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Nach FH-Bachelor Master an FU Hagen

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Nach FH-Bachelor Master an FU Hagen

Hallo,

ich studiere derzeit Elektrotechnik auf Bachelor an der HTW des Saarlandes.

Da ich, wenn ich fertig bin schon 27 Jahre alt sein werde und ich so schnell wie möglich wieder in die Arbeitswelt möchte, habe ich mir bereits in der jetzigen noch frühen Phase meines Studiums für später folgende Option überlegt:

Ich würde nach meinem Bachelor arbeiten gehen und dann ein Fernstudium der Elektrotechnik an der FU Hagen beginnen.
Ich habe bereits meine FH-Reife per Fernstudium gemacht (was bestimmt nicht annähernd mit einem richtigen Fernstudium gleichkommt, ich mir es jedoch sehr gut vorstellen kann, solch ein richtiges Fernstudium auch durchzuziehen).
Das hätte für mich den Vorteil, dass ich bereits anfangen könnte mein Bafög abzubezahlen und auch schon Berufserfahrung sammeln könnte, so dass ich mich nach Abschluss des Master-Studiums auch für andere Positionen und Jobs bewerben könnte.
Ausserdem ging es mir wohl so schon min. 2 Jahre eher finanziell wieder etwas besser als jetzt!

Erstmal würde es mich interessieren, wie ihr diese Option findet und ob das vielleicht schon jemand ähnlich gemacht hat und wie es euch dabei ergangen ist?

Eine Unsicherheit habe ich jedoch:

Mir ist bewusst, dass an der Uni andere Voraussetzungen gelten als an einer FH, vor allem was die Grundlagen betrifft.
Und genau das ist der Grund, weshalb ich mich bereits in dieser frühen Situation meines Studiums (2./3. Semester) mit dieser Option beschäftige, da es mir so möglich wäre mich frühzeitig auf die Anforderungen der Uni vorzubereiten, eben indem ich das ein oder andere Thema zu Hause noch weiter vertiefe oder indem ich eben in meiner Freizeit und in den Ferien mich auch mit anderen Themen beschäftigen kann, die eben nicht zum FH-Plan dazugehören.
Und daher komme ich jetzt auf euch zu sprechen (insbesondere die Leute mit FH-Bachelor oder FH-Diplom) um zu erfahren, in welchen Fächern ihr die größten Unterschiede erwartet oder merkt (ich nehme mal an, dass Mathe auf jeden Fall dazu gehört) und welche Themengebiete man entsprechend vorher schon vertiefen sollte!

Bin auf jeden Fall für alle Tipps, Anmerkungen, Anregungen, etc. sehr dankbar!

Comments

Gruwe wrote:

Hallo,
... Mir ist bewusst, dass an der Uni andere Voraussetzungen gelten als an einer FH, vor allem was die Grundlagen betrifft.

... (ich nehme mal an, dass Mathe auf jeden Fall dazu gehört) und welche Themengebiete man entsprechend vorher schon vertiefen sollte!


Du hast es ja schon angesprochen: Mathematik, Mathematik, Mathematik

Mit "Papula's FH-Ingenieurmathematik" kommst du hier nicht weit.

Besorge dir die 6 Bände "Höhere Mathematik für Ingenieure" von Burg/Haf/Wille und arbeite die durch. Konzentriere dich auf deine Themengebiete an der FH. Alles andere ergibt sich dann.

Ok, danke für den Tipp! Werde ich mir mal besorgen.

Und was ist mit den sonstigen Fächern? Physik? Grundlagen E-Technik, etc?

Gruwe wrote:


... weshalb ich mich bereits in dieser frühen Situation meines Studiums (2./3. Semester) mit dieser Option beschäftige, da es mir so möglich wäre mich frühzeitig auf die Anforderungen der Uni vorzubereiten, eben indem ich das ein oder andere Thema zu Hause noch weiter vertiefe oder indem ich eben in meiner Freizeit und in den Ferien mich auch mit anderen Themen beschäftigen kann, die eben nicht zum FH-Plan dazugehören.\


Wenn du im 2. oder 3. Semester im Bachelor bist, dann solltest du dir über das Masterstudium nicht zuviel Gedanken machen.
Wie gesagt, lerne die Dinge die du jetzt im Studium benötigst und wenn du dann noch Zeit hast, erweitere deinen Mathe-Horizont. Es hat wenig Sinn sich mit Dingen zu beschäftigen, die du momentan noch nicht benötigst. Das einzige was dann dabei heraus kommt, ist, du verzettelst dich im FH-Studium.
Mit Mathematik bist du immer auf der richtigen Seite, sei es im FH-Bachelor oder im Uni-Master. Sich mit anderen zusätzlichen Fächern zu beschäftigen wäre momentan nur BLÖDSINN.

