Heute soll ja jeder (der sich nicht gewehrt hat) eine B-Zeitung in den Briefkasten bekommen. Keiner liest und kauft die B-Zeitung und dennoch ist sie so erfolgreich....
Wie geht ihr mit der B-Zeitung um?
Mir hat mal einer meiner Profs gesagt er schaut auf zwei Zeitungen am Tag: die FAZ und die BILD. FAZ zur Information und die BILD, damit er weiß was der Mensch auf der Straße denkt (und liest).
Seitdem schaue ich auch (im vorbeigehen) auf dieses Blatt. Kaufen..., niemals! Aber den Gedanken die Schlagzeile zu lesen finde ich nicht schlecht.
Ich gehöre noch zu der Generation, die die Bücher von Wallraff (Anti-Bild-Triologie) gelesen habe etc. und kritisch den Springer-Blättern gegenüber stehen. Und die Frage nach der Macht der Medien stellt sich nicht nur in unseren Zeiten. Wieviel Macht hat so eine Zeitung?
Vielleicht können wir uns mal wieder über ein Thema austauschen...
Comments
balina
Contributions on this page: 4
View profileNachsatz:
BILD steht natürlich auch für andere Boulevard-Blätter, meines Erachtens sind auch Sendungen wie Brisant etc. in diese Kategorie zu stellen. Befriedigung des Voyerismus....
Finou
Contributions on this page: 4
View profileHm.... lese sie nicht; früher hatte einer meiner Brüder die schon mal von der Arbeit mitgebracht und da wurde dann mal reingeguckt, hat mich aber definitiv nicht angezogen und ich verzichte gerne. Man könnte ja online gucken, wenn man wissen will "worum es den Machern denn gerade geht" und die fetten Schlagzeilen sieht man ja an Kiosken oder beim Bäcker im Vorbeigehen. Und wer's lesen will bzw. die Bildchen gucken mag - bitte. Ich würde jetzt also nicht generell für die Abschaffung plädieren o.ä. ;)
Die Frei-Bild habe ich bisher nur fröhlich dazu genutzt, einen Gutschein auszuschneiden und zu verwenden, und das völlig ohne moralische Bedenken!
balina
Contributions on this page: 4
View profileGutschein???
Finou
Contributions on this page: 4
View profileJa, irgendwo drin in einer Werbeanzeige - vielleicht gibt es auch mehr, aber ich habe noch nicht richtig geguckt (Zeitung lesen ist bei mir eher Abendprogramm :)).
Rala
Contributions on this page: 2
View profileIch habe mein Exemplar gleich ins Altpapier geklopft. Die Aussage "was der Mensch auf der Straße denkt und liest" lässt sich wohl auch andersherum betrachten: warum denkt der Mensch was er denkt? Wie oft muss ich hören, dass die faulen Griechen der Grund allen Übels sind um es zu glauben? Hier ist die Bild glaube ich Nr. 1 in der Meinungsmache.
Ich mochte die Bild noch nie, aber seit ich bei einem Kollegen mal mitbekommen habe, wie sie "Journalismus" betreiben, stehe ich dem Blatt, und übrigens jedem, der es instrumentalisiert, sehr kritisch gegenüber.
Aalto
Contributions on this page: 4
View profileZeitung (oder möchtegern-Zeitungen) ist ein schönes Thema.
Habe es leider tatsächlich "verplant", rechtzeitig der Zusendung der Frei-Bild zu widersprechen... Hätte ich eigentlich machen wollen, bin nämlich auch kein Fan des Springer-Verlags. Egal ob Bild, Welt, Mopo oder was es noch alles gibt.
