vor ein paar Tagen bin ich auf der Homepage der Hanse University Rostock auf die Studienordnung des LL.B. der Universität gestoßen. Dort wurde eindrucksvoll gezeigt, dass Fächer des LL.B. als erforderlicher Leistungsnachweis für ein Staatsexamen genutzt werden kann. Voraussetzung ist aber eine Vereinbarung mit dem zuständigen Justizprüfungsordnungen. Das bedeutet also, dass es grundsätzlich möglich wäre, dass auch Kurse der FernUni Hagen für die Leistungsvoraussetzungen des Staatsexamens verwendet werden könnten, wenn die Universität Anstrengungen in diese Richtung intensivieren würde. Mein Ziel ist es somit, dass allen Absolventen des LL.B. oder zumindest LL.M. die Möglichkeit geboten wird, ohne zusätzlichen WEchsel an eine andere Universität zum Staatsexamen zugelassen zu werden, was derzeit nicht möglich ist. Erforderlich ist also, dass ein Schwerpunktbereich definiert wird, sowie Module einer Zwischenprüfung zugeordnet werden. Ich Frage mich, warum dieser Weg bisher nicht eingeschlagen worden ist.
Vielleicht sollte man der FernUniversität noch einmal von Seiten der Studenten mitteilen, dass eine solche Möglichkeit der Absolvierung des Staatsexamens durchaus im Interesse des Studenten ist. Es muss keiner das Examen machen, aber die Möglichkeit sollte doch geboten werden.
Ein offener Brief von Seiten der Studenten an die FernUni, indem dieser Wunsch geäußert wird, wäre doch sicherlich nicht schlecht. Vielleicht hat jemand Interesse, sich daran zu beteiligen.
Viele Grüße,
Comments
metalruebennase
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View profileDas sehe ich ebenso! Der LLM sollte meiner Meinung nach die Zulassung zur -wie sie dann auch immer heißt- Prüfung ermöglichen. Allerdings ist das der staatliche Pflichtfachteil.Mit dem SWP, der 16 SWS umfassen muss, müsste da noch geschaut werden, wieviel BWL da angerechnet werden kann, sozusagen als Wirtschaftsrechtlicher Teil, zumal die Bildungsministerkonferenz festgestellt hat, dass es durchaus Studien mit Fächerübergreifenden Qualifikationen geben kann. Jura ist nunmal prädestiniert mit anderen Fächern (Politik, BWL, VWL, etc.) kombiniert zu werden.
Wie ich bereits in einem Thread geäußert habe, hätte ich auch gerne den Weg über die FU Hagen genommen, wenn das SteX damit hätte geschrieben werden dürfen. Das Studium an der FU ist echt klasse (habe einen Magister in Geschichte und Politik hier gemacht).
Man kann fast alles machen und lassen was man will.
potatoefritz
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View profilehabe gerade gelesen, dass sich in NRW etwas bewegt:
[url=https://rsw.beck.de/rsw/shop/default.asp?sessionid=2F65F446DF85420283D7D91C9D6BE71E&docid=268844&docClass=NEWS&site=Beck%20Aktuell&from=HP.10]Beck Aktuell[/url]
Maverik
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View profileNeues Konzept für Juristenausbildung aus Nordrhein-Westfalen setzt auf Bachelor- u
@ potatoefritz: Sensationeller Hinweis. Vielen Dank.:danke:
Kann mich zephyr nur anschließen, was die Umsetzung des geplanten Konzepts betrifft: Abwarten und Teetrinken!
Zeitgleich aber schauen, dass man so schnell wie möglich den LL.B. und LL.M. an der FU abschließt.;)
Mit freundlichen Grüßen aus Nettetal
Hajo
metalruebennase
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View profileAlso genau wie ich es gesagt habe. Nur die Bazis (sorry, die Bayern) sind am nölen. Wenn die Studieninhalte die gleichen sind, sehe ich keinen Qualitätsverlust. Außerdem kann man das erste Staatsexamen nach 8 Semestern in der Tasche haben (also 7 Studiensemester + 1 Prüfung). So habe ich es nämlich geschafft. Dabei habe ich lediglich in Strafrecht Abstriche gemacht , weil es mich einen Sch...dreck interessiert (sorry).
Ich kann die Verweigerungshaltung der Großkopferten nicht nachvollziehen.:confused:
BYE
Jessy
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View profileIch auch nicht :rolleyes
Rumpelstilzchen
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View profileJa bei uns in Bayern ist alles besser :D (oder war es anders? :rolleyes:).
Aber es ist auch nicht mehr so, wie in der guten alten Zeit. Bei der letzten Wahl wurde die größten Großkopferten schon ein Stückchen kleiner gemacht. :D
Viele Grüße,
Bernd
metalruebennase
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View profileJa und die Gelben sind mal wieder der Steigbügelhalter.
zephyr
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View profileAlso, der Vorschlag von NRW zur Reform der Juristenausbildung ist ja ganz schön, aber den Sinn und Zweck des Bologna-Beschlusses trifft er nur teilweise.
Soweit ich mich erinnere, sollte vor allem das Studium verkürzt werden.
Wenn ich nach dem obigen Ausbildungsvorschlag ´mal die Zeiten bis zum RA oder Staatsanwalt oder Richter zusammenrechne:rolleyes::
3-jähriges LLB-Studium
2-järiges LLM-Studium
[U]2-jähriges Referendariat
[/U]
= 7 Jahre Juristenausbildung.:eek:
nach der alten PO zur Juristenausbildung, studiere ich 8/9 Semester und habe danach noch zwei Jahre Referendariat.
Das sind 6 oder 6,5 Jahre ohne Wartezeit auf das Referendariat.
Was ist an der neuen PO besser!
