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Modul L1 - Epochen

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Modul L1 - Epochen

Hallo zusammen,

ich habe mich ein bisschen in Literaturgeschichte eingelesen und auch hier und da gesurft und musste dabei feststellen, dass sich bei der Angabe der Epochen die Geister wohl scheiden. Die Jahreszahlen differieren zum Teil um 10 oder 20 Jahre. Mir ist klar, dass das schon in der Natur der Sache liegt, da die Epocheneinteilung eine schwer zu definierende Geschichte ist.
Trotzdem wüsste ich gern, an welchen Daten ich mich orientieren sollte. Gibt es eine Quelle, einen Zeitstrahl, eine Epocheneinteilung, an der sich Hagen orientiert? Wäre super, wenn da jemand Bescheid weiß.

Viele Grüße
Lucky
:winke

Comments

Luckyyy wrote:

Hallo zusammen,

ich habe mich ein bisschen in Literaturgeschichte eingelesen und auch hier und da gesurft und musste dabei feststellen, dass sich bei der Angabe der Epochen die Geister wohl scheiden. Die Jahreszahlen differieren zum Teil um 10 oder 20 Jahre. Mir ist klar, dass das schon in der Natur der Sache liegt, da die Epocheneinteilung eine schwer zu definierende Geschichte ist.
Trotzdem wüsste ich gern, an welchen Daten ich mich orientieren sollte. Gibt es eine Quelle, einen Zeitstrahl, eine Epocheneinteilung, an der sich Hagen orientiert? Wäre super, wenn da jemand Bescheid weiß.

Viele Grüße
Lucky
:winke:

Ich habe ja schon den zweifelhaften Ruf des "Schnellschützen". Lucky, ich würde da wirklich abwarten.

UliS wrote:

Ich habe ja schon den zweifelhaften Ruf des "Schnellschützen". Lucky, ich würde da wirklich abwarten.

:gruebel: Hmmmmm, aber vielleicht weiß ja doch jemand von den "Alten" etwas darüber. Ich habe ein bisschen Bammel, dass mir im Herbst die Zeit davon laufen wird und daher würde ich mich gern mit solchen Eckdaten schon mal vertraut machen.
;) Ist das so schlimm? ;)

Liebe Grüße
Lucky
:winke

Neee, schlimm ist gar nichts.

Ich denke, dass es eher wichtig ist, zu wissen, was diese epochen ausmacht und wie sich eine in die andere entwickelt hat. zumindest kenn ich das o noch aus meinem deutsch-lk. bei meinem anderen studium, den geowissenschaften, ist es auch so, dass niemand die eckdaten der erdgeschichtlichen epochen weiß (weil es dazu auch keine festgesetzte meinung gibt und es einfach keinen interessiert), sondern nur, wie sie heißen und ganz grob, wann sie waren (so in 100er millionen jahre, dürfte übertragen auf literaturwissenschaftliche epochen so +/- 20 jahre sein).

Lucky,
ich mache ja gerade Deutsch-Abi im Leistungskurs am Abendgym. und starte dann ja auch mit den Literaturwissenschaften. Ich kann mir das gar nicht vorstellen mit den unterschiedlichen Jahreszahlen bei den Epochen. Kannst du mal ein Beispiel geben? Habe zuhause ziemlich zuverlässige Literatur über die Epochen, die man schon drauf haben sollte.
Mir ist übrigens Ähnliches in Geschichte passiert. Wiederhole gerade den Unabhängigkeitskrieg in Amerika und falle da auch in 3 Büchern über unterschiedliche Zahlen, aber da geht es nur um ein Jahr. 10 oder 20 ist schon heftig. Obwohl in der Literatur sich manche Epoche überschneiden, z. B. ist die Klassik ziemlich schwammig.
Schreib doch einfach mal was auf. Ich darf ja leider noch nicht in diese schicken Unterlagen gucken - seufz.
Sonnige Grüße von Anastasia

anastasia_63 wrote:

Hallo Lucky,
Ich kann mir das gar nicht vorstellen mit den unterschiedlichen Jahreszahlen bei den Epochen. Kannst du mal ein Beispiel geben?

Ja, ich habe zum Beispiel unterschiedliche Jahresangaben zum Ende der Aufklärung gelesen: 1785 oder auch erst 1800.
Auch Sturm und Drang und Empfindsamkeit habe ich schon mit unterschiedlichen Angaben gefunden. Da es hier ja um nicht so große Zeitabschnitte geht, ist es gerade dann doch wichtig zuverlässige Zahlen zu haben.
Generell ist mir klar, dass es schon für sich ein Thema ist, wie man Epochen überhaupt gegeneinander abgrenzt und dass es unterschiedliche Ansichten gibt. Da ich aber einfach so im Netz herum gesurft habe und diese unterschiedlichen Angaben gefunden habe, hätte ich gern einen Tipp für eine Quelle, bei der man auch sicher sein kann, dass sie wissenschaftlich fundiert ist. :weissnich....ob ich da komplett auf dem Holzweg bin .... ?

anastasia_63 wrote:

Habe zuhause ziemlich zuverlässige Literatur über die Epochen, die man schon drauf haben sollte.

