BiWis,
ich habe mir ein paar Gedanken zur Sprache in dem Text "Einführung in die Bildungswissenschaften" gemacht. Vielleicht hat jemand Lust auf eine Diskussion mit mir darüber.
kann deine Einwände gut nachvollziehen, habe mich gerade 4 Stunden (mit
Kochunterbrechung ; )!) durch die Einleitung gekämpft und sie einfach Stück
für Stück auseinander genommen. Wichtig: der PC gleich neben dem Skript,
um Begriffe und Personen zu verstehen! Oder wer kennt als Neuling schon
Borges und seine Theorie.
Naja, irgendwie ging die Zeit schnell rum - ein Zeichen, dass ich vertieft und
interessiert war - vielleich ist das wichtigste beim Lernen hiermit passiert -
man kämpft sich durch einen Text und hat dann das Aha-Erlebnis, wenn man
ihn durch eigene Köpfchen-Arbeit verstanden hat = Glücksgefühl = Glücks-
hormone!
Gut, alle Texte sind hoffentlich nicht so, denn das sprengt meinen Zeitrahmen.
Und nun gehe ich Joggen und hole mir da meine Endophine!!!
So gehts mir auch! Ich quäle mich gerade durch die Einführung und ich denke manchmal (ok, ziemlich oft): "Jungs, schwätzt deutsch mit mir"! Ich verstehe nicht, wie Bildungswissenschaftler so besch....Skripte schreiben können. Gerade die müssen doch wissen, dass sowas total unmotivierend ist. Ich habe schon ein Erststudium hinter mir und kann von mir behaupten, dass ich einen guten Wortschatz besitze aber anscheinend bin ich zu doof dafür. Na ja genug aufgeregt....
ich habe mich auch am Anfang über die Sprache geärgert - aber so im Nachhinein muss ich sagen, dass ich die Einführung in die BiWi gut fand und das Skript so lassen würde, wie es ist. Mir hat die Auseinandersetzung mit dem Skript, das Erarbeiten, das Erdenken sehr dabei geholfen, das Thema wirklich zu erfassen und mich auch über das Skript hinaus mit dem Theorien der (Bildungs)Wissenschaftler und Philosophen auseinander zu setzen.
Seichtes BlaBla habe ich im alltäglichen Leben schon genug, da darf ein Studium ruhig intensiver sein und mich "echt" beschäftigen.
Im Laufe des Semesters kommt in 1A - auch durch die gute Betreuung, die einen ja nicht mit dem Stoff alleine lässt - meist bei allen Teilnehmern die "Erleuchtung" :)
ja, da habe ich bei der Einführung in die Biwi noch neue Wortmonster gelernt wie z.B.
die Willentlichkeit und die Gedanklichkeit. Sowas muß man erstmal geschrieben sehen, um es zu glauben. In der Zwischenzeitlichkeit hat sich der Text aber von seiner geschmeidiger Seite gezeigt.
Oh ja, die Wörter fand ich auch Klasse.....aber ich fand auch den Satz geil: " Das monachische Ideal intendierte allerdings mehr: Nichts geringeres als die Konversion der Perfektion der Animalität zu einer Humanität, die sich von einer Divinität her interpretierte."
Also ich weiß ja auch nicht. Ich habe auch schon ein Erststudium hinter mir und ich erwarte sicherlich nicht, dass es ein Zuckerschlecken wird, aber das Zeugs von Ballauf kann man in die Tonne kicken (sorry, wenn damit einigen auf die Zehen dappe). Es sollte anspruchsvoll aber nicht chinesisch sein.
Oh ja, die Wörter fand ich auch Klasse.....aber ich fand auch den Satz geil: " Das monachische Ideal intendierte allerdings mehr: Nichts geringeres als die Konversion der Perfektion der Animalität zu einer Humanität, die sich von einer Divinität her interpretierte."
Also ich weiß ja auch nicht. Ich habe auch schon ein Erststudium hinter mir und ich erwarte sicherlich nicht, dass es ein Zuckerschlecken wird, aber das Zeugs von Ballauf kann man in die Tonne kicken (sorry, wenn damit einigen auf die Zehen dappe). Es sollte anspruchsvoll aber nicht chinesisch sein.
So der Frust ist nun abgelassen :)
Ich sehe das wie du. Und bei deinem Zitat musste ich schmunzeln. Der war bei mir im Skript auch dick mit rot unterstrichen und große Fragezeichen dran.
Anspruchsvoll ist ja gut und schön, aber man kanns trotzdem verständlich machen. Anspruchsvoll muss nicht unverständlich sein....
"*Das monachische Ideal intendierte allerdings mehr: Nichts geringeres als die Konversion der Perfektion der Animalität zu einer Humanität, die sich von einer Divinität her interpretierte."*
Das ist aber doch ein sehr prägnanter Satz, oder nicht? Drückt das mal in einfacheren Worten aus. Dann habt ihr einen Roman vorliegen :DSo schlimm ist Balauff jetzt auch wieder nicht. Philosophen und Soziologen schreiben eben auf eine solche Weise. Ich meine sie schreiben so, weil sie sich klar ausdrücken wollen und mit ihrer Wortwahl genau auf den Punkt bringen, was sie zu sagen haben. Hat man sich durch ein oder zwei soziologische Werke gekämpft, kommt auch so etwas wie "Lesefluss" wieder :)Ich arbeite dran :D
LG
Sara
Also ich denke, dass jeder Fachbereich seine eigene 'Sprache' hat, ob das nun Mathematik, Soziologie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften oder sonst was ist. Natürlich sind einige Sätze schwer zu verstehen, hab auch so einige Seiten mehrmals gelesen, aber ich finde, das gehört dazu. Es ist eben ein Studium und nicht mehr die gute alte Schule, da muss man seine grauen Zellen eben etwas mehr anstrengen. Und mal abgesehen davon, ist es doch so, dass einige Fachbegriffe durch Alltagsverständnis vorbelastet sind und man auf genaue Definitionen angewiesen ist um den Sachverhalt richtig zu verstehen.