Wenn auch nicht wirklich meine Generation, die Wallraff Bücher (2/3) habe ich auch noch gelesen. Was mir sonst zum Thema Bild einfällt: eine Rede/Streitschrift von [URL='https://de.wikipedia.org/wiki/Peter_Schneider_%28Schriftsteller%29']Peter Schneider[/URL], abgedruckt in dem Buch [URL='https://www.amazon.de/Ansprachen-Schneider/dp/B003ADCL6A/ref=tmm_pap_title_0']"Ansprachen"[/URL] (ein schönes Buch, mit Reden, Gedichten, Kurztexten...), in der es um die Agenda dieses Verlags geht.
Ich würde also keine Bild kaufen, die kostenlose Ausgabe die hier eingetrudelt ist, liegt ungelesen im Müll.
Zu den überall verteilten Werbeplakaten der Bild, derzeit mit "lustigen" Sätzen von Fußballern, gibt es hier noch einen lesenswerten Blog-Beitrag von Anfang 2011: [url]https://www.wirsindhelden.de/2011/02/1069/[/url].
Insofern kann ich Rala's Beitrag voll zustimmen :)
Liebe Grüße
bruja
Contributions on this page: 6
View profileGrundsätzlich halte ich es nicht für verkehrt, einen kritischen Blick auf ALLE Medien zu werfen, nicht nur auf Bild. Schließlich hat sogar die hochgelobte FAZ den unsäglichen Begriff der "Schlecker-Frauen" dankbar übernommen und weiterverbreitet. Außerdem ist jeder Beitrag nur eine willkürliche Informationsselektion eines einzigen Journalisten. Als Befürworter der Bild würde ich mich allerdings auch nicht bezeichnen, ich stehe ihr recht zwiespältig gegenüber. In einem Land mit uneingeschränkter Pressefreiheit etabliert sich unweigerlich auch so etwas. Ist mir persönlich jetzt lieber, als ein Land, was sich selbst an "modern" bezeichnet aber immer noch kritische Journalisten spurlos verschwinden lässt bzw. auf offener Straße erschießt.
Mal losgelöst von den wirklich sehr fragwürdigen Methoden: Man kann von Bild halten was man will, aber in Sachen Rechtschreibung und Grammatik ist sie ganz objektiv betrachtet den Redaktionen von (anderen) Zeitungen um Lichtjahre voraus. Die Fehlerquote ist extrem niedrig. Außerdem ist der Schreibstil vorbildlich. Keine ermüdenden Schachtelsätze oder überflüssige Fremdworte. Was natürlich auch einer der Gründe ist, warum sie so gut ankommt in der breiten Bevölkerung. Jeder kann sie schnell lesen. Redakteure aus dem Springer-Verlag gelten als sehr ausgebildet und werden eigentlich überall mit Kusshand genommen.
Finou
Contributions on this page: 4
View profileSehr gutes Beispiel dafür, dass sowas eh mittlerweile sehr schnell und sehr unkritisch übernommen wird und sich dann verbreitet - letztendlich egal, welcher Idiot es in die Welt setzt! Mich schüttelt's dann auch immer.
Gilt auch für schlicht und einfach falsche sprachliche Ausdrücke, die mir vermutlich auch noch besonders unangenehm auffallen (dabei fällt mir eine Bekannte ein, die ein Buch völlig entnervt in die blaue Tonne geklopft hat, nachdem sie schon ziemlich weit vorne zum fünften Mal "Ich erinnere das" gelesen hatte :D).
Ich wusste vorher nichts von der 'Frei-Bild' und wäre somit nicht zum Widerspruch gekommen, hätte es aber auch nicht gemacht - so habe ich interessiert reingeguckt, leider absolut nichts Interessantes gefunden und sie dann eben zum Altpapier gebracht! Zumindest weiß ich aber jetzt, dass tatsächlich für mich nichts Interessantes drin war!
balina
Contributions on this page: 4
View profilebei mir wollte der Briefträger keine einwerfen, da hat der Reklameverbotsaufkleber genutzt...
Finou
Contributions on this page: 4
View profileIch hab kein Verbotsschild - es gibt auch Reklame, die ich möchte und die wäre dann ja auch ausgeschlossen!
