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Literatur in Film und Funk etc.

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Habe mal wieder was nettes...

wer die tagebücher von Viktor Klempere kennt, kann sich freuen!

Auf 3 sat wird ab morgen (12.9.10) "Klemperer-Ein Leben in Deutschland " wiederholt.
Soll es auch auf DVD geben abe diesen Monat.

[URL="https://www.fernsehserien.de/index.php?serie=7770&seite=9&sender=4"]Klemperer - Ein Leben in Deutschland: 3-Wochen-Vorschau der TV-Serie[/URL]

[URL="https://de.wikipedia.org/wiki/Victor_Klemperer"]Victor Klemperer – Wikipedia[/URL]

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[URL="https://www.dradio.de/dlf/programmtipp/langenacht/1269332/"]Deutschlandfunk - Programmtipp[/URL]

wer heute abend um 23 Uhr gerne Radio hört...

[URL="https://www.dradio.de/dkultur/sendungen/langenacht/"]Lange Nacht[/URL]
Der Künstler und die Macht

Die Lange Torquato-Tasso-Nacht

Von Dieter Kranz

Seit es Kunst gibt, befindet sie sich in einem Spannungsverhältnis zur Gesellschaft.

Goethe, der als eine Art Kulturminister am Weimarer Hof auf doppelte Weise involviert war, schrieb sein 1790 uraufgeführtes Schauspiel "Torquato Tasso" auf der Basis eigener Erfahrungen:

Die Unvereinbarkeit von Kunst und Macht behandelt er so vieldeutbar, dass unter verschiedenen politischen Systemen jede Zeit sich darin wieder erkennen kann.

Dem Anspruch des Künstlers "Erlaubt ist, was gefällt" wird die Einschränkung "Erlaubt ist, was sich ziemt" entgegengesetzt.

Im Bremer Theater schuf der blutjunge Peter Stein 1969 eine Inszenierung des "Torquato Tasso", die damals als eine aufsehenerregend aktuelle und viel diskutierte Programmaufführung der 68er verstanden wurde mit Bruno Ganz als Tasso.

Unter sozialistischen Bedingungen gab 1975 der Regisseur Friedo Solter am Deutschen Theater Berlin eine Antwort auf Peter Stein. Walter Ulbricht war gerade entmachtet worden.

Gewisse Liberalisierungstendenzen erweckten Hoffnungen. Mit Christian Grashof als Tasso und Fred Düren als Herzog von Ferrara wurde eine für diese Zeit symptomatische Deutung mit einer Balance zwischen Kunst und Macht versucht.

Der Dichter, der als Partner ernst genommen werden will, hatte ebenso Recht, wie der Staatsmann, der einem exaltierten und introvertierten Künstler von der politischen Verantwortung fernhält.

Über die Tasso-Rezeption hinausgehend bezieht die "Lange Nacht" auch Künstler ein wie Gustaf Gründgens, Wilhelm Furtwängler, Bertolt Brecht und Walter Felsenstein, die den Konflikt zwischen Kunst und Macht am eigenen Leibe erfahren haben.
[URL="https://www.dradio.de/dkultur/sendungen/langenacht/1269358/"]Der Künstler und die Macht[/URL]

Bücherei ohne Bücher - Die digitale Zukunft der BibliothekenEine Bibliothek, in der alle Bücher der Welt stehen. Wird dieser Traum je wahr? Eine Bibliothek, in der kein einziges Buch steht. Ist das nicht ein Alptraum? Zu Wort kommen Experten mit Visionen aus Architektur, Hirnforschung, Kunstwissenschaft und den Bibliotheken. Ein Feature über die digitale Zukunft der Bibliotheken. Ein Feature von Claudia Friedrich. Realisation: Katja Teubner © WDR 2011 [URL="https://medien.wdr.de/m/1293812909/radio/scala/wdr5_scala_20110101.mp3"][Zur Audiodatei][/URL]

[URL="https://www.faz.net/s/Rub1DA1FB848C1E44858CB87A0FE6AD1B68/Doc%7EED0D1E95DD7C04FA7882D46EA9F03D32D%7EATpl%7EEcommon%7EScontent.html"]Lesen unter Hitler: Als der Krieg um die Leser tobte - Bücher - Feuilleton - FAZ.NET[/URL]

[URL="https://www.br-online.de/bayerisches-fernsehen/lesezeichen/christian-adam-lesen-unter-hitler-lesezeichen-2010-09-27-ID1285236224310.xml"]Christian Adam: Lesen unter Hitler | LeseZeichen | Bayerisches Fernsehen | BR[/URL]

[url]https://www.galiani.de/buecher/christian-adam-lesen-unter-hitler.html[/url]

Da es nicht jede Sendung als Podcast gibt, hier der Hinweis auf den Radio-Recorder von Deutschlandradio, siehe dradio.de zum Download.