habe mit interesse gelesen ,
nun meine gedanken dazu , Sprache als Ausdruck von Macht , da seid ihr ja schon mitten im Thema angekommen , die 2. Aufgabe in der Einführung i.d.Bildungsw. hat meine Gedanken in ähnliche Richtungen gelenkt , es wird zum Schluss über Wissende gesprochen , dabei sind Eltern , Lehrer bis zu Revolutionäre und Diktatoren aufgeführt, ich hab mich gefragt , ob der Begriff Wissende dazu passt und habe zuforderst für mich bemerkt , dass die Gemeinsamkeit der Aufgeführten , wenig mit Wissen zu tun hat sondern eher mit Machtverhältnissen - Abhängigkeiten ,oder irre ich mich da . Die Geschichte , die vorher aufgeführt wurde , beschreibt z.B. die Sophisten , die Sprache als Instrument erkannten und sie perfektionierten , die Rhetorik wurde dann als Machtinstrument ausgenutzt , die ursprüngliche Philosophie sah anders aus, war humaner gedacht- hab ich also bisher so aufgefasst .Dann ist die Frage doch, sind wir Menschen überhaupt in der Lage ohne diese Machtstrukturen auszukommen ?Gibt es eine Humane Macht ?Es gibt doch auch Machtstrukturen , die durchaus plausibel erscheinen , nützlich sind und von der Natur so vorgegeben .Wie kann mensch Machtmissbrauch verhindern ?Kann mensch Machtmissbrauch verhindern und wo liegen die Unterscheidungen und ... Dann merke ich wieder , ich bräuchte klarer differenziertere Wörter um Macht in all seinen Formen zu beschreiben , einige Fachwörter oder aber ich könnte zu dieser Definition des wortes etliche Seiten füllen . Wie stelle ich fest , ob diese ausarbeitung über die Einf.i.d.Bildugnsw.ein Ausdruck der Macht ist ? Naja ich habe noch tausende von Frage , die in meinem
Kopf rumschwirren , ich entschuldige mich schonmal für meine konfusen Gedanken.
Einer von diesen ist sicherlich , wie bekomme ich dieses ganze Fachchinesisch in meine Birne , mir fehlt es da ebenfalls enorm an Vokabular . Ich versuche nicht in Panik zu geraten und tendiere eher dazu , meinem bestehenden Forschungsdrang Raum zu geben und diesen Ausführungen über Bild. erstmal Raum zu lassen. Es ist alles kurz gehalten und das macht Fachwörter vielleicht notwendig .Wie schon in den Raum gestellt , muss mensch bei diesen Gedankenwindungen erstmal eine päzisere und " objektivere " Beschreibungen finden , die hinzu zum selber denken , anhalten sollen .Mit dem Material kann ein facettenreicher Austausch angezettelt werden und ist eine Chance seine eigenen Gedanken und Begenungen mit der Fülle der Anderen zu kombinieren .
Ich freue mich über einen regen Austausch und hoffe , dass ihr hier mein zusammengestammeltes Kaudawelsch (Siehe Fachsprache )irgendwie für euch verwerten könnt
Wünsch euch noch einen guten Tag
Illi
Also es tut mir jetzt leid, wenn ich einigen von euch auf die Füße dappen muss, aber wenn ich mich weiterbilden will und erst ein Wörterbuch benutzen muss um das Zeugs überhaupt zu verstehen, dann wundert es mich nicht, dass keiner mehr Bock auf neues Wissen hat. Natürlich hat jedes Fach sein spezieller Wortschatz aber eine Einführung ist eine Einführung. Punkt! Und jeder der schreibt, dass gehört nun mal zu diesem und jenem Fach, dass man erst eine Weile braucht um überhaupt was zu verstehen, der sollte nicht Bidlungswissenschaften studieren. Das nicht der Sinn der Sache ist! Bildungswissenschaftler sollen Mitmenschen helfen bei der Weiterbildung, bei Alltagsproblemen, bei Erziehung usw...auf einfachem Wege. Dazu brauch ich keine hochgestochenen Skripte.
Sorry, wenn ich mich im Ton vergriffen habe, aber ich weiß von vielen Menschen, die sich schon mit einfachen Büchern schwer tun und aufgeben! Und ich glaube, viele fähige Menschen, die gerne Bildungswissenschaften studieren wollten, haben aufgegeben, wegen solchen Skripten. Das finde ich schade und muss nicht sein.
Da sind wir also bei einer ganz ursprünglichen Frage angekommen , was ist Bildung , Weiterbildung ?Wieviel muss ich investieren , um zu verstehen ?Haben nicth viele Menschen viele verschiedene Formen , um sich zu bilden ergriffen ?Gibt es das Patentrezept .Heisst Bildung vorgegebene Dinge , die leicht zu verstehen sind zu erlernen oder ist dies dann doch nur eine Form von einprägen . Oder ist Bildung doch als prozess zu verstehen um die Sicht auf seine eigenen Ideen zu lenken , um zu verstehen?
Bei all diesen Fragen ,hab ich auch noch eine praktische Info .
Mitstudenten haben ihr zusammengestelltes Lernmaterial zur Verfügung gestellt , findet ihr unter : Braucht jemand Zusammenfassung von 1a , vielleicht hilft das ja weiter
wünschen noch einen entspannten Tag
Illi
"Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht!" George Bernard Shaw 1856-1950 (irischer Dramatiker)
Yep, das Zitat war auf einem Kärtchen und kam gestern per Post zusammen mit den Lehrbriefen bei mir an. Hat sich da einer/eine im Sekretariat was dabei gedacht???
ich habe 1A gerade hinter mir (und hoffe bestanden zu haben). Die Kritik an Ballauf kann ich gut verstehen und bei seiner unzweifelhaft großen fachlichen Kompetenz finde ich gerade die Kontroverse entlang seiner Sprache berechtigt.
