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Ideen für HA-Themen

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möchte Euch diesen Thread eröffnen, um die Themenfindung für HAs zu erleichtern. Viele von Euch haben Schwierigkeiten, Ideen für ein HA-Thema zu finden. Andere haben dagegen zuviele Ideen, können diese aber nicht alle nutzen (zu letzteren gehöre ich ;))). Ich dachte mir, dass man durch das Einstellen von Ideen hier den Kreativitätsprozess anschieben kann. Ich lege also mal los:

Für L2: "Video killed the Radiostar" - der Einfluss audiovisueller Medien auf die literarische Kultur des Hörspiels

Für L3: Weibliche Opfer von Intrigen im bürgerlichen Trauerspiel am Beispiel der Luise Millerin in Schillers "Kabale und Liebe" (oder Kleists Emilia Galotti)

Für L4: Die Darstellung der Monderoberung in der SF-Literatur des 19. und 20. Jahrhunderts

Für W3: Städtebauliche Veränderungen aufgrund des Strukturwandels in der ehemaligen DDR am Beispiel der Stadt Weißenfels (oder Bitterfeld oder eine Braunkohlestadt, in der der Abbau eingestellt wurde)

Wer hat noch etwas anzubieten? Es wäre natürlich schön, wenn wir zu allen anderen Bereichen auch Beispiele fänden!

Comments

Stelle mal Petras Idee auch hier ein:

balina wrote:

Braucht noch jemand mal eine Thema?

[url]https://www.tagesspiegel.de/berlin/beratung-fuer-die-polizei-architektur-gegen-die-angst/6065206.html[/url]
[URL='https://www.tagesspiegel.de/'][IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/tsp_logo/3114/6.png?format=formatOriginal[/IMG][/URL]

[IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/atlas/3716/3.png?format=formatOriginal[/IMG]
14.01.2012 11:22 UhrVon Jörn Hasselmann, Stefan Jacobs
[SIZE=5][B][I]Beratung für die Polizei[/I][/B][/SIZE]

[SIZE=6][B]Architektur gegen die Angst[/B][/SIZE]

Die Polizei will künftig einbezogen werden, wenn Plätze und Parks umgestaltet werden Im Präsidium arbeitet jetzt eine Architektin daran, dass Berlins dunkle Ecken wieder sicherer werden.

[IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120120114dc-18975-jpg/6066104/2.JPG?format=format1[/IMG]
Angstecken. Architektin Ingrid Hermannsdörfer berät die Berliner Polizei, wie man Orte wie den Alexanderplatz in Mitte durch städtebauliche Veränderungen sicherer machen kann. - Foto: Kai-Uwe Heinrich

Ingrid Hermannsdörfer ist Architektin, aber auf ihrer Visitenkarte prangt der Berliner Polizeistern neben der Berufsbezeichnung „Städtebauliche Kriminalprävention“. Das klingt nach Flutlicht und Kameras an jeder Ecke. Doch in der Fotosammlung, die Hermannsdörfer auf dem abgewetzten Tisch ihres Büros im Polizeipräsidium ausbreitet, dominieren andere Gesichtspunkte.
Da ist zum Beispiel der dunkle Hausflur, in den ein noch dunklerer seitlicher Gang mündet. So sieht ein „Angstraum“ aus – selbst wenn in dem Flur noch nie jemandem ein Haar gekrümmt wurde. „Ein Spiegel gegenüber dem einmündenden Gang würde helfen“, sagt Hermannsdörfer.

Und Licht. Das täte auch der Unterführung auf dem nächsten Foto gut: ein Weg unter zwei bedrückend tiefen und beschmierten Bahnbrücken. Dahinter knickt er ab und verschwindet im Dickicht eines Parks. Unterführung beleuchten und Hecke zurückstutzen, empfiehlt die Architektin. Und vor allem: die Graffiti beseitigen. „Es ist wichtig, Verfallserscheinungen entgegenzuwirken“, sagt sie und lobt die Strategie jener tüchtigen Hausmeister, die nächtliche Schmierereien gleich am nächsten Morgen tilgen. Entscheidend sei das Signal, dass sich jemand kümmere.
Und die Polizei will sich künftig mehr kümmern. Bei der Umgestaltung von Straßen und Plätzen, bei Neubauten und städtebaulichen Wettbewerben soll das Präsidium zuvor um Rat gefragt werden und Stellungnahmen abgeben. „Wir wollen Schwachstellen in der Sicherheit entdecken und Lösungen vorschlagen“, sagt Tanja Knapp von der Präventionsabteilung des Landeskriminalamtes. Im Verkehr sei die Polizei schon immer selbstverständlicher Ansprechpartner in Fragen der Sicherheit. Dies müsse auch bei Stadtplanung und Architektur „selbstverständlich“ werden. Berlin sei bei dem Thema „bundesweiter Vorreiter“. Vorgeschrieben ist die Beteiligung der Polizei noch nicht, langfristig sei dies aber sinnvoll, sagt die Kriminaloberrätin.

[IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos83120120114dsc_0525a-jpg/6066106/2.JPG?format=format1[/IMG]
Architektin Ingrid Hermannsdörfer. - Foto: Kai-Uwe Heinrich

Die offizielle Premiere für die Polizei war der Olivaer Platz in Wilmersdorf, dort verschwinden demnächst Mauern mit Nischen und hohe Hecken, die nur für Trinker attraktiv waren und die freie Sicht behinderten. Mittlerweile hat das Präsidium für die Nachnutzung der Flughäfen Tempelhof und Tegel Vorschläge vorgelegt, sich an der Umgestaltung des Leopoldplatzes und des Nauener Platzes in Wedding beteiligt und [URL='https://www.tagesspiegel.de/berlin/buendnis-will-den-alexanderplatz-aufpolieren/6041558.html']Tipps für die geplanten Verschönerungen am Alexander-[/URL] und Hermannplatz gegeben. Als nächstes stehen der Innsbrucker Platz, längerfristig auch der [URL='https://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/berlin/fotoreportage-der-ernst-reuter-platz-ist-ein-sanierungsfall/5898464.html']Ernst-Reuter-Platz[/URL] auf dem Prüfstand. Geht es um Sicherheit, spielt vor allem in den Parks das Licht eine wesentliche Rolle. Deshalb werden seit Kurzem die Hauptwege im Görlitzer Park in Kreuzberg nachts ausgeleuchtet, demnächst steht das Lindenufer in Spandau an.
Vor einem Jahr hat Hermannsdörfer bei der Polizei angefangen. Zwar sind die Beamten schon lange an Planungen und Runden Tischen für Orte wie den Alexanderplatz beteiligt, aber erst dank der Architektin können sie mit Stadtentwicklungsverwaltung, Bezirksämtern und Landschaftsplanern auf Augenhöhe verhandeln. Hermannsdörfer sagt, sie sehe dieselben Probleme wie die Polizisten, aber als Architektin auch andere Lösungen. In dreitägigen Fortbildungen schult sie Kollegen in den Polizeiabschnitten.

