ich studiere gerade WiWi an der Fernuni Hagen.
Im Anschluss möchte ich gerne den Bachelor in Mathe machen.
Da ich in meinem aktuellen Studium wahrscheinlich ein Semester "vertrödeln" muss aufgrund der begrenzetn Anzahl an Seminarplätzen würde ich gerne zum SS 2012 parallel schon mit Mathe anfangen.
Kann ich Kurse aus dem Mathestudium belegen und Prüfungen schreiben, obwohl ich nur in den Bachelorstudiengang WiWi eingeschrieben bin oder muss ich mich auch zusätzlich in den Mathestudiengang einschreiben?
Auf der Homepage der Fakultät Mathe sind leider nur wenige Informationen zum Ablauf des Studiums erhältlich. Habe noch einige offene Fragen:
Gibt es Mentorenveranstaltungen zu den einzelen Kursen/Modulen? An welchen Studienzentren?
Wo werden Prüfungsklausuren geschrieben?
Wo finde ich Hinweise zu den im Rahmen der Leistungsnachweise zu erbringenden Leistungen?
Es wäre toll, wenn mir jemand weiterhelfen könnte.
Viele Grüße
Maria
Comments
chris*
Contributions on this page: 3
View profileDu kannst auf jeden Fall die Leistungsnachweis-Klausur zu "Mathematische Grundlagen" schreiben. Bei den Prüfungsklausuren gibt es eine Sonderregel, die eigentlich für Akademiestudenten gedacht ist: Du kannst die Klausur als Akademiestudent unter Prüfungsbedingungen mitschreiben und später nach Einschreibung als Prüfungsleistung anerkennen lassen. Das sollte eigentlich auch für Studenten anderer Studiengänge gelten, im Zweifel nachfragen. Du wirst allerdings höchstwahrscheinlich sowieso nur die "Mathematischen Grundlagen" schreiben im ersten Semester.
Vereinzelt. Das Angebot (und wohl auch die Nachfrage) ist da nicht so doll.
In anderen Universitäten, an denen die Fernuni Hörsäle anmietet. Eigentlich immer dieselben Orte, Berlin, Hamburg, Bochum, München und noch ein paar.
Im Infoschreiben zu den Kursen.
krid
Contributions on this page: 3
View profileWenn Du als Wiwi-Studentin eingeschrieben bist, kannst Du problemlos auch Klausuren aus dem Mathe-Bereich schreiben. Das habe ich damals auch gemacht.
Du kannst Dich auch schon zusätzlich in Mathe immatrikulieren, als Zweitstudium. Dann musst Du bei Deiner Rückmeldung das neue Studienfach angeben (Änderung Hörerstatus). Das geht mit dem Formular hier: [url]https://fernuni-hagen.de/studium/einschreibung_rueckmeldung/rueckmeldung/index.shtml[/url]
Mentorielle Betreuung gibt es fast nur für die Grundlagenkurse. Und wie Chris schon schrieb, ist die Nachfrage eher bescheiden.
Das mit den Prüfungen ist in Mathe deutlich komplizierter als in Wiwi. Da muss man sich leider ziemlich reinfuchsen. Man findet alles hier, allerdings nicht immer an einem Ort... ;) [url]https://fernuni-hagen.de/mathinf/studium/studiengaenge/bachelor/mathematik/index.shtml[/url]
20Maria08
Contributions on this page: 4
View profileVielen Dank für die schnellen und hilfreichen Antworten! :)
Das mit dem Praktikum ist mir allerdings noch nicht ganz klar geworden. Muss ich da ein mehrwöchiges bzw. -monatiges Praktikum in einem Unternehmen absolvieren oder ist das auch "nur" eine Veranstaltung die an ggf. mehreren Wochenenden in Hagen stattfindet ?
Ich kann wöchentlich etwa 20 Stunden an Zeit zum Lernen aufbringen (ich lerne bisher immer kontinuierlich von Beginn des Semesters an - gerade bei Mathe ist regelmäßiges Lernen meist ja auch der Schlüssel zum Erfolg).
Ich glaube, dass ich durchschnittlich gut mit den Lenrinhalten klarkommen werde. Ist es realistisch, mit diesem Lernaufwand 20 ECTS (= 12 SWS) oder gar 30 ECTS (= 18 SWS)je Semester zu bewältigen (ich weiß, dass die Uni von ca. 40 Stunden/Woche im Vollzeitstudium ausgeht - hat das bei euch hingehauen?)?
chris*
Contributions on this page: 3
View profileDu bekommst eine praktische Aufgabe (beim Numerikpraktikum eine numerische Programmieraufgabe, beim Statistikpraktikum weiß ich nicht, andere gibt es m.W. nicht), die du löst. Dann gibt es einen Präsenztermin, wo du die Lösung vorstellst. Im Grunde wie ein Seminar.
