Lust auf ein Beispiel aus der Praxis? - Erhebung von Daten zum Verhalten Langzeitarbeitsloser
Liebe Mitstudierende,
in zwei Wochen starte ich eine neue Maßnahme für 34 Menschen ab 25 Jahre, die langfristig ohne Arbeit sind und die bereits prekäre Verhaltensweisen manifestiert haben. Um diese Gruppe besser kennen zu lernen, habe ich einen ersten Fragebogen erstellt, der neben personellen Daten auch Haltungen und Einstellungen erfassen soll.
Im Rahmen der Maßnahme sollen dann die Änderungen von Haltungen und Einstellungen mittels neuer Fragebögen dokumentiert werden.
Dazu die erste Aufgabe:
Im Fragebogen sind 40 Fragen aufgeführt, welche Art von Daten werden mit diesen erhoben? Bitte jede einzelne Frage beachten.
Was ist die Population? Gibt es diese?
Handelt es sich um eine Stichprobe?
Können die Ergebnisse repräsentativ sein?
Wie versuche ich einen Hawthorne-Effekt zu vermeiden?
Ich freue mich auf interessante Diskussionen.
Comments
Simon_B
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View profileInteressanter Fragebogen. Ehrlich gesagt, man hat irgendwie den Eindruck,
das sich alle Vorurteile gegenüber Langzeitarbeitslosen in den Fragen wiederfinden,
die so an Stammtischen gerne erzählt werden... Faulheit, Drogenkonsum, Isolierung
etc...
Gina2
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View profileHabe zufällig hier hereingeschaut, da ich eigentlich etwas fragen wollte...muss Simon zustimmen, dieser Fragebogen ist direkt auf langzeitarbeitslose zugeschnitten und man merkt sofort alle Vorurteile, und der Fragebogen hat für mich gleich schon irgendwie einen negativen Touch, eben diesen mit den Vorurteilen.
Was mir noch auffiel: die ersten Fragen fangen gleich mit 'nein' an, erst später kommt als erste Ankreuzmöglichkeit das 'ja' und danach das 'nein'. Es wäre freundlicher, wenn auch die ersten Fragen mit 'ja' anfangen würden! So fühlt es sich nicht gleich so an, als ob der Fragesteller einem von vornherein nichts zutraut oder so..
Man könnte vielleicht noch fragen, ob sie sich für die aktuellen Nachrichten interessieren und wie sie sich informieren (Zeitung, I-net oder so), oder ob sie noch am kulturellen Leben teilnehmen, bzw. in wie weit halt (geht ja kaum mehr mit Hartz Iv), oder so.
Ginagrüße
Scarly
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View profileIch würde den Fragebogen zunächst hinsichtlich der Rechtschreibung, Interpunktion und dem Ausdruck überarbeiten, bevor irgendwelche statistischen Überlegungen angestellt werden.
Mephistopheles
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View profileDann sei doch bitte so nett und überarbeite die Fragen entsprechend.
Mephistopheles
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View profileKurze Erläuterung:
Die Zielgruppe sind Langzeitarbeitslose, die - aus welchen Gründen auch immer - bisher allen Förderungsangeboten aus dem Weg gegangen sind, bzw. in anderer Art auffällig (=unkooperativ) geworden sind.
Der Fragenkatalog basiert auf den Beobachtungen, die wir seit Einführung der Hartz-Gesetze, bei der Arbeit mit Menschen aus der genannten Zielgruppe gemacht haben.
Zum Thema Vorurteile noch ein Hinweis:
Dadurch dass sich in der Zielgruppe der Befragung diejenigen Leistungsempfänger sammeln, die mit den im Fragebogen genannten Hemmnissen zu kämpfen haben, ist eine Verdichtung der vorurteilsrelevanten Eigenschaften gegeben.
Wir arbeiten mit einer hochspezifischen Teilpopulation der Leistungsempfänger.
[U]Die angesprochenen Probleme sind nicht repäsentativ für alle Empfänger von SGB II-Leistungen.[/U]
Mephistopheles
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View profileDanke für die konstruktive Kritik!\
Im Nebeneffekt soll eine Interpretationsmöglichkeit gegeben sein, wie ausgeprägt das Selbstwertgefühl des Betreffenden ist und wie groß die Lesekompetenz. Daher ist diese Reihenfolge gewählt worden.
Scarly
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View profileIst das meine Befragung oder deine? Es war ein Hinweis und kein Angebot, den "Co-Autor" zu spielen. Nimm es dir an oder lass es halt - wenn nicht, solltest du dir zumindest darüber im Klaren sein, dass es höchst unwissenschaftlich wirkt, wenn es in einem Fragebogen nur so vor Rechtschreib-, Ausdrucks- und Interpunktionsfehlern wimmelt.
Mephistopheles
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View profileIch Frage mich wie "wissenschaftlich" ein solcher Beitrag auf andere Nutzer wirkt.