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Online- ODER Präsenzseminare?

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auf der Homepage der FernUni Hagen habe ich über diesen Studiengang gelesen, dass der Studierende eine gewisse Anzahl an Online- oder Präsenzseminaren absolvieren muss. Ist dieses "oder" als Entscheidung des Studenten zu verstehen? Soll heißen, kann ich auch sagen, ich möchte an keinem Online-Seminar teilnehmen, dafür aber an drei (?) Präsenzseminaren - oder umgekehrt?

Comments

Du kannst frei wählen, ob du ein Online- oder ein Präsenzseminar machen willst. Du kannst auch ausschließlich Online- oder ausschließlich Präsenzseminare belegen. Oder aber auch beides machen.Pflicht sind mind. 2 Seminare zu besuchen, egal ob online oder als Präsenzveranstaltung.

Allerdings werden für Online-Seminare bevorzugt StudentenInnen genommen, die besondere Gründe wie Auslandswohnsitz, Behinderung, ... etc. vorweisen können. Da die Plätze auf eine Höchstzahl beschränkt sind, kann es sein, dass du gar keinen Platz mehr bekommst.

Kann mich meiner Vorrednerin nur anschließen. Ein anderer Grund für ein Online-Seminar: wer im "Knast" sitzt, kann schlecht an Präsenzseminaren teilnehmen...
Diese Dame hat bestimmt nur an Online-Seminaren teilgenommen: [URL]https://de.wikipedia.org/wiki/Birgit_Hogefeld[/URL]
:D
Gruß aus Mainz,

Joe

Freddy,

soweit ich weiß, gilt bei den Präsenzseminaren "First Come - First Serve" - d.h. der frühe Vogel fängt den Wurm :) Allerdings sind die Seminare tlw. sehr heftig (aufgrund der Vorleistungen wie Referate,...) - aus diesem Grund machen die meisten nur 2 Seminare...

Ich werde im September mein erstes Onlineseminar machen - hat ev. jemand schon mal eines gemacht und kann Feedback dazu geben?

lg,

Stefan

Okay, bedeutet das denn, dass bei den Präsenzseminaren "first come - first serve" gilt, und ich am Online-Seminar aber zur Not IMMER teilnehmen kann? Ohne die Möglichkeit, sicher an den zwei oder drei geforderten Online-Seminaren teilnehmen zu können, würde das Studium für mich nämlich keinen Sinn machen.

Die Online-Seminare sind für Studenten gedacht, die an den Präsenzseminaren nicht teilnehmen können. Bei der der Anmeldung für ein Online-Seminar musst du den Grund für ein Online-Seminar angeben. Die Plätze werden i.d.R. zunächst an Auslandsstudenten oder Studenten mit körperlicher Behinderung oder... sonstigen Gründen, die eine Anreise schwierig gestalten, vergeben. Ich vermute, die Restplätze (sofern es welche gibt) werden nach First Come - First Serve vergeben. Eine 100%ige Garantie gibt es aber nie. Wenn du aber einen trifftigen Grund für die Online-Teilnahme hast, wirst du bestimmt einen Platz bekommen.

Ich habe meine zwei Seminarscheine per Online-Seminar absolviert. Dass Hogefeld an einem Online-Seminar teilgenommen hat, wage ich zu bezweifeln, es sei denn, die Knastis haben heute sogar noch Internetzugang. Dieser ist nämlich unumgänglich für den Onlineseminarschein. Sie hat ja auch Literaturwissenschaft studiert und nicht unseren Pol. Solche Online-Seminare laufen meistens über einen Zeitraum von bis zu 6 Wochen mit teils vielen Kleinaufgaben und Gruppenaufgaben. Ich habs nur gemacht, weil ich keine Lust hatte Hotel zu buchen, viel Geld dafür auszugeben und um ein paar Tage Urlaub zu bitten. Beim Online-Seminar zum Modul 3.2 gab's u.a. einen 1000-Seiten Reader, der in Etappen bearbeitet werden musste und dessen Inhalt in weiterer Folge auch "geprüft" wurde in Form von schriftlichen Arbeiten über spezielle Thematiken die dann auch einzureichen waren. Chefs dort waren die Herren Benz und Broschek - man merkte ihnen allerdings an, dass ihre zur Verfügung stehende Zeit für die Betreuung der Onlienseminarstudenten sehr rar war. *gg* Aber schlussendlich zählt der Seminarschein und ein bissal was gelernt haben wir ja auch. Der liebe Herr Broschek hat sich dann ja auch schnell wieder von seinem Dienste an der FernUni verabschiedet, was sicherlich nicht die schlechteste Entscheidung war. ;)

Monika

Monika,

ich habe im September mein erstes "OnlineSeminar". Nachdem es da kaum Infos gibt, wollte ich mal nachfragen wie das so abläuft:

Ist jeden Tag "Seminar"?
Wie läuft die Kommunikation? (Webcam,...)

