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Merkwürdige Reglungen

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Hallöle,

ich erhoffe mir von meinen Threat, dass hier vielleicht die eine oder andere Diskussion losgetreten wird (auf ordentlicher Basis). Und zwar möchte ich mit diesen Thema nur auf mir aufallende Merkwürdigkeiten aufmerksam machen, die ich vielleicht sogar falsch betrachte, mir trotzdem komisch vorkommen.

Und zwar habe ich mich in den letzten Tagen mit dem Thema der Psychologie auseinandergesetzt vorallem mit dem BA Abschluss, berufliche Tätigkeiten und Perspektiven.

Zu diese Thema hat die Uni Köln ein interessantes Dokument bereitgestellt, wo diese Fragen auch behandelt werden. Zu finden unter dieser Adresse:
[url]https://www.professionalcenter.uni-koeln.de/careerweek/pdfs/Psychologiestudium.pdf[/url]

Perspektiven nach dem BA Studium könnten unter anderem sein:

o Anwendungen wissenschaftlicher Erkenntnisse und Methoden im
nicht-klinischen Bereich
o Auswertung wissenschaftlicher Literatur
o Auswertung von Daten
o Diagnostische Tätigkeit für Gutachten
o Organisation und Überwachung von Daten-Erhebungen
o Statistische Analysen

Es werden weiterhin einige Berufsmöglichkeiten aufgezeigt, die allesamt mit Fort und Weiterbildungen sowie dem Master verbunden sind. Berichtigt mich bitte wenn ich falsch liege, aber wenn ich das richtig verstanden habe, darf ich mit dem BA zwar psychologisches Beraten aber nicht behandeln, Diagnostizieren, Krankheitsbilder erkennen und behandeln etc. ?!

Nun boomt der Arbeitsmarkt (das haben auch die Weiterbildungsinstitute für sich erkannt) im Bereich der Personal Coachs, Psychologische Berater etc. gewaltig. Diese Weiterbildungen sind gesetzlich nicht vorgeschrieben weder Dauer, Inhalt, Abschluss etc. Die Berufsbezeichnung ist nicht geschützt. Auch ohne Weiterbildung dürfte man sich psychologischer Berater nennen.

Was mich allerdings viel mehr erschütterte, ist die Tatsache das der Heilpraktiker Beschränkt auf die Psychotherpie um einiges mehr darf als jemand mit Abschluss eines Psychologiestudiums ?!
Der Heilpraktiker beschränkt auf die Psychotherapie (kleine Heilpraktiker) ist keine staatliche Ausbildung, dass heisst weder Inhalt, Dauer etc. sind vorgeschrieben. Einige inwzischen eher viele private Anbieter bieten eine Ausbildung an die zwischen 1-3 Jahren liegen kann und eine Menge Geld kostet. Andere wiederum absolvieren erst gar keine Ausbildung und bringen sich den Stoff selber bei. Abschließend kann man eine Prüfung beim Gesundheitsamt ablegen (für den kleinen Heilpraktiker 28 schriftliche Fragen, Multiplie Choice und bei bestehen eine 30 minüte mündliche Prüfung. Bei bestehen dieser erhält man vom Gesundheitsamt die Erlaubnis sich Heilpraktiker beschränkt auf die Psychotherapie zu nennen und als dieser tätig zu werden. Das heisst Psychologie im schnell Verfahren ohne Studium.

Was darf die Heilpraktiker für Psychotherapie:

[url]https://www.vfp.de/verband/verbandszeitschrift/alle-ausgaben/31-heft-04-2008/158-stoerungen-mit-krankheitswert-was-darf-der-heilpraktiker-fuer-psychotherapie-behandeln.html[/url]

Noch merkwürdiger wird es meiner Meinung, wenn man als Absolvent des BA Psychologie eben genau diesen Heilpraktiker ausführen möchte. Dies darf man natürlich nicht! Es handelt sich hier um eine staatliche Prüfung, die Führung des Titels ist ohne die bestandenen Prüfung verboten! Die Gesundheitsämter teilten mit, dass es durchaus die Möglichkeit gibt, dass Absolventen eines Psychologiestudiums die Heilpraktikererlaubnis anerkannt bekommen würden (ohne weitere Prüfung aber mit Führungszeugnis etc.) dies aber trotzdem von manchen Gesundheitsämtern nicht praktiziert wird. Auch Psychologen müssen in manchen Bundesländern die gesamte Prüfung absolvieren.