Aber: es trat nach und nach recht deutlich hervor, daß es didaktisch durchaus beabsichtigt ist, gerade einen solchen relativ schwierigen Text an den Beginn (und vor die Hermeneutik) zu setzen.
Der Sinn dieses Vorgehens (und des Textes selbst) erschließt sich während des Beackerns des SB im Laufe des Semesters von selbst und mindestens ich fand das sehr lehrreich.
Von daher wünsche ich guten Mut, zumal die Betreuung des Lehrgebietes m.E. wirklich gut ist.
will eigentlich gar nicht gerne kritisierne, aber als ehemalig Deutsch-LK-Teilnehmerin mache ich mir schon Gedanken, dass ich erschreckend viele Rechtschreibfehler auf den ersten 20 Seiten gesehen habe. Ich blende die aber einfach aus. Dabei habe ich nicht auf neue oder alte Rechtschreibregeln geachtet, sondern gadacht, dass manchmal Wörter fehlen. Aber lacht mich jetzt nicht aus, sonst schreib ich hier nie wieder was...
Sanninews, meinst du Rechtschreibfehler im Skript? In der Einleitung steht, dass die alte Rechtschreibung beim Schrieb vom Ballauf belassen wurde.
Also, nachdem ich nun erstmal ein anderes Buch zum Thema lese, gewöhne ich mich ganz langsam an diese Schreibart, allerdings muss ich trotzdem viele Wörter nachsehen und mir Sätze Wort für Wort 'übersetzen', daher komme ich auch nie sehr weit, da es echt anstrengend ist (im Buch jetzt vor allem (obwohl das etwas leichter ist als das Skript), ich will erst nach dem Buch mit dem Skript weitermachen, und wenn Moodle auf hat). Ich merke aber auch, dass es irgendwie schon auch Spaß macht, so eine ganz andere Hirnfütterung zu bekommen. Bloß, ob ich so lernen kann, dass ich Klausurschreibfähig werde...das muss sich noch herausstellen.
Gina
Gina, ich meinte nur solche Vertipper, wie es mir eben selbst ergangen ist, als ich meinen Beitrag geschrieben habe. Dafür soll man ja alles Korrektur lesen. Ich meint nicht die Rechtschreibregeln, sondern nur Flüchtigkeitsfehler habe ich ab und zu entdeckt. Naja, ist ja nicht so wild, wenn der Sinn nicht verstellt wird.
Es ist ja bewiesen, dass die Reihenfolge der Buchstaben innerhalb eines Wortes egal ist, sofern der Anfangs- und Schlussbuchstabe an der richtigen Stelle stehen. Das Wort kann man dann trotzdem erkennen. Zum Beispiel, wenn ich Cmoptuer shcreibe, dnan wrid das shcon vrestnaden, oedr?
Also, ich meine es ist doch so, wie du schon sagst, es handelt sich um BildungsWISSENSCHAFT. Mein Begriff von Wissenschaft hat schon ziemlich viel damit zu tun, dass es eine Fachsprache gibt, mit Fachbegriffen, die eindeutig bestimmte Sachverhalte beschreiben (und das in den meisten Fällen mit einem einzigen Begriff, der die Sachen meist ziemlich genau trifft, statt mit einem oder mehreren 'einfachen' Sätzen.)
Trotzdem kann ich die Kritik an der Sprache nachvollziehen, gerade wenn so ewig lange Schachtelsätze vorkommen und bei thematischen Ausflügen in die Philosophie ist es auch ganz klar, dass man nicht alles gleich auf Anhieb verstehen kann.
Gerade eine Einführung soll eben dies tun: In das Thema einführen und damit auch in Fachrelevante Begriffe. Der Text von Ballauf ist halt schon älteren Semesters und, wie so oft eben sprachlich sehr hoch gestochen, aber man lernt doch am besten an schwierigen Texten und Herausforderungen. Das regt doch nur zum mitdenken an!
mich kann man einfach nicht überzeugen! Ich habe nix gegen Fachbegriffe, nur komische Sätze finde ich scheiße. Und wer sagt den, dass Wissenschaft kompliziert geschrieben sein muss???? Ja, ich weiß, ich bin unverbesserlich :))))
Ich musste schmunzeln, als ich, nachdem ich die Diskussion gelesen hatte, auf meine Pinnwand schaute und dort meine Lieblings-"Willkommens-Postkarte" von der FernUni hängen sah:
Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht. (George Bernhard Shaw)
*g* genau diese Postkarte hängt bei mir auch an der Wand!!! Und noch die: Wer aufhört zu lernen ist alt. Er mag zwanzig oder achtzig sein. (die wurde auch mit den Unterlagen geschickt).
Gina
@NickiMaus - ich schrieb ja bereits, dass Ballauf so schreibt, weil er sich sehr prägnant ausdrückt. Er ist schon ziemlich genau, legt alles bis ins Detail vor. Wenn dieser Text aber nahezu allen Studierenden am Ende des Semesters klar ist - dann kann er so falsch nicht sein :D
"komische Sätze" findest Du "scheiße"?
Aha. Das ist eine komische Feststellung :D
Viele Grüsse von
Sara
auch von mir ein (zustimmender) Kommentar zur Unverständlichkeit. Ich habe auch schon zwei Studiengänge erfolgreich abgeschlossen (Diplome in Mathe und in Informatik) und würde mich also allgemein als "studierfähig" betrachten. Klar - mit den Bildungswissenschaften bin ich in einem ganz anderen Bereich gelandet, aber dass ich in einem einführenden Text am Anfang nur Altgriechisch (im Moment bin ich im 18. Jahrhundert angelangt, da baut der Autor dann auch einige französische Vokabeln ein) lesen und mir dieses Vokabular einprägen soll, ist schon erstaunlich.
