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Mit dem motivatuum mobile durchs schwarze Motivationsloch

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Ja, juhu, heute starte ich den Selbstversuch, der schon länger durch meinen leider nicht rechtswissenschaftlich durchwirkten Geist schwebt: ich versuche schon heute motivierende Worte für mein morgiges potentielles autodidaktisches Motiviationstief zu finden.

Naja, jedenfalls so was in etwa schwebt mir vor. Bei Diäten, das habe ich schon häufiger gelesen, motiviert es ungemein, wenn man andere von seinen Plänen und Zielen wissen lässt. Vielleicht, weil die anderen dann schon immer ganz schräg und vorwurfsvoll gucken, während man sich den beigepackten Keks zum Kaffee Togo in den Mund schiebt, bis man keine Lust mehr drauf hat.Vielleicht aber auch, weil man seine Mitmenschen nicht enttäuschen will und halten will, was man versprochen hat. Oder weil man ihnen seine innere Stärke beweisen will.

Was immer der Grund ist, ich bin momentan hochmotiviert ein Motivations-Tagebuch zu versuchen.

Es gilt

- Lernpessimismus zu verbreiten
- auf Lob zu verzichten
- Ziele nicht klar zu formulieren
- Leerlauf und Langeweile zu fördern
- Versagen mehrfach zuzulassen

ist hier fehlplatziert!

Comments

RegineB wrote:


Zwischendurch geh ich immer mal ans Telefon und wehre die Anrufer ab, die bei mir Thai-Essen bestellen wollen. Der Nummer des neuen Thailänders am Ort unterscheidet sich nur in einer Ziffer von unserer, und anscheinend nehmen's in unserer Gegend recht viele beim Wählen nicht so genau ;)...

Vielleicht lässt sich hierzu noch eine Geschäftsidee finden ?!? :p

Das hatten wir mal mit dem Italienier hier. War recht witzig.

Wir mit einem Taxiunternehmen... Ratet, zu welcher Uhrzeit die meisten Anrufe kamen...:confused

Nicht schlecht! - Wir haben (dank mehrerer Telefonnummern) außerdem noch eine ähnliche Nummer wie ein Pfarrer und ein Hausarzt :D

Gestern Nacht habe ich zum Ende meiner Lernaktivitäten die angenehme Entdeckung gemacht, dass ich einen klausurrelevanten Teil dieses Moduls doch schon fast vollständig bearbeitet hatte. Das hatte ich völlig vergessen! Hätte nie erwartet, dass mir sowas mal passieren könnte..... Vorarbeiten hat durchaus seine Vorzüge!

Der Vater meiner Freundin hat den gleichen Namen, wie ein Gynäkologe bei uns im Ort....da kamen ständig Anrufe. Irgendwann hatte ihr Bruder die Schnauze voll und hat Termine verteilt

Nur mal fürs Protokoll: Habe soeben das Hotel fürs Stuse-Dinner gebucht.

RegineB wrote:

Nur mal fürs Protokoll: Habe soeben das Hotel fürs Stuse-Dinner gebucht.


Super! Welches hast du genommen?

Flug hab ich schon länger gebucht, Hotel noch nicht. Aber ich kann ev. auch bei einer Studienkollegin unterkommen.

Ja, Myrmid, nachdem du nun schon den Flug gebucht hast wollte ich signalisieren, dass auch ich es ernst meine

In Berlin habe ich Motel One am Spittelmarkt gebucht. Es gibt zwar bestimmt Hotels mit mehr Lokalkolorit, doch Motel One ist nett, günstig und gut gelegen und ich weiß, was mich erwartet (und werde deswegen eher nicht dort frühstücken). Werde meinen angeheirateten Verwandten auch mitbringen - nicht zu unserem Treffen, aber in die große Stadt. Vielleicht habt ihr ja einen Tipp, was wir Hübsches am Samstagabend machen können? Gibt es irgendwas Theater/Kabarett/Musikalisches, was man unbedingt mal gesehen haben sollte?