Hinzu kommt das hier nur Absolventen der Psychologie angesprochen werden die nachweislich auch die klinische Psychologie im Studium beinhalten, dass heisst unser Studium dabei eigentlich nicht berücksichtig wird.

Mag sein, dass der eine oder andere die Diskussion für nicht relevant hält, ich dagegen finde es schon sehr fragwürdig, dass man sich für 14,95 Euro bei Ebay inzwischen die gesamten Schulungsunterlagen des Heilpraktiker PSychothearpie kaufen kann und anschließend sich eine Stunde vom Gesundheitsamt prüfen lässt und psychologisch behandeln darf.

Die Prüfung soll nun auch nicht gerade Einfach sein, aber im Hinblick darauf wie viele Prüfungen uns erwarten, wohl nicht zu vergleichen!

Es geht hier auch nicht darum, dass ein Psycholgie Studium anerkannter ist und sicherlich bessere Chancen auf dem Arbeitsmarkt hat, es geht darum, dass ich nach einem 3 jährigen Universitären Studium der Psychologie (BA) weniger darf, wie jemand der sich eine Stunde prüfen lässt.

Und bitte nicht falsch verstehen, dass soll kein Angriff oder Abwertung gegenüber den Heilpraktikern sein, ich bin durchaus zu beiden geneigt, deswegen gibt es auch genug Psychologen die anschließend noch den Heilpraktiker machen und breiter aufgestellt zu sein, aber merkwürdig finde ich die Regelungen schon!

Gruß Daniel

Comments

die Heilpraktikerprüfung ist kein Zuckerschlecken, es fallen ca. 75% durch. Mit dem Wissen das man sich für die Prüfung aneignen muss kann man sicherlich Menschen weiterhelfen. Aber man ist z.B. im Bereich Diagnostik eingeschränkt, da man keine Testverfahren beziehen darf und das auch kein großer Teil der Prüfung ist.
Mit der Kasse abrechnen darf man im Normalfall auch nicht, nur wenn jemand keinen Platz bei einem psych. Psychotherapeuten bekommt geht das.
Was kann man sonst mit dieser Ausbildung anfangen? Garnichts.
Das ist der Unterscheid zum BSc Psychologie, mit dem man einfach ein breiteres Tätigkeitsfeld hat. Da spielt auch die methodische Ausbildung eine Rolle. Diagnostische Tätigkeit ist zumindest unter Supervision von Dipl.-Psychologen möglich, ich weiß nicht ob man als BSc inzwischen selbst Testverfahren erwerben kann - das ist nämlich der große Knackpunkt bei der Diagnostik. Sachen wie Gutachtenerstellung kann man lernen.
"Behandeln" darfst Du auch mit einem Master in Psychologie nicht, da brauchst Du die Approbation as Therapeut.
Beraten und Diagnostizieren (wie gesagt mit Einschränkung) sollte aber ausserhalb des klinischen Bereiches auch mit dem BSc möglich sein, z.B. "Coaching", Eignungsdiagnostik, sozialer Bereich etc.

Hallöle,

Danke für deine Beteiligung. Das es kein Zuckerschlecken ist, sei mir bewußt. Ich hatte ja auch oben schon geschrieben, dass die Prüfung schwer ist. Es ging mir mehr um den Weg bis dahin.

Ich kenne zumindestens einen Heilpraktiker in meinem Umfeld, der sich das Lehrmaterial innerhalb 4 Monaten zu Gemüte gezogen hat und auch wenn nur "knapp" die Prüfung abgeschlossen hat. Diagnostozieren darf er alles (beschränkt auf Psychotherapie) was nicht verboten ist :)) Das heißt, alles was keinen körplichen Hintergrund hat. Ich finde das aber trotzdem schon recht viel, alleine schon das überhaupt diagnostiziert werden darf.

"Behandeln" darfst Du auch mit einem Master in Psychologie nicht, da brauchst Du die Approbation as Therapeut.

Ja, schlimm genug als Heilpraktiker darf man das zumindestens eingeschränkt!

Beraten und Diagnostizieren

Beraten ja, aber das kann ich auch ohne Studium, was dabei raus kommt sei mal dahin gestellt aber du weißt garnicht wie viele Psychologische Berater es gibt, ohne jegliches Fachwissen! Zu der Diagnostik möchte ich nichts falsches sagen, ich kann mich nur darauf berufen, was das Gesundheitsamt mitteilte. Dabei spielen aber wieder Theorie und Praxis eine große Rolle.

