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Master an Präsenzuni

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hat jemand Erfahrung bzgl. Wechsel an eine Päsenzuni nach bestandenem Bachelor-Abschluss Informatik an der FernUni Hagen für ein Masterstudium Informatik z.B. Uni Karlsruhe, ETH Zürich o.ä. ?

Theoretisch ist es ein universitärer 180 CP Bachelor-Abschluss. Theoretisch zumindest.
Praktisch entscheiden die Universitäten über die Zulassung und eventuelle Auflagen. Ich könnte mir gut vorstellen, dass ETH und Konsorten gerade im mathematischen Bereich davon Gebrauch machen und den FernUni Bachelor als Bachelor zweiter Klasse behandeln und einem Auflagen von insg. 1 Jahr Vollzeit verordnen.

Hoffe aus Infos aus erster Hand,

Gruss,
Philipp

Comments

Kann ich mir jetzt garnicht vorstellen, dass da groß unterschieden wird. Hagen hat ja vom Lehrniveau her keinen schlechten Ruf. Ich habe schon von Leuten gelesen, die nach dem B.Sc. Inf. an eine Präsenzuni gewechselt sind, erinnere mich aber nicht mehr an die genaue Quelle und bin auch zu faul zum suchen. Da scheint es jedenfalls keine Probleme gegeben zu haben.

Phips wrote:


Theoretisch ist es ein universitärer 180 CP Bachelor-Abschluss. Theoretisch zumindest. \

Bachelor Informatik ist Bachelor Informatik, da kann ja wohl kein Unterschied gemacht werden zwischen den Unis. Es kann nur sein, dass der Master zulassungsbeschränkt ist und man eine bestimmte Note im Bachelor haben muss (z. B. besser als 2,0 im Durchschnitt oder für die Bachelorarbeit) - das ist aber von Uni zu Uni verschieden und hat nichts damit zu tun wo man seinen Bachelor gemacht hat.

Ganz so einfach ist das eben nicht. Eine Universität, die einen Master-Studiengang anbietet, muss dich nicht nehmen, auch wenn Du einen 1.0 Schnitt hast.
Die ETH z.B. schreibt neben der "formalen" Bedingung (also einen Bachelor-Titel) auch eine inhaltliche Übereinstimmung vor. Da gibt es Listen, was in Deinem Bachelor Studium alles behandelt hätte werden müssen. Und da beginnt der Spass: Die FU Hagen hat z.B. für Informatk eine extrem niedrige Mathe-Komponente (ich glaube es sind 20 CP Mathefächer, nicht einmal Statistik/Wahrscheinlichkeitsrechnung, Analysis und Lineare Algebra werden in Mathematische Grundlagen zusammengestrichen), die ETH hat mindestens 63 CP, die Uni Karlsruhe hat auch mehr. Deshalb sind die Bachelors nicht inhaltsgleich -> Probleme bei der Anerkennung. Man darf dann zwar mit dem Master anfangen, hat aber Auflagen in höhe von bis zu einem Jahr (Vollzeit).

Ich wollte eigentlich wissen, ob da jemand mal konkrete Erfahrungen hat (speziell ETH) oder etwas Genaues weiss.

Die meisten Hochschulen haben den Matheanteil im Bachelor zusammengestrichen (und dann leider nicht im Master wieder angehängt). Üblich sind heute noch 20-30 cp - 63cp ist ungewöhnlich.
Manche Hochschulen nennen ihre "Theoretische Informatik"-Vorlesungen dann einfach Diskrete Mathematik und haben dann auch mehr Mathe :)

Wenn du dir aber Sorgen machst, wäre es wohl das Einfachste, zusätzlich drei Mathekurse des FB Mathematik, zum Beispiel Lineare Algebra, Maß- und Integrationstheorie und Stochastik zu belegen und das dann als Nebenfach Mathematik anerkennen zu lassen, wobei die Kurse des integrierten Nebenfaches entfallen. Dann hättest du 20+30 cp, da wird keine Uni meckern.

Die Uni Karlsruhe (KIT) zum Beispiel, welche einen sehr guten Ruf hat, schreibt ja die Mindestanforderungen für ihren Master sogar hin:
"(...)
- Mathematik Leistungen im Umfang von mindestens 20 ECTS
(...)"