Oh Mann, ich bin momentan wirklich cool. Dieses Mal wird es nix mit den Klausuren. Hab heute nur eine Stunde gelernt. Lustig ist, dass ich das Thema wirklich brennend interessant finde. Aber hatte heute jede Menge Fahrdienste (bzw. Mitfahrdienste, denn Tick fährt ja nun selber) und anderweitige Verpflichtungen. Und warum rufen Menschen bei uns generell zwischen halb ein und halb zwei an???
Wie auch immer, eine der drei geplanten Klausuren muss ich nun stornieren. Werde mich unmöglich darauf vorbereiten können. Gleichzeitig muss ich sber sagen, dass ich wirklich nicht untätig war im letzten Halbjahr. Ich habe geschäftlich und auch privat doch einiges geschafft. Es ist eben nicht einfach, stets alle Bälle in der Luft zu halten. In den letzten Wochen bin ich auch allerseits hochmotiviert. Nur, ob meine Motivation ausreichen wird, Klausuren zu bestehen, ist fraglich. Aber Lust auf Fernuni habe ich momentan auf jeden Fall!

Lust ist doch schon einmal viel wert. Dann wird das mit den Klausuren auch klappen!

Hmmm....mal sehen, auf welcher Seite der 50 Prozent ich diesmal lande...

Am Wochenende bin ich etwas vorangekommen. Obwohl wir Freitag auf einer recht großen Geburtstagsfeier mit 90 Gästen und einem sehr umfangreichen Programm (gesetztes Essen, originelle Vorträge und einem extrem lustigen Drag-Comedian) waren und ich um halb drei noch zu den Gästen gehörte, die relativ früh gingen.... aber musste Samstag auch arbeiten - aber war dank Alkoholabstinenz ab Mitternacht und Fußmarsch nachhause auch ziemlich fit am nächsten Tag und konnte lesen. Ebenso den ganzen Sonntag. Habe alle häuslichen Arbeiten ignoriert und mich den spannenden Windungen und Verflechtungen im Insolvenzrecht hingegeben.

Heute Nachmittag besuchten wir mal wieder den KFO und gleich im Anschluss gab es noch einen Elternabend. Zum Glück kann man sich bei diesem Lehrer darauf verlassen, dass es zeitlich nicht zu ausufernd wird. Zuhause wollte mein Sohn Trick noch bei Hausaufgaben rund um den Höhensatz des Euklid, den ich doch glatt nicht mehr auswendig aufsagen konnte, geschweige denn spontan erklären, geholfen haben. Habe mich gerade eben reingefuchst, die ersten Aufgaben bewältigt, da wundere ich mich über die Menge auf dem Arbeitsblatt und erfahre ganz nebenbei, dass das schon seit Freitag zu machen war!
Und mein Sohn findet mich jetzt ziemlich unfair, dass ich ihm nicht jetzt um halb elf abends noch schnell die Hausaufgaben mache und er morgen nun in dem Fach ohne Hausaufgaben da steht, in dem er solche Schludrigkeiten nun gar nicht leisten kann!

Einerseits wird mir von gewissen erwachsenen Personen vorgeworfen, ich sei zu streng, aber angesichts einiger Situationen in den letzten Tagen scheinen meine Kinder eher unter meiner Gutmütigkeit zu leiden. Kann man seine Erziehung nochmal zurückspulen und an einigen Stellen verbessern?

Das kannst Du dann im nächsten Leben besser machen :p
Aber ich finde, Du machst das schon ganz gut ;), jedenfalls sind Deine Beiträge sehr hilfreich. Da schaue ich doch manches Mal mit anderen Augen auf unseren Familienalltag :cool

Ich weiß, dass ich nichts weiß...

Ich lerne und lerne und je mehr ich lerne um so mehr sehe ich die klaffenden Lücken........Es gibt noch
einundzwanzigtausend Sachverhalte, von denen ich keinen blassen Schimmer hab. Ich gehör auch leider nicht zu den Leuten die die Chuzpe haben, den Fall dann mal so nach eigenem Gutdünken zu lösen. Man könnte ja was Falsches schreiben und sich blamieren.
Also, vielleicht finde ich in Frankfurt noch ein nettes paar Schuhe oder treff meinen Bruder, damit sich das Ganze lohnt, die Klausur könnte die Reise nämlich nicht wert sein. Aber vielleicht hat derLehrstuhl ja ein glückliches Händchen und trifft genau die drei, vier Bereiche, in denen ich recht sicher bin. Dann wird's mindestens ne Dreikommasieben...:confused

da gebe ich mich gerade an einem Freitagabend, Kirmestreiben vor der Tür, voller Leidenschaft dem rechtswissenschaftlichen Studium hin und stoße auf diesen spöttischen Satz:

Weihnachtsmann im Sinne des Gesetzes ist auch der Osterhase.