Denke auch daran, du benötigst für die Zulassung zum Master eine Gesamtnote von "gut"
Strebe die Note an und dann wird es mit dem Master auch klappen !

Noch ein Tipp: Ein junger Mann sollte auch noch etwas anderes machen als nur Lernen :) :cool

Tops wrote:


Mit Mathematik bist du immer auf der richtigen Seite, sei es im FH-Bachelor oder im Uni-Master.\

Jo, das ist klar.
Bin halt ab und an ein bisschen übereifrig!


Denke auch daran, du benötigst für die Zulassung zum Master eine Gesamtnote von "gut"
Strebe die Note an und dann wird es mit dem Master auch klappen !\

Diese Note gibts auch bei uns an der FH für den E-Technik Master.
Da das von Anfang an klar war, seh ich nun auch kaum ein Problem damit, diese Note zu erreichen, da bisher meine Klausuren immer mit 1,x benotet wurden


Noch ein Tipp: Ein junger Mann sollte auch noch etwas anderes machen als nur Lernen :) :cool:

Wie? Was solls denn sonst noch geben, was ich so machen könnte?

Nee, Spaß beiseite:

Ich sehe, dass du 2 Master hast!
Wie schwierig fandest du es denn, vor allem bezüglich der Belastung neben dem Beruf? Oder hast du Vollzeit gemacht?
Wie bist du zurecht gekommen und hast du die Regelstudienzeit eingehalten?

Gruwe wrote:


Ich sehe, dass du 2 Master hast!
Wie schwierig fandest du es denn, vor allem bezüglich der Belastung neben dem Beruf? Oder hast du Vollzeit gemacht?
Wie bist du zurecht gekommen und hast du die Regelstudienzeit eingehalten?


Also erst einmal habe ich noch nicht 2 Mastertitel (schön wäre es :)), sondern bin in 2 Masterstudiengängen eingeschrieben.
Ich bin Physikingenieur und mache den/die Master eigentlich eher als Hobbystudium in Teilzeit. Da ich in meinem Erststudium (vor langer Zeit :feiff:) diese Präsenzveranstaltungen im Hörsaal immer gehasst habe, ist diese Art des Studiums an der FernUni für mich sehr angenehm.

Regelstudienzeiten halten hier wohl nur die wenigsten ein. Die berufliche Belastung schlägt sich natürlich auf das Lernpensum aus. Viele haben auch eine Familie und die muss natürlich auch zu ihren Recht kommen.

Tops,

bin mal deinem Ratschlag nachgegangen und hab mir 2 Bücher aus besagter Reihe mal ausgeliehen: 1. Analysis und 2. Lineare Algebra.
Sollte für den Anfang mal reichen denk ich!

Kennst du noch ein gutes, reines Übungsbuch dazu, das du empfehlen kannst?

Du scheinst es ja wirklich wissen zu wollen ;)

Ich hatte zwar geschrieben das die Papula’s für ein weiterführendes Studium in den Ingenieurwissenschaften an einer Universität nicht unbedingt ausreichen, finde die Bücher aber zum Einstieg in die Ingenieurmathematik trotzdem unübertroffen. Du solltest dich also in diesen 3 Bänden von Papula schon gut auskennen bevor du dann in höhere Gefilde steigst. Wenn du darüber hinaus noch den [U]"Prüfungstrainer Mathematik"[/U] für FH-Ingenieure von Claus Wilhelm Turtur ohne Probleme durchrechnen kannst (alle Aufgaben sind darin vollständig gelöst), sehe ich auch keinen Grund weshalb du nicht weiterführende Bücher in Mathematik jetzt schon lesen solltest.

