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Lohnt sich der Studiengang?

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ich grüble gerade über meiner Rückmeldung und bin am überlegen, ob ich wohl den Studiengang MAFEM anpacken soll. Dazu habe ich einige Fragen:

1. Wie findet Ihr den Studiengang persönlich? Ist der wirklich so interessant, wie Ihr ihn Euch vorgestellt habt?
Ich komme aus dem Informatik-Bereich, lese aber viel (von Natur bis Geschichte, von Literatur bis Mathematik) und habe - wie ich meine - eine recht gute Allgemeinbildung.

2. Um mich für den Studiengang einschreiben zu lassen, benötige ich noch zwei Scheine, die ich mit dem Modul 4 und 5 in Kulturwissenschaften erwerben will. Hat jemand damit schon Erfahrung?

3. Könnt Ihr den Studienabschluß später irgendwie im Beruf "verwerten"?

Über Rückmeldungen freue ich mich!

Comments

msel,

ich wäre an diesbezüglichen Antworten auch sehr interessiert. Bin in einer ähnlichen Lage. Als fertiger BWLer wollte ich nun meinen Interessen nachgehen, und eigentlich irgendwas mit Geschichte/Literatur/Philosophie machen. Bin aber noch unschlüssig, ob ich Kuwi oder doch den MFEM machen soll. Leider gibt es die Magister-Studiengänge nicht mehr, sonst wäre die Entscheidung relativ einfach.

Die zentrale Frage: Habe ich trotz der zwei Vorschaltsemester Kuwi (Modul 4 und 5) da überhaupt eine Chance? Mir fehlen als BWLer ja die kompletten Grundlagen. Natürlich ist dieser Master ein "nicht-konsekutiver" Studiengang, also eigentlich für alle ausgelegt. Dennoch bin ich skeptisch. Mache ich da nicht den zweiten Schritt vor dem ersten?

Gruß

Janosz

Janosz,

zum Studiengang selbst kann ich nichts sagen.

Aber: wenn du die KUWI-Module 4 und 5 auf jeden Fall vorher machen musst, kannst du dabei ja sehen, wie dir das liegt.

Solltest du zu dem Schluss kommen, dass du doch eher KUWI machen willst, könnten dir die Leistungen in den beiden Modulen ja wohl anerkannt werden (das müsstest du zur Sicherheit natürlich nochmal mit dem PA abklären).

In aller Kürze:

Der Studiengang lohnt sich sicherlich, wenn man
a) einen Master-Abschluss haben möchte, der interdisziplinärer angelegt ist als vergleichbare Abschlüsse an Präsenz-Unis
b) sich tatsächlich für die vorliegende Zusammenstellung kultur-, geschichts- und literaturwissenschaftlicher Themen mit Europa-Bezug interessiert.

Was die Anforderungen angeht, sollte man als Nicht-Geisteswissenschaftler schon etwas Mut zur Selbst-Einarbeitung in diverse historische und germanistische Grundlagenfelder mitbringen. Mir als Bachelor-Absolvent in Geschichte/Politikwissenschaften liegen natürlich die entsprechenden Inhalte, die literaturwissenschaftlichen Komponenten des Studiengangs fordern mir mehr ab. Ehemaligen Germanisten z.B. geht's erfahrungsgemäß eher umgekehrt.

Thema Berufswahl:
Naja, man muss sich darüber im klaren sein, welche Flexibilität man als Geisteswissenschaftler mitbringen sollte. Museum, Redaktion/Medien, PR/Öffentlichkeitsarbeit, man sollte sich schon im klaren sein, wohin man in etwa will oder was man sich zumindest vorstellen kann. Ich habe nach dem Bachelor-Abschluss erst einmal ein Jahr als Personalberater und etwa zwei Jahre im PR-Bereich gearbeitet - der Master wird die Berufschancen nicht auf der Stelle eklatant verbessern, sicherlich aber auch nicht schaden. Mal sehen.