Dabei zeigt sie auch, was passiert, wenn sich niemand kümmert: [URL='https://www.tagesspiegel.de/berlin/broken-windows-theorie-immer-schoen-sauber-bleiben/4677420.html']Die in den 80er Jahren in den USA entwickelte „Broken-Windows-Theorie“ besagt, dass ein kaputtes Fenster in einem leerstehenden Haus der Anfang vom völligen Niedergang einer Ecke sein kann.[/URL] Kürzlich haben niederländische Wissenschaftler die Theorie durch Versuche erneut belegt. Für den Berliner Alltag bedeutet sie: Wo schon ein paar Fahrradleichen vor sich hin gammeln, ist auch der eigene Drahtesel eher in Gefahr. Dass erkannt nicht gebannt heißt, sieht man vor dem Präsidium: Dort sind zwei der nur zehn Ständer seit Langem durch Rosträder blockiert. Dies sei wie auch Graffiti „ein Signal dafür, dass es hier keine soziale Kontrolle“ gibt. Und es gebe wissenschaftlich erwiesen „einen Zusammenhang zwischen Verwahrlosung und Kriminalität“.

Dies zeige das Beispiel Hermannplatz, der von einer größeren Gruppe Trinker genutzt werde. Daraus resultieren Pöbeleien und Körperverletzungen, und damit sei das Thema „polizeilich relevant“ – und Aufgabe für Hermannsdörfer. So musste am Leopoldplatz die Trinkerszene kürzlich in eine abseits gelegene Ecke umziehen. Auf dem Platz selbst können sich nun wieder „die Menschen wohlfühlen“. Sinngemäß formuliert Hermannsdörfer: Wo rechtschaffene Menschen aus Sorge vor Gelichter nicht mehr hingehen, lässt sich das Gelichter dann tatsächlich nieder – weil es von eben jenen Passanten unbehelligt bleibt. Soziale Kontrolle durch Leben zu allen Tageszeiten sei ein ebenso wirksamer Schutz wie der Eindruck, dass jemand zuständig ist.

radio hören hilft sicher auch.
schöne termine im DFunk sind der Radioessay am Sonntag um 09.30 Uhr und das Sonntagsfeature nach den 20-Uhr-Nachrichten. Das Sonntagsfeature ist meistens recht witzig aufgemacht und behandelt kulturelle Themen im weitesten Sinn und in einem wunderbaren fächerübergreifenden Rundumschlag.

Heute tritt an gegen den Tatort:
Deutschlandfunk, 20:05 Uhr
[SIZE=6][B][COLOR=#000000]My favourite things[/COLOR][/B][/SIZE]

[SIZE=5][B][FONT=Verdana][COLOR=#000000][I]Das Universum der Dinge[/I][/COLOR][/FONT][/B][/SIZE]

[SIZE=4][B][COLOR=#000000][I]Von Burkhard Reinartz[/I][/COLOR][/B][/SIZE]

[COLOR=#000000]Sie umzingeln den Menschen und vermehren sich ins Unermessliche. Im Haushalt, in der Freizeit, im Arbeitsalltag breitet sich das Universum der Dinge aus: Flachbildschirme, Bücher, Regenschirme, Schuhe, Smartphones, Blumenvasen und Kondome. [/COLOR]

[COLOR=#000000]Kaum jemand kennt den Ursprung der Dinge, und niemand weiß, wohin sie verschwinden. [/COLOR]

[COLOR=#000000]Ihre Produktion und Entsorgung vollzieht sich im Dunkeln von Vorstadtzonen und fernen Kontinenten. [/COLOR]

[COLOR=#000000]Immer neue Dinge entstehen, während andere wie Telefonzellen oder Analogkameras im Nirvana des Vergessens verschwinden. [/COLOR]

[COLOR=#000000]Menschen haben ein intimes Verhältnis zu ihren ganz persönlichen Schätzen. [/COLOR]

[COLOR=#000000]Ein Buch, eine Vase, ein Stofftier können zu Wegbegleitern werden und haben nebenbei eine identitätsstiftende Wirkung: Zeige mir deine Wohnung - und ich sage dir, wer du bist. [/COLOR]

[COLOR=#000000]Nicht nur archaische Kulturen, auch moderne Menschen erhoffen sich von bestimmten Dingen eine magische Wirkung. Sei es ein Porsche oder ein glücksbringender Handschmeichler.[/COLOR]

Idee, diesen Fred aufzumachen finde ich prima!

Gut ist es aber, bei einem Vorschlag auch die Module zu benennen, das Denken soll ja angeregt werden. Denn viele Themen eignen sich auch für verschiedene Module.

Ich finde das Thema Sammelbilder sehr spannend. Hatte in G4 überlegt, so was zu machen. Hier ist der Büchertipp dazu:

[media=asin]3861534991[/media]

Thema zur Kulturgeschichte des Friedhofs

Aufhänger war das Standardwerk "Oexle, Otto Gerhard, Die Gegenwart der Toten"
im G3-Kurs "Leben mit den Heiligen. Frömmigkeit und Gesellschaft zwischen Spätantike und Aufklärung."

Literatur:
- [url]https://www.rhema-verlag.de/books/sfb496/sfb19.html[/url]
- [media=asin]3766613162[/media]

Friedhof passt auch zu G5 (Einnerungskultur) und W3 (Segregation/intgration ) oder G6 (Denkmäler)

balina wrote:

Ich finde das Thema Sammelbilder sehr spannend. Hatte in G4 überlegt, so was zu machen. Hier ist der Büchertipp dazu:

[media=asin]3861534991[/media]


So ein klasse Thema!!!!! - muss man dafür denn nicht auch literatur - medienwissenschaftliche Grundlagen haben?

Mich interessieren generell Eurozentrismus-Themen, kanns aber echt noch nicht eingrenzen, leider! Mir fehlt noch zuviel an Wissen...

Wie stehts in G4 eigentlich mit Reisetagebüchern oder für G generell Tagebücher. Finde dies hier sehr interessant:

[url]https://www.tagebucharchiv.de/[/url]

Oder ist eine direkte Quellenkritik zu schwer/zu umfangreich?

@ maud
könnte man doch mit einer praxishausarbeit verbinden ...

nikita86 wrote:

@ maud
könnte man doch mit einer praxishausarbeit verbinden ...

In G5 ist sowas im Angebot.
Aber Frau Prof. Schmieder freut sich auch, wenn sich jemand mit eine Quelle beschäftigt.

Für L2: "Werbung" ist ein dankbares Medien-Thema! Man hat die gesamte Bandbreite aller Medien zur Auswahl.

Beispiele: "Zwischen Kult und Kultur. Interkulturelle Werbung und kulturelle Identität in der globalisierten Welt."
(interkultureller Ansatz)

         "Marken. Kult. Kultur. Das Konstruieren von kultureller Identität durch Markenwerbung.\
         (Ansatz Markenwerbung/historisch etablierte Marken wie Nivea, 4711 etc.)

        "Zwischen Mythos und Manipulation. Der Einfluss von Werbespots auf die Alltagskultur."\
        (Ansatz "Cultural Studies"/John Fiske et al)

Passende Bezüge sind - je nachdem, was man vorhat - z. B. Roland Barthes, Marshall McLuhan, Eco, Genette, Kristeva. Semiotische Analysen von TV-Spots, Printerzeugnissen (Anzeigen, Plakate etc.), Funkspots sind auch eine Option.