Das wird ja wohl nicht kritisch gemeint sein, oder?

Ich mag Skripte, in denen hin und wieder eine ironische Bemerkung einfließt. Macht den ganzen Text immer viel sympatischer, finde ich. Gibt es aber leider viel zu selten.

Wann ist denn Deine Klausur?

RegineB wrote:


Weihnachtsmann im Sinne des Gesetzes ist auch der Osterhase.\

:D
Nach meinen Klausuren belohne ich mich in Frankfurt immer mit einem kleinen Shopping-Bummel, so als Goodie für das lange Lernen und zur Entspannung nach der Aufregung [IMG]https://www.smiliemania.de/smilie132/00007239.gif[/IMG]

Milenka wrote:

Wann ist denn Deine Klausur?

Gestern!!!
Und sie war komplett daneben!

Ich muss da an eine befreundete Mutter denken. Unsere Söhne mussten in der 8. Klasse eine Erörterung schreiben. Das Thema hieß: "Sollte man Klassenfahrten nur noch innerhalb Hessens zulassen?" Ihr Sohn hatte eine fünf. Thema verfehlt. "Regine", sagte die Mutter, meine Freundin, "ich könnt mich sooo aufregen. Fredrik hat 6 Seiten geschrieben, und nicht einmal kam das Wort 'Hessen' darin vor!!!"

So ähnlich ist meine Klausur gelaufen.

Unsortiert wrote:

:D
Nach meinen Klausuren belohne ich mich in Frankfurt immer mit einem kleinen Shopping-Bummel, so als Goodie für das lange Lernen und zur Entspannung nach der Aufregung [IMG]https://www.smiliemania.de/smilie132/00007239.gif[/IMG]

Zugegeben, ich mach zwar keine ausgiebigen Bummel, weil normalerweise zwischen Zugabfahrt und Klausurende nur 50 Minuten liegen, aber so einen kurzen Abstecher mach ich auch, entweder vorher (da bin ich aber zu unruhig) oder nachher noch einmal auf einen Sprung bei der Hauptwache schnuppern. Gestern war das allerdings nicht drin, meine Klausur war 18-20 Uhr und meine U-Bahn fuhr 20.08 Uhr. Zum Glück kann man sich auf ein pünktliches Prüfungsende verlassen!

( Das tut mir leid. Kam das "falsche" Thema in der Klausur?

Isa14 wrote:

:( Das tut mir leid. Kam das "falsche" Thema in der Klausur?

Eigentlich kam sogar ein ganz gutes Thema dran, ich war nur plötzlich auf dem falschen Dampfer.
Aber bin schon drüber hinweg!

Gibt ja immer wieder gute Gründe, nach Frankfurt zu fahren.... siehe weiter oben -> Unsortiert

Vielleicht war es ja auch gar nicht so daneben. Ich drücke Dir die Daumen!

Unsortiert wrote:

:D
Nach meinen Klausuren belohne ich mich in Frankfurt immer mit einem kleinen Shopping-Bummel, so als Goodie für das lange Lernen und zur Entspannung nach der Aufregung [IMG]https://www.smiliemania.de/smilie132/00007239.gif[/IMG]


Ich habe letztes und dieses Semester den Klausurort München Innenstadt auch genutzt :).

Hm. Gestern über 100 Seiten zusammengefasst. Heute erst 25, ich glaub ich geh zu sehr ins Detail. Hab auch keine Lust, aber es muss ja sein.
Die blöde Geschichte der letzten Klausur lässt mich auch noch nicht ganz in Ruhe. Einerseits muss ich innerlich lachen, wenn ich an den Blödsinn denke, den ich geschrieben habe und der wirklich absolut keinen Raum mehr lässt auch nur im geheimsten ein Fünkchen Hoffnung auf 50 Gnadenpunkte zu haben, trotzdem frage ich mich - natürlich nicht ganz ohne Selbstvorwurf: Woran lag's? Der Wissensvorsprung der Präsenzseminarbesucher ist sicher ein Teil, aber ich bin auch selbst schuld: Wieder mal zulange unschlüssig bezüglich der Modulwahl gewesen, zu wenig konsequent im Semester gelernt sondern vielen anderen Verpflichtungen nachgegeben, Selbstüberschätzung, mit falscher Taktik in die Klausur gegangen... Wenn ich dann all die Superstreber hier im Forum sehe, kann ich nur sagen: Wenigstens gibt es ein paar gute Beispiele, an denen ich mich orientieren kann! Nächstes Semester wird alles anders/besser/von Erfolg gekrönt (wie oft hab ich mir das eigentlich schon gesagt?)!

