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Immer Freitags

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[COLOR=black]Liebes Tagebuch,[/COLOR]

[COLOR=black]entschuldige das 'Immer Freitags', aber auf der Suche nach Deinem Namen kam mir 'Immer Freitags' in den Sinn, Frage nicht warum, und es hat sich festgesetzt. Ich gebe zu, so lange habe ich nicht über Deinen Namen nachgedacht, Hauptsache Du hast erst mal einen.[/COLOR]

[COLOR=black]Heute ist also Freitag und ich dachte mir fange mal an. Heute kam auch Post. Ich war nach der Arbeit noch einkaufen und im Briefkasten waren zwei Briefe von der FernUni. Im ersten war der Gebührenbescheid und im zweiten der Studentenausweis mit Bescheinigungen.[/COLOR]

[COLOR=black]Laut Ausweis bin ich Weiterbild.-Studierender. Und ich dachte ich bin Akademiestudent, zumindest habe ich mich zum Akademiestudium eingeschrieben, wird das selbe sein. [/COLOR]

[COLOR=black]Was mache ich überhaupt hier? Dazu musst Du wissen, dass ich im Februar runden Geburtstag hatte, vierzigsten. Nachdem ich vierzig geworden bin, habe ich mich gefragt, wie war das eigentlich als Du dreissig geworden bist? Und was hast Du seit dem gemacht? Mein Beruf ist mir gleich eingefallen, beruflich habe ich in den zehn Jahren einiges geschafft. Na ja, über das Private will ich Dir nicht viel verraten, dafür habe ich jemanden anderes, tut mir leid. Ausserdem ist mir noch eingefallen, dass ich mich in den zehn Jahren "intellektuell" nicht weiterentwickelt habe (die berufliche Weiterbildung mal ausgenommen) und dass sich meine Hirnaktivitäten tagein tagaus immer um die gleichen Dinge drehen (Du ahnst schon um welche). [/COLOR]

[COLOR=black]Bei dem Gedanken, dass ich mich zum fünfzigsten wieder fragen werde "Was hast Du in den letzten zehn Jahren gemacht?", dachte ich mir "Du solltest Dir mal über die Antwort Gedanken machen", und fing an nachzudenken.[/COLOR]

[COLOR=black]Mal was neues machen und, ziemlich schnell, FernUni Hagen, kam mir in den Sinn. Die kannte ich noch aus der Zeit meines Ersstudiums, nicht näher, aber immerhin so viel, um jetzt mal nach zu schauen was die anbieten. Das war vor gut drei Wochen. [/COLOR]

[COLOR=black]Und morgen erzähle ich Dir, wie es dazu kam, dass ich heute meinen Studentenausweis im Briefkasten hatte.[/COLOR]

[COLOR=black]Gute Nacht, liebes Tagebuch[/COLOR]

[COLOR=black]Dein Chrissi[/COLOR]

Comments

Erster! :D

Vielleicht schreibe ich beim nächsten Mal etwas mehr ... ;)

Ich muss jetzt weg ...

Den Avatar find ich voll :cool:!

Ja, und herzlich Willkommen, bin schon gespannt, wie nun der Studienausweis zu dir kam!

Vierte! :D

Viel Spaß beim TB-Schreiben und viel Erfolg im Studium!

Fünfte!!

Herzlich willkommen hier bei uns und viel Spaß und Erfolg beim Studium!

Bin schon gespannt auf die Fortsetzung Deiner Geschichte!

Noch gut in den Top Ten :D

Hallo hier und viel Spaß beim Tagebuch schreiben.

Siebte!

Viel Erfolg beim Studium und herzlich Willkommen bei den TB-Schreiberlingen.

Samstag, 07.03.09, abends

Liebes Tagebuch,

Du siehst, wir sind hier nicht alleine, aber das war Absicht, und wenn ich Husum höre, denke ich an schöne Zeiten. Ein nordseefrisches 'Moin' und Danke für die guten Wünsche an alice1968 und alle anderen. Du musst wissen, wir (Du bis nicht gemeint) fahren seit sechs Jahren Sommers nach Nordfriesland in den Urlaub, dreimal waren wir in Ahrenshöft und dreimal in Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog, "gegenüber" von Sylt. Uns zieht es dahin auch wenn wir nicht von daher kommen. Wenn wir von der A23 über Heide kommend auf der B5 Husum passieren hat der Urlaub endgültig angefangen, immer wieder schön. Aber ich schweife ab.

Wie kam nun die Post in meinen Briefkasten? Ich ging also auf die Hagener Seiten und die haben es geschafft, dass ich mich festlese. Die Seiten sind inhaltlich und strukturell gelungen, so dass es nicht schwierig war, mich einige Stunden mit ihnen zu befassen. Nicht ohne Pause und nicht an einem Abend aber gedanklich irgendwie an einem Stück. Nach kurzer Zeit lächelte mich das "Päckchen" 'Bachelor of Laws' reizend an. Die Info-Hefte konnte ich online studieren, habe sie aber auch bestellt (warum auch nicht?) und mich recht akribisch mit den ReWi Seiten beschäftigt: Studienplan, Modulinhalte, Prüfungsordnung, Prüfungsverfahrensordnung, den semsterbegleitenden Studien- und Prüfungsinfos und was es noch alles gibt. Andere Quellen hatte ich auch, nicht zuletzt sehr nützliche Beiträge in diesem Forum, das mir Google irgendwann anbot.

Kurz und gut, am Ende kamen Fragen vorbei, nämlich "Einschreiben ja/nein?", "'Reguläres' oder Akademiestudium?" und "Welche Module?".

Schliesslich habe ich es so gemacht: Akademiestudium mit (und nur mit) Modul Propädeutikum und der (gedanklichen) Option bis spätestens Mitte Mai das Modul "Einführung in die Wirtschaftwissenschaften" nachzubelegen. Und das vorläufige Resultat fand ich eben gestern im Briefkasten. Und übrigens auch schon Anfang der Woche, da hat mich nämlich abends der Umschlag vom ZMI mit den Zugangsdaten für den virtuellen Studienplatz begrüsst.

Ok, warum ich das so gemacht habe, wie ich es gemacht habe, erzähle ich Dir morgen. Ich freue mich jetzt schon auf mein Bett nachher und die paar Seiten Fritjof, die ich dann noch lesen werde. Wer Fritjof ist und was der mit meinem Studium zu tun hat, erfährst Du auch noch.

Noch einen schönen Abend, liebes Tagebuch

Dein

herzlich Willkommen unter den BoL'ern und den Tagebuchschreibern. :D

Ich wünsche Dir viel Spaß mit Deinem Studium und natürlich hier im Forum.

Sonntag, 08.03.09, abends

Liebes Tagebuch,

Warum Akademiestudium? Warum nur ein Modul? Wurde ich in diesem Forum auch schon gefragt. Als es um die Entscheidung ging, fehlte mir das Gefühl dafür, ob ich ein "grundständiges" Studium schaffe (ist immer noch so). Ich bin ja nicht naiv und ich habe ein abgeschlossenes Studium hinter mir, also ich "kenne das Leben" (wieso 'Vermessen'? Ich doch nicht). Interesse, Arbeitsbelastung, Jura-Eignung, Zeitbudget, Arbeitseiffer: für mich alles Funktionen der Zeit mit unbekanntem Verlauf (ich kann nicht hellsehen).

Also, habe ich mir gedacht, dann machst Du das mal auf Probe, ein Modul als Akademiestudent. Damit verbaust Du Dir nichts und es ist keine Wette auf die Zukunft. Wenn alles gut läuft, belege ich die Einführung in die Wirtschaftswissenschaften im laufenden Semester nach. Wenn alles gut läuft, schreibe ich mich dann fürs Wintersemester richtig ein. Bis in den Sommer habe ich Zeit mir eine Meinung zu bilden. Auch was die Anzahl der Module angeht. Ich glaube dieser Weg ist ganz gut. Ich halte Dich auf dem Laufenden.

Und Fritjof? Das ist mein erstes Jura-Buch. Fritjof Haft: "Einführung in das juristische Lernen - Unternehmen Jurastudium". Den Hinweis auf das Buch habe ich in diesem Forum erhalten, der Mann war ordentlicher Professor für Strafrecht und Strafprozeßrecht, Rechtsphilosophie und Rechtsinformatik an der Universität Tübingen und ist heute emeritiert. Er hat eine ganz eigene Auffassung der Rechtswissenschaft und deren Entwicklung, Praxis, Lehre, Studium und Studenten. Er erklärt warum manche Dinge so sind wie sie sind oder wie sie seiner Meinung nach sein sollten, leitet aus Gesagtem Ratschläge ab was der Jurastudierende tun oder unterlassen soll und erzählt gekonnt zur Illustration seiner Botschaften teils witzige, teils skurile Episoden aus seinem reichen Erfahrungsschatz als Jurist und Lehrender. Z.B. Begebenheiten aus Examensprüfungen oder warum seine Frau einmal Marzipankartoffeln kauft, obwohl sie das sonst nie tut. Sehr schönens Buch, es hat so was "Grundsätzliches". Ich denke, es wird mich noch einige Zeit begleiten. Es liest sich gut, ich lese einzelne Kapitel oder Abschnitte hin und wieder nochmal, auch weil die Wiederholung das Verständnis fördert.

Na gut, morgen fängt die neue Woche an. Ich habe mir schon einige Gedanken über die Studien-Gestaltung der nächsten Tage gemacht, behalte meine Absichten aber für mich. Ich berichte Dir dann das nächste mal, was aus ihnen geworden ist. Möglicherweise erst Freitag abend, nicht traurig sein.

Gute Nacht und schöne Woche, liebes Tagebuch.

Dein

Samstag, 14.03.09, vormittags

Liebes Tagebuch,

so da bin ich wieder. Ok, nein, es ist nicht Freitag, aber gestern war ein sehr anstrengender Tag und als ich spät abends nach Hause kam, hat das Favoritenrennen mein Wasserbett gewonnen und nicht Du. Aber heute morgen ist das Schnee von gestern und Du hast es wieder auf Platz 1 geschafft.

Wie die Woche war? Also, ich habe mich mal schlau gemacht, welche Materialien ich mir von den FernUni-Seiten runterladen kann und was das Forum hier so bietet.

Und da habe ich einiges gefunden: die jeweils vier letzten Klausuren auf den Seiten der Fakultät für Wirtschaftswissenschaft zum Beispiel. Die habe ich mir für alle vier BoL Pflichtmodule ausgedruckt; Alte Einsendearbeiten von EWiwi BWL habe ich da auch gefunden; Bei einem Rewi-Lehrstuhl gibt es für Propädeutikum alte Einsendearbeiten und eine "Musterklausur". Na ja, die ist von 2005 und es haben sich ja die Materialien seit dem "weiter entwickelt", d.h. den tatsächlichen Nutzen darf ich nicht überschätzen. Ich werden ihn "einschätzen" lernen und damit dann etwas konstruktives für mein Studium leisten.

Hier im Forum ist auch einiges Interessante dabei: Inhaltliche Zusammenfassungen von Propädeutikum und Gutachtenstil, zusammengestellte Hinweise, Fragen und Antworten (Vorschläge) zu Propädeutikum sowie eine Zusammenstellung von Definitionen.

Ausserdem war ich noch auf den Seiten der Studienzentren in Karlsruhe, Frankfurt und Schwäbisch Gmünd, um einen Überblick über die angebotenen Mentorenveranstaltungen und Klausurvorbereitungen zu bekommen, da ist auch einiges dabei, aber die abschliessende Evaluierung wann ich wo an welcher Verantaltung teilnehmen werde, steht noch aus. Damit werde ich mich noch ein wenig beschäftigen.

Ich habe in den letzten Tagen auch die Entscheidung getroffen, das Modul "Einführung in die Wirtschaftswissenschaften" im Sommersemester zu belegen. Das hatte ich mir bei der Einschreibung ja offen gehalten, weil ich damals (vor gut 4 Wochen) nicht einschätzen konnte, ob ich zeitlich zwei Module im Semester schaffe ohne das Interesse zu verlieren. Heute bin ich weiter. Ich denke die zwei Module dieses Semester werden kein Problem werden, weder zeitlich noch in Hinsicht auf Interesse. Das habe ich vor allem dem intensiven Beschäftigen mit der Materie in den letzten Wochen und der dabei stattgefundenen Meinungsbildung zu verdanken. Meine Überzeugung nochmal zu studieren hat sich in dieser Zeit gefestigt. Dass sich das auch wieder ändern kann, ist mir bewusst, aber aus meinem ersten Studium habe ich mitgenommen, dass die Arbeit an der "inneren Überzeugung des eigenen Tun" nie für beendet erklärt werden darf, weil die Überzeugung immer wieder einer Auffrischung bedarf (das liest sich allerdings leichter als es ist).

Nächste Woche werden die Modulmaterialien versendet, dann kann es auch mit der konkreten Modul-bezogenen Arbeit losgehen. Da ich ein "Strukturmensch" bin und um vermeidbare (böse) Überraschungen/Konfliktsituationen zu vermeiden, muss ich mich zunächst mal um ein Zeitraster kümmern, in dem Stoffbearbeitung, Einsendearbeiten, Mentorenveranstaltungen, Klausurvorbereitungen und mein restliches Leben bis September in einen vernünftigen Zusammenhang gebracht werden; also noch ein bischen organisatorischer Kram. Ich halte Dich auf dem Laufenden.

Ein schönes Wochenende, liebes Tagebuch.

Dein

Freitag, 20.03.09, abends

Liebes Tagebuch,

so, geschafft. Ich sitze auf der Couch, Notebook auf dem Schoß, Kaba auf dem Wohnzimmertisch, Ladykracher im Fernsehen, kurz: die Woche ist vorbei. Und da war wieder einiges:

Die Modulunterlagen sind noch nicht da, aber die Propädeutikum Kurseinheiten sind als pdf-files in Moodle eingestellt. Übrigens Moodle: den Zugang hatte ich ja schon eine Weile, allerdings war Propädeutikum nicht freigeschaltet und da habe ich mal in Hagen nachgefragt wie das kommt und da hat sich herausgestellt, dass das automatisch gar nicht passiert, weil Moodle keine entsprechende Daten für mich im LVU gefunden hat, die das bewerkstelligen würden. Freigeschaltet ist Propädeutikum jetzt trotzdem, das haben die manuell gemacht, war kein Problem.

Tja, und dann war diese Woche noch die Propädeutikum Klausur (dass ist die, die ich in einem halben Jahr auch schreiben werde). Und die ist mal wieder nicht reibungslos über die Bühne gegangen. Zumindest gibt es zuhauf Beschwerden von Studenten: wegen falscher Klausurräume, falscher Beschreibungen zu den MC-Auswahlmöglichkeiten, problematischer Aufgabenstellung und Aufgaben zu Stoff der nicht klausurrelevant war. Ich bin mal gespannt wie sich das entwickelt, die Durchfallquote war letztes mal schon relativ hoch im Vergleich zu den Klausuren davor. Vielleicht wird die Septemberklausur deshalb um so unproblematischer?

So, ich werde mich die nächsten Tage mit den Propädeutikum Kurseinheiten beschäftigen und mir einen Studierplan überlegen, das Studium hat begonnen. Die schriftlichen Kursunterlagen und das sonstige FernUni-Material müssten in den kommenden Tagen auch eintreffen. Dann habe ich alles was ich für das kommende halbe Jahr brauche. Ach nein, Gesetzestexte brauche ich ja auch noch, soviel ich herausgefunden habe reicht für Propädeutikum aber BGB, StGB, GG, VwVfG, die werde ich mir als Beck dtv kaufen.