Für L3: Thema "Mesmerismus" in Kleists "Käthchen von Heilbronn

      Büchners Erzählung "Lenz" als Fallgeschichte\
      Literaturbeispiele: Michael Will, „Autopsie“ und „reproduktive Phantasie“ – Quellenstudien zu Georg\
      Büchners Erzählung „Lenz“

     „Lenz-Bilder: Bildlichkeit in Büchners Erzählung und ihre Rezeption in der bildenden Kunst“ Von Christian\
      Neuhuber (Kunst und Krankheit etc.)

evtl. interessant: mögliche Werther-Bezüge im Lenz?

[url]https://www.tagesspiegel.de/weltspiegel/wohnen-wie-der-buddha-ins-bad-kam/6028790.html[/url]
[URL='https://www.tagesspiegel.de/'][IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/tsp_logo/3114/6.png?format=formatOriginal[/IMG][/URL]

[IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/atlas/3716/3.png?format=formatOriginal[/IMG]
06.01.2012 16:14 UhrVon Björn Rosen
[SIZE=5][B][I]Wohnen[/I][/B][/SIZE]

[SIZE=6][B]Wie der Buddha ins Bad kam[/B][/SIZE]

Würden sich Thais, Inder oder Chinesen ein schmuckes Kruzifix übers Klo hängen? Eher nicht. Warum stellen sich dann viele Deutsche auf einmal Buddha-Figuren ins Haus?

Ein Jahr ist es her, da fiel er mir in einem billigen und ziemlich verkramten Geschäft zuerst auf. Dieser Laden bot auf zwei Etagen praktisch alles für den Haushalt, Notwendiges wie Dekoratives. Zwischen Töpfen, Weinregalen, Kissen, Besen, Vasen, Gartenfackeln, Werkzeugkoffern, Duftkerzen und Deckenflutern stand da also: ein Buddhakopf. Seine Lippen hatte der Erleuchtete zu einem Lächeln verzogen, die Ohrläppchen hingen tief herunter, mit halb verschlossenen Augen blickte er mich an. Wahrscheinlich war die schwarze, 20 Zentimeter hohe Büste aus Kunststein oder Ton gefertigt, so genau weiß ich es nicht mehr.
Sehr viel besser erinnere ich mich daran, wie mich dieser Buddha in den Wochen danach verfolgte.

Man muss dazu sagen, dass ich vor anderthalb Jahren in eine größere Wohnung gezogen bin und mich bei dieser Gelegenheit neu eingerichtet habe. Und so besuchte ich Möbelhäuser, Baumärkte, kleinere Einrichtungsläden und diverse Internetseiten. Und dabei begegnete er mir immer wieder: mal schlanker, mal bedenklich übergewichtig, mal in Weiß und mal in Gold, mal jünger, mal greisenhaft und mal alterslos, mal aus Holz und mal aus Metall gefertigt, mal fürs Regal und mal für den Rand des Gartenteichs bestimmt, mal im Lotossitz und in Meditation versunken, dann wieder bloß als Büste, und schließlich stehend oder liegend auf Postern, Reliefs und safranfarbenen Leinwanddrucken.
Allein der Otto-Versand, um nur ein Beispiel zu nennen, bietet 26 verschiedene Buddha-Figuren an (buddhistische Mönche nicht mitgezählt), vom Modell „Happy Buddha“ über den „Lachenden Buddha“ bis zum „Ruhenden Buddha“ sowie Buddhas aus den Kollektionen „Wohntraum“, „Casa“ und „Home Affaire“. Es handelt sich zwar noch nicht um ein Massenphänomen, aber fest steht: Gut 2400 Jahre nach Siddhartha Gautama zieht der weise Mann aus Asien in immer mehr deutsche Häuser und Gärten ein.
Klar, könnte man sagen, der Buddhismus erfreut sich hierzulande ja auch uneingeschränkter und zudem wachsender Beliebtheit. Der Dalai Lama hat den Status eines Popstars, füllt Hallen und Stadien. Sind die Buddhas also Teil einer Sinnsuche, die den Westen nach Jahrhunderten der Säkularisierung erfasst hat? Stehen sie für eine neu erwachte Spiritualität? Ich glaube nicht. Jedenfalls wäre es die erste religiöse Bewegung, die ihren Anfang in Obi- (Steinzeug-Buddha, witterungsbeständig, 49,99 Euro), Roller- (Dekofigur, 15 cm hoch, 5,99 Euro) und Butlers-Filialen (Buddha mit Teelichthalter, 29,90 Euro) genommen hat.
Man könnte die Buddhas auch als Zeichen des heraufziehenden asiatischen Jahrhunderts deuten, in dem sich die alten kulturellen Kräfteverhältnisse umkehren. Die meisten Asiaten wohnen heute nicht mehr in traditionellen Häusern und richten sich eher westlich ein; gerne spotten Westler darüber, dass man in Asien westliches Kulturgut ohne Verständnis für den Inhalt importiere – auf die Idee, Deko-Kruzifixe an die Wand zu hängen und Marienstatuen in den Schrank zu stellen, dürfte aber noch kaum jemand gekommen sein zwischen Delhi und Tokio.
Gegen die Theorie von der neuen kulturellen Dominanz Asiens spricht allerdings, dass das Buddha-Phänomen im Kern so neu gar nicht ist. Im 18. Jahrhundert gab es eine Zeit, während der in Europa alles Fernöstliche als letzter Schrei galt, Porzellan zum Beispiel oder Möbel und Tapeten im chinesischen Stil. Das ging so weit, dass man ganze Gebäude in eben jenem Stil errichtete. 1790 wurde in München der Chinesische Turm fertiggestellt, und bereits von 1755 bis 1764 hatte Friedrich der Große das Chinesische Haus im Park Sanssouci bauen lassen. Chinoiserie nannte man diese Mode. Sie gründete einerseits auf der Begeisterung für fremde Ästhetik, andererseits auf einem verklärten Bild von China. Das Kaiserreich galt vielen Aufklärern, nicht zuletzt Friedrichs langjährigem Vertrauten Voltaire, als Utopia: ein nicht christliches, friedliches und hochzivilisiertes Land, regiert von gelehrten Beamten. Was man sich selbst wünschte, das projizierte man aufs Fremde.
So furchtbar viel hat sich seit dem Exotismus jener Tage nicht verändert. Außer vielleicht der Geschwindigkeit, mit der kulturelle Versatzstücke mittlerweile um die Welt reisen und Tausende Kilometer von zu Hause entfernt eine neue Bedeutung erlangen. Hinzu kommt: Damals war es eine kleine Elite Adeliger und gebildeter Bürger, die Trends kreierte und sich exklusive, chinesisch inspirierte Gegenstände entwerfen ließ. In den demokratisch-kapitalistischen Gesellschaften der Gegenwart, im Zeitalter der industriellen Reproduzierbarkeit, entscheiden dagegen die konsumierenden Massen. Und die wünschen sich offenbar Buddhas. Und zwar auffällig oft fürs Badezimmer.
Um zu diesem Schluss zu kommen, muss man nicht mal sogenannte Wellness-Oasen besuchen, die häufig mit Buddhas dekoriert sind. Es reicht ein Blick auf wandtattoo4all.de. Wandtattoos sind ebenfalls ein Deko-Trend, großflächige Aufkleber, die als Schmuck angebracht werden und sich leicht wieder ablösen lassen. In der Kategorie Badezimmer finden sich auf der erwähnten Internetseite gleich zwei Buddha-Bilder – inmitten anderer Motive, die vielsagende Titel wie „Pipi Lounge“, „Seepferd“, „Aufhübschzone“ oder „WC Deckel Aufkleber Stinktier“ tragen. Zum Motiv „Relax“ heißt es dort übrigens: „Schöne Weisheit von Konfuzius für die Wand: Relax. In der Ruhe liegt die Kraft“.
Der Frauensender Sixx bewirbt sein wöchentliches „Sixx Magazin“ – laut dem TV-Kanal eine Mischung aus „Lifestyle, Beauty, Wellness und Service“ – mit den denkwürdigen Worten: „Von A wie Abschminken bis Z wie Zen-Buddhismus“. Schwer vorstellbar, dass Sixx auch Sendungen „von A wie Apostolische Gemeinschaft bis Z wie Zupfen der Augenbrauen“ zeigen würde.
2002 kam es in Schweden sogar zum Eklat, weil sich in einer Ikea-Broschüre eine goldene Klobrille mit einem meditierenden Buddha darauf fand. „Entwerfe die schönste Toilettenbrille selbst!“ stand darüber. Tausende Gläubige protestierten – allerdings Hindus, die sich nicht nur über die Verwendung des Buddhas ärgerten, den sie auch verehren, sondern vor allem darüber, dass dieser im Begleitartikel als Hindu-Gottheit Shiva bezeichnet wurde.
Dass sich sonst wenig Widerstand gegen die Buddhas in der Toilette regt, mag an der großen Friedfertigkeit liegen, die man dem Buddhismus so gerne nachsagt. Und friedfertig mag er ja auch sein, zumindest im Vergleich mit anderen Religionen, was „aber nicht bedeutet, dass nicht auch mit Argumenten aus dem Buddhismus Gewalt gerechtfertigt worden wäre“, wie der Münchner Religionswissenschaftler Michael von Brück schreibt.
Die klischierte Vorstellung von buddhistischer Harmonie, Sanftheit und Ruhe ist es wohl auch, die selbst Leute, die wenig bis gar nichts vom Buddhismus wissen, veranlasst, sich Buddhas ins Bad zu stellen. Noch stärker als andere Wohnräume oder ein Garten ist das Badezimmer ein Rückzugsort – und wird es immer mehr: Früher hielt man sich dort so lange auf, wie es eben sein musste, in jüngster Zeit geht der Trend hin zu größeren, komfortableren Bädern, in denen man durchaus Zeit verbringen möchte. Und lehrt nicht der Buddhismus „den Blick nach innen, mittels einer durch meditative Schulung völlig konzentrierten und gebündelten Aufmerksamkeit“, wie es bei von Brück weiter heißt? Und hat nicht das Bad in einer Wanne etwas Meditatives, Beruhigendes? Und ist der Buddhismus nicht beheimatet, wo auch Wohltuendes wie Ayurveda und Feng Shui entstand?
So glaubt der moderne westliche Mensch am anderen Ende der Welt zu finden, was er dringend sucht: Entschleunigung und Muße, vulgo Wellness. Dass er dafür kulturelle Anleihen ausgerechnet in Asien nimmt, dem Kontinent mit der derzeit größten Beschleunigung, ist natürlich ein Treppenwitz der Geschichte. Und dass für flauschiges Wohlbefinden im Schaumbad eine Religion Pate steht, die Leben als Leiden begreift und das Ende aller Begierden idealisiert, entbehrt auch nicht der Ironie.
Als sich Arbeiter im 19. Jahrhundert in ihren Schrebergärten einrichteten, stellten sie Tonzwerge auf – womöglich eine Reminiszenz an die beim Adel beliebten Gnom-Figuren aus Stein. Die Zwerge wurden zum Symbol für die Sehnsucht nach einer kleinen heilen und sehr gemütlichen Welt, einer Scholle, auf die man sich nach der harten körperlichen Arbeit des Industriezeitalters zurückziehen konnte. Vielen gelten sie deshalb als piefig, ein Schicksal, das dem Buddha vielleicht noch bevorsteht. Noch repräsentiert er eine Gemütlichkeit, die perfekt in unsere Zeit passt, nicht nur, weil sie so international daherkommt. Denn in große wie kleine „Wellness-Oasen“ flüchten sich Menschen vor dem Stress und anderen Zumutungen der globalisierten Welt. An ihrer Seite: Buddha, der postmoderne Gartenzwerg.