Das ist doof... ich drücke dir auch die Daumen

Da hat man seine Kinder früher in weiche Kissen gehüllt, Tapeten mit Miffys Häschen und Sternen an die Wand gekleistert und die passenden Vorhänge dazu und sie in kuschelige Decken und Klamotten gehüllt, damit sie es immer wohlig haben, ihnen ein behagliches Zuhause gegeben, und dann kommt man am Freitagabend in ihre Zimmer und sie hocken zwischen einem Wust aus Klamotten, Tellern, Gläsern und Müll bei gruselig-kalter Beleuchtung vor der Flimmerkiste! Wann genau hab ich etwas falsch gemacht???!!!

Nichts :p

RegineB wrote:

Wann genau hab ich etwas falsch gemacht???!!!


in dem Moment, in dem Du Dich über den Rest wunderst. Völlig normales Teenagerverhalten würde ich nach den Berichten meiner diversen betroffenen KollegInnen meinen

Da muss man wahrscheinlich als Mutter einfach durch. Wenn ich an meine frühere Studentenbude denke... Ich habe schon des Öfteren Geschichten von Müttern gehört, die später beim Anblick eines geputzten Bades in der Wohnung ihrer inzwischen erwachsenen Kinder Tränen der Rührung in den Augen hatten und bei denen dann bei der Aufforderung "Bitte zieht Euch die Straßenschuhe aus, ich habe gerade gewischt." alle Dämme gebrochen sind. Ich werde versuchen, in der Teenie-Phase meiner Kinder DARAN zu denken. Zum Glück habe ich noch etwas Zeit.

Kleine Anmerkung zu den vorangegangenen Posts: Neulich erwischte ich meinen Sohn Tick, wie er sein Zimmer aufräumt!?!! NIEMAND hatte ihn aufgefordert oder mit Konsequenzen bedroht.
Am nächsten Tag betrat Trick das Zimmer seines Bruders und fragte mich verwundert: "Kommt heute jemand zu Besuch? Tick hat aufgeräumt!?"
"Nein, nicht das ich wüßte." erwiderte ich und nahm es einfach hin, dass mein Sohn nun erwachsen und vernünftig wird und die Welt mit Reife betrachtet und ein unhygienisches Chaos um sich herum nicht länger akzeptieren kann.
Als mein Sohn jedoch gegen 14.30 Uhr frisch geduscht duftete, begann ich schon zu argwöhnen, und meine Zuversicht bezüglich der wachsenden Ordnungsliebe meines Sohnes brach wie ein Kartenhaus in sich zusammen, als es um 15.15 Uhr an der Haustür klingelte und ein blondes langhaariges Geschöpf etwas geniert nach dem Weg zu Ticks Zimmer fragte.
Ich hatte Recht: Gleich nachdem sie abends gegangen war, wurde das altbekannte Chaos wieder hergestellt.

Ich hoffe, der Besuch kommt bald wieder!

01.10.

So, nun möchte ich mich auch endlich mal wieder melden. Wie ich sehe, ist in den TB's wieder mehr los - die Klausurzeit ist vorbei!
Was mich betrifft, sind die beiden Klausuren alles andere als gut verlaufen. Bei der Ersten lag's an mir, da habe ich einen riesigen Denkfehler gemacht, bei der zweiten lag es aus meiner Sicht im Wesentlichen an der Klausur. Da beides so unterirdisch lief, gehe ich, und das meine ich nicht kokettierend, von zwei mal unter 50 aus. Aber das ist okay. Natürlich hätte ich gern die Module abgeschlossen und Bergfest gefeiert, natürlich habe ich jetzt wochenlang fast nur gelernt und es ist ärgerlich, wenn man dann leer ausgeht, aber auch zu wiederholen und dann insgesamt eine bessere Note zu haben hat seinen Reiz. Also nehme ich es jetzt wie es ist und ärgere mich nicht weiter.

Ich war letzten Mittwoch einfach nur froh, als ich mich in den Zug von der Klausur zurück setzen konnte. Zuletzt konnte ich die Unterlagen nicht mehr sehen. Ich habe dann am nächsten Tag auch mal wieder ferngesehen und mir kam es vor, als hätte ich eine ganze Weile auf einer einsamen Insel verbracht. Es war einfach nur toll, endlich nicht mehr bulimielernen zu müssen!