Fritjof Haft habe ich demnächst auch zu Ende gelesen, aber ich glaube in diesem Buch werde ich immer wieder mal gerne schmökern und bei jedem Lesen das Gelesene vertiefen und immer mehr verinnerlichen, was sich wirklich lohnt. Beispiel: Er hat dem Gutachtenstil ein paar Abschnitte gewidmet und fleht den Studierenden geradezu an, dem Korrektor nur wenige Worte zuzumuten, wenn ein zu prüfendes Tatbestandsmerkmal unproblematisch ist. Unproblematische Teile sollten gar nicht begutachtet, sondern lediglich "festgestellt" werden (ohne Begründung, um keinen Urteilsstil an solchen Stellen zu verwenden). Wenige Worte bei unproblematischen Teilen schaffen Platz und Zeit für den nötigen Raum für die problematischen Teile, mit denen ein Fall "gewonnen" wird. Das ist so eine Sache von der ich weiss, dass sie mich noch einige Zeit verfolgen wird.

Bis zum nächsten mal, liebes Tagebuch.

Dein

Samstag, 28.03.09, abends

Liebes Tagebuch,

ja, das Studium hat begonnen, naja noch nicht ganz aber fast: Sommersemester 2009. Die Kursunterlagen sind am Montag gekommen und ich studiere fleissig den ersten Teil "Illustrative Einführung in das Recht" vom Propädeutikum. Die ersten neun "rechtlichen Erläuterungen" habe ich schon durch und zu jeder jeweils eine DINA4-Seite als Zusammenfassung erstellt, auf der ich strukturiert den Inhalt kurz und verdichtet darstelle. Diese Seiten dienen mir später auch zur Wiederholung. Am Ende des ersten Teils werde ich für jede der 23 Geschichten eine Seite haben. Jetzt am Wochenende arbeite ich noch Nummer 10 und 11 durch, Ostern möchte ich mit dem ersten Teil fertig sein. Mein Zeitplan sieht dann weiter vor, dass ich mich den restlichen April mit dem zweiten Teil beschäftige, darin geht es um die Kurzvorstellung der drei grossen Rechtsgebiete Privatrecht, Öffentliches Recht und Strafrecht. Ab Mai beziehe ich dann WiWi mit in die Bearbeitung ein. Soweit meine bisherige Zeitplanung. Ich habe ordentlich zu tun, aber es bereitet mir viel Freude. Hast Du gewusst, dass Betrug zwingend einen Vermögensschaden voraussetzt? Ich auch nicht, aber es ist tatsächlich so. Mit der umgangssprachlichen Verwendung von Betrug ist also Vorsicht angebracht. Du siehst, ich habe schon einiges gelernt.

Und jetzt ist mir auch rechtlich klar, warum letztes Jahr mein Verfahren wegen Verkehrsunfallflucht von der Staatsanwaltschaft eingestellt wurde (intuitiv hatte ich nie etwas anderes erwartet). Wenn ich tatsächlich bei dem Unfall beteiligt war, dann habe ich den Unfallort verlassen, weil ich gar nicht wusste, dass das ein Unfallort war (Unfall nicht bemerkt). Ich war mir also des Tatbestands "vom Unfallort entfernen" nicht bewusst. Ich bin damit einem Tatbestandsirrtum erlegen, bei dessen Vorliegen
§ 16 StGB Vorsatz ausschliesst. Unerlaubtes Entfernen vom Unfallort setzt aber Vorsatz voraus, und da ich nicht vorsätzlich den Unfallort verlassen habe, liegt auch kein unerlaubtes Entfernen vom Unfallort vor. Einfach oder?

So, jetzt werde ich mich noch in den Kursunterlagen mit § 823 BGB Schadensersatzpflicht befassen und dann hofffentlich in schlafender Weise der Zeitumstellung entgegenträumen. Wir lesen und schreiben uns kommende Woche wieder.

Schönes Wochenende, liebes Tagebuch.

Dein

ich weiß nicht ob du das für dich persönlich machst oder für die Klausur, jedoch ist das 1. Skript von Propädeutikum nicht prüfungsrelevant.

Es sei denn, es hat sich gerade in diesem SS was geändert, was ich mir diesbezüglich nicht so ganz vorstellen kann, da gerade dieses Skript so eine Einführung geben soll, wo man mit Recht eben in Berühung kommt und soll schmackhaft machen für das Studium.

Tini

Tini,

ich gehe auch davon aus das der erste Teil auch weiterhin nicht klausurrelevant ist, aber wie Du schon selber erwogen hast, studiere ich in erster Linie der Inhalte wegen und da finde ich die intensive Beschäftigung auch mit dem ersten Teil ganz lohnend.

Nicht weniger wichtig ist für mich die Klausuren mindestens zu bestehen, denn ich studiere auch Abschluss-orientiert. Aber ich möchte nicht durch die Einheiten "hetzen" auf der Suche nach "Klausurstoff". Etwa zwei bis drei Wochen vor der Klausur, also im August, werde ich mich dann auf die Klausur einstellen.

Danke für den Hinweis.

Liebe Grüsse

Dacht ich mir schon fast ;)

Ja ich studiere auch lieber so, dass ich mal auch nach links und rechts schau (Literatur) und mich umfassender informiere.

Gestern blieb ich zB zwei Stunden an der Homepage [url]www.parlament.gv.at[/url] hängen, (ich studiere Recht in Österreich), weiter dann zur Bundesregierung auf ner anderen Homepage ... usw.

Aber vor den Klausuren interessieren dann eher wieder die Klausurinhalte, schließlich will man ja auch ein Ende finden im Studium :D, und da kommt ja nicht unbedingt immer nur der Teil den man selbst am interessantesten fand.

Ich bin schon gespannt was du zu E-Wiwi sagst.

Bist du einer von den Rewi-Studenten die zu BWL eher abgeneigt sind oder doch auch interessant finden?

Wie kam deine Entscheidung zu Rewi?

Tini

Ich finde WiWi auch sehr interessant, ich denke WiWi ist für micht nicht so anspruchsvoll wie Recht, mit der WiWi-Mathematik werde ich z.B. keine Probleme haben, da ich durch Schule und Erststudium geübt bin.

Warum habe ich mich für Recht entschieden? Dazu fallen mir zwei Bemerkungen ein:

Ich bin während meines Erststudiums mit dem Recht in Berührung gekommen, als ich stundenweise in einem Inkasso-Büro gearbeitet habe. Seit dieser Zeit ist mir das vorgerichtliche und gerichtliche Mahnverfahren und die zugehörigen Rechtsgrundlagen im BGB bekannt und ich fand das sehr interessant.

Nun bin ich ja Informatiker und arbeite in der Softwareentwicklung. Dort zeichnet sich vor allem die Fehlersuche durch eine forensische Vorgehensweise aus. Auch eine juristische Falllösung ist m.E. eine forensische Tätigkeit: "Suche, Analyse, Zuordnung, Bewertung von Anspruchsgrundlagen in Hinsicht auf einen Sachverhalt". Vielleicht ist meine Liebe zum forensischen Arbeiten der Hauptgrund warum ich mich überhaupt für Informatik und jetzt für ReWi interessiere. Eine gewagte These, aber immerhin eine, die noch nicht widerlegt ist.

Liebe Grüsse

Ahja, auch eine sehr interessannte Richtung bzw. Sichtweise.

Nunja, ich studiere Recht, weil ich Wiwi weniger anspruchsvoll fand, bzw. einen Teil hatte ich schon abgehakt durch den Bilanzbuchhalter (Buchhaltung, Kostenrechnung, Fiannzierung), gleichsam der Teil BWL 1 - 3 der mich auch am meisten interessierte, den ich auch belegte und schrieb, bevor ich wieder nach Österreich wechselte.

VWL finde ich auch interessant, aber mehr für mich privat als damit etwas mit meinem Job zu verbinden.

Tja, und so der Rest, Winfo, Statistik, Marketing, Unternehmensführung etc. haut mich nicht wirklich vom Hocker.

Ja, und nun studiere ich Recht weil das eigentlich auch eine wesentliche Grundlage ist für Buchhaltung/Steuerberatung, aber es in Wiwi mir einfach zu sehr gestriffen wird, auch im Bilanzbuchhalter hat man mal das eine oder andere, aber ehrlich gesagt war es nicht viel nötig dazu in Gesetztestexten zu blättern, der Inhalt wurde sowieso immer wieder vorgekaut.

Das möchte ich umkehren, dass ich eben mehr am Gesetzestext klebe und was daraus ableiten kann, als dass ich vor lauter 'Furcht' (weiß gerade nicht, wie ich es besser ausdrücken kann) ich keinen Gesetzestext aufschlage.

Ich bin froh dass ich derzeit eigentlich so garnichts ätzend finde (bis auf Latein, das war einfach sehr mühsam, da die Klausur 4 Stunden dauerte).

Nicht einmal Rechtsgeschichte, vor der ich mich zunächst zurückschreckte.

Viel Spass im SS 2009, mein Semester begann schon Anfang März, bin gerade im ÖFFR, wo ich mal weitermachen sollte. (Klausur am Montag :D)

Viel Erfolg am Montag und ein fröhliches neues Semester!

Liebe Grüsse

Samstag, 04.04.09, abends

Liebes Tagebuch,

wieder ist eine Woche zuende und nun hat das Sommersemester tatsächlich begonnen. Ich liege weiterhin gut im Plan, von den 23 Geschichten im ersten Teil Propädeutikum habe ich 17 durchgearbeitet, den Rest werde ich bis Donnerstag fertig machen und damit habe ich dann meine erstes Ziel erreicht, nämlich bis Ostern mit dem ersten Teil durch zu sein. Nach Ostern bis in die erste Mai Woche will ich den zweiten Teil bearbeiten und danach fange ich mit EWiWi an. Soviel sei schon mal verraten. Weitergehende Überlegungen zur Stoffbearbeitung habe ich mir zwar auch schon gemacht, aber die sind noch nicht so konkret, dass ich Dir darüber erzählen möchte. Das Zeitfenster bis in die erste Maiwoche ist ja auch reichlich gross und muss erstmal ausgefüllt werden.

Die Ergebnisse der Propädeutikum Klausur sind auch raus gekommen und wie zu erwarten war gibt es solche und solche, also solche die bestanden haben und die anderen. Die Klausurfragen und Ergebnisse sind in Moodle als PDF Dateien veröffentlicht, dass ist natürlich für die Klausurvorbereitung ganz gut. Eine Statistik zur Notenverteilung habe ich noch nicht gesehen, vielleicht wird darüber mal hier im Forum berichtet.

Zu den Mentorenveranstaltungen habe ich für dieses Semester auch ein Entscheidung getroffen: ich werde die Veranstaltungen zu den Klausurvorbereitungen besuchen, andere jedoch nicht. Warum? Ich habe den Eindruck, dass sich mir der eigentliche Stoff aus den Kursmaterialien sehr gut erschliesst, deshalb halte ich eine Teilnahme an Mentorenkursen zu ineffektiv für mich und für dieses Semester (Propädeutikum und EWiWi). Nächstes Semester sieht die Sache anders aus, das weiss ich jetzt schon (Falllösung im Gutachtenstil / BGB I), aber soweit sind wir ja noch nicht.

So, liebes Tagebuch, jetzt guck ich noch ein bischen Fussball und dann bilde ich mich im Bett noch ein wenig weiter.

Dein

Ostermontag, 13.04.09, abends

Liebes Tagebuch,

das lange Wochenende ist jetzt bald vorbei, aber bis auf die peinliche Vorstellung am Samstag im Stadion (0:3 und zwei rote Karten) war es sehr schön. Das Studium liegt auch voll im Plan, dabei war der heutige Tag sehr ergiebig, nach dem ich an den restlichen Ostertagen nichts gemacht hatte.

Der erste Teil vom Propädeutikum ist abgeschlossen und auf 24 Seiten schön knackig festgehalten. Mit dem Zivilrecht im zweiten Teil bin ich auch schon bekannt, um genau zu sein, seit letztem Mittwoch. Der Teil liest sich recht leicht, was m.E. ein Problem ist, wenn man vergisst, dass das Gelesene gelernt sein will. Dafür ist der Stoff aber sehr verdichtet präsentiert, was die Bearbeitung erleichtert. Ich fasse die Inhalte wie beim ersten Teil zusammen. Dabei organisiere ich den Stoff in einzelne benannte Kapitel, für die ich dann jeweils maximal eine DINA4-Seite spendiere. Den Zivilrechtsteil habe ich so in sechs Kapitel, d.h. sechs Seiten, zusammen gefasst. Mit dieser Zusammenfassung bin ich tatsächlich schon fertig, das liegt vor allem daran, dass ich heute netto sechs Stunden gearbeitet habe.

In der Restwoche möchte ich nun die Memorierung des Stoffes etwas organisieren und vorantreiben. Zu diesem Zweck habe ich nach einer Empfehlung hier im Forum das Karteikarten-Lernprogramm MemoStep6 aus dem Netz geladen. Ich werde in den nächsten Tagen im Stiel von Frage vs Antwort bzw. Begriff vs Definition Karten anlegen, die ich mich dann regelmäßig abfrage. Daneben beginne ich den Basiskurs öffentliches Recht zu lesen mit dem Ziel am Wochenende ebenfalls damit zu beginnen Zusammenfassungsseiten und anschließend Karteikarten zu erstellen. Ich denke die Zusammenfassungen und Karteikarten sind eine gute Form, um nach der Bearbeitung des zweiten Teils den Stoff zu wiederholen und bis zur Klausur präsent zu halten.

Jetzt habe ich mir ausser den Gesetzestexten doch Bücher zugelegt, was ich dieses Semester eigentlich nicht wollte. Nach einigen Recherchen habe ich mir dann aber doch Bücher gekauft, die ich mir im kommenden Semester sowieso gekauft hätte, nämlich Brox "Allgemeiner Teil des BGB" und die Definitionsbücher aus dem Niederle Media Verlag für Zivilrecht, öffentliches Recht und Strafrecht. Und ich habe mit dem Brox und den Zivilrechtsdefinitionen bei der Erstellung der Zusammenfassung für den Zivilrechtsteil auch schon gearbeitet. Ich werde darauf achten, dass die Bücher bis auf weiteres ihr Dasein nicht als Ausstellungsstücke im Bücherregal fristen, versprochen!

So, liebes Tagebuch, mache es gut, bis zum nächsten mal,

Dein

Sonntag, 19.04.09, abends

Liebes Tagebuch,

geschafft! Ich habe heute wie geplant Öffentliches Recht im zweiten Teil Propädeutikum fertig studiert, aber so richtig toll finde ich dieses Kapitel nicht. Zum einen ist der Text irgendwie zäh geschrieben, zum anderen erinnern mich die Inhalte stellenweise doch sehr an Gemeinschaftskunde und das ist mindestens zwanzig Jahre her (Verfassungsprinzipien, Staatsorgane des Bundes, gäähhn). Aber gut, ich habe es ja durch und auch in einer Form aufbereitet mit der ich bis zur Klausur leben kann und es gibt ja auch Interessantes, z.B. Jellinek mit seiner Staatsdefinition und Grundrechtseinteilung. Jetzt fehlt noch der Strafrechtsteil, den ich aber schon angefangen habe zu lesen, der ist wieder kompakter verfasst und auch kürzer. Mit Strafrecht werde ich mich nun in der Woche beschäftigen und nebenbei mit den Memostep-Karteikarten Zivilrecht und öffentliches Recht wiederholen. Am kommenden Wochende möchte ich Strafrecht zusammenfassen, Karteikarten anlegen und damit dann den zweiten Teil Propädeutikum vollends abschliessen.

