Modul 5 - Kurs 04468 - Bücher
Hallo Ihr Lieben,
ich wollte fragen, ob schon jemand die Bücher für das Modul 5, Kurs 04468 (Literarische Anthropologie) besorgt und wo er die gefunden hat. Ich habe gerade bei Amazon, Google und in verschiedenen Online-Antiquariaten gesucht, finde aber die angegebenen Bücher über Jean Paul, Jung-Stilling und Bernd, die ich als Stichprobe gesucht hatte, nicht - bei den anderen habe ich es dann gar nicht erst versucht, denn die sind ja "noch unbekannter". Das Problem liegt ja wahrscheinlich auch darin, dass der Kurs schon von 1986 ist und die angegebenen Bücher wohl entsprechend vergriffen. Wie seid Ihr damit zurechtgekommen? Kann mir vielleicht jemand Tips geben, wo ich diese Bücher aufstöbern könnte? Oder braucht vielleicht jemand seine Bücher nicht mehr und kann sie mir verkaufen?
Bin für jede Hilfe dankbar!
Viele Grüße,
Ulrike
Comments
Susa
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View profileChristina,
hast Du es mal bei SUBITO probiert? Das ist die bundesweite Fernleihe, an der sehr viele Bibliotheken und vor allem auch die großen Unibiliotheken beteiligt sind.
Schau mal unter [URL="https://www.subito-doc.de"]https://www.subito-doc.de[/URL] . Vielleicht findest Du da die gesuchten Bücher. Günstiger ist die ortseigene Bibliothek. Die kann man auch oft Bücher aus anderen umliegenden Bibliotheken ausleihen.
Ansonsten kann ich Dir nur noch [URL="https://www.eurobuch.com"]https://www.eurobuch.com[/URL] empfehlen. Das ist eine Suchmaschine, aber da hast Du ja wahrscheinlich schon selber geschaut.
Grüße
Susa
UlrikeSchier
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View profileBücher
Hallo Susa,
vielen Dank für Deine Antwort! Ich kannte beide Suchmaschinen noch nicht, die werden mir also bestimmt eine große Hilfe sein, auch für die Zukunft.
Das mit der Bibliothek ist natürlich nicht schlecht, kommt für mich aber nicht in Frage, weil ich in Madrid lebe und mir also alle für das Studium notwendigen Bücher kaufen muss.
Vielen Dank nochmal und Grüße,
Ulrike
ConnyBär
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View profileModul 5 - Luther
Hallo,
vielleicht kann mir mal jemand weiterhelfen - ich habe ein Problem mit Luther, genauer gesagt mit seiner Hermeneutik. Luther vertritt ja das "sola scriptura" Prinzip; das ist mir auch klar. In den Texten von Rusterholz und Soeffner aus Modul 2 habe ich außerdem gefunden, daß er die Auslegung der Hl. Schrift nach Art der Kirchenväter (insbesonders Augustinus), nämlich das Verständnis eines mehrfachen Sinns der Hl. Schrift (historisch/buchstäblich, allegorisch, tropologisch/moralisch, eschatologsich), ablehnt und allein den buchstäblichen Sinn der Hl. Schrift anerkennt. Jetzt habe ich aber einen Text von Luther gelesen (in einer der alten Klausuren zum Kurs Alteuropäische Schriftlichkeit), in der er das richtige Studium der Hl. Schrift folgendermaßen untergliedert: Oratio, Meditatio, Tentatio. Und wenn ich das richtig verstehe, dann bedeutet das: mit Demut und Ernst und Gottes Hilfe die Hl. Schrift lesen, die Hl. Schrift wiederholt lesen und darüber nachdenken, und letztendlich: anwenden auf das Leben um den Prüfsteinen und Heimsuchungen des Teufels richtig zu begegnen. Wo bitte ist jetzt der Unterschied zum mehrfachen Sinn der Hl. Schrift nach Augustinus oder auch Hugo?
Danke,
Cornelia
Susa
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View profileBuhuuu ... jetzt habe ich Dir gerade so eine schöne lange Antwort geschickt und nun hat sie einfach der Rechner gefressen und mir stattdessen eine Fehlermeldung präsentiert - wie finde ich denn das?! Gut, also noch mal:
Es ist schon eine ganze Weile her, dass ich mich mit Luther beschäftigt habe. Bedenke bitte bei meiner Antwort, dass ich nur aus dem Gedächtnis antworte.
Meiner Ansicht und Erinnerung nach hat Luther nicht die Reflexion der Heiligen Schrift an sich kritisiert, sondern dass den Gläubigen die Heilige Schrift vom Klerus reflektiert wurde.
Zur Zeit Luthers haben nur wenige Menschen lesen können und natürlich war Latein die Lingua Franca. Das normale Volk hat weder lesen noch Lateinisch verstehen oder gar sprechen können und darum keinen direkten Zugang zur Heiligen Schrift gehabt. Sie waren darauf angewiesen, dass der Klerus ihnen die Worte zutrug und natürlich war in diesen Übersetzungen immer auch die Reflexion des einzelnen Geistlichen enthalten. Alleine das Weglassen von Worten kann ja schon den Sinn eines Satzes verändern.
An diesem Punkt setzte Luthers Kritik an und darum übersetzte er die Bibel ins Deutsche. In Luthers Augen war nur die Bibel maßgeblich und darum musste jeder Zugang zu der Bibel haben und sie SELBER lesen, sich SELBER mit den Worten auseinandersetzen. Nur die Bibel selber war maßgeblich, nicht die Interpretationen. Für mich liegt hierin in der Tat Buchstabentreue. Die Anleitung zum Lesen der Heiligen Schrift verstehe ich nicht als mehrfachen Sinn, sondern nur als Integration der Bibel in das eigene Leben.
