Skip to content
xenforo

Psychologie neben Vollzeitjob wirklich machbar? Wie soll ich mich entscheiden?

Content

nachdem ich nun alle Threads durchgelesen haben, muss ich auch mal ein paar Fragen an Euch richten:

Wie hoch ist der tatsächliche Zeitaufwand für ein Modul? Benötigt man tatsächlich die vorgegebene Stundenzahl? Ist das Studium neben einem Vollzeitjob machbar oder unmöglich (das man es pauschal nicht beantworten kann und es drauf ankommt, wie schlau und motiviert der einzelne ist, ist mir klar, aber wie sind Eure Erfahrungen?)?

Was ich nicht verstehe, beim Bachelor Wirtschaftswissenschaften ist angegeben 6 Semester Vollzeit oder 9 Semester Teilzeit, warum weicht dies vom Bachelor Psychologie ab, wenn doch für beides 4500 Gesamtstunden angesetzt werden?

Ich hatte lange Zeit überlegt den Bachelor in Wirtschaftswissenschaften zu machen, bin nun jedoch total fasziniert vom Gedanken Psychologie zu studieren.
Ich bin als Bankkauffrau tätig, möchte jedoch in den Bereich Personalentwicklung und/oder Auszubildendenbetreuung. Ich habe bereits den staatl. geprüften Betriebswirt und überlege nun, ob ich mit Psychologie (was mich schon immer interessierte) im Bereich Personalentwicklung meine Chancen verbessern kann. Später kann ich mir auch mal vorstellen im Bereich der Ausbildung mit behinderten Jugendlichen zu arbeiten.
Meint Ihr, der Bachelor Psychologie ist passend, oder eher der Bachelor Bildungswissenschaften? Kennt jemand den IHK-Berufspädagogen, der wäre meine Alternative (ich denke fast der würde besser zu meinem Berufsbild passen, allerdings wäre ein Bachelor natürlich qualifizierter).

Vielleicht kann jemand Licht in meine Gedanken bringen...

Gruß,
dary

Comments

Dary,

Sag mal, hast Du meinen Lebenslauf gelesen ;) Nee, Spass beiseite, wir habe einiges gemeinsam.....
Ich bin schon seit letztem Semester in Psychologie eingeschrieben, habe aber aus verschiedenen Gründen nicht viel machen können und starte daher in diesem Semester erst richtig los. Da mir die Unterlagen natürlich schon vorliegen, bin ich jetzt seit 2 Monaten intensiv mit der Bearbeitung beschäftigt.

Meine persönliche Einschätzung bezogen auf meine Situation:
Ich finde, das es sehr schwierig ist, neben einem Vollzeitjob noch ein Studium durchzuziehen. Ich arbeite als Banker, habe selten einen 8-Stundentag und bin auch schon einige Jahre (fast schon einige Jahrzehnte) aus der Schule raus. Dazu kommt, dass der Stoff für mich natürlich völliges Neuland ist, in einer Bank hat man da ja eher wenig mit zu tun (hüstel ;)

Ich habe vor Jahren meinen Staatlich geprüften Betriebswirt auch per Fernstudium gemacht, da habe ich mich leichter mit getan, wahrscheinlich auch, da ich diesen Lehrgang eher im Praxisbezug sehen konnte.

Ich persönlich komme gerade so mit der angegebenen Stundenzahl aus, also ca. 20h pro Woche. Da ich mich aber nicht nur mit den Unterlagen beschäftige, sondern auch mit recht viel Zusatzliteratur (wohne in der Nähe von Trier und an der Uni hier wird Psychologie auch angeboten, daher habe ich Zugang zur gut gefüllten Unibib). Um ehrlich zu sein, habe ich meinen Rhytmus noch nicht so ganz gefunden, merke aber jetzt, das es für mich wichtig ist, täglich, auch wenn es nur wenig ist, zu lernen. Da ich jeden Tag 1,5 Stunden im Bus sitze, lese ich in dieser Zeit in den Studienbriefen. Zuhause fasse ich dann zusammen, schreibe Karteikarten usw. Wie gesagt, ich denke mit der Zeit werde ich sicher mehr Routine in die Lernerei bringen und auch zeitlich besser zurechtkommen.

Den IHK-Berufspädagogen kenne ich nicht, ich tendiere später eher in den Gesundheitsbereich zu wechseln.

Versuche es doch einfach mal, meistens macht man sich am Anfang viel zu viele Gedanken.

LG Tina

Tina,

wow, unsere Situationen sind ja wirklich sehr ähnlich.

