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Ohne Worte

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Ich nenne den Fred mal so.
Ich mag auch zu Japan nicht viele Worte machen, da ich einige Leute kenne, die grade evakuiert werden...

Aber dieses Bild s.u. konnte ich mir nicht verkneifen einzustellen.

[URL="https://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/politik/greenpeace-besucht-die-cdu/1968518.html?p1968518=4#image"]Fotoreportage: Greenpeace besucht die CDU - Fotostrecken - Mediacenter - Tagesspiegel[/URL]

Comments

Ich finde es gut, dass die abgeschaltet sind/werden.
Zwar kann bei uns das Zusammenwirken von Erdbeben und Tsunami nicht passieren. Aber auch mehrere unserer AKWs liegen auf Erdverwerfungen oder wie sich das schimpft. Klar sind die dafür ausgelegt aber das waren die in Japan auch. Hat nur keiner damit gerechnet, dass das Beben stärker sein könnte.
Es muss ja noch nicht mal ein Erdbeben sein. Wenn der Strom hier ausfällt dann können da die gleichen Sachen passieren. Oder durch Stürme, was weiss ich.
Und die Leute müssen da ja trotzdem weiter arbeiten. Ist ja nicht so, als wenn die alle nach Hause gehen nur weil das Ding keinen Strom mehr ans Netz liefert.

Dass man über den Ausstieg jetzt neu diskutiert finde ich gut. Wenn auch was dabei rumkommt (und besser nicht eine noch längere Laufzeitverlängerung :D)

Das hundertprozent sichere Atomkraftwerk gibt es schlichtweg nicht. Es kann immer eine Situation oder Verkettung unglücklicher Ereignisse eintreten, mit der so niemand gerechnet hat. Die Natur ist eben nicht völlig kalkulierbar und hält sich nicht an von Menschen berechnete Risikowahrscheinlichkeiten. Egal ob in Japan, in Deutschland oder sonstwo.
Und zu meinen, dass bei uns die Situation ja eine ganz andere wäre und man das alles nicht vergleichen könne, greift meiner Meinung nach zu kurz. Denn in unserer globalisierten Welt tragen wir alle mehr oder weniger die finanziellen, politischen und ökologischen Folgen... Und auch die Strahlung hält sich nicht an Landesgrenzen.

P.S. Ich persönlich finde es gut, dass wir in Österreich keine Atomkraftwerke haben. Und ich fände es noch besser, wenn auch unsere Nachbarländer ihre Atomkraftwerke abschalten und sich alternative Energiequellen erschließen würden...

Ich denke, wir sollten uns nicht zu sehr in Sicherheit wiegen - vermutlich hat man in Japan nach Tschernobyl auch geglaubt," das in Russland hat nichts mit uns zu tun". (Wobei ich keineswegs den Reaktor in Tschernobyl mit den Japanischen Reaktoren vergleichen will.) Das Restrisiko der Atomenergie verursacht mir - nicht erst seit Tschernobyl - Unbehagen und ich wäre froh, wenn diese von den Politikern nicht nur als "Auslaufmodell" bezeichnet, sondern auch als solches behandelt würde.

Das das Atomkraftwerk in Japan nun vor die Hunde geht, hat nicht nur mit den Naturkatastrophen zu tun, sondern auch mit der Misswirtschaft von Telco, die ja anscheinend einige Störfälle einfach mal vertuscht haben.

Würde mal davon ausgehen, dass es hier auch einige Störfälle gab die einfahc mal vertuscht wurden. Macht sich schließlich nicht gut für den Ruf der Atomkraft.

Schalten wir die AKW´s hier ab und kaufen dann Atomstrom aus Russland ein, weil es da so sicher ist.. wo ist da der Sinn? Ist das moralisch sauberer als unsere in Schuss zu bringen und sie unter strengen Kontrollen laufen zu lassen?

Das ist natürlich auch keine Lösung. Da wir aber im Moment sowieso noch Strom exportieren, können wir die ersten Kraftwerke mal abschalten.

Sollen wir nun die Lüneburger Heide mit Windrädern vollkleistern? Offshore-Windräder sind ja auch nicht toll, wegen dem Lärm den sie produzieren und damit die Meeresfauna stören. Man kann gegen alles Argumente finden

Nein, sollte man nicht. Hier in der Ecke wird auch grad heiss über Windkraft diskutiert. Der vielleicht bald schnellere Ausstieg aus der Atomkraft bewirkt aber vielleicht, dass Technologien der erneuerbaren Energien weiter entwickelt werden, sodass Flora und Fauna nicht so viel in Mitleidenschaft gezogen werden.
Aber ganz ehrlich. Lieber hab ich, dass der was-weiss-ich-Vogel sich ein neues Plätzchen sucht, als dass tausende von Kilometern strahlungsversucht sind für was weiss ich wie viele Jahre.

grad nicht hier in Deutschland.

Das sagten die Japaner auch von ihren Kraftwerken.

Wie völlig idiotisch Atomkraft ist, kann man zB bei diesem Interview mit dem Philosophen Liessmann lesen: [url=https://derstandard.at/1297820244789/Liessmann-im-STANDARD-Interview-Energiehunger-der-Welt-hat-fast-pathologische-Zuege]"Energiehunger der Welt hat fast pathologische Züge" - Welt - derStandard.at › Wissenschaft[/url]

und das Thema Endlager wird uns ja auch noch etliche Jahrhunderte beschäftigen. Darüber das Japan kein Endlager hat und auf Wiederaufbereitung setzt, wir hier auch nicht wissen wohin mit dem Zeug und ganz zuschweigen von anderen Ländern, wer spricht denn davon...

Dazu fällt mir spontan Franz Jonas mit seinem Werk "Das Prinzip Verantwortung" ein... da ging es ihm Ende der 70er Jahre schon darum, ob und wie eine hochtechnologisierte Zivilisation mit den unkalkulierbaren, weitreichenden und möglicherweise dann nicht mehr beherrschbaren Folgen der Technik überhaupt umgehen kann. Hat bis heute nichts von seiner Aktualität verloren. Und bis heute ist die Frage ungelöst und verschließen wir die Augen vor der Frage der "Verantwortungsethik".

leider musste wiedereinmal so etwas schreckliches passieren, aber ob es diesmal reicht, dass die menschheit/politiker umdenken ist die nächste frage. tschernobyl wurde meiner meinung nach auch wieder viel zu schnell vergessen und unter den teppich gekehrt.