Die Urlaubsplanung ist auch fortgeschritten, am 26. September, dem Tag nach der EWiWi-Klausur geht es wieder in den Koog nach Nordfriesland und in "unsere" Möwe. Das wird wieder schön, nach hoffentlich zufriedenstellenden Klausuren. Die letzte Woche vor der EWiWi-Klausur habe ich schon Urlaub und damit etwas mehr Zeit für die Klausurvorbereitung.

Ende der kommenden Woche rückt der Mai auch näher und damit die Zeit, ab der ich mit EWiWi beginne. Wie ich das genau organisiere und wie ich die zwei letzten Teile von Propädeutikum angehe, habe ich mir schon in etwa ausgedacht. Darüber erzähle ich Dir dann nächste Woche.

Bis zum nächsten mal, liebes Tagebuch

Dein

ChrissiLLB wrote:

Ende der kommenden Woche rückt der Mai auch näher und damit die Zeit, ab der ich mit EWiWi beginne. Wie ich das genau organisiere und wie ich die zwei letzten Teile von Propädeutikum angehe, habe ich mir schon in etwa ausgedacht. Darüber erzähle ich Dir dann nächste Woche.

Dann warte ich mal auf deinen Plan für EWiWi ... meinen finde ich noch verbesserungswürdig. Hab aber noch keine Idee, wie :confused: Vielleicht ist deiner besser

Samstag, 25.04.09, abends

Liebes Tagebuch,

heute habe ich die Bearbeitung des zweiten Teils "Basiskurs Rechtswissenschaft" im Propädeutikum beendet. Strafrecht war der letzte Abschnitt und den habe ich heute zusammengefasst. Mit gut 50 Memostep-Karteikarten und der 19-seitigen Zusammenfassung, befindet sich der zweite Teil ab jetzt bis zur Klausur in der "Wartungsphase". Die "Wartung" gestalte ich in der Art, dass ich die Karteikarten regelmäßig wiederhole und zu jeweils einer einzelnen Seite der Zusammenfassung das Material nochmal durchlese (Jede Seite ist einem Thema gewidmet). Auf diese Weise versuche ich, ohne eine echte Phase der Klausurvorbereitung für Propädeutikum auszukommen. Die vorliegenden Klausuren habe ich auch in Form von Memostep-Karteikarten aufbereitet, was durch den MC-Charakter der Aufgaben gut möglich ist.

Gestern ist der Notenspiegel der März-Propädeutikum-Klausur bekannt geworden, gut 42% der Teilnehmer sind durchgefallen. In der Tendenz der letzten Klausuren ist eine spürbare Erhöhung der Durchfallquote erkennbar, ob das von den Klausurerstellern beabsichtigt ist? Keine Ahnung! Falls nicht könnte die September-Klausur spürbar einfacher sein, falls doch, dann möglicherweise nicht. Wir werden sehen. Ich bin jedenfalls mit meinem persönlichen Fortschritt in diesem Modul zufrieden. Teil drei "Juristisches Arbeiten" werde ich im Mai und Juni bearbeiten, Teil vier dann im Juli und August. Du siehst, ich "strecke" das ein wenig, absichtlich, denn ab morgen rückt EWiWi in den Mittelpunkt.

Apropos, wie gehe ich nun EWiWi an? Nun, zum einen habe ich gedanklich eine zeitliche Einteilung vorgenommen. Die insgesamt sieben Kurseinheiten (4 x BWL + 3 x VWL) bearbeite ich bis Ende August, im Mai bearbeite ich den ersten und zweiten Teil in BWL, die den betrieblichen Leistungsprozess zum Gegenstand haben. Im Juni kümmere ich mich um die zwei Einsendearbeiten, zu deren Lösung ich "quer" zur chronologischen Abfolge, die relevanten Teile aus allen Kurseinheiten studieren muss. Dafür arbeite ich im Juni auch nur ein "reguläres" Heft durch. Im Juli und August kommen dann jeweils zwei Teile an die Reihe. Das ist also mein "terminiertes Mengengerüst" für EWiWi.

Die ersten zwei BWL-Kurseinheiten befassen sich mit Beschaffung, Produktion und Absatz und wenn wir nun an diese Begriffe noch "Planung" anhängen, dann bewegen wir uns direkt in dem Umfeld meiner beruflichen Tätigkeit der letzten 11 Jahre, nämlich der Entwicklung betrieblicher Planungssysteme (Beschaffungs-, Produktions- und Absatzplanung). Begrifflich und methodisch befinde ich mich bei diesen Teilen also nicht auf unbekanntem Terrain, was mir die Bearbeitung des Studienmaterials hoffentlich erleichtern wird. Ich werde Dich auf dem Laufenden halten.

So, liebes Tagebuch, genug für heute! Ich wünsche Dir noch ein schönes Restwochenende.

Dein

Sonntag, 03.05.09

Liebes Tagebuch,

das lange Erste-Mai-Wochenende geht nun zuende und ich habe vor ein paar Minuten mit der Zusammenfassung der Bestellzeitpunkteplanung mein Wochenpensum abgeschlossen. Mit dem Seichtkram und Beschaffung bin ich also durch, nächste Woche fange ich mit Produktion an. Ich muss zugeben der Kontextwechsel Recht nach EWiWi und zurück schafft mich manchmal ziemlich, das sind zwei ganz verschiedenartige Welten. Aber ich merke es geht voran und der Speicher füllt sich merklich.

Morgen ist erstmal Pause mit Studieren, da sind wir (nein, Du nicht) nach Karlsruhe eingeladen zum Geburtstagsessen, da gehts mal wieder in die alte Schmiede in Durlach zum Schneggesüpple und Ochsefetze (lecker, lecker, lecker!).

So, nimm es mir nicht übel, das ich schon wieder aufhöre, aber ich bin so müde heute. Ich könnte Dir noch einige Erlebnisse hier aus dem Forum erzählen, z.B. dass ich hier Waldorf und Stadler getroffen habe, die sich über Kermit ausgelassen haben. Rate mal wer Kermit bei der Sache war und wo sich der Balkon befindet. Manchmal ist das hier schon lustig, da ist Platz für soziologische Feldstudien.

Gute Nacht, liebes Tagebuch!

Dein

ChrissiLLB wrote:

Schneggesüpple

Was ist den das bloß für eine seltsame deutsch-barbarische Spezialität? Eine Suppe aus Schnecken?:dunce

Freitag, 15.05.09, abends

Liebes Tagebuch,

ja ich weiss, ich habe eine Woche übersprungen, aber warum auch nicht, schließlich gibt es auch nicht so viel aufregendes zu berichten. Das Studium ist in vollem Gange und was macht der Student im Studium: genau, studieren, was auch sonst?

Dieses Wochenende werde ich das Produktionstheorie Kapitel in EWiWi abschließen und mir ab kommender Woche dann die Kostentheorie vornehmen. Bis Ende des Monats möchte ich Produktion und Absatz in EBWL KE 2 fertig bekommen. Morgen und am Sonntag werde ich mir auch die alten Klausuren und Einsendeaufgaben vornehmen und mir die Aufgaben zu dem bisher erarbeiteten Stoff anschauen, um mich auch auf diesem Wege mit der Materie, auch mit Blick auf die Klausur, vertraut zu machen.

Im Propädeutikum habe ich mein Soll für die erste Maihälfte schon längst erfüllt. In der zweiten Maihälfte kommt aus Teil drei das Kapitel E dran, Kapitel F und damit der Rest von Teil drei kommt dann im Juni. Ich habe den Eindruck das Restprogramm von Propädeutikum mache ich so nebenher und dabei nimmt die Wiederholung einen nennenswerten Raum ein. Im Mittelpunkt steht in den kommenden Wochen aber ganz klar EWiWi. Das ist auch angemessen, zum einen wegen der noch zu bewältigenden Stofffülle, zum anderen weil ich schließlich im April ausschliesslich Propädeutikum gemacht und dort sehr gut vorgelegt habe.

Hier im Forum würde ich mir für Propädeutikum mehr Austausch wünschen, aber leider sind die Mitstreiter sehr zurückhaltend. Das Forum ist eben doch keine Arbeitsgruppe, wo auch mal ein 50% Ansatz durch Gedankenaustausch und "try and error" weiterentwickelt wird und dabei die Gruppe voranbringt anstatt auf Fehlversuche mit Häme oder auf inhaltliche Beiträge überhaupt nicht zu reagieren.

So, nun lasse ich Dich wieder alleine, liebes Tagebuch, bis zum nächsten mal.

Dein

Samstag, 23.05.09, abends

Liebes Tagebuch,

in den letzten Tagen habe ich mir die alten Klausur- und Einsendearbeiten von EBWL vorgenommen. Ich habe sie nicht gelöst, sondern zunächst mal nur "vereinzelt" und sortiert in die Bereiche Leistungsprozess, Investition/Finanzierung und Rechnungswesen. Parallel zum Stoff werde ich diese Aufgaben nun im Hinblick auf die Klausur bearbeiten. Ich meine der bisherige Aufgabenvorrat sollte für die Klausur schon beherrscht werden, zum einen weil einige Aufgaben, ganz, zum Teil oder auch in Variation durchaus in der neuen Klausur gestellt werden können. Zum anderen weil anhand der Aufgaben natürlich wesentliche Teile des Stoffs aufgearbeitet und angewendet werden.

Die aktuelle EBWL Einsendearbeit habe ich in der letzten Woche vollständig gelöst, dieser Punkt ist also erledigt. Allerdings ist das nur ein Mosaikstein des Ganzen, denn schwierig sind die Aufgaben wirklich nicht - mit Studienunterlagen und ohne Zeitrestriktion! In der Klausur stehen die Studienbriefe nicht zur Verfügung und die Zeit rennt davon ... Du erkennst den Unterschied?

Mein planerisches Zeitgerüst habe ich etwas dem Ist-Zustand angepasst. Ich habe den Eindruck, dass der Leistungsprozess (vor allem Produktion) weit anspruchsvoller ist als der Rest von EBWL und dieser Bereich in der Klausur mindestens 50% der Aufgaben beisteuert. Deswegen und weil ich zwar in KE 2 angekommen bin, aber noch nicht wirklich ein gutes Gefühl bzgl. dem Produktions-Teil in KE 1 habe, werde ich auch noch den ganzen Juni an BWL KE 1 + KE 2 hängen bleiben. Die restlichen zwei BWL KE studiere ich dann im Juli (Investition/Finanzierung) und August (Rechnungswesen). Die drei VWL KE mache ich im Juni, Juli und August. Ende August habe ich dann EWiWi durch.

Bis zum kommenden Wochenende beende ich wie geplant Teil E vom dritten Teil von Propädeutikum. Wie ich Dir schon mal erzählt habe, läuft Propädeutikum eher so nebenher, weil in BWL momentan einfach eine größerer und schwierigerer Stoffberg abgearbeitet werden muss.

So liebes Tagebuch, ich werde mich erst in drei Wochen wieder melden, es sei denn es ergibt sich etwas besonders berichtenswertes, dann komme ich früher wieder. In drei Wochen ist Mitte Juni und dann genau Halbzeit meiner persönlichen Semester-Bearbeitungszeit - Anfang April bis Ende August. Eine gute Gelegenheit Semesterzwischenbilanz zu ziehen.

Tschüß bis dahin,

Dein

Hast du vor die Prüfung schon im September zu machen?

schöne grüße

Vienna,

ja, ich plane im September die Klausuren zu Propädeutikum und EWiWi zu schreiben und zu bestehen. Hoffentlich klappt beides.

Liebe Grüße

Samstag, 13.06.09, abends

Liebes Tagebuch,

da bin ich wieder, drei Wochen sind rum. Die Hälfte meines Bearbeitungszeitraums ist auch vorüber und ich habe das gute Gefühl, dass ich schon mehr als die Hälfte des Stoffs studiert habe.

In Propädeutikum habe ich den dritten Teil letzten Donnerstag abgeschlossen (inkl. Zusammenfassung), bleibt also noch der letzte Teil, den ich mir im Juli/August vornehmen werde. Bis auf weiteres wiederhole ich jetzt die klausurrelevanten Teile zwei und drei.

Auch in EWiWi habe ich jetzt bereits gut vorgelegt. Mit KE 1 und KE 2 in EBWL bin ich (endlich) fertig und die alten Klausur- und Einsendeaufgaben zu den Themen der beiden ersten KE bearbeite ich gerade. Die möchte ich bis Ende des Monats komplett durchgerechnet haben (30 Aufgaben). KE 1 und KE 2 (Leistungsprozess) sind um einiges anspruchsvoller als KE 3 (Investition und Finanzierung) und KE 4 (Externes Rechnungswesen), d.h. schwieriger wird es nicht mehr. KE 3 werde ich mir wie geplant im Juli und KE 4 dann im August vornehmen.

In EVWL habe ich KE 1 fast durchgearbeitet, bis Ende des Monats bin ich auch damit fertig. Bleibt KE 2 für Juli und KE 3 für August. Insgesamt habe ich Ende des Monats 6 der 11 Kurseinheiten abgeschlossen. In EWiWi ist der Schlüssel zum Erfolg m.E. das Rechnen von Aufgaben nach der Bearbeitung der Kurseinheiten, weil damit der Stoff verinnerlicht wird und der Erkentnisgewinn noch zunimmt. Auch kenne ich so die Aufgabentypen, mit denen ich in der Klausur rechnen muss.

Die beiden Einsendearbeiten in EWiWi habe ich schon fertig und abgeschickt, die waren doch einfacher und mit weniger Zeitaufwand lösbar als ich gedacht hatte. Ehrlich gesagt, finde ich die Aufgaben nicht sehr anspruchsvoll und wenig fordernd, wenn ich da an die Übungsaufgaben im Informatik-Grundstudium zurückdenke, das war eine andere Liga! Vor allem Fragen, deren Antwort direkt aus dem Skript abgeschrieben werden können (z.B. "Was ist eine exogene Größe") ist an Niveaulosigkeit kaum mehr zu unterbieten und m.E. für ein Hochschulstudium nicht angemessen. Der Studierende sollte eher durch Transferaufgaben zum Nachdenken und zur Stoffauseinandersetzung angeregt werden, als zu so einer zeitverschwenderischen Frage provoziert zu werden, ob ein Skript-Abschreiben erlaubt oder eine eigene Formulierung gefordert ist. Aber beschweren möchte ich mich nicht, viel neues gelernt habe ich bisher auf jeden Fall und schwere Aufgaben kommen im Laufe des Studiums noch zu genüge (BGB I, BGB II, ...).

Dann habe ich noch eine Entscheidung getroffen, die es noch zu treffen galt. Dieses Semester habe ich ja als Probesemester deklariert, weshalb ich mich auch nur ins Akademiestudium eingeschrieben hatte, Du erinnerst Dich? Ich wollte dieses Semester ausprobieren, ob für ein ganzes Studium das Interesse reicht und ob das Studieren "alltagstauglich" für mich ist. Meinen bisherigen Erfahrungen aus den letzten Wochen nach kann ich das bejahen und und deshalb habe ich mich nun in den Studiengang Bachelor of Laws als "regulärer" Student eingeschrieben. Dazu habe ich die Online-Einschreibung zum Wintersemester ausgefüllt und bin damit nach Karlsruhe zum Studienzentrum gefahren, um die Einschreibung und Kopie meines Abizeugnis (das alte Schätzeken) abzugeben. Das ist also erledigt. Belegen werde ich im Wintersemester wie der Teilzeitplan vorsieht BGB I und Externes Rechnungswesen.

