habe eine Frege zum Gleichungsverfahren, irgendwie gibt es bei mir da noch einen Denkfehler. Vielleicht kann mir jemand anhand der Übungsaufgabe 2 (S. 90) aus der entsprechenden KE helfen.
Ich dachte, die Gleichungen werden derart aufgestellt:
Gesamtmenge Hilfskostenstelle i = Primärkosten Hilfskostenstelle i + Menge der Leistungen die andere Kostenstellen von der Hilfskostenstelle i in Anspruch nehmen
In der Lösung ist z.B. für Hilfskostenstelle D folgender Ansatz:
[CODE]400 * qd = 2800 + 0*dq + 0*qs + 60*qi[/CODE]
Hier komme ich nicht klar. Ich lese die Tabelle so:
- D hat insgesamt 400 Einheiten produziert. Das stimmt sicher noch.
- D hat davon 370 Einheiten an die Hauptkostenstelle abgegeben. Das stimmt auch noch.
- D hat 60 Einheiten 30 Einheiten an Hilfskostenstelle S abgegeben. Stimmt das so? Wenn ja, wieso heißt die Gleichung oben dann nicht
[CODE]400 * qd = 2800 + 0*dq + 30*qs + 0*qi[/CODE]
Hoffe dass mir jemand helfen kann und ich mich nicht missverständlich ausgedrückt habe.
Danke & Gruß
Thorsten
Comments
Mario Horstmann
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View profileNimm einfach meine Formel, die ich beim hochgeladenen Miniskript "Innerbetriebliche Leistungsverrechnung" präsentiert habe.
Schreib für's Gleichungsverfahren die mengenmäßigen Leistungsverpflechtungen in eine von/an-Übergangsmatrix, die ich Ü nenne.
(In den Zeilen steht "von", in den Spalten "an").
[url]#?t=64468#post927678[/url]
Dann soll die Spalte l_ges, also der Spaltenvektor l_ges die Gesamtsumme der mengenmäßigen Leistungen jeder Hilfskostenstelle enthalten, also alles, was sie produziert hat, egal, ob davon noch ein Teil für Eigenverbrauch drin steckt oder nicht - l_ges enthält alles. e ist dann der Spaltenvektor der primären Gemeinkosten jeder Hilfskostenstelle.
Um den Vektor q der Verrechnungspreise zu erhalten musst Du (quasi ohne zu denken) folgendes LGS lösen:
[diag(l_ges) - Ü^T] * q = e
Den Operator diag(l_ges) gibt es in der Mathematik wirklich!
Ü^T ist die Transponierte Übergangsmatrix.
Das witzige ist: Fandel selbst macht alles sehr formal, verzichtet aber an dieser Stelle auf eine allgemeine Formel, welche immer funktioniert. Aber die Formel klappt IMMER!
Thorsten83
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View profileDanke für deine Antwort. Ich verstehe sie zwar nicht wirklich :), aber ich habe meinen Fehler im Ansatz entdeckt.
GEfrag ist nicht, an welche Leistungseinheiten die Stelle i ihre Leistung abgibt, sondern von welchen Leistungseinheiten sie ihre eigenen Leistungen bezieht.
Mario Horstmann
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View profileAber ja! Genau das ist der Ansatz!
Die Kosten einer Hilfskostelle H sind zunächst die dort angefallenen primären Gemeinkosten plus x erhaltene Leistungseinheiten von Hilfskostenstelle 1 zum Preis q_1 plus y Leistungseinheiten von Hilfskostenstelle 2 zum Preis q_2 (usw...)
Also K_H = primäre Gemeinkosten + x*q_1 + y*q_2
Diese Kosten K sind eben dann entstanden für ingesamt p produzierte Leistungseinheiten der hier untersuchten Hilfskostenstelle, also offenbar:
p * q_h = primäre Gemeinkosten + x*q_1 + y*q_2
;)
Dies ist völlig deckungsgleich mit meiner Formel. Unter der Formel habe ich es ja nochmal aufgedröselt, wie ich drauf komme^^