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Fernstudium als Österreicherin sinnvoll?

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Einen lieben Gruß an alle!

Ich habe mich heute registriert, da ich überlege, ab dem nächsten Semester Kulturwissenschaften (Schwerpunkt Literatur oder Philosphie) zu studieren. Allerdings bin ich mir nicht sicher, wie sinnvoll es in meiner Situation wäre, dieses Studium in Angriff zu nehmen.

Vor allem die Präsenzseminare machen mir Sorgen - ich lebe in Österreich und es scheint in Wien und Linz kaum Angebote zu geben. Auch frage ich mich, ob ich dem Pensum gewachsen bin, da die Zeit des intensiven Lernens bei mir doch schon einige Jahre her ist (ich sehe meinem 37. Geburtstag entgegen). Weiters macht mir das Praktikum Sorgen.

Vielleicht sind ja einige Österreicher unter Euch, die mir Ihre Erfahrungen mit Präsenzseminaren schildern können.
War es einfach für Euch, eine Institution für das Praktikum zu finden?

Liebe Grüße,
Sarah,
die laut Altersschwerpunkt (29 bis 35) hier offenbar schon zu den Oldies zählt

Comments

Sarah,

erstmal herzlich willkommen hier im Studienservice. Mach' Dir mal keine Sorgen. Du brauchst insgesamt nur drei Präsenzseminare, Du hast dafür selbst als Vollzeitstudierende drei Jahre Zeit (und mehr, wenn nötig). Das ist machbar! Und es gibt immer mal wieder Seminare in Österreich oder im grenznahen Gebiet.

Altersmäßig bist Du in bester Gesellschaft, ich selbst habe hier angefangen, als ich älter war als Du jetzt. Und ich habe just vor einigen Wochen den BA-Titel erlangt.

Mit Philo als Schwerpunkt gibt es hinsichtlich des Praktikums auch eine Sonderregelung - schau mal bei den Philosophen ins Unterforum, da steht sicher mehr darüber.

Also - ran an den Feind, das passt schon irgendwie.

LG
Sandra

Ich kann mich da nur anschließen - ich bin Österreicherin, habe mit 45 (!) Jahren begonnen Teilzeit neben Beruf, Familie (groß! :))und Hobbies (...zeitintensiv...) zu studieren. Erst jetzt im Februar habe ich ein Präsenzseminar in Wien besucht und um das Praktikum mach ich mir einstweilen keine Gedanken - da findet sich sicher etwas.
Du siehst, Du bist in zahlreicher Gesellschaft - alles nur eine Frage der Organisation. Und wenn es nicht allzu dringend ist mit dem Studienabschluss... dann hat man doch auch zeitlichen Spielraum, wenn es mit der Organisation mal nicht so klappt.
liebe Grüße

auch von mir.
Auch ich habe mir vor Beginn die selben Fragen gestellt. Ich bin auch aus Österreich und sogar älter als du.
Ich habe meine Matura nun auch schon 20 Jahre hinter mir und bin der ersten Klausur sehr skeptisch gegenüber gestanden. Doch du wirst sehen, an das Lernen gewöhnt man sich schnell wieder, und falls es doch länger dauert, dann verschiebst du einfach auf das nächste Semester, ist alles ziemlich unkompliziert (das Studium soll ja Freude und keinen Streß machen).
Ich weiß nicht ob und als was du arbeitest, aber vielleicht kann deine Arbeit für ein Modul angerechnet werden. Frag einfach mal per Mail an, so habe ich es auch gemacht.
Bezüglich der Präsenzseminare hatte ich auch Sorgen, doch es gibt immer wieder Seminare in Österreich und sogar online-Seminare, die angerechnet werden. Das sollte sich auf jeden Fall ausgehen.
Falls du noch näheres wissen willst, kannst du mir auch gerne eine PN schicken.

Ich bin auch Österreicherin, mit 36 auch nicht mehr die "Allerjüngste" (gg) und habe bis jetzt nur gute Erfahrungen mit dem Fernstudium an der FU Hagen gemacht. Ich arbeite Vollzeit und ein Fernstudium ist für mich die einzige Möglichkeit, auch neben dem Job zu studieren. Ich studiere übrigens auch KUWI mit FSP Geschichte und Nebenfach Literatur.

