Hallöle,
mich würde interessieren, wie viel User hier politisch aktiv bzw. vielleicht einer Partei angehören oder öffentliche, ehrenamtliche, hauptamliche Ämter begleiten ?
Das soll nicht heißen, dass sich alle hier Öffentlichkeitswirksam öffnen müssen, die die nicht sagen wollen welcher Partei sie angehören, müssen dies auch nicht tun. Es würde ja auch reichen Ja oder Nein.
Gruß Daniel
Comments
Ozymandias
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View profileBin Parteimitglied einer derzeit gebeutelten Partei :D Momentan allerdings hauptsächlich nur auf dem Papier.
Daniel81
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View profileNa Willkommen im Club! Meine Partei ist gerade, ach warte mal kurz.............. Ich meine meine Partei war und ist schon seit bestehen in der Kritik! Aber da du schreibst, dass dies hauptsächlich auf dem Papier so ist, gehe ich mal von den derzeitigen "Stimmungsparameter" aus. Wenn du mir jetzt noch sagst, dass ihr in der Regierung seit, müßte jeder Bescheid wissen
Ozymandias
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View profileMit dem hauptsächlich auf dem Papier bezog ich mich auf die Parteimitgliedschaft. Ich bin also nicht aktiv, keine Parteiposten, etc. sondern einfach nur Mitglied.
Ja, die Partei ist an der Regierung beteiligt, aber so stark ist die FDP eigentlich nicht gebeutelt. 4-6% sind nichts neues für die Partei, allerdings ging es etwas flott nach unten.
Die SPD mit ehemals um die 40% dümpelt im niedrigen 2x % Bereich rum, das nenne ich ein strukutrelles Defizit.
Aber vielleicht outen sich hier ja noch ein paar Verfechter der liberalen Idee
Daniel81
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View profileDLag ich also doch nicht so falsch.
Naja die SPD muss sich nun langsam mal entscheiden, wo der Weg hingehen soll. Mit uns möchte man "offiziell" nicht zusammenarbeiten, ausgenommen einige Länderbeteiligungen.Hartz 4 mit großen getöns eingeführt und nun am Verhandlungstisch Robin Hood spielen wollen. Inzwischen hat man nun mal eingesehen, dass vieles schön angedacht war aber in die Hose ging. Ich sage ja nicht das der Sinneswandel fatal ist, ganz im Gegenteil, wir wollten nie Hartz 4.
Na ich hoffe doch nicht ! Nein Spass beiseite.Wir wollen hier jetzt um Gottes Willen nicht in die politische Diskussion gehen. Vielleicht melden sich noch ein paar User, ich kann mir nicht vorstellen, dass nur wir beide politisch Engagiert bzw. Interessiert sind. Immerhin gibt es hier genug angehende Politiwissenschaftler.
krid
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View profileHmmm, die FDP als Verfechterin der liberalen Idee zu bezeichnen, halte ich für gewagt.. ;)
Wenn ausgerechnet der Brüderle die liberale Leitfigur gibt, dann steht es schlecht um die Partei. Und die Markwirtschaft... :eek
Ozymandias
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View profileWelche liberalen Parteien gibt es denn sonst noch in Deutschland?
Daniel81
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View profileGott sei Dank nicht so viele :D Nimm das alles mit ein bisschen Humor. Mir war klar, dass genau diese Diskussionen ihren Weg finden. So lange wie das hier nicht ausartet, finde ich das schon in Ordnung. Politik ist nun mal eine Streitkultur. Und nimm meine Ironie nicht so ernst, ist nur Spass.
Mit einen leichten lächeln im Gesicht muss ich jedoch sagen, du bist halt in der falschen Partei. Wenn du möchtest schicke ich dir unseren Mitgliedsantrag zu. :D:D:D
Augenzwickern
Gruß Daniel
Ozymandias
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View profileVielleicht sollten hier einige ihr Fach mal genauer studieren :P
Daniel81
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View profileAuf was war das bezogen ?
