Einige Fragen zu Master of Comp. Sc.
Hi Leute,
ich überlege nach dem Bsc. Angewandte Informatik den Master noch hinterher zu schieben. Da ich das gesamte Studium eine Halbzeitstelle hatte, und die klassische Universität nicht darauf rücksicht nimmt habe ich beschlossen mein Master an einer Fernuni abzuschliessen.
Leider erlaubt mein Bsc. nur den Master of Computer Science. an der Fernuni Hagen. Nach einigen Recherchen stehe ich immer noch vor der Frage ob eine Kombination aus Bsc. Angewante Informatik und Master of Comp. Sc. eine richtige ist.
Obwohl ich gelesen habe das es sich um den Master of Comp. Sc. einen Akkredierten Studiengang handelt der sogar zu einer Promotion ermächtigt (jenach Prüfungsordnung der jeweiligen Universität). Hat schon jemand mit dem Master of Comp. Sc. Promoviert ?
Gruss ben
Comments
benjo
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View profileSind Ferien oder gibts kaum Leute die Master of Comp. Sc. studieren ?
milko
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Es ist grundsätzlich so, dass für eine Promotion (Imho strebst Du das ja an, sonst würdest Du nicht explizit diesbezüglich nachfragen) immer die einschlägige Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule gültig ist. Das ist unabhängig vom Studiengang und gilt Deutschlandweit. Allerdings wurde damals während des Bologna-Prozesses auch festgelegt, dass grundsätzlich jeder Master-Abschluss, egal ob FH, Univ, konsekutiv oder nicht-konsekutiv zur Promotion berechtigt.
Konkret heißt das für Dich: Mit dem MCompSc kannst Du an jeder Uni promovieren, sofern die Promotionsordnung das nicht ausschließt. Viel wichtiger ist, dass Du einen Doktorvater findest, der Dich und Dein Thema unterstützt. Das hat aber nichts mit dem MCompSc-Studium zu tun. Schau Dir doch einfach die PromOs der Hochschulen an, in deren Ecke Du promovieren möchtest - vielleicht wird Dir dann einiges klarer. Ich kann hier nur von München berichten. Egal wo (LMU, TUM, UniBw) - mit MCompSc ist die Promotion in der einschlägigen Richtung (Informatik) möglich.
Such Dir den Studiengang nach Deinen Kriterien aus - also das, was zu Dir passt. Ich hatte zunächst vor, einen Elektrotechnik-Master zu machen. Der hätte gut zu meinem Erststudium (Elektrotechnik) gepasst. Nachdem ich mir die Inhalte angesehen hatte, bin ich zum MCompSc gekommen. Er ist im Gegensatz zum ET-Master an der FU in meinen Augen flexibler und ich kann mir die Inhalte raussuchen, die mich interessieren (relativ gesehen).
benjo
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View profileMilko, Danke für die schnelle Antwort.
Zwar überschneiden sich viele Inhalte aus dem MCompSc. mit meinem Erststudium aber ich denke es ist nicht falsch einige Themen nochmals zu vertiefen. Daher habe ich mich schon entschieden und werde mich für das Semester 10/11 bewerben. Was danach kommt steht eigentlich in denn Sternen.
fogel
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View profileSehe ich anders - und zwar hier [url=https://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/promotion/index.shtml]Promotion - Fakultät Mathematik und Informatik - FernUniversität in Hagen[/url].
Und hier [url]https://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/fakultaetfuermathematikundinformatik/promotion/promotionsordnung.pdf[/url].
Ein künftiger Vollakademiker würde über folgendes stolpern:
"Aufgrund bestehender Beschlüsse des Promotionsausschusses ist der an der Fernuniversität erworbene Abschluss des Studiengangs Master of Computer Science einschlägig für eine Promotion an der Fakultät." ([url=https://www.fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/master/computerscience/allgemeines.shtml]Allgemeines zum Studiengang - Computer Science - Fakultät Mathematik und Informatik - FernUniversität in Hagen[/url])
Dagegen: "Der Abschluss Master of Science im Fach Informatik berechtigt zu einem Promotionsverfahren in Informatik, an der Fernuniversität zu einem Promotionsverfahren an der Fakultät für Mathematik und Informatik."([url]https://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/fakultaetfuermathematikundinformatik/studiengaenge/masterinformatik/ueberblick.pdf[/url])
Daraus schließe ich: Nur mit dem "Master of Science im Fach Informatik" ist die Promotion außerhalb der Fernuni möglich.