Gestern im Café haben wir uns über Themenfindung unterhalten. Da kam meinerseits dieser Artikel ins Gespräch.
Mein Vorschlag: Lest ihn mal und schlagt Themen für G,L,P und W vor.....

Im 18. Jahrhundert gab es eine Zeit, während der in Europa alles Fernöstliche als letzter Schrei galt, Porzellan zum Beispiel oder Möbel und Tapeten im chinesischen Stil. Das ging so weit, dass man ganze Gebäude in eben jenem Stil errichtete. 1790 wurde in München der Chinesische Turm fertiggestellt, und bereits von 1755 bis 1764 hatte Friedrich der Große das Chinesische Haus im Park Sanssouci bauen lassen.[U][B] Chinoiserie[/B][/U] nannte man diese Mode.


DAS wäre ein Thema für G4...

balina wrote:

Buddha, der postmoderne Gartenzwerg.

@Balina, ein tolles Thema...

vor allem, wenn man öfter in Thailand war. Dort ist es nämlich so, dass die Ausfuhr von Buddhas (beinahe jeder Grösse über 5 cm) genaugenommen strikt verboten ist. Man muss das sogar im Flieger unterschreiben, dass man dies zur Kenntnis genommen hat.

Für die Thai ist eine Buddhastatue nicht nur heilig, sie ist sogar lebendig. Sie haben ein Leben und müssen mit höchster Ehrfurcht behandelt werden. Das heisst, dass sie geschützt und gepflegt werden und eben nicht als Gartenzwerge herhalten sollen in anderen Ländern. Thai machen sogar einen kleinen Plastik-"Schrein" um ihren Buddha, wenn sie ihn an der Kette um den Hals tragen - sieht man oft. Man darf einen Buddha auch nicht einfach in Papier wickeln und in die Tasche stecken. Ein Buddha steht normalerweise auch erhöht, über Kopfhöhe.

Grössere, wichtigere, auch uralte Buddhafiguren werden, wenn beschädigt, sogar repariert (was unserem romantischen Naturell für hübsche Ruinen eher wiederspricht). Sind sie zu arg beschädigt, werden sie zeremoniell begraben, und zwar in den Chedis, die nichts anderes als Grabmäler für Buddhas sind.

Das alles gilt nur für Thai-Buddhas, chinesische Glücksbuddhas (die dicken Grinsebuddhas!) dürfen ausgeführt werden.:D

Ich glaub, da forsche ich echt mal weiter, dürfte nur schwierig werden mit Literatur auf Thai...