Mein Problem ist, dass ich nicht über einen langen Zeitraum "Vollgas" geben kann, 6 Jahre Studium wären mir definitiv zu lang.
Ich habe den Betriebswirt auch als Fernstudium gemacht und habe diesen um einige Monate verkürzt. Ich empfand ihn nicht als besonders schwierig (wenn man dabei nicht gearbeitet hätte), das Lernen neben dem Beruf und damals vor allen Dingen die Präsenzseminare finde ich jedoch echt stressig. Ich würde gerne den Bachelor auch in ca. 3 Jahren absolvieren und bin mir da doch seeehr unsicher, ob das überhaupt machbar ist (ich habe nämlich auch noch Freunde;) )

Der IHK-Berufspädagoge ist eine erweiterte Stufe der Ausbildereignung der IHK. Es geht also um die Planung und Durchführung der Ausbildung und Personalentwickjlung - also eigentlich genau das, was ich machen möchte (in nur 2 Jahren Ausbildung mit geringerer wöchentlicher Stundenzahl), ist aber natürlich "nur" ein IHK-Abschluß und kein Studium.

Ich kann mir übrigens auch gut vorstellen im Gesundheitsbereich in der Verwaltung zu arbeiten:)

Liebe Grüße,
dary

Dary,

den IHK- Berufspädagogen kenne ich nicht, und auch was Wirtschaftswissenschaften oder Bildungswissenschaften angeht kann ich dir nichts erzählen. Aber ich bin jetzt im 3. Semester Psychologie in Hagen, und ich studiere Vollzeit. Und da kann ich dir folgendes sagen:

Ob du das hinkriegen kannst in der Regelstudienzeit neben deinem Job kannst natürlich nur du einschätzen. Bzw., wahrscheinlich kannst nicht mal du das einschätzen, von daher solltest du's wahrscheinlich einfach mal versuchen. Aber ganz ehrlich: ich glaube nicht, dass es machbar ist. Es ist ein richtiges Psychologie-Studium mit allem drum und dran. Und es ist nunmal, wie in jedem Studium, sehr viel Stoff, den du die in relativ kurzer Zeit draufschaffen musst. Ich weiß jetzt gar nicht mehr, wieviel Stunden da offiziell veranschlagt werden, ist aber auch gar nicht so wichtig. Man darf es einfach nicht unterschätzen.
Wie gesagt, wenn's dich interessiert, dann probier's einfach aus. Interessant ist es allemal. Und dann wirst du ja sehen, ob's geht...

Viele Grüße,
Jens

Angegeben sind 40 Stunden Aufwand für das Vollzeit-Studium. Ich denke man kann das neben einem Vollzeitjob schaffen, wenn man die nötige Konzentration und Motivation hat. Es wird privat aber ettliches auf der Strecke bleiben - könnte ich mir vorstellen. Ich selber würde es nicht machen, weil ich genau wüsste, dass ich mit meiner Motivation Probleme kriegen würde ;)
Ich studiere Vollzeit Psychologie im ersten Semester und gehe Teilzeit arbeiten, ob das auf Dauer klappt weiß ich auch noch nicht, weil ich z.B. nach einer Frühschicht schon mal gar keine Lust habe mich hinzusetzen und zu lernen und andersrum um 9 Uhr abends auch keine Motivation mehr habe. Machbar ist alles, die Frage ist immer ob man es auch will. Vollzeit arbeiten und ist in meinen Augen eine echt Herausforderung

Die Frage ist, benötigt man wirklich die 40 Stunden oder kommt man auch mit weniger aus?
40 Stunden würde ich definitiv nicht schaffen. Für den Betriebswirt habe ich durchschnittlich 12 Stunden in der Woche gelernt und das war schon hart, aber machbar. Viel mehr ist aber wirklich nicht drin. Die Herausforderung anzunehmen reizt mich aber schon...

Einfach mal ausprobieren ist für mich auch blöd, ich bin ja auch nicht mehr die (aller-)jüngste und wenn ich nach einem Jahr aufgebe, hätte ich schon ein Jahr lang meine Zeit in den Berufspädagogen investieren können.

LG,
Dary

Dary,

ich habe jetzt die ersten 7 Module hinter mir und studiere fast Vollzeit (habe auch mal ein Semester mit nur einem Modul gemacht). Ich kann auch keine 40 Stunden die Woche aufbringen, aber den Stoff in 12 Stunden pro Woche zu schaffen halte ich ohne umfangreiche Vorkenntnisse für ziemlich ambitioniert. Ich brauche ca. 20 - 25 Stunden die Woche, allerdings ohne Semesterferien zu machen, d. h. nach den Klausuren geht es gleich weiter.

Es gibt allerdings etliche Studenten, die Vollzeit arbeiten und mehr oder weniger Vollzeit studieren. Ich denke, es hängt eben auch von der Belastung durch Arbeit / Familie / Hobbys ab, wie man alles unter einen Hut bringt.
Letztlich kennst du dich und deine Situation selbst am Besten.

