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Master of Education

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in dem Thread zur Abwicklung der Mathematik, letzter Beitrag im März, weswegen ich diesen nicht aufwärmen will, hieß es, eine Möglichkeit das Akkreditierungsproblem zu lösen, sei die Einführung eines Master of Education. Das stieß in diesem Thread auf wenig Gegenliebe.

Aber warum? Wäre es nicht eine gute Idee, wenn die Fernuni Hagen einen Master of Education anbieten würde? Es gibt bislang keine Möglichkeit in Deutschland, einen einem ersten Lehramtsstaatsexamen gleichgestellten Abschluss im Wege des Fernstudiums zu erlangen. Die Einführung der konsekutiven Lehramtsstudiengänge in NRW könnte die Möglichkeit bieten, diese Lücke zu füllen, zudem besteht gerade im Bereich Mathematik und Informatik ein erheblicher Bedarf an Lehrkräften.

Für dieses Modell der Lehrerausbildung verweise ich auf [COLOR=#1d2a8d][U][URL="https://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/bachelor-2f.htm"][COLOR=#800080]https://www.ruhr-uni-bochum.de/zsb/bachelor-2f.htm[/COLOR][/URL][/U][/COLOR]. Der Bachelor-Studiengang ist hier ein gleichwertiger 2-Fach-Bachelor, der Großteil der bildungswissenschaftlichen Ausbildung folgt erst im Masterstudium. Es sollte unproblematisch möglich sein, einen derartigen 2-Fach-Bachelor Mathe / Informatik in Hagen zu schaffen bzw. das bestehende Mathestudium mit Informatik-Nebenfach als Basis zu nehmen. Da Hagen bereits eine bildungswissenschaftliche Fakultät hat, sollten die lehrstuhlmäßigen Voraussetzungen für das Schaffen eines derartigen Masters of Education auch gegeben sein.


Tino255

Comments

Rektor und Kanzlerin haben kein Interesse an Studiengängen im Bereich MINT Punkt

Erstmal willkommen beim Studienservice, Tino255.

Fratz wrote:

Rektor und Kanzlerin haben kein Interesse an Studiengängen im Bereich MINT Punkt

Das halte ich für eine steile These, immerhin ist der Rektor selbst Prof. aus dem MINT-Bereich. Den damaligen Überlegungen zur Einstellung der Mathematik lag sicher auch zugrunde, dass der Wiwi-Bereich für die sehr hohe Zahl an Studenten nur relativ wenige Professoren- und Assistentenstellen hat, während Mathe/Info mit den relativ wenigen Studenten beim Lehrpersonal recht gut ausgestattet war. Da in der Mathematik jetzt viele Profs pensioniert werden, lag eine Einstellung nahe. Daraus ein fehlendes Interesse an MINT-Fächern zu folgern, ist zumindest spekulativ...

Die Umwandlung des M^3 in einen ME ist damals überlegt worden, aber es gab da wohl eine ganze Reihe von bürokratischen Problemen - bis hin zu der Tatsache, dass es da in NRW erst Modellversuche gibt.

Da das Land händeringend Mathelehrer sucht, überlegt man sich das ja vielleicht nochmal mit der Einstellung des Studiengangs.

kridbonn wrote:

Das halte ich für eine steile These,


An der Mathinf-Fakultät hörst du von Mitarbeitern und Professoren keinen anderen Grund!\

kridbonn wrote:

immerhin ist der Rektor selbst Prof. aus dem MINT-Bereich.


Seine Professur hängt am Nagel. Er ist übrigens Elektrotechnik-Ingenieur.

BTW: Und für mich ein Verräter.\

kridbonn wrote:

Daraus ein fehlendes Interesse an MINT-Fächern zu folgern, ist zumindest spekulativ...


Es ist keine Spekulation. Außerdem sucht man keine Gründe, "MINT ist böse", und speziell in der Elektrotechnik zu teuer (Labore, etc.). Der Master Elektrotechnik wird eingestellt. Der Rektor diskutiert nicht mehr darüber, es wurde im Hochschulrat beschlossen! Ob daran Interesse besteht oder nicht IST VOLLKOMMEN EGAL, 2012 kannst du das letzte Mal in den Master ETIT einsteigen. Nix abhängig von Nachfrage oder nochmal drüber nachdenken! Beschlossen, aus, Ende! Verstehen?

Auslaufende Professuren/ Lehrstühle werden nicht mehr neu besetzt. Bis 2016 sind bis auf 2 Professoren alle in Rente und was mit den Diplom-Studenten passiert, die bis 2020 Prüfungsanspruch haben, weiß man noch nicht mal.