Gesundheitsämter können, müssen aber nicht, ein Psychologiestudium soweit anrechnen, dass der Heilpraktiker beschränkt auf Psychotherapie anerkannt wird. Das heißt keine Prüfung und die Erlaubnis wird dir erteilt. In der Praxis soll dies allerdings anders aussehen. Auch Menschen mit abgeschlossenen Psychologiestudium, müssen die Prüfung zum HP absolvieren. Was ich zumindestens etwas merkwürdig finde.

Wenn ich manche Postings aus anderen Foren mitverfolge, kann man wohl schon feststellen das die Gesundheitsämter dem HP nicht ganz wohlwollend begegnen um das mal vorsichtig auszudrücken. Das zeigt schon das es keine gesetzlichen Bestimmungen gibt, was eigentlich geprüft werden muss, dass machen sich die Ämter dann gerne mal zu nutzen. Aber das Gesetz gibt eben halt diese Prüfung her, also was sollen sie machen ?! Im übrigen geht es bei der Prüfung vorallem darum festzustellen, ich zitiere aus den Durchführungsbestimmungen:

- wenn sich aus einer Überprüfung der Kenntnisse und Fähigkeiten des Antragstellers ergibt, daß die Ausübung der Heilkunde durch den Betreffenden eine Gefahr für die Volksgesundheit bedeuten würde...

Das heißt gute 75 % derer die Durchfallen sind wären schon mal eine Gefahr für Volksgesundheit gewesen!

Wie gesagt, ich erkenne das alles an ich vertrete eben nur die Meinung, dass entweder das Psycholgiestudium an einer Universität vom Grundsatz her ohne wenn und aber anerkannt werden müßte, oder die Ausbildung des HP staalichen Richtlinien in der Ausbildung unterliegt, dass tut es nämlich nicht. Die Ausbildung ist staatlich nicht geregelt, deswegen auch alles fein selber bezahlen. Nur die Prüfung wäre staalich und wenn die bestanden wird, dürfte man auch den staalich geschützten Titel "Heilpraktiker" führen.

Mich würde allerdings doch noch mal interessieren ob jemand weiß, ob man mit einem Bachelor Diagnostizieren dürfte ? Auch im oben genannten Beitrag der beruflichen Perspektive wurde nichts weiter gesagt. Im Moment sieht es so aus, als würde der HP im Bezug auf Diagnostik gesetzlich mehr dürfen ?!

Vielleicht sollte ich den auch in Angriff nehmen ? :)
Gruß DAniel

Daniel,

zum ersten finde ich es gut dass Du dich im Vorfeld schon sehr eingehend informiert hast und zum zweiten muss ich Dir aber sagen, dass Du trotz Deiner Empörung und Verwunderung nicht der erste bist dem diese Unstimmigkeiten auffalen.
Gerade was den Bereich der Diagnostik und wirklichen Behandlung angeht, finde ich dass es wirklich ein überholtes System ist. Man merkt teilw das es reformiert gehört und sich aus unpassenden, veralteten Strukturen zusammensetzt.

Die Erkenntnis aber, das die Welt einem BA Absolventen der Psychologie nicht allumfassend offen steht ist nicht neu ! Ein Bachelor ist eben NUR ein Bachelor...vielleicht erwartest Du da auch ein bisschen viel ?
Die meisten Bachelor sind nur "erste berufsvorbereitende Abschlüsse" mit denen man allein nicht viel ausrichten kann...mein Rat ist ohnehin: Wenn man sich mit einem Studium der Psychologie eine berufliche Basis schaffen will, sollte man an eine Präsenzuni gehen.

Viele Grüßee!!
Atta

Atta,

vielen Dank. Ich wußte nicht das dass Thema schon mal behandelt wurde. Was das System angeht, gebe ich dir recht. Ich erwarte eigentlich nicht viel, ich erwarte eben nur das ein Absolvent des BA Psychologie doch mehr wenigstens aber gleichberechtigt ist.

Es ist halt Schade zu sehen, dass ein 3 jähriges universitäres Studium zum Bespiel nwas di Diagnostik anbelangt nicht mehr hergibt wie ein Heilpraktiker in dem die Ausbildung nicht staatlich geregelt ist und man dies mit viel Fleiss auch in 3-4 Monaten schaffen kann. Nur darum geht es mir.

