Eine kleine Frage, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen:
Warum resultiert anhaltendes Wachstm, wenn man bei einer Prod.funktion F(K)=AK die Sparquote größer als die Abschreibungsrate wählt??
Eine kleine Frage, vielleicht kann mir jemand weiterhelfen:
Warum resultiert anhaltendes Wachstm, wenn man bei einer Prod.funktion F(K)=AK die Sparquote größer als die Abschreibungsrate wählt??
Grüsse
Jo
Also mal versuchen.
Die Investitionen resultieren aus den Ersparnissen. Im Gleichgewicht gilt ja S=I. Nun reduzieren die Abschreibungen den bestehenden Kapitalstock und die Investitionen erhöhen den bestehenden Kapitalstock.
Also ist dK=I-Abschreibungen.
Es gilt die fundamentale Bewegungsgleichung mit
dk*N = s*f(k) - (n+delta)*k
Der erste Term steht für die tatsächlichen Investitionen, der zweite Term für die für Vollbeschäftigung notwendigen Investitionen. Unter der Annahme eines konstanten Bevölkerungswachstums n und einer Sparquote größer den Abschreibungen, ist der erste Term größer als der zweite.
D.h. die tatsächlichen Investitionen sind größer als die notwendigen. Die Kapitalintensität k wächst.
Die Wirtschaft wächst bis zu k(opt) und ist dann im steady state.
Ich hoffe das war einigermaßen verständlich und nicht zu verwirrt.
Danke für deine Antwort, aber mir ging es um die neue Wachstumstheorie, nicht um die neoklassische.
Dort ist die Produktionsfunktion nur abhängig vom Kapital (Sachkapital, Humankapital) und nicht von der Kapitalintensität k.
Daher ist dann annahmegemäß die Grenzproduktivität des Kapital nicht fallend, sondern konstant.
Und ich verstehe eben nicht, weshalb dann die Sparquote>Abschr.quote sein muss, damit langfristig anhaltendes Wachstum folgt...
die fundamentale Bewegungsgleichung wird abgewandelt, es gilt eine Produktionsfunktion Y=AK
die Bewegungsgleichung verändert sich zu
k(dach)=s*A-(n+delta)
Der erste Term beschreibt die tatsächliche Entwicklung der Kapitalausstattung, der zweite Term den Werteverzehr durch den Bevölkerungszuwachs und die Abschreibungen.
Die Kapitalintensität kann nur wachsen, also k(dach) positiv sein, wenn der erste Term größer dem zweiten Term ist. Den nur dann ist die Erweiterung der bestehenden Kapitalaussstattung größer als der "Werteverzehr". Nur dann kann Kapitalakkumulation stattfinden, was die Bedingung für eine positive Wachstumsrate ist.
Kannste mir noch sagen, ob k(dach) die Wachstumsrate der Kapitalintensität oder des Kapitalstocks ist? Wie kommst du überhaupt auf diese Bewegungsgleichung?
Kannste mir noch sagen, ob k(dach) die Wachstumsrate der Kapitalintensität oder des Kapitalstocks ist? Wie kommst du überhaupt auf diese Bewegungsgleichung?
Comments
eb1969
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View profileAlso mal versuchen.
Die Investitionen resultieren aus den Ersparnissen. Im Gleichgewicht gilt ja S=I. Nun reduzieren die Abschreibungen den bestehenden Kapitalstock und die Investitionen erhöhen den bestehenden Kapitalstock.
Also ist dK=I-Abschreibungen.
Es gilt die fundamentale Bewegungsgleichung mit
dk*N = s*f(k) - (n+delta)*k
Der erste Term steht für die tatsächlichen Investitionen, der zweite Term für die für Vollbeschäftigung notwendigen Investitionen. Unter der Annahme eines konstanten Bevölkerungswachstums n und einer Sparquote größer den Abschreibungen, ist der erste Term größer als der zweite.
D.h. die tatsächlichen Investitionen sind größer als die notwendigen. Die Kapitalintensität k wächst.
Die Wirtschaft wächst bis zu k(opt) und ist dann im steady state.
Ich hoffe das war einigermaßen verständlich und nicht zu verwirrt.
Gruß
EB
eb1969
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View profileoh je, zweimal gepostet...
Hannes1
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View profileDanke für deine Antwort, aber mir ging es um die neue Wachstumstheorie, nicht um die neoklassische.
Dort ist die Produktionsfunktion nur abhängig vom Kapital (Sachkapital, Humankapital) und nicht von der Kapitalintensität k.
Daher ist dann annahmegemäß die Grenzproduktivität des Kapital nicht fallend, sondern konstant.
Und ich verstehe eben nicht, weshalb dann die Sparquote>Abschr.quote sein muss, damit langfristig anhaltendes Wachstum folgt...
eb1969
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View profileOk,dann also die neue Wachstumstheorie, sorry.
die fundamentale Bewegungsgleichung wird abgewandelt, es gilt eine Produktionsfunktion Y=AK
die Bewegungsgleichung verändert sich zu
k(dach)=s*A-(n+delta)
Der erste Term beschreibt die tatsächliche Entwicklung der Kapitalausstattung, der zweite Term den Werteverzehr durch den Bevölkerungszuwachs und die Abschreibungen.
Die Kapitalintensität kann nur wachsen, also k(dach) positiv sein, wenn der erste Term größer dem zweiten Term ist. Den nur dann ist die Erweiterung der bestehenden Kapitalaussstattung größer als der "Werteverzehr". Nur dann kann Kapitalakkumulation stattfinden, was die Bedingung für eine positive Wachstumsrate ist.
Hannes1
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View profileSuper Erklärung, danke!!!
Kannste mir noch sagen, ob k(dach) die Wachstumsrate der Kapitalintensität oder des Kapitalstocks ist? Wie kommst du überhaupt auf diese Bewegungsgleichung?
Danke!!!
eb1969
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View profileSteht im Skript im Anhang.