Auch was zum Themenfinden...
( zum Nachhören: )
[SIZE=4][B][URL='https://wissen.dradio.de/audioarchiv.55.de.html?drau:page=1&drau:audio_id=86582&drau:play=1']Dekolonisierung - Migrantische Einflüsse[/URL][/B][/SIZE]

Sendezeit:
19. Januar 2012, 12:48 Uhr
Länge:
08:54 Minuten
Autor:
Gehrich, Stefan
Sendung:
[URL='https://wissen.dradio.de/globus.26.de.html']Globus[/URL]
MP3:
[URL='https://ondemand-mp3.dradio.de/file/dradio/2012/01/19/drw_201201191248_dekolonisierung_-_migrantische_ei_e9ab3134.mp3']Audio abspielen[/URL]

[SIZE=5][B]Dekolonisierung [URL='https://wissen.dradio.de/dekolonisierung-von-britisch-indien-nach-london.37.de.html?dram:article_id=14585&dram:audio_id=86582&dram:play=1']Von Britisch-Indien nach London[/URL][/B][/SIZE]

Ein Gespräch mit dem Historiker Sebastian Conrad von der FU Berlin

Die Dekolonisierung hat nicht nur die ehemaligen Kolonien verändert, sondern auch die ehemaligen Kolonialmächte: Das zeigt sich zum Beispiel in der Musik und in der Küche.
Das Ende des Zweiten Weltkriegs läutete auch das Ende der Kolonialmächte ein: Zahlreiche Staaten wurden in den folgenden Jahrzehnten unabhängig, Indien war 1947 einer der ersten. Von dieser "[URL='https://de.wikipedia.org/wiki/Dekolonisation']Dekolonisation[/URL]" unterscheidet der Historiker [URL='https://www.geschkult.fu-berlin.de/e/fmi/mitglieder/conrad.html']Sebastian Conrad[/URL], Professor an der FU Berlin, den Begriff der "Dekolonisierung", ein breiteres Konzept, das auch Prozesse kultureller, wirtschaftlicher, politischer und gesellschaftlicher Veränderungen einschließt.
[SIZE=4][B]"Viele Länder sind europäischer geworden"[/B][/SIZE]

Die Dekolonisierung betraf auf den ersten Blick vor allem die ehemaligen Kolonien. Weniger bewusst ist, dass die Dekolonisierung auch die europäischen Gesellschaften beeinflusst und zum Teil grundlegend verändert hat. "Viele Länder sind europäischer geworden", sagt Conrad. So wurden strenge Immigrationsgesetze erlassen, trotzdem nahm der Zuzug von Migranten aus ehemaligen Kolonien eher zu.
Bis heute zeigt sich dieser Einfluss in der Musik und in der Küche. "Die britische Küche ist berüchtigt, aber heute isst man an kaum einem Ort besser als in London", sagte Conrad. Im Gegensatz zu Ländern wie Portugal und Frankreich spielte die Auflösung der Kolonialreiche in Deutschland eine kleinere Rolle.
[SIZE=4][B]Die EU als Abschottung Europas[/B][/SIZE]

Das Verhältnis von Dekolonisierung und Globalisierung sieht Conrad ambivalent: Einerseits ist Dekolonisierung eine Art Voraussetzung für Globalisierung. Nur in einer Welt ohne große politische Hierarchien, ohne eurozentrische Weltordnung könne man von einer globalisierten Welt sprechen. Andererseits hat die Dekolonialisierung auch zu Abschottung geführt. Conrad sagt: "Die Bewegung hin zu einer Europäischen Union ist eine Art Abschottung Europas gewesen."

[url]https://www.phoenix.de/content/phoenix/die_sendungen/kaiserin_adelheid/387345?datum=2012-01-20[/url]

Balina hatte ja schon an anderer Stelle auf die Sendung verwiesen. Die Kaiserinnen der Ottonen sind für mehrere HA´s gut.

KuniKuehn wrote:


Balina hatte ja schon an anderer Stelle auf die Sendung verwiesen. Die Kaiserinnen der Ottonen sind für mehrere HA´s gut. ;)

Ui, ihr bringt mich hier echt schon zum Grübeln mit all den tollen Themen.:)

Ich würde ohnehin auch vielleicht gerne was Biographisches machen.

Idee für G?

Die Verschleierung von Sprache im Protokoll der Wannseekonferenz

Maud wrote:

Ui, ihr bringt mich hier echt schon zum Grübeln mit all den tollen Themen.:)

Dann hat der Thread ja schon seinen Sinn erfüllt ;)))

KuniKuehn wrote:


Balina hatte ja schon an anderer Stelle auf die Sendung verwiesen. Die Kaiserinnen der Ottonen sind für mehrere HA´s gut. ;)

Habsch jetzt extra vorprogrammiert. Ich kenne bisher keine einzige der Ottonenkaiserinnen...

Maud wrote:

Habsch jetzt extra vorprogrammiert. Ich kenne bisher keine einzige der Ottonenkaiserinnen...:D

Dann wird es aber Zeit -die Frauen waren wirklich interessant!!

Maud wrote:

Habsch jetzt extra vorprogrammiert. Ich kenne bisher keine einzige der Ottonenkaiserinnen...:D

Pinoccio wrote:

Dann wird es aber Zeit -die Frauen waren wirklich interessant!!

Die ottonischen Frauen sind absolut klasse. Überhaupt finde ich diese "Epoche" des Mittelalters unglaublich spannend.

gibt es hier auch Themenanregungen für eine HA in L5? Nachdem ich seit 4 Semestern wiederhole, will ich das Modul nun wirklich mal abschließen. Könnte mir vorstellen was zum Thema "Ritual und Literatur" oder aber auch zur "Theatralität" zu schreiben...

@L5: guck doch mal in den "Hausarbeitenindervergangenheitfred", da kannst du vllt sehen was andere gemacht haben...

Bradbury wrote:

Für L2: "Werbung" ist ein dankbares Medien-Thema! Man hat die gesamte Bandbreite aller Medien zur Auswahl.

Es lässt sich auch der Medieneinsatz bei der Präsentation von Ausstellungsexponaten analysieren. Wenn euch eine Ausstellung besonders gut gefällt, ist das schon ein guter Anreiz.

Knudina wrote:

Hallihallo,

gibt es hier auch Themenanregungen für eine HA in L5? Nachdem ich seit 4 Semestern wiederhole, will ich das Modul nun wirklich mal abschließen. Könnte mir vorstellen was zum Thema "Ritual und Literatur" oder aber auch zur "Theatralität" zu schreiben...

LG

Fand ich auch total schwer, da was zu finden. Ich habe versucht, die Ritualität von Poetry-Slam-Veranstaltungen zu untersuchen. Könnte man nicht so etwas ähnliches wie "Das Ritual des Duells im bürgerlichen Roman des 19. Jahrhunderts" machen?

vittoriacolonna wrote:

"Das Ritual des Duells im bürgerlichen Roman des 19. Jahrhunderts" machen?

Beating und Mareiling? :D

Dazu könnte als Primärliteratur auch Effi Briest passen. Das Duell Instetten/Crampas, dass ja an sich völlig sinnentleert und nur noch bloßes Ritual war.

Bradbury wrote:

Beating und Mareiling? :D

Dazu könnte als Primärliteratur auch Effi Briest passen. Das Duell Instetten/Crampas, dass ja an sich völlig sinnentleert und nur noch bloßes Ritual war.