Vielleicht sollte man auch noch auf diesen Zug aufspringen, normalerweise wäre ich geneigt zu sagen, dass dies sich bald ändern wird wenn ich mir allerdings anschaue wie lange es das Heilpraktiker Gesetz schon gibt, wird sich wohl in der nächsten Zeit nichts grundlegendes ändern.

Na gut zumindestens bleibt die Erkenntniss, wenn ich das Studium nicht schaffen sollte, bleibt noch der Psychologische Berater zusammen mit dem Heilpraktiker, da hab ich bis auf die Statistik auch etwas in der Hand :-(

In diesem Sinne

Gruß Daniel

du darfst ja auch nicht vergessen, dass der Studiengang Psychologie ja nun erst einmal nichts mit dem Berufsbild des Therapeuten zu tun hat, worauf der Heilpraktiker ja abzielt. Schlimmer finde ich eigentlich den Vergleich Heilpraktiker und psychologischer Psychotherapeut, wobei die Heilpraktiker ja auch in gewisser Weise eingeschränkt sind, weil sie nicht für alles einfach eine Kassenzulassung bekommen. Und wenn du wirklich eher im Bereich des Heilpraktikers arbeiten willst, würde ich mir das mit dem Studium an deiner Stelle überlegen, denn im Endeffekt hast du davon dann nichts. Und in Hagen schon gar nicht, weil der Teil mit der Klinischen Psychologie ausgeklammert wird. Mit diesem Studium wirst du eher in Richtung Markforschung getrimmt oder allenfalls noch irgendwelche Coachings usw. die du aber ohne Studium genauso machen kannst mit ner entsprechenden Ausbildung (Seminar). Du sollst in dem Studium vorrangig lernen, wissenschaftlich zu arbeiten, das hat mit der Heilpraktikerausbildung nun wirklich nur sehr am Rande zu tun...

man lernt ja auch im Ba Psychologie überhaupt nichts aus dem Bereich der psychiatrischen Erkrankungen und der Psychiatrieverfahren, also befähigt Dich dieses Studium auch überhaupt nicht zum Diagnostizieren und Behandeln von psychiatrischen Krankheiten.

Der Heilpraktiker, der vielleicht schon jahrelang in anderer Funktion, z.B. als psychiatrischer Fachkrankenpfleger, praktisch in der Psychiatrie arbeitet und sich dann noch verantwortungsvoll theoretisches Wissen und das Beherrschen einer oder mehrerer Therapieformen aneignet, der ist meiner Meinung nach allein dadurch und durch seine Berufserfahrung sehr wohl befähigt dazu.

Bloß weil man Akademiker ist, kann man doch nicht automatisch Dinge.

Viele studieren ja auch Ba Psychologie und machen dazu den Heilpraktiker für Psychotherapie, weil sie vielleicht keine Möglichkeit haben, den langen und teuren Werdegang zum psychologischen Psychotherapeuten zu absolvieren. Noch dazu geht das ja mit dem Ba sowieso nicht, und schon gar nicht mit dem Ba von der FU, sondern nur mir einem Master in klinischer Psychologie.

So ganz nebenbei einmal erwähnt: wenn man es dann geschafft hat, den langen Weg zu gehen-BA Psychologie,Ma Psychologie, Ausbildung zum psychologischen approbierten Psychotherapeuten- wenn man dann fertig ist, dann kommen die Mediziner, nämlich die Fachärzte für Psychiatrie und Psychotherapie und sagen: Ha, die Psychologen, die können doch gar nichts, die haben doch gar nicht vernünftig Medizin studiert! Es ist eine Frechheit, dass die uns Ärzten gleichgestellt werden.

Alles schon erlebt und mehr als einmal.

Liebe Grüße

Sabine

Hallö,

wollte nochmal kurz was los werden dazu (auch wenn das Thema meiner Meinung nach inzwischen erschöpfend diskutiert wurde, immerhin ändern unsere Bedenken und Einwände auch nichts an den Regelungen wie sie nun mal herrschen).
Mein Fazit: Ich bin 100mal lieber Bachelor/Master in Psychologie als Heilpraktiker mit (und das ist nur meine Meinung) zweifelhaftem Ruf und Können ;)

Aber jeder muss seinen Weg finden.
Viele Grüßee und noch frohe Feiertage !!!
Atta

vielleicht ist das hier ganz interessant...
[url]https://www.therapie.de/psyche/info/fragen/unterschied-psychotherapeut-psychologe-psychiater/[/url]