MollyleiN wrote:

Ich finde das Abschalten der AKW´s in Deutschland mal wieder einen Schnellschuss. Was in Japan passiert ist sehr, sehr tragisch und eine Katastrophe ohne Gleichen, aber das hat nichts mit den AKW´s hier zu tun. Das geht nu wieder "husch husch" und an die steigenden Kosten der Energie und die Arbeitsplätze, die dadurch nu in Gefahr sind, denkt mal wieder keiner. Wir haben hier keine Tsunamis und auch nicht so starke Erdbeben. Das ist ein Vergleich von Äpfel und Birnen und ich kann nur den Kopf schütteln, was da nu wieder zusammen gezimmert wird.

Gestern war bei Beckmann ein Meteorologe, der Folgendes meinte: Wir haben zwar keine Tsunamis und Erdbeben, aber durch Dürremonate wie 2003, in denen es monatelang kaum regnet, können die Pegelstände der zur Kühlung notwendigen Flüsse stark absinken - bei Flutkatastrophen kann das Gegenteil passieren und die AKWs ähnlich in die Bredouille kommen.

Außerdem ist der Atomstrom nur deshalb so billig, weil der Steuerzahler für die "Endlagerung" zur Kasse gebeten wird. Da zahlen die AKW-Betreiber nämlich NIX dafür. Ist also eine schöne Verbraucher-Veräppelung, die seit Jahrzehnten so betrieben wird. Wären die Betreiber für die Entsorgung finanziell verantwortlich, wären die Preise wesentlich höher. Somit zahlen wir also doppelt - für den Atomstrom UND für die Endlagerung, die sowieso keine ist.

Ich war gestern mit meinem Ältesten in Köln auf der Demo und am 26. geht die ganze Familie.
Natürlich wird eine Katastrophe wie in Japan in Deutschland nicht passieren, dafür gibt es aber genug andere Risiken. Das Problem mit AKWs ist eben, daß wenn etwas schief geht die möglichen Folgen so weitreichend und katastrophal sind wie bei nichts anderem.

vittoriacolonna wrote:

Gestern war bei Beckmann ein Meteorologe, der Folgendes meinte: Wir haben zwar keine Tsunamis und Erdbeben, aber durch Dürremonate wie 2003, in denen es monatelang kaum regnet, können die Pegelstände der zur Kühlung notwendigen Flüsse stark absinken - bei Flutkatastrophen kann das Gegenteil passieren und die AKWs ähnlich in die Bredouille kommen. \

Genau das ist der Punkt! Das Erdbeben war der Ausloeser - die fehlerhafte bis mangelnde Kuehlung das daraus resultierende Problem.
Erdbeben und/oder Tsunamis sind hier unwahrscheinlich - aber es gibt durchaus andere Szenarien (Ob Unfaelle, Naturkatastrophen oder Anschlaege sei mal dahingestellt), die uns in eine vergleichbare Situation bringen koennten.

AKW´s mit dem Argument zu verteidigen, dass wir in einem erdbebensicheren Gebiet leben wuerden, ist zu kurz gedacht...

Gruss

der ubbe

ubbe wrote:


AKW´s mit dem Argument zu verteidigen, dass wir in einem erdbebensicheren Gebiet leben wuerden, ist zu kurz gedacht...

Dem - und auch den meisten anderen Beiträgen hier - kann ich mich nur anschließen. Kernenergie ist in letzter Konsequenz nicht beherrschbar. Und Störfälle bis hin zum Super-GAU können überall auftreten. Schon allein, weil sich menschliches Versagen (und auch Nachlässigkeit) nie hundertprozentig ausschließen lässt. Gar nicht zu reden von Naturkatastrophen, Stromausfällen und Terroranschlägen.

Ich wäre mehr als froh, wenn das Gesetz zur Laufzeitverlängerung von der jetztigen Regierung restlos rückgängig gemacht würde. Und nicht nur, wie zu vermuten ist, nur bis nach den nächsten Wahlen ausgesetzt wird, um keine Wählerstimmen zu verlieren.

MollyleiN wrote:

Dann sollten sie das nicht hals über kopf tun, sondern das auf einen soliden fuß stellen ..
sie wissen ja nicht einmal, ob das rechtens ist, was sie da machen und das zeigt meiner meinung nach, wie überstürtzt das nun ist. atomausstieg kann ja eine tolle sache sein, wenn man tragbare alternativen hat und es nicht zu einer enormen verteuerung der energiekosten führt.

Wir produzieren eh zuviel Strom jeden Tag! Der höchste Verbrauch liegt bei ca. 80 Gigawatt - produziert werden meist 140 Gigawatt täglich. Wenn mal ein paar AKWs jetzt abschaltet, bringt uns das nicht in Schwierigkeiten. Und zu den Preisen - siehe unten ;))

Ich bin gespannt auf die Hessen-Wahl am 27.3. - da wird sich der Bürgerwille sicher deutlich zeigen!

[url=https://www.tagesspiegel.de/berlin/brandenburg/wo-die-ddr-bis-heute-strahlt/3954156.html]Das Erbe der Atomenergie: Wo die DDR bis heute strahlt - Brandenburg - Berlin - Tagesspiegel[/url]

vittoriacolonna wrote:

Wir produzieren eh zuviel Strom jeden Tag! Der höchste Verbrauch liegt bei ca. 80 Gigawatt - produziert werden meist 140 Gigawatt täglich. Wenn mal ein paar AKWs jetzt abschaltet, bringt uns das nicht in Schwierigkeiten. Und zu den Preisen - siehe unten ;))\

Genau. Und, wenn die gerade anvisierten 7 AKWs abgeschaltet sind, produzieren wir immer noch einen kleinen Überschuss. Wir werden nicht plötzlich im Dunkeln stehen.

Hier mal ein regeneratives Energiekonzept für BW vom Fraunhofer ISE:

[url=https://www.ise.fraunhofer.de/presse-und-medien/presseinformationen/presseinformationen-2011/erneuerbare-energien-ersetzen-atomkraft-fraunhofer-ise-empfiehlt-regeneratives-energiekonzept-fuer-baden-wuerttemberg]Erneuerbare Energien ersetzen Atomkraft - Fraunhofer ISE empfiehlt regeneratives Energiekonzept für Baden-Württemberg — Fraunhofer ISE[/url]

MollyleiN wrote:

glaubst du denn, dass wir die steuern dann nicht mehr zahlen müssen? dann kommt zu diesen kosten noch der extrapreis für den nicht-atomstrom drauf. ich denke schon, dass energie nun teurer wird und das nicht zu knapp.

So wie wir heute mit Energie umgehen, wird das in einigen Jahrzehnten nicht mehr möglich sein.Dass jeder allein in einem Auto sitzt,, die Städte taghell erleuchtet sind etc. etc. etc. ....

balina wrote:

, die Städte taghell erleuchtet sind etc. etc. etc. ....


