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Online Arbeitsgruppe Textanalyse

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(Online)Arbeitsgruppe: Textanalyse

Huhu,

ich bin auf der Suche nach ein paar Leuten, die wie ich im September die L1 Klausur schreiben und die Textanalyse praktisch üben wollen. Leider habe ich nicht wirklich Musteraufgaben dazu gefunden, wo man einfach mal so ein ganzes Ding schreibt, daher ist mir folgende Idee gekommen:
Ich richte ein kleines Forum ein (wirklich klein, nur ein Unterforum oder so, weil es halt organisatorisch so am besten geht, den Server dazu bekomme ich zur Verfügung gestellt). Die Gruppe (sofern sich denn eine bildet) meldet sich dort an. Dann suchen wir uns eine Textstelle aus dem Werk, das wir auch in der Klausur analysieren (Die Marquise von O) und jeder schreibt dazu eine Analyse und stellt sie ein. Dann diskutieren wir darüber, tauschen uns aus. Mein Plan würde ungefähr so aussehen:
Woche 1: Textstelle 1 analysieren
Woche 2: Textstelle 1 Diskussion
Woche 3: Textstelle 2 analysieren
Woche 4: Textstelle 2 Diskussion usw.
Damit bekommen wir bis zur Klausur sicher drei bis vier Analysen hin. Wir haben zwar keine Supervision von einem Mentor o.Ä. aber zumindest ist das besser als nichts.

Falls sich interessierte hier finden, die da mitmachen wollen, meldet euch bitte hier per PN, wäre ganz toll :). Ich dachte so an eine Gruppe von 5-8 Leuten, idealerweise!

Alles Liebe
Johanna

Comments

Finde ich eine sehr gute Idee :)!

Zu Eurer Info hatte ich hinsichtlich Textanalyse eine längere Diskussion mit Prof. Pethes, es könnte also sein, dass die Klausurbedingungen bzw. -bewertung für diese Aufgabe verändert werden. Ich fand, dass man uns mitnichten korrekt auf diese Aufgabe vorbereitet hat, dafür aber die Bewertung sehr streng ausgefallen ist.

Es gab keine Ü-Aufgaben in Moodle und bei der Prüfungsvorbereitung wurde lediglich bei Frau Gretz eine Musterlösung gezeigt, die aber mitnichten den Ansprüchen des Lehrstuhls genügt hat (ich hatte viel kleinschrittiger geantwortet und laut Prof. Pethes inhaltlich alles richtig und trotzdem horrende Punktabzüge bekommen :mad:, weil es immer noch nicht kleinschrittig genug war). Der Kurs gibt auch keine konkreten Hinweise darauf, was zu tun ist.

Daher habe ich um Ü-Aufgaben in Moodle für Euch gebeten, ich weiß nicht, ob da noch was kommt. Auf jeden Fall soll aufgrund meines Falles eine Änderung erfolgen, welche, weiß ich allerdings nicht.

Sandra,
auf der PV in Hagen haben wir eine ETA vorgenommen bei Frau Dr. Gretz. Kleinigkeiten wurden immer mit dem Hinweis 'nicht stark genug' abgewiesen, sprich, es gäbe in der Klausur keinen Punktabzug, wenn man diese winzigen Details in der Klausur nicht erkennen würde. In Moodle ist für nächste Woche ein Übung dazu angekündigt worden. Also ich hab von der PV mitgenommen, dass nicht die kleinsten Kleinigkeiten genannt werden müssten. Sollte das jemand anders verstanden haben, bitte ich um Korrektur.
Dir Sandra, vielen Dank dass du für uns um Änderungen in der Vorbereitung gebeten hast. Hilfreich ist so etwas allemal.
LG Doris

So ging es uns in München auch. Prof. Huber meinte auf die Frage, wie genau es denn sein soll, dass eigentlich die Hauptkategorien reichen, wenn ich mich recht erinnere. Man hätte ja schließlich auch die anderen Teile der Klausur zu bedenken und nur vier Stunden Zeit. Ich habe 1,5 Stunden auf diese Aufgabe verwendet und wirklich viele Details herausgearbeitet. Trotzdem gab es herben Abzug (und es lag wie gesagt nicht daran, dass ich die Kategorien falsch beurteilt habe!).

Ich wünsche Euch, dass es im Winter besser läuft. Und offensichtlich hat mein Vorschlag ja gewirkt ... hoffentlich kriegt Ihr auch Antworten auf Eure Ausarbeitungen.