Soweit ich Deinem Post entnehmen kann, hat man einen Reader, muss diesen bearbeiten und dann die Aufgaben einschicken?

Vielen Dank für Deine Info!

lg,

Stefan

Der mächtige 1.000-Seiten Reader, dessen Texte zur Hälfte in englisch waren, kam vorab mit der Post. Wir sollten uns da schon mal einlesen. Auch hatten wir uns zu Seminarbeginn vorzustellen. Im Webcamzeitalter waren wir da noch nicht, sehr wohl aber im Zeitalter des Chats. Ich glaub wöchentlich so gegen 19.00 Uhr wurde ein Chat abgehalten, es wurde dringend empfohlen dort teilzunehmen und fleißig mitzudiskutieren. Da hatte ich immer ein wenig Bammel davor, weil man sich da ja gleich mal blamiert, wenn man den Stoff nicht beherrscht. Herr Benz hat uns auch immer darauf aufmerksam gemacht, dass wer nicht fleißig mitmacht aus dem Online-Seminar ausgeschlossen wird und natürlich keinen Teilnahmeschein erhält. Das war letztlich aber nur eine leere Drohung, denn meinen Recherchen zufolge haben selbst jene Zeitgenossen, die nie ein Wort im Seminar verloren hatten, am Ende ihren Schein erhalten. Ob das allerdings immer so gehandhabt wird, weiß ich nicht. Die zu erarbeitenden Texte müssen entweder per e-mail an den Betreuer gesendet oder in moodle hochgeladen werden. Auch hier wieder die Gefahr, dass der Text nicht den Anfoderungen entpricht und man sich deshalb vorab sehr viel damit beschäfttigt, was meiner Natur ein wenig widerspricht, da ich bei solchen Aktionen, bei denen es auch keine Noten gibt, am liebsten mit geringsmöglichem Aufwand ans Ziel komme. Am Ende jeder Aufgabenwochen gab's dann eine Stellungnahme der Herren Benz und Broschek, die uns dann zeigten, wie's richtig geht. *gg* Naja, den Reader habe ich immer noch, dieses Monstrum hat einen Sonderplatz im Archiv meiner Studienunterlagen und den Studenten schaue ich mir an, der das alles gelesen und gelernt hat.

In welchen Module hast du die Online-Seminare gemacht? Momentan wird ja nur für 1.2b/2.7 ein Online-Seminar angeboten.

@Bostone: Hast du schon eine Teilnahmezusage bekommen? Denn m.W. sind erst alle auf einer Warteliste und dann wird denen, die auf die Teilnahme angewiesen sind, eine Teilnehmerzusage erteilt.

Das andere Modul war das 2.2er. Dort war der Bröchler der Chef, weiß nicht, ob der Typ heute noch an der FernUni aktiv ist. Der war eigentlich ganz nett. Auch hier gab's Chats wo man Fragen stellen konnte. Da gings aber gemächlichter zu, war so ne Art Plaudertreff. Er hat uns dann zu Gruppen zusammengewürfelt und wir mussten eine Reihe von Gemeinschaftsaufgaben "lösen". Ganz lustig war die Power Point Präsentation. Da schickten wir uns in der Gruppe dann 100fach die überarbeitete Präsentation zu was zu einem gewaltigen Durcheinander führte, wo sich dann am Ende keiner mehr auskannte. LOL Einer muss auch immer der Gruppenchef werden, der dann die ganze Verwantwortung übernehmen muss und die Gruppe gegenüber dem Betreuer vertritt. Ein Tipp: Wenn ihr in der Gruppe ausmachen müsst, wer euer Chef sein soll, gleich sagen: Ich nicht! Dann bist du ausm Schneider! Weil der Gruppenchef ist derjenige, der eine aufn Deckel bekommt, wenn die Gruppenaufgabe Mist ist und der Gruppenchef muss auch die Leute in der Gruppe immer "motivieren" etwas zu tun, sonst muss er es am Ende ganz alleine machen, wenn sich alle auf die faule Haut legen.

hmm... ich habe folgendes bekommen:

vielen Dank für Ihre Anmeldung zum Online-Seminar. Ich habe Sie in die Teilnehmerliste eingetragen. Wir gehen davon aus, dass wir Ihre Anschrift den anderen Seminarteilnehmerinnen und –teilnehmern mitteilen dürfen.

