Skip to content
xenforo

Organisation für/über Hausarbeiten

Content

Entschuldigt Leute, wenn ich womöglich eine zum x-ten Mal gestellte Frage hier wiederhole, aber es macht doch recht Mühe, all die alten Threads durchzusehen. Und die Suche über alle Beiträge gestaltet sich nicht minder schwer.

In den Prüfungsbestimmungen der FU lese ich, Hausarbeiten haben im Vollzeitstudium einen Bearbeitungszeitraum von 3 Wochen. Ist das ein vorgegebener, relativer Richtwert oder wird das von irgendwo her überprüft, etwa indem der Betreuer sein OK gibt und man dann pünktlich 3 Wochen später das Pamphlet auf den Weg gebracht haben muß?

Hintergrund ist der, daß ich mir durchaus zutrauen würde, neben meinem Beruf vollzeit zu studieren, wenn die Möglichkeit bestünde, Hausarbeiten "während des Semesters" zu schreiben. Ich kann mir allerdings auch nicht vorstellen, daß man Wert auf die Einhaltung von peniblen 3 Wochen besteht, denn wie sollte man da Sekundärliteratur sichten können, ganz besonders in den Fällen, wenn diese erst über Fernleihe bestellt werden muß. Liege ich da in etwa richtig mit meiner Annahme?

Gruß
Thomas

Comments

Hausarbeit läuft folgendermaßen: Du bestellst dir das gewünschte Modul und liest es so weit es geht durch - dabei kann man durchaus auf ein Hausarbeitsthema stoßen, z.B. etwas, das im Skript angerissen wird, das du aber gern vertiefen möchtest. Eine andere Möglichkeit ist, in einem Seminar mit einem Dozenten ein Thema abzusprechen, darüber ggf. ein Referat zu halten und das dann als HA auszuarbeiten.

So, nun zu den drei Wochen: Wenn du also ein Thema gewählt hast, musst du deinen Betreuer (das ist i.d.R. einer der Modulbetreuer) fragen, ob das Thema i.O. ist, evtl. unter Angabe von Sekundärliteratur/ Quellen, die du hinzuziehen möchtest. Ist das Thema durch, dann erstellst du ein Exposé, d.h. du stellst auf 1-2 Seiten dar, wie du die HA gliedern möchtest und schickst das per e-mail deinem Betreuer. Stimmt der Betreuer dann diesem Exposé zu, dann fragt er dich, ob er die HA jetzt anmelden soll, bzw. zu welchem Termin - spätester Termin ist in deinem Fall drei Wochen vor Semesterende; du kannst aber auch mitten im Semester eine HA anmelden (Achtung: du musst dich SELBST für die Prüfung anmelden, wie zu allen anderen, aber den Startschuss beim PA gibt der Betreuer!).

Das heißt also: wenn du deinem Betreuer sagst, dass die drei Wochen zu laufen beginnen sollen, dann musst du den Löwenanteil der HA schon veranstaltet haben, nämlich Themensuche, Literaturrecherche- und sichtung, Gliederung, Arbeitsplan. Denn das schaffst du in den 3 Wochen nicht, die sind fürs Schreiben. Wichtig ist, für die Korrektur einige Tage einzuplanen, wenigstens 2 Leute sollten mal drübersehen, da man sein eigenes Zeugs am Ende schlecht beurteilen kann.

Soweit klar? Sonst frag noch mal.

Das hört sich ja gar nicht mal so schlecht an - wenn es auch, haha, ein ziemlicher Wust an Bürokratie zu sein scheint :cool: Danke aber für die prompte Antwort.

Eins noch am Rande: wann trudeln denn so ungefähr die Scripte ein? Ist ja dann doch eine rechte Zeitplanung erforderlich.
Und kann man eine Aussage darüber treffen, welchen Umfang diese Schriften im Schnitt haben? Sind es eher 500 oder 1000 oder noch mehr Seiten pro Modul?

1000-1500 Seiten ??? Pro Modul? :eek:
Mein lieber Scholli, da stellt sich ja glatt die Frage, ob man überhaupt noch Sekundärliteratur heranziehen sollte...?!

Und für mich als designierten Altstudenten: was meint Bearbeitungsbeginn? Etwa Semesterbeginn?

Ich weiß, man sollte es einfach ausprobieren, dann sieht man ja, wo und wie der Hase läuft.
Aber ich muß eben doch recht aufpassen und Zeit ein- bzw. auskalkulieren, daher meine Frage.

die haben sich das ja so gedacht:

Jedes Modul umfasst 450 Arbeitsstunden. Davon werden jeweils 240 Std. durch das Belegen und Durcharbeiten von Kursen abgedeckt (= 8 SWS; 1 SWS entspricht 30 Std. Bearbeitungszeit). 120 Std. sind für die Vorbereitung und Durchführung der studienbegleitenden Prüfung vorgesehen, 90 Std. stehen für freie Lektüre zu den Inhalten des Moduls oder für ein Präsenz- oder Online-Seminar zu diesem Modul zur Verfügung.

[URL="https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bakwmfs/studiengang/aufbau.shtml"]Quelle[/URL]

danach müsste man pro modul pro monat 90 stunden arbeiten, wenn man von anfang oktober bis ende februar rechnet. wie das real aussieht, kann ich leider nicht sagen.

nur, dass sich die L1 seiten schneller durcharbeiten lassen als die P1 seiten. dafür braucht man bei P1 nicht den ganzen stapel zu machen.