Jau, genau! Die Schlossschnepfen! Und noch dat Effi obendrauf. Siehste, so schnell hat man ein Thema. Geht doch nix über'n gescheites Brainstorming unter Piraten - zumal das Geballere ja sowieso irgendwie zu uns passt *warumnur?denk*

vittoriacolonna wrote:

Geht doch nix über'n gescheites Brainstorming unter Piraten - zumal das Geballere ja sowieso irgendwie zu uns passt *warumnur?denk*

Als Freibeuter/Freigeist kann man seine überschießende Kreativität halt nur schwer bändigen. Jeder Schuss ein Treffer! :D Wer dann in der Schusslinie steht, hat Pech gehabt...

Bradbury wrote:

Als Freibeuter/Freigeist kann man seine überschießende Kreativität halt nur schwer bändigen. Jeder Schuss ein Treffer! :D Wer dann in der Schusslinie steht, hat Pech gehabt...

Wolltest Du nicht sowieso in L5 eine HA schreiben? Na, dann ran an den Feind. Dat Effi kennste ja jetzt in und auswendig, Beaten und Mareilen mag der Prüfer sowieso. Ist doch so gut wie geritzt ;)))

vittoriacolonna wrote:

Wolltest Du nicht sowieso in L5 eine HA schreiben? Na, dann ran an den Feind. Dat Effi kennste ja jetzt in und auswendig, Beaten und Mareilen mag der Prüfer sowieso. Ist doch so gut wie geritzt ;)))

Boah, nee! Nie wieder Effi! Lieber erschieß ich mich selbst. *Knarresuchengeh*

Ach, unser Captain leidet unter einem massiven Effi (Briest)-Trauma. :rolleyes

Myrmid wrote:

Ach, unser Captain leidet unter einem massiven Effi (Briest)-Trauma. :rolleyes:

Ja Gott, wenn man einmal mit voller Wucht so eine verdammte Schaukel vor den Kopf gekriegt hat...:confused:

@MollyleiN: unser hochvergeistigter Dialog bezieht sich auf eine L5-PV zum Thema "Ritualität", die wir mal besucht hatten. Das Ritual des Duells in gehobenen Kreisen kam da unter anderem zur Sprache.

Bradbury wrote:

@MollyleiN: unser hochvergeistigter Dialog bezieht sich auf eine L5-PV zum Thema "Ritualität", die wir mal besucht hatten. Das Ritual des Duells in gehobenen Kreisen kam da unter anderem zur Sprache.

War ein SUUUPER Seminar, hätte ich vorher nicht erwartet.

Mehr bei DRadio Wissen:

[URL='https://wissen.dradio.de/kulturgeschichte-der-kult-um-den-schaedel.33.de.html?dram:article_id=12684']Kulturgeschichte - Der Kult um den Schädel[/URL]
Totenschädel sind Kult, doch auch das eigentliche Objekt dahinter - der menschliche Schädel - ist ein äußerst wichtiger und facettenreicher Gegenstand der Kulturgeschichte.
(Agenda vom 30.09.2011)
[URL='https://wissen.dradio.de/koloniales-erbe-schuld-und-schaedel.38.de.html?dram:article_id=12682']Koloniales Erbe - Schuld und Schädel[/URL]
Bis heute lagern die Schädel ermorderter Herero, Damara und Nama zu Forschungszwecken in Berlin.
(Kultur vom 30.09.2011)
[URL='https://wissen.dradio.de/ausstellung-voelkerkunde-im-dienst-der-rassenlehre.38.de.html?dram:article_id=10993']Ausstellung - Völkerkunde im Dienst der Rassenlehre[/URL]
Ein Gespräch mit der Kulturwissenschaftlerin und Afrikanistin Anette Hoffmann
(Kultur vom 04.08.2011)
[URL='https://wissen.dradio.de/kolonialismus-makaberes-erbe.38.de.html?dram:article_id=4386']Kolonialismus - Makaberes Erbe[/URL]
Im Universitätsarchiv von Freiburg lagern makabere Beutestücke aus vergangenen Kolonialtagen.
(Kultur vom 26.07.2010)

[SIZE=5][B]Anthropologie [URL='https://wissen.dradio.de/anthropologie-sensible-sammlungen.38.de.html?dram:article_id=15046&dram:audio_id=93009&dram:play=1']Sensible Sammlungen[/URL][/B][/SIZE]

Ein Gespräch mit der Humanbiologin Margit Berner
[URL='https://wissen.dradio.de/anthropologie-sensible-sammlungen.38.de.html?dram:article_id=15046#'][IMG]https://wissen.dradio.de/media/thumbs/d/df4d465711fcf81311c8f526e5d0f2dcv1_max_440x330_b3535db83dc50e27c1bb1392364c95a2.jpg[/IMG][/URL]

Zeichnung von Karl Ernst von Baer aus dem Jahr 1862: Sie stellt entsprechend dem damaligen Weltbild die verschiedenen "Menschenrassen" dar. ([URL='https://commons.wikimedia.org/wiki/File:Karl_Ernst_von_Baer_Types_Principaux_des_Differents_Race_Humaines.jpg?uselang=de']Wikimedia Commons | Galerie Bassenge[/URL])
Knochen, Schädel, Zeichnungen von menschlichen Körpern dazu seltsame Beschreibungen: In Museen lagern viele Relikte aus der Zeit der Kolonialisierung. Sie nennen sich Anthropologica und sind umstritten.
Meist stammen diese Anthropologica aus Zeiten, in denen die Kolonialmöchte die ihnen unterworfenen Völker als minderwertig ansahen. Selbsternannte Anthropologen haben damals "Messdaten" über ihnen fremde Völker gesammelt. Vielfach seien Laien in unterwegs gewesen und hätten Forschungen angestellt, sagt [URL='https://www.plattform-eugenik.at/margitberner/index.html']Margit Berner[/URL] vom Naturhistorischen Museum in Wien. Sie seien damals davon ausgegangen, dass die fremden Völker vom Aussterben bedroht seien.
[SIZE=4][B]Menschen nicht als gleichwertig ansehen[/B][/SIZE]

Einen unrühmlichen Höhepunkt erreichte diese Form der Forschung mit der Rassenideologie der Nazis. Margit Berner hat gemeinsam mit Kollegen alte Bestände von Anthropologica erforscht. Dabei stellten sie fest, dass die damals untersuchten Menschen sich den europäischen Forschern unter Zwang zur Verfügung stellen mussten und dabei unter Todesängsten litten.

[url]https://wissen.dradio.de/hexenverfolgung-runter-vom-besen.33.de.html?dram:article_id=15055[/url]

wenn jemand was für [U][B]Hexen[/B][/U] übrig hat

balina wrote:

[url]https://wissen.dradio.de/hexenverfolgung-runter-vom-besen.33.de.html?dram:article_id=15055[/url]

wenn jemand was für [U][B]Hexen[/B][/U] übrig hat

Kenne da eigentlich niemanden im Forum. [IMG]https://www.mini2.info/forum/images/smilies/icon_pfeiff.gif[/IMG]

Myrmid wrote:

Kenne da eigentlich niemanden im Forum. [IMG]https://www.mini2.info/forum/images/smilies/icon_pfeiff.gif[/IMG]


Meinte ja auch mehr für das Thema

Ich finde ja auch das [U]Thema[/U] total interessant. Ein berühmter historischer Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse liegt ja ganz in meiner Nähe.