Natürlich ist hier zwischenzeitlich eine ganze Menge aufgelaufen, die es nun abzuarbeiten gilt. Musste unter anderem Trick erstmal für seinen Frankreichaustausch ausstaffieren, also mit ihm shoppen - welche schönere Belohnung könnte es nach den Lernwochen wohl für mich geben? Das einzige, was mich daran stört, ist, dass ich ihn nun eine Woche lang einer fremden Mutter in Frankreich ausleihen soll :( .

Seit Donnerstag versuche ich nun also, meine vernachlässigten Pflichten wieder aufzunehmen und wieder aufzuarbeiten. Auch meine Fitnessstudiobesuche sind in den letzten Wochen zu kurz gekommen und das rächt sich bei mir leider umgehend. Am Sonntag habe ich trotzdem mal einen extra-faulen Tag eingelegt, war nachmittags mit Mann und Track und Hund zum Parkspaziergang in der nordhessischen Metropole (als hätten wir nicht hektarweise Wald hinterm Haus) und sonstige sinnlose nette Dinge getan, wie zum Beispiel am Ofen einzuschlafen.

Auf Dauer kann das natürlich nicht so gehen, heute war ich tagsüber schon bedeutend fleißiger, habe am frühen Abend das Fitnessstudio und im Anschluss eine Elternbeiratssitzung besucht und nun wartet das ins Chaos umkippende Bügelzimmer auf meine ordnende Hand.
Also, einen schönen Abend noch!!

Du hast doch nicht 23:39 Uhr ernsthaft noch was gemacht?

Aber ich bin doch eine Nachteule - keine Lerche! Laufe dafür morgens erst recht langsam warm...

Oh... Habe gerade mal eine Frage an alle, die heute Abend noch willens sind, sich mit einer Mathe-Frage auseinanderzusetzen (Tick schreibt morgen Klausur...):

Aufgabe:
Der Wasserstand im Staubecken eines Gezeitenkraftwerkes verändert sich im Läufe eines Tages durch ein- und ausströmendes Wasser. Die Änderungsrate kann durch die Funktion h' = 1/216 (5t^2 - 120 t + 480) erfasst werden (t in Std., h in m/Std., 0<t<24). zur Zeit t=0 beträgt der Wasserstand 5 m.

a) Wann war der Wasserstand am höchsten bzw. am niedrigsten?
b) Wann ändert sich der Wasserstand am schnellsten? Wie schnell ändert er sich?

Vielleicht kann uns jemand einen Hinweis für den Rechenweg geben? Tick hat zwar einen Lösungsansatz, aber in der vierten Klasse konnte ich ihm noch mit größerer Sicherheit sagen, ob er da richtig liegt :confused: . Danke, falls uns jemand einen Tipp gibt!

Regine,\

RegineB wrote:


a) Wann war der Wasserstand am höchsten bzw. am niedrigsten?\


Die Änderungsrate h'(t) = 1/216 * (5 * t^2 - 120 * t + 480) ist eine nach oben geöffnete Parabel, die für t >= 0 zunächst bis zum Minimum fällt und ab da steigt (siehe die Kurvenbilder im nächsten Beitrag).

Der Wasserstand ist (zumindest lokal) am höchsten, wenn die Änderungsrate einen Vorzeichenwechsel von + nach - hat, denn wegen der positiven Änderungsrate vor dem Vorzeichenwechsel steigt der Wasserstand vorher und wegen der negativen Steigerungsrate nach dem Vorzeichenwechsel sinkt der Wasserstand nachher.

Der Wasserstand ist (zumindest lokal) am niedrigsten, wenn die Änderungsrate einen Vorzeichenwechsel von - nach + hat, denn wegen der negativen Änderungsrate vorher sinkt der Wasserstand vorher und wegen der positiven Steigerungsrate steigt der Wasserstand nachher.

Es müssen also die Nullstellen der Änderungsrate h'(t) berechnet werden:

1/216 * (5 * t^2 - 120 * t + 480) = 0

5 * t^2 - 120 * t + 480 = 0

Lösung mit der "Mitternachtsformel" ([url]https://de.wikipedia.org/wiki/Mitternachtsformel#L.C3.B6sungsformel_f.C3.BCr_die_allgemeine_quadratische_Gleichung_.28a-b-c-Formel.29[/url]):

t = [120 +/- (120^2 - 4 * 5 * 480)^1/2] / (2 * 5)

t = 12 +/- 48^1/2

t1 = 12 - 48^1/2 = 5,072

t2 = 12 + 48^1/2 = 18,928

Bei t1 = 5,072 ist die Änderungrate = 0, für t < t1 ist sie positiv (Wasserstand steigt), für t > t1 ist sie (zunächst) negativ (Wasserstand sinkt). Der Wasserstand hat also bei t1 = 5,072 einen lokalen Höchststand.

