang sofort geentert hätten). Ob sich das mit dem Master ändert, muss man mal sehen. Der startet ja eh erst in ein paar Jahren.

Die Chancen, an anderen Unis "nebenher" klinische Psychologie zu machen, halte ich für verschwindend gering. Sowas tut sich i.A. keine Uni an.

Gruß
Lingo

schau mal hier wurde auch über das Thema geschrieben, vielleicht ist da ne Antwort für dich dabei
[url]#?t=37757[/url]

Grüße

Thomas F. wrote:

Ui, da hat wohl einer den Schulz von Thun gelesen :D

Schade, dass wir solch eine Literatur während unseres Studiums
wohl nie zu Gesicht bekommen werden...

Ich vermute, dass das als Allgemeinbildung einfach vorausgesetzt wird

naja, vielleicht kommt es ja als "Grundlagen der Kommunikation" in Sozialpsychologie vor (?)

Gruß, Bruno...

Bruno wrote:

.. naja, vielleicht kommt es ja als "Grundlagen der Kommunikation" in Sozialpsychologie vor (?)

Ein paar Beiträge weiter oben habe ich das hier geschrieben:

Andrea wrote:

Im Magister gehört er zur Pflichtliteratur im Hauptstudium im Bereich Sozialpsychologie (ehem. "soziale Prozesse"). Kann also gut sein, dass uns das auch noch erwischt.

Ich gehe eigentlich davon aus, dass es auch da zur Pflichtliteratur wird.

Wäre ja gut. Vielleicht ist dann der Watzlawick auch dabei.
Bruno...