Ich muss DIE BRÜCKE von Kafka (hier der Text: [URL]https://www.textlog.de/32055.html[/URL]) nach der erzähltextanalyse von Genette analysieren. Obwohl ich mich mit Genette normalerweise eigentlich nicht so schwer tue, finde ich es in diesem Fall ganz schön tricky.
Fragen:
1) Kann man sagen, dass es sich bei dieser Geschichte um eine Analepse handelt? Die Brücke "stirbt" ja am Ende und erzählt ihre Geschichte quasi aus dem Jenseits und das - abgesehen von 2-3 zeitlichen Brüchen - im Präteritum, also quasi als Rückblick. In diesem Fall wird der Erzählzeitpunkt, von dem aus erzählt wird, halt nicht erwähnt bzw. mit kommentierenden Einschüben im Präsens ("Brücke dreht sich um") nur angedeutet.
Ist das plausibel?
2) Dauer: Bei "Einmal gegen Abend war es - war es der erste, war es der tausendste, ich weiß nicht - meine Gedanken..." handelt es sich um eine unbestimmte explizite Ellipse. Richtig?
3) Die Narrative Instanz ist extradiegetisch und die Person homodiegetisch-autodiegetisch. Paßt das so?
4) Es handelt sich um narrativierte Rede, die einmal ("Wer war es? Ein Kind? Ein Traum? Ein Wegelagerer?....[...]") in die erlebte Rede wechselt. Oder?
5) Die Geschichte wechselt zwischen fester interner Fokalisierung (die Stellen, die strikt aus der Sicht der Brücke erzählt werden), Nullfokalisierung (die Infos, die darüberhinaus gegeben werden) und externer Fokalisierung ("Die Brücke dreht sich"). Kann man das so sagen?
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Comments
vittoriacolonna
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View profileund erstmal herzlich willkommen hier im Studienservice - Du kannst Dich gerne auch im Vorstellungsthread "zeigen", damit Dich alle hier kennen lernen (nicht jeder schaut ins Literaten-Unterforum, aber den Vorstellungsthread haben die meisten im Auge ;))
In welchem Zusammenhang analysierst Du denn den Kafka-Text? Und wie weit bist Du in welchem Studiengang? Wäre schön, das zu wissen!
LG
Sandra