Liebe Grüße
Claudia

Ich investiere VZ ca. 30 Stunden in der Woche, plus 3-4 Wochen intensivere Klausurvorbereitung. Ist auch abhängig vom den jeweiligen Modulen, da die unterschiedlich aufwändig sind. Da sollte man geschickt kombinieren und nicht gerade zwei umfangreiche Module gleichzeitig bearbeiten.
Gruß,
Vera

Danke, Ihr macht mir Mut, dass es doch machbar ist.
Ich habe ja nicht den Druck, dass ich schnell fertig werden muss, aber ich möchte eben auch keine 6 Jahre brauchen.
Ich würde eben gerne überwiegend 2 Module pro Semester schaffen, bei schwierigen würde ich es dann eben bei einem Modul belassen,
Bisher hatte ich aber wirklich wenig Erfahrungen gehört von Studenten, die "Vollzeit neben Vollzeit" machen, daher mein Eindruck, dass es wahrscheinlich gar nicht machbar ist.

Gruß, Nadine

Nadine.

Es kommt halt immer drauf an, wo man seine Prioritäten setzt und wie gut und schnell man lernen kann. Du kannst es ja erstmal mit zwei Modulen versuchen und wenn das nicht funktioniert, dann machst du halt nur eins. Wenn du keinen Druck hast fertig zu werden ist das total in Ordnung.
Die Vollzeit-neben-Vollzeit sind bestimmt gar nicht hier, weil die da keine Zeit mehr zu haben ;) (Achtung Scherz!!!)

Ich wünsche dir viel Erfolg im Studium und selbst wenns 6 Jahre dauert, kannst du hinterher stolz auf dich sein. Das ist doch die Hauptsache, oder?

LG
Stina

Meint Ihr denn, dass Psychologie für mein Vorhaben überhaupt das richtige ist oder wäre Bildungswissenschaften besser geeignet? Oder doch der IHK-Berufspädagoge?

Ich möchte gerne in den Bereich Personalentwicklung und/oder Auszubildendenbetreuung, kann mir später auch mal die Betreuung von behinderten Jugendlichen vorstellen. Bisher bin ich als Bankkauffrau tätig und staatl. geprüfte Betriebswirtin.

Ich weiß nicht, ob der Bachelor Bildungswissenschaften inhaltlich nicht näher an mein Wunsch-Aufgabengebiet herangeht.
Ich habe dabei allerdings immer den Gedanken (das Vorurteil?), dass es schon viel zu viele Diplom-Pädagogen gibt und man in dem Bereich nichts verdient. Ehrlich gesagt finde ich persönlich Psychologie "höherwertiger", versteht Ihr, was ich meine?

Gruß, Nadine

Nadine,
ich möchte wie Du in die Personalentwicklung und würde Dir auf jeden Fall (da Du auch schon den Betriebswirt hast!) Psychologie empfehlen! Dein Vorteil ist, dass Du schon bei einer Bank arbeitest und villeicht mal da im Personalbereich bleiben könntest?! Wenn Dich ja Bildungsthemen interessieren, könntest Du ja dein Schwerpunkt auf die pädagogische Psychologie legen.
An welcher Fernuni hast du denn dein Betriebswirt gemacht, wenn ich fragen darf?
Gruß,
T.

Klar darfst Du fragen, den Betriebswirt habe ich beim ILS gemacht.
Also, wenn Ihr mir alle die Daumen drückt, dann klappt es vielleicht wirklich mit der Personalentwicklung in der Bank, bei uns wird gerade eine neue Abteilung geschaffen, für die ich mich beworben habe.
Allgemein ist es aber sehr schwer in diesen bereich reinzukommen. Es gibt schließlich nur sehr wenige Personalentwickler und für alle Stellenanzeigen, die ich gelesen habe, fehlte mir die Berufserfahrung in diesem Bereich.

Ich kann einfach den Zeitaufwand nicht einschätzen und den Nutzen-Faktor, wenn ich jetzt erst mit dem Studium beginne und noch 3-6 Jahre dafür benötige.

Wo arbeitest Du denn, Mana?

Liebe Grüße,
Nadine

Nadine,

wann hast Du denn Deine Prüfung bei der ILS gemacht ? Ich habe mein Fernstudium auch beim ILS gemacht und war damals zu den Präsenzseminaren in Düsseldorf. Da haben wir dann auch die Prüfung gemacht.

LG Tina

Tina,

ich habe das Fernstudium Anfang 2005 begonnen und die Prüfung im Herbst 2007 gemacht. Meine Prüfung und die Seminare hatte ich aber in Köln, ich habe den Schwerpunkt Personalwirtschaft.