Die 6 Bände HMI von Burg/Haf/Wille aber bitte erst danach anfangen!!! Band 1 und 2 sind zwar noch human aber dann ......
Mit Band 6, "Funktionalanalysis und Partielle Differentialgleichungen" wirst du sicherlich nicht zurecht kommen und sollst es momentan auch noch gar nicht.

Das Problem ist auch, dass es für Uni-Ingenieure nicht soviel Mathematikbücher gibt, die ohne viel Aufwand lesbar sind und nicht zu tief in die reine Mathematik gehen.

Ein leicht verständliches und kurzgefasstes Buch ist "Rechenmethoden der Physik" von Kallenrode. Da kannst du dir schon mal die Partiellen DGL’s anschauen. Das ist ein Buch, dass man schnell nebenbei durchlesen kann.

Du kannst dir auch alle weiterführenden Mathebücher anschauen die speziell für Physiker geschrieben worden sind, da Ingenieure der Elektrotechnik und Physiker fast die gleiche Mathematik hören müssen.

In denke aber, die HMI 1 - 6 ist schon das Beste was es für Uni-Ingenieure gibt. Nicht zu heftig aber auch nicht zu trivial. Nur eben 6 Bände a' ~ 500 Seiten brauchen ihre Zeit.

Eine gute Aufgabensammlung / Übungsbuch, speziell für Elektrotechnikingenieure, (allerdings nicht mehr käuflich zu erwerben) sind die 2 Bände [U]"Höhere Mathematik für Ingenieure - Aufgabensammlung" von N.Herrmann[/U]. Alle Aufgaben sind darin auch vollständig gelöst.

Sehr gut und einfach gehalten sind auch die Bände von Furlan "Das gelbe Rechenbuch" Band 1 + 2 + 3. Viele durchgerechnete Aufgaben (DGL's, PDGL's, Vektoranalysis, Funktionentheorie)

Zum Abschrecken vielleicht noch "Analysis für Physiker und Ingenieure" von Jänich, aber das muss nicht sein, da dass schon in die richtige Mathematik geht und man die ersten beiden Bände von Jänich " Mathematik für Physiker 1 + 2 " gelesen haben sollte. :cool:

Ich denke, dass reicht erst einmal.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen. Vielleicht würde ein anderer sagen: "Alles Blödsinn, soviel Mathe braucht man gar nicht", aber da ich auch noch Mathematik studiere und im Erststudium auch alles mit Mathematik "erschlagen" habe, ist das jetzt alles etwas ausführlicher geworden.
Ich wollte dir aber keine Angst machen !

Viel Spaß und Erfolg

Hehe,

danke für deine umfangreiche Antwort!

Eigentlich wollte ich es so machen, dass ich zu den Themen, die wir in der Vorlesung durchnehmen zuerst mit dem Papula einen Einstieg mache und dann mit den anderen Büchern das dann vertiefe!

Und keine Angst, mit Mathe kann man mir kaum Angst machen.
Ich hatte von Anfang an vor, irgendwann im späteren Leben auch noch einen Mathe-Master oder so zu machen, aber dann eben nur wie du auch als Hobby weil ich Mathe schon immer geil fand. Wollte es nur nicht als Hauptstudienfach nehmen, da ich Mathe lieber in irgendeiner Anwendung benutze.
Da hatte ich noch nicht die Idee, bereits den E-Technik-Master per Fernstudium zu machen.

Nun gut, ich sollte wohl erstmal die Kirche im Dorf lassen und während meines Bachelors eben Mathe vertieft machen. Alles andere kommt dann in 1-2 Jahren.

Und wenn man mir mit irgendwas Angst machen kann, dann eben nicht mit Mathe sondern eher mit irgendwelchem Schlosserkram!

Nabend,

da möchte ich mich doch gleich mal kurz einklinken, weil ich sowas Ähnliches vorhabe, allerdings in Vollzeit...

Ich studiere im Moment an der FH Hannover Elektrotechnik im 3. Semester (Schnitt 1,3 bisher) und fühl mich irgendwie nicht ausgelastet, obwohl ja eigentlich gerade das Grundstudium so schwer sein soll...

