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LitWi nur mit Fachhochschulreife

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ich bin seit Monaten stiller Mitleser, habe aber jetzt mal eine Frage. Ich mache im Moment meine Fachhochschulreife in der Abendschule und habe vor, nach meinem Abschluss KuWi mit HF Literaturwissenschaft zu studieren. Jetzt bin ich mir jedoch unsicher, ob die Vorbereitung der Fachhochschulreife in Deutsch für das Studium ausreicht. Die Themen werden (gegenüber dem Abitur) nicht so ausführlich gemacht, einige Themengebiete ganz weggelassen. Es gibt doch einige hier die "nur" FHR haben. Könntet ihr mir ein Feedback geben, wie ihr mit dem Stoff zurecht kommt. Vielen Dank.

Grüße von der Mosel,
Sonja

Comments

Amarna,
ich hab auch nur das Fachabi und das Einzige was ich vom "Deutschunterricht" mitnehmen konnte waren die rhetorischen Figuren die gibt es auch in L1.
Mit einer guten Organisation ist L1 zielgerichtet auf die Klausur zu schaffen.
Viel schwerer fand ich G1 da ich seit der 8ten Klasse keinen Geschichtsunterricht hatte, das war schwer und deshalb hab ich für G1 zwei Semester gebraucht.
Aber das ist jetzt meine Situation gewesen, mir fehlten halt in Geschichte die ganzen Grundlagen.
Ansonten schon mal herzlich Willkommen von mir!!!

Amarna,

auch ich will Dich doch gleich mal hier willkommen heißen und kann auch zum Thema FH-Reife was beitragen. Ich habe nämlich auch Zugangsprüfung gemacht (allerdings noch im alten KuWi-Studiengang ohne Fachschwerpunkt) und habe jetzt LitWi als Hauptfach. Ich kann mich auch nur noch daran erinnern, dass wir in der Schule Jambus und Trochäus durchgenommen hatten - alles andere war für mich hier auch Neuland. Es ist aber machbar, wenn es einen wirklich interessiert. Dann kann man alles lernen, was man will!

LG
Sandra

Danke für eure aufmunternden Antworten. Ich habe schon immer sehr gerne gelesen. Mit 14 Jahren die Leiden des jungen Werther, Faust, ETA Hofmann Die Elixiere des Teufels (alles freiwillig :)). Von daher denke ich, habe ich schon sehr gute Voraussetzungen das Studium zu schaffen. Die Leidenschaft ist auf jeden Fall vorhaden.
Gestern in der Schule habe ich auch mit meiner Deutsch-Lehrerin gesprochen. Sie ist bereit mir zusätzliche Aufgaben zu geben und dann zu bewerten (vorausgesetzt, dass meine anderen Fächer nicht unter dem Mehraufwand leiden).
Nach meinem Abschluss 2011 werde ich mich einschreiben und dann alles auf mich zukommen lassen. Was mir an Hintergrundwissen noch fehlt, muss ich dann eben nacharbeiten.
Ich wünsche euch viel Spaß bei eurem Studium und natürlich auch viel Erfolg

Gruß,
Sonja

auch ich bin seit ca. 4 Wochen eine "Stille Mitleserin" und profitiere im Moment mehr von den Beiträgen anderer, als die von meinen Beiträgen profitieren können. Ich hoffe aber, dass sich dies ändert!

Ich fange im SS 2010 (Studiengangswechsel) mit KuWi an. Geplant ist von mir, Geschichte als Hauptfach zu nehmen. Jetzt ist es auch bei mir so, dass der letzte Geschichtsunterricht viele Jahre zurückliegt und ich befürchte, dass sich ein großes Loch auftun wird. Da ich noch gut 2 Monate Zeit habe, bevor das Semester beginnt, kann mir vielleicht der ein oder andere einen Tipp geben, wie ich mich etwas vorbereiten kann.

Keine Sorge, mein Geschichtsunterricht in der Schule war miserabel - aber man kommt an der FU trotzdem durch :D

Du kannst ja einführend schon mal ein bisschen was lesen:
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Also ich melde mich dann auch mal zu Wort.

Deutsch war bis zur 10. Klasse mies. In der FOS wars dann lala - da aber keiner da Bock auf Schule hatte und der Schwerpunkt meiner FOS im gestalterischen Bereich lag, war der Fachferne-Unterricht eher mau.

Jambus, Trochäus, Vormärz, Diskursanalyse, Textanalyse und Co haben mir bis Oktober 2009 NIX gesagt. Literarische Werke kenn ich nur aus freiwilligen "Ich will Bildung!" Aktionen.

Geschichte war ein stinknormales Fach, ich hab es echt gemocht. War, wie wohl oft, aber weit von dem, was man hier zu Geschichte lernt. Also mehr Fakten, wenig/gar keine Theorie. Oftmals auch difuses Zeug (grad bei den Ständen im MA)

Ich hab "nur" die Realschule besucht, dann die FOS Richtung Gestaltung.