Die Sätze haben zudem eine Komplexität, die ständig erst mal eine grammatikalische Analyse verlangt, und mit zehn Jahren Berufserfahrung als Redakteur kann ich eigentlich ganz gut mit Texten umgehen, auch mit unverständlich formulierten. Aber die Texte hier übertreffen doch alles, was ich bisher gesehen habe.
Es ist allgemein in den Wissenschaften verbreitet, Texte "merkwürdig" zu schreiben, so findet man z.B. häufig Passivkonstruktionen, unnötig komplexe Schachtelsätze und Substantivierungen, was man allen fertigen Akademikern erst mal wieder mühsam austreiben muss, wenn sie Texte für normales Publikum schreiben wollen, aber hier geht's schon ordentlich zur Sache.
Ich habe auch schon Texte aus Modul 2B (Didaktik) gelesen, die waren teilweise auch sehr umständlich. Andererseits habe ich mir das Gudjons-Buch besorgt, und das ist größtenteils frei von solchen sprachlichen Kreationen. Auch da gibts ein paar schwer verdauliche Sätze, aber das meiste ist in normaler Sprache verfasst. Die Kapitel, die inhaltlich zum Einführungsskript passen, sind aber leider nicht ansatzweise so umfassend wie das Skript, es taugt also nur als ergänzende Literatur.
Irgend ein netter Mensch hat sich mal die Mühe gemacht das "Ballauf" Skript in eigene Worte zu fassen. Ist erheblich einfacher lesbar, wenn auch nach meiner Ansicht mit leichten Fehlern behaftet. Ich habe beide Skripte nebeneinander liegen. So quasi als Wörterbuch.
Ich versuch es mal hier reinzustellen.
Ich habe den Ballauf seit vier Wochen auf Eis gelegt. Grund: Ich fühle mich durch diesen Text völlig demotiviert.
Ich Frage mich, wie wir in diesem Studiengang einerseits davon lesen Bildung jedem zugänglich zu machen (und ja später wohl auch gegen Ungleicheit, Dikriminierung usw vorgehen sollen) und andererseits einen dieser Einstellung und diesem Bestreben völlig entgegengesetzte Materialien ausgehändigt bekommen.
Ich halte mich nicht für dumm, wahrscheinlich würde ich mich - so ich es wollte - mit dem Text soweit auseinander setzen können, dass er mir begreiflich wird.
Aber etwas in mir rebeliert gegen diesen Text, so dass ich mich eigentlich viel lieber permanent nur darüber aufregen will.
Momentan staubt das Heft also munter vor sich hin.
Ich lese jetzt erstmal die Kurse von 1B. Dort findet man Beispiele, wie Bildung gradlinig, verständlich und gehaltvoll vermittelt werden und durchaus Spass machen kann.
So - das musste ich mal eben wertvoll beitragen ;)
Tanja
sag mal hatte ich Dir die "Ballauf" -Übersetzung nicht gemailt ?
falls Nein.....sorry.
Nur so zu Info, bin jetzt bei Kant und so langsam liest es sich einfacher.
LG Chris
Doch, hattest du - meine aversion gegen diesen lernstoff ist aber immer noch vorhanden, so dass ich nicht mal lust auf die einfache version habe.
das kommt schon noch - immerhin muss ich ja das seminar mitmachen, ne woche vorher werde ich nochmal mit lesen beginnen
hope so....
Ich mache das ähnlich wie Rutherix.
Ich lese erst Ballauff, dann nochmal die Version des netten Studenten, um zu guckewn, ob ich den Herrn Ballauff auch richtig verstanden habe, und dann mache ich mir erst meine Notizen. Klappt wunderbar, und, obwohl ich erst seit relativ kurzer Zeit dabei bin, gewöhne ich mich immer mehr an Ballauff und brauche die Zusammenfassung immer weniger.
nachdem ich eure Diskussion mit Interesse verfolgt habe, stellt sich für mich - als Weiterbildungsstudentin, die noch nicht wirklich weiß, ob sie sich fürs nächste Semester für diesen Studiengang richtig einschreiben soll - dann doch die Frage: Wie oft werde ich im Laufe des Studiums noch mit den Texten von Herrn Ballauf konfrontiert??
Ehrlich gesagt, habe ich auch sehr große Probleme mit seinen Formulierungen. Es wäre sehr motivierend zu erfahren, daß man sich nur in diesem Modul mit Herrn Ballauf bzw. mit derartigen Satzkonstruktionen auseinandersetzen muss und es in anderen Modulen bestimmt nicht leichter, aber dennoch lesbarer wird.
Vielleicht kann mir ja einer der Tutoren etwas Hoffnung geben...
Ankchen,
hatten letztes Wochenende eine Präsenzveranstaltung in Hagen, bei der die gute Fr. Prof. deWitt gesagt hat, das der gute Herr Ballauf es eben geschafft hat 2500 Jahre Bildungsgeschichte zusammen zu fassen.
Ballauf endet auf Seite 117, danach wird es ein wenig entspannter.
Dilthey ist erheblich angenehmer zu lesen.
LG Chris
Comments
Ringelnatz67
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View profileTeBi,
kann deine Einwände gut nachvollziehen, habe mich gerade 4 Stunden (mit
Kochunterbrechung ; )!) durch die Einleitung gekämpft und sie einfach Stück
für Stück auseinander genommen. Wichtig: der PC gleich neben dem Skript,
um Begriffe und Personen zu verstehen! Oder wer kennt als Neuling schon
Borges und seine Theorie.
