ich bin Ingenieurin und arbeite Vollzeit. In ein paar Semestern würde ich gerne ein Zweitstudium an der Fernuni beginnen, ich kann mich aber nicht entscheiden ob lieber Philosophie oder lieber Psychologie. Ich bin sehr interessiert an Psychologie, besonders an der Frage welcher teil macht die Biologie und welcher Teil das psychologische Umfeld aus, wenn es um den Menschen geht. Ich arbeite gerne mit Menschen und denke viel über Beweggründe und psychologisches Verhalten nach. Ich hatte mich aber gegen Psychologie als Erststudium entschieden, weil meiner Meinung nach das Bild eines Psychologen oft ist, ach die Psychotante, und zum anderen ich nicht als Therapeutin arbeiten könnte oder möchte.
Ich habe auch ein Interesse an Philosophie, lese immer die Agora 42, interessiere mich für Politik und ich bin nicht so gut im Schreiben. Hier könnte ich im Rahmen von hausarbeiten mein schreiben verbessern. Außerdem dauert das Studiujm nur 2 Jahre da es ein Master Studiengang ist.
Kann mir einer helfen, Tipps geben, welches Studium die meisten Vorteile hat, z.B. bezüglich Betreuung, Aufwand, Kontakt zu Mitstudenten? Oder hat jemand ein ähnlichen Entscheidungsproblem?
Danke im Voraus
Sarah
Comments
Gina2
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View profilealso, wenn du hier Psychologie studierst, bist du anschließend kein Psychologe oder gar Therapeut. Du hast 'nur' den BA in Psychologie, und es ist völlig offen, in welche Bereiche du dann gehst (Therapeutin geht nicht). Hier fehlt ja der klinische Teil. Psychologie ist ja vieles...dazu gehört z.Bsp. auch die Marktforschung! Oder Arbeits-und Organisationspsychologie in BEtrieben oder so.
Kontakt zu Mitstudenten findest man in moodle...oder per Skype oder in Live-Lerngruppen. Da es zigtausend Psychostudenten gibt, wird es einem an Kontakten nicht mangeln. Ach ja, nicht zu vergessen Facebook :)
In Philosopie wirst du sicherlich nichts wissenschaftliches haben, also ich meine, so etwas wie: Untersuchungsdesigns, Statistik, Variablen, den ganzen Kram halt. Philosophie ist ja eine Geisteswissenschaft, Psychologie eine empirische Wissenschaft, das ist ja ein großer Unterschied.
In M1 hast du so 1000 Seiten...musst seeeeehr viel lernen.....es ist ein Aussiebmodul, da man in den 3 Kursen, die man hat, 50% haben muss und insg. mind. 60%, um bestanden zu haben.
Mehr weiß ich noch nicht...
Gina
vroni0815
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Willst Du generell einen Master oder einen Bachelor machen? Also wenn Du einen sicheren Job hast und nur aus Leidenschaft studierst, ist vielleicht Philosophie ganz interessant. Aber Psychologie ist auch interessant. Mach doch eine Pro- und Contra Liste? Also ich mache Bildungswissenschaften und Psychologie. Beleg doch auch von beiden ein Modul und guck dann, was Dir besser gefällt?
Sarah_J
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View profilealso on Bachelor oder Master ist mir recht egal, nur 2 Jahre Studium nebenbei führt schneller zum Ziel als 3 Jahre studieren. Vom Interesse könnte ich beides studieren. Meine großen Träume wären einen Roman mal zu schreiben oder Artikel für Zeitschriften. Hier würde ich mich in Philosophie durch Hausarbeiten üben können. Ein anderer Traum wäre Lehrer Weiterbildungen zu machen. Ich finde viel Lehrer beeinflussen Kinder sehr stark in ihren Interessen und in ihrer Berufswahl. Hier denke ich würde mir Psychologie weiterbringen. Schwierige Entscheidung, ich han so viele Interessen. Aber ich muss auch noch nicht sofort entscheiden, hab noch ein bißchen Zeit bis ich anfangen will (möchte gerne während (oder kurz vorher) der Elternzeit mit dem Studium beginnen. Daher bin ich über alle Meinungen umd Kommentaren interresiert. Für mich ist es auch wichtig Kontakte zu anderen Studenten zu haben um mich austauschen zu können, gemeinsam lernen zu können etc. Hier habe ich das Gefühl in Philosophie ist wenig Aktivität in diesem Forum z.B.
Viele Grüße
Sarah
Sarah_J
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View profileGibt es auch Angebote zu Psychologie in Studienzentren? In Wirtschaftswissenschaften kann man für alle Grundkurse Semesterbegleitend im Studiumzentrum Kurse und Klausurvorbereitungen besuchen. Für Psychologie habe ich nicht gesehen, ist das vielleicht an anderen Studienzentren in NRW anders?
sonnenscheiner
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View profileSarah,
also es gibt im Regelfall bei den Psychos immer Präsenzseminare, statt der semesterbegleitenden Mentoriate. Die Seminare dauern dann im Schnitt 1-2 Tage. [url]https://www.fernuni-hagen.de/KSW/bscpsy/studiengang/lehrebetreuung.shtml[/url]
Ginsberg
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View profileSarah,
ich bin zufällig auf die Diskussion gestoßen und möchte etwas dazu beitragen, von dem ich hoffe, dass du es mir nicht übelnimmst :).
Ich kann leider deine Denkweise nicht nachvollziehen: Psychologie hast du nicht studiert, weil du denkst, "die Leute" würden dich dann für eine "Psychotante" halten und Philosophie willst du studieren weil du "irgendwann einmal einen Roman" schreiben wollen würdest. Das klingt für mich nach keiner differenzierten Sicht- bzw. Vorgehensweise. Ich kenne mich mit beiden Bereichen gut aus und es hört sich für mich an, als hättest du überhaupt keine Ahnung und auch kein besonderes Feingefühl für diese Themen. (Also, das ist jetzt die Stelle, die du mir bitte nicht verübeln darfst, ich sag's halt einfach gerade aus.) Beide Argumente finde ich haltlos.
Vielleicht solltest du dir als Akademiestudierende erst einmal Kurse aus beiden (bzw. allen die dich interessieren) kommen lassen, damit dir klarer wird, was diese Themenbereich beinhalten und welche Fertigkeiten du erwerben kannst und welche Erkenntnismöglichkeiten die Studiengänge bieten.
Das Psychologiestudium beispielsweise ist sehr trocken (weiß ich durch Freunde). Man nähert sich der Sache eher klinisch. Ich habe mich gegen das Psychologiestudium entschieden, weil die Psychoanalyse überhaupt nicht vorkommt. Und ich habe mich für Philosophie als zweiten Schwerpunkt (ich studiere Kulturwissenschaften mit Schwerpunkt Literatur und Philosophie) entschieden, weil ich die Welt in der ich lebe, besser reflektieren lernen will, usw. Kurz: ich finde, deine Vorstellungen weichen stark von der tatsächlichen Beschaffenheit der Fächer ab.
Ich finde, man sollte entsprechend seiner Denkweise Fächer wählen und nicht dem gewünschten Ziel entsprechen wollen. Aber es ist freilich Ansichtssache.
Jedenfalls will ich nicht unnötig lange schwafeln, ich wünsche dir viel Glück bei der Entscheidungsfindung.