Bei t1 = 18,928 ist die Änderungrate = 0, für t < t2 ist sie (zunächst) negativ (Wasserstand sinkt), für t > t2 ist sie positiv (Wasserstand steigt). Der Wasserstand ist also bei t1 = 18,928 einen lokalen Tiefstand.

Fraglich ist aber, ob diese Wasserstände bei den Vorzeichenwechel der Wasserstandsrate wirklich die Höchst- und Tiefstände sind. Möglicherweise ist der Wasserstand bei t = 0 noch niedriger als der Vorzeichenwechsel-Tiefstand oder bei t = 24 noch höher als der Vorzeichenwechsel-Höchststand.

Die Ränder müssen also noch betrachtet werden. Dafür müssen wir die Wasserstandsfunktion h(t) aufstellen. Das ist eine Stammfunktion der Wasserstandsrate, nämlich die, die bei t = 0 den Wert 5 hat (siehe Aufgabenstellung).

h(t) = 1/216 * (5/3 * t^3 - 60 * t^2 + 480 * t) + 5

h(t) ist Stammfunktion von h'(t) weil sich h'(t) ergibt, wenn man h(t) nach t ableitet.

Nun gilt für die Wasserstände:

h(24) = 1/216 * (5/3 * 24^3 - 60 * 24^2 + 480 * 24) + 5 = 5
h(5,072) = 1/216 * (5/3 * 5,072^3 - 60 * 5,072^2 + 480 * 5,072) + 5 = 10,13

Bei t1 = 5,072 ist der Wasserstand also höher als bei t = 24.

h(0) = 1/216 * (5/3 * 0^3 - 60 * 0^2 + 480 * 0) + 5 = 5
h(18,928) = 1/216 * (5/3 * 18,928^3 - 60 * 18,928^2 + 480 * 18,928) + 5 = -0,13

Bei t2 = 18,928 ist der Wasserstand niedriger als bei t = 0.

Ergebnis: Der Wasserstand ist bei t1 = 5,072 h (genauer t1 = 12 - 48^1/2) am höchsten und bei t2 = 18,928 h (genauer t2 = 12 + 48^1/2) am niedrigsten.

Liebe Grüße

[ATTACH=full]7562[/ATTACH] Hier die Funktionsgraphen. Die Parabel (untere Kurve) ist die gegebene Wasserstandsrate h'(t). Die obere Kurve ist die Wasserstandskurve h(t). Die berechneten Hoch- und Tiefwasserstände sind schön zu erkennen.

Liebe Grüße

RegineB wrote:


b) Wann ändert sich der Wasserstand am schnellsten? Wie schnell ändert er sich?


Hier ist nach der Änderungshöchstgeschwindigkeit des Wasserstands gefragt, also nach dem Punkt maximaler Steigung der Änderungsrate h'(t). Wie schon betrachtet, ist die Änderungsrate eine nach oben offene Parabel, die eigentlich kein Maximum hat. In Frage kommen also nur die Ränder bei t = 0 und t = 24. Die Steigung der Änderungsrate ist durch die erste Ableitung der Änderungsrate h'(t) (= zweite Ableitung des Wasserstands) bestimmt:

h''(t) = 1/216 * (10 * t - 120)

h''(0) = 1/216 * (10 * 0 - 120) = -120/216 = -0,55

h''(24) = 1/216 * (10 * 24 - 120) = 0,55

Der Wasserstand ändert sich also an den Rändern bei t = 0 und t = 24 gleich stark (wenn auch in entgegengesetzter Richtung) am schnellsten mit 0,55 m/h^2.\

RegineB wrote:


b) Wie schnell ändert er sich?


Der Wasserstand ändert sich zu diesen Zeitpunkten mit

h'(0) = 1/216 * (5 * 0^2 - 120 * 0 + 480) = 480/216 = 2,22 m/h

h'(24) = 1/216 * (5 * 24^2 - 120 * 24 + 480) = 480/216 = 2,22 m/h\

RegineB wrote:


b) Wie schnell ändert er sich?