Was mich da ja am meisten nervt: Supermärkte, Einkaufszentren sind ja rund um die Uhr voll erleuchtet, damit ma ja auch, wenn man um Mitternacht vorbei geht, sieht, was man tagsüber kaufen könnte.... aber uns jammern sie an, was das Strom frisst, wenn der Fernseher auf Standby läuft... irgendwie fehlt mir da die Relation....

Ja, bei gleichbleibendem Energieverbrauch wären die Uranvorräte spätestens 2025 erschöpft. Und aus die Maus.

papagorilla wrote:

Was mich da ja am meisten nervt: Supermärkte, Einkaufszentren sind ja rund um die Uhr voll erleuchtet, damit ma ja auch, wenn man um Mitternacht vorbei geht, sieht, was man tagsüber kaufen könnte.... aber uns jammern sie an, was das Strom frisst, wenn der Fernseher auf Standby läuft... irgendwie fehlt mir da die Relation....

vergiss nicht die Glühbirnen.....

stimmt, jetzt hamma ja die giftigen, die Energie sparen

(Mann, was werden die in 200 Jahren denken, wie blöd wir waren)

Ich finde die Informationspolitik der japanischen Regierung und des Kernkraftwerkbetreibers unmöglich. Wir werden seit Tagen von den Medien mit Informationen bombadiert, aber was wirklich dort los ist, wissen wir nicht. Ich denke viel an die Menschen dort. Wir wohnen an der französischen Grenze, und Kernkraftwerke stehen da auch genug herum. Wenn der Wind entsprechend steht, bekommen wir das voll mit. Wenn solch ein Unfall passierte, wie würden wir dastehen, was tun. Sehr wahrscheinlich genau so hilflos auf die Wolke warten wie jetzt die Menschen in Japan. Und hilflos einer verlogenen Regierung vertrauen müssen, die uns auch hier jahrelang an der Nase herum geführt hat.
Das frustriert mich, macht mich traurig und wütend.

LG Günther

MollyleiN wrote:

glaubst du denn, dass wir die steuern dann nicht mehr zahlen müssen? dann kommt zu diesen kosten noch der extrapreis für den nicht-atomstrom drauf. ich denke schon, dass energie nun teurer wird und das nicht zu knapp.

Darum geht es mir nicht - ich wollte damit nur ausdrücken, dass der ach so billige Atomstrom eine Verbraucherabzocke ist! Und ich zahl' lieber etwas mehr, als weiter mit dieser unbeherrschbaren Atomenergie versorgt zu werden.

MollyleiN wrote:

hab hochrechnungen gesehen gestern ... grüne auf 18% .. na das wird was in hessen !

Das wird nicht nur in Hessen so sein *sicherbin*!

wisst ihr übrigens, was total verrückt ist: bei uns in Tirol, sollte man meinen, da gibts Berge -> Wasserkraft. Brauchen wir doch kein Atomstrom.

Denkste. Um das Wasser in die Speicher zu pumpen, was glaubt ihr, was wir da importieren? Richtig, den guten französischen Strom aus dem Südhang-Spätlese-Atom.

(Sowas erfährt man, wenn man auf Demos und Mahnwachen geht. Da ist man nachher noch angefressener und frustrierter als vorher)

Günther wrote:

Wir wohnen an der französischen Grenze, und Kernkraftwerke stehen da auch genug herum.

LG Günther


Sag mal, was bekommst du denn mit, wie die Franzosen ticken. Mich würde mal interessieren, welche Diskussionen (gibt es da überhaupt welche?!?). Kannst du Französisch und schaust du da Fernsehen....

Leider kann ich kein Französisch. Aber es gab in der Vergangenheit immer wieder Diskussionen um die Sicherheit der französischen Kernkraftwerke. Eigentlich die gleiche verlogene Diskussion der Regierenden wie in Deutschland.

Tja und hier im Südosten Österreichs haben wir das slowenische Schrott-Atomkraftwerk Krsko vor der Haustür. Steht bekanntlich auch in einer Erdbebenzone. Sehr beruhigend.

MollyleiN wrote:

wenn es um sicherheitsbedenken geht, bringt die abschaltung der deutschen AKW´s nicht so viel, ausser die anderen Länder ziehen mit.
aber nun bauen die italiener ja erstmal 4 neue akw´s.

Einer muss aber anfangen, sonst wird das nie was. Und die Italiener haben das auch vor dem Japan-Unglück verkündet - wer weiß, wie das jetzt aussieht.

"Atomenergie ist sicher!"

und zwar ist es sicher, dass wir es Generationen nach uns übelassen, mit dem Atommüll zurechtzukommen!

Das Argument "aber in Frankreich, Tschechien,...stehen doch auch AKW's", kann ich nicht teilen. Denn ich finde auch, einer muss doch den Anfang machen.
Auch kann ich nicht verstehen, wenn der Öffentlichkeit seitens der Atomlobby mit dem Wegfall von Arbeitsplätzen gedroht wird.Denn wenn in Deutschland die alternative Energiegewinnung forciert wird, entstehen doch auch Arbeitsplätze.

Am wichtigsten ist für mich ein verantwortungvolles Handeln mit den Ressourcen und Atomkraft ist meiner Meinung nach absolut unverantwortlich in Bezug auf nachfolgende Generationen. Schade nur, dass diejenigen die Regierung beeinflussen, die das meiste Geld haben und nicht diejenigen, die den "meisten" Verstand haben.

Die AKW Frage kann ja nicht national gelöst werden... in D-Land wird der Strom wohl ca 23 % aus Atomenergie bezogen. Aber in anderen Ländern sind es 50 %. Es wirft eine Menge Fragen auf, finde ich: Wollen wir zB als Vorreiter im Atomenergie-Ausstieg, andere Länder "zwingen", ebenso auf Atomkraft zu verzichten?

Auch ein persönlicher Energie-Check könnte sinnvoll sein, wie auch das nüchterne Abwägen von Kosten und Nutzen der verschiedenen Energiequellen und deren Gefahrenpotential.

Immer teurere Energie: wer soll die bezahlen?

co-bra wrote:

Die AKW Frage kann ja nicht national gelöst werden... in D-Land wird der Strom wohl ca 23 % aus Atomenergie bezogen. Aber in anderen Ländern sind es 50 %. Es wirft eine Menge Fragen auf, finde ich: Wollen wir zB als Vorreiter im Atomenergie-Ausstieg, andere Länder "zwingen", ebenso auf Atomkraft zu verzichten?
Immer teurere Energie: wer soll die bezahlen?


Ja, das wollen wir. Ein Land muss damit anfangen und die anderen mitziehen. Warum soll D nicht mal mit einem guten Beispiel vorangehen. Dieses Pessimismus-Geplänkel - hat ja sowie keinen Sinn - bringt doch nichts - blabla - das hält nur auf. Statt dessen kann man sich mit den Alternativen befassen, die es ja tatsächlich gibt, aber von Wirtschaft und Atomlobby gern heruntergetuschelt werden.