Soll man :D Ohne Sekundärliteratur geht bei Hausarbeiten gar nichts... die Skripte sind ja quer duch verschiedene Themen und bei der HA konzentrierst du dich nur ein ein kleines Teilgebiet. Rein theoretisch könntest du also die ersten 7 Seiten der Unterlagen lesen - eine Idee für dein HA-Thema finden - und den Rest ungelesen zur Seite legen... theoretisch... macht natürlich Sinn, zumindest den thematisch dazu passenden Rest des Studienbriefs zu lesen. Das nicht dazu passende kannst du schlimmstenfalls auslassen, bestenfalls nach HA-Abgabe noch durcharbeiten oder wenigstens lesen.

Bearbeitungsbeginn würde ich für mich tatsächlich mit Semesterbeginn übersetzen. Das ist der Termin, zu welchem die Moodle-Plattform aktiviert wird, die Unterlagen spätestens bei jedem sein, eben "ready to go"...

Tja, das ist genau meine Überlegung: was und wieviel muß ich zu einer vernünftigen Hausarbeit vom vorgegebenen Studienmaterial lesen/durcharbeiten usw.

Ich kenne noch die Vorgehensweisen für das Verfassen einer Hausarbeit und hatte immer Spaß daran, ehrlich. Habe das geliebt und genossen, wenn es ans Recherchieren ging oder sich da oder dort ein paar historische Schmankler finden ließen. Starke Sache, wenn man bloß wegen einer zufällig gelesenen einzelnen Fußnote ganze Magisterthemen aufbauen kann. Einmal ganz abgesehen von dem Wühlen in Archiven ;)

Insofern frage ich mich, ab welchem Zeitpunkt ich mich auf ein Thema stürzen kann, wenn es für eine Hausarbeit gedacht ist (logisch, daß für eine Mündliche alles aus dem "Hagener Material" bereits gelesen, begriffen und griffbereit sein sollte). Aber bei Hausarbeiten liegt der Hase ja etwas anders im Pfeffer, wenn ich mich nicht irre.
Es scheint, als wäre es eventuell praktikabel, möglichst früh nach Einstieg ins Semester ein Thema heraus zu filtern und absegnen zu lassen. Dann ließe sich schon die erste Weiche stellen, und der Rest des Materials rückte dann gegenüber thematisch passender Sekundärliteratur u.U. in den Hintergrund.

Naja, so lief es in etwa damals im Magisterstudium mit den Hausarbeiten.

Du kannst dich aber auch als Teilzeitstudent einschreiben und dann hast du mehr Zeit für die Hausarbeit. Der Vollzeitstatus lohnt nur, wenn du Bafög oder eine studentische Krankenversicherung benötigst.

So läuft es hier schon auch. Wenn du schon eine Idee für eine HA hast, die zum Modul passt, musst du nicht die Studienbriefe durcharbeiten. Ich habe allerdings bisher für mich die Unterlagen schon gebraucht, um überhaupt die Idee zu finden und den Bezug herzustellen. Bei meiner letzten HA war es schlussendlich aber auch nur ein Zweizeiler, der mir mein Thema "geliefert" hat.
Den thematisch nicht zu meiner HA passenden Rest habe ich dann nur noch aus Interesse gelesen...

Alles andere in deiner HA ist dann Eigenleistung, denn du sollst ja nich nur das "umschreiben", was du von Hagen geliefert bekommst, sondern dein Thema selbst erarbeiten.

StinaF. wrote:

Du kannst dich aber auch als Teilzeitstudent einschreiben und dann hast du mehr Zeit für die Hausarbeit. Der Vollzeitstatus lohnt nur, wenn du Bafög oder eine studentische Krankenversicherung benötigst.

Genau - Du kannst nämlich auch als TZler mehrere Prüfungen pro Semester ablegen.

meister_lampe wrote:

nur, dass sich die L1 seiten schneller durcharbeiten lassen als die P1 seiten. dafür braucht man bei P1 nicht den ganzen stapel zu machen.

Dafür braucht man für L1 aber definitiv Zusatzliteratur - man sollte, wenn man die stilistischen Unterschiede der Epochen wirklich verstehen will, schon mal den ein oder anderen Goethe etc.

Und kann man sich dann auch früher zur BA-Arbeit anmelden, wenn man schon mehrere Prüfungen als TZler durch hat?

Du kannst den Antrag nach zehn Modulen stellen....

Mann, was Ihr alles wißt! Das wird ja immer doller!

alles Erfahrung, mühsam erarbeitet LOL

Naja, Prüfungsordnung hin oder her. Es ist ja wichtig, was zwischen den Zeilen steht und obendrein, inwieweit die Regeln gebogen werden (können/dürfen), nech? :rolleyes

Da gebe ich Dir recht. Aber es ist doch verschleiernd, sozusagen, wenn überall nur von Vollzeit und Teilzeit zu lesen ist. Dem gegenüber aber fand ich etwa keine Erwähnung, daß es möglich ist, im TZ auch mehrere Module zu belegen. Das schien mir bislang doch immer ein Fall für den gängigen Usus zu sein - und einen solchen erfährt man durch Nachfragen im Forum ;) q.e.d.
Bestimmt ließe sich sowas auch durch ein fleißiges Studieren der Ordnungen erschließen, aber hey, ich habs mit Geschichte, nicht mit Jura.

Im Großen und Ganzen ist das viele Ordnungen-Durchwühlen doch recht mühsam. Da fragt man lieber einmal mehr nach und hat dann die Antwort schneller und quasi aus erster Hand.