Möglicherweise ist damit gar nicht die Änderungsrate 2,22 m/h gemeint, sondern die Stärke (Geschwindigkeit) der Änderungsrate. Die wäre dann wie oben auch berechnet 0,55 m/h^2 (also die Beschleunigung). Ich tendiere jetzt eher zu dieser Auslegung. Die Änderungsrate 2,22 m/h wäre die Antwort auf die Frage "Wie ändert er sich?" und nicht "Wie schnell ändert er sich?".

Liebe Grüße

Chrissie, das ist 1000 x mehr, als ich erwartet hatte!!!

Vielen vielen

Wenn andere Menschen schlafen, berechnet Ihr Wasserstände....Ihr seid ja heavy

Gut, dass ich schon einen Schulabschluss habe...

Ich frage mich auch manchmal wie ich meinen bekommen habe

Habt Ihr auch manchmal so Albträume, dass ihr wieder zu einer in der Realität längst erledigten (Abschluss-)prüfung antreten müsst und null vorbereitet seid, weil ihr den Termin vergessen habt oder ähnliches? Ich hatte eine Zeitlang regelmäßig solche Visionen von der Abschlussprüfung meines Erststudiums. Da saß ich dann wieder vor dem 5 Mann (ja Mann, Frauenanteil 0%) starken Prüfungskomitee, völlig überrascht, weil ich mit der Prüfung nicht gerechnet hatte. Und bin mit Herzklopfen aufgewacht. Manchmal habe ich echt ein zewi Stunden Wachsein gebraucht, um so richtig zu realisieren, dass das ein Traum war, ich jetzt nicht gleich zu dieser Prüfung muss, sondern das Zeugnis nebst Diplomurkunde hübsch verpackt bei meinen wichtigen Unterlagen schlummert...

Birdy wrote:

Habt Ihr auch manchmal so Albträume, dass ihr wieder zu einer in der Realität längst erledigten (Abschluss-)prüfung antreten müsst


Ich habe in der Endphase meines Erststudiums immer wieder geträumt nicht zum Abitur zugelassen zu werden, weil ich monatelang nicht mehr im Deutschunterricht (oder überhaupt in der Schule) erschienen war. Der Traum ging immer so, dass ich voller Entsetzen feststellte, dass ich schon lange nicht mehr im Deutschunterricht war. Daraufhin bin ich dann in den Unterricht gegangen, musste aber feststellen, dass ich wegen meiner langen Abwesenheit noch keine einzige Klausur mitgeschrieben habe und überhaupt Kurs, Lehrer, Stoff, Umgebung mir völlig fremd waren. Mir wurde dann klar, wieder mit Entsetzen, dass ich das Abitur, überhaupt meinen Schulabschluss, vergessen kann. Nach meinem Studienabschluss habe ich das dann nicht mehr geträumt.

Liebe Grüße

Das mit der Abi-Prüfung (Termin verpasst, Blackout oder so) habe ich auch schon geträumt. Könnte uns einer der anwesenden Psychologen mal erklären, was das bedeutet?

Also ich träume zwar meistens total wirres Zeug, aber irgendwas mit Prüfungen habe ich noch nie geträumt.
Ist das jetzt gut oder schlecht?

Ich denk mal, so ganz pauschal kann man das nicht deuten, sondern muss (sage ich mit wichtiger Mine, habe schließlich enormes psychologisches Halbwissen in Frauenzeitschriften erworben) es immer im Kontext zum eigenen Leben sehen.
Vielleicht hat euer Unterbewusstsein ja Angst, ein Ziel nicht zu erreichen, für das lange gearbeitet wurde? Oder eine Sache nicht zum Abschluss bringen zu können?
Meinem Unterbewusstsein hingegen scheint diese Angst völlig fremd zu sein, jedenfalls habe ich zwar jede Menge Albträume, aber an Prüfungen kann ich mich nicht erinnern...

Dann sind wir schon mal zwei :p.

Kleiner Zwischenbericht:
(Da es sich hier um ein Tagebbuch handeln soll erscheint mir ab und an ein Bericht über den Inhalt der Tage sinnvoll.)