Naja, irgendwie ging die Zeit schnell rum - ein Zeichen, dass ich vertieft und
interessiert war - vielleich ist das wichtigste beim Lernen hiermit passiert -
man kämpft sich durch einen Text und hat dann das Aha-Erlebnis, wenn man
ihn durch eigene Köpfchen-Arbeit verstanden hat = Glücksgefühl = Glücks-
hormone!
Gut, alle Texte sind hoffentlich nicht so, denn das sprengt meinen Zeitrahmen.
Und nun gehe ich Joggen und hole mir da meine Endophine!!!
Herzliche Grüße
Cordula
NickiMaus
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View profileSo gehts mir auch! Ich quäle mich gerade durch die Einführung und ich denke manchmal (ok, ziemlich oft): "Jungs, schwätzt deutsch mit mir"! Ich verstehe nicht, wie Bildungswissenschaftler so besch....Skripte schreiben können. Gerade die müssen doch wissen, dass sowas total unmotivierend ist. Ich habe schon ein Erststudium hinter mir und kann von mir behaupten, dass ich einen guten Wortschatz besitze aber anscheinend bin ich zu doof dafür. Na ja genug aufgeregt....
Sarak
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View profileich habe mich auch am Anfang über die Sprache geärgert - aber so im Nachhinein muss ich sagen, dass ich die Einführung in die BiWi gut fand und das Skript so lassen würde, wie es ist. Mir hat die Auseinandersetzung mit dem Skript, das Erarbeiten, das Erdenken sehr dabei geholfen, das Thema wirklich zu erfassen und mich auch über das Skript hinaus mit dem Theorien der (Bildungs)Wissenschaftler und Philosophen auseinander zu setzen.
Seichtes BlaBla habe ich im alltäglichen Leben schon genug, da darf ein Studium ruhig intensiver sein und mich "echt" beschäftigen.
Im Laufe des Semesters kommt in 1A - auch durch die gute Betreuung, die einen ja nicht mit dem Stoff alleine lässt - meist bei allen Teilnehmern die "Erleuchtung" :)
Viele Grüsse an euch von
Sara
Ariane
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View profileja, da habe ich bei der Einführung in die Biwi noch neue Wortmonster gelernt wie z.B.
die Willentlichkeit und die Gedanklichkeit. Sowas muß man erstmal geschrieben sehen, um es zu glauben. In der Zwischenzeitlichkeit hat sich der Text aber von seiner geschmeidiger Seite gezeigt.
Viel Spaß euch noch, Ari
NickiMaus
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View profileOh ja, die Wörter fand ich auch Klasse.....aber ich fand auch den Satz geil: " Das monachische Ideal intendierte allerdings mehr: Nichts geringeres als die Konversion der Perfektion der Animalität zu einer Humanität, die sich von einer Divinität her interpretierte."
Also ich weiß ja auch nicht. Ich habe auch schon ein Erststudium hinter mir und ich erwarte sicherlich nicht, dass es ein Zuckerschlecken wird, aber das Zeugs von Ballauf kann man in die Tonne kicken (sorry, wenn damit einigen auf die Zehen dappe). Es sollte anspruchsvoll aber nicht chinesisch sein.
So der Frust ist nun abgelassen
StinaF.
Contributions on this page: 2
View profileIch sehe das wie du. Und bei deinem Zitat musste ich schmunzeln. Der war bei mir im Skript auch dick mit rot unterstrichen und große Fragezeichen dran.
Anspruchsvoll ist ja gut und schön, aber man kanns trotzdem verständlich machen. Anspruchsvoll muss nicht unverständlich sein....
Sarak
Contributions on this page: 3
View profile"*Das monachische Ideal intendierte allerdings mehr: Nichts geringeres als die Konversion der Perfektion der Animalität zu einer Humanität, die sich von einer Divinität her interpretierte."*
Das ist aber doch ein sehr prägnanter Satz, oder nicht? Drückt das mal in einfacheren Worten aus. Dann habt ihr einen Roman vorliegen :DSo schlimm ist Balauff jetzt auch wieder nicht. Philosophen und Soziologen schreiben eben auf eine solche Weise. Ich meine sie schreiben so, weil sie sich klar ausdrücken wollen und mit ihrer Wortwahl genau auf den Punkt bringen, was sie zu sagen haben. Hat man sich durch ein oder zwei soziologische Werke gekämpft, kommt auch so etwas wie "Lesefluss" wieder :)Ich arbeite dran :D
LG
Sara
tinkerbell1
Contributions on this page: 2
View profileAlso ich denke, dass jeder Fachbereich seine eigene 'Sprache' hat, ob das nun Mathematik, Soziologie, Psychologie, Wirtschaftswissenschaften oder sonst was ist. Natürlich sind einige Sätze schwer zu verstehen, hab auch so einige Seiten mehrmals gelesen, aber ich finde, das gehört dazu. Es ist eben ein Studium und nicht mehr die gute alte Schule, da muss man seine grauen Zellen eben etwas mehr anstrengen. Und mal abgesehen davon, ist es doch so, dass einige Fachbegriffe durch Alltagsverständnis vorbelastet sind und man auf genaue Definitionen angewiesen ist um den Sachverhalt richtig zu verstehen.