benjo
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View profile[url]https://www.fernuni-hagen.de/imperia/md/content/fakultaetfuermathematikundinformatik/promotion/promotionsordnung.pdf[/url]
da heißt es
Zum Promotionsverfahren wird zugelassen, wer
1. a) einen Abschluss nach einem einschlägigen Universitätsstudium mit einer Regelstudienzeit von wenigstens acht Semestern, für das ein anderer Grad als Bachelor“ verliehen wird,
oder
b) einen Abschluss nach einem einschlägigen Hochschulstudium mit einer Regelstudienzeit von wenigstens sechs Semestern und daran anschließende angemessene, auf die Promotion vorbereitende Studien in den Promotionsfächern
oder
c) einen Abschluss eines einschlägigen Masterstudiengangs im Sinne des § 61 Abs. 2 Satz 2 HG nachweist ....
[url=https://studiwiki.tu-dortmund.de/gesetze/hg/fassung31102006]Gesetz über die Hochschulen des Landes Nordrhein-Westfalen (Hochschulgesetz[/url]
da heißt es
(2) Die Regelstudienzeit in Studiengängen, die mit einem Bachelorgrad abgeschlossen werden und zu einem ersten berufsqualifizierenden Abschluss führen, beträgt mindestens sechs und höchstens acht Semester. In Studiengängen, die mit einem Mastergrad abgeschlossen werden und zu einem weiteren berufsqualifizierenden Abschluss führen, beträgt die Regelstudienzeit mindestens zwei und höchstens vier Semester; ihnen soll ein mit dem Bachelorgrad abgeschlossener Studiengang vorausgehen. Die Gesamtregelstudienzeit konsekutiver Studiengänge nach Satz 1 und 2 beträgt höchstens zehn Semester. Hinsichtlich der Regelstudienzeit in Studiengängen, die im Rahmen des Verbundstudiums an Fachhochschulen durchgeführt werden, können in Zielvereinbarungen von den Sätzen 1 bis 3 abweichende Regelungen getroffen werden.
Wenn ich das richtig verstehe dann bestimmt die dauer des vorangegangenen Studium ob man zur Promotion zugelassen wird oder nicht. Und nicht ob man ein Master of Science oder Master of Computer Sience Sehe ich das richtig ?
milko
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Grundsätzlich gilt:
Jeder Master-Abschluss berechtigt zur Promotion, egal ob konsekutiv oder nicht-konsekutiv, FH oder Univ.
Ob Du zur Promotion in Deiner Wunsch-Fakultät oder an Deiner Wunsch-Hochschule zugelassen wirst, hängt von der Promotionsordnung der jeweiligen Hochschule, vom Doktorvater und natürlich vom Promotionsthema selbst ab.
Diese Thema lässt sich nicht endgültig in diesem Thread diskutieren, weil einfach zu viele Randbedingungen auf das Promotionsthema einflusst nehmen.
--
Das, was Fogel zitiert hat, gilt ausschließlich für die Fern-Universität Hagen. An jeder anderen Hochschule gelten deren Promotionsordnungen. Die Aussage: /
Der konsekutive Master-Studiengang Informatik setzt einen grundständigen Bachelor-Studiengang Informatik (Oder Diplom) voraus. Sofern dieser an einer Universität angeobten wird, gibt es auch eine Fakultät für Informatik und theroetisch könnte man dann dort promovieren. Allerdings - kann die Promotionsorndung, Doktorvater und auch das Promotionsthema zu einer anderen Situation führen.
Der Master of Computer Science ist kein konsekutiver Studiengang, deshalb muss jede Fakultät einer Hochschule entsprechend ihrer Promotionsordnung entscheiden, an welcher Fakultät die Eingangsvoraussetzung erfüllt ist (Das kann z. B. Informatik, Elektrotechnik, Mechantronik, sonst irgendetwas sein.)
yahya
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View profileIch habe gestern einen Bericht in einer Zeitschrift über konsekutiver und nicht-konsekutiver Master im Zusammenhang mit Promotion gelesen.