Ich dachte, jetzt sei klausurfreie Zeit, Abgabetermine der EA's sind erst in einigen Wochen und so würde ich nicht wissen, wie ich die viele Zeit rumkriegen soll. Weit gefehlt. Es ist wie immer und wie wahrscheinlich bei allen anderen auch.
Letzten Freitag und Samstag waren wir - mein angeheirateter Verwandter und ich - aufgrund eines Auftrages von Freunden in Stuttgart unterwegs.
Hinterher gingen wir mit ihnen in einem netten Restaurant essen. Ein Tipp, den ich auch noch nicht kannte: Wie viele Restaurantbesitzer/Köche mit einem Michelin-Stern hatte auch jener Koch neben dem Gourmetlokal im Gewölbekeller noch eine Gaststätte für normalsterbliche Gaumen. Dass man dort wohl kaum unterirdische Gerichte anbieten wird, kann man sich an allen fünf Fingern abzählen. Folglich kann man dort für die Hälfte auch recht schmackhaft essen. Das zwanzig-Gänge-Menü im Keller hätte meine Geduld an diesem eher hungrigen Abend sowieso doch eher strapaziert.

Am Samstag haben unsere Freunde (die Freundin, eine sehr nette Person, ist übrigens aus der Ukraine, Lulu) uns dann Stuttgart gezeigt. Bis in die Stuttgarter Innenstadt habe ich es bisher nämlich noch nie geschafft. Vormittags waren wir jedoch erst einmal im Mercedes-Museum - was zugegebenermaßen recht interessant war. Damit dürfte ich alle großen deutschen Automuseen gesehen haben, und dass, obwohl sich für mich um Autos keine Träume ranken..... aber ich lebe nunmal in eine männerdominierten Welt ;)
Auf der Rückfahrt waren wir gleich mal wieder essen - diesmal bei einem kurzen Einkehrschwung in einem Weinort bei Würzburg, ein rustikales Gasthaus, sehr zu empfehlen. Wann immer wir kommen, ist dort kaum ein freier Platz zu finden.

Am Sonntag dann konnte ich endlich wieder Trick in Empfang nehmen, er kam (leicht gebräunt!) von der südfranzösischen Atlantikküste zurück und wäre wohl auch sehr viel lieber noch ein paar Tage dort geblieben. Schön, wenn Austausch so gut gelingt!
Nach einem Kirchbesuch mit dem Konfirmanden Track gingen wir dann abends auch gleich mal wieder essen - diesmal en famille beim Italiener. Und es war sehr harmonisch und gemütlich, was in dieser Konstellation nicht selbstverständlich ist, denn Brüder und Väter und auch Mütter können, wenn sie schon mal Zeit miteinander verbringen, schnell in hitzige überflüssige zu-gar-nichts-führende Diskussionen verfallen. Aber nein, alle aßen und unterhielten sich friedlich. Da war die Mutter glücklich.

Gestern und vorgestern war dann auch mal wieder arbeiten angesagt. Die Nachmittage verbrachte ich fast vollständig damit, mit Trick für eine Französisch- und eine Englischarbeit zu lernen. Das wurde in der Schule sicher wohlüberlegt, zwei Fremdsprachen an zwei aufeinanderfolgenden Tagen abzuprüfen. :rolleyes: . Jedenfalls bin ich jetzt wieder mit der Anwendung der englischen Adjektive und Adverbien, den Steigerungsformen und ihren Ausnahmen und über die Durchführung von Gap Years auf dem Laufenden und habe im Französischen Grammatikregeln kennengelernt, von denen ich trotz Französisch-Leistungskurs nie etwas geahnt hatte. Man lernt einfach nicht aus.

Heute Nachmittag nun wollte ich mich der kürzlich eingetrudelten EA widmen (und eine Französisch-Arbeit mit Track vorbereiten). Ich tu mich immer etwas schwer darin, die EA's anzugehen. Erst KE's lesen? Oder gleich die EA bearbeiten und dabei blind wie im Nebel im Thema herumstochern?
Werde mich diesmal wohl für die zweite Variante entscheiden, nachdem ich im letzten Semester anfangs viel zu viel Zeit darauf verschwendet habe, KE's zu lesen und zusammenzufassen. Ob es dann wohl besser klappt?

Geht mir ähnlich. Ich versuche gerade alle möglichen Sachen nachzuholen. Die Klausurvorbereitung hat mich dieses Mal echt an meine Grenzen gebracht. Dabei muss ich aber auch noch an meiner Seminararbeit basteln.

Und im Übrigen sind die meisten Ukrainer nett. Ich liebe mein Völkchen :p.