Mit freundlichen Grüßen
Christiane Ternette

FernUniversität in Hagen

@ Sweetheaven - Danke für die Ausführungen - und danke für den Tipp mit dem "Gruppenchef"
Hab mich aber bereits im Februar angemeldet...

Super Einstellung, genau so sollte man das angehen: Nur nicht den Gruppenchef übernehmen, den Reader auf keinen Fall ganz lesen, so lang wie möglich in Deckung halten, ansonsten alles ganz lustig nehmen und mit so wenig Aufwand wie möglich durch, weil es ja ohnehin keine Note gibt. Und als ob das nicht schon genug wäre, das auch noch als praktikable Strategie lauthals anpreisen.

Ich war auch bei dem Online-Seminar zu 2.2 dabei, komisch, ich habe da weder Plaudertreffs erlebt, noch bin ich der Meinung, dass der Gruppenchef eine besonders anstrengende oder undankbare Aufgabe hatte.

Im übrigen: Dass nicht nur Broschek gegangen ist, sondern auch Benz (genauer sogar: Broschek mit Benz), ist Dir schon klar? Man munkelt, dass einer der Gründe, warum ihm der Wechsel nach Darmstadt trotz seines langjährigen Engagements im Studiengang nicht schwer gefallen ist, das Scheitern des Projekts virtueller Kommunikation war.
Wen wundert das, wenn er solche Statements liest...

"... ich habe da weder Plaudertreffs erlebt, noch bin ich der Meinung, dass der Gruppenchef eine besonders anstrengende oder undankbare Aufgabe hatte"

Die Chats im Online-Seminar waren von 19.00 Uhr bis 20.00 Uhr. Verdammt, ich kann mich nicht mehr an den Wochentag erinnern *fg* Der Bröchler stand im Chat Rede und Antwort, es wurde ein wenig geplaudert, nicht alle kamen, einige hatten Probleme mit der Technik und viele verschwanden bereits während des Chats wieder. Das solltest du wissen, da du ja angeblich dabei warst.

"Dass nicht nur Broschek gegangen ist, sondern auch Benz (genauer sogar: Broschek mit Benz), ist Dir schon klar?" Ja, haben beide den Verschwindibus gemacht. *gg*. Über Benz kann ich nicht viel sagen, Broschek jedoch ist meines Erachtens nur an seinem Werdegang interessiert. Die Zeit, die er für das Online-Seminar aufgewendet hat, konnte man in Sekunden stoppen und er lies auch nie großen Zweifel daran, dass er von Fernstudium nicht viel hält. Ich erinnere an eine Einführungsveranstaltung für Studieninteressierte, dort waren alle Fachbereiche durch Profs. oder eben Betreuer repräsentiert, alle haben sie sich ans Rednerpult gestellt und Vorträge gehalten. Nur einer nicht, der beschränkte sich auf ein kurzes, gelangweiltes, unvorbereitetes Statement vom Sessel aus, was noch dazu nicht gerade berauschend war. Vielleicht erratest du ja wen ich meine. Na gut, ich sags dir, dein Freund Broschek wars.

Das mit dem Gruppenchef ist nicht nur in Seminaren so, sondern bspw. auch in Firmen. Bei Gruppen muss jemand die Verantwortung übernehmen und derjenige ist dann eben auch Schuld wenn es mit Aufgaben nicht klappt. In Firmen ist diese erhöhte Verantwortung mit positiven Aspekten verbunden, Prestige, höherer Lohn, Machtposition etc. Diese ach so schönen Vorteile kann ich im Rahmen einer Seminargruppe nicht erkennen. Unnötiger Aufwand, unnötiges Risiko - also Finger weg. I tell it like it is. Streber du!

Ich hoffe, da schwingt wenigstens ein bisschen sanfte Ironie mit.

und noch ein Tipp für die Zukunft. Die Leute hier, zumindest diejenigen, die nutzenorientiert sind, wollen "echte" Tipps und Ratschläge und kein idealistisches Geschwätz. Wenn ich Erfahrungsberichte zu mündlichen Prüfungen schreibe bzw. Antworten auf diesbezügliche Anfragen gebe, dann gebe ich meine Erfahrung 1 zu 1 weiter. Naütrlich helfe ich damit anderen Leuten, eine bessere oder sogar sehr gute Note einzufahren. Aber warum auch nicht, mir selber hilft es ja nichts mehr und ich hätte mir gewünscht, dass mir im Vorfeld zu Prüfungen jemand derartige Tipps gegeben hätte, dann hätte ich mir sssseeehhhhhhrrrrr viel Arbeit, Zeit, Mühe, Sorgen und Energie gespart. Denn brauchst nicht glauben, dass Professoren oder Prüfer hergehen und dem Student mitteilen, dass er NUR Themenschwerpunkt zu lernen hat und den ganzen Rest nicht mal anschauen braucht, da heißt es immer korrekt "Es ist alles prüfungsrelevant, Themenschwerpunkt wird halt ein bisschen intensiver geprüft" - Im Grunde genommen ist das sogar eine Vortäuschung falscher Tatsachen.