Myrmid wrote:

Ein berühmter historischer Schauplatz zahlreicher Hexenprozesse liegt ja ganz in meiner Nähe. ;)


In meiner Heimatstadt gab's auch einige Hexenprozesse. Hab mal eine "Hexentour" vom hiesigen Geschichtsverein mitgemacht, an einem schaurig-nebligen Novemberabend.

Passt das Thema eigentlich zu G3? *grübel*

vittoriacolonna wrote:

Fand ich auch total schwer, da was zu finden. Ich habe versucht, die Ritualität von Poetry-Slam-Veranstaltungen zu untersuchen. Könnte man nicht so etwas ähnliches wie "Das Ritual des Duells im bürgerlichen Roman des 19. Jahrhunderts" machen?


Bei L5 habe ich auch lange gesucht und dann folgendes Thema bearbeitet:
"Rezeptionen des Medea-Mythos bei Euripides und Christa Wolf –
Interpretationsmuster einer neuen Mythologie"

LG Lucky

Hurra, ich habe mein Thema für meine 1. Hausarbeit in G5 durch. :)
Das Exposé welches ich mutig einfach mal einreichte obwohl ich den Kurs erst im SoSe belege, wurde angenommen. Es gab nur zwei Vorschläge der kleinen Änderungen. Nicht inhaltlich, sondern dass ich etwas weglassen soll, da ich ja nur 15 Seiten zur Verfügung hätte. Der 2. Vorschlag bezieht sich darauf wie ich ein Unterabschnitt in einen anderen integrieren könnte, wenn es passt. Da es in dem Fall nicht so ist, kann ich mein Exposé entsprechend mit der Kürzung (was mir Recht ist) so auch kurzfristig einreichen.
So kann dass ich diese gleich zu Anfangs beenden. Das Thema flog mir irgendwie zu, die Literatur dazu habe ich ebenfalls schon, so kann ich mich dann die restliche Zeit mit G2 vergnügen. (Oder auch nicht)

Ich werde gerade grün vor Neid! :( Luckyy, super Thema und schön dich wieder zu lesen!

Materna: Glückwunsch! Ich möchte auch mal eben ein Exposé runterschreiben. Ich hab da immer so meine Probleme.

Danke schön KuniKuehn. Da hae mich einfach mal die Muse im vorbeigehn geknutscht. Ich wusste gar nicht wie mir geschah und hoffe dass sie noch ein wenig in meiner Gegend verweilt.

Materna Colonia wrote:

Danke schön KuniKuehn. Da hae mich einfach mal die Muse im vorbeigehn geknutscht. Ich wusste gar nicht wie mir geschah und hoffe dass sie noch ein wenig in meiner Gegend verweilt.

G5 ist mir auch relativ leicht gefallen von der Themenfindung her. Ich werde innerhalb der nächsten 10 Tage abgeben und dann mein Thema posten.
Viel Erfolg beim Schreiben, Materna,
LG Lucky

KuniKuehn wrote:

Luckyy, super Thema und schön dich wieder zu lesen!\

Das ist lieb, dankeschön

Ich bin gespannt auf dein Thema, denn G5 ist für mich insgesamt eines der spannenden Module. Allerdings weiß ich natürlich nicht was sich so hinter den anderen noch hinter den anderen verbirgt.
Kommst du gut voran? Wenn du jemanden zum Korrektur lesen brauchst.... Ich habe auch schon einiges geschrieben um zu schauen ob es für eine Hausarbeit reicht und denke nach der Fristsetzung nicht wirklich ins Dilemma zu kommen.

Danke Dir, aber ich bin fertig und möchte jetzt nichts mehr ändern, irgendwann muss Schluss sein ;). Habe die HA von einigen Korrektur lesen lassen und lasse das Ganze jetzt noch setzen, bevor ich es abschicke.
LG Lucky

dass ist ja noch besser dass du schon fertig bist, also so gut wie Abgabe reif. Mein Glückwunsch. Ich drücke dir die Daumen dass du mit deiner Note sehr zufrieden bist.

Dankeschön und Dir frohes Schreiben.... und wenn Du Deinerseits Korrekturleser brauchst... ich bin gefürchtet pingelig ;))

Na da komme ich beizeiten drauf zurück. Pingelig kann manchmal gut sein, denn dann wird sich wenigstens damit beschäftigt als nur mal eben quer zu lesen. Also ich bin eine gefürchtete lesen Lasserin und forsere entsprechende Aufmerksamkeit.
Du hast schon Geschriebenes veröffentlicht oder verwechsele ich das?

Materna Colonia wrote:

Du hast schon Geschriebenes veröffentlicht oder verwechsele ich das?

Ja, das stimmt. In meinem Profil ist meine Homepage angegeben; dort kannst Du unter anderem sehen, was ich veröffentlich habe

Wow, da kann ich verstehen dass du Literatur studierst. Was belegst du als nächstes für ein Modul?

Jetzt kommt erstmal L2

Ich habe ja als FSP Geschichte gewählt, werde wohl dann drei Module in L wählen. Ich hoffe immer noch dass ich L1 bestehen werde. Welche anderen Module dann später mal in L dran kommen weiß ich noch nicht. Erst einmal wird G mehr Aufmerksamkeit gewidmet.

Da werde ich ja grün vor Neid! Ich wusele immer noch um mein L3 HA Thema rum und werde nicht richtig fertig:oops:.

ich habe ein interessantes Buch gefunden (PDFs im Springer link über die UB)

[media=asin]3531175858[/media]


Vllt schreibt mal jemand in L oder G was über Karl May?!?

in G wurde es in Richtung Sterotype oder Orientalismus etc gehen....

Auch nach der dritten gefühlten Einweisung in das Finden einer Fragestellung tu ich mich mit dem Punkt total schwer. Ich könnte zwar zig Themen beschreibend darstellen, aber diese historische Fragestellung fluppt einfach nicht. Die Themen, die ich mal grob angedacht habe, sind entweder zu breit, zu beschreibend oder es gibt doch zuwenig Literatur - und was ich fragend bearbeiten sollte, bleibt auch im Dunkeln meiner Hirnwindungen und ist zu unspezifisch, egal wieviel ich drüber nachdenke... :confused:

Tipps?

Vielen Dank hier nochmals für die interessanten Themen, vor allem an Balina...da ist echt viel Tolles dabei, ich muss es aber mit meinem Praktikum (Beruf) und einem konkreten Modul anbinden, das muss ich noch passend machen.

Maud,

ich kann nur von mir erzählen, G2: Da werden ja u.a. Grabsteine von den Römern berschrieben. Und mir war vorher mal ein grabstein aufgefallen, der in der Übersetzung "liebevoller" klang als die anderen. Da wollte ich einfach wissen: ist das jetzt eine persönliches Empfinden oder wirlich so, ist er etwas besonderes. Das war dann schon die Fragestellung, nur natürlich sachlicher.. Mein Tipp: Das, was du dich fragst soweiso mal angucken, ob sich das nicht eignet.

momo wrote:

Hallo Maud,

ich kann nur von mir erzählen, G2: Da werden ja u.a. Grabsteine von den Römern berschrieben. Und mir war vorher mal ein grabstein aufgefallen, der in der Übersetzung "liebevoller" klang als die anderen. Da wollte ich einfach wissen: ist das jetzt eine persönliches Empfinden oder wirlich so, ist er etwas besonderes.