Jetzt hab ich mir auch überlegt, hey, dann nutz die Zeit nicht für Fernsehen und Rumgammeln, sondern mach Mathe.

Meine Frage wäre da jetzt erstmal:

Braucht man das wirklich alles für den Master in Richtung regenerative Energie? Ich kann mir das irgendwie immer noch nicht vorstellen, dass alle Uni-Bachelorabsolventen diese ganze Mathematik so drauf haben.

Hab mal geguckt und gesehen, dass sowohl an der TU Braunschweig als auch an der RWTH Aachen die beiden Bände von Meyberg/Vachenauer empfohlen werden. Da ich mir die Bücher dann gleich kaufen will, machts da für mich schon nen Unterschied obs 2 Bücher für 70€ oder 6 Bücher 240€ werden.
Sind die Bücher denn ebenso zu empfehlen?

Vielen Dank schonmal...

doenis wrote:

Braucht man das wirklich alles für den Master in Richtung regenerative Energie? Ich kann mir das irgendwie immer noch nicht vorstellen, dass alle Uni-Bachelorabsolventen diese ganze Mathematik so drauf haben.

... die beiden Bände von Meyberg/Vachenauer empfohlen werden. Da ich mir die Bücher dann gleich kaufen will, machts da für mich schon nen Unterschied obs 2 Bücher für 70€ oder 6 Bücher 240€ werden.
Sind die Bücher denn ebenso zu empfehlen?


Ich kann nur für den Master in Photonik sprechen, und da ist die Mathematik schon sehr anspruchsvoll.

Sicherlich ist das mit der Ingenieur-Mathematik von mir etwas übertrieben worden, allerdings ist der Uni-Master ein anderes Kaliber als der FH-Master. Das wird sich aber wohl erst in einigen Jahren zeigen, wenn die ersten FH-Master an einer Uni promovieren wollen. Aber das ist eine andere Geschichte und wird wohl noch sehr spaßig werden ;), allerdings weniger für die FH-Master.

Die beiden Bände von Meyberg/Vachenauer sind schon "sehr heftig", wenn du schon jetzt damit klar kommst, Frage ich mich, warum Du an einer FH studierst.

Wie oben schon erwähnt, Ausgangspunkt sind die 3 Bände von Papula. Wer die drauf hat, hat die mathematischen Grundlagen parat und ist selbst in der Lage sich in diversen weiterführenden Büchern über (Ingenieur-) Mathematik die heraus zu picken die ihm zusagen.

Vielen Dank für die schnelle Antwort.

Nee drauf hab ich die beiden Bände natürlich absolut nicht, ich besitze sie ja noch nichtmal. Aber das wird sich jetzt wohl ändern (müssen)...

Welche Themengebiete werden denn in deinem Master in Richtung Photonik benötigt?

An einer FH studiere ich, weil ich keine volle HZB hab und mir im Hauptstudium Praxisbezug erhoffe. Die Theorie kann ich mir ja notfalls selbst anlesen, mit der Anwendung isses da schwieriger...

Zum Thema FH-Master und promovieren wollte ich aber noch sagen:
Genauso wie sehr gut staatl. gepr. Techniker ihren Bachelor an der FH problemlos packen und sehr gute Fachhochschüler an den TUs ihr Diplom packen, werden sicherlich auch spitzenmäßige Leute die den FH-Master mit sehr guten Noten abschließen eine Promotion durchstehen...

Nix für Ungut, ich halte Vieles für Ständedenken. Mit den staatl. gepr. Techniker macht mans ja genauso.
"Was ihr wollt an die FH? Das ist sooooooooo schwer und mathematisch, das packt ihr nie!" ;)

Hoffe ich hab mich jetzt nich zu unbeliebt gemacht...

doenis wrote:

Welche Themengebiete werden denn in deinem Master in Richtung Photonik benötigt?

Zum Thema FH-Master und promovieren wollte ich aber noch sagen:
... werden sicherlich auch spitzenmäßige Leute die den FH-Master mit sehr guten Noten abschließen eine Promotion durchstehen...

Hoffe ich hab mich jetzt nich zu unbeliebt gemacht...


Master Photonik: 1.) Theoretische und Technische Optik; 2.) Optoelektronik; 3.) Optische Übertragungstechnik; 4.) Mikrooptik und Nanooptik.