illi
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View profilehabe mit interesse gelesen ,
nun meine gedanken dazu , Sprache als Ausdruck von Macht , da seid ihr ja schon mitten im Thema angekommen , die 2. Aufgabe in der Einführung i.d.Bildungsw. hat meine Gedanken in ähnliche Richtungen gelenkt , es wird zum Schluss über Wissende gesprochen , dabei sind Eltern , Lehrer bis zu Revolutionäre und Diktatoren aufgeführt, ich hab mich gefragt , ob der Begriff Wissende dazu passt und habe zuforderst für mich bemerkt , dass die Gemeinsamkeit der Aufgeführten , wenig mit Wissen zu tun hat sondern eher mit Machtverhältnissen - Abhängigkeiten ,oder irre ich mich da . Die Geschichte , die vorher aufgeführt wurde , beschreibt z.B. die Sophisten , die Sprache als Instrument erkannten und sie perfektionierten , die Rhetorik wurde dann als Machtinstrument ausgenutzt , die ursprüngliche Philosophie sah anders aus, war humaner gedacht- hab ich also bisher so aufgefasst .Dann ist die Frage doch, sind wir Menschen überhaupt in der Lage ohne diese Machtstrukturen auszukommen ?Gibt es eine Humane Macht ?Es gibt doch auch Machtstrukturen , die durchaus plausibel erscheinen , nützlich sind und von der Natur so vorgegeben .Wie kann mensch Machtmissbrauch verhindern ?Kann mensch Machtmissbrauch verhindern und wo liegen die Unterscheidungen und ... Dann merke ich wieder , ich bräuchte klarer differenziertere Wörter um Macht in all seinen Formen zu beschreiben , einige Fachwörter oder aber ich könnte zu dieser Definition des wortes etliche Seiten füllen . Wie stelle ich fest , ob diese ausarbeitung über die Einf.i.d.Bildugnsw.ein Ausdruck der Macht ist ? Naja ich habe noch tausende von Frage , die in meinem
Kopf rumschwirren , ich entschuldige mich schonmal für meine konfusen Gedanken.
Einer von diesen ist sicherlich , wie bekomme ich dieses ganze Fachchinesisch in meine Birne , mir fehlt es da ebenfalls enorm an Vokabular . Ich versuche nicht in Panik zu geraten und tendiere eher dazu , meinem bestehenden Forschungsdrang Raum zu geben und diesen Ausführungen über Bild. erstmal Raum zu lassen. Es ist alles kurz gehalten und das macht Fachwörter vielleicht notwendig .Wie schon in den Raum gestellt , muss mensch bei diesen Gedankenwindungen erstmal eine päzisere und " objektivere " Beschreibungen finden , die hinzu zum selber denken , anhalten sollen .Mit dem Material kann ein facettenreicher Austausch angezettelt werden und ist eine Chance seine eigenen Gedanken und Begenungen mit der Fülle der Anderen zu kombinieren .
Ich freue mich über einen regen Austausch und hoffe , dass ihr hier mein zusammengestammeltes Kaudawelsch (Siehe Fachsprache )irgendwie für euch verwerten könnt
Wünsch euch noch einen guten Tag
Illi
NickiMaus
Contributions on this page: 4
View profileAlso es tut mir jetzt leid, wenn ich einigen von euch auf die Füße dappen muss, aber wenn ich mich weiterbilden will und erst ein Wörterbuch benutzen muss um das Zeugs überhaupt zu verstehen, dann wundert es mich nicht, dass keiner mehr Bock auf neues Wissen hat. Natürlich hat jedes Fach sein spezieller Wortschatz aber eine Einführung ist eine Einführung. Punkt! Und jeder der schreibt, dass gehört nun mal zu diesem und jenem Fach, dass man erst eine Weile braucht um überhaupt was zu verstehen, der sollte nicht Bidlungswissenschaften studieren. Das nicht der Sinn der Sache ist! Bildungswissenschaftler sollen Mitmenschen helfen bei der Weiterbildung, bei Alltagsproblemen, bei Erziehung usw...auf einfachem Wege. Dazu brauch ich keine hochgestochenen Skripte.
Sorry, wenn ich mich im Ton vergriffen habe, aber ich weiß von vielen Menschen, die sich schon mit einfachen Büchern schwer tun und aufgeben! Und ich glaube, viele fähige Menschen, die gerne Bildungswissenschaften studieren wollten, haben aufgegeben, wegen solchen Skripten. Das finde ich schade und muss nicht sein.
illi
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View profileDa sind wir also bei einer ganz ursprünglichen Frage angekommen , was ist Bildung , Weiterbildung ?Wieviel muss ich investieren , um zu verstehen ?Haben nicth viele Menschen viele verschiedene Formen , um sich zu bilden ergriffen ?Gibt es das Patentrezept .Heisst Bildung vorgegebene Dinge , die leicht zu verstehen sind zu erlernen oder ist dies dann doch nur eine Form von einprägen . Oder ist Bildung doch als prozess zu verstehen um die Sicht auf seine eigenen Ideen zu lenken , um zu verstehen?
Bei all diesen Fragen ,hab ich auch noch eine praktische Info .
Mitstudenten haben ihr zusammengestelltes Lernmaterial zur Verfügung gestellt , findet ihr unter : Braucht jemand Zusammenfassung von 1a , vielleicht hilft das ja weiter
wünschen noch einen entspannten Tag
Illi
Knobby
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View profile"Fach-chinesisch"
"Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht!" George Bernard Shaw 1856-1950 (irischer Dramatiker)
Knobby
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View profileYep, das Zitat war auf einem Kärtchen und kam gestern per Post zusammen mit den Lehrbriefen bei mir an. Hat sich da einer/eine im Sekretariat was dabei gedacht???
Janosch66
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View profileich habe 1A gerade hinter mir (und hoffe bestanden zu haben). Die Kritik an Ballauf kann ich gut verstehen und bei seiner unzweifelhaft großen fachlichen Kompetenz finde ich gerade die Kontroverse entlang seiner Sprache berechtigt.
Aber: es trat nach und nach recht deutlich hervor, daß es didaktisch durchaus beabsichtigt ist, gerade einen solchen relativ schwierigen Text an den Beginn (und vor die Hermeneutik) zu setzen.
Der Sinn dieses Vorgehens (und des Textes selbst) erschließt sich während des Beackerns des SB im Laufe des Semesters von selbst und mindestens ich fand das sehr lehrreich.