Über die Kosten zu lamentieren finde ich schon fast unmoralisch, also wirklich. Ökostrom und Ökogas ist unwesentlich teurer, macht euch nur mal schlau und jammert nicht immer über "dies kostet mehr und das kostet mehr", immerhin haben wir ja auch fette Jahre gehabt. Und außerdem ist es ein Politikum: Wen stärken wir Verbraucher: Den Öko- oder Atomstrom? ... ganz neue Märkte lassen sich erschließen, z.B. können alternative Energiekonzepte den anderen Ländern verkauft werden, haha, das geht nämlich nicht nur mit Atomkraftwerken.

Wenn eine bedeutende Industrienation wie Deutschland zeigte, dass der Ausstieg aus der Atomenergie zu bewältigen ist, fände ich es nur positiv, inwiefern würden andere Nationen "gezwungen"? Im Gegenteil - ein deutscher Ausstieg kann doch nur konstruktive Impulse setzten.

Erschreckend finde ich auch, dass der meiste Strom mit Kohle hergestellt wird. Ich möchte lieber nicht wissen, unter welchen Bedingungen diese in Brasilien und China gefördert wird sonst bekomme ich ein ganz schlechtes Gewissen, wie ich hier so am Computer sitze. Es gibt keine Alternative zu erneuerbaren Energien!

Die [URL="https://www.welt.de/vermischtes/weltgeschehen/article12856750/Stromversorgung-fuer-AKW-Fukushima-1-gescheitert.html"]Stromleitung [/URL]scheint sich zu konkretisieren - und durch energiesparendes Verhalten haben es die Tokyoter geschafft, dass es nicht zu einem Energiekollaps kommt. Noch ist Hoffnung, dass es nicht zum totalen Super-GAU kommt.

[LIST]
[*][URL="https://liveticker.tagesspiegel.de/atomkraftwerke/"][IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/aromgrafik_jpg/3962444/2.jpg?format=format2[/IMG][/URL]

[B][I]Interaktive Grafik [/I][URL="https://liveticker.tagesspiegel.de/atomkraftwerke/"]Das Atomkraftwerk von nebenan [/URL][/B]

Momentan sind zwölf Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Nach der Kernschmelze in Japan wurde dort ein Gebiet im Radius von 20 Kilometern evakuiert. Unsere Karte zeigt, wie viele Menschen im direkten Umkreis deutscher Anlagen wohnen. [URL="https://liveticker.tagesspiegel.de/atomkraftwerke/"] mehr[/URL]
[/LIST]

MollyleiN wrote:

glaubst du denn, dass wir die steuern dann nicht mehr zahlen müssen? dann kommt zu diesen kosten noch der extrapreis für den nicht-atomstrom drauf. ich denke schon, dass energie nun teurer wird und das nicht zu knapp.

Angesichts der Katastrophe, die sich überall ereignen kann, erscheint mir das Nachdenken über Preise bzw. Kosten als surreal. Ich bin drei- (bald vier-) facher Opa und die Zukunft meiner Enkelkinder ist mir nicht egal.

Hedwig wrote:

Ja, das wollen wir. Ein Land muss damit anfangen und die anderen mitziehen. Warum soll D nicht mal mit einem guten Beispiel vorangehen. Dieses Pessimismus-Geplänkel - hat ja sowie keinen Sinn - bringt doch nichts - blabla - das hält nur auf. Statt dessen kann man sich mit den Alternativen befassen, die es ja tatsächlich gibt, aber von Wirtschaft und Atomlobby gern heruntergetuschelt werden.

Über die Kosten zu lamentieren finde ich schon fast unmoralisch, also wirklich. Ökostrom und Ökogas ist unwesentlich teurer, macht euch nur mal schlau und jammert nicht immer über "dies kostet mehr und das kostet mehr", immerhin haben wir ja auch fette Jahre gehabt. Und außerdem ist es ein Politikum: Wen stärken wir Verbraucher: Den Öko- oder Atomstrom? ... ganz neue Märkte lassen sich erschließen, z.B. können alternative Energiekonzepte den anderen Ländern verkauft werden, haha, das geht nämlich nicht nur mit Atomkraftwerken.

Gute Impulse aus Deutschland würden mir auch gefallen. Aber wieso ist über Kosten lamentieren unmoralisch? Mich trifft die Moralkeule eigentlich auch schon recht hart, wenn ich am Ende des Monats auf das sehe, was von meinem kleinen Verdienst noch übrig bleibt... ;) Klein und Mittelverdiener stöhnen ja nun schon laut genug wegen hoher und höher werdender Abgaben. Und dann noch höhere Energeikosten..?

Am liebsten wäre mir ja, niemand müsse wegen (m)einem (zu hohen!) Energieverbrauch oder überhaupt Konsumverbrauch auf einer anderen eingedachten Seite, woanders auf der Welt etwas missen oder leiden, und die Menschheit könnte global ohne die gefährliche Atomkraft ihren Energiebedarf decken. Vielleicht muß einer Waldmensch werden, um seinen unmoralischen ? Verbrauch mal runterzufahren... oder zu begreifen, was es bedeutet.

Naja. Pessimismus-Geplänkel.

Also ich weiß ja nicht, wie es in Deutschland ist, aber in Österreich gibt es mehrere Stromanbieter, zwischen denen man jederzeit wechseln kann und die auch genau ausweisen müssen, wie sich die gelieferte Energie zusammensetzt (also z.B. so und so viel % Alternativenergie, x % Atomstrom etc.). Es gibt darunter auch einige Anbieter, die 100 % Ökostrom liefern. Und die sind interessanterweise meist sogar billiger als die konventionellen Anbieter, die tw. auch den importierten Atomstrom in ihrer Produktpalette haben.

Stromanbieter, DAS ist doch ein Stichwort.
Wie finde / wechsel ich diesen, wer hat Erfahrungen damit.

Genau, das ist doch die Frage. WAS können wir ganz Praktisch tun?
Wie ist das denn in Berlin?

[url=https://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/atomausstieg-privat/3962284.html]Ökostrom gefragt: Atomausstieg privat - Wirtschaft - Tagesspiegel[/url]

Ich kann schon verstehen, dass man, wenn man den Cent umdrehen muss, das auch beim Stromanbieter tut. Aber vielleicht gibt es im Stromanbieter-Dschungel ja doch erschwingliche Alternativen? Wir haben uns vor ein paar Jahren für Lichtblick entschieden, ökotest-geprüft, engagiert in der Förderung erneuerbarer Energie und dezentraler Stromversorgung. Mir erscheint es glaubwürdig, soweit ich es beurteilen kann.