"ein bestandener Bachelorabschluss oder mindestens gleichwertiger Abschluss an einer Universität, Fachhochschule oder Berufsakademie oder an einer ausländischen Hochschule, wobei das Studium mit einem Mindestumfang von 180 ECTS-Punkten, alternativ mit mindestens dreijähriger Regelstudienzeit im Fach Informatik oder einem verwandten Fachgebiet absolviert worden sein muss und (...)"

Die lassen sogar BA zu - würde Hagen nicht machen ;)
Soo streng sind die Hochschulen nicht, wie du das gerade darstellst!

Also wir haben durchaus diskrete Wahrscheinlichkeitsrechnung (Wahrscheinlichkeitsraum, bedingte Wahrscheinlichkeiten, Paradoxa, Zufallsvariablen) an der Fernuni. Die Themen habe ich stichwortweise [URL="https://fernuni.digreb.net/?page_id=95"]hier (1142)[/URL] und [URL="https://fernuni.digreb.net/?page_id=68"]hier[/URL] (1141) zusammengefasst.

Zudem ist doch ein gewisser Teil an Mathematik in Datenstrukturen, technischer und theoretischer Informatik drin.

@astudy:
Autsch! Dein Blog in Ehren, aber auf der Kurszusammenfassungsseite zu behaupten, 1142 sei "Analysis 2" ist schon ein starkes Stück. Nicht nur, dass der Kurs nicht im Ansatz einem solchen Analysis-Kurs gerecht wird, es wirft auch noch ein schlechtes Licht auf die FernUni. Würde ich als Informatiker / Mathematiker deinen Blog lesen, ohne die FernUni zu kennen, würde ich denken, die verkaufen 1142 tatsächlich als Analysis 2, was ja überhaupt nicht der Fall ist. Inhalt von 1142 sind eine Einführung in diskrete Mathematik und Numerik. Am Rande wird ein kleinwenig Analysis behandelt.

Im Übrigen gibt es sehr gute Analysis-Kurse an der FU, aber der 1142 gehört eben nicht dazu!


Zusammengefasst geht es hier um den Kurs Analysis 2 und Mathematik 2 aus dem Diplom-Studienganz, welche einfach in einen Kurs gequetscht wurden, ohne den Stoffumfang zu verkleinern. \

Ich will nicht kleinlich sein, aber für diese Behauptung gehörst du verhaftet.

Anhand der Zusammenfassung kann sich jeder sein eigenes Bild machen. Wenn mir ein Präsenzstudent der Uni Jena sagt "Oh, das hatten wir in Analysis 2. Und das auch, und...", dann glaube ich ihm das. Aber ist schön, wenn ich auch andere Meinungen höre. Werde ich mit aufnehmen, nicht dass sich jemand auf den Schlips getreten fühlt.

Edit: ist erledigt. Das müsste nun passen

Nein, es ist keine Sache von "selbst ein Bild machen". Der Kurs deckt die zentralen Themen der Analysis schlicht nicht ab. Er komplettiert nicht einmal Analysis I aus 1141, denn da gehören noch so Dinge wie Topologie / normierte Räume und noch ein paar Sätze zu Stetigkeit / Differenzierbarkeit dazu (das hat man in 1141 abgespeckt, um Platz für Lineare Algebra zu machen).
Analysis II ist das nicht im Ansatz, fertig. Was in deine Blog steht ist Müll.

Hast Du den erstbesten google-Link für die Inhalte von Analysis 2 geklickt? Super. Nenne mir die Themen, die für dich Analysis 2 darstellen und ich kann das Skript genauer durchschauen. Ansonsten bleibe ich bei der Aussage, dass einige Themen von A2 in 1142 abgedeckt werden.

Zwischen "einige Themen von" und "beinhaltet ... ungekürzt" gibt es einen Unterschied. Ich brauche keine Google-Links klicken, im Gegensatz zu dir, scheine ich die Inhalte zu kennen.

Ich sagte nichts von beinhaltet ... ungekürzt. Ich sprach von Stoffumfang. Du solltest mir also nicht Dinge in den Mund legen, die ich nicht gesagt habe. Ich sagte genau das, was dort steht: "Zusammengefasst geht es hier um den Kurs Analysis 2 und Mathematik 2 aus dem Diplom-Studiengang, welche einfach in einen Kurs gequetscht wurden, ohne den Stoffumfang zu verkleinern.".