Von daher wünsche ich guten Mut, zumal die Betreuung des Lehrgebietes m.E. wirklich gut ist.
Viele Grüße,
Christoph
sanninews
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View profilewill eigentlich gar nicht gerne kritisierne, aber als ehemalig Deutsch-LK-Teilnehmerin mache ich mir schon Gedanken, dass ich erschreckend viele Rechtschreibfehler auf den ersten 20 Seiten gesehen habe. Ich blende die aber einfach aus. Dabei habe ich nicht auf neue oder alte Rechtschreibregeln geachtet, sondern gadacht, dass manchmal Wörter fehlen. Aber lacht mich jetzt nicht aus, sonst schreib ich hier nie wieder was...
sanninews
Contributions on this page: 3
View profileIch seh grad, ich habe mich soeben verschrieben, sorry!!!
Gina2
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View profileSanninews, meinst du Rechtschreibfehler im Skript? In der Einleitung steht, dass die alte Rechtschreibung beim Schrieb vom Ballauf belassen wurde.
Also, nachdem ich nun erstmal ein anderes Buch zum Thema lese, gewöhne ich mich ganz langsam an diese Schreibart, allerdings muss ich trotzdem viele Wörter nachsehen und mir Sätze Wort für Wort 'übersetzen', daher komme ich auch nie sehr weit, da es echt anstrengend ist (im Buch jetzt vor allem (obwohl das etwas leichter ist als das Skript), ich will erst nach dem Buch mit dem Skript weitermachen, und wenn Moodle auf hat). Ich merke aber auch, dass es irgendwie schon auch Spaß macht, so eine ganz andere Hirnfütterung zu bekommen. Bloß, ob ich so lernen kann, dass ich Klausurschreibfähig werde...das muss sich noch herausstellen.
Gina
sanninews
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View profileGina, ich meinte nur solche Vertipper, wie es mir eben selbst ergangen ist, als ich meinen Beitrag geschrieben habe. Dafür soll man ja alles Korrektur lesen. Ich meint nicht die Rechtschreibregeln, sondern nur Flüchtigkeitsfehler habe ich ab und zu entdeckt. Naja, ist ja nicht so wild, wenn der Sinn nicht verstellt wird.
Es ist ja bewiesen, dass die Reihenfolge der Buchstaben innerhalb eines Wortes egal ist, sofern der Anfangs- und Schlussbuchstabe an der richtigen Stelle stehen. Das Wort kann man dann trotzdem erkennen. Zum Beispiel, wenn ich Cmoptuer shcreibe, dnan wrid das shcon vrestnaden, oedr?
tinkerbell1
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View profile@NickyMaus
Also, ich meine es ist doch so, wie du schon sagst, es handelt sich um BildungsWISSENSCHAFT. Mein Begriff von Wissenschaft hat schon ziemlich viel damit zu tun, dass es eine Fachsprache gibt, mit Fachbegriffen, die eindeutig bestimmte Sachverhalte beschreiben (und das in den meisten Fällen mit einem einzigen Begriff, der die Sachen meist ziemlich genau trifft, statt mit einem oder mehreren 'einfachen' Sätzen.)
Trotzdem kann ich die Kritik an der Sprache nachvollziehen, gerade wenn so ewig lange Schachtelsätze vorkommen und bei thematischen Ausflügen in die Philosophie ist es auch ganz klar, dass man nicht alles gleich auf Anhieb verstehen kann.
Gerade eine Einführung soll eben dies tun: In das Thema einführen und damit auch in Fachrelevante Begriffe. Der Text von Ballauf ist halt schon älteren Semesters und, wie so oft eben sprachlich sehr hoch gestochen, aber man lernt doch am besten an schwierigen Texten und Herausforderungen. Das regt doch nur zum mitdenken an!
NickiMaus
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View profilemich kann man einfach nicht überzeugen! Ich habe nix gegen Fachbegriffe, nur komische Sätze finde ich scheiße. Und wer sagt den, dass Wissenschaft kompliziert geschrieben sein muss???? Ja, ich weiß, ich bin unverbesserlich :))))
PheeB
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View profileIch musste schmunzeln, als ich, nachdem ich die Diskussion gelesen hatte, auf meine Pinnwand schaute und dort meine Lieblings-"Willkommens-Postkarte" von der FernUni hängen sah:
Hohe Bildung kann man dadurch beweisen, dass man die kompliziertesten Dinge auf einfache Art zu erläutern versteht.
(George Bernhard Shaw)
StinaF.
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View profileDas unterschreibe ich direkt:D[URL=https://smilies-smilies.de][IMG]https://smilies-smilies.de/smilies/schilderIII_smilies/woooooooo.gif[/IMG][/URL]
Gina2
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View profile*g* genau diese Postkarte hängt bei mir auch an der Wand!!! Und noch die: Wer aufhört zu lernen ist alt. Er mag zwanzig oder achtzig sein. (die wurde auch mit den Unterlagen geschickt).
Gina
Sarak
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View profile@NickiMaus - ich schrieb ja bereits, dass Ballauf so schreibt, weil er sich sehr prägnant ausdrückt. Er ist schon ziemlich genau, legt alles bis ins Detail vor. Wenn dieser Text aber nahezu allen Studierenden am Ende des Semesters klar ist - dann kann er so falsch nicht sein :D
"komische Sätze" findest Du "scheiße"?
Aha. Das ist eine komische Feststellung :D
Viele Grüsse von
Sara
hgesser
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View profileauch von mir ein (zustimmender) Kommentar zur Unverständlichkeit. Ich habe auch schon zwei Studiengänge erfolgreich abgeschlossen (Diplome in Mathe und in Informatik) und würde mich also allgemein als "studierfähig" betrachten. Klar - mit den Bildungswissenschaften bin ich in einem ganz anderen Bereich gelandet, aber dass ich in einem einführenden Text am Anfang nur Altgriechisch (im Moment bin ich im 18. Jahrhundert angelangt, da baut der Autor dann auch einige französische Vokabeln ein) lesen und mir dieses Vokabular einprägen soll, ist schon erstaunlich.