Sorry, aber Deine Strategie ist doch keine, um bessere oder sogar sehr gute Noten zu generieren, Du propagierst ein Schmalspurstudium, das irgendwann seine natürliche Grenzen (auch bzgl. der Notengabe) findet. Ich bin der festen Überzeugung, dass meine Kritik nichts mit idealistischem Geschwätz zu tun hat, sondern sich letztlich als nutzenorientierter erweist als Deine Vorgehensweise. Möglicherweise sind aber die Bezugssysteme unserer Nutzenvorstellungen unterschiedlich: Ich sehe schon einen Nutzen darin, auf der Basis konstruktiver Diskussionen zu lernen und Inhalte besser zu verstehen, zumindest bei den Prüfungen ist das von ganz erheblichem Nutzen .;)

Für eben die ist auch von Nutzen, mehr zu wissen als nur die schmale Spur der Themenschwerpunkte, ich vermute, dass jedem klar ist, dass sich nur auf einer breiten Basis überzeugend argumentieren lässt und man nicht zusammensacken muss, wenn dann doch eine Frage kommt, die über den Rahmen auswendig gelernter Inhalte hinausgeht. Meine mündlichen Prüfungen waren bisher immer Gespräche, niemals Wissensabfragen, immer hat sich das Thema stark in Grundsätzliches verschoben und alle Beteiligten (Prüfer wie Geprüfter) hatten die ungefähr gleiche Redezeit.

Also: Sich bei Seminaren (ob Präsenz oder Online) mehr einzubringen als geduckt in der Hinterreihe zu verharren ist ein echter Tipp und Ratschlag, durch und durch nutzenorientiert und wird i.d.R. durch Verstehens- und Lernprozesse belohnt. Und jetzt bitte nicht argumentieren, Du hättest in den Seminaren ohnehin fast nichts gelernt, damit drehen wir uns dann nämlich hübsch im Kreis.

Es ist ein riesen Unterschied, ob man alle Kurse eines Moduls lernt und noch dazu einen gewählten Themenschwerpunkt mit so viel Zusatzliteratur und -stoff wie nur möglich, oder ob man sich ausschließlich auf den Schwerpunkt konzentriert. Man kann nämlich nur schwerlich beides machen, einerseits extrem in die Breite gehen (weite Stofffelder) andererseits im Schwerpunkt selber mit Hilfe von Eigenrecherche ganz tief runter bis zur Wurzel. Abgesehen davon werden die Bachelorstudien zurecht als Bulemiestudien bezeichnet, erst viel auswendig lernen, danach kannst alles wieder vergessen. Du bist halt jemand, der Leuten, die wissen wollen, wie sie eine gute Note bekommen bzw. wie sie sich am effektivsten auf eine Prüfung vorbereiten können, wider besseren Wissens, falsche Anweisungen gibt. Davon halte ich überhaupt nichts. Abgesehen davon, die meisten, vielleicht nicht alle, aber die meisten sind nur im Online-Seminar, weil sie den Schein brauchen und nicht weil sie was lernen wollen. Das kann man ja alles ohne Stress einfach im Internet nachlesen, da brauche ich kein Semninar. Ich habe den Leuten ja nicht empfohlen, "... geduckt aus der Hinterreihe" zu agieren, sondern lediglich, dass sie sich nicht von den anderen zum Sündenbock machen lassen sollen, sondern ihre eigene Strategie verfolgen sollen. Ich kann kaum glauben, dass ich die einzige bin, die versucht, ohne anzuecken und ohne zuviel Aufwand an ihr Ziel zu kommen. (gute Note, Seminarschein) Liegt allerdings auch daran, dass ich ohnehin viel zu tun habe (parallel zum Studium), während du offenbar eine Berufsstudentin zu sein scheinst. Abgesehen davon ist ein degree, den man von einer Fernuni erhält, ohnehin nicht wirklich gleichwertig dem einer Präsenzuni - aber das ist nur meine persönliche Meinung. Ciao

Wider bessern Wissens ist das aber nicht, glaub mir, das funktioniert ganz prima!
Und Berufsstudent bin ich auch nicht, sondern nebenbei studierend, wie die meisten hier.