LG,
Nadine

Dann schau Dir doch einfach die Inhalte noch mal genau an zwischen den Studiengängen.
So wie sich das anhört, würde ich Dir spontan raten mal über Sonderpädagogik nachzudenken. Wenn Du sagst, dass Du auch gerne mit behinderten Kindern arbeiten möchtest wäre das ja der optimale Einstieg. Dass es genug Pädagogen gibt stimmt, es gibt auch genug Psychologen, die Frage ist ja was Du nach dem Bachelor machst. Nur Bachelor bringt dich ja nicht weiter.
Dass Psychologie was "besseres" ist würde ich spontan nicht sagen, dass ist immer nur so ein Klischee ;) Ich finde Psychologen werden maßlos überbewertet und als Heilige dargestellt. Sag doch nur mal jemandem, dass Du Psychologie studierst, da kommt doch jedes mal ein "oooh, aaaah" usw.. Ist ein Studiengang wie jeder andere in meinen Augen und mit besser oder schlechter nicht zu bewerten, also davon würde ich mich nicht blenden lassen. Wichtig ist was Du nach dem Bachelor machst, egal für welchen Studiengang Du dich entscheidest. Das ist natürlich nur meine Meinung, wie ich das persönlich sehe.
Ich habe auch hin und her überlegt zwischen Pädagogik und Psychologie und wenn ich ehrlich bin hätte ich lieber Päda studiert, aber auch da hat mein NC leider nicht gereicht und weil das hier an der Fernuni nicht angeboten wird habe ich mich eben für Psychologie entschieden.

Die Frage ob man sich richtig entschieden hat kann man nie beantworten. Ich weiß auch nicht, ob es das richtige ist, aber das weiß ich ja auch erst wenn ich es angefangen habe. Grübeln hilft nicht viel, ausprobieren. Gut, ich bin in einer anderen Situation, ich bin 19 - ich könnte zeitlich gehesen noch springen, aber auch so finde ich sollte man erst mal etwas auf sich zukommen lassen. Entweder es war genau das, was man wollte, oder eben nicht. Aber sich vorher dauernd fragen, ob es nun DAS richtige ist halte ich zwar für wichtig, aber man sollte es nicht übertreiben.

Und ich glaube jeder der studiert hatte bestimmt noch einen anderen Studiengang im Auge, den man interessant fand

Nadine,
Ist es dieses Studium (ILS), dass ja so teuer ist? Kann man sich damit bei einer Bank bewerben?

Ich selbst bin stellvertretende Filialleitung im Einzelhandel und hoffe möglichst bald da rauszukommen. Man verdient wenig, macht zig Uberstunden und hat eigentlich nur Stress.
Ich habe es lange überlegt, ob sich ein ganz neues Studium für mich lohnt: bin schon 30, habe außer im Verkauf keine andere Erfahrung?! Aber gar nichts tun, bringt auch nichts!
Ich drücke Dir die Daumen, dass es mit der Bank klappt:)
LG,
T.

Mana,

ja, das Studium beim ILS ist, im Vergleich zur Fernuni Hagen, schon recht teuer.

MIt dem Studium alleine hat man keine Chance bei einer Bank anzufangen (denke ich).
Ich habe eine Ausbildung als Bankkauffrau gemacht und dann den Betriebswirt nebenbei.

Ich denke schon, dass sich ein ganz neues Studium für Dich lohnt. Ich habe auch lange Zeit gedacht, ich werde mit 30 Mutter werden, daher lohnt sich eine zusätzliche Weiterbildung nicht. Mittlerweile bin ich der Meinung, selbst wenn man mit 30 Mutter wird und vielleicht 10 Jahre nur Teilzeit arbeitet, hat man imme rnoch 27 Arbeitsjahre vor sich - und dafür lohnt sich ein Studium allemal!

@ Lisa:
Vielen Dank für Deine lange Antwort.
Ich tendiere momentan allerdings doch mehr zu Psychologie.
Klar, wenn ich mit behinderten Kindern arbeiten möchte, wäre BiWi die bessere Wahl, aber das käme für mich wenn überhaupt erst später in Frage. Erst mal bin ich auf der Suche nach einem guten Job im Bereich Personalentwicklung und da arbeite ich sowohl mit Auszubildenden wie auch mit Erwachsenen zusammen.
Und zum ausprobieren habe ich wirklich keine Zeit mehr - dafür bin ich einfach zu alt :-( Nee, ehrlich, wenn ich jetzt noch etwas anfange, soll es auch das richtige sein. Aber es muss neben Job, Haushalt, Hund, Mann und Nebenjob auch realisierbar sein...

Liebe Grüße,
dary

Ja das stimmt, kann ich auch verstehen, dass Du jetzt nicht mehr rumprobieren möchtest ;) Ich finde ja eh, dass man mit einem Bachelor in Psychologie soooo viele Möglichkeiten hast, dass ist so ein guter Einstieg und dann kannst Du ja immer noch entscheiden.