Damit kann man life-stream Sendungen direkt als mp3 mitschneiden. Eben z.B. wenn mal eine interessante "Lange Nacht" läuft und man tatsächlich nachts schlafen möchte. Dann kann man die aufnehmen lassen und später anhören. Für Feature und sowas ist Internetradioqualität ;) ja ausreichend.

Funktioniert auch für alle anderen öffentlich-rechtliche Radios Europas. Hat wohl aber noch ein paar Kinderkrankenheiten.

Vielleicht lebe ich auch total hinterm Mond, aber für mich ist es neu. Und ich habe schon ewig drauf gewartet, dass es sowas gibt. :freu:

ml

ich nutze den Radiorecorder von Dradio sehr oft , bin sehr zufrieden. Ist genial!

heute nacht 0 Uhr auf deutschlandradio
oder morgen ab 23 Uhr auf deutschlandfunk:

Im Spiegelkabinett der Fremde
[URL="https://www.dradio.de/dkultur/programmtipp/langenacht/1478923/"]Eine Lange Nacht über literarische Reisen[/URL]

Die "Lange Nacht" des Reisens in der Literatur stellt Romane, Gedichte und Reportagen aus Gegenwart und Vergangenheit vor. Sind die Fragen der Reisenden an die Welt und an ihr Dasein nicht im Grunde dieselben geblieben?

Erzählende Texte über das Reisen haben eine lange Tradition. Wer hinauszieht in die Fremde, sucht nicht nur das Abenteuer, sondern vor allen Dingen die Verwandlung und Antworten auf existenzielle Fragen. Reisen ist oft mit dem Wunsch verbunden, als ein anderer zurückzukehren, mit einem geschärften Blick - auch für das Nächste.

Im Spiegelkabinett der Fremde
Eine Lange Nacht über literarische Reisen

hab's aufgenommen und die nachrichten sowie die 0-uhr-deutschlandhymne rausgeschnitten ...

[h=1]Trailern, Teasen, Twittern[/h] [h=2]Die Ware Buch – Verlage suchen nach Marketingstrategien für das 21. Jahrhundert[/h] [h=3]Von Michael Meyer[/h] *Knapp 50.000 Bücher erscheinen allein in diesem Herbst in Deutschland. Der Leser steht ratlos vor dem Überangebot an neuen Titeln. Früher wandte man sich an den Buchhändler seines Vertrauens, um sich einen Roman empfehlen zu lassen, oder studierte die Literaturbeilagen der Feuilletons. *

Zu Beginn des 21. Jahrhunderts spielt dagegen das Internet eine immer wichtigere Rolle: Verlage pflegen ihre Facebook-Profile, twittern und posten - und stellen aufwendig produzierte Video-Trailer bei YouTube ein.

Und auch die großen Buchhandelsketten gehen neue Wege: Sie geben eigene Hochglanzzeitschriften mit Autorenporträts und Kaufempfehlungen heraus oder lassen sich die begehrten Präsentationsflächen für einen potentiellen Bestseller von den Verlagen teuer bezahlen.

Was sind die Marketingstrategien für das 21. Jahrhundert? Ein Blick auf die Zukunft der Ware Buch.

Manuskript zur Sendung als [URL="https://www.dradio.de/download/146862/"]PDF-Dokument[/URL] oder im [URL="https://www.dradio.de/download/146863/"]barrierefreien Textformat[/URL].

Deutschlandfunk - Essay und Diskurs: [URL="https://www.dradio.de/aod/html/?station=1&broadcast=445216&datum=20110904&playtime=1315121457&fileid=4f8febcf&sendung=445216&beitrag=1503550&"]"Dichtung und Alter"[/URL], 2 Teile zu je 30 min
hier noch mal Ankündigung und Text [URL="https://www.dradio.de/dlf/sendungen/essayunddiskurs/"]Link
[/URL]
Habe heute morgen den zweiten Teil gehört und fand ihn sehr interessant. Im speziellen ging es um Literatur und Demenz, also um Autoren, die über ihre Erfahrungen mit dementen Angehörigen in Literatur verarbeitet haben. Der Blick geht über den deutschsprachigen Raum hinaus.