Das ist für mich der Unterschied zum mehrfachen Sinn der Auslegung nach z.B. Augustinus.
Liebe Grüße
Susa
ConnyBär
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View profileSusa,
na so ganz weit auseinander liegen wir mit unserer Darstellung ja nicht. Aber ich glaube schon, daß Luther die mehrfache Auslegung der Hl. Schrift und damit die Reflexion, wie du sagst, ablehnst, egal von wem sie kommt. Es ist richtig, daß er die Vermittlung durch die Priester ablehnte, aber meiner Ansicht ist das noch ein anderer Gesichtspunkt der mit dem Umgang mit der Hl. Schrift an sich nichts zu tun hat. D.h.: Jeder sollte Zugang zur Hl. Schrift haben und durch sie zu Gott finden können, Priester seien nicht notwendig dazu. Aber wenn dann jeder normale Mensch mit der Bibel arbeitet, soll er nicht nach Augustinus vorgehen, sondern sich auf den buchstäblichen Sinn beschränken. Und hier habe ich jetzt wieder das Problem mit der Anwendung auf das Leben, Tentatio nach Luther; das ist für mich eben das gleiche wie die Tropologie bei Hugo z.B.
Vielleicht verbeiße ich mich auch in irgendwelche unwichtige Details.
Cornelia
Susa
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View profileConny,
unwichtig finde ich das keineswegs.
Ich bin ebenfalls der Meinung, dass Luther die mehrfache Auslegung ablehnt. Gut, nennen wir das Reflexion. Ich meinte mit dem Begriff zwar etwas anderes, aber einigen wir uns darauf, die mehrfache Auslegung der Bibel Reflexion zu nennen.
Mit Tentatio meint Luther aber in meinen Augen nicht die Reflexion in unserem Sinne, sondern das Einbeziehen der Hl. Schrift in das eigene Leben.
Da nun der normale Mensch nicht in haargenau den gleichen Situationen landet, wie sie in der Bibel beschrieben sind, ist es nötig, die Lehren der Hl. Schrift auf das eigene Leben zu übertragen. Ein bettelarmer Mensch wird z.B. die Szene mit den Pharisäern aus einem anderen Erfahrungshintergrund in sein Leben einbeziehen, als dies ein reicher Mensch tut. Dennoch hat das nichts mit mehrfacher Auslegung zu tun.
Grüße Susa
Susa
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View profileTadaaa!
Hallo Conny,
es hat lange gedauert, doch nun kommt die Info, die ich über luther im Kurs "Interaktionsregeln" (Modul 6, Soziologie) gelesen habe.
Im Kurs wird Max Weber zitiert:
"Für Luther wurde die aus der objektiven historischen Ordnung folgende Eingliederung der Menschen in die gehobenen Stände und Berufe zum direkten Ausfluß göttlichen Willens und also das Verharren des Einzelnen in der Stellung und in den Schranken, die Gott ihm zugewiesen hat, religiöse Pflicht. [...]" (aus: Kurs 03184, zitiert nach: Weber, Max: Aketischer Protestantismus und kapitalistischer Geist. (1905) In: Winckelmann, J. (Hrsg.): Max Weber. Soziologie, Weltgeschichtliche analyse, Politik. Kröner Verlag Stuttgart ³1964. S 357f)
Aus der gleichen Textstelle lässt sich entnehmen, dass Thomas von Aquin Arbeitsteilung und Berufsgliederung der Gesellschaft als Teil des göttlichen Weltplanes auffasse, die Eingliederung der Menschen hierin aber zufällig sei.
Wenn ich Luthers Auffassung nun auf Deine Interpretation von "Oratio, Meditatio, Tentatio" übertrage, dann soll mit Hilfe der Hl. Schrift dem Teufel begegnet werden, der den Einzelnen in Versuchung führt, aus diesen Schranken herauszuhüpfen, während "Meditatio" und "Tentatio" nur ein gottgefälliges Leben zulassen, nämlich das Verharren.
Aquin dagegen sieht das offensichtlich anders.
Jetzt bin ich unsicher, ob ich wirklich einen neuen nützlichen Aspekt in unsere Diskussion gebracht habe, aber als ich diese Stelle vor drei Wochen las, erschien sie mir wie ein Puzzleteil, nach dem wir lange gesucht haben.
Liebe Grüße
Susa
Librarian
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View profileHeiligenverehrung - Modul 5 BA Kulturwissenschaften
Hallo Leute,
für alle, die im SS 2007 Modul 5 bearbeiten, könnte dies hier interessant sein:
[URL]https://cgi.ebay.de/FernUni-Hagen-Heiligenverehrung-Modul-5-Lernkarten_W0QQitemZ280096676756QQcategoryZ1110QQssPageNameZWDVWQQrdZ1QQcmdZViewItem[/URL]
Librarian
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View profilefür alle, die in SS 2007 Modul 5 bearbeiten, könnte dies hier interessant sein:
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askja
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View profileIch möchte über die Heiligen eine HA schreiben und suche nach einem passenden Thema, zu dem es auch ausreichend Sek.lit. gibt. Hat hier schon mal jemand eine grschrieben und kann mir da mit Ideen weiterhelfen?:confused:
Danke!!
Gruß askja :chatten