So liebes Tagebuch, da hatte ich diesmal was zu erzählen, ich berichte Dir wieder in zwei Wochen was los war.

Dein

30 Aufgaben in den ersten beiden KE's zu E-BWL?

Soweit ich mich zurückerinnerte, waren da fünf Aufgaben oder so, wenn überhaupt. Eben kaum was.

Da hat sich wohl das Skript geändert !?

Wünsch dir weiterhin das Durchsetzungsvermögen für dein gesamtes Studium. Aber es scheint mir, als hättest du da die wenigsten Probleme

Tinigridi,

nein, die 30 Aufgaben sind nicht die aus dem Skript, da gibt es tatsächlich auch heute nur ein paar. Alle verfügbaren alten Klausur- und Einsendeaufgaben zu EBWL KE 1 und KE 2 sind 30 Aufgaben.

Liebe Grüße

Ah, ich verstehe, also alles beim Alten :rolleyes:, die Übungsaufgaben muss man sich 'suchen', aber da ja immer mehr Klausuren geschrieben wurden wird's hier ja auch besser, was das Üben anbelangt.

Ja, Übungsaufgaben fehlen mir vor allem in EBWL auch.
Zum Teil finde ich die Übungsaufgaben in dem Skript auch sehr "kryptisch". Das ist in dem EVWL-Skript besser. Zum Glück hat man ja durch die alten EAs und Klausuren etwas Übungsmaterial.

Sonntag, 28.06.09, abends

Liebes Tagebuch,

da bin ich wieder, ich hoffe es ist Dir nicht langweilig geworden. Ich war letzte Woche in Frankfurt, um mir die Klausurörtlichkeiten anzuschauen. Ich schreibe beide Klausuren im Hörsaalgebäude auf dem Bockenheimer Campus. EWiWi könnte ich auch in Karlsruhe schreiben, Propädeutikum aber nicht, so schreibe ich nun beide Klausuren in Frankfurt, damit ich mich nicht um so viele Örtlichkeiten kümmern muss. Ich glaube in diesem Hörsaalgebäude werde ich mich in den nächsten Jahren immer mal wieder einfinden, da ReWi und WiWi dort gerne schreiben lassen.

Da bin ich also hingefahren, der Campus befindet sich im verlängerten Schatten des Marriott. Ich dachte mir ich parke in der Tiefgarage direkt auf dem bzw. unter dem Campus, so habe ich mir das vorher mit Lageplan ausgedacht, aber denkste. Unten an der Schranke angekommen, musste ich feststellen, dass die Tiefgarage nicht für das einfache Volk gebaut worden ist: Die Schranke ging nicht hoch. Nun gut, bin ich eben wieder rückwärts hoch gefahren, das ging, damals in Wien war die Garagenauffahrt des Hotels um einiges steiler und kürzer, was die Kupplung zu spüren bekam. Diesmal hat nichts gerochen. In der Nähe habe ich ein öffentliches Parkhaus gefunden, fünf Minuten Fußweg zum Hörsaalgebäude, merke ich mir, da parke ich in Zukunft immer (1 Euro pro angefangener Stunde, das geht).

Bevor ich in das Hörsaalgebäude gegangen bin, habe ich das Gelände erkundet, der Campus erstreckt sich zwischen Gräfstr. und Senckenberganlage. Junges Volk ist mir entgegengekommen und ein etwas irritiert schauender Mitdreissiger in Winterjacke und grosser Tasche um die Schulter: Aha, Studenten und ein wiss. Mitarbeiter der nicht so oft das Tageslicht sieht, habe ich mir gedacht.

Das Hörsaalgebäude war ziemlich leer. Ich habe mir die Hörsäle IV, V und VI angeschaut, bis auf einer leer, Mittelgroß-Hörsäle mit typischem Aufbau und Interieur, wie ich sie auch aus Kaiserslautern kenne. Aus den ziemlich lückenhaften Belegungsplänen ist ersichtlich, dass sie nicht ausgelastet sind. Das Hörsaalgebäude hat auch wirklich den Charme einer alten Banhofshalle, nicht geeignet als zweites Wohnzimmer, wahrscheinlich hat die Uni bessere Lokationen. Aber ich muss sagen, es hat sich das Gefühl eingestellt, auf das ich gehofft hatte: Endlich mal wieder Uni riechen, diese Hörsäle habe ich doch vermisst. Ich freue mich richtig auf die Klausuratmosphäre im September! Hatte ich schon lange nicht mehr.

Inhaltlich geht es auch voran, Juli und August ist noch Zeit, um die 5 letzten Kurseinheiten zu studieren. Im Juli kommt jetzt erstmal EBWL KE 3, EVWL KE 2 und die erste Hälfte des letzten Teils Propädeutikum. In EBWL und EVWL verbringe ich viel Zeit mit dem Rechnen der Aufgaben aus Studienbriefen, alten Klausuren und alten Einsendearbeiten. Für EVWL habe ich mir den Klausurtrainer VWL bestellt, der vom Lehrstuhl Wagner angeboten wird. Damit habe ich nochmal Aufgaben und das Rechnen von Aufgaben macht mir wirklich Spass.

Für Propädeutikum konnte hier im Forum eine Mitstreiterin gewinnen, mit der ich für den 30.08.09 eine "Probeklausur" vereinbart habe. Sie und ich konzipieren jeweils für den anderen 17 MC-Aufgaben (x aus 5) im Klausurstil, die an diesem Tag dem jeweils anderem zur zweistündigen Bearbeitung vorgelegt, anschliessend korrigiert und besprochen werden. Ich habe mir schon sechs Aufgaben ausgedacht, d.h. sechs Fragestellungen mit jeweils 5 Antwortmöglichkeiten. Gar nicht so einfach, die Aufgaben sollen schon herausfordernd sein, die Fragen und Auswahlmöglichkeiten müssen aber unmissverständlich formuliert sein, damit sie so verstanden werden, wie sie verstanden werden sollen. Ich finde die Klausurkonzeption eine schöne Möglichkeit, mit dem Stoff umzugehen. Die Probeklausur des anderen selber zu lösen ist dann auch spannend und nochmal ein Feedbackgeber. Ich freue mich schon darauf, bin mir aber darüber im klaren, dass ich für die Aufgabenerstellung noch einiges an Stoff umwälzen muss, aber das ist ja auch Sinn der Übung!

So liebes Tagebuch, genug für heute, wir wissen was in nächster Zeit zu tun ist, bis zum nächsten mal.

Dein

Freitag, 10.07.09, abends

Liebes Tagebuch,

ich schreibe Dir mal wieder Freitags, die Woche ist vorüber, das Wochenende steht vor der Tür, das finde ich schön.

Morgen und übermorgen möchte ich EVWL KE 2 abschliessen, das Geldmarkt-Kapitel fehlt mir dazu noch. Ausserdem möchte ich das öffentliche Recht im Propädeutikum KE 2 wiederholen und für die Probeklausur einige Fragen aus diesem Rechtsgebiet formulieren. Als dritten Arbeitskomplex setze ich die Aufgabenbearbeitung in EWiWi fort. Das ist mein Plan für das Wochenende, die Zeit dafür habe ich mir bereits reserviert. Die letzten knapp drei Wochen im Juli habe ich dann für den Finanzierungsteil in EBWL KE 3, zum Aufgaben lösen in EWiWi, für Propädeutikum KE 4 erste Hälfte und zur Wiederholung und Vertiefung.

Insbesondere die Wiederholung und Vertiefung der Themengebiete zu der in der EBWL EA Aufgaben gestellt wurden, sollte sich in Hinblick auf die Klausur lohnen, denn es ist nicht übersehbar, dass in der Vergangenheit stets (!) auch Aufgaben der EA oder Abwandlungen davon in der zugehörigen Klausur gestellt wurden. Vor allem die Berechnung des optimalen Produktionsprogramms knöpfe ich mir deshalb nochmal vor.

Ich habe mittlerweile ein sehr gutes Gefühl was den Stoff und die Septemberklausuren betrifft. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ich in Propädeutikum oder EWiWi durchfalle, aber gut, mit der Vorstellungskraft ist das mitunter so eine Sache und wer weiss schon welche unvorhersehbaren Kräfte den Erfolg noch verhindern können. Übrigens, diese Woche habe ich beide EWiWi Einsendearbeiten zurückbekommen, beide erwartungsgemäß bestanden.

Die Korrektur ist aber mitunter nicht in Ordnung, da habe ich z.B. korrekt definiert, was eine Indifferenzkurve ist und trotzdem nur 2 von 4 Punkten bekommen, das ist schon krass. In der Musterlösung steht noch eine Umschreibung bzw. Interpretation (Stichwort: negatives nutzenindifferentes Austauschverhältnis), die zum einen keinen Mehrwert in Hinsicht auf die Definition hat (in den Fällen in denen die Interpretation überhaupt richtig ist) und zum anderen im allgemeinen Fall sogar falsch ist, weil diese Deutung einer Indifferenzkurve nur unter der Annahme der Nichtsättigungseigenschaft der Nutzenfunktion des Haushalts gilt und nicht im allgemeinen Fall einer Indifferenzkurve für den nach der Definition gefragt war. Es gibt schliesslich auch Nutzenfunktionen, die die Nichtsättigungseigenschaft nicht erfüllen und auch Indifferenzkurven für ihre Nutzwerte haben und für diese ist die Interpretation der Musterlösung falsch, denn die haben kein negatives Austauschverhältnis sondern ein positives. Aber gut, das war ein Ausreisser, ansonsten habe ich für meine richtigen Lösungen nicht nur 50% der Punkte bekommen.

So liebes Tagebuch, ich lasse Dich wieder alleine, vielleicht melde ich mich am Sonntag noch einmal, vielleicht auch nicht. Schönes Wochenende!

Dein

Sonntag, 12.07.09, abends

Liebes Tagebuch,

da bin ich nochmal. 75% des Plans erfüllt, ist doch ok, oder? Geldmarkt und damit EVWL KE 2 ist abgehakt, Aufgaben habe ich auch gerechnet (EVWL Aufgaben in KE 2, aber nicht alle) und Ö-Recht im Propädeutikum habe ich auch nochmal wiederholt und dabei drei neue Fragen für die Probeklausur entworfen. Ich wollte eigentlich noch mehr Aufgaben rechnen und die Ö-Recht Wiederholung etwas ausführlicher machen, aber ok, ich bin zufrieden, Kontinuität ist wichtiger als 100%-peeks, die einsam aus der Landschaft ragen.

Eine andere Sache ist mir durch den Kopf gegangen und am Samstag hatte ich plötzlich die Lösung. Ich überlege mir schon seit einiger Zeit, das es schade ist, in diesem Semester soviel Mikro- und Makro in EWiWi zu machen und das ganze in den nächsten Semestern wieder zu vergessen, um es dann mühsam wieder hervorzukramen, wenn ich nach vielen Monden irgendwann in den nächsten Jahren als WiWi-Wahlmodul wieder so etwas in dieser Richtung mache. Das ist ein Dilemma. Zum einen macht mir diese Art WiWi Freude und als Wahlmodul kann ich das auch machen, aber in den nächsten Semestern stehen erst mal die Pflichtmodule ExtRewe & Co auf dem Programm und ich werde alle diese schönen Erkenntnisse vergessen, um sie später wieder zu reaktivieren. Am Samstag hatte ich dann plötzlich den richtigen Gedanken: Ich mache im Winter nicht ExRewe wie geplant und auch schon belegt, sondern ich mache stattdessen Theorie der Marktwirtschaft, also Mikroökonomik und ziehe damit (m)ein WiWi-Wahlmodul vor! Ich habe dann noch ein bischen recherchiert wegen Voraussetzungen (keine) und Klausurterminen (WiWi Pflicht fängt immer erst an, wenn Rewe Pflicht fertig ist, also kein Problem). Ausserdem habe ich mir noch die letzten Klausuren TDM angeschaut (MC-Aufgaben) und erkannt, dass das tatsächlich die Wiederholung/Vertiefung/Fortsetzung des Mikrostoffes aus EWiWi ist, ich also nahtlos im Winter da weiter mache, wo ich mit der Septemberklausur den Sommer abgeschlossen haben werde. Dann habe ich entschieden das so zu machen und konnte gleich im LVU problemlos umbelegen, d.h. im Winter studiere ich nun BGB I und Theorie der Marktwirtschaft.

Nun wünsche ich Dir noch eine schöne Zeit, liebes Tagebuch. Ich studiere in nächster Zeit schön weiter und melde mich wieder, wahrscheinlich erst in drei Wochen, am ersten Augustwochenende, dann fängt der letzte Bearbeitungsmonat vor dem "Klausurmonat" an und ich werde Dir dann berichten, wie ich den gestalte. Bis dahin!

Dein

Also jetzt kenne ich schon zwei Leute die nächstes Semester Theorie der Marktwirtschaft machen ;)

Auch wenn ich das mit den Voraussetzungen nicht so ganz verstanden habe: WiWi Pflicht fängt immer erst an, wenn Rewe Pflicht fertig ist?

Aber es ist ja noch gaanz früh am Morgen: 0:07
Vielleicht klappts am Tage besser, diesen Satz zu verstehen. :rolleyes:

Ich habe selbst meine Studienpläne ordentlich durchgerüttelt. Da ich in Linz Rewi studiere, und dies ein reines Rechtsstudium ist, blickte ich hinüber zu Wirtschaftsrecht, weil mir die Wiwi schon sehr abgeht. Tja und so 'zufällig' entdeckte ich, dass ich den Schwerpunkt von Wirtschaftsrecht mir bei Rewi anrechnen lassen kann.

Tja und prompt gibt es dort einen Schwerpunkt der auf mich passt wie die Faust auf's Auge. :p

Jetzt starte ich also im Herbst mein zweites Studium.
E-Wiwi kann ich mir vorerst anrechnen lassen. Entscheidungsth. Grundlagen und Internes Rechnungswesen jedoch nicht. Hätte ich mir das ganze 1 Semester früher überlegt, hätte ich mir sogar diese Fächer noch anrechnen lassen können.

Aber umso besser, so 'muss' ich es quasi nochmal machen und naja, zusätzlich zu Buchhaltung hat mir gerade 'BWL 2' sowieso gut gefallen. Also ingesamt freue ich mich, dass ich es nicht angerechnet bekomme :D

Aber Theorie der Marktwirtschaft könnte ich mir anrechnen lassen, wenn ich es schon hätte.

Da ich an der FU noch nicht exmatrikuliert bin, und ich keine so große Lust habe, wegen 1 1/2 Std. Unterricht dafür 3 Std. Fahrt und so zu 'verschwenden' jede Woche (wenn ich es eben in Linz machen würde), mache ich also Mikro an der FU und bin unverhofft doch wieder 'hier' gelandet.

So darf ich mich wieder selbst organisieren und das tut gut!

Also, dann nehme ich an lesen wir uns spätestens im nächsten Semester bei den EAs wieder ... (oder?)

tinigridi wrote:

Auch wenn ich das mit den Voraussetzungen nicht so ganz verstanden habe: WiWi Pflicht fängt immer erst an, wenn Rewe Pflicht fertig ist?\


Diese Bemerkung bezieht sich nicht auf die Voraussetzungen (da gibt es keine), sondern auf die Klausurtermine: Die Klausurtermine der ReWi-Pflichtmodule liegen vor den Klausurterminen der WiWi-Pflichtmodule (soweit ich das gesehen habe), d.h. ich erwarte nicht, dass die Klausur zu BGB I und die Klausur zu Theorie der Marktwirtschaft zeitgleich geschrieben wird, das wäre der GAU, denn zwei Klausuren gleichzeitig geht nicht! Naja, auch wenn die März 2010-Termine noch nicht feststehen, gehe ich davon aus, dass erst die BGB I- und Tage danach die TDM-Klausur geschrieben wird, so wie in der Vergangenheit.