Die Sätze haben zudem eine Komplexität, die ständig erst mal eine grammatikalische Analyse verlangt, und mit zehn Jahren Berufserfahrung als Redakteur kann ich eigentlich ganz gut mit Texten umgehen, auch mit unverständlich formulierten. Aber die Texte hier übertreffen doch alles, was ich bisher gesehen habe.
Es ist allgemein in den Wissenschaften verbreitet, Texte "merkwürdig" zu schreiben, so findet man z.B. häufig Passivkonstruktionen, unnötig komplexe Schachtelsätze und Substantivierungen, was man allen fertigen Akademikern erst mal wieder mühsam austreiben muss, wenn sie Texte für normales Publikum schreiben wollen, aber hier geht's schon ordentlich zur Sache.
Ich habe auch schon Texte aus Modul 2B (Didaktik) gelesen, die waren teilweise auch sehr umständlich. Andererseits habe ich mir das Gudjons-Buch besorgt, und das ist größtenteils frei von solchen sprachlichen Kreationen. Auch da gibts ein paar schwer verdauliche Sätze, aber das meiste ist in normaler Sprache verfasst. Die Kapitel, die inhaltlich zum Einführungsskript passen, sind aber leider nicht ansatzweise so umfassend wie das Skript, es taugt also nur als ergänzende Literatur.
Schöne Grüße
Hans-Georg
Ruetherix
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View profileIrgend ein netter Mensch hat sich mal die Mühe gemacht das "Ballauf" Skript in eigene Worte zu fassen. Ist erheblich einfacher lesbar, wenn auch nach meiner Ansicht mit leichten Fehlern behaftet. Ich habe beide Skripte nebeneinander liegen. So quasi als Wörterbuch.
Ich versuch es mal hier reinzustellen.
hgesser
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View profile@Ruetherix: Vielen Dank, das liest sich wirklich deutlich entspannter als das Original :)
Schöne Grüße, Hans-Georg
Ruetherix
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View profileNa dann hat es doch schon seinen Sinn erfüllt.
LG Chris
WalkingTheLine
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View profileIch habe den Ballauf seit vier Wochen auf Eis gelegt. Grund: Ich fühle mich durch diesen Text völlig demotiviert.
Ich Frage mich, wie wir in diesem Studiengang einerseits davon lesen Bildung jedem zugänglich zu machen (und ja später wohl auch gegen Ungleicheit, Dikriminierung usw vorgehen sollen) und andererseits einen dieser Einstellung und diesem Bestreben völlig entgegengesetzte Materialien ausgehändigt bekommen.
Ich halte mich nicht für dumm, wahrscheinlich würde ich mich - so ich es wollte - mit dem Text soweit auseinander setzen können, dass er mir begreiflich wird.
Aber etwas in mir rebeliert gegen diesen Text, so dass ich mich eigentlich viel lieber permanent nur darüber aufregen will.
Momentan staubt das Heft also munter vor sich hin.
Ich lese jetzt erstmal die Kurse von 1B. Dort findet man Beispiele, wie Bildung gradlinig, verständlich und gehaltvoll vermittelt werden und durchaus Spass machen kann.
So - das musste ich mal eben wertvoll beitragen ;)
Grüßlis
Die Tanja
Ruetherix
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View profileTanja
sag mal hatte ich Dir die "Ballauf" -Übersetzung nicht gemailt ?
falls Nein.....sorry.
Nur so zu Info, bin jetzt bei Kant und so langsam liest es sich einfacher.
LG Chris
WalkingTheLine
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View profileDoch, hattest du - meine aversion gegen diesen lernstoff ist aber immer noch vorhanden, so dass ich nicht mal lust auf die einfache version habe.
das kommt schon noch - immerhin muss ich ja das seminar mitmachen, ne woche vorher werde ich nochmal mit lesen beginnen
hope so....
Danny
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View profileIch mache das ähnlich wie Rutherix.
Ich lese erst Ballauff, dann nochmal die Version des netten Studenten, um zu guckewn, ob ich den Herrn Ballauff auch richtig verstanden habe, und dann mache ich mir erst meine Notizen. Klappt wunderbar, und, obwohl ich erst seit relativ kurzer Zeit dabei bin, gewöhne ich mich immer mehr an Ballauff und brauche die Zusammenfassung immer weniger.
Ankchen
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View profilenachdem ich eure Diskussion mit Interesse verfolgt habe, stellt sich für mich - als Weiterbildungsstudentin, die noch nicht wirklich weiß, ob sie sich fürs nächste Semester für diesen Studiengang richtig einschreiben soll - dann doch die Frage: Wie oft werde ich im Laufe des Studiums noch mit den Texten von Herrn Ballauf konfrontiert??
Ehrlich gesagt, habe ich auch sehr große Probleme mit seinen Formulierungen. Es wäre sehr motivierend zu erfahren, daß man sich nur in diesem Modul mit Herrn Ballauf bzw. mit derartigen Satzkonstruktionen auseinandersetzen muss und es in anderen Modulen bestimmt nicht leichter, aber dennoch lesbarer wird.
Vielleicht kann mir ja einer der Tutoren etwas Hoffnung geben...
Ruetherix
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View profileAnkchen,
hatten letztes Wochenende eine Präsenzveranstaltung in Hagen, bei der die gute Fr. Prof. deWitt gesagt hat, das der gute Herr Ballauf es eben geschafft hat 2500 Jahre Bildungsgeschichte zusammen zu fassen.
Ballauf endet auf Seite 117, danach wird es ein wenig entspannter.
Dilthey ist erheblich angenehmer zu lesen.
LG Chris