Es stehen übrigens ALLE Master auf der Kippe, die irgendwas mit der Mathinf-Fakultät zu tun haben!\

kridbonn wrote:

Da das Land händeringend Mathelehrer sucht, überlegt man sich das ja vielleicht nochmal mit der Einstellung des Studiengangs.


Nein, man überlegt sich dass 3 Semester Mathematik viel zu viel sind und man zukünftig auch mit ein paar Wochenendcrashkursen in Mathematik schneller zum Mathematik-Lehrer qualifiziert ist. 3 Semester M³ sind einigen einfach zu viel für einen zukünftigen Mathelehrer. Du kannst dich darüber gern mit Frau Prof. Unger unterhalten, die singt dir darüber ein weinerliches Lied, denn es ist einfach nur zum Heulen!

Wenn alle Master der Mathe und Informatik-Fakultät auf der Kippe stehen, würde das doch faktisch die Schließung der Fakultät bedeuten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hochschule einen Fachbereich weiter betreiben wird, der nur Bachelor anbietet.

... faktisch die Schließung der Fakultät bedeuten. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Hochschule einen Fachbereich weiter betreiben wird, der nur Bachelor anbietet


So wie es aussieht, werden alle Studiengänge die nicht mit "Wirtschaft" anfangen an der FU eliminiert.

Ab 2018 heißt es dann wahrscheinlich: Requiescat in pace FernUniversität-Hagen, es lebe die neue Wirtschaftsuniversität-Hagen.

Nun wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen. Zum einen hat letztlich der Hochschulrat ein gewichtiges Wort mitzureden wenn es um strategische Entscheide geht, und dazu würde die Einstellung eines Fachs gehören. In der Vergangenheit hat der Hochschulrat sich für die Mathematik ausgesprochen.

Die Geschichte mit der Wirtschaftsuni hab ich auch schon gehört - aus der Mathefakultät. Das entbehrt nun wirklich jeder Grundlage und ist eine reine Überspitzung. Die Bereiche Recht und KSW bieten Studiengänge an, die sich ziemlicher Beliebtheit erfreuen. Allein in Psychologie sind mehrere Tausend Leute eingeschrieben, und das obwohl die erst im zweiten Semester sind.

Logo: wenn man mit dem Wirtschaftlichkeitsargument kommt, hat Mathe keine Chance. Das ist einfach nichts für die breite Masse. Doch obwohl ich selber Ökonom bin, setze ich darauf, dass es vernünftige Leute gibt, die die Kurzsichtigkeit dieser Argumentation erkennen. Und ansonsten muss man halt für die Zukunft der Mathematik kämpfen. Aber hier die Köpfe hängen zu lassen ist doch reine Muschelschubserei. :genau

kridbonn wrote:

Nun wollen wir mal die Kirche im Dorf lassen.


Du kannst es ja gern schön reden, die rosarote Brille aufsetzen und die Augen schließen. Die Realiät ist nun mal etwas anders als es Rosamunde Pilcher schreibt!\

kridbonn wrote:

Doch obwohl ich selber Ökonom bin,


Ich auch.\

kridbonn wrote:

setze ich darauf, dass es vernünftige Leute gibt, die die Kurzsichtigkeit dieser Argumentation erkennen.


Die sitzen leider nicht an den entscheidenden Stellen. Der Senat hat sich für den Erhalt der Studiengänge ausgesprochen (der Senat ist aber nicht Entscheider), der Hochschulrat (dessen Entscheidungen sind relevant) hat zum Beispiel gegen die Elektrotechnik entschieden.\

kridbonn wrote:

Und ansonsten muss man halt für die Zukunft der Mathematik kämpfen.


Dann fang doch gleich mal damit an, und nebenbei erklärst du mal noch wie du dir den Kampf vorstellst!

BTW: Wenn du erst dann anfangen willst wenn es eng wird ist es bereits zu spät.

Im Übrigen ist aus meiner Sicht der Master Mathematik schon tot. Man kann zwar 5 Vertiefungsrichtungen auswählen, aber die Masterarbeit kann man angeblich nur in 2 Bereichen schreiben. So wird dieser Master nie und nimmer reakkreditiert und da man entschieden hat nur 4 unbefristete Professoren in der Mathematik zu beschäftigen kannst du dir ja überlegen was dann folgt.

Dass man sich zur Mathematik bekannt hat ist auch nur warme Luft. Das ist so als wenn man sich zur Haussau bekennt, ihr aber die Halsader aufschneidet um sie langsam ausbluten zu lassen. Da kann man viel pro-Haussau sein, wenn die Sau erst mal tot ist und sich alle an den Filetstücken bedient haben interessiert doch nicht mehr was man gestern gesagt hat.