Ozymandias
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View profileAuf den Irrglauben mancher hier im Hinblick auf die jeweiligen Parteipräferenzen. ;)
Aufklärung, Bürgertum, Naturrechte und Demokratie sind auf dem Mist der Konservativen oder der "Sozialdemokraten" gewachsen, sondern sind dem Liberalismus zu verdanken.
Daniel81
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View profileIch bin nicht von den Konservativen, also fühle ich mich nicht angesprochen. Ich bin Parteimitglied der Linken. Nun ja, wenn wir alle die selben Ansichten hätten, wären wir auch alle in der gleichen Partei. Und zum anderen, nehme ich das hier auch ein bisschen mit Humor und nicht so ernst ;)
Ist ist ja kein Problem darüber zu diskutieren, dazu sind wir ja in einen Forum. Wir dürfen nur nicht zu verbissen werden, und alles etwas lockerer sehen. Und bitte nehme das nicht als Angriff gegen dich, vieles ist zu mindestens von mir auch mit einem zwickernen Auge zu sehen. Wenn es richtig ernst wird, wird man das merken.
Also lass uns um Gottes Willen weiter diskutieren.
Gruß Daniel
Ozymandias
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View profileOhje noch schlimmer als ich dachte :D Aber ist doch gut, dass hier im Forum wenigstens irgendwas los ist, das mal vorweg. Ich finds auch witzig und sehe vieles locker ;) Aber ich teil auch mal gerne gegen meine linken Freunde aus :P
Was vielleicht ein interessantes Thema ist oder wäre, dass man manchmal seine Parteipräferenz schon mit der Geburt mitbekommt. Gibt ja viele Opfer des Stockholm-Syndroms in den neuen Bundesländern. ;) Oder Christdemokraten in Bayern. In Baden-Württemberg, wo ich herkomme gibt es nun mal überproportional viele FDPler. Aber das werden wir sicherlich noch genauer erforschen, warum das so ist
krid
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View profileJa, und ihr Linke kennt Euch aus mit Ernst... :p
Daniel81
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View profileUii jetzt gibs Feuer, ich ahnte es :D.
Nicht umsonst heißt mein Parteichef Klaus Ernst! Im übrigen sei gesagt ein Bayer! Aber es sollte auch mal erwähnt werden, dass nichts so heiss gegessen wird, wie es gekocht wird. Immerhin müssen Menschen die öffentliche Ämter betreiben, alle halbe Jahre mal unterschreiben, ob Sie inzwischen in die Linkspartei eingetreten sind. Interessieren würde mich, wenn einer "Ja" einkreuzt. :D
Ich ahnte es schon!:p
Was läuft da alles schief ? Höre ich da etwa Zweifel raus. Werf ein Blick auf meine Homepage, dass Angebot mit dem Mitgliedsantrag steht noch :D
Da ich ja Sachverständiger fürs Land Berlin bin (Senatsverwaltung) muss ich auch Länderübergreifend mit meinen Kollegen des Veterinär und Lebensmittelaufsichtsamt sprechen, letztens aus Ansbach (Bayern). Ich muss sagen, auch wenn die Herrschaften wußten, mit wem Sie es zu tun haben, lief das Teilweise besser wie in Berlin. Auch wenn wahrscheinlich der Chef Gespräche mitschneiden lies :mad::rolleyes: nur Spass!
Vielleicht haben Sie aber den gleichen Verfassungsschutzbericht über mich erhalten wie ich selber 1 Jahr darum gekämpft habe, Eintragungen keine :D:D:D ich möchte jetzt ungern die Stasi mit dem Verfassungschutz vergleichen, aber wieso eigentlich nicht ?:p So ich habe neuen Diskussionsstoff geliefert. Haut rein.:D:D
Ich glaube "Krid" gehört weder der FDP noch der Linkspartei an :)
anja1973
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View profileich möchte jetzt ungern die Stasi mit dem Verfassungschutz vergleichen
Was will man von einem Linken auch erwarten.