Liebe Grüße

Achso, jetzt verstehe ich!

Ja, soweit ich das erkennen konnte, waren die Rewi Termine immer so Mitte des Monats und die Wiwi Termine Ende des Monats.

Das sich hierbei etwas überschneidet, wage ich sehr zu bezweifeln!

tinigridi wrote:

Also, dann nehme ich an lesen wir uns spätestens im nächsten Semester bei den EAs wieder ... (oder?)


Bestimmt!

Liebe Grüße

Puuh, wenn ich über so viel Fleiß lese, werde ich glatt neidisch. :p

Sonntag, 16.08.09, abends

Liebes Tagebuch,

so der Hochsommer ist da und mir fehlt nur noch eine KE dann bin ich durch, nämlich KE 4 Rechnungswesen in EBWL. Ansonsten bin ich fertig, Propädeutikum und EVWL sind abgehakt. Die Klausurenvorbereitung ist in vollem Gange. In EWiWi rechne ich Aufgaben, mittlerweile inklusive dem VWL-Trainer, in Propädeutikum arbeite ich die alten MC-Aufgaben aus Klausuren und Einsendearbeiten ab (Das sind genau 76 Aufgaben), verfolge dabei klausurbezogene Spuren in den KE und gehe nochmal systematisch die drei klausurrelevanten KE durch. Dieses Wochenende habe ich mit KE 2 begonnen. Bis zur Klausur in vier Wochen bleibt mir nichts anderes zu tun, als zu konservieren und die Furchen etwas tiefer zu graben. Im Grundgesetz lese ich jetzt auch regelmäßig, auch die Einführung im Beck dtv Text, damit das gezielte Nachschlagen in der Klausur schneller geht. Auch Rüthers/Stadler ist zum darin lesen gut geeignet. Die Propädeutikum Probeklausur ist auch fertig, ich muss allerdings noch die kommentierte Musterlösung schreiben, aber Termin ist ja erst in zwei Wochen.

Mittlerweile bin ich beim Studieren von allen elf Kurseinheiten und meinen zusätzlichen Heftern mit den Zusammenfassungen und Aufgaben umzingelt, ein deutlich anderes Bild als noch vor Wochen aber natürlich positiv, zeigt es doch plastisch meinen Bearbeitungsfortschritt an. Ich muss zugeben, dass ich diese letzten vier/fünf Wochen bis zu den Klausuren genieße, denn ich habe das Gefühl in dieser Zeit die Erträge zu ernten, für die ich seit Ende März studiert habe. Ich suhle irgendwie in Wissensschlamm, den ich zu Semesterbeginn noch nicht mein Eigen nennen konnte und agiere aus einer souveränen Position, in der sich verbessern eigentlich nur heisst Lücken zu schliessen. Mir scheint das jedenfalls so, ein gutes Gefühl! Wenn die beiden Klausuren auch noch einigermaßen gelingen, dann war das ein schönes Semester. Und Anfang Oktober fängt alles von vorne an, dann heisst es "Zurück auf Anfang" mit neuem Studienmaterial...

Gibt es in Kopenhagen eigentlich Hotelzimmer in denen geraucht werden darf? Nicht dass ich eines bräuchte, aber ich fahre ja nicht alleine. Kurz vor der Buchung unseres Wunschhotels habe ich gelesen, dass auf den Zimmern generell Rauchverbot gilt, so ein Ärger, das Kong Arthur hat uns ansonsten sehr gefallen. Also wenn Du einen Tipp hättest? Auf unseren Zweitagesausflug nach Kopenhagen im NF-Urlaub wollen wir nicht verzichten. Naja, es wird sich sicher noch eine Bleibe finden, vielleicht in Malmö? Mal weiter schauen.

So liebes Tagebuch, ich mache mal Schluss, wir hören wieder voneinander.

Dein

Sonntag, 13.09.09, abends

Liebes Tagebuch,

morgen ist also erster Klausurtag, wirklich schön, Urlaub habe ich auch. Ich werde um eins hier losfahren, da ist dann sogar ein längerer Stau drin, was ich aber nicht hoffe. In Frankfurt fahre ich erst mal ins Parkhaus und schlendere dann zum Hörsaalgebäude, mal gucken ob schon was los ist. Dann gehe ich zurück und setze mich ins Kaffee, rekapituliere meine goldenen Klausurregeln und lese nochmal in der Einführung der beck dtv GG Ausgabe (mal sehen, vieleicht auch nicht). Kurz vor drei laufe ich dann wieder rüber und dann geht es auch schon bald los. Ich bin echt gespannt!

In der letzten Woche habe ich mich auf Propädeutikum konzentriert und EWiWi liegen gelassen, dafür ist ja ab übermorgen wieder Zeit. Vorhin habe ich nochmal alle 75 Karteikarten abgefragt, das soll es jetzt aber auch gewesen sein. Obwohl, ich glaube ich gleich ins Bett und blättere nochmal KE 3 durch, vielleicht bleibe ich ja doch noch an etwas "hängen", was ich bisher weniger beachtet habe. Jetzt schaue ich aber nochmal nach Angela und Frank-Walter.

Ok liebes Tagebuch, ich melde mich morgen Abend wieder und berichte wie es gelaufen ist, gute Nacht.

Dein

Ein bissle spät, aber ich hoffe es hilft noch. Ich wünsch dir viel Erfolg bei deiner Klausur.

Viel Glück - ich drück Dir grad die Daumen

mete und Georgia,

vielen Dank! Jetzt ist es vorbei und ich bin ganz zufrieden!

Liebe Grüße

Dienstag, 15.09.09, abends

Liebes Tagebuch,

ja gut gut, ich weiss, die Klausur war gestern, aber ich hatte mit der Klausurnachbereitung zu tun und das war mir wichtiger, als hier ein paar warme Worte abszusetzen (nicht persönlich nehmen). Die Klausur war jedenfalls ok! Um kurz nach zwei war das Auto schon schön im Parkhaus geparkt, kein Stau. Ich bin dann ins Kaffee und habe StGB-Einführung-lesend gewartet. Um viertel vor drei bin ich dann hinüber zum Hörsaal VI, im Regen aber mit Regenschirm! Und da waren gar nicht soviele wie ich dachte. Naja, um 10 vor halb vier wurden wir dann in den Hörsaal gebeten. Es gab keinen Aushang, aber Platzkarten für jeden. Das Problem war, den Platz zu finden, auf dem die eigene Platzkarte liegt und mangels Liste, Aushang, Lautsprecherdurchsage o.ä. ging das nur durch-die-Reihen-gehender-Weise. Und Du glaubst es nicht, mein Platz war gleich in der ersten Reihe oben, die ich zur Suche betreten habe. Ausserdem wurden gleich drei Klausuren in dem Hörsaal geschrieben: Propädeutikum, Rhetorik und Unternehmensrecht II.

Um halb vier hatte ich meinen Klausurtext, vorher hatte ich meine Stammdaten in den Lotsebogen eingetragen, dann habe ich die Klausur durchgeblättert, 22 Aufgaben mit jeweils 5 Auswahlmöglichkeiten der Form (x aus 5). Für die ersten 11 Aufgaben habe ich inklusivem zweitem Durchlauf die erste Stunde komplett gebraucht. Für die zweiten 11 Aufgaben hat eine halbe Stunde gereicht. Der erste Teil war m.E. wesentlich anspruchsvoller als der zweite Teil. Dann habe ich noch 15 Minuten einen Durchlauf durch die Klausur gemacht und in der letzten viertel Stunde schliesslich den Lotsebogen markiert. Punkt halb sechs war Abgabe. Den Klausurtext konnte ich nicht retten, obwohl ich ihn schon im Rucksack verstaut hatte. Dann wieder zurück, diesmal mit Stau, um kurz nach sieben war ich zu Hause. Abends habe ich dann die Klausur nachbereitet, mit einem Potsdamer Klausurtext aus diesem Forum, meinen notierten Ergebnissen, Forumsfeedback und den Kursunterlagen. Bisher (!) habe ich nur drei Aufgaben mit falschen Lösungen und 18 Punkten Abzug gefunden, mal sehen wie die "echte" Korrektur ausfällt, ich meine eine zwei null ist drin.

Na gut liebes Tagebuch, Propädeutikum ist abgehakt, jetzt kommt noch EWiWi, eine gute Woche habe ich noch, die möchte ich auch nutzen. Ich halte Dich auf dem Laufenden.

Dein

Dienstag, 22.09.09, abends

Liebes Tagebuch,

heute war mein erster Urlaubstag, drei Wochen Urlaub! Am Freitag schreibe ich noch EWiWi, am Samstag geht es nach nach Nordriesland: Mannheim - Frankfurt - Alsfeld - Kassel - Hannover- Hamburg - Heide - Husum - Niebüll - Klanxbüll -Friedrich-Wilhelm-Lübke-Koog - Möwe - angekommen! Zwischendurch fahren wir für zwei Tage nach Kopenhagen, übernächste Woche kommen wir wieder, hoffentlich bleibt das Wetter einigermaßen! In dieser Zeit mache ich Studiums- und Forumspause, Internet haben wir nicht. Na gut, ganz pausieren werde ich nicht, zur entspannenden Lektüre nehme ich KE 1 von BGB I und KE 1 von Theorie der Marktwirtschaft mit, aber nur zum hineinlesen. Dafür müssten die Unterlagen allerdings bis Freitag ankommen, momentan gehe ich aber noch davon aus, wenn nicht ist es auch nicht weiter schlimm.

Ok, am Freitag also EWiWi, ich freue mich schon, die Klausur will ich nochmal genießen und mein erstes Semester zufrieden abschließen. Die Klausurvorbereitung ist eigentlich beendet, aber damit nichts zu rosten beginnt, werde ich über den Tag verteilt so wie die letzten Tage auch morgen und übermorgen noch etwas tun. Freitag abend werde ich nochmal kurz hier im Forum zur Klausurbesprechung vorbeischauen und mich bei Dir in die Ferien verabschieden.

Das war dann mein erstes Semester. Ich bin wirklich sehr zufrieden und wünschte das Wintersemester verläuft so wie dieses. Wir werden sehen. Meine Semesterziele habe ich erreicht: viel gelernt, Spaß an der Sache und beide Klausuren bestanden (zugegeben, das ist jetzt ein bischen extrapoliert, aber wenn die Zukunft "wie üblich" verläuft, spricht nichts dagegen). Ich denke ich kann die ersten beiden Module meines Programms abhaken.

Mit BGB I und Theorie der Marktwirtschaft habe ich für das Wintersemester zwei schöne Module gewählt. BGB I wird mich mehr Anstrengung kosten als Propädeutikum, dafür schätze ich Theorie der Marktwirtschaft nicht so aufwändig wie EWiWi ein. Ausserdem habe ich doch gemerkt, dass ich zeitlich sehr gut zurechtgekommen bin und noch etwas Luft habe, die ich für BGB I wohl auch brauchen werde. Aber zur Semesterstrategie will ich Dir jetzt noch nichts verraten, es ist auch noch unausgegoren, auch darüber werde ich in Nordfriesland nachdenken. Klar ist, dass ich nach Rückkehr mit BGB I beginne und wahrscheinlich erst nach Abgabe der ersten BGB I EA richtig in TDM einsteigen werde (da ist die erste Lotse EA am 12.11.09 fällig). Aber das ist alles Zukunftsmusik, ich halte Dich auf dem laufenden.

So liebes Tagebuch, dann lesen wir Freitag abend nochmal voneinander, aber nur kurz. Bis dann.

Dein

Ich drück dir auf jeden Fall am Freitag die Daumen :daumen: Und wünsche dir schonmal einen erholsamen Urlaub

Ich drücke dir für Freitag die Daumen!

Ich drück dir für EWiWi auch die Daumen und viel Spaß im Urlaub.

Meine gedrückten Daumen sind Dir am Freitag auch wieder sicher:)
und, da ich ab Freitagabend nicht mehr online bin (auch mal ne Woche frei), wünsch ich Dir schon jetzt nen schönen Urlaub

Viel Erfolg und danach einen schönen Urlaub!

Freitag, 25.09.09, abends

Liebes Tagebuch,

so die EWiWi-Klausur ist jetzt auch geschrieben (ist gut gelaufen), das Semester endgültig vorbei. Schön war's. Morgen früh fahren wir hier weg. Die Unterlagen für das neue Semester sind gestern gekommen, so dass ich die erste KE BGB I und TDM zum hineinlesen mitnehmen kann.

Ich melde mich übernächste Woche bei Dir zurück, dann geht das neue Semester auch schon los. Jetzt bin ich echt müde vom Tag und muss ins Bett, damit ich morgen die 784 Kilometer problemlos stemmen kann.

Dein

Dienstag, 06.10.09, abends

Liebes Tagebuch,

ich bin wieder da! Nordfriesland haben wir am Sonntag mit stündlichen Sturmflutwarnungen verlassen. Aber Nein, der Koog ist nicht vollgelaufen, das Wasser kam seit der Koogfertigstellung in den 50er Jahren noch nie über den Deich, wurde uns erzählt. Die letzten zwei Tage hat es aber schon ganz schön geblasen und unsere Möwe hat des Nachts auch ganz komische Laute von sich gegeben. Schön wars wie immer! Wir sind mit Sonnenschein angekommen und das Wetter war auch ganz gut, bis Sören vorbeikam. Und jetzt sind wir wieder zu Hause und ich habe diese Woche noch Urlaub, den ich auch zum Studieren gut nutzen möchte.

Ich bin auch schon ganz fleißig dran: BGB I und Theorie der Marktwirtschaft soll es also jetzt im Wintersemester sein. Ich habe in Nordfriesland schon die erste Kurseinheit beider Module studiert. Bei BGB I kann ich jetzt schon sagen, dass es für mich sehr nützlich ist, Propädeutikum ein ganzes Semester als Vorlauf gehabt zu haben. Die BGB I KE 1 ist der Versuch eines solchen Vorlaufs mit einer Einführung in den Gutachtenstil und einer Einordnung des BGB in die Rechtsordnung. Ich möchte nicht behaupten, dass der Versuch missglückt ist, aber das Propädeutikum kann den Bogen da viel weiter spannen, was schließlich auch Aufgabe des Propädeutikums ist. In der KE I habe ich jedenfalls nichts neuen gefunden und so habe ich mir im Urlaub schnell gewünscht, die KE 2 auch mitgenommen zu haben, was ich allerdings nicht hatte. Naja, das BGB hatte ich mit und in Flensburg habe ich in einer größeren Buchhandlung im Juraregal gestöbert und den "Studienkommentar BGB" von Jan Kropholler gefunden und gekauft, der auch in der KE 1 unter den Kommentaren aufgeführt ist. Die KE 1 in Theorie der Marktwirtschaft habe ich auch durchstudiert und ich fand sie ziemlich interessant.