Maud
Contributions on this page: 7
View profileDas ist ja nicht neu. In der Schule (ca. 1972) haben wir die Bild-Zeitung bereits ausgiebig im Deutschunterricht kritisiert - damals war das sogar "in", mittlerweile ist das soz. "durch" - keiner regt sich mehr auf. Ob das gut oder schlecht ist, weiss ich nicht.
Die entscheidende Frage ist, ob Bild tatsächlich soviel Macht hat, dass es ihr gelingt, Meinungen auch politisch breit zu beeinflussen. Nach den letzten Jahren und den letzten Regierungen glaub ich das eigentlich nicht mehr, ich wüsste auch nicht mehr so genau, welche politische Richtung sie heute wirklich vertritt... Bild spielt wohl eher mit einem selbstironischen Image und kann anscheinend damit leben, dass so gut wie keiner sie wirklich ernst nimmt - nicht einmal in bildungsfernen Schichten. Die meisten Leute lesen das schon von vornherein als spassige Polemik.
Vielleicht wird das Potential aber auch verharmlost, ich glaube aber, in heutigen Zeiten von facebook und twitter ist Bild fast schon ein seltsames Relikt.
\
Das ist eine seltsame Ansicht, finde ich. Denn verkürzte schlagwortartige Sätze und Parolen sind eigentlich kein vorbildlicher Schreibstil., selbst wenn fehlerfrei. Vor allem dann nicht, wenn Sachverhalte grob vereinfacht und äusserst wertend dargestellt werden. Mag sein, dass das vielen als Alltags-Polemik gefällt, aber genau das ist es doch, was die Leute nun wirklich nicht mehr ernst nehmen...
bruja
Contributions on this page: 6
View profileWieso ist es denn eine seltsame Ansicht? Diese Kritik kann ich nicht nachvollziehen. Ich sprach von der Satzstellung und NICHT von der dort wertenden, klar vereinfachten Problemdarstellung! Warum hält sich eigentlich in Deutschland die verquere Ansicht, dass grammatikalisch bedenkenswerte Satzkonstruktionen mit einer möglichst hohen Quote an Fremdwörtern "gut", "vertrauenswürdig" und "wissenschaftlich fundiert" sind? Es ist mMn eher eine gute Möglichkeit, sich dahinter zu verstecken. Je komplizierter und verschachtelter der Text ist, desto höher die Chance, dass der Verfasser selbst keine Ahnung von seinem Geschreibsel hat. Ich sehe jedenfalls keinen Sinn in Artikeln, die erst einmal "dekodiert" werden müssen. Aber klar, wer sich durch so einen Schwall pseudointellektueller Ergüsse durchgekämpft hat, bekommt bestimmt schon mal das Gefühl zu einem besonders elitären Kreis zu gehören.
Eine leicht verständliche Schreibe ist übrigens nicht mit wertender Schreibe zu verwechseln! Und auch nicht mit Umgangssprache. Zu diesem Thema empfehle ich immer wieder gerne den Klassiker von Wolf Schneider weiter: "Deutsch für Profis - Wege zu gutem Stil". Dort gibt es auch herrliche Anti-Beispiele von den Kollegen der FAZ & Co. Solche Sätze zum Beispiel, die über eine halbe Zeitungsseite gehen aber Null Aussagekraft besitzen.
bruja
Contributions on this page: 6
View profileAch, und zum Thema:
Ich persönlich bin immer sehr gut auf dem Laufenden, was so in dem Blättchen mit den vier großen Buchstaben steht, weil ich regelmäßig diesen Blog lese :D Da wird viel angeprangert, aufgeregt, angezeigt aber auch teilweise sehr humoristisch aufbereitet.
[url]https://www.bildblog.de/[/url]
Maud
Contributions on this page: 7
View profileDavon habe ich eigentlich gar nichts geschrieben! :rolleyes:
Es gibt ja schliesslich auch noch etwas zwischen plakativer Darstellung auf der einen Seite und "pseudointellektuellem" Geschwafel. Zu diesem Dazwischen gehört Bild aufgrund von stark vereinfachender, wertender Darstellung aber meiner Meinung nach nicht.
