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Georg Simmel

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So ich fang jetzt einfach schonmal an, hier was zu eröffnen. Vielleicht findet sich ja der ein oder andere, der sich unterhalten möchte ;) Ich habe gestern das Material zu Georg Simmel zu Ende gelesen. Ich habe es bisher wirklich nur gelesen (und makiert) die "Quellen" und "Aufgaben" habe ich noch nicht gelesen/ bearbeitet.

@ Leute, die das Modul bereits belegt hatten: Wie ist das denn bei den Quellen, werden die bei Moodle reingestellt oder sollen wir die selbst besorgen?

@ Aufgaben: Macht ihr die alle?

Comments

[URL="https://socio.ch/sim/"]Georg Simmel Homepage[/URL]

Quellen werden eingestellt..., Aufgaben?! habe ich mir nicht angeschaut (hatte das Modul belegt und mache es jetzt aber erst dieses Semester)

Ah danke für den Link, da werde ich mich mal die Tage durchklicken :) Und gut zu wissen, dass die Quellen online gestellt werden.

Ja im Text werden immer mal wieder Aufgaben gestellt (sind auch makiert an der Seite)... :D

Ich muss zugeben, dass mir Simmel zum Teil etwas arg "esoterisch" ist (gerade wenn es gen Lebens-Philosophie geht)... Esoterisch ist natürlich nicht das wirklich richtige Wort, aber es trifft mein spontanes Empfinden ganz gut

5. April 1905: "Philosophie der Mode" von Georg Simmel erscheintGeorg Simmel war einer der ganz Großen der sich gerade etablierenden modernen Soziologie. Aber er hatte es schwer: da er aus einer jüdischen Kaufmannsfamilie stammte, warfen ihm die Antisemiten Steine in den Weg wo immer sie konnten. Sie verhinderten lange, dass er einen ordentlichen Lehrstuhl bekam. Doch als er schließlich eine unbezahlte Professur an die Berliner Universität erhielt, wurden seine Vorlesungen zum Ereignis. Es lag auch an den Themen: umfassend, fachübergreifend, kenntnisreich, modern. Ein schönes Beispiel: Seine "Philosophie der Mode", die am 5. April 1905 erschien. Autorin: Jutta Duhm-Heitzmann © WDR 2010 [URL="https://medien.wdr.de/m/1270043618/radio/zeitzeichen/WDR5_Zeitzeichen_20100405_0920.mp3"][Zur Audiodatei][/URL]

So, der Simmelkurs ist fertig! War echt nett. Ich mag Simmel.

Super, balina. Ich werde mich jetzt wieder um den Herrn Bourdieu und sein Elend der Welt kümmern.

_Juli_ wrote:

...Herrn Bourdieu und sein Elend der Welt kümmern.

da kenne ich nur die feinen Unterschiede..., aber Elend? Dein Elened oder seins?

Sein Elend

Dann sag mal WAS du genau liest?

Es geht um Bourdieus "das Elend der Welt".

ist eine soziologische Gegenwartsdiagnose, in der es vor allem um das "Leiden" geht.

Halfjill wrote:

Ich muss zugeben, dass mir Simmel zum Teil etwas arg "esoterisch" ist (gerade wenn es gen Lebens-Philosophie geht)... Esoterisch ist natürlich nicht das wirklich richtige Wort, aber es trifft mein spontanes Empfinden ganz gut :D

Simmel hat das "Problem", dass er von den Soziologen zu den Philosophen gezählt wird und umgekehrt von den Philosophen zu den Soziologen. Eindeutig erkennbar ist sein philosophischer Einschlag, weil er nicht so radikal faktenorientiert schreibt, sondern auch viel "Emotionales" einfließen lässt.

Ich mag Simmel, weil er für mich der "Literat" unter den Soziologen ist. Sein "blumiger" Schreibstil hebt sich für mich angenehm von dem trockenen Analysestil seiner Mitstreiter ab.

[URL]https://wissen.spiegel.de/wissen/image/show.html?did=15986030&aref=image021/E0011/SCSP200001202080212.pdf&thumb=false[/URL]

[url]https://www.helmut-zenz.de/hzsimmel.html[/url]

Gesellschaft mit begrenzter Haftung

_Juli_ wrote:

Es geht um Bourdieus "das Elend der Welt".

ist eine soziologische Gegenwartsdiagnose, in der es vor allem um das "Leiden" geht.

Ach übrigens, die deutsche Variante von Bourdieus "das Elend der Welt", welches ja recht frankreichlastig ist, heisst "Gesellschaft mit begrenzter Haftung" (Forschungszeitraum 2002-2004; Hg. Frank Schultheis, der mit Bourdieu sehr gut bekannt war und mit diesem auch zusammengarbeitet hatte):

[media=asin]3896695371[/media]

vittoriacolonna wrote:

Simmel hat das "Problem", dass er von den Soziologen zu den Philosophen gezählt wird und umgekehrt von den Philosophen zu den Soziologen. Eindeutig erkennbar ist sein philosophischer Einschlag, weil er nicht so radikal faktenorientiert schreibt, sondern auch viel "Emotionales" einfließen lässt.

Ich mag Simmel, weil er für mich der "Literat" unter den Soziologen ist. Sein "blumiger" Schreibstil hebt sich für mich angenehm von dem trockenen Analysestil seiner Mitstreiter ab.

Wenn auch drei Woche später (aber jetzt bin ich endlich zurück), danke für deine Antwort. Ja, sein ambivalenter Standpunkt ist mir bewusst. Und man sieht ja, auch in der Soziologie ist es, wie sonst überall: Alles Geschmackssache :D Aber vielleicht kann ich mich mit Simmel nochmal anfreuenden so im Sommer-Feeling.