Ich habe mir auch schon überlegt, wie ich die beiden Module über das Semester hinweg anlege, möchte Dir das jetzt allerdings noch nicht erzählen, weil ich mit der gedanklichen Konzeption noch nicht ganz fertig bin und vor allem in BGB I mit meinem Bild wie das Modul auch im Hinblick auf die Klausur am besten anzugehen ist, noch nicht ganz fertig bin. Ich halte Dich aber auf dem Laufenden. Diese Woche möchte ich jedenfalls nutzen, um die Lösungsskizze für den Sachverhalt in der ersten Einsendearbeit fertig zu stellen und möglicherweise am Wochenende auch schon mit dem Gutachten zu beginnen. Auch in der Mikro-Haushaltstheorie (KE 2) möchte ich diese Woche noch ein Stück vorwärtskommen. Allerdings sehe ich nach ersten Überblicken jetzt schon meine Vermutung bestätigt, die mich überhaupt dazu gebracht hat, Theorie der Marktwirtschaft jetzt zu belegen. Nämlich dass der Mikroteil in EWiWi eine sehr gute Vorbereitung war oder anders ausgedrückt, dass EWiWi bereits die ganze Mikrobreite angelegt hat und Theorie der Marktwirtschaft nur noch vertieft, nachdem die Breite (nochmals) angelegt wurde. Ich sehe mich also schlicht mit viel Wiederholung des in EWiWi sehr gut verstandenen Stoffs konfrontiert, allerdings in anderer Präsentationsform, weil der VWL-Teil in EWiWi von einem anderen Lehrstuhl stammt (Wagner) als Theorie der Marktwirtschaft (Endres). Und der Endresstil ist in der Tat vom Wagnerstil unterscheidbar, Endres ist in seinen Ausführungen viel epischer und mitunter philosophischer und möchte erkennbar ein Gegengewicht zur allgegenwärtigen Mathelastigkeit der Theorien schaffen. Ich finde das eine schöne Abwechslung. Damit möchte ich das Wagnerskript in EWiWi allerdings nicht abwerten, das finde ich ebenfalls sehr gut gelungen.

So liebes Tagebuch, damit beende ich meinen ersten Eintrag im Wintersemester 2009/2010 und wünsche Dir eine gute Nacht!

Dein

Freitag, 23.10.09, abends

Liebes Tagebuch,

heute ist wieder Freitag, morgen wieder Wochenende und eigentlich hatte ich vor, an diesem Wochenende mein BGB I EA 1 Gutachten fertig zu stellen. Aber das habe ich schon erledigt, gestern Abend bin ich nach der Arbeit schnell nach Karlsruhe gefahren und habe meine Einsendearbeit im Studienzentrum abgegeben. Ich hatte letzten Sonntag mit der Ausarbeitung begonnen und habe im Laufe der Woche die Arbeit beendet. Das ging dann doch schneller als ich dachte, wobei ich die Lösung gedanklich schon vorbereitet hatte, bevor ich mit dem Schreiben anfing (so soll es ja auch sein). Die ständige Mühle von Möglichkeitsbehauptung, Definition, Subsumtion, Feststellung und sich dabei kriechend durch den Sachverhalt bewegen, ist mir letztendlich leichter gefallen als ich dachte, am Ende sind es neun Seiten geworden, mit denen ich ganz zufrieden bin. Die zwei Fallbücher von Valerius und Eltschig/Wenzel haben mir da auch gut geholfen. Die erste Einsendearbeit ist also abgehakt.

Dieses Wochenende und die kommende Woche gebe ich mir noch Zeit, um mich mit KE 2 (Willenserklärung) und KE 3 § 4 (Vertrag) zu beschäftigen. Zum einen möchte ich die Definitionen lernen und zwar in einer Form (Formulierung), die geeignet ist, in der Klausur abgerufen und abgespult zu werden. Das sind keine ausführlichsten, jedes epsilon berücksichtigenden Lehrbuchformulierungen, sondern klausurknackige Sätze ohne Schnörkel, die für die Klausur wasserdicht genug sind, um das okay vom Korrektor zu bekommen. Die verewige ich auf Karteikarten, memoriere sie und spare damit in der Klausur hoffentlich Zeit.

Zum anderen möchte ich zu dem Stoff weitere Fälle lösen. Was ich letztes Semester nicht gemacht habe, werde ich dieses Semester tun, nämlich die Moodle-Fälle und darüber hinaus alte Einsendearbeiten und andere Fälle, es gibt genug, und im weiteren Verlauf des Semesters alte Klausuraufgaben bearbeiten. Gutachten üben ist sowieso das wichtigste neben dem reinen Wissensgerüst. Ich habe auch noch ein ganz besonderes Lernwerkzeug, aber davon erzähle ich Dir erst das nächste mal, nachdem ich es öfters eingesetzt habe. Mein BGB I Studiermodus wird wohl das ganze Semester so aussehen: Aus Kurseinheit, Lehrbuch etc. das Wissen ziehen - Einsendearbeiten und andere Fälle lösen - Definitionen lernen.

Und Theorie der Marktwirtschaft? Da habe ich ebenso ein ganz gutes Gefühl. Ich bin mitten in KE 2 "Haushaltstheorie" und die wird mich noch ein paar Wochen beschäftigen (die KE ist ziemlich dick). Die EA 1 zur "Haushaltstheorie" habe ich schon fertig, bis zum 12.11. muss ich die Lösung im LOTSE-System abgeben. Anders als bei BGB I gibt es hier nicht viel Forumsaustausch, erinnert mich an Propädeutikum letztes Semester, aber immerhin gibt zwei, drei andere Studierende, gegen die ich meine Ergebnisse der EA reflektieren kann.

Ach, fast hätte ich es vergessen: 1,3 in Propädeutikum! Ist doch super! Doch noch besser als ich es nach der Klausur angenommen hatte. Die EWiWi Ergebnisse sind noch nicht da, ich denke das wird noch ein paar Wochen dauern.

So, liebes Tagebuch, Du siehst, mein zweites Semester ist bereits in vollem Gange und ich muss zugeben, dass es mir bis jetzt sehr gut gefällt. Bis zum nächsten mal.

Dein

Glückwunsch zu der guten Note!!

Danke!

Liebe Grüße

applaus: von mir auch Glückwunsch.

Herzlichen Glückwunsch zur Super-Note!

Von mir auch einen herzlichen Glückwunsch!

Na super! Glückwunsch! Da hat sich das Daumendrücken ja mehr als gelohnt

Sonntag, 08.11.09, abends

Liebes Tagebuch,

2,0 in EWiWi, das ist noch besser als ich nach der Klausur ausgerechnet habe. Aber den Forumsbeiträgen nach, scheint die Korrektur wohlwollend ausgefallen zu sein, denn aus vielen Beiträgen war ein Staunen über die eigene hohe Punktzahl herauszulesen. Jedenfalls besser als andersherum, wenn ich die großzügige Korrektur diesmal auch lieber für die Korrektur einer meiner zukünftigen Rechtsklausuren einsetzen würde. Die Durchfallquote der BGB I Klausur vom September liegt bei 57 %, das ist nicht ohne.

Was ich die letzten Wochen gemacht habe? Nun, ich habe in BGB I KE 2 und 3 abgeschlossen und mit KE 4 begonnen. Außerdem ist die EA 2 schon gedanklich gelöst und der Ausgangsfall komplett hingeschrieben, da fehlt jetzt noch die Abwandlung, die kürzer ist und im Laufe der kommenden Woche fertig werden soll. Danach möchte ich KE 4 mit weiteren Seiten Zusammenfassung und Definitionen für die Karteikarten abschließen. Die Zusammenfassungen gestalte ich so wie letztes Semester in Propädeutikum, ein Thema = eine Seite. Auf jeder Seite habe ich also eine Überschrift zu einem Thema, dass auf dieser Seite dann stichwortartig und srukturiert zusammengefasst wird, z.B. Schweigen, Widerruf, Dissens, Kaufmännisches Bestätigungsschreiben, AGB, etc. Weitere Fälle löse ich auch, z.B. die Moodle Übungen in Propädeutikum. Allerdings ist die gutachterliche Arbeit an Fällen noch ausbaufähig, so einfach geht mir das noch nicht von der Hand wie es in der Klausur notwendig ist. Die Falllösung an sich ist auch immer ziemlich zeitaufwändig. Ich hoffe das bessert sich im Laufe der Zeit, wenn es Übung und Routine dann mal gelingt, die Oberhand zu gewinnen. Das müsste eigentlich so kommen, wichtig ist nur bis dahin kontinuierlich daran zu arbeiten.

In Theorie der Marktwirtschaft bin ich immer noch bei der Haushaltstheorie, das ist eine sehr umfangreiche KE, die ich noch bis Ende des Monats bearbeite. Ich beginne aber ab jetzt schon daran, klausurfit in diesem Bereich zu werden. Dazu werde ich in nächster Zeit sämtliche Klausuraufgaben seit März 2007 zu diesem Komplex vereinzeln und abheften, um dann zu beginnen sie zu bearbeiten. Diese Vorgehensweise hat sich schon leztes Semester in EWiWi bewährt. Im Dezember bearbeite ich dann KE 3 Unternehmenstheorie, die in den Studienunterlagen offiziell den merkwürdigen Titel "Theorie der Firma" trägt, obwohl die ganze Welt dieses Gebiet Produktions- und Kostentheorie nennt. Aber auch der Modulname "Theorie der Marktwirtschaft" ist schon komisch, wo das in der ganzen Welt (und früher auch in Hagen) doch Mikroökonomik heißt. Naja egal, interessant ist es jedenfalls und dieses Wochenende wurden im Forum ein paar Fragen gestellt, deren Beantwortung mir wirklich Spass gemacht hat. Solche Forumsfragen motivieren mitunter ungemein noch genauer bzw. überhaupt hinzuschauen oder Überlegungen konsequenter durchzuspielen, als es sonst der Fall ist.

So, liebes Tagebuch, jetzt wird das Notebook und das Licht ausgemacht, gleich ist schon Mitternacht. Bis zum nächsten mal.

Dein

ChrissiLLB,

herzlichen Glückwunsch zur guten Note in EWiwi.

Ein Tipp für Rechtsklausuren: Bevor man anfängt das Gutachten zu schreiben, ersteinmal die Lösung grob skizzieren (in Stichworten). Dann kann man sich beim Schreiben auf die Formulierung und den Gutachtenstil konzentrieren.

Viel Erfolg weiterhin!

LG Finchen

Sonntag, 29.11.09, nachmittags

Liebes Tagebuch,

da bin ich wieder. Ich war gestern im Stadion, oje, immer wenn ich da bin, verlieren sie und kassieren mindestens eine rote Karte. Das war aber auch echt bekloppt, keine zehn Minuten eingewechselt und schon auf den Torwart einhauen, nicht gerade diszipliniert, dabei sollte Maicosuel doch den Ausgleich schießen. Nun, mit dieser unsteten Spielweise wird es dieses Jahr nichts mit dem fünften Platz. Es war auch nicht so, dass Dortmund besser war... Und erkältet habe ich mich auch noch ...

Naja, Ernst beiseite, kommen wir zum spaßigen. Der zweite Bearbeitungsmonat ist praktisch um und das Semester tut das was es soll, nämlich dahinziehen. In Theorie der Martwirtschaft habe ich nun KE 2 (Haushalt) abgeschlossen und mit KE 3 (Firma) angefangen, inklusive der zweiten Einsendearbeit, die kommende Woche fällig wird. Bis Ende Dezember werde ich mich mit KE 3 und wiederholender und aufgabenrechnender Weise mit KE 1/2/3 befassen, bevor ich dann im Januar KE 4 (Markt: vollkommene Konkurrenz) und im Februar die letzte KE 5 (Markt: Monopol) studiere. Wobei ich mich wegen der ausstehenden beiden EA tatsächlich schon früher mit dem Stoff befassen muss. Ausserdem habe ich wie angekündigt die alten Klausuraufgaben seit März 2007 vereinzelt, thematisch gruppiert abgeheftet und bearbeite täglich ein bis zwei Aufgaben. Momentan sind die Aufgaben zur fertig studierten Haushaltstheorie dran, so dass ich mich quasi bereits im "Klausurmodus" befinde. Das wird jetzt bis zur Klausur so weitergehen und der sehe ich schon sehr gespannt entgegen. Der Stoff und das Aufgabenlösen machen Spaß, nicht zu schwer, aber doch so, dass man sich ein wenig rein- und mitdenken muss.

In BGB I geht es auch voran, allerdings habe ich Zweifel wegen des Klausurausgangs und diese Zweifel werden wohl auch frühestens nach Klausurabgabe beseitigt (in welche Richtung auch immer) oder sogar erst, wenn die Ergebnisse mitgeteilt werden. Das Problem ist schlicht die Zweistundenbegrenzung in der Klausur. Ansonsten steht jetzt die dritte EA an, in der Anfechtung und Rechtsfolgen daraus thematisiert sind. Die erste EA habe ich mit 90% der Punkte zurückerhalten und die zweite EA wird gerade korrigiert. Ich werde im Dezember in BGB I eine Schippe drauflegen, denn ich möchte rein stofflich schon Ende Januar durch sein, um ab Februar nur noch Fälle zu lösen. Ausserdem werde ich mich um einen Platz im Klausurvorbereitungsseminar bemühen, wenn die Fachschaft ReWi dieses Semester wieder ein Seminar durchführt. Das könnte für mich ganz lohnend sein.

So, das nächste mal erzähle ich Dir, welche Module ich im kommenden Sommersemester belegen werde, denn die Rückmeldung steht jetzt wieder an. Bis dahin.

Dein

ChrissiLLB wrote:

.....
So, das nächste mal erzähle ich Dir, welche Module ich im kommenden Sommersemester belegen werde, denn die Rückmeldung steht jetzt wieder an....


Das macht mich neugierig!
Ich überlege noch, ob ich mir den Spaß von zwei Arbeitsrechtsmodulen gönne, oder ob ich die auf die nächsten beiden Semester verteile und jeweils eines der ungeliebten WiWi-Fächer dazu belege. (Dies in der Hoffnung, dass die arbeitsrechtlichen Teile nicht all zu schwierig für mich sein werden...)
Ich wünsche Dir eine schöne Woche!

Liebes Tagebuch,

ich missbrauche Dich mal kurz als factssheet:

11.06.10: Eröffnungsspiel: Südafrika - Mexiko

Gruppe D

1. Deutschland
2. Australien (13.06.10)
3. Serbien (18.06.10)
4. Ghana (23.06.10)

Tschüß

Sonntag, 20.12.09, abends

Liebes Tagebuch,

wie die Zeit vergeht, bald ist das Jahr zuende, vorher ist aber noch Weihnachten, mal wieder, ist nicht zu ändern, na ja geht auch rum.

Ich habe mich zum Sommersemester zurückgemeldet, allerdings belege ich momentan kein Modul, obwohl ich bereits welche belegt hatte. Aber diese Belegung habe ich rückgängig gemacht. Ursprünglich hatte ich den Plan, im Sommer zwei Module zu belegen, nämlich zwei der mir noch fehlenden drei WiWi-Module: Internes Rechnungswesen und funktionale Steuerung sowie Finanzierungs- und entscheidungstheoretische Grundlagen. Den Plan fand ich gut. Zum einen belege ich zwei Module, die in dieser inhaltlichen Zusammensetzung nur noch einmal angeboten werden, nämlich im Sommer. Im nächsten Winter werden die Module umbenannt und inhaltlich umstrukturiert, weil an den Modulen beteiligte Professoren in Rente gehen. Die Klausur sieht ab nächstem Winter dann auch anders aus aber wie ist unbekannt. Deshalb dachte ich, nehme die Module in ihrer alten Form mit, dann kannst Du Dich berechenbar mit den alten Klausuren vorbereiten. Zum anderen vermeide ich auf diese Rechtsmodul-freie Belegungsart eine Konkurrenzsituation mit BGB I, falls ich BGB I nicht bestehe, was ich nicht für unwahrscheinlich halte.