Toller Ansatz, echt. Wie hast du das dann untersucht, sprachwissenschaftlich? Klingt nach viel Latein, bzw. Übersetzungskenntnissen...

Danke für deinen prompten Erfahrungsaustausch und den Tipp. Noch bin ich ja nicht so belesen, es kann ja sein, dass sich der ein oder andere dunkle Ansatz bei mir noch verdichtet - bisher alles diffus und sinnlose Rumsucherei im Internet, die mich eher wieder runterbringt. Ich muss wohl mal dafür konkret in eine Bibliothek.

Ich habe z.B. Interesse, etwas zu AEG oder AE und Bibliothekswesen im allerweitesten Sinne zu schreiben (irgendwann mal), aber da muss ich tatsächlich erstmal bei allgemeiner Bibliotheksgeschichte anfangen...und wie gesagt, die konkrete Fragestellung fällt mir auch nicht ein. Die meisten Bibliotheken der Frühzeit der Europäischen Expansion gibts auch nicht mehr, die der Jesuiten wurden während der Reformation zerstört oder sind in anderen Bibliotheken aufgegangen. Wie dem auch sei, das ist in meinem Hirn wieder alles viel zu breit und zu diffus...

Wie ich den untersucht habe, den Grabstein: Die Römer habe ja jede Menge Floskeln auf ihren ollen Steinen, oft auch noch abgekürzt. Ich habe dann untersucht, ob das Floskeln waren indem ich - ohne Scheiß- Datenbanken zu Grabsteien durchsucht habe, wo kommt das wie vor (abgekürzt oder nicht, ob überhaupt usw.) Dazu musste ich dann lustiger Weise auch eine spanische Datenbank untersuchen. Habe dann tatsächlich auch Statistiken gamacht: Aus der und der Umgebung gab es so un so oft diese Floskel....Geholfen hat mir, dass es eine Quelle zu dem Stein gab, leider mußte ich am Ende festestellen, dass die Quelle (Historikerin) nicht ganz recht hatte (ehrlich gesagt, das macht ja auch Spaß)
Ende vom Lied war auf alle Fälle dass sich eine spanische Sklavin in das Rheinland verirrt hatte..Dazu kam natürlich das Umfeld: Wie kann es seni, dass Sklaven Grabsteine haben, wie oft kommt das vor...

Ein Semester habe ich die Idee auch erst mal lose mit mir rumgetragen, da war die auch sehr diffus, habe im I Net gesucht und gesucht. Das Expose, dann nichts bzw. anderes Modul, dann etwas lesen und Datzenbankzählerei, dann schreiben in einer Woche (mehr Zeit war nicht)

Momo: Das ist ja eine richtige Forschungsarbeit gewesen! Gratuliere, ich hoffe, es wurde entsprechend gewürdigt.

Kann nicht klagen

Maud wrote:

....und ist zu unspezifisch, egal wieviel ich drüber nachdenke... :confused:...


Das ist auch mein Problem. An Ideen mangelt es eigentlich nicht, G2 bietet ja so einiges, aber "Thema eingrenzen", damit tu ich mich noch etwas schwer. Aber das wird schon noch.

Sanne4 wrote:

Das ist auch mein Problem. An Ideen mangelt es eigentlich nicht, G2 bietet ja so einiges, aber "Thema eingrenzen", damit tu ich mich noch etwas schwer. Aber das wird schon noch.


Vielleicht denken wir zu "gross"...

Du suchst auch für G2, Maud ?
Die HA in G2 wird meine Erste, ich denke, die erste HA ist immer die schwerste *hoff*.
Die "Erleuchtung" kommt bestimmt noch (in diesem Semester) *nochmal hoff* :).

Ich suche nicht ganz konkret für G2, sondern im Umfeld von G2 und G4, weil ich da eine Präsenzveranstaltung bei Prof. Wendt besucht habe. Der brachte mich auf die Idee, dass meine vagen Themenvorstellungen durchaus in beiden Modulen andockbar wären (samt anrechenbarem Praktikum).

In Frage kämen also: Schriftkultur im Zusammenhang mit AEG (aus G2) und Gesamt-G4. Aussereuropa-Themen finde ich superinteressant halt...:)

Zur Erleuchtung: Ich glaub, es muss einen echt eine Art Detailfrage anspringen, irgendwas, was im Studienbrief, in der Sek.lit. oder auf einer Veranstaltung kurz mal erwähnt wurde oder so... *auchdraufhoff* :)

(...ich hab wie ein Luchs in der Veranstaltung aufgepasst und mir solche Details notiert...allerdings sind auch die bei näherem Hinschauen echt zu diffus...)

Manchmal sind auch die Fußnoten und weiterführenden Literaturhinweise im Studienbrief ganz hilfreich bei der Themenfindung...

Myrmid wrote:

Manchmal sind auch die Fußnoten und weiterführenden Literaturhinweise im Studienbrief ganz hilfreich bei der Themenfindung...


Ja, die habe ich auch ganz genau im Blick.

Was vielleicht auch mal ganz interessant für L2 wäre, sich im Rahmen vom Kurs Wissen im digitalen Zeitalter sich mit Twitter der dortigen Informationsvergabe in 140 Zeichen zu beschäftigen.

DDR witze, auch eine Idee

[url]https://fluesterwitze.apps.morgenpost.de/fluesterwitze_start_mittel.html[/url]

oder:

[url]https://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/1749677/[/url]

11.05.2012 · 13:07 Uhr

[URL='https://www.dradio.de/dkultur/sendungen/laenderreport/1749677/bilder/image_main/'][IMG]https://www.dradio.de/images/39595/landscape/133,0/[/IMG][/URL] Geht "Mir san mir" im hohen Norden? (Bild: Stock.XCHNG)
[SIZE=6][B][URL='https://www.dradio.de/aod/?station=3&broadcast=348710&datum=20120511&playtime=1336734431&fileid=4e8ba90d&sendung=348710&beitrag=1749677&']Kleine Sprachgeschichte. Dialekte[/URL][/B][/SIZE]

[SIZE=5][B]Oder: Warum die da so anders sprechen[/B][/SIZE]

[SIZE=4][B]Von Uschi Götz[/B][/SIZE]

Sprache ist Heimat. Doch hat ein Bayer wirklich heimatliche Gefühle, wenn er Plattdeutsch hört? Der Tübinger Kulturwissenschaftler Hermann Bausinger findet es sympathischer, über Muttersprache zu sprechen, als über eine Nationalsprache.
In der Regel spräche, zumindest was die deutsche Sprache betrifft, sowieso niemand eine reine Hochsprache. Der Dialekt ist also eine Muttersprache. Die Schwaben beweisen bis heute: Dialekt ist kein Hindernis, eher ein Bekenntnis.

"Wir können alles. Außer Hochdeutsch." "Mir san mir", sagen die Bayern und wer es versteht, wird nicht daran zweifeln. "Wenn ich Plattdeutsch höre, fühle ich mich daheim", sagt eine Frau aus dem Norden, die seit ihrer Kindheit im Südwesten wohnt.

Ein Länderreport über die Besonderheiten und Eigenarten unserer Muttersprache.

Manuskript zur Sendung als [URL='https://www.dradio.de/download/165458/']PDF[/URL]-Dokument oder im barrierefreien [URL='https://www.dradio.de/download/165459/']Textformat[/URL]