Die Präsenzseminare sind zwar in Österreich rar gesät, aber man kann sich das ganz gut einteilen. Ich sehe mir z.B. immer die geplanten Veranstaltungen im Vorfeld durch und versuche meine Modulbelegungen für die kommenden Semester nach Möglichkeit danach auszurichten. PV's sind schon eine tolle Sache und v.a. eine sinnvolle und lehrreiche Ergänzung zu den Studienbriefen. Hin und wieder fliege ich auch mal für eine PV in Verbindung mit einem Wochenend-Städtetrip nach Deutschland - so lässt sich das Angenehme mit dem Nützlichen wunderbar verbinden... und man lernt auch noch sein Nachbarland und viele nette StudienkollegInnen kennen. ;) Ich habe mein Plansoll an PV's schon erfüllt (davon 2 in D und 1 in Ö.) und will es aus den genannten Gründen bei "nur" drei gar nicht belassen. ;)

Bezüglich Praktikum fragst du am besten mal bei der jeweiligen Modulbetreuung nach. Hier kommt dir die FU Hagen auch sehr entgegen bezüglich Anrechnung etc.

Bei weiteren Fragen kannst du mich auch gerne per PN kontaktieren. Aber eines nur vorweg: "Sinnvoll" ist ein Studium mMn allemal. Und sei es "nur", um seinen Horizont und sein Wissen zu erweitern. ;)

Hier findest du übrigens auch Kontakte zu anderen ÖsterreicherInnen, die an der FUH studieren: [url]https://www.studienservice.de/fernuni-hagen/forum/299/[/url]

Danke für die herzliche Begrüßung! Und Glückwunsch zum kürzlich erlangten BA-Titel, Sandra!

MollyleiN, danke für den Link. Ich habe im Forum bereits ein wenig gestöbert und mitbekommen, dass eine - offenbar positive -Veränderung des Moduls bevorsteht. Löcher in den Bauch fragen? Ich komme gern auf dieses Angebot zurück. ;)
Muss man eigentlich den Schwerpunkt bereits bei Studienbeginn angeben?

Trickytrillian, ich glaube, ich bin im Moment einfach verwirrt von den vielen Informationen. Habe mir die Homepages der Fakultäten angesehen, in diesem Forum gestöbert und ich mache mir doch Gedanken, wie das alles so werden soll. Aber, ich denke, man muss wahrscheinlich ohnehin mal ins kalte Wasser springen.

Pezi, ich arbeite als Bürokraft, habe also absolut nichts mit Kulturwissenschaften zu tun. Da ich aber nebenbei schreibe, wollte ich schon immer etwas in dieser Richtung (Literatur, Medien, Philosophie, Kultur) studieren. An einer Präsenzuniversität wäre es nicht möglich, also bin ich auf Hagen gestoßen.
Das mit den Online-Seminaren hört sich übrigens interessant an, vor allem, wenn sie auch als Präsenzseminar gelten.

LG Sarah

Myrmid,

Du hast natürlich recht, ganz abgesehen vom Alter oder den Berufschancen kann ein Studium niemals "sinnlos" sein. Dieser Gedanke beherrscht meine Überlegungen ohnehin. Es stellt sich vielleicht die grundsätzliche Frage, was ich mit dem Abschluss Kulturwissenschaften dann wirklich anfangen kann und ob der Aufwand lohnt. Man könnte ja auch als außerordentlicher Hörer (hier, glaube ich, Akademiestudien genannt) rein aus Interesse studieren, ohne Prüfungen abzulegen.
Und dann: Wenn ich etwas beginne, will ich es auch richtig machen. ;) Darum wäre ich natürlich auch froh, über mehr Seminare in meiner Nähe. Müssen sie eigentlich zu den Modulen passen, die man gerade studiert, oder kann man auch welche belegen, die man bereits studiert hat bzw. erst später in Angriff nimmt?

LG Sarah

Sarah1975 wrote:

Müssen sie eigentlich zu den Modulen passen, die man gerade studiert, oder kann man auch welche belegen, die man bereits studiert hat bzw. erst später in Angriff nimmt?


Wie MollyleiN schon ausgeführt hat, ist es nicht zwingend notwendig, aber durchaus sinnvoll. ;) Bei manchen Seminaren mit beschränkter Teilnehmerzahl und großem Andrang kann es sein, dass man nicht drankommt bzw. nur einen Platz auf der Warteliste zugewiesen bekommt, wenn man das Modul aktuell nicht belegt hat. Bei den meisten Seminaren steht auch dezidiert dabei, für welche Module sie gedacht sind und ob Interessenten aus anderen Modulen zugelassen sind.

Da ich nicht sicher bin, ob ich Literatur oder Philosophie als Schwerpunkt wählen soll, erleichtert es mir die Sache, dass man sich nicht sofort festlegen muss. Nach den Eingangsmodulen sollte eine Entscheidung einfacher werden.