So war der Plan, aber leider hat sich meine BGB I Skepsis dramatisch verschärft. Mein BGB I Fundus ist nur Stückwerk, mir fehlt es an allem: Stoffliche Durchdringung und Souveränität sowie zumindest halbwegs flüssige Falllösungen per Schema und Gutachten. Ich bin momentan ziemlich unzufrieden mit der Qualität dessen was ich im Stande bin (nur mit dem Gesetzestext) hinzukriegen. Ich denke nicht, dass ich bis März Klausurniveau erreichen kann. Dass ist für mich wirklich eine harte Nuss. Aber diese Hartnäckigkeit macht das Recht auch zu einer Herausforderung für mich, die dem Studium die richtige Würze verleiht. Momentan überwiegt alledings die Überzeugung, im März nicht BGB I zu schreiben. Wenn ich aber nicht schreibe, dann kann ich im Sommer nichts anderes machen als BGB I, damit ich dann im September das Gewünschte Niveau habe. Wir werden sehen.

Theorie der Marktwirtschaft ist dagegen eine andere Welt. Ich rechne die sortierten Klausuraufgaben und bin mittlerweile bei Aufgabe 41 mitten in Theorie der Firma. Eine EA steht hier noch aus, die Mitte Januar fällig ist. Stofflich bin ich bei KE 4 "Preisbildung auf Märkten unter vollständiger Konkurrenz". KE 5 "Preisbildung auf monopolistischen Märkten" fehlt noch. Im Vergleich zu BGB I ist das ganze Fach eine "Routineübung", aber interessant. Und von alleine macht sich der Stoff auch nicht, auch hier ist kontinuierliche Beschäftigung mit neuem Stoff und Wiederholung des alten anhand von Aufgaben unerlässlich. Aber da bin ich in der Spur, die ich bis zur Klausur auch nicht verlassen werde.

Aber mache Dir keine Sorgen, das Studium macht mir nach wie vor viel Freude. Möglicherweise wäre die Klausurverschiebung auch ein Beitrag, diese Freude nicht zu gefährden. Der Gedanke vielleicht ein weiteres Semester und dann ausschliesslich BGB I zu machen, ist nämlich ganz erträglich.

So liebes Tagebuch, genug geplaudert. Frohe Weihnachten und einen guten Rutsch, ich melde mich wohl erst im Januar wieder.

Dein

Ingrid,

Ich habe einfach die insgesamt 120 Aufgaben der Klausuren seit März 2007 (6 Klausuren mit je 20 Aufgaben) thematisch nach den vier großen Themenbereichen sortiert (auch innerhalb eines Themas nach "gleichartigen" Aufgaben) und in einem Schnellhefter abgeheftet.

Die Einsendearbeiten kannst Du ja nicht mit der Klausur vergleichen, das Zeit- und Materialbudget ist ja ganz anders. In der Klausur zwei Stunden + Gesetzestext und in der EA etliche Stunden + alles was zur Verfügung steht inkl. dem Forumsthread. Nein, um die Note geht es mir nicht so sehr, mein Minimalziel ist Bestehen. Allerdings ist es schon so, dass ich vor der Klausur das Gefühl habe möchte, die Klausur souverän zu absolvieren und im Moment fehlt mir die Vorstellungskraft, dass ich das bis zum Märztermin erreichen kann.

Liebe Grüße

Ahja, verstehe, sozusagen alle Klausuren, seit der Umbennenung auf TdM.

Ich kann dich gut verstehen. Ich hab Anfang Februar meine beiden Fachprüfungen und momentan siehts bei beiden aus als könnte ich eventuell durchkommen. Dieses Gefühl mag ich garnicht.

Aber fünf bis 6 Wochen hab ich ja noch um mich noch besser vorzubereiten. Und antreten muss ich, da kann ich nicht überlegen.

Mal schauen, gerade im Privatrecht kommt es ja auch sehr darauf an, welcher Fall kommt (und die Prüferin kenne ich ja überhaupt nicht).

Ja wunderbar, werde ich mir mal in meinem Kopf speichern, Nürnberg ist zwar 2 1/2 Std. entfernt, aber mal schauen.

Hmm, da brennt mir doch die Frage auf der Zunge, was ist mit KE 3 + 4?

Die restlichen 10 Aufgaben der Klausur ;). 5 hiervon und 5 davon.

Mei oh mei, bis 20 sollte man schon zählen können :rolleyes::p

ChrissiLLB wrote:


Die Einsendearbeiten kannst Du ja nicht mit der Klausur vergleichen, das Zeit- und Materialbudget ist ja ganz anders. In der Klausur zwei Stunden + Gesetzestext und in der EA etliche Stunden + alles was zur Verfügung steht inkl. dem Forumsthread.

Ich habe mir auch schon gedacht, dass ich für die Klausur gerne einen ganzen Tag inkl. Lehrbuch- und Internetjoker zur Verfügung hätte.
Ich fürchte allerdings, dass wir den Lehrstuhl davon nicht wirklich überzeugen können.

Freitag, 08.01.10, abends

Liebes Tagebuch,

ein neues Jahr hat angefangen, mein zweites LL.B.-Studienkalenderjahr. Das Erste hat gehalten, was ich mir davon versprochen habe, das kann so weiter gehen.

Ich habe mich heute zur Mikroklausur angemeldet. Für BGB I habe ich mich nicht angemeldet. Ich mache es so: Im März Theorie der Marktwirtschaft und im September BGB I. Ich halte es so für realistischer und zudem habe ich noch mehr Zeit in meinen schönen BGB I Büchern zu lesen.

In Theorie der Marktwirtschaft brauchen die beiden letzten EA zum volkommenen und Monopolmarkt ausserdem ein intensiveres Studieren als die drei ersten KE zu Haushalts- und Produktionstheorie. Wegen der Einsendearbeiten habe ich zwar schon alle KE mehr oder weniger bearbeitet, allerdings möchte ich in Richtung Klausur den Stoff doch möglichst vollständig durcharbeiten und verstehen, um das Modul Ende März dann mit einem guten Gefühl zu beenden. Mikro ist schon ziemlich interessant, aber es wird mir in meinem weiteren Studium nicht mehr begegnen und so will ich in den verbleibenden Wochen doch noch möglichst viel davon "mitnehmen", um dieses Studienkapitel ohne Reue hinter mich zu lassen.

Die Einsendearbeiten für dieses Semester sind alle fertig, was eigentlich nur bedeutet, dass das Semester schon fortgeschritten ist. Mich wundert allerdings, dass es hier im Forum so wenig Austausch zu den Einsendebarbeiten gibt. Sowohl in Theorie der Marktwirtschaft als auch in BGB I hat das aktive Engagement in den EA-threads spätestens nach der jeweils zweiten EA doch sehr nachgelassen. Gerade die letzte EA in BGB I hatte 10 Sachverhalte (mit denen sich der Aufgabensteller wirklich Mühe gegeben hatte und die gelungen waren) mit jeweils 5 Thesen zur Rechtsanwendung, richtig was zum Austoben, wer wollte auch gutachterlich. Leider gab es nur relativ wenige aber teilweise neue "Mitmacher" im Vergleich zur ersten EA.

So, liebes Tagebuch, dieses Wochenende besucht uns Wintertief Daisy und bringt viel Schnee mit, der weggeschippt werden will. Wir hören uns in zwei, drei Wochen wieder. Gute Nacht!

Dein

Sonntag, 31.01.10, ganz früh morgens

Liebes Tagebuch,

gestern abend hat es doch noch geschneit, nur zweieinhalb Stunden, dafür ordentliche Flocken ... von halb acht bis halb neun habe ich geschippt ...

Morgen ist der 1. Februar und der letzte Bearbeitungsmonat (nach meiner Einteilung) des Semesters beginnt. Und danach kommt der Klausurenmonat März. Diesmal wird es für mich allerdings nur ein Klausur(sic!)monat, denn BGB I schreibe ich erst im September. Ich habe mich nun final dazu entschieden. Es sprechen auch einige Gründe dafür (neben den Gründen, die dagegen sprechen). Zwei Module 100% ig zu bearbeiten hat letztes Semester noch geklappt (Propädeutikum und EWiWi). Ich vermute weil Propädeutikum doch nur 60% "Nettoaufwand" eines "normalen" Moduls (wie z.B. EWiWi oder BGB I) benötigt, um zu 100% bearbeitet zu werden. Das spricht nicht gegen Propädeutikum, sondern bedeutet nur, dass dieses Modul einen geringeren Studierumfang hat als andere.

Im Februar studiere ich nun noch abschließend die letzte Mikro-Kurseinheit zuende, nämlich "Preisbildung auf Märkten unter vollständiger Konkurrenz". Es ist zwar chronologisch die vorletzte KE, aber da weniger umfangreich, hatte ich "Preisbildung auf Märkten unter monopolistischer Konkurrenz" vorgezogen. Die alten Klausuraufgaben zu "Hauhaltstheorie", "Theorie der Firma" und "Monopolistische Konkurrenz" habe ich nun auch alle gelöst, die Aufgaben zur KE "Vollständige Konkurrenz" bearbeite ich im Februar parallel zum Studium der KE.

Neben der letzten KE muss ich im Februar auch den Stoff der anderen KE wiederholen. Ich habe im Netz eine schöne 90 minütige Online Vorlesung zur Haushaltstheorie gefunden (ein Mitschnitt einer Bremener Mikrovorlesung), die ich anschauen werde. Ein bischen Kino zu bereits verstandenem Stoff ist auch mal schön und eine Abwechslung zum üblichen Hagener Studiermodus mit Skripten. Ausserdem werde ich die Übungsaufgaben aus den Kurseinheiten bearbeiten und nochmals per Zufall ausgewählte alte Klausuraufgaben zur Wiederholung lösen. Mir geht es darum, die letzten Wochen bis zur Klausur gut zu nutzen, um Mikro gut verstanden abzuschließen. Dasselbe mache ich nächstes Semester mit BGB I.

So, liebes Tagebuch, toi, toi, toi, dass die Vorhersage hält was sie verspricht und es heute Nacht nicht schneit. Ich will morgen vormittag nicht schon wieder schippen ...

Dein

Ich weiß zwar nicht, ob man hier was reinschreiben darf ;)
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag

[COLOR=purple]Ich wünsche dir auch alles gute zum Geburtstag[/COLOR]
[COLOR=purple]!!![/COLOR]

Auch von mir:

Alles Gute zum Geburtstag.

Glückwünschle zum Geburtstag!

Hoppala, da hat Eliza aber aufgepasst:D
Alles Gute zum Geburtstag, Chrissi, und viel Erfolg in der Klausur! Und nicht mehr so viel Schnee

auch von mir: Ganz herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag!

Den Glückwünschen schließe ich mich an!! Alles Gute!

Ich schließe mich den Glückwünschen dannmal an!

Eliza wrote:

Ich weiß zwar nicht, ob man hier was reinschreiben darf ;)
Herzlichen Glückwunsch zum Geburtstag :)


Na klar darf man hier reinschreiben. Uii, so viele Gratulanten - Vielen Dank an alle! Und Euch noch ein schönes und erfolgreiches Restsemester!

Liebe Grüße

Sonntag, 21.02.10, abends

Liebes Tagebuch,

wird es (ab jetzt) Frühling? Könnte sein, muss aber nicht. Wir werden sehen. Fest steht jedenfalls, dass sich das Semester dem Ende, d.h. den Klausuren entgegen bewegt. In knapp fünf Wochen schreibe ich Theorie der Marktwirtschaft. Mit dem Stoff bin ich nun durch, alle Kurseinheiten sind durchstudiert. Die 120 Aufgaben der letzten sechs Klausuren habe ich auch durch.

Ich rechne nun die zahlreich vorhandenen Übungsaufgaben in den Kurseinheiten und die Klausuraufgaben aus 2005 und 2006 (nach altem Studienmaterial). Ausserdem werde ich nun (fast) jeden Tag fünf zufällig ausgewählte alte Klausuraufgaben seit 2007 (nach aktuellem Studienmaterial) wiederholenderweise rechnen (In der Mittagspause). Hier im TdM-Forum nimmt die Beitragsdichte auch immer mehr zu, auch daran kann man erkennen, dass die Klausur näher rückt. Ich habe schon in den letzten Wochen einige Aufgaben gelöst, die im Forum nachgefragt wurden. Auch das ist eine gute Übung.

Zudem habe ich noch ein paar Lücken, die ich gezielt schließen möchte. Die Kurvenverläufe zu den verschiedenen Funktionen, wie z.B. kurzfristige/langfristige (Grenz-, Durchschnitts-) Kostenfunktionen für die verschiedenen Typen von Produktionsfunktionen kann ich nicht aus dem Ärmel schütteln. Deshalb werde ich anhand der Cobb-Douglas- (neoklassisch) und Sato-Funktion (ertragsgesetzlich) alle Funktionen herleiten, mit der Absicht, die Kurvenverläufe dann besser zu kennen und in der Klausur dann ggf. zuordnen zu können.

Es ist so wie am Ende des letzten Semesters. Ich beherrsche den Stoff ganz gut, kann die Aufgaben dazu lösen und habe nun Zeit, das eine und andere Thema zu vertiefen. So machen die letzten Wochen Klausurvorbereitung besonders Spaß und ich freue mich auf die Klausur.

Dass ich vom BGB I Zug abgesprungen bin, ist auf der einen Seite schade, ich war schließlich gut dabei, auf der anderen Seite ist es gut so, weil ich jetzt weniger Druck habe und Druck schadet meinem BoL-Projekt langfristig. Das Sommersemester ist für BGB I reserviert und es gibt kein Konkurrenzmodul.

So liebes Tagebuch, mehr habe ich heute nicht zu berichten. Ich melde mich am Klausurtag das nächste mal, es sei denn es gibt vorher etwas berichtenswertes. Bis dahin eine schöne Zeit.

Dein

Donnerstag, 04.03.10, abends

Liebes Tagebuch,

ich melde mich mal aus aktuellem Anlass. Bisher hatte ich den Plan im Sommersemester ausschließlich BGB I zu machen. Ein weiteres Modul wollte ich nicht belegen, da gerade im aktuellen Semester zwei Module zu viel waren, um beide mit der Klausur abzuschließen. Allerdings habe ich großes Interesse am Modul Makroökonomie, das ich als zweites WiWi-Wahlmodul im BoL belegen kann. Deshalb hatte ich geplant Makro im Wintersemester zu belegen. In den letzten Tagen hatte ich aber schon die Idee, das Modul im Sommer zu belegen aber mich dann nur der ersten Hälfte zu widmen, um im Winter die zweite Hälfte des Moduls zu studieren. Heute habe ich mal genauer geschaut und zu meiner Überraschung festgestellt, dass Makro aus zwei gleich großen Kursen (je 3 SWS Makro I und II) besteht, die einzeln belegt werden können.

Die Möglichkeit die Modulbelegung auch formal zu splitten, hat mich in meinem Vorhaben bestärkt und so habe ich nun Makro I für das Sommersemester nachbelegt. Im Wintersemester belege ich dann Makro II und schreibe in der nächsten Märzrunde dann die Klausur zum Modul. Auf diese Weise habe ich im Sommersemester ein bischen Abwechslung aber nicht den unbedingten Plan, mit Makro I am Ende des Semesters fertig zu sein. Ich kann Makro I also gegenüber BGB I benachteiligen aber darauf zurück kommen, wenn ich lustig bin.

