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L1, wie geht ihr mit der ungeheuren Stoffülle um?

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Komilitonen/innen,

ich habe in diesem Semster das erste mal ein L- Kurs belegt und strebe die Klausur in L1 am Ende des Semesters an. Im Gegensatz zu G1, was ich als extrem "leicht" empfand, haut mich L1 völlig aus den Socken.

Allein schon die Epochen mit deren Autoren und Werken, dazu noch das ganze andere Fachvokabular, seien es die rhetorischen Stilmittel oder die Glossare, kommt mir alles so unglaublich viel vor, das ich mir nicht mal ansatzweise vorstellen kann, das alles speichern zu können.

Wie kürzt ihr ab und fasst zusammen?
Lernt ihr alle Epochen mit gleicher Intensität oder setzt ihr Schwerpunkte?
Wie siehts mit den Fachwörtern aus? Auch da nur die gebräuchlichsten oder wirklich ALLE auswendig lernen?

Auch die Übungsaufgaben in moodle sind extrem komplex nach meinem Empfinden. Muss ich z.B. wirklich zu jeder Epoche mindestens 3 Autoren mit Lebensdaten und zugehörigem Werk kennen, schon das kommt mir echt "viel" vor?

Bin völlig überfordert und das in einem Einführungsmodul :confused

Comments

Meiner Meinung nach solltest du das Modul über mindestens zwei Semester bearbeiten. An sich ist L1 auch in einem Semester gut zu schaffen, aber jeder hat unterschiedliche Vorkenntnisse. Ein Teil des Stoffes in L1 ist lediglich eine Wiederholung dessen, was bereits in der Schule gelehrt werden sollte. Aber wer tatsächlich nicht weiß, was ein "Paarreim" ist oder eine "direkte Rede" oder "episches Theater", der muss eben im Urschleim anfangen und sollte für das Modul mehr Zeit einplanen als jemand, der weniger Neues lernen muss. Das Modul enthält ja außerdem noch Inhalte, die jenseits des Schulwissens liegen.

Zu den Epochen: Irgendwelche literaturfremde Lebensdaten halte ich für unwichtig, aber für jede Epoche drei Autoren und ihre wichtigsten Werke (im Plural!) zu kennen, halte ich für nicht zu viel verlangt. Wenn angehende Betriebswirte oder Informatiker sich dafür nicht interessieren, ist das ihr Problem, aber Literaturwissenschaftler sollten schon einen Überblick über die Literaturgeschichte haben. Eigentlich sollten Literaturwissenschaftler nicht nur ein paar Namen aufsagen können, sondern die wichtigsten Werke auch gelesen haben und sich darüber ein Urteil bilden können. Aber das ist natürlich zeitlich nicht in einem Semester zu schaffen. Ich gehe jedoch davon aus, dass die meisten, die Literaturwissenschaften studieren, bereits vor ihrem Studium schon etwas gelesen haben.

Ich danke dir für deine Antwort, aus dem Schulstoff bin ich schon sehr lange raus, ja das stimmt. Werde zunächst meine letzten 2 Kurse aus dem G-Modul hinter mich bringen und dann erneut schauen, ob ich mich nochmal an L1 versuche oder ob mir eventuell P1 besser liegt.

Die Andforderungen bei L1 sind klar: du musst Glossar (wechselt jedes Semster) komplett auswendig lernen. Und zwar vor- und Rückwärts. Du muss Genette intus haben, du kannst vielleicht auf Lücke lernen bei den Epochen und Gattungen. Dort wird in der Regel IMMER was zur Aufklärung (die Onlinevorlesung dauert ja auch geschlagene 3 Stunden) geprüft. Literaturtheorie :da lernst du einfachso ein paar Phrasen auswendig, das musst du nicht wirklich verstehen. Es reicht, wenn du einfach so ansatztweise eine Idee davon hast. Fies sind die Fragen wie "warum taugt wikipedia wenig und wie guckt man in einem schlauen Lexikon nach und wie heisst dieseses". Das gibt einige Punkte und ist nicht zu unterschätzen.

wavingcolt007 wrote:

... Fies sind die Fragen wie "warum taugt wikipedia wenig und wie guckt man in einem schlauen Lexikon nach und wie heisst dieseses". ....

Danke für diesen Hinweis! Ich habe Wikipedia als Randinfo im ersten Studienbrief "wahrgenommen", jedoch nicht im entferntesten daran gedacht, dass das prüfungsrelevant sein könnte. Jetzt bin ich vorbereitet und werde mir auch Lexika-Namen merken. Danke!!!!

Ich bin Rentner, habe jetzt mit dem Studium angefangen und muss sagen, dass mir das Lernen für die L1 Klausur verdammt schwer fällt. Alles was aus der Schule vorhanden war: Nach fast 50 Jahren ist nichts mehr da .....Aber ich will nicht verzweifeln und gebe nicht auf!