Genau, Lichtblick. War ne gute Entscheidung, ordentliche Aufschlüsselung, seit letztem Jahr auch Gas-Anbieter. Kann man auch hinwechseln, wenn man im Mietshaus mit weiß ich nicht wie vielen anderen wohnt. Einfach mal googlen.

Übrigens gehöre ich auch zu den Kleinverdienerinnen, aber das Stöhnen über die Kosten ist nunmal überall das erste Argument, wenn irgendeine Änderung ansteht, und damit - mit der "Kostenfalle" - haben sie uns - die Verbraucher - stets wieder in die Richtung gedrängt, keinen Widerstand/spruch zu leisten.

Also ich hab vor einiger Zeit zu einem reinen Ökostromanbieter gewechselt, der noch dazu billiger ist als mein voriger Anbieter mit dem üblichen Energiemix. Vergleichen zahlt sich jedenfalls aus... unabhängig davon, ob man nun Ökostrom beziehen will oder nicht - das bleibt schließlich jedem selbst überlassen. Aber es muss eben nicht unbedingt immer teurer sein.

Wir sind auch bei Lichtblick. Seriös und zuverlässig, keine Klagen von uns.
Das viele mit steigenden Energiekosten ein Problem haben kann ich nachvollziehen. Allerdings denk ich, daß man auch hier, wie bei vielem Anderem im Leben priorisieren muß. Für mich macht das monströse Gefahrenpotential AKWs den (durchaus nicht so hohen) Aufpreis lohnenswert.

Lichtblick hat sich seinen "sauberen" Strom früher durch Zertifikate erkauft. Damit sind sie in die Kritik geraten. Lichtblick kauft nun tatsächlich eine physische Lieferung ein...vermutlich Wasserkraftstrom aus Österreich. Österreich kann diesen Strom verkaufen, weil sie eine Überkapazität an Wasserkraftstrom haben. Österreich und auch Norwegen haben halt Glück, dass geografische Gegebenheiten dies ermöglichen. Kapazität weitere Kraftwerke zu bauen gibt es da aber auch nicht, weil es ökologisch auch bedenklich ist alle Flüsse mit Talsperren vollzupflastern.

So..dann ist die EEG Umlage bei Stromanbietern die mindestens 50% Strom aus Erneuerbare Energien liefern bei diesen nicht bzw verringert enthalten im Preis . Die EEG Umlage beträgt derzeit 3,53 Ct / kWh...das ist der Grund, warum manche Stroanbieter Ökostrom eben günstiger anbieten können.

Lange Rede kurzer Sinn...JA zum Atomausstieg...aber bitte nicht überstürzt und mit vernünftigem Konzept. Bisher werden alle Erneuerbare Energie Erzeugungsanlagen staatlich gefördert, damit sie wirtschaftlich betrieben werden können...das alles bezahlt der Endkunde (und eben nicht der Kunde, der seinen Strom von nem ÖKO-Stromanbieter bezieht). Jetzt könnte man sagen warum beziehen nicht alle Ökostrom und alles ist gut...ihr werdet es merken...dann geht die Rechnung nicht mehr auf....

Weiß nicht ob man mich verstehen kann..hatte schon ne halbe Flasche Wein :D

Und schaut bitte ob der Strom von eurem Anbieter WIRKLICH physisch irgendwo hergestellt wird....den Strom sauber zu zertifizieren ist Leute verdummen und unseriös.

Ich möchte gerne meine Stromkosten senken. Wir bezahlen im Monat 140€, frag mich nicht warum.
Wichtig wird nach dem Umzug sein:
weniger zu bezahlen und gleichzeitig weniger AKW.

MollyleiN wrote:

also zwischen lichtblick und meinem derzeitigen stromanbieter liegen knapp 3,5 cent pro kwh .. und für mich ist das ne menge!


Das glaube ich dir. Dafür ist die Grundgebühr aber wahrscheinlich geringer, so wars bei uns.

[email]newsletter@publik-forum-news.de[/email]

balina wrote:

[LIST]
[*][URL="https://liveticker.tagesspiegel.de/atomkraftwerke/"][IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/aromgrafik_jpg/3962444/2.jpg?format=format2[/IMG][/URL]

[B][I]Interaktive Grafik [/I][URL="https://liveticker.tagesspiegel.de/atomkraftwerke/"]Das Atomkraftwerk von nebenan [/URL][/B]

Momentan sind zwölf Atomkraftwerke in Deutschland in Betrieb. Nach der Kernschmelze in Japan wurde dort ein Gebiet im Radius von 20 Kilometern evakuiert. Unsere Karte zeigt, wie viele Menschen im direkten Umkreis deutscher Anlagen wohnen. [URL="https://liveticker.tagesspiegel.de/atomkraftwerke/"] mehr[/URL]
[/LIST]

da wird einem ganz schlecht. und 20 km, was sind schon 20km

ging mir auch so....

micha.qlb wrote:


Und schaut bitte ob der Strom von eurem Anbieter WIRKLICH physisch irgendwo hergestellt wird....den Strom sauber zu zertifizieren ist Leute verdummen und unseriös.


Ja genau das ist nämlich häufig das "Problem". Da kommt trotzdem der ganz "normale" Atom- und Kohlestrom durch die Leitung. Da baut ja keiner extra neue Leitungen nur damit man Ökostrom kriegt. Oft wird mit dem Ökostrompreis nämlich nur ökologische Stromerzeugung gefördert und da kommt nix andres durch die Leitung als bei jedem anderen auch.

StinaF. wrote:

Ja genau das ist nämlich häufig das "Problem". Da kommt trotzdem der ganz "normale" Atom- und Kohlestrom durch die Leitung. Da baut ja keiner extra neue Leitungen nur damit man Ökostrom kriegt. Oft wird mit dem Ökostrompreis nämlich nur ökologische Stromerzeugung gefördert und da kommt nix andres durch die Leitung als bei jedem anderen auch.


UND was soll man/frau tun? wie finde ich denn den richtigen Anbeiter?

balina wrote:

UND was soll man/frau tun? wie finde ich denn den richtigen Anbeiter?


Bei den jeweiligen Anbietern anrufen, oder auf der Internetseite gucken oder vielleicht hat auch die Verbraucherzentrale ein paar Tipps.

[URL]https://www.test.de/themen/umwelt-energie/schnelltest/Gruener-Strom-von-Tchibo-Inzwischen-teurer-4205213-4205220/[/URL]

Ich werde mich auch nach einem anderen Stromanbieter erkundigen... hier gibt es ja massig gute Tipps ! :) und dann ist die Devise: mehr grundsätzliche Sparsamkeit... im Kleinen und eigenen Verantwortungsbereich anfangen, so gut es geht... ohne verkrampft zu werden... Sicherheitsdenken und liebgewordene Bequemlichkeiten mal überprüfen...