Ich habe folgendes verstanden:
1) Bachelor + konsekutiver Master (z.B. B.SC. Informatik + M.Sc. Informatik) => Promotion in Informatik
2) Bachelor + nicht-konsekutiver Master:
[LIST=1]
[*] Bachelor und Master (Das gleiche oder ähnliche Studiengang) z.B. B.Sc. Informatik/Technische Informatik + M. Comp. Sc. => Promotion in Informatik
[*]Bachelor und Master (Verschiedene Studiengänge) z.B. B.Sc. Informatik + Master MBA/BWL => Keine Promotion in Informatik
[/LIST]
milko
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Egal, was dort geschrieben ist, es gilt IMMER
seha
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View profileIch habe auch eine Frage zu MCompSc, möchte dafür aber keinen neuen Thread aufmachen.
Die Unterlagen, welche mir zugeschickt worden sind, sagen meiner Meinung nach folgendes aus:
es sind sechs Module zu wählen, davon muss man in zweien einen Leistungsnachweis schreiben, der aber nur bestanden werden muss und nicht mit in die Endnote eingeht.
Die anderen vier Module werden MÜNDLICH geprüft, Dauer 15 - 25 min.
Diese vier Noten gehen in die Gesamtnote ein.
Zusätzlich geht nur noch die Abschlussarbeit, für die man 3 Monate Zeit hat, in die Abschlussnote ein.
Das zu belegende Praktikum und das Seminar sind ebenfalls Leistungsnachweise (wie die zwei anderen Module, s.o.), und werden nicht benotet.
Die Endnote setzt sich wie folgt zusammen: die vier Module (mündlich) einfach, die Abschlussarbeit zweifach.
--> die vier Module zusammengerechnet: Wertigkeit 4
die Abschlussarbeit: Wertigkeit 2
--> die vier Module machen zwei Drittel der Gesamtnote aus.
Durchschnittliche Dauer einer mündlichen Prüfung ist 20 Minuten
--> 4 x 20 = 80 min = weniger als ein Fußballspiel
--> Zwei Drittel der Gesamtnote werden durch mündliche (!) Prüfungen bestimmt, die weniger als ein Fußballspiel lang dauern.
Und dafür lernt man 2250 Stunden (75 ECTS Punkte, da die Abschlussarbeit mit 15 ECTS Punkten angegeben wird, mal 30 Std).
Das sind über zwei Jahre bei 20 Stunden pro Woche.
Und das wird nur mündlich geprüft und nicht schriftlich (!) und dauert insgesamt nur 80 Minuten...
Ist das richtig?
Liebe Grüße
NicoF
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View profileSebastian,
ich warte noch auf meine Unterlagen und kann deine Frage leider nicht beantworten (ich bin gespannt auf die Antwort).
Ich vermute, dass du darauf hinauswillst, dass die Notenfindung deiner Meinung nach einerseits ein der Wichtigkeit nicht angemessenes Verfahren verwendet und andererseits einige Leute, nämlich die mit kommunikativen Stärken, durchaus bevorteilt?
Grundsätzlich könnte ich diese Annahme nicht widerlegen, mich würde interessieren, wo du hier ein Verbesserungspotential siehst.
Ansonsten kommen mir solche Umstände aus der Schulzeit und dem vorherigen Studium in der ein oder anderen Form schon bekannt vor...
lg
Nico
milko
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Sebastian,
deine Annahmen sind richtig. Unterschätze die mündlichen Prüfungen nicht. Man kann auch ich 20-30 Minuten derart ins Detail gehen, um feststellen zu können, ob jemand ein Thema erschlossen hat oder nicht. Imho ist der Prüfungsmodus in jedem Fall gerechtfertigt. Du wirst es selbst bei den Prüfungen sehen.
Ich sehe eine mündliche Prüfung eher der Praxis entsprechend: In einem Unternehmen hat man keine 120 Minuten Zeit, etwas schriftlich darzulegen. Dort wird man 10 Minuten zu einem Thema referieren, für dass eine Entscheidung zu treffen ist. Keine wird sich 4 Seiten Text durchlesen.