Interessant war der Satndpunkt, dass diese Literatur eine Auseinandersetzung mit dem Begriff der Individualität leistet und dass die für Sprache sensiblen Literaten eben der Sprache der Dementen oder an Alzheimer Erkrankten besondere Aufmerksamkeit widmen. Weiterhin wurde diese Art der Literatur als ein wertvoller Beitrag zur Beschreibung und Erforschung der Erkrankung neben der bloß organisch orientierten Neurophysiologie gesehen.

ich finds immer schwierig, mir solche themen anzuhören, weil automatisch die eigene angst auftaucht (was passiert, wenn meine eltern betroffen sind?). es lohnt sich aber, das auszuhalten, sehr schöner essay. wie fast immer aus dieser reihe.

H E U T E :
Deutschlandradio Kultur
]Literatur 27.09.2011 · 19:30 Uhr [URL="https://www.dradio.de/dkultur/sendungen/literatur/1504385/bilder/image_main/"] [IMG]https://www.dradio.de/images/64572/landscape/133,0/[/IMG] [/URL]
Heinrich von Kleist (1777-1811), Kreidezeichnung, unbekannter Künstler um 1831 (Bild: Archiv Kleist-Museum)


KriegeSiegeLiebe

Ein Kleistpuzzle in sechs Teilen
Von Dagmar Just

Von allen rätselhaften Werken, die Kleist schrieb, ist sein Leben das rätselhafteste. Wie er aussah, was er fühlte, ob er wirklich stotterte oder nur exzentrisch war, patriotisch oder opportunistisch, Männer, Frauen oder keinen liebte, nüchtern oder im Rausch produzierte und sich heiter oder deprimiert tötete - niemand weiß Genaues. Er war ein Meister in der Kunst des Spurenverwischens. Nur Goethe, den er zum Duell forderte, konnte ihm darin das Wasser reichen.

Immer wieder hat er literarische Texte verbrannt und Tagebücher, autobiografische Notizen und Entwürfe systematisch vernichtet. Seine Briefe sind zum Teil verschollen, zum Teil lückenhaft überliefert, oft undatiert, manchmal umstritten und meist nur von fremder Hand kopiert.

Das einzige authentische Porträt zeigt ein wesenloses Kindergesicht. In den Beschreibungen seiner Zeitgenossen ist er jedes Mal ein anderer. Statt einer Autobiografie hinterließ er einen Mix aus schwarzen Löchern, weißen Flecken, literarischen Indizien und einigen wenigen, strategisch ausgewählten Selbstaussagen. Wie würde ein Profiler daraus das Typ- und Persönlichkeitsprofil dieses preußischen Dichters und Offiziers konstruieren?

ja mist, da bin ich nicht zu hause und das lässt sich nicht mehr ändern.

Bei der Litertur am Di, meistens nicht. Aber PDF wird fast immer eingestellt.

Das ist zwar nicht Film oder Funk, sondern etc., aber möglicherweise für die Berliner interessant:

Im Dickicht der Texte. Editionswissenschaft als interdisziplinäre Grundlagenforschung.

Ringvorlesung im Rahmen des Offenen Hörsaals der FU, ab 19.10. jeden Mittwoch 18.15 -20.00 im Hörsaal 1b der Rostlaube.
[URL]https://www.fu-berlin.de/sites/offenerhoersaal/offener_hoersaal_ws2011_12.pdf?1317721903[/URL]

im gleichen Rahmenprogramm ebenfalls für Kulturwissenschaftler interessant die Dienstagstermine:
Languages of Emotion. Sprache, Kultur, Gesellschaft.

Heute 18:30 auf DeutschlandRadioKultur: Ein vielversprechendes [URL="https://bit.ly/q7CwZQ"]Hörspiel[/URL] über J.M.R. Lenz.

JuliaB wrote:

Heute 18:30 auf DeutschlandRadioKultur: Ein vielversprechendes [URL="https://bit.ly/q7CwZQ"]Hörspiel[/URL] über J.M.R. Lenz.