1. Vergleicht in Portalen... achtet aber darauf die dort getroffenen aussagen nicht unreflektiert zu glauben
2. Verivox ist gut und übersichtlich aber befangen
3. keine Vorkassetarife..egal wie günstig sie erscheinen
4. drauf achten wann die letzte Anpassung war
5. gibt es eine Preisgarantie und wenn ja auf was??!!!
...das ist wichtig. Preisgarantie steht heute fast überall. IM Kleingedruckten steht dann "auf den Energiepreis". Der Energiepreis ist heute fast der kleinste Anteil im Strompreis. Es sind weiter enthalten Netzentgelte (inkl Konzessionsabgabe und KWK-Umlage), Stromsteuer und EEG -Umlage sowie Mwst. Die KWK Umlage ist degressiv und mit 0,03 Ct - Tendenz sinkend - vernachlässigbar. EEG steigt, ist dieses Jahr von 2,047 Ct auf 3,53 Ct gestiegen...Tendenz steigend. Es ist auch vorstellbar das Stromsteuer und Mehrwertsteuer steigen. Netzentgelte sollten durch die Anreizregulierung sinken...tun sie aber meist nicht... das alles sind Faktoren, die den absoluten Strompreis mit beeinflussen. Habt ihr nur eine Garantie auf den Energiepreis, wird euer Strompreis trotzdem steigen und ihr habt weder die Chance zu kündigen, noch euch anderweitig dagegen zu wehren.
6. Nehmt nicht irgendeinen no-name anbieter (1-2-3 Strom usw. <- das ist keine wertung nur ein beispiel) Schaut euch nach Stadtwerken um die viell auch Ökostrom anbieten . Meist stecken hinter Fantasienahmen eh nur Konzerne oder andere Dubiositäten. Stadtwerke sind seriös und bemühen sich viel mehr um Kundeninteressen...auch wenn das der ein oder andere nicht so recht glauben mag.

7. Wenn es ein Ökostromtarif sein soll..dann beschäftigt euch mit dem unternehmen.. oft stecken so genannte Recs Zertifikate [url=https://de.wikipedia.org/wiki/RECS]RECS – Wikipedia[/url] hinter dem ach so tollen ökostrom.

8. Billig ist nicht gleich gut (günstig ist die bessere Vokabel...)

9. Schaut in die AGB´s der jeweiligen Produkte... insbesondere auf so genannte "Sonderkündigungsrechtsklauseln"... Landläufig ist man der Meinung bei Preisanpassung ein Sonderkündigungsrecht zu haben. Einige Anbieter haben sich da was lustiges einfallen lassen. Man hat jetzt nur noch ein Widerspruchsrecht. Das bedeutet, dass man nicht kündigen kann...maximal muss man zum alten Preis beliefert werden (der aber oft schon teurer ist als der anderer Anbieter)

10. Seid nicht so hart zu eurem lokalen Versorger (insbesondere die Stadtwerke ;) ) Dort sitzen auch nur Menschen und NEIN sie zocken euch nicht (alle) ab und JA sie haben oft gar keine andere Möglichkeit den bösen grauen Strom zu kaufen und an euch weiterzuverkaufen...auch wenn das die Öko-Lobby vielleicht suggeriert

Danke, dass du so einen ausführlichen Beitrag geschrieben hast.

viele (leider nicht alle) lokalen anbieter (stadt- /gemeindewerke und wie sie sonst noch heissen) bieten alternative öko.tarife an..

informiert euch darüber, wo die "mehr"kosten (bei mir 1.3 ct je kilowattstunde) investiert werden. die crux am ökostrom ist ja, dass in erneuerbare /grüne energien investiert wird, also bswp, der ausbau von photovoltaik etc pp nachweislich gefördert wird (was i.d.R. regional erfolgt)

zertifikate sind bspw. grüner strom label

1,3 ct je kilowattstunde machen mich nun nicht wirklich arm. sicher kommt noch strom aus akw bei mir an, aber: je mehr leute wechseln , umso mehr wird der ausbau alternativer wege unterstützt.

ich pers. halte die abschaltung der alten meiler in dtl. für augenwischerei.. wirklich was bringen würde nur ein umdenken eu-weit bzw. weltweit.. was nützt es in dtl , die meiler abzuschalten (so es denn zu einem generellen ausstieg kommt) , wenn die anrainer (hier gerade auch frankreich etc) munter weiter machen.. ich hab hier die frz. grenze z.b vor der tür. . fessenheim im elsass ist gerade mal um die 30 km von freiburg weg.. derartige beispiele gibts viele..

bei tschernobyl 86 war ich dreizehn.. ich werde NICHT vergessen, wie gross die verunsicherung war (vll auch weil wir es nicht verstanden), weil wir vor der schule die kleider wechseln mussten, in den pausen nicht raus durften oder nach regen in der schwimmhalle mindestens 15 minuten duschen mussten..

Für Österreich: [URL="https://www.e-control.at"]www.e-control.at[/URL]

Auch die Stadtwerke Jena bieten Öko-Strom für die Region an.

Japan = Wahlentscheidend??
Ist das so einfach zu sehen?

balina wrote:

Japan = Wahlentscheidend??
Ist das so einfach zu sehen?

Für Baden-Württemberg kann man das sicher so sehen. Da sind wohl einige Leute endlich mal aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht. Wobei ich es schon beschämend finde, dass für Erkenntnisse, die eigentlich nicht neu sind, erst so eine entsetzliche Katastrophe wie in Japan geschehen musste.

Bradbury wrote:

Für Baden-Württemberg kann man das sicher so sehen. Da sind wohl einige Leute endlich mal aus ihrem Dornröschenschlaf aufgewacht. Wobei ich es schon beschämend finde, dass für Erkenntnisse, die eigentlich nicht neu sind, erst so eine entsetzliche Katastrophe wie in Japan geschehen musste.

In BaWü kommt aber auch noch die Stuttgart21-Debatte hinzu. Das wollen viele Bürger, die sonst nicht grün wählen, halt nicht - ist also IMO nicht nur die Japan-Tragödie, die hier eine Rolle gespielt hat, sondern eine handfeste regionale Problematik.

Das sehe ich auch so, aber die Herrschaften in den Parteien flüchten sich nun nur zu gerne in die "Können wir nichts für, war alles Japan in Schuld"-Ausrede. Ist auch viel einfacher, als die Gründe eines Wahldebakels im eigenen Handeln zu suchen.

bruja wrote:

Ist auch viel einfacher, als die Gründe eines Wahldebakels im eigenen Handeln zu suchen.