Dort steht nichts von ungekürzt, sondern nur davon dass die Themen aus A2 und M2 in einen Kurs gequetscht wurden, so dass der Stoffumfang nicht verkleinert wurde. Und wenn ich mir die Inhalte aus A2 anderer Unis anschaue, so deckt 1142 durchaus einen Großteil des Stoffumfangs von "A2 für Informatiker" ab.

Edit: normierte Räume sind drin, Topologie ist drin, Fehlerapproximation/Differenzierbarkeit/Stetigkeit im Mehrdimensionalem ist drin, Fehlerschranken, ... ich denke, dass ich mit gequetscht und Stoffumfang durchaus richtig liege. Aber bleib Du ruhig bei deinem Müll, bist ja selbst an der FU.

Moment, es geht hier nicht um die FeU!
Ich halte das Kursangebot im FB Informatik für durchaus gut. Das, worauf die Analysis fußt, ist eben die Kontinuität, Informatiker haben es aber eher mit diskreten Strukturen zu tun.
Von daher halte ich für einen Bachelor durchaus vertretbar, wenn man hier lieber auf mathematische Breite als auf Tiefe setzt, soweit es in 6*2 SWS möglich ist.
Kein Grund für dich, die FeU zu verteidigen, was das theoretische Kursangebot in Informatik betrifft, schlägt sie so manche Präsenzuni.

Ganz unabhängig davon bleibt deine Aussage aber falsch, es handle sich um Analysis 2.
Prinzipiell wird ja auch ein klein wenig Wahrscheinlichkeitstheorie angeschnitten. Also ist es jetzt auch ein Stochastik I - Kurs?


sondern nur davon dass die Themen aus A2 und M2 in einen Kurs gequetscht wurden, so dass der Stoffumfang nicht verkleinert wurde.\

Das ist aber schlicht falsch, warum verstehst du das nicht? Der Kurs 1142 enthält bei weitem nicht alle Themen aus Ana II / Mathematik II und die die er davon enthält, behandelt er oberflächlicher als die beiden.

Es handelt sich ja nicht um Analysis 2 und wurde nie behauptet! Aber das willst Du einfach nicht begreifen, sondern drehst meine Aussage in Richtung deiner Argumentation. Warum auch immer! Dass die Themen aus A2 und M2 in einem 10 ECTS Kurs nicht in vollständig in ihrer Tiefe behandelt, sondern nur angeschnitten werden können, sollte selbst Dir einleuchten. Fakt ist jedoch, dass durchaus eine erhebliche Menge aus A2 und M2 sich in 1142 wiederfinden, wenn auch -wie angemerkt- nicht in der Tiefe. Anhand der Stichworte kann sich jeder überlegen, ob er "seine" A2/M2-Themen dort (zum Teil) sieht oder eben nicht.

Ich breche das an dieser Stelle einfach mal ab, da Du es einfach nicht begreifen willst. Aber noch ein letztes mal für dich zum Mitschreiben und drüber nachdenken: meine Aussage war nicht, dass es sich vollständig um Analysis 2 und Mathematik 2 handele, sondern schlicht und ergreifend dass A2 und M2 in 1142 gequetscht wurden. Es sollte eig. jedem klar sein, dass man keine 2 Vollzeit-Diplomkurse in voller Tiefe und Vielfalt in einem 10 ECTS Kurs stecken kann. Daher auch die kurze Zusammenfassung um sich selbst davon ein Bild zu machen. Leider habe ich von Dir, obwohl angehender Akademiker, wohl einfach zu viel Mitdenken verlangt. Wird nicht mehr vorkommen.

astudy wrote:

Dass die Themen aus A2 und M2 in einem 10 ECTS Kurs nicht in vollständig in ihrer Tiefe behandelt, sondern nur angeschnitten werden können, sollte selbst Dir einleuchten.

Das, was du jetzt sagst, war doch von Anfang an meine Aussage. Hat sich in deinem Blog nämlich nicht so schmalspurig angehört, und genau deshalb habe ich dich angesprochen!