Was hast Du denn da?

anastasia_63 wrote:

Ich darf ja leider noch nicht in diese schicken Unterlagen gucken - seufz.\

Ja, diese "schicken Unterlagen" habe ich auch noch nicht hier. ;) Sonst würde ich mich an diese halten :cool:

Viele Grüße
Lucky
:winke

Luckyyy wrote:


Da ich aber einfach so im Netz herum gesurft habe und diese unterschiedlichen Angaben gefunden habe, hätte ich gern einen Tipp für eine Quelle, bei der man auch sicher sein kann, dass sie wissenschaftlich fundiert ist.


Ich denke, daß die fundierteste wissenschaftliche Quelle in den Unterlagen drin stehen wird, die wir für das Studium bekommen.

Mein ehemaliger Geschichtslehrer schnitt irgendwann mal das Thema verschiedene Jahreszahlen an und er meinte, daß wir uns immer an die Quelle halten sollten, die der Prof. später im Studium vorgibt.

Es wird ja immer davor gewarnt, Wikipedia als Quelle zu nutzen, aber wer weiß - manchmal ist es hilfreich. Versuch es doch einfach mal [URL="https://de.wikipedia.org/wiki/Epoche_%28Literatur%29#Epochen_der_neueren_deutschen_Literatur"]damit[/URL].

ich denke, dass die exakten Jahreszahlen eine eher untergeordnete Rolle spielen. Die verschiedenen Epochen folgten ja nicht sukkzessiv aufeinander sondern eines entwickelte sich zum anderen, es gibt da keine scharf abgegrenzten Übergänge.
Es gibt auch Werke, die nicht eindeutig bestimmten Epochen zuzuordnen sind. Man kann Werke des Sturm und Drang schlecht von den Einflüssen der Aufklärung abgrenzen. Und auch die Aufklärung selber war ja kein Prozess, der in allen Länderm Europas gleichzeitig stattgefunden hat, sondern in aufeinanderfolgenden Phasen mit verschiedenen Ausprägungen.
Damit muss man halt leben.
Es ist dabei aber wichtig, die jeweiligen gesellschaftlichen Hintergründe zu kennen und die verschiedenen Positionen der Forschung. Im Zweifelsfall damit argumentieren und belegen - nach xy war dies und jenes dann und dann....
schöne Grüße
Angelika

Angelika,

ich finde, dass du Recht hast.

In der Literatur wird z.B. als Postmoderne die Zeit ab 1960 angesehen. Begriffsgeschichtlich setzt das alles jedoch viel früher ein.

Ja, der Beitrag von Angelika hat mich auch überzeugt

Also gut :rolleyes:, dann werde ich brav auf die Studienbriefe warten und mal sehen, wie dort mit dem Thema umgegangen wird.
Danke für Eure vielen Gedanken und Beiträge dazu,

viele Grüße
Lucky
:winke

Luckyyy wrote:

Also gut :rolleyes:, dann werde ich brav auf die Studienbriefe warten und mal sehen, wie dort mit dem Thema umgegangen wird.
Danke für Eure vielen Gedanken und Beiträge dazu,

viele Grüße
Lucky
:winke:

Ich habe dir hier mal kopiert, was in der Kursbeschreibung zum Kurs 03532 (Epochen und Gattungen) steht:

"Der Kurs bietet einen literaturhistorischen Überblick über die wichtigsten Strömungen der deutschsprachigen Literatur vom 18. Jahrhundert bis zur Gegenwart. Dabei werden zum einen die Verfahren und Probleme bei der Abgrenzung verschiedener Epochen - Aufklärung, Empfindsamkeit, Sturm und Drang, Klassik, Romantik, Vormärz, Realismus, Naturalismus, Moderne, Literatur der Weimarer Republik, des Exils und nach 1945 - vorgestellt, zum anderen die Karriere der verschiedenen literarischen Gattungen innerhalb der literaturhistorischen Entwicklung verfolgt. Auf diese Weise vermittelt der Kurs das zentrale Grundlagenwissen für eine historisch und ästhetisch angemessene Einordnung der im weiteren Studienverlauf zu analysierenden literarischer Texte. Gleichzeitig wird die Entstehung des Projekts nationalsprachliche Literatur- und Gattungsgeschichte im 19. Jahrhundert rekonstruiert und kritisch beleuchtet."

Danke, Uli, das hatte ich mir natürlich auch schon reingezogen und daraufhin versucht, mir einen Überblick zu verschaffen.
Da ich dann auf unterschiedliche Angaben in unterschiedlichen Quellen stieß, dachte ich, ich könnte hier mal nach einer verbindlichen Quelle fragen.
Naja, aber wir haben ja nun erörtert, dass wir geduldig auf die Studienbriefe warten werden..... :tuedelue: Und da Geduld ja eine meiner Stärken ist..... :D

Viele liebe Grüße
Lucky
:winke

@Lucky: Geduld bringt Rosen!:)

Angelika hat es, denke ich, treffend beschrieben. Ich stelle mir vor, dass es weniger um konkrete Daten, als um Zusammenhänge und Entwicklungen geht und dass man verschiedene Texte den Epochen sicher zuordnen lernt (sofern das möglich ist - da gibt es ja immer mal wieder den einen oder anderen "Sonderfall" - aber auch den dann zu erkennen, zeigt, dass man die Epochen richtig gelernt hat).

Ansonsten wird Dir Hagen schon eine Zeitschiene umbinden, die für Dich dann in diesem Fall verbindlich sein sollte ;)!