Ich denke, du hast da etwas missverstanden. Wahrscheinlich hatte ich mich auch etwas unglücklich ausgedrückt. Mit [COLOR=dimgray]***[/COLOR][COLOR=dimgray]Aber das ist eine andere Geschichte und wird wohl noch sehr spaßig werden ;), allerdings weniger für die FH-Master***[/COLOR] hatte ich folgendes gemeint:

Es geht nicht darum, dass gute FH-Absolventen es nicht schaffen können, sondern das es wohl wieder darauf hinaus läuft, dass viele Universitäten ungern FH-Master promovieren lassen (möchten). Es wird das gleiche Dilemma werden, wie vor vielen Jahren. Da durften auch einige FH-Diplom-Ingenieure mit einem sehr guten Durchschnitt an einer Uni ihren Doktor machen, aber es ist ihnen im Vorfeld so schwer gemacht worden, dass sie nach einiger Zeit das Handtuch geworfen haben. Muss ich noch deutlicher werden ?

Nach 3 Semestern FH-Bachelor kannst du dich natürlich mit den Spielregeln an deutschen Hochschulen noch nicht so gut auskennen. :cool:

Da die meisten hier im E-Technik Masterstudiengang ohnehin Diplom-Ingenieure von der FH sind, machst du dich natürlich nicht unbeliebt. :)

Ich kann dir nur raten, später an einer Universität den Master zu machen, da es mit dem FH-Master in jeglicher Beziehung wohl wieder "Schwierigkeiten" geben wird. Es ist halt das ewige Problem der FH-Absolventen, dass man denkt, sie seien "Akademiker Zweiter Klasse" und sind gerade einmal in der Lage den Satz des Pythagoras anzuwenden. Das ist aber nur mein persönlicher Eindruck und viele Uni-Professoren sind nette Leute die zum Glück nicht so negativ über uns FH-Ingenieure denken. Aber leider gibt es auch noch die anderen ... :mad:

Viel Erfolg !

Na das klingt ja erstmal recht ermutigend...

Eins würde mich aber noch interessieren.

Ich arbeite im Moment in Physik hauptsächlich mit dem Hallidy Physik - Bacheloredition und in Elektrotechnik mit den Büchern von Wilfried Weißgerber.
Kannst du mir sagen welches Level diese Bücher ungefähr darstellen?

Ist das ähnlich krass wie in Mathe zwischen Papula und Meyenberg/Vachenauer?

Das sind natürlich alles Bücher die gerne an einer FH für Ingenieure empfohlen werden.

Um auf deine Frage zu antworten: JA !

Der Halliday ist ein schönes Physikbuch für Biologen, Mediziner und Ingenieure mit Nebenfach Physik. Ich habe an einer FH Technische Physik studiert und da nimmt man die Bücher, die auch an der Uni für Physiker der Experimentalphysik empfohlen werden, z.B die DEMTRÖDER 1 - 4.
Das hat aber erst einmal nichts zu sagen, da man als Physikingenieur ohnehin eher zu den Physikern gezählt wird als zu den Ingenieuren.

Lasse dich aber jetzt nicht entmutigen. Ich war auch im FH Studium so drauf und wollte, bevor ich überhaupt richtig laufen konnte, schon am Hürdenlauf mit teilnehmen. Als ich mir dann mein erstes Buch über Theoretische Physik zugelegt hatte und es aufschlug, dachte ich, ich bekomme einen mit dem Hammer übergebraten. Heute ist die Theoretische Physik zwar immer noch heftig, aber lange nicht mehr so schwer wie damals.

Ich kann dir nur raten, lerne die Grundlagen vernünftig (Halliday, Weißgerber, etc.) und versuche nicht diese Schritte zu überspringen. Das endet höchstens mit einer unsanften Landung.

Deshalb rate ich dir momentan auch vom Meyenberg/Vachenauer ab. Lese lieber die 3 Papula's x-mal durch, dann sitzen die Grundlagen in Mathematik.