Zerbrich Dir aber nicht den Kopf darüber, ob Prüfungen gerechtfertigt sind oder nicht. Du studierst ja nicht nur, um Prüfungen abzulegen. Du möchtest ja auch Dein Wissen erweitern. Die Prüfungsprotokolle helfen ganz gut beim Lernen
seha
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View profileNico,
das hast du sehr gut ausgedrückt: "ein der Wichtigkeit nicht angemessenes Verfahren", genau so habe ich das gemeint.
@milko: Vielen Dank für Deine Antwort!
Ich dachte eben, dass man da durchaus auch Pech haben kann, wenn die Prüfung nur 20 Minuten dauert. Bei 120 Minuten schriftlich hätte man mehr Zeit zum überlegen. Aber wenn es trotzdem korrekt abläuft, d.h. wenn jeder in etwa die Note bekommt, die er aufgrund seines Leistungsstandes verdient, ist alles ok.
milko
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Sebastian,
Da Du sicherlich ein Studium hinter Dich gebracht hast, kennst Du sicherlich auch schriftliche Prüfungen, in denen man kaum Zeit zum überlegen hat. Der Stoff muss bei jeder Prüfung sitzen - egal wie lange es dauert, oder welche Form sie hat.
Beide Formen haben ihre Vor- und Nachteile. Bei einem Kolloquium kann der Prüfer den Prüfling ggf. unterstützen und dem Prüfling die Chance geben, einen zuvor gemachten Fehler auszubessern. In der schriftlichen Prüfung zählt das, was auf dem Papier steht. Wie ich bereits schrieb - lies Dir die Prüfungsprotokolle durch, dann kannst Du einen ersten Eindruck von der Stofftiefe und von der Prüfungssituation gewinnen.
Und ja - ich würde behaupten, dass man eine Note entsprechend des Leistungsstandes bekommt.
Viele Grüße
milko
seha
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View profilemilko,
danke für deine Informationen. Das hört sich gut an.
Viele Grüße
yahya
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View profileHat jemand hier Erfahrung mit Teilmodulen?
Zum Beispiel das Modul: Vertiefung Software Engineering und Programmiersprachen besteht aus den folgenden Teilmodulen:
1) Teilmodul Software-Architektur Kurs 01798
2) Teilmodul Fortgeschrittene Konzepte funktionaler Programmierung Kurs 01852
Wie ich gelesen habe, gibt's für die beiden Teilmodule nur eine gemeinsame Prüfung am Ende.
Wenn ich ein Teilmodul anerkannt bekommen würde, dann gehe ich davon aus, dass ich nur für das andere Teilmodul geprüft werde und nicht für beide oder wie ist das ???
Gruß
Yahya
Jochen104
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View profileYahya,
nach meinem Wissen erkennt die Fernuni nur ganze Module an, nicht aber einzelne Kurse (Teilmodule).
Wenn du einen Leistungsnachweis benötigst (Klausur schreibst), kannst du diese auch für einen einzelnen Kurs schreiben.
Die mündlichen Prüfungen umfassen meines Wissens immer ein ganzes Modul.
seha
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View profileich habe nochmal eine andere Frage:
wie hoch ist denn beim MCompSc (oder MSc Informatik - egal) so die Abbrecherquote? Damit meine ich, wie viele von denen, die anfangen, den MCompSc nicht beenden?
Oder vielleicht kann jemand mal die Noten von einzelnen Klausuren / mündlichen Prüfungen posten, damit man sieht, wie viele jeweils unterpunkten.
Danke und Gruß
kastro
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View profileSebastian,
in der Regel gibt es keine Notenspiegel von den Klausuren.
Auch das mit der Abbrecherquote ist bei dieser Art des Studiums nicht eindeutig. Wenn man die formalen Voraussetzungen hat, ist es einfach billiger, sich einzuschreiben an Stelle eines Akademiestudiums. Dann kann man die Fächer, die einen interessieren, bearbeiten und ggf. einen Übungsschein/Leistungsnachweis erwerben. Und wenns Spaß macht, immer noch richtig loslegen.
Selbst das StudSek könnte keine vernünftige Statistik erstellen, da man sich ja nicht exmatrikulieren und dazu noch einen Grund angeben muss.
VG Karin