Falls das "Praktikum unter Benutzung mathematischer Softwarepakete" meinst, das ist ohne Präsenzphase und insgesamt auch weniger aufwendig als das spätere richtige Praktikum.
20 Stunden sind ziemlich gut, aber wie gut du damit wirklich klarkommst, weißt du erst, wenn es versucht hast :) Wieviel Stoff du schaffst hängt sehr davon ab, wie gut du die Zeit nutzt, wie ehrgeizig du bist, und auch wie leicht es dir fällt. Man hat bei dem Zweiwochenrhythmus, der bei den Mathekursen üblich ist, auch ein ganz gutes Maß dafür, wie man vorankommt. Pro Kurseinheit mit Einsendeaufgaben 14 Tage. Wenn man nach der Hälfte schon fertig ist, hat man sich zu wenig vorgenommen. Wenn man danach noch die Hälfte der KE über hat ...
krid
Contributions on this page: 3
View profileDas mit den Einsendearbeiten ist anders als in Wiwi. Man bekommt zu jeder KE eine, also i.d.R. 7 Stück, der Termin ist im 2-Wochen-Rhythmus. Ich finde das ziemlich anstrengend :feiff: andererseits hält es einen regelmäßig dabei. Man darf sich aber nicht frusten lassen, wenn man mal eine EA nicht schafft. Das ist kein Beinbruch, die EAen sind nicht Voraussetzung für die Klausurteilnahme (in Mathematik – in Informatik ist das teilweise schon wieder anders). Sie sind aber eine notwendige Übung, um den Stoff wirklich zu erarbeiten.
20Maria08
Contributions on this page: 4
View profileSo langsam kommt Licht ins Dunkel :)
Vielen Dank an chris* und krid !!
Ich habe mir eben das Buch "Mathematik für Einsteiger" von Fritsche bestellt. Werde mich damit im kommenden Wintersemester schonmal auseinandersetzen. Im SS 2012 werde ich wahrscheinlich erstmal nur den Kurs 01141 (Mathematische Grundlagen) belegen und die Mentorenveranstaltungen in München besuchen.
Zu diesem Kurs werden dort genau 7 Veranstaltungen im 14-tägigen Rhythmus angeboten (und eine Veranstaltung zur Klausurvorbereitung).
Gehe ich richtig in der Annahme, dass sich jede Veranstaltung auf ein Kapitel des Kurses bezieht?
Am Anfang ist ja wahrscheinlich gerade das Umdenken vom Schulmathe zum Unimathe das Schwierigste, da der Umgang mit Mathematik im Studium ja ein ganz anderer als in der Schule ist. Deshalb ist es wahrscheinlich besser, sich am Anfang etwas mehr Zeit zu lassen und eine solide Grundlage für die weiteren Inhalte zu schaffen.
Was habt ihr hier für Erfahrungen gemacht?
krid
Contributions on this page: 3
View profileDavon würde ich ausgehen... ;)
Ja, Mathematik für Mathematiker ist anders als Mathe in der Schule und auch als der Mathekurs der Wiwis. Hier fängt man bei Adam und Eva an, beweist jede neue Erkenntnis und folgert daraus durch weitere Beweise weitere Erkenntnisse. Das Gemeine dabei ist: am Anfang denkt man: das ist so schwierig, das werde ich nie verstehen. Und wenn man es sich später nochmal anschaut, denkt man: Das war doch ganz einfach, wieso habe ich das nicht gleich verstanden...
chris*
Contributions on this page: 3
View profileEs wird später nicht einfacher. Die Sachen, die man am Anfang macht, sind ziemlich spannend, weil man das schon bekannte nochmal aus einem anderen Blickwinkel kennen lernt und auf ein sauberes Fundament stellt. Das hat den Vorteil, dass man bei Null anfängt und bei jedem Beweis absolut kritisch sein kann: Ein nicht ausgeführter Schluss fehlt halt einfach. Später kann es dann sein, dass da z.B. steht, das und das folge aus dem Satz von Soundso, aber es ist erstmal überhaupt nicht offensichtlich, warum das so sein sollte. Das kann man zeitsparend einfach glauben, man kann wenigstens den Satz nachschlagen, oder man kann den Schritt selbst versuchen auszuformulieren. Man kann da unbeschränkt Zeit reinstecken, wenn man will.
20Maria08
Contributions on this page: 4
View profileIch glaube ich muss es einfach mal ausprobieren.
Gestern ist "der Fritsche" angekommen, da kann ich jetzt ja schon mal loslegen... :)
Wenn mich das nicht abschreckt, dann hat die Mathe-Fakultät bald einen Studenten mehr.