Jau - dass die FDP so abgeschmiert ist, dürfte an den Aussagen von Herrn Brüderle in der Woche vor der Wahl gelegen haben. So doof KANN man doch gar nicht sein! Naja, da könnten eingefleischte FDPler jetzt trotzdem behaupten, dass daran auch die Japan-Krise Schuld ist - denn ohne diese hätte Brüderle ja auch nicht so dämliche Aussagen treffen können ;))

vittoriacolonna wrote:

Jau - dass die FDP so abgeschmiert ist, dürfte an den Aussagen von Herrn Brüderle in der Woche vor der Wahl gelegen haben. So doof KANN man doch gar nicht sein! Naja, da könnten eingefleischte FDPler jetzt trotzdem behaupten, dass daran auch die Japan-Krise Schuld ist - denn ohne diese hätte Brüderle ja auch nicht so dämliche Aussagen treffen können ;))

Na komm, unterschätz den mal nicht so. Er hätte bestimmt eine andere Gelegenheit gefunden. Schließlich haben wir nur die Besten in der Politik.

calamitysandra wrote:

Na komm, unterschätz den mal nicht so. Er hätte bestimmt eine andere Gelegenheit gefunden. Schließlich haben wir nur die Besten in der Politik.

Ach jaaaa - hatte ich ja totaaaal vergessen ;))

[url=https://www.blick.ch/news/ausland/muessen-wir-doch-angst-haben-vor-verseuchten-lebensmitteln-169578]Verstrahlte Lebensmittel aus Japan: Behörde lockert einfach den Grenzwert - Ausland - News - Blick.ch[/url]

yamyam, verstrahlte lebensmittel :) danke liebe EU

Jetzt weiß ich auch warum ich kein Sushi mag :))

Mal im Ernst: was soll dass!? Die spinnen doch....

[URL="https://www.tagesspiegel.de/berlin/leben-nach-dem-super-gau/4005158.html"]Ausstellung: 25 Jahre nach Tschernobyl: Leben nach dem Super-Gau - Berlin - Tagesspiegel[/URL]

"Wenn wir Tschernobyl vergessen, erhöhen wir das Risiko weiterer solcher Technologie- und Umweltkatastrophen in der Zukunft ... Mehr als sieben Millionen unserer Mitmenschen können sich den Luxus des Vergessens nicht erlauben. Sie leiden noch immer ... Das Vermächtnis von Tschernobyl wird uns und unsere Nachkommen begleiten - und zwar für viele kommende Generationen." Kofi Annan, New York 2000

[url=https://www.tagesspiegel.de/mediacenter/fotostrecken/weltspiegel/die-atomkatastrophe-von-tschernobyl/4004658.html]Fotostrecke: Die Atomkatastrophe von Tschernobyl - Fotostrecken - Mediacenter - Tagesspiegel[/url]

benjoe2001 wrote:

bei tschernobyl 86 war ich dreizehn.. ich werde NICHT vergessen, wie gross die verunsicherung war (vll auch weil wir es nicht verstanden), weil wir vor der schule die kleider wechseln mussten, in den pausen nicht raus durften oder nach regen in der schwimmhalle mindestens 15 minuten duschen mussten..

Ich war 9 (knapp 10) und erinnere mich auch noch sehr gut daran, dass die Eltern bei uns in der Nachbarschaft ihre Kinder nicht mehr zum Spielen nach draußen gelassen haben. Überall herrschte Panik, der Pfarrer (ich hatte in dem Jahr Kommunion und war jeden Sonntag in der Kirche) redete während der Messe nur noch davon, im Unterricht (3. Klasse Grundschule) gab es kaum noch andere Themen usw. Die Menschen hatten höllische Angst.

Wühlmaus 08 wrote:

Ich war 9 (knapp 10) und erinnere mich auch noch sehr gut daran, dass die Eltern bei uns in der Nachbarschaft ihre Kinder nicht mehr zum Spielen nach draußen gelassen haben. Überall herrschte Panik, der Pfarrer (ich hatte in dem Jahr Kommunion und war jeden Sonntag in der Kirche) redete während der Messe nur noch davon, im Unterricht (3. Klasse Grundschule) gab es kaum noch andere Themen usw. Die Menschen hatten höllische Angst.

Das weiß ich auch noch. Damals war ich erst sechs Jahre alt aber ich erinnere mich sehr lebhaft daran, wie mich meine Mutter aus dem Sandkasten geholt und ungelogen drei Stunden lang in der Badewanne eingeweicht hat. Danach wurde der Sandkasten abgedeckt und ich durfte ewig nicht mehr drin spielen. Naja, wahrscheinlich war es nur ein Sommer lang aber es kam mir vor wie eine Ewigkeit ;) Außerdem weiß ich noch, dass in dem Jahr kein Obst von den Bäumen geholt und gegessen werden durfte.

[COLOR=black][FONT=Calibri, Verdana, Helvetica, Arial][url=https://www.wissenschaft-fuer-atomausstieg.de/]Wissenschaft f[/url]
[URL="https://www.wissenschaft-fuer-atomausstieg.de/"]Bitte wer kann/mag unterschreiben/weiterleiten...Hoffnung stirbt zuletzt.[/URL][/COLOR][FONT=Calibri, Verdana, Helvetica, Arial][URL="https://www.wissenschaft-fuer-atomausstieg.de/"][/URL]

Ich pack mal diesen Fred hier aus.

meine Meinung: ich weiß warum ich fast kein Fernsehen mehr gucke...

[URL="https://www.tagesspiegel.de/kultur/us-fernsehserien-werden-immer-konservativer/4508660.html"][IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/heprodimagesfotos86120110818once-jpg/4508666/5.JPG?format=format2[/IMG][/URL]

[h=2][I]Brave neue Welt [/I][URL="https://www.tagesspiegel.de/kultur/us-fernsehserien-werden-immer-konservativer/4508660.html"]
US-Fernsehserien werden immer konservativer[/URL][/h]

Nie waren US-Serien so klischeebehaftet, noch nie war der Mainstream feiger, apolitischer häuslicher: Über die verbissene Geschlechtertrennung in Film und Fernsehen und die seltenen Ausnahmen von der Regel. Von Stefan Mesch[URL="https://www.tagesspiegel.de/kultur/us-fernsehserien-werden-immer-konservativer/4508660.html"] mehr[/URL]

[url]https://www.tagesspiegel.de/wissen/online-enzyklopaedien-akademische-weihen-fuer-wikipedia/6516126.html[/url]
[URL='https://www.tagesspiegel.de/'][IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/tsp_logo/3114/6.png?format=formatOriginal[/IMG][/URL]
[SIZE=6][B][I]Online-Enzyklopädien [/I]Akademische Weihen für Wikipedia[/B][/SIZE]

[IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/atlas/3716/3.png?format=formatOriginal[/IMG] 17.04.2012 00:00 Uhr
Von Hanns-J. Neubert
Eine aktuelle Studie zeigt: Weltweit zitieren viele Forscher aus Onlinelexika, besonders aus Wikipedia. Am intensivsten nutzen amerikanische Wissenschaftler das Medium, deutsche sind zurückhaltender.
[IMG]https://www.tagesspiegel.de/images/wikipediathilojpg/6516290/2.jpg?format=format1[/IMG]
Gedruckte Enzyklopädien gelten in der Wissenschaft nicht als zitierfähig. Doch Wikipedia ist auf dem Vormarsch. - Foto: Thilo Rückeis
In der Abschlussarbeit aus Wikipedia zitieren? Undenkbar für viele Hochschullehrer, verboten für die meisten Studierenden. Doch nach dem Bachelor oder Master fallen die Hemmungen. Immer mehr Wissenschaftler vertrauen auf die Korrektheit der Informationen in Onlineenzyklopädien. Und immer häufiger wird das Phänomen Wikipedia selbst zum Forschungsgegenstand.
Allein im vergangenen Jahr tauchte Wikipedia als Quellenangabe in 4006 wissenschaftlichen Publikationen weltweit auf. Die allermeisten davon in Journalen, in denen die eingereichten Arbeiten vor der Veröffentlichung einem sogenannten Peer-Review unterzogen werden, der rigorosen Überprüfung durch andere Experten.
Seit 2007 stieg die Zahl der Artikel mit Verweisen auf die Onlineenzyklopädie um durchschnittlich 31 Prozent pro Jahr. Knapp die Hälfte aller entdeckten Wikipedia-Einträge in den Literaturlisten stammten von Sozial-, Computer-, Ingenieurwissenschaftlern und Medizinern.
Das geht aus einer aktuellen Untersuchung des Onlinemagazins „Research Trends“ des Elsevier-Verlages hervor. Die Bibliografen nahmen sich dazu die verlagseigene Datenbank Scopus vor, eine der größten Sammlungen für Kurzinformationen aus rund 46 Millionen wissenschaftlichen Veröffentlichungen. Sie erschienen in über 18 500 akademischen Zeitschriften von rund 5000 Verlagen.
Besonderes Vertrauen genießt Wikipedia bei US-Wissenschaftlern. Seit 2002 tauchte das Nachschlagewerk in knapp 4000 ihrer Veröffentlichungen als Quelle auf. Kein Wunder: Mit rund drei Millionen Artikeln ist die englischsprachige Version sowieso die umfangreichste der rund 260 Sprachausgaben. In Europa sind es vor allem britische Forscher, die sich in rund 1000 Veröffentlichungen auf Wikipedia beziehen, nur wenig häufiger als ihre chinesischen und indischen Kollegen. Von deutschen Akademikern fanden sich Zitate in rund 700 Publikationen. Im Vergleich zu schätzungsweise 1,5 Millionen wissenschaftlichen Aufsätzen, die jährlich weltweit erscheinen, sind die Fallzahlen sehr gering, doch die Tendenz ist durchweg steigend.
Wikipedia ist das populärste Onlinenachschlagewerk mit mehr als 25 Millionen täglichen Zugriffen allein auf die deutsche Version. Unter den verwandten, aber noch sehr viel kleineren Projekten ist die 2005 gegründete Scholarpedia, eine Plattform für naturwissenschaftlich-technische Gebiete wie Astrophysik und Computational Neuroscience. Bevor die Artikel dort freigeschaltet werden, durchlaufen sie das Peer-Review-Verfahren der akademischen Journale. Quellenangaben, die auf diese Enzyklopädie verweisen, sind deshalb bei Forschern besonders stark im Kommen. Seit 2007 registrierte die Studie aus „Research Trends“ eine Steigerung von 37 Prozent pro Jahr. Doch mit knapp über 200 entdeckten Verweisen kommt Scholarpedia gerade einmal auf fünf Prozent der Wikipedia-Zitate. Offenbar brauche es Zeit, bis neue Onlinequellen akzeptiert werden, heißt es in der Studie. Oder aber die Wissenschaftler gäben sich mit Wikipedia als Quelle zufrieden.
Hinter dem Erfolg von Wikipedia verbergen sich auch Quellenangaben, die auf Wikipedia als Forschungsobjekt verweisen. Mehr als die Hälfte der Forscher, die sich mit dem Phänomen der Massenweisheit beschäftigen, sind Computer- und Sozialwissenschaftler. Auch hier sind es wieder US-Forscher, die mit fast 180 Publikationen über Wikipedia mit Abstand am aktivsten waren. Deutsche Forscher belegten mit 45 Veröffentlichungen den zweiten Platz, gefolgt von den britischen Kollegen mit knapp 40.
Verweise auf Onlinequellen haben indes oft nur eine kurze Halbwertzeit. Sie führten spätere Leser schon oft auf Error-404-Seiten, nicht mehr gültige Adressen. Wissenschaftliche Quellen müssen aber nachvollziehbar und überprüfbar sein. Grundsätzlich gewährleisten Onlineenzyklopädien das im Gegensatz zu normalen Internetportalen – vorausgesetzt, man referenziert richtig. Sie speichern nämlich jeden Änderungszustand im Archiv, der so für alle Zeiten über einen sogenannten „permanenten Link“ erreichbar bleibt.
In Zeiten kiloschwerer Enzyklopädiebände war es unüblich, aus Nachschlagewerken zu zitieren. Doch die Aktualität der Onlineenzyklopädien, ihre Orientierungs- und Vertiefungshilfen sind offenbar unschlagbar. Hochschullehrer wären gut beraten, ihren Studenten die Grundlagen wissenschaftlichen Zitierens und den Nutzen von Wikipedia als Einstiegshilfe stärker nahezubringen. Denn nach der Abschlussarbeit werden sie ohnehin darauf zurückgreifen. Hanns-J. Neubert

Kleine Anekdote dazu von meiner alten FH: einer meiner Profs hatte einmal ein kleines Experiment gestartet um seinem Nase rümpfenden Kollegen zu beweisen, dass Wikipedia besser als sein Ruf ist und hat einen Fachartikel mit mehreren Fehlern online gestellt. Teils sehr grobe Schnitzer, teils Sachen, die für "Laien" weniger offensichtlich waren. Es hätte wohl keine Stunde gedauert, wie er uns erzählt hatte, da wären alle Fehler beseitigt gewesen und zusätzlich hätte er sich einige Rüffel von der Community eingefangen, die ihn darauf aufmerksam gemacht hätten, er möge doch bitte vorher seine Artikel gründlicher bearbeiten.