Somit halte ich fest, Myrmid und MollyleiN: Seminare wenn möglich zum im Moment bearbeiteten Modul, wenn nicht möglich, sind auch andere denkbar
Toll, damit wären meine wesentlichen Fragen schon beantwortet.

Eine hätte ich allerdings noch, die hier im Forum kontrovers diskutiert wird: Soll man sich einem Studienzentrum zuordnen?
Bei mir wären die nächsten Wien oder Linz. Bieten sie aber keine Präsenzveranstaltungen an, und offenbar ist dies selten der Fall, zahle ich den Beitrag von 85 Euro pro Semster umsonst, weil ich dann zB ohnehin nach Deutschland reisen muss oder eben ein Semester lang an keiner Veranstaltung teilnehme, weil ich auch keine Klausur oder Prüfung ablege, sondern eine Hausarbeit verfasse.
Bin ich keinem Studienzentrum zugeordnet und melde ich mich für eine Klausur an, ist der Ort dann frei wählbar? Muss man das Studienzentrum über die Teilnahme an der Klausur informieren oder ist die Sache mit der Prüfungsanmeldung erledigt?
(Ich hoffe, meine Fragen klingen nicht allzu dumm. ;))

LG Sarah

Ich habe mich dem Studienzentrum zuordnen lassen und habe schon einige Seminare dort mitgemacht, vor allem die Einstiegsseminare. Dadurch hat es sich schon mal gelohnt. Außerdem schreibe ich im Studienzentrum meine Klausuren und möchte auch meine mündlichen Prüfungen dort per Video ablegen.
Soweit ich bisher mitbekommen habe, kannst du dich - wenn du das Studienzentrum nicht mehr benötigst - auch ohne Probleme abmelden.

Ja, das mit dem Studienzentrum ist so eine Sache. Ich bin Wien zugeordnet, habe aber rein gar nix davon, außer dass ich dort hin und wieder mal eine Klausur schreibe. Die angebotenen Veranstaltungen zählen - wie du richtig erkannt hast - nicht als PV's und sind auch nur dann interessant, wenn man halbwegs zumutbare Anfahrtswege hat (was für mich leider nicht zutrifft). Die "richtigen" PV's werden direkt über die FU Hagen angeboten und sind ohnehin kostenlos.

Du kannst dich z.B. auch gar keinem oder einem Studienzentrum in D zuordnen (z.B. München) - das kostet nichts extra. Solltest du dann trotzdem fallweise z.B. in Wien oder Linz Klausur schreiben wollen, musst du dann - soweit ich informiert bin - dafür eine Klausurgebühr entrichten. Kommt aber sicher insgesamt billiger, weil man ja nicht jedes Semester Klausur schreibt. Du kannst dich ja auch mal zu Beginn für Wien oder Linz einschreiben (die ersten Module musst du ja zwingend mit Klausuren abschließen) und dann eine Änderung der Zuordnung zu einem anderen oder gar keinem Studienzentrum beantragen - das geht aber nur schriftlich und nicht gemeinsam mit der Rückmeldung/Kursbelegung. Ansonsten bleibt das einmal gewählte Studienzentrum aufrecht.

Mit der Prüfungsanmeldung gibst du übrigens auch an, an welchem Klausurort du schreiben wirst (das muss sich nicht zwingend mit deinem Studienzentrum decken!). Das war's dann auch schon - deine Prüfungsunterlagen liegen dann zum Klausurtermin dort für dich bereit.

Jaja, bei uns "Ösis" ist so manches anders.

MollyleiN wrote:

mein Sohn hat schon gefragt, ob du deutsch redest :p

pffffff..... Na ich werd mich bemühen. :rolleyes::p

Ich denke, dass ich mich nach den Einstiegsklausuren eher auf Hausarbeiten verlegen werde und dann ohnehin nur mehr die beiden mündlichen Prüfungen im Studienzentrum via Videokonferenz anstehen. Heute Nachmittag habe ich mit einer Dame vom Studienzentrum Wien gesprochen, die sehr freundlich war und der ich auch meine Bedenken geschildert habe. Natürlich war sie "von Amts wegen" für eine Zuordnung, allerdings schien ihr auch meine Argumentation einleuchtend, ohne Zuordnung eine Menge Geld zu sparen.

MollyleiN, sag Deinem Sohn, wir Österreicher sprechen eine Art von Deutsch. Bei uns wachsen Paradeiser statt Tomaten, kapieren wir etwas schnell, sind wir Blitzkneißer statt Schnellmerker - und das Mosern (Nörgeln) haben angeblich die Wiener erfunden.;)

LG Sarah

Hast du gefragt wegen der Videoprüfung?
Sie ist an bestimmte Regeln gebunden...

und genau die finde ich ncht. Es ist/war so, das Videoprüfungen nicht im angrenzenden Ausland gemacht werden. Dazu gehört m.W. auch Ösiland....