Der Halliday ist ein KLASSE BUCH, der ein Verständnis für Physik ohne hochtrabende Mathematik vermittelt.
Wichtiger als passives Lesen von Theorie ist ohnehin das Lösen von Aufgaben.
Wir haben in unserem Institut auch ab und an Bachelor Studenten der FH und denen empfehle ich immer die beiden großartigen neuen Bücher von Turtur (Prüfungstrainer Physik und Prüfungstrainer Mathematik).

Ich kann natürlich verstehen, dass man gerne die Abkürzung nehmen möchte und jetzt schon alles für das Masterstudium lernen will. Das geht aber meistens schief.

Ja da wirste Recht haben. War nur mal ganz interessant wo man so steht, als Fachhochschüler...

Allzu gut scheinbar dann doch nicht, deswegen kommen ja auch 2/3 der Ingenieure von der FH und nur ein Bruchteil von der TU

Ein Ingenieurstudium ist halt ein hartes Studium, egal ob an der FH oder an der TU. Die meisten Uni-Absolventen mit irgend einem Schmalspurstudium (BWL etc.) können das auch gar nicht nachvollziehen.

Tops wrote:

Es geht nicht darum, dass gute FH-Absolventen es nicht schaffen können, sondern das es wohl wieder darauf hinaus läuft, dass viele Universitäten ungern FH-Master promovieren lassen (möchten). Es wird das gleiche Dilemma werden, wie vor vielen Jahren. Da durften auch einige FH-Diplom-Ingenieure mit einem sehr guten Durchschnitt an einer Uni ihren Doktor machen, aber es ist ihnen im Vorfeld so schwer gemacht worden, dass sie nach einiger Zeit das Handtuch geworfen haben. Muss ich noch deutlicher werden ?

Das Thema hatte ich auch durch: Bevor man ueberhaupt anfragen darf, musste man erstmal noch 1,5 Jahre Zusatzstudium an einer Uni absolvieren. Allerdings nicht Mathe sondern Themen aus der Elektrotechnik. Die wollte ich nach meinem Diplom in Teilzeit hier an der FernUni machen. Aus beruflichen Gruenden musste ich dann aber abbrechen.. Meine Professorin an der FH meinte auch, dass es schwer werden wird, an einer Uni einen Doktorvater zu finden.

Bei den ganzen vorherigen Beitraegen wurden zwar Buecher besprochen. Aber bevor hier das Geld zum Buchladen getragen wird, habt Ihr denn ueberhaupt schon einmal in einen Mathekurs der FernUni reingeschaut? Bevor Ihr die Buecher kauft, schaut doch erstmal in Eurem Studienzentrum vorbei und fragt nach den Kursen.

Ein anderer Weg zum vorbereiten auf das Masterstudium: Wenn Ihr die Wissensluecken auffuellen wollt, koennt Ihr Euch auch in die Mathekurse als Akademiestudent einschreiben. So erlebt Ihr schon den Alltag als Fernstudent und Ihr werdet beim Lernen betreut.

Ich habe ein FH-Diplom in Energietechnik und kenn' auch nur den Papula. Da ich hier einen Master in Informatik anstrebe, wollte ich auch meine Wissensluecken in Mathe fuellen. Vorallem weil mein Grundstudium schon ueber 10 Jahre zurueckliegt. Also hab' ich mich in die Mathekurse des Informatik-Bachelor eingeschrieben. Im Masterstudium der Informatiker gibt es keine Mathekurse mehr. Aber bis auf die staendigen Beweise, waren die Mathekurse nur eine Wiederholung der FH-Mathematik Da war ich dann doch etwas ueberrascht und hab' mir die Mathekurse der ausgelaufenen Diplomstudiengaenge besorgt. Da sieht es schon ganz anders aus: So hatte ich dann den Eindruck, dass die Anforderungen an Mathe stark zurueckgefahren wurden. Also macht Euch nicht wild. Das Studium ist kein Spaziergang, aber auch von FH-Absolventen mit Fleiss und Ausdauer zu schaffen.

Also ich hab mich da jetzt auch nochmal ein bißchen umgehört in der Hinsicht und es sieht wohl bei uns so aus, dass jedes Semester einige Diplom-Ingenieure unserer FH ihren Master an unserer hiesigen Uni beginnen. Das sagt zumindest unser Dekan...