Der Satz "das kann man ja alles ohne Stress einfach im Internet nachlesen, da brauche ich kein Seminar" war übrigens am besten, das gilt dann auch fürs gesamte Studium. Aber vermutlich hast Du auch Recht, und für Dein Studium gilt das tatsächlich.
Womit wir wieder bei dem armen, ernüchterten Prof. Benz sind, der doch tatsächlich mal glaubte, man könnte die Lern- und Lehrstrukturen einer Präsenzuni auch virtuell reproduzieren.

Benz hat schon Recht. Das würde schon funktionieren, aber nicht mit der Einstellung der Prüfenden. Wenn es im Vorfeld heißt: "alles ist prüfungsrelevant, sie müssen alles können, um die Prüfung zu bestehen" - Dann muss in der Prüfung auch alles kommen und dann vielleicht nicht so wahnsinnig tief, sondern einfach mal schauen, kennt er/sie sich aus oder nicht. Aber wenn sie das nicht machen, dann fühlt sich der Student verarscht. So war das in meinem Fall. Ganz am Anfang, immer schön brav alles richtig machen, immer schön fleißig sein, immer alles das tun was die Profs. sagen und dann böse auf die Schnauze fallen ... Aus Fehlern lernt man. In meinem Studium kam mir bist jetzt mit Ausnahme von Statistik nichts unter, was ich nicht blitzschnell im Internet nachlesen könnte. Speziell Benz, der drohte, dass Leute die beim Online-Seminar nicht mitmachen ausgeschlossen werden und keinen Schein erhalten und der dann jedem den Schein gab, auch jenen, die nicht mal ihre Aufsätze eingereicht hatten, sollte sich mal lieber an der eigenen Nase nehmen. Wir haben im Soziologie-Modul 1,3 noch gelernt, dass eine Drohung immer glaubhaft sein muss, denn sonst tanzt aufgrund der Drohung keiner nach deiner Pfeife, tja, da hätte Benz mal lieber Nägel mit Köpfen machen sollen, dann würde ich hier davor warnen, die Teilnahme an einem Online-Seminar auf die leichte Schulter zu nehmen.

Abgesehen davon ist es eine dem Menschen innewohnende Eigenschaft, zu versuchen, mit geringstmöglichem Aufwand an sein Ziel zu kommen. Ich stutze den Rasen ja auch nicht mit der Schere, sondern düse mit dem Mäher drüber und auch nur dann, wenn es wieder mal sein muss. Bin ja kein Gartenfreak, der nichts besseres zu tun hat. Ich benötige den Stoff des Studiums nicht beruflich, da bin ich fest im Sattel. Ich konnte diversen Modulstoff auch mal auswendig, bspw. AGIL-Schema, heute weiß ich nicht mehr was das ist, es ist also so, als hätte ich es nie gelernt. Für mich geht die Rechnung meiner Taktik auf.

Mach du nur schön brav weiter alles was man von dir verlangt, Schlitzohrtum wird siegen!

Ein Beispiel muss ich noch erwähnen, weil es so wunderbar meine These untermauert. HA im Modul 1.4, mächtig viel Stoff. Zu meiner Zeit musste man sich nur ne DVD kaufen und eine HA über den Film schreiben bzw. über die gesellschaftlichen Randbedingungen oder Ähnliches. Die Kurse mussten nicht mal aufgeschlagen werden und man bekam eine gute Note. Ist sowas vergleichbar mit einer Präsenzuni? Naja, zumindest nicht in meinen Breitengraden. Wer wenig verlangt, kriegt auch wenig!

regt Euch ab! Dieser Streit ist doch sinnlos...:p
Die Bedingungen für den Erwerb von Seminarscheinen sind transparent und für alle gleich. Jeder kann wissen, wenn er sich die Mühe des Lesens der Seminarbeschreibung macht. Gleiches gilt für Modulprüfungen usw.
Offensichtlich hat jeder hat für die Seminar/Prüfungsvorbereitung seine eigene persönliche Strategie. Und das ist auch gut so...;)

Abschließend bin ich der Ansicht, das man an einer Unviersität für das eigene Leben lernt, nicht für den Prüfer/den Seminarschein usw.

Gruß aus Mainz,

Joe

"Abschließend bin ich der Ansicht, das man an einer Unviersität für das eigene Leben lernt, nicht für den Prüfer/den Seminarschein usw."

Da hast du natürlich Recht, wobei diese Einstellung bei Themen wie Varianzanalyse oder KQ-Schätzung an ihre Grenzen stößt.