Was nicht heisst, das Bild durchaus aufgeregt, anprangernd, humoristisch und damit witzig ist, darüber besteht ja Einigkeit.
Maud
Contributions on this page: 7
View profileMir ist das Blatt eigentlich mit seiner Art viel zu anstrengend! Da ist soviel drin, worüber ich mich gar nicht auf diese Art aufregen lassen will - auch dann nicht, wenn sie es mir kostenlos in den Briefkasten werfen. :D
Edit: Im Übrigen war ich gerade in Griechenland, von dem, was Bild in der letzten Zeit über dieses Land geschrieben hat, war überhaupt nichts zu spüren. Ausser, dass die Deutschen nicht mehr dorthin fahren.
bruja
Contributions on this page: 6
View profileIch gebe es auf. Wir reden aneinander vorbei ;)
Ja? Sind wir uns da einig? Ich finde das nämlich nicht, aber gut :D oder spielst du auf den Link an?
Der BILDblog ist kein Blog VON BILD, sondern ÜBER BILD
Maud
Contributions on this page: 7
View profileIch habe nicht in den Bildblog reingeschaut, da ich gerade keine Zeit dafür habe.
Maud
Contributions on this page: 7
View profileMöglich, ich kann deiner Argumentation leider auch nicht mehr folgen. Ich weiss nicht, worin deine Kritik oder deine Meinung über Bild besteht, werde aber mal in den Bildblog reinschauen irgendwann. Bisher weiss ich nur, dass du Bild im Hinblick auf Grammatik und Satzbau für okay hälst.
Andi2
Contributions on this page: 2
View profileIch finde den Titel des Threads interessant. Natürlich sind Kuwis, die Studierenden dieses Studienganges, aber wenn man sich die vertretenen Fächer anschaut kann man sich vorstellen, und aus vorangegangen Beiträgen ist es ja auch schon ersichtlich, daß man die BILD aus literaturwissenschaftlicher (Sprache, Stil,...), geschichtswissenschaftlicher (Rezeption, Erinnerung,...) und auch philosophischer Sicht (z.B. Pressefreiheit) betrachten kann.
Zum Thema Pressefreiheit (Achtung: Off-topic, aber fällt mir gerade ein) habe ich im Zusammenhang mit der aktuellen "Blasphemiediskussion" auch Argumente für die Unterdrückung von Autoren/Schriften (wie z.B. Marx oder Hitler) gehört (die sind hier sicher nachvollziehbar und nicht nennensbedürftig).
Aalto
Contributions on this page: 4
View profileHm, ehrlich gesagt würden mich diese Argumente jetzt interessieren ;) Ich persönlich würde mich sehr über eine, gerne auch von "Wissenschaftlern" (oder wem auch immer) kritisch Kommentierte, verfügbare Version von "mein Kampf" freuen.
Ok, vielleicht mag es tatsächlich nachvollziehbare Gründe für Zensur geben, aber ich kann mich gerade an keine erinnern, die mich in der Vergangenheit davon überzeugt hätten. Dann lieber ein offensiv-kritischer Umgang mit (vermeindlichen und tatsächlichen) menschenfeindlichen Schriften, als die komplette Zensur, meiner Meinung nach. Vollkommend und umfassende Zensur ist meiner Meinung nach sowieso nicht möglich, irgendwie schafft irgendwer heutzutage doch immer, auch an Verbotenes heranzukommen. Da ist ein (zb durch Kommentare) geführter Umgang mit solchen Büchern wie "mein Kampf" doch viel effektiver das menschenfeindliche Potential (ohne, dass ich das in irgendeiner Form beurteilen könnte, da ich es nicht lesen konnte) zu unterdrücken, als wenn angehende Neonazis das Buch "vom netten Mann im Jungendtreff" in die Hand gedrückt bekommen. (achtung, wer polemie findet, darf sie behalten ;) )
krid
Contributions on this page: 2
View profileMal ein paar Bemerkungen aus meiner Sicht: ja, in der Bild gibt es relativ wenige Druck- und Grammatikfehler. Der Grund dürfte sein, dass dort ziemlich wenig Text von ziemlich vielen Leuten produziert wird. Eine Ausgabe von FAZ oder SZ hat soviel Text wie der Spiegel, allerdings leisten sich die Zeitungen keine Schlussredaktion (mehr).