[url]https://www.fernuni-hagen.de/KSW/download/ordnungen/aktuell/po_ba.pdf[/url]
§ 11
Mündliche Prüfungen
(1) Mündliche Prüfungen werden als Einzel- oder Gruppenprüfungen durchgeführt. Vor der Festset-zung der Note der mündlichen Prüfung hat die Prüferin oder der Prüfer die zweite Prüferin oder den zweiten Prüfer bzw. die Beisitzerin oder den Beisitzer zu hören. Mündliche Prüfungen sind nicht öffent-lich.
(2) Mündliche Prüfungen werden von einer Prüferin oder einem Prüfer in Gegenwart einer anderen Prüferin oder eines anderen Prüfers oder in Gegenwart einer sachkundigen Beisitzerin oder eines sachkundigen Beisitzers gem. § 6 Abs. 1 dieser Ordnung abgenommen.
(3) Eine mündliche Prüfung dauert 30 bis maximal 45 Minuten je Kandidatin oder Kandidat.
(4) Die wesentlichen Gegenstände und Ergebnisse einer mündlichen Prüfung sind in einem Protokoll festzuhalten. Das Ergebnis der Prüfung wird der Kandidatin oder dem Kandidaten im Anschluss an die mündliche Prüfung bekanntgegeben.
(5) Mündliche Prüfungen können auf Antrag auf elektronischem Weg über eine stehende Ton- und Bildleitung abgewickelt werden. Dabei muss eine von der zuständigen Verwaltungseinheit der Fakultät (Prüfungsamt) beauftragte Person am Ort des Kandidaten anwesend sein und die Ordnungsmäßigkeit der Prüfung gem. § 14 dieser Prüfungsordnung sicherstellen. Die Bestimmungen der Sätze 1 und 2 begründen keinen Rechtsanspruch auf diese Prüfungsform.
(6) Studierende, die ihren Wohnsitz in Übersee haben, können einen Antrag an den Prüfungsaus-schuss stellen, eine mündliche Prüfung durch eine Klausur an deutschen Einrichtungen im Ausland unter Aufsicht zu ersetzen.

und

[url]https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bakwmfs/studienorganisation/pruefungen.shtml[/url]

balina,

vielleicht hilft Dir dieser Link vom Studienzentrum Wien weiter:

[url]https://www.jku.at/content/e262/e247/e21931/e21930/e21922/[/url]

Hier wird das Thema Videoprüfung ausführlich behandelt und diese scheint in Österreich kein Problem zu sein, außer der Prüfer spricht sich dagegen aus. Die Dame, mit der ich gesprochen habe, meinte auch, der Videosaal sei gerade erst technisch neu eingerichtet worden.

LG Sarah

ist ja interessant! (und scheinbar neu)

@Sarah1975: Also ich hatte vor einiger Zeit bei einer PV direkt von den Hagener Prof.'s auch die Auskunft erhalten, dass Videoprüfungen in Wien grundsätzlich möglich wären, soferne der zuständige Prüfer zustimmt. Und man sollte sich dann auch möglichst frühzeitig mit dem Studienzentrum in Verbindung setzen wegen der organisatorischen Dinge.
Allerdings wurde uns von einer Videoprüfung generell eher abgeraten, da diese Form der mündlichen Prüfung auch gewisse Nachteile mit sich bringt. In einem persönlichen Gespräch kann der Prüfer besser auf dich eingehen etc.
Ich selbst habe noch keine mündliche hinter mich gebracht, die erste steht aber demnächst an. Ich werde diese aber wohl in Hagen ablegen.

Myrmid, ich bin mir auch nicht ganz sicher, ob die Videoprüfung der richtige Weg ist. Es hängt sicher sehr vom Prüfenden ab. Steht er dieser Sache auch nur ein wenig abgeneigt gegenüber, stimmt aber trotzdem zu, sehe ich auch Nachteile - einfach aufgrund des Mediums.
Aber es müsste doch eigentlich Studenten hier geben, die bereits eine Videoprüfung abgelegt haben und von ihren Erfahrungen berichten könnten, oder irre ich da?

Sarah1975 wrote:

Aber es müsste doch eigentlich Studenten hier geben, die bereits eine Videoprüfung abgelegt haben und von ihren Erfahrungen berichten könnten, oder irre ich da?


Die gibt es bestimmt. Fragt sich nur, ob sich die auch im Forum tummeln und gerade diesen Beitrag lesen... :confused