Das einzige, was ich für hier wirklich gut brauchen kann, ist mein Erststudium an einer FH. 1. hab ich wissenschaftliches Arbeiten schon gemacht, 2. hab ich einen Haufen Hausarbeiten geschrieben (keine tollen, aber man lernt ja daraus ;) ), 3. war der Fachbereich Sozialwissenschaften/Religionspädagogik vom Denken her dem hier ähnlich. Also Theorien, Analysen etc. (Grad Hermeneutik und manch christl. Vorstellung aus dem MA kannte ich schon VOR G1 ;) )

Ich bin sicher, man kann auch mit "nur" einer Fachhochschulreife hier gut weiter kommen. Es hängt mMn viel mehr am Willen, am Lernen und am Wissen, wo man Wissen herbekommt, das einem fehlt - als an der Schulbildung.

Hier sind ja auch etliche, die zwar Abi haben, allerdings eines von vor 10 Jahren oder so

JSchneider wrote:

Hier sind ja auch etliche, die zwar Abi haben, allerdings eines von vor 10 Jahren oder so ;)

Das ist ein wichtiger Punkt! ABi ist ja bei vielen doch schon ein Weilchen her - und wir kommen zudem aus aller Herren (Bundes-)Länder. Da gibt es kaum ein einheitliches Wissen, welches im Deutschunterricht vermittelt wurde.

ich bin auch eine die "nur" die Fachhochschulreife hat und ich habe mir vorgenommen in Vollzeit L1 und G1 zu schaffen.

Jetzt, nachdem ich den ganzen Stoff vor mir sehe, kommen mir schon etwas Bedenken ob ich das schaffe (und eigentlich sollte ich jetzt im Augenblick gerade lernen :o ).

Geschichte und Deutsch mochte ich zwar in der Schulzeit, aber mit Gedichtinterpretationen und Grammatik konnte man mich jagen. Immerhin hatte ich noch etwas Kunstgeschichte und in Schriftgeschichte habe ich sogar eine mündliche Prüfung während meiner Ausbildung abgelegt, aber das ist auch schon etwas länger her.

Wird schon klappen.:daumen:

Gruß
Zabou

zabou,

erstmal herzlich willkommen hier im Studienservice!
G1 und L1 in einem Semester ist wirklich harter Tobak - trotz Vollzeitstudium. Da musst Du Deine Zeit wirklich gut strukturieren. Einführungsmodule haben es einfach in sich, die folgenden Module werden dann nicht mehr soooo viel Masse beinhalten!

LG
Sandra

Sandra,

ja, seit ich angefangen habe mit dem Lernen, habe ich auch gemerkt, dass ich jetzt mein Lerntempo etwas anziehen muss, um alles zu schaffen.
Aber für das "normale" Studium muss man halt zwei Module (plus die mündliche Prüfung) bestehen. Wenn ich es schaffe, werde ich das nächste Semester etwas gediegener angehen.

Anonsten bin ich natürlich sehr dankbar was Tipps zum Studium und Lernen angeht.

Gruß
Zabou

zabou wrote:

Aber für das "normale" Studium muss man halt zwei Module (plus die mündliche Prüfung) bestehen. Wenn ich es schaffe, werde ich das nächste Semester etwas gediegener angehen.

Naja, sagen wir mal so: Du musst zwei Module BELEGEN als Vollzeitstudierende. Du musst aber nicht beide Prüfungen in einem Semester schaffen!

Klar, aber ich würde gerne so schnell wie möglich als "normale" Studentin weiterstudieren, das ist auch eine Kostenfrage. Und da ich nicht weiss, ob es mich nächstes Jahr ins Ausland verschlägt, wäre ich auf der sicheren Seite.

Nachdem ich die zwei ersten Module geschafft habe, ob jetzt oder später, stellt sich bei mir ja noch die Frage, ob ich den Schwerpunkt auf Geschichte oder Literatur lege.

Zu G oder L kannst du die Frage nach dem Schwerpunkt ja auch umdrehen: Bei welchem der beiden könntest du eher auf ein bis drei Module verzichten?

So, jetzt beantworte ich meine eigene Frage. Den Schwerpunkt setze ich auf Geschichte, definitiv. Daran hat zum Teil auch ein wenig die gute Betreuung (z.B. durch Frau Hüsing) schuld.
Vor ein paar Jahren hätte ich das nie gedacht, aber es hat mich richtig gepackt.
Und ich habe L1 (knapp aber immerhin) und G1 im ersten Semester geschafft und absolviere (hoffentlich erfolgreich) dieses Semester G2 und die mündliche Sonderzugangsprüfung.

Dann wünsche ich dir für die ZP alles Gute und viel Erfolg und bei G2 bin ich voll mit dabei