Das Loblied auf kurze Sätze zu singen, ist zu kurz gesprungen. Ja, ein Satz in der Bild hat im Schnitt sieben Wörter. Aber das ist nur deshalb erträglich, weil die Artikel so kurz sind. In der BamS, in der es auch längere Stücke gibt, finden sich auch längere Sätze - sogar Nebensätze sollen dort gesichtet worden sein ;) Der Grund ist einfach: Eine längere Reihung von Stakkatosätzen ist langweilig und schwer lesbar.
Die Rolle von Bild ist interessant. Die Auflage ist viel niedriger als zu den Zeiten von Günther Wallraff. Die Zeitung verdient aber immer noch viel Geld. Es gibt auch immer noch viele Leute, die über die Bild die Nase rümpfen (und es gibt ja auch Gründe dafür, die Methoden sind durchaus fragwürdig). Aber eine zeitlang galt Bild sogar fast schon als schick. Alice Schwarzer machte sogar Werbung für sie. (Idee: gibt es sowas wie ironisches Bild lesen? So wie man sich auch Schlagermusik anhört, aber nur, weil man den Schmalz ironisch überdrehen kann?)
Wie dem auch sei. Ich denke, der Einfluss der Bild wird überschätzt. Der ehemalige Doktor zu G. konnte sich trotz steter Fürsprache der Bild nicht halten. Manchmal kann Bild eine Sau erfinden, die eine zeitlang durchs Dorf getrieben wird (Florida-Rolf). Aber Änderungen im Meinungsklima schafft auch Bild nicht. Hat sie auch früher nicht. War die Kampagne zu arg, ging die Auflage zurück. Brandt und Schröder hat sie nicht verhindern können. Die Ostverträge auch nicht. Und damals war die Auflage dreimal so hoch.
Andi2
Contributions on this page: 2
View profile@ Aalto: Nun bei der Argumenten ging es eben darum durch das Verbieten gewisser Schriften politische Veränderungen zu verhindern (NS-Regime, Leninismus/Stalinismus,...). Bei der Diskussion muß man glaube ich zwischen der Zeit wo diese Werke rauskamen und heutzutage unterscheiden. Heute gibt es das Internet und jeder kann sich alle Schriften darüber besorgen, auch Mein Kampf. Auch ich halte von solcher Zensur wenig, eher die kritische Auseinandersetzung bringt uns weiter und wer soll bestimmen was zensiert wird...
bruja
Contributions on this page: 6
View profileNa, das ist ja logisch. Die Mischung macht einen guten Text aus. Aber das lernt man ja schon in jedem zweitklassigen Deutsch-Unterricht. Aber der Qualitätsanspruch (merke: ich spreche NICHT auf den Inhalt an!) ist nichtsdestotrotz bei den Springer-Blättern extrem hoch. Nicht mehr, nicht weniger wollte ich zum Ausdruck bringen.
\
Die Auflagenzahlen aller Printmedien sind seit Jahren bereits rückläufig. Ein Grund ist die Bereitstellung der Ausgaben im Internet.