Dat dauert ja noch länger!
Deutschland = Reformerland!
So ein Schrott!
LG
zephyr
P.S.: Mach lieber schnell meinen LLB (Seminararbeit gerade abgegeben) und dann den LLM. Dann nix wie ab in die freie Wirtschaft. Den Rest regelt sowieso die Zeit und die EU.
Lana-Berlin
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View profileHallo zusammen,
nur um meine Neugier zu befriedigen @Potatoefrith - Was ist denn daraus geworden? oder bist du schon weg? :)
und auch mal allgemein gefragt - Hat sonst noch jemand mal nachgefragt, was bei den Uni's Mannheim, Berlin oder SonstWo anerkannt wird?
danke + viele Grüße, Andrea
potatoefritz
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View profileNein, ich bin noch da. Die Uni HH hat nicht geantwortet. Zur Zeit wird da auch etwas umstrukturiert. Teilzeitstudium StEx ist wohl möglich, die genauen Voraussetzungen kenne ich noch nicht.
HH bietet auch den Bac. und Mag. Iur. an. Wenn dieser absolviert ist, kann man trotzdem, mit zusätzlichen Kursen, das StEx machen. Anerkennung auf der Basis ECTS ist laut Internetauftritt möglich.
Vielleicht ergibt sich ja in 2009 etwas neues. Ich werde berichten.
potatoefritz
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View profileDas braucht's noch nicht einmal, da hat der EuGH schon für gesorgt:
Gesetz über die Tätigkeit europäischer Rechtsanwälte in Deutschland
Allerdings muss derjenige zur Zeit noch im Heimatstaat schon RA sein, repektive wenn er hier die Prüfung nach § 16 EuRaG macht, dann einen Abschluss der ihn zum RA qualifiziert.
zephyr
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View profileZu diesem Thema ist jetzt unter:
[url=https://www.Reform-der-Juristenausbildung.de]Reform der Juristenausbildung[/url]
ein interessanter Artikel vom Hamburger Symposium vom 22.11.2008 erschienen. Das von denen entwickelte curriculum zum LL.B. als grundsätzliches Studium für alle Arten von Juristen ähnelt in der Begründung und im Aufbau sehr dem LL.B. in Hagen.:D
Warten wir also noch ein bisschen und nutzen die Zeit, um den LL.B. und LL.M. fertig zu bekommen. Diese Abschlüsse werden im Wert von Jahr zu Jahr steigen.;)
Frohes Schaffen!
zephyr
Engel10
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View profileUnd hier das "Stuttgarter Modell"[url=https://www.agoehringen.de/servlet/PB/menu/1206642/index.html]Justizministerium Baden-Württemberg - Juristenausbildung auf dem Prüfstand - Goll und Mackenroth: "Master soll Staatsexamen ersetzen - kein Referendariat mehr in der deutschen Juristenausbildung"[/url]
Der Diskussionsvorschlag liegt jetzt seit 09/08 vor und kann auch unter der Seite eingesehen werden.
saart
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View profileDa kann man ja nur gespannt sein wie sich das ganze entwickeln wird.
zephyr
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View profileund hier noch ein neues Modell zur Juristenausbildung. Es stammt von unserem verehrten Prof. Dr. U. Wackerbarth und ist auf seiner Homepage unter "Juristischer Ausbildung" einzusehen.
Wenn Ihr mich fragt ist dieses Modell viel zu kompliziert.
Frohes Schaffen!
zephyr
metalruebennase
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View profileIn der aktuellen Zeitschrift "Die Zeit" steht, dass die Front der Bolognagegner unter den juristischen Fakuläten bröckelt.
Steter Tropfen höhlt nunmal den Stein.
Frohes schaffen
che80
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View profileKompliziert, stimmt. Und es deckt ziemlich viele Grundlagenfächer ab und erinnert deswegen stark an die bisherigen Studienpläne der StEx-Studiengänge, finde ich. Naja, irgendwie ist es für mich entäuschend zu sehen, dass unser Studienverlauf doch ziemlich weit von dem dort gezeichneten Musterstudienplan entfernt ist.
SamandMax
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View profile@ che
Entweder habe ich eine schlechte Wahrnehmung oder das Modell hat sich aktualisiert. Ich finde unseren LL.B. zumindest in der Stundentafel des dortigen LL. B. sehr gut wieder.
Inwiefern siehst Du da große Unterschiede? (Außer den Arbeitsgemeinschaften!).
SaM
che80
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View profileIch beziehe mich auf die ersten 6 Semester (also diejenigen, welche fürs von Herrn Prof. Dr. Wackerbarth angedachte Staatsexamen gedacht sind, nicht hingegen den Optionalbereich, welcher für einen wirtschaftsrechtl. geprägten LL.B gedacht ist) und vergleiche diese mit unseren 7 Semestern:
- kein WIWI
- keine Arbeitsgemeinschaften und Übungen im eigentlichen Sinne
- erweitertes Grundlagenmodul
- doppelte Stundenzahl Schuldrecht
- Besonderes Verwaltungsrecht
- deutlich mehr Stunden Europarecht und Verbraucherschutzrecht
- Examens- und Prüfungsvorbereitungen.
Ich finde, dass sind 'ne ganze Menge Unterschiede. Zeigt aber eigentlich nur, dass unser LL.B eben doch einen wirtschaftlicheren Einschlag hat und eben nicht für den geradlinigen Weg Richtung Staatsexamen gedacht ist. Aber alles in allem dürften auch nach diesem Modell nicht mehr als 2 weitere Semester zu absolvieren sein, ehe man zumindest das fachliche Minimum an Voraussetzungen fürs Staatsexamen mitbringt. (evt. private Reps vernachlässigt)
Grüße