Und ein ehemaliger Student an "meiner" FH macht jetzt gerade seinen Doktor bei seinem FH-Prof., der allerdings wiederum von einem Uni-Prof. "überwacht" wird. Scheint also alles zu funktionieren und wirklich weniger wild zu sein, wenn man sich an die richtigen Leute hält...

Bücher werd ich mir glücklicherweise nicht kaufen müssen, war in unserer Bibliothek und hab gesehen, dass sowohl in Mathe als auch in Elektrotechnik so ziemlich alle Bücher vorhanden sind, die hier empfohlen werden...

Aber ich glaube, dass ich im Sommer dann doch eher Sport mache und mich an den See lege, als mich mit Höherer Mathematik für den Master zu beschäftigen

Quote=doenis;511344]Nabend,

da möchte ich mich doch gleich mal kurz einklinken, weil ich sowas Ähnliches vorhabe, allerdings in Vollzeit...
[/quote]

Hallo doenis,

wie genau meinst du das?
Du möchtest nach dem Bachelor also ein Fernstudium in Vollzeit machen oder möchtest du ein Präsenzstudium an der Uni Hagen machen?
Oder versteh ich das ganz falsch?

Btw warum lässt du dich eigentlich nicht mehr im Uni-Protokolle Forum blicken?

Rene K. aus AB wrote:


Aber bevor hier das Geld zum Buchladen getragen wird, habt Ihr denn ueberhaupt schon einmal in einen Mathekurs der FernUni reingeschaut? Bevor Ihr die Buecher kauft, schaut doch erstmal in Eurem Studienzentrum vorbei und fragt nach den Kursen.\

Ja, da hab ich schon mal reingeschaut. Interessant wäre es auch, als Akademiestudent einige Kurse des Mathe-Bachelors zu belegen, vor allem dann, wenn man sich eh für Mathe interessiert so wie z.B. ich!
Welche Module/Kurse empfehlen sich denn da besonders als Ingenieur die auch die FH-Mathematik ergänzt?

Das ganze Gerede, speziell von Tops, bezüglich FH-Bachelor, Uni-Master, FH-Master usw. geht voll am Thema vorbei und unterstreicht nur das alte Standesgehabe zwischen FH und Uni. Wenn jemand was drauf hat, hat er was drauf egal ob er an einer Uni studiert hat oder an einer FH. Ich habe univ. Ingenieure gesehen die weniger konnten als ein Techniker und FHler die jeden Dr.-Ing. in die Tasche stecken!
Ich hatte auch "nur" ein FH Diplom bevor ich den Master machte und noch dazu in einer anderen Fachrichtung (Maschinenbau), Probleme haben sich aber nie ergeben. Ich fand den Master sogar leichter als mein FH Studium! Und deshalb mein Rat an alle Bachelor, egal ob FH oder univ. die den Master machen wollen: lasst euch nicht verunsichern, ihr habt die passenden Voraussetzungen und den Uni-Master zu machen ist keine Zauberei! ...eine Menge Fleiß und Selbstdisziplin braucht's allerdings schon!

Quark wrote:

... unterstreicht nur das alte Standesgehabe zwischen FH und Uni. Wenn jemand was drauf hat, hat er was drauf egal ob er an einer Uni studiert hat oder an einer FH. Ich habe univ. Ingenieure gesehen die weniger konnten als ein Techniker und FHler ...
Ich hatte auch "nur" ein FH Diplom bevor ich den Master machte ...


Es war nicht meine Absicht hier irgendwelchen Standesdünkel wieder aufleben zu lassen. Wäre auch etwas blödsinnig, da ich selbst FH-Ingenieur bin. Wenn du meine Beiträge aufmerksam gelesen hättest, wäre dir aufgefallen das ich gerade dieses alte Standesgehabe provokativ zum Überdenken freigegeben habe.
Ich denke, jeder kennt irgendwelche Univ. Ingenieure die weniger können als ein Techniker oder ein FH-Ingenieur, aber darum geht es hier gar nicht.
In einigen Bereichen habe ich mich wohl etwas zu weit aus dem Fenster gelehnt, dass war aber nur im Interesse aller zukünftigen "Master" und ist auch von den Angesprochenen nicht missbillig worden.

Darf ich kurz fragen ob du deinen Master an der FernUni gemacht hattest?