\
Gut, diese Zeit ist an mir vorbeigegangen. Für mich waren das immer nur Versuche mit mehr oder weniger geschicktem Marketing diesen Eindruck zu erwecken. So wie bei dieser unsäglich schrecklichen Kampagne von Jung von Matt, in der "Promis" ihre angeblich ja so kritische Meinung zu Bild äußern sollen. Gestern gab es noch Artikel über die Hauptakteure mit Rufmordcharakter und heute stellen sie sich für einen netten Obolus vor die Kamera und erklären, wie sehr sie doch die Bild für ihre Unbarmherzigkeit schätzen. Irgendwie läuft da doch was falsch.
\
Ja, so sehe ich das auch. Bild ist nur ein Organ unter vielen und wie ich schon weiter oben schrieb: in einem demokratischen Staat mit Presse- und Meinungsfreiheit muss sich so etwas zwangsläufig entwickeln. \
Und was das angeht: ich hätte dir ja gerne hier ausführlich geantwortet, aber nachdem, was du mir per PN vorgeworfen hast, verzichte ich in Zukunft darauf, auf deine Anmerkungen zu reagieren!
krid
Contributions on this page: 2
View profileStreng genommen ist es keine Zensur, dass man Mein Kampf in Deutschland nicht legal verbreiten darf. Die Urheberrechte an dem Werk liegen beim Freistaat Bayern, und der untersagt jedwede Verwertung.
Das ist in der Tat ungeschickt, denn die Urheberrechte laufen demnächst aus (2016). Man könnte also vorher noch die Gelegenheit ergreifen, den Markt mit einer kommentierten Version zu besetzen. Offenbar ist sowas aber nicht vorgesehen. Statt dessen steht man auf dem Standpunkt, dass der Nachdruck des Buchs ohnehin den Straftatbestand der Volksverhetzung erfüllt.
Allerdings geht es hier um Bild, und das ist doch etwas anderes als Naziliteratur.
Maud
Contributions on this page: 7
View profileEs gibt jedenfalls kritische wissenschaftliche Auseinandersetzung mit den Texten. z.B. als UTB, steht bei uns ganz normal im Buchhandel.
Rala
Contributions on this page: 2
View profile[url]https://www.sueddeutsche.de/medien/kommentierte-edition-von-mein-kampf-hitler-fuer-schulen-1.1382012[/url]
Den Vergleich zwischen "Bild" und "Mein Kampf" würde ich allerdings auch nicht ziehen.
Aalto
Contributions on this page: 4
View profileOh, der Artikel ist ja ganz aktuell, ok, das freut mich. Dann mecker ich nicht mehr, was das angeht ;)
Ich glaube, es hat auch niemand die Bild mit Mein Kampf verglichen, würde hier wohl niemand tun. Der Titel ist ja nur als Off-Topic im Zusammenhang mit dem Begriff der Zensur genannt worden, mehr nicht. =)
Zum Thema Auflage: [url]https://meedia.de/fileadmin/uploads/images/Blogs/Tabellen/2012/IVW_VA_TZ_2012_Berlin.jpg[/url]
Die Zahlen werden alle zwei Jahre erhoben, das sind die aktuellen... (aaaah, internet tötet printmedien, aaahhh. ;) ).
Zum Schluss: Alle Beiträge hier nach meinem von gestern früh wurden mir gerade erst neu angezeigt, vorher war das ganze Forum für mich nicht aktuell...
Maud
Contributions on this page: 7
View profile...wenn das Thema Bild so sehr polarisiert und in eine Richtung verläuft, wo ich mich nicht wiederfinde, halte ich mich sowieso lieber zurück...das habe ich dir per PN mitgeteilt. Dein öffentlicher Kommentar dazu bestätigt mir das!
bruja
Contributions on this page: 6
View profileKai Dieckmann: "Mein Kampf .... gegen deutsche Bundespräsidenten" würde aber bestimmt auch die Spiegel-Bestsellerliste stürmen
Aalto
Contributions on this page: 4
View profilehaha :D
ich hab hier Kai Dieckmann: "Der große Selbstbetrug" im Regal stehen... wollts irgendwann aus Unterhaltungsgründen mal lesen :D Erwarte eigentlich nicht viel tiefgründiges, aber naja