Ja, das mit den Antworten ist wieder ein anderes Thema.

Aber von Punktabzug war auf der PV nicht die Rede - es gibt nur Punkte für richtige Lösungen, keine Abzüge für falsche. Da kann man ja schnell ins Negative rutschen!

Na, da bin ich jetzt aber auch mal gespannt, scheint ja insgesamt ein wirres durcheinander zu sein irgendwie..

angekündigt wurde in moodle eine üa diesbezüglich, ob vor der Klausur da tatsächlich noch entsprechendes feedback kommt, daran zweifele ich angesichts des bisherigen feedback-zeitfensters doch einigermassen, mentoren-verstärkung hin oder her... leider.. ist ja ein einfaches rechenexempel, wenn man schaut, bei welchem korrekturdatum man gerade ist.. teilweise ist da noch lezte mai-woche drin.. *seufz*...

Dabei fällt mir noch ein,dass Frau Dr. Gretz auf der PV auch noch gesagt hat, dass nicht nur veranlassen will, dass ÜA zur ETA eingestellt werden sondern dass irgendwann danach auch eine Musterlösung kommen würde. Daran könnte man sich ja dann orientieren. Na mal schauen.

benjoe2001 wrote:

na, da bin ich jetzt aber auch mal gespannt, scheint ja insgesamt ein wirres durcheinander zu sein irgendwie..

angekündigt wurde in moodle eine üa diesbezüglich, ob vor der Klausur da tatsächlich noch entsprechendes feedback kommt, daran zweifele ich angesichts des bisherigen feedback-zeitfensters doch einigermassen, mentoren-verstärkung hin oder her... leider.. ist ja ein einfaches rechenexempel, wenn man schaut, bei welchem korrekturdatum man gerade ist.. teilweise ist da noch lezte mai-woche drin.. *seufz*...

Naja, jetzt haben wir ja schon 2 Mentorinnen und Bindermann hat es sogar schon geschafft eine Übungsaufgabe zu korrigieren...

Sandra, halt mich bitte auf dem laufenden, wenn sich da was ändern sollte. Nicht, dass ich das nicht mitbekomme. Finde es auf jeden Fall toll, dass du dich für uns eingesetzt hast.

LG,
Lara

Ich habe am meisten Angst vor dem Fazit, da fällt mir nicht viel zu ein. Das war auch in Hagen nicht so recht durchsichtig. Irgendwas mit Idylle und Utopie, das habe ich nicht wirklich verbinden können.

LG,
Verena

Idylle und Utopie??? Hab ich gar nicht mitgekriegt. Hab mich viel zu sehr über dieses "nicht dominant genug" geärgert.

Ja, ich ja leider auch nicht richtig.

Mit dem Fazit hab ich auch so meine Probleme - und von Idylle und Utopie hab ich auch nichts mitbekommen. Hab mir wahrscheinlich die ganze Zeit Sorgen gemacht, dass ich kein Buch mehr vernünftig lesen, ohne es gedanklich zu zerstückeln.
Bin froh, wenn das alles vorbei ist.

Für das Fazit gab es bei uns 4 von 20 Punkten - das ist also nicht wenig. Lohnt sich demnach, sich darüber Gedanken zu machen. Man kann da durchaus vorher überlegen, was man schreiben würde, denn das kostet in der Klausur nicht gerade wenig Zeit.

Super Idee Ange noir, ich bin dabei!

Gruß Leandra

winke:

ich kann Eure Verunsicherung bzgl. der EA sehr gut nachvollziehen, denn mir ging es da im letzten Semester nicht anders.
Da die EA für mich in der Klausur dann recht gut lief, möchte ich Euch kurz sagen, wie ich mich darauf vorbereitet hatte. Aber das muss natürlich keinesfalls für jede/n der richtige Weg sein.

Das Wichtigste war: üben, üben, üben und austauschen, austauschen, austauschen.
Mit einer kleinen, aber sehr feinen Lerngruppe von vier Leuten haben wir fast den kompletten "Sandmann" (der bei uns Lektüre war) zerpflückt. Dabei waren wir nicht immer einer Meinung, aber das war nicht schlimm, denn auch für die Klausur wird ja verlangt, das Analysierte zu begründen (!!) und dann kann man durchaus auch zu unterschiedlichen Lösungen kommen.
Der Austausch war also zum einen wichtig, weil man generell üben konnte, zum anderen, weil man gleich darin geübt wurde zu begründen, um den anderen plausibel zu machen, warum man was wie sieht. Und zum anderen erweitert es natürlich den Horizont zu sehen, wie andere argumentieren.