Daniel81
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View profile"Ernst Modus an"
Warum ungern ? Warum denn nicht ? Es gibt genug Bespiele dafür wie systematisch auch der Verfassungschutz zu Mittel gegriffen hat und wahrscheinlich auch immer noch tut, die den Stasimethoden in nichts nachstehen. Auch dafür gibt es genügend Beweise, die erst Jahre später durch ihre Anwälte erfahren haben, dass der Staatschutz überhaupt und mit unlauteren Mitteln eine Überwachung vorgenommen hat.
Genau, ich erwarte von anderen auch nicht viel. Und wenn doch, wird es eh nicht umgesetzt. Von den Hartz Verhandlungen will ich garnicht reden.
Interressant wird es doch immer denn, wenn wir nicht so reagieren, wie es die Allgemeinheit für die Linke für richtig hält. Auch die Presse möchte nur das Drucken was zu der Linkspartei passt. Mein besonderes Augenmerk geht dort an meinen besonderen Freund Hubertus Knabe aus dem Stasiknast Berlin Hohenschönhausen. Im übrigen ist diese 5 Minuten mit der Tram entfernt. Herr Knabe ist ja nun schon mehr in den Medien wie die Bundeskanzlerin selber.
Das einzige Thema was er kennt, die Menschen davor zu warnen und zu wählen, da wir schnellstmöglich die Mauer wieder hoch ziehen wollen. Immer wieder auch gerne das Thema der Linksverdrossenheit sich mit dem Thema Stasi und Stasi-Gedenkstätte Hohenschönhausen auseinanderzusetzen, "Niemals war ein Linker hier" so in etwa lauten seine Worte die er gerne mal in zig Zeitschriften niederlegt.
Ich war nun schon des öfteren vor Ort und habe auch an Führungen teilgenommen. Interessant ist doch, wenn der Führende zu dem Punkt kommt, die SED = PDS = DIE Linke sei genauso gefährlich wie manche Rechtspartei und meint, dass speziell Berliner einfach nur Dumm sind oder den Hammer der Zeit nicht fallen haben hören, (bezogen auf die Wahlergebnisse der Linken in Berlin), die Verdrossenheit der Bus und Bahnfahrer, die nicht mal einem Touristen erklären können, wo die Gedenkstätte genau liegt und sich davon erhofft von der Führungsgruppe Applaus zu erhalten und dieser genau nicht kommt. Die Leute haben es satt, immer wieder zu hören, alles war schlecht.
Mit mir wollte man sich auch nicht auseinandersetzen, weil ich nicht ins Bild passe. Woher weiß Herr Knabe eigentlich wie viele Mitglieder der Linken jemals in seiner Gedenkstätte waren ? Kennt er alle mit Gesicht und Parteizugehörigkeit ? Wie gesagt, ich folgte seiner Propaganda und setzte mich damit auseinander! Er selber wollte sich auch auf einen Brief, den ich ihn da lies, nicht äußern. Na gut, er muss sich auch Feinde offen halten sonst würde auch keiner mehr kommen. Ich bin gespannt, wenn die Alten der Partei auf natürliche Weise mal aus der Partei austreten oder versterben, was lässt sich die Presse jetzt einfallen? Ich sehe es schon: Die Jungen Linken führen das Werk der Alten weiter!:(:mad:
Es ist eine schmale Ebene auf die man sich begibt. Deswegen sind auch schon viele Politiker bei dem Thema DDR und Unrechtsstaat unter die Räder gekommen. Aber das man das auch etwas defferenzierter Betrachten kann und sollte, vielen tun dies nicht.