Die Aussicht Makro ein ganzes Jahr im Kopf zu haben, finde ich auch nicht abschreckend. Im Gegenteil wünsche ich mir dieser Tage manchmal, dass auch Theorie der Marktwirtschaft noch nicht zu Ende ist. Klausurfit bin ich zwar, aber es gibt noch so manche Ecke in den Kurseinheiten, die mehr ausgeleuchtet werden könnte. Aber Möglicherweise bietet das Forum im kommenden Semester die Möglichkeit quasi bedarfsgesteuert das eine oder andere Thema zu vertiefen oder genauer zu betrachten. Dieses Semester war das TdM-Forum leider ziemlich mau, aber das kann kommendes Semester ja ganz anders sein.

So, liebes Tagebuch, das wollte ich Dir kurz mitteilen. Ansonsten geht meine Klausurvorbereitung gut voran, morgen in drei Wochen wird TdM gefrühstückt (allerdings am frühen Abend). Bis demnächst.

Dein

Montag, 22.03.10, abends

Liebes Tagebuch,

ich habe jetzt die Vorglühtemperatur erreicht. Die meissten Aufgaben sind gerechnet, viele mehrfach wiederholt. Die Klausuren von 2005 und 2006 habe ich nun auch bearbeitet (die Klausuren ab 2007 hatte ich schon). Meine Schwächen kenne ich und ich versuche diese bis Freitag noch etwas zu beseitigen. Am Freitag ist die Klausur und ich habe Urlaub, so dass ich im Laufe des Freitags langsam auf Klausurbetriebstemperatur hochfahren kann (die Klausur beginnt erst um 18 Uhr). Ich bin schon sehr auf die Aufgaben gespannt. Ich denke, es wird eine von den Schwierigeren, lag die Durchfallquote letzen September doch nur bei unterdurchschnittlichen 25% (der langjährige Durchschnitt liegt bei etwa einem Drittel). Und der Versuch eine Klausur etwas anspruchsvoller zu gestalten, kann schnell zu viel des Guten werden, wir werden sehen. Ich freue mich jedenfalls.

Eine andere Entwicklung macht mir Sorgen. Ich bin immer mehr entsetzt über das erbärmliche fachliche Niveau im EWiWi-Forum. Bei etlichen Fragestellern Frage ich mich woher die Motivation herkommt WiWi zu studieren. Eine Affinität zum Fach muss es doch geben oder nicht? Ich erkenne oft keine Spur von Identifikation. Da geht es um auswendig lernen von Formeln und Rechenwegen als handelte es sich um Rezepte oder Gedichte. Das ist nicht Studieren! Ich weiss nicht wie man das nennt. Und es sind nicht nur Mathekenntnisse, die da fehlen. Ein Tag vor der Klausur ist nicht klar, was die (in jedem Markt gleiche) Grundidee der "Gewinnmaximierung" ist, etc. etc. Kommendes Semester werde ich mich nicht mehr so aktiv im EWiWi-Forum tummeln, es ist einfach zu frustierend, auch meine Vorahnung, dass viele der Problemkinder da keine Chance haben, weit im Studium zu kommen.

Die Makro I Kurseinheiten sind angekommen. Es sind drei, die dritte enthält nur Übungsaufgaben und deren Lösung zum Stoff aus KE 1 und 2. Auf den ersten Blick erkenne ich die Grundzüge aus dem Makroteil in EWiWi wieder (VGR, Güter- und Geldmarkt, Gleichgewicht, IS-LM-Kurve). Ich habe mich auch ein bischen im Makroforum umgeschaut, sehr interessant. Die Sache wird (natürlich) viel weiter getrieben als in EWiWi, vor allem auch rechentechnisch (z.B. Multiplikatoren). Aber wenigstens der Einstieg wird wegen des EWiWi-Vorlaufs unproblematisch sein, so wie bei Theorie der Marktwirtschaft. Gut, aber Makro I soll nur Nebenbeschäftigung sein, in erster Linie geht es im Sommer um BGB I. In BGB I und Propädeutikum wurden die Klausuren letzte Woche geschrieben. Der Tenor hier im Forum ist in beiden Fällen eher "Daumen runter", mal sehen wie es nach der Korrektur aussieht.

So, liebes Tagebuch, ich melde mich dann zum letzten mal in diesem Semester am Wochenende und berichte von der TdM-Klausur.

Dein

ich gehe mal dem spontanen Wunsch nach, Deine Bedenken gegenüber dem Niveau des EWiWi Forums relativieren zu wollen, wenngleich nicht in euphorisch stimmender Weise.
Dieses Phänomen ist ja nicht fachspezifisch, sondern tritt bspw. auch in den Sozial- und Kulturwissenschaften auf, der wesentliche Unterschied besteht m.E. aber darin, dass das Fehlen basaler Grundkenntnisse und der Bereitschaft, Inhalte tatsächlich zu reflektieren, in denjenigen Fächern eher zu Tage tritt, wo durch quantifizierbare/messbare Zusatzfähigkeiten eine Art objektiver Massstab gegeben ist.

Ich könnte also unken: Glück gehabt, dass es in den wirtschaftswissenschaftlichen Fächern wenigstens eine frühe Scheide gibt, die - vielleicht auch ab und zu ungerecht - Spreu vom Weizen trennt. Möglicherweise geht der ein oder andere mit Gespür für ökonomische Fragestellungen auch verloren, weil er die richtigen Tasten auf dem Taschenrechner nicht rechtzeitig entdeckt hat (mein gestriges Initiationserlebnis beim Stöbern im EWiWi-Forum, mit dessen Modulen ich mich im nächsten Semester beschäftigen werde), aber im Gros geht das vermutlich sogar auf.
In den Sozialwissenschaften dagegen kommt die erweckende Erkenntnis erst sehr spät, dass das Memorieren von Kursinhalten nicht der Mittelpunkt einer kritisch-fachlichen Auseinandersetzung sein kann und spätestens gegen Ende hin auch nicht mehr mit guten Noten sanktioniert wird.

Das Muster allerdings ist fachübergreifend gleich: Wissenschaftliche Ausbildung hat viele Gesichter, das hehre Bild eines humanistisch-reflektorischen Studierens im Sinne der eigenen Formung ist nicht unbedingt up to date, es herrschen pragmatische Handlungsmuster vor, die weitaus stärker ergebnis- als prozessorientiert sind.

Mit Grüßen aus Berlin

goodposti ... dem ist nichts hinzuzufügen!

Ich stimme Chrissi und Magari voll zu. Die hohen Abbrecherquoten im WiWi-Studium in den ersten Semestern haben schon ihren Grund.

Die meisten dieser Kandidaten hat es mit Sicherheit gestern in der EWiWi-Klausur im EBWL-Teil zerbröselt. Der EBWL-Teil war im Vergleich zu den doch eher einfachen Klausuren der letzten Semester richtig schwer ([U]nachträglicher Zusatz[/U], da es sonst missverständlich ist: echt schwer für den oben diskutierten WiWi-Studenten-Typ), denn 3 der 5 Aufgaben waren Aufgabentypen, die vorher so nicht in anderen Klausuren oder EAs drangekommen waren und deswegen mit Sicherheit von den meisten in der Vorbereitung nur am Rande angeschaut wurden (Äquivalenzziffernrechnung, optimale Losgröße bei offener Produktion und endlicher Produktionsgeschwindigkeit, wertmäßiger Deckungsbeitrag mit diversen anderen Elementen, Ertragswert mit Wachstumsrate). Und relativ viele Definitionen-Fragen.

Donnerstag, 25.03.10, vormittags

Liebes Tagebuch,

ich melde mich noch einmal, denn ich habe kurzfristig heute Urlaub genommen. Ich wollte es mir einfach gönnen, einen weiteren ganzen Tag als Vorbereitung zu nutzen. Ab morgen abend gibt es keinen Grund mehr dafür, also mache ich es jetzt. So sitze ich hier nun alleine am Bistrotisch in der Küche und rechne gerade die Einsendearbeiten vom letzten Semester (die ich mir Anfang des Semesters besorgt habe). Da finden sich ganz neue und Nuancenänderungen bekannter Aufgabenstellungen, z.B. die Änderung der Haushaltsnachfrage getrennt nach Einkommens- bzw. Substitutionseffekt bei einer Preiserhöhung eines Gutes (Slutsky-Zerlegung). Wirklich nett! Das kam in der Klausur (zumindest seit 2005) noch nie. So ich mache mal weiter.

Dein

Samstag, 27.03.10, abends

Liebes Tagebuch,

Klausur ist prima gelaufen, es hat sich danach wie eine 1,7 angefühlt und so wird es auch kommen, denn die Musterlösung des Lehrstuhls ist bereits veröffentlicht. Schwer war es allerdings wirklich nicht, die Klausur war recht studentenfreundlich. Der Sitznachbar meines Sitznachbarn zur linken war ein Mikroass! Der war schon nach 15 Minuten fertig. Er hat den Lösungsbogen abgegeben und ist raus. Ich habe allein fast 10 Minuten zum Markieren des Lostsebogens gebraucht und war damit drei Minuten vor Abgabe fertig. Na gut, andere Leute, andere Geschwindigkeiten.

Allerdings ist mir ein wirklich vermeidbarer Flüchtigkeitsfehler unterlaufen. Zu Hause habe ich es beim Rekapitulieren der Aufgaben gemerkt. Ich konnte den Fehler auch auf meinem Konzeptpapier "nachlesen". Ich hatte richtig hergeleitet: XS^1/2 = 1,25, um gleich daneben zu notieren XS = (5/4)^1/2, das war auch die Antwortmöglichkeit und ich habe die angekreuzt, so was blödes (XS = (5/4)^2 wäre richtig gewesen...). Ich vermute, dass ich mich durch die (falsche) Antwortvorgabe in diesem Augenblick habe leiten lasse, quasi willenlos. Und bei einer anderen Aufgabe hätte man schön zeigen können, dass ein normales Gut weder notwendig noch Luxusgut sein muss und was mache ich? Ich leite zweimal nach dem Preis ab, statt nach dem Einkommen. Naja, wenigstens habe ich diese beide Fehler selber bemerkt und musste mich nicht erst durch die Musterlösung überraschen lassen. So, abgehakt. Die gelben Schnelhefter und das übrige TdM-Material sind verstaut, der Tisch ist jetzt wieder viel übersichtlicher als zuvor.

Mein zweites Semester ist also vorbei, drei Module sind geschafft. Was mich am meissten freut ist das Gefühl, wirklich neue Sachen gelernt zu haben, die ich für sehr interessant halte. Ich bin ganz zufrieden. Nun fängt das dritte Semester an mit BGB I und Makro I. Makro I ist nur Nebenbeschäftigung, in erster Linie muss ich an meinem BGB I Niveau arbeiten, einfach wird das nicht. Die kommende Woche werde ich langsamer angehen lassen als die die letzten Wochen, ein bischen Semesterferien. Nach Ostern starte ich dann richtig in das Sommersemester.

So liebes Tagebuch, ich halte Dich auch in Zukunft auf dem Laufenden. Frohe Ostern!

Dein

Samstag, 17.04.10, abends

Liebes Tagebuch,

mein drittes Semester hat begonnen. BGB I ist diesmal nochmal dran, nachdem ich den Abschluss letztes Semester "aufgeschoben" hatte. In 150 Tagen ist die Klausur. Nein, ich habe die Resttage nicht selber gezählt. Aber mir ist klar, dass ich einige Anstrengungen unternehmen muss, um im September mit einem "guten Gefühl" in die Klausur zu gehen. Ich werde drei Pfade verfolgen: Stoff, Schreiben mit der Hand, handschriftlich Fälle lösen.

Den Stoff möchte ich in 100 Tagen (so gut wie) klausurfest haben. Nun gut, ich fange nicht bei 0 an und ich bin nicht dem EA-Rhythmus unterworfen, das hilft.

Mit dem Schreiben habe ich bereits begonnen, es macht keinen Spaß, aber es muss sein. Ich habe mir vorgenommen, jeden Tag zu schreiben und wöchentlich den Umfang der am Stück geschriebenen Wörter schrittweise zu erhöhen. So 1200 Wörter als Hausnummer werden es wohl in der zweistündigen Klausur (90 Minuten Schreiben) sein müssen.

Der dritte Pfad ist Fälle lösen, auch nur handschriftlich. Auch hier möchte ich das Pensum steigern, erst kleinste und kleine Fälle, später Fälle im Klausurumfang. Ich habe mir da eine schöne CD gekauft, die gut 200 kleine Fälle zum BGB AT enthält:

[media=asin]3415038432[/media]
Die ist von F. Haft, der auf dieser Lehr- und Übungs CD sein "Normalfall"-Prinzip anwendet. Die Fälle sind entsprechend klein und im Sinne des Normallfall-Prinzips "unproblematisch", gut zum Einüben. Zum einen zur reinen Lösungs-, zum anderen zur Gutachtenerstellung. Ja, das ist der Haft, dessen Buch über das Jura-Studium ich letztes Jahr vor Beginn des Studiums gelesen habe. Die letzten 50 Tage will ich dann mit "Klausurfällen" verbringen.

Dieser Plan sieht doch gut aus?! Makro I spielt die Rolle, die ich ihm zugedacht hatte, nämlich eine untergeordnete. Aber hineingeschaut habe ich schon. Drei Kurseinheiten, zwei sind Stoff, die dritte enthält ausschließlich Übungsaufgaben mit Lösungen. Eine CD mit dem Lehrtext, den Übungen und Animationen gibt es auch. Wie letztes Semester in TdM profitiere ich auch bei Makro von EWiWi. Ich denke, dass ich dieses Semester KE 1 und die Übungen dazu aus KE 3 mache und KE 2 (zusammen mit der Makro I EA) erst im Winter studiere.

So, liebes Tagebuch, jetzt weißt Du also auch, was ich zu tun habe. In zwei Wochen erzähle ich Dir, wie weit ich gekommen bin und was ich unternehme, um in BGB I die Klausurkurve zu kriegen.

Dein

ChrissiLLB wrote:

Ein CD mit dem Lehrtext, den Übungen und Animationen gibt es auch. \


War die dabei bei den Kursunterlagen, oder meinst du damit die extra CD die man kaufen kann?

Genau, die CD war bei mir dabei: Multimedialer Dateikurs Makroökonomik I. Den Makro-Trainer meine ich damit nicht (den kaufe ich mir möglicherweise im Winter, wenn es auf die März-Klausur zugeht). Siehe auch Modulhandbuch Seite 22 [URL]https://www.fernuni-hagen.de/wiwi/studium/studiengaenge/bachelor_wiwi/modulhandbuch_ba_wiwi.pdf[/URL]

"Ergänzt wird das schriftliche Studienmaterial durch jeweils einen Hypertextkurs auf einer CD-Rom. Diese multimedialen und interaktiven Dateikurse enthalten neben dem gesamten Inhalt der Printkurse auch zahlreiche Hyperlinks, tonunterstützte Animationen, multimediale Grafiken, interaktive Übungsaufgaben und Simulationen der verschiedenen volkswirtschaftlichen Modelle."

Liebe Grüße

Besten Dank! Damit hat sich bestätigt, dass mir noch die CD-Rom fehlt. Mal abgesehen dass ich von Makroökonomik II auch nichts erhalten habe.
Den Makro-Trainer habe ich nun auch mal bestellt. Mal sehen.