Noch mal zur Lerngruppe: Ich denke, dass eine relativ kleine Gruppe hier mehr bringt als eine große. Die Gefahr sich zu verzetteln steigt mit der Anzahl der Leute, weil man bei den Analysen nicht immer eindeutig "richtig" oder "falsch" sagen kann. Außerdem habe ich die Erfahrung gemacht, dass man mit weniger Leuten schneller voran kommt.

Zum Thema Kleinigkeiten: ich habe wirklich jede Fitzeligkeit in der Klausur angegeben; jeden Teilsatz, der im Plusquamperfekt stand, habe ich z.B. daraufhin untersucht, ob er eine Analepse sein könnte usw.
Bei Modus, Zeit und Stimme fehlten mir am Ende dennoch jeweils ein Punkt. Also, ich würde empfehlen, ALLES zu vermerken, was Euch auffällt. Mit anderen Worten: wenn Euch etwas auffällt, auch hinschreiben, nicht bewusst weglassen!

Außerdem ist wichtig: wenn zu einer Kategorie / Unterkategorie nichts Besonderes zu finden ist, schreibt trotzdem etwas in der Art hin: "In der Kategorie Fokalisierung finden sich keine Auffälligkeiten....blablabla.....", damit die Prüfer sehen, dass Ihr die Kategorie kennt (war ein Hinweis damals in München).

Zum Fazit: Wie Sandra schon geschrieben hat, kann man das ganz gut im Vorfeld vorbereiten. Autor, Epoche, Eigenheiten, Besonderheiten des Autors und auch das Werk sind Euch bekannt. Dazu lassen sich hübsch ein, zwei allgemeine Sätze formulieren, die man sich schon zu Hause überlegt. Daran anschließend fasst Ihr die Punkte zusammen, die speziell bei der aktuellen Analyse besonders im Vordergrund standen.

Struktur der Antwort: Wir wurden darauf hingewiesen, dass die Beantwortung srukturiert und übersichtlich erfolgen soll. Es kostete mich zwar Beherrschung, aber ich habe ca. 45 Minuten lang in der Klausur nur Notizen gemacht, im Text herumgemalt, sortiert usw. und dann erst angefangen zu schreiben. Damit kann man Wiederholungen vermeiden, sieht Zusammenhänge zwischen einzelnen Kategorien besser. Dazu könnte man sich auch im Vorfeld eine Art Tabelle überlegen, die man sich schnell auf das Konzeptpapier malt, um dann die Analyseergebnisse einzutragen. Das hilft wirklich sehr für den Überblick und für das Strukturieren der Antwort, das ja auch in die Bewertung mit einfließt.

So, jetzt fällt mir nichts mehr ein :rolleyes:.
Bitte nicht missverstehen, das ist sicher nicht der Weisheit letzter Schluss, sondern nur meine Erfahrung, mit der ich gut gefahren bin. Vielleicht hilft der ein oder andere Tipp ja weiter.

Viel Erfolg und liebe Grüße
Lucky
:winke

Eine literaturwissenschaftliche Analyse

Des Gewinnertextes vom diesjährigen Bachmann-Preis. Vielleicht ganz interessant für Euch?

[URL="https://www.zeit.de/2009/28/Bachmann-Preistraeger"]Bachmann-Preis - Im philologischen Härtetest | ZEIT ONLINE[/URL]

Und hier steht der besprochene Text:

[URL]https://bachmannpreis.eu/de/texte/1795[/URL]

Danke an alle für die Tipps usw :)
Es haben sich jetzt vier Leute bei mir gemeldet, d.h. wir sind eine nette Fünfergruppe, was ich als Größe ganz gut finde.

In München hat es geheißen d. Fazit muss nicht sehr lang sein und eigentlich nur eine kleine Zusammenfassung von dem was man jetzt punktuell geschrieben hat. Sollte man z.B merken d. zB eine Zeitdehnung ab und zu durch einen Zeitsprung mit einem Satz abwechselt, kann man eben in diesem Fazit erwähnen d. die Zeitdehnung dominant ist aber der Erzähler aufgrund der kurzen Zeitsprünge folgendes bewirkt....(zb Spannung usw.)
Fr. Igl wird die Textanalyse welche wir in München geübt haben ins moodle reinstellen mit Lösung wobei sie meinte es ist jetzt nicht eine Lösung die einzig Wahre sondern kann immer wieder abweichen.