Natürlich brauchen wir uns nicht darüber streiten, dass in DDR Unrecht betrieben wurde. Verwunderlich ist doch aber, dass die jenigen die wirklich Unrecht erfahren haben, die DDR heute natürlich als Unrechtsstaat sehen. Man hat jedoch auch die andere Seite, die in ihr "normal" lebten, ihren Beruf nachgegangen sind, nicht politisch aktiv waren. Fragt man diese Leute, bekommt man oft die gleiche Antwort mit einem großen Unterschied. Es war nicht das optimale, aber allgemein im Ganzen betrachtet zu sagen, die DDR sei ein Unrechtsstaat ist falsch. Vieles war schlecht, aber auch vieles gut. Eine Menge sogar besser wie heute (Polikliniken, Kita-Betreuung, Gemeinschaft, Arbeit).
Im übrigen ist auch weit verbreitet, dass die Linksautonome Szene natürlich zwangsläufig die Partei Linke wählt, Gregor Gysi erzählte mir unter 8 Augen ;) (sind beide Brillenträger) das viele Linksautonome die Partei und auch seine Person nicht leiden können. Tja Bonzen sind wir alle zwangsläufig :D:D:D
Interessant wäre zu erfahren wie ihr das so seht ?
Gruß Daniel
krid
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View profileDas mag sein. Es mag auch nicht in jedem Falle gerechtfertigt sein sein, dass der Verfassungsschutz Leute überwacht.
Der Unterschied zur Stasi ist der: zum einen überwacht der Verfassungsschutz nicht den Großteil der deutschen Bevölkerung, so wie es die Stasi getan hat. Und zum anderen kann man in Deutschland öffentlich über die Methoden des Verfassungsschutzes berichten und diskutieren, und das geschieht auch – in WDR5 gab es am Sonntag ein Feature über einen Autonomen, der seit Jahren überwacht wird und dies nur zufällig erfahren hat (als er die Kosten der Überwachung versehentlich auf seiner Telefonrechnung wiederfand :rolleyes:). Der Spiegel berichtete neulich über einen V-Mann in der autonomen Studentenszene in Heidelberg. Ich kann mich nicht erinnern, dass es seinerzeit ähnliche Berichte im Neuen Deutschland gegeben hätte.
Der Hinweis auf Hubertus Knabe ist doch ein Ablenkungsmanöver. Natürlich ist der nervig, und natürlich überspitzt er seine Aussagen. Auf der anderen Seite ist der Mann effizient. Er kämpft gegen die sich breit machende Wurstigkeit im Umgang mit der DDR-Vergangenheit. Wenn sich ehemalige Stasi-Offiziere hinstellen und in öffentlichen Veranstaltungen von der guten alten Zeit sprechen, dann muss man dagegen angehen. In den 50er-Jahren wurde die Nazi-Vergangenheit unter den Teppich gekehrt – in beiden Teilen Deutschlands. Im Westen sind dann aber die Studenten gekommen und haben nach der Rolle ihrer Eltern gefragt (im Osten gab es ja keine Alt-Nazis, da brauchte man das nicht ;)) Und – huch! – auch das West-Establishment fand diese Leute einseitig und Träger von Propaganda.
Und dann kommt wie stets das Argument, es sei ja auch nicht alles schlecht gewesen in der DDR. Natürlich war es das nicht, und davon spricht ja auch keiner. (Hier muss ich doch stark an mich halten, um nicht polemisch zu werden.) Aber diese DDR-Nostalie hilft doch niemandem. Ja, es gab Polikliniken, aber die medizinische Versorgung dürfte heute viel besser sein als damals. Ja, es gab eine bessere Kinderbetreuung. Aber das haben auch wir Wessis inzwischen eingesehen und arbeiten daran.
Auf der anderen Seite ist heute doch wohl einiges besser als früher: Du kannst alles kaufen und musst nicht 12 Jahre auf einen Trabi warten. Du kannst in jedes Land reisen, das Dir gefällt, sogar nach Nordkorea, wenn die Dich lassen. Und -- Du darfst sogar Mitglied der Linken sein.