Hatte ich auch schon ein Auge drauf geworfen...vllt werfe ich mal den Radiorekorder an und nehme es auf.
(Ist zu empfehlen, ich nehme auch andere Sachen von fremden Sendern damit auf bzw. höre Musik übers Netz. Geht nicht nur nit Dradio)

[url]https://player.phonostar.de/partner/dradio-recorder[/url]

[url]https://www.tagesspiegel.de/kultur/effi-briest-2-0-am-gorki-gefaellt-mir-fontane-als-facebook-theater/6052758.html[/url]

war heute im Radio:
[URL='https://www.dradio.de/dlf/sendungen/lebenszeit/']LEBENSZEIT[/URL]

13.01.2012 · 10:10 Uhr

[URL='https://www.dradio.de/dlf/sendungen/lebenszeit/1649047/bilder/image_main/'][IMG]https://www.dradio.de/images/21283/landscape/133,0/[/IMG][/URL] Das Schreiben mit der Hand - eine Kunst aus einer vergangenen Zeit? (Bild: AP)

[SIZE=6][B]Schlussstrich unter eine Kulturtechnik[/B][/SIZE]

[SIZE=5][B]Steht die Schreibschrift vor dem Aus?[/B][/SIZE]

[SIZE=4][B]Eine Sendung von Andreas Stopp (Moderation) und Eva-Maria Götz[/B][/SIZE]

Mindestens die Unterschrift verfertigen wir noch mit dem Stift in der Hand - wenn wir mit unserem guten Namen zeichnen. Dann vielleicht noch den Einkaufszettel, hier und da eine kurze Notiz oder Nachricht - doch da greift der eine oder andere schon zunehmend zum Smartphone, um die Einkaufs-App abzurufen oder schnell eine SMS oder Mail senden.

Der gesamte geschäftliche Schriftverkehr wird sowieso am Computer erledigt. Und auch Schriftsteller, Politiker, Komponisten hinterlassen statt eines umfangreichen handschriftlichen Nachlasses heutzutage wohl eher eine Festplatte.

Ist es da nicht konsequent, dass auch Pädagogen darüber nachdenken, den Kindern das Schreiben zu erleichtern, in dem man sie nur noch die Druckschrift lernen lässt und auch bei der Rechtschreibung nachsichtig ist - früher oder später erledigt das ja sowieso das Rechtschreibprogramm am PC?

Ist es nicht wichtiger, was als wie wir schreiben? Das Schreiben mit der Hand, die Ausbildung einer eigenen, persönlichen Schrift scheint damit und auf lange Sicht zum Aussterben verurteilt, eine Kunst aus einer vergangenen Zeit.

Oder schreiben Sie noch Briefe mit der Hand, bringen Sie Ihre Gedanken und Gefühle in einem Tagebuch zu Papier- ganz ohne elektronische Unterstützung? Was sagt Ihre Schrift dann über Sie und Ihre Gemütslage aus? Und wie beeinflusst die Handschrift eines anderen Menschen Ihr Urteil über ihn?

Diskutieren Sie mit uns und unseren Gästen:

- Susanne Dorendorff, Typografin, Hamburg
- Prof. Dr. Erika Brinkmann, Pädagogin, Schwäbisch-Gmünd
-[U][B][SIZE=5] Prof. Dr. Torsten Hahn, Literaturwissenschaftler, Hagen[/SIZE][/B][/U]

Kann man in der Regel auch runterladen
dradio.de

[URL='https://www.wdr5.de/nachhoeren/zeitzeichen.html#'] 31. Januar 1987: Der Todestag des Germanisten Benno von Wiese[IMG]https://www.wdr5.de/fileadmin/templates/images/icons/pfeil_u_w_g.gif[/IMG][/URL]
Die 68er klagten den Literaturwissenschaftler aus altem schlesischen Adel als übermächtigen Strippenzieher der westdeutschen Germanistik an. Auch als frühes NSDAP-Mitglied und universitärer Mitläufer im Dritten Reich war Professor Benno von Wiese verschrien. Doch konnte ihm niemand seine Kompetenz als Schiller- und Tragödien-Experte absprechen. Mit seinen Sammelbänden, auch zu Novelle und Lyrik, prägte er mehrere Deutschlehrer-Generationen. Autor: Christoph Vormweg © WDR 2012 [URL='https://medien.wdr.de/m/1327399350/radio/zeitzeichen/WDR5_Zeitzeichen_20120131_0920.mp3'][Zur Audiodatei][/URL]

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