Fakt ist jedoch, dass durchaus eine erhebliche Menge aus A2 und M2 sich in 1142 wiederfinden,

Eine erhebliche Menge! Eine klassische Analysis I - Vorlesung hat 6 SWS, Analysis II ebenso. Sind 12 SWS.
In 1141, Mathematische Grundlagen, hast du 3 SWS Analysis I gehört. Also wurde von den Grundlagen schonmal einiges, man könnte vermuten: die Hälfte, weggelassen. Jetzt kriegst du noch in 1142 maximal 1-2 SWS Analysis II - Stoff, sofern man das Kapitelchen denn großzügigerweise so werten möchte. Sind max. 3 +2 = 5 SWS Analysis, wohingegen man mit Analysis II für gewöhnlich schon auf 12 SWS kommt. "Erhebliche Menge", mein mitdenkender Akademikerfreund, ist leider etwas Anderes.

Ob er "seine" A2/M2-Themen dort (zum Teil) sieht oder eben nicht.

Wie in der Informatik gibt es auch in der Mathematik gewisse Standards. Natürlich gibt es keine Definition, was in Analysis II denn genau behandelt wird, aber scheinbar scheinen sich die Universitäten hier ziemlich einig zu sein, denn man findet überall die gleiche Themenpalette, wie sie auch in den Standardwerken von Forster, Heuser oder Königsberger behandelt wird. Also wenn "deine" Analysis-Themen Lineare Algebra, diskrete Mathematik und Wahrscheinlichkeitstheorie sind, dann ist das schön für dich, aber der FernUni zuliebe solltest du die urteilende Öffentlichkeit damit verschonen.

sondern schlicht und ergreifend dass A2 und M2 in 1142 gequetscht wurden.

Wieder falsch. Das Thema ist Algorithmische Mathematik, insb. Diskrete Mathematik und Numerik.

Es sollte eig. jedem klar sein, dass man keine 2 Vollzeit-Diplomkurse in voller Tiefe und Vielfalt in einem 10 ECTS Kurs stecken kann.

Ja, richtig, schön, dass du zumindest versuchst den Anschein zu erwecken, dies zu begreifen. Wenn ich dich von vorhin zitieren darf:

Zusammengefasst geht es hier um den Kurs Analysis 2 und Mathematik 2 aus dem Diplom-Studiengang, welche einfach in einen Kurs gequetscht wurden, ohne den Stoffumfang zu verkleinern.".

Daher auch die kurze Zusammenfassung um sich selbst davon ein Bild zu machen. Leider habe ich von Dir, obwohl angehender Akademiker, wohl einfach zu viel Mitdenken verlangt. Wird nicht mehr vorkommen.

Nein, du bist nur sauer, weil nicht jeder deine abenteuerlichen Inhaltsdefinitionen der Mathekurse akzeptiert. Im Blog hast du - vor dem Editieren - noch großspurig von einem Analysis II Kurs gesprochen. Inzwischen hast du ja schon kleinere Brötchen gebacken und eingeräumt, dass ja nur Teile von Analysis II behandelt werden. Wenn du jetzt noch einsiehst, dass dieser Mini-Analysis-Exkurs im Skript Algorithmische Mathematik einfach nicht der Rede wert ist, dann bist du einigermaßen auf Kurs. Nur noch für dich als Information: Der 1142 kann durch Belegen der Mathematikkurse Numerik und Wahrscheinlichkeitstheorie ersetzt werden. Aber von keinem einzigen Analysis-Kurs. Wenn du mal kurz darübr nachdenkst, müsste dir ein Licht aufgehen.

Es ist auch ein Kapitelchen Lineare Algebra drin. Ist 1142 also auch Lineare Algebra II? Moment, fassen wir zusammen:
Was hast du denn jetzt alles mittlerweile belegt in deinem B.Sc. Informatik? Analysis I/II, Lineare Algebra I/II, Numerik, Wahrscheinlichkeitstheorie (mit Maßtheorie, versteht sich!), Diskrete Mathematik, Logik, Lineare Optimierung. Das heißt,
wenn du 1142 geschafft hast, hast du den Mathe-Bachelor in der Tasche. Herzlichen Glückwunsch. Das schaffen nur angehende
Akademiker, von denen man mal einfach etwas Mitdenken verlangen kann.