Daniel81
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View profileKrid,
Danke für deinen Post.
Das Wort "Sogar" ist etwas hart!:)
Natürlich nicht. Von dem Studenten die Überwacht wurden, habe ich auch etwas gehört. Blöd nur, dass der Verfassungschutz während Sie getarnt als Möbelpacker ins gegenüberliegende Gebäude einzogen (in denn Kisten natürlich ihr Equipment) beobachtet wurden und Auflogen. Kurzerhand flog der ganze Mist aus dem Fenster. Welch eine Ironie!
Von was soll denn Abgelenkt werden ? Ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ich irgendwas billige, was damals geschehen ist. Wie gesagt, ich war mehrfach vor Ort. Es gibt jedoch genug Menschen aus der ehemaligen DDR die, die Sache anders sehen. Und ich meine um Gottes Willen, keine ehemaligen Stasi Mitarbeiter, IM´s, SED Altkader etc. Menschen wie du und ich. Und die stellen sich weder hin und sagen "DDR war toll" noch wollen Sie Aussagen treffen "DDR war ein Unrechtsstaat" und das sollte man eben auch in der Diskussion berücksichtigen. Hubertus Knabe möchte das aber nicht. Und Herr Knabe kann seine Arbeit ja auch machen und dafür einstehen, ist doch gar kein Problem, er wird auch kein Dummer sein. Was mich einfach an ihm stört, dass er alles in einen Hut wirft. Die ganze Linkspartei, möchte gerne die Mauer wieder! Keiner setzt sich mit dem Thema auseinander! Das ist ein Lüge! Und diese gesteht Herr Knabe sich ein. Es macht zumindestens für mich einen großen Unterschied, ob er in den Medien rumposaunt "DIE LINKE" ist gefährlich, keiner der Mitglieder will sich damit auseinandersetzten. Oder er sagt: "Einige Mitglieder der Linken möchten an der Aufarbeitung nicht teilnehmen. Das würde nämlich bedeuten, dass er die Partei und deren Mitglieder nicht in einen Hut steckt. Wir sind nun mal eine Partei, dass ist mir klar. Und sicherlich würde ich lügen, wenn ich behaupte, dass in unseren Reihen noch Alteingesessene sitzen die ab und zu ihr Mund aufmachen. Nun sind aber auch 20 Jahre vergangen! Ich kann nicht bei der Stasi gewesen sein, ich werde dieses Jahr 30!
Doch! Davon spricht man. Gerade die Westdeutschen können eben viel schwieriger Differenzieren gegenüber dem Ostdeutschen der in den Regime lebte. Deswegen klaffen auch die Meinungen so auseinander. Schau dir doch die Wahlergebnisse an in Ost und West der Linken! Und wenn du sagst, davon spricht keiner und es würde sicherlich auch keinen Aufregen, verweise ich gerne auf das Interview von Ministerpräsident Erwin Sellering (übrigens SPD) aus der Schweriner Volkszeitung vom 23.März 2009 der nur sagte: Zitat ""Es geht nicht, dass nur zählt, was aus dem Westen kommt, die DDR hatte neben vielen Schwächen auch ihre Stärken, "Ich verwahre mich dagegen, die DDR als totalen Unrechtsstaat zu verdammen, in dem es nicht das kleinste bisschen Gute gab"
Was passierte natürlich sofort: ""gefährliche Relativierung des Unrechtsstaates DDR"
Was bitte ist an dieser Aussage eine Relativierung des Unrechtsstaats DDR! Also manchmal fehlen mir dir Worte. Und das ist genau das, was ich meine.
Selbstverständlich ich bin ganz bei dir. Ich habe aber auch nie was gegenteiliges behauptet. Es wird doch wieder versucht, mich nur auf die Äußerung "In der DDR war nicht alles schlecht" zu drücken. Natürlich war nicht alles schlecht in der DDR. Genauso wie heute auch nicht alles schlecht ist in der BRD. Wenn diese beiden Sachen von der Gesellschaft akzeptiert würde, ohne das ein elendiges Geschrei los geht, und gleich unterstellt wird das man die Mauer wieder haben will, wenn Äußerungen bzgl. der DDR kommen, sind wir doch der gleichen Meinung.
Gruß Daniel
krid
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View profileJa, das Thema "Umgang mit der DDR-Vergangenheit" ist schwierig, und ich gestehe gerne zu, dass hier im Westen das Bild von der DDR unvollständig ist. In die Diskussion kommt dann gerne ein hysterischer Ton, was zum einen sicher politisches Kalkül ist. Zum anderen ist dies aber auch eine Konsequenz aus den Fehlern beim Umgang mit der Nazi-Vergangenheit.
Seit den 1970er-Jahren hat man sich im Westen sehr intensiv mit dieser Vergangenheit auseinandergesetzt. Wer hier zur Schule gegangen ist, dem wurde der kritische Umgang mit der Geschichte quasi eingeimpft. Und das wendet man jetzt auch auf die DDR an – was natürlich für jemanden, der aus dem Osten kommt, irgendwie befremdlich sein muss. Da kommt jemand von außerhalb und sagt uns, wie schlecht unser Land war. Und natürlich ist das ein bisschen besserwisserisch, zumal wir Wessis ja auch mal schlanke 25 Jahre gebraucht haben, um mit der Auseinandersetzung zu beginnen.
Als Optimist würde ich also sagen: kommt Zeit, kommt kritische Auseinandersetzung. Zurzeit sehe ich aber nur das Gegenteil. Wohin soll diese merkwürdige Diskussion darüber führen, ob die DDR nun ein Unrechtsstaat war oder nicht? Dass der Apparat seine Bevölkerung bespitzelt hat, ist unbestritten. Dass Menschen, die das Land verlassen wollten, eingesperrt oder totgeschossen wurden, ist unstrittig (oder nicht? – es soll ja auch darüber Diskussionen geben...) Dass diese Menschen anschließend an den Westen verkauft wurden, ist ebenso belegt wie die Tatsache, dass Regimekritikern die Kinder weggenommen wurden. Wir wollen also mal nicht davon ausgehen, dass die DDR ein freundlicher Staat war, der stets das Recht hochhielt.
Alles, was ich von Linken zu dem Thema höre ist Rabulistik - und solange man sich mit sowas aufhält (oder mit dem Beleidigtsein darüber, dass Hubertus Knabe sooo gemein ist), kann eine wirkliche Auseinandersetzung mit der eigenen Vergangenheit nicht beginnen. Betonung auf eigenen – der Impuls dafür muss aus dem Osten kommen, nicht aus dem Westen.
Daniel81
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View profileDem ist nichts hinzuzufügen. Ich bin ganz bei dir! Und trotzdem wird Hubertus Knabe nicht mehr mein Freund ;)
Trotzdem freut es mich, dass du dich hier mit mir ein wenig im ordentlichen Ton auseinandergesetzt hast und nicht alles was ich gesagt habe als reinen Klaumauk abgetan hast.;) Denn im Bundestag verlassen auch gerne viele Mitglieder anderer Parteien das Plenum, wenn die Linke spricht, was ich Respektlos finde, egal wer spricht bezogen auf alle Parteien. Wir bleiben auch sitzen und hören zu.
Eine Frage bleibt aber jetzt doch die mich interessiert ? Politisch aktiv ? Fraktionslos ?
Gruß Daniel
immo1982
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View profilepolitisch aktiv: ja.
Wo: Die Frage dürfte sich für jemanden aus Bayern eigentlich von alleine beantworten
Daniel81
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View profileLach ! Grüße an Horst !