ich wollte mich mal nach Leidensgenossen umsehen, die ähnlich wie ich, den Magister in den sozialen Verhaltenswissenschaften bereits haben und sich ebenso den Kopf darüber zerbrechen, ob es wirklich Sinn macht, mit dem Bachelor in der Psychologie zu beginnen. :confused:
Den sozialen Verhaltenswissenschaften fehlen ja leider die klassischen, arbeitsmarktrelevanten Psychoqualifikationen wie Diagnostik und differentielle Psycho., von daher wäre der neue Studiengang sicherlich eine interressante Ergänzung, aber dennoch nagen in mir die Zweifel, ob es wirklich Effizient ist, sich den ganzen "Plembel" wieder von vorne reinzuziehen. Vielleicht gibt es ja ähnliche Orientierungssucher wie ich, würde mich dann über einen Austausch bzgl. Motivation, etc. freuen.
Comments
Armin
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View profileNur als Brainstorming gedacht, vielleicht ist ja was dabei:
- Wie wäre es mit einem Doktor?
- Wie wäre es mit einem Master im Ausland?
- wie wäre es mit einem ganz anderen Fach, z.B. BWL, Jura etc.?
Andrea
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View profileSchau mal in meinen Footer. Ich habe es belegt.
Ob ich es fertig studiere, steht aber noch in den Sternen, denn "haben" muss ich es nicht unbedingt. Es ist reine Neugierde.
Deutlich mehr Wert wird auf den Statistik-Teil gelegt, da muss man kein Autodidakt sein, wie im Magister gefordert. Denn gebraucht hat man da das Wissen, nur vermittelt wurde es nur sehr halbherzig.
Wenn ich den Stoff jedoch vergleiche: Fast das Selbe, bis auf die Diagnostik. Sieht also eher danach aus, dass ich dem Psychologie-Studium bei weitem nicht die Energie widmen werde, wie meinem Magister-Studiengang und viel eher weiter qualifizieren werde, was aber von der Gesamtnote abhängig sein wird.
Finou
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View profileAuch nur als Gedankenanregung: Wäre dann nicht eher direkt ein Master sinnvoll? Okay, es gibt ihn hier ja noch nicht, aber er kommt ja vermutlich, vielleicht kann man dann die Zwischenzeit anderweitig sinnvoll nutzen - ggf. zum Studium der Inhalte, die man nicht oder nur wenig hatte.
Andrea
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View profileNein, das geht nicht, da es keinen großen Methodenschein mit Statistik beim Magister gab. Man musste sich das selbst aneignen, jedoch nie in einer direkten Prüfung unter Beweis stellen.
Dadurch wurde der - interdisziplinäre - Magister der sozialen Verhaltenswissenschaften, zur Sackgasse für diejenigen, die wechseln wollten bzw. die, die einen Master der Psychologie anstreben.
Eine Promotion ist jedoch jederzeit möglich, sollte man die Voraussetzungen hierzu mitbringen (Abschlußzeugnisschnitt darf in der Regel nicht schlechter als 2,4 sein). Als eine der weniger beachteten Voraussetzungen an manchen Instituten ist auch, dass man eine empirische Magisterarbeit verfasste, was in der Sozialpsychologie (früher Psychologie der sozialen Prozesse) nicht zwingend verlangt wurde. Das könnte ebenfalls zur Hürde werden.
Limbi
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View profileTja ein Master in der Psychologie wäre sicherlich sinnvoll, aber der Magister in den sozialen Verhaltenswissenschaften wird laut BDP maximal als Nebenfachstudiengang der Psychologie anerkannt. Bei einer telefonischen Nachfrage beim BDP, weshalb der "soziale Verhaltenswissenschaftler" sich den nicht "Psychologe" (hätte enorme beruflich Vorteile) nennen darf gab mir ein Herr Fredi Lang zur Antwort, "Wer sich bei der Studiengangskonzeption für einen Weg zwischen den Stühlen entscheidet, darf sich später bei der Anerkennung dann auch nicht beschweren, eben zwischen den Stühlen zu sitzen." Diese Rückmeldung entspricht auch ungefähr meiner tatsächlich, erlebten beruflichen Erfahrung als "sozialer Verhaltenswissenschaftler". Auch inhaltlich fühlt sich rückblickend der Studiengang als ein zwischen den Stühlen sitzend an, was sich gut an der "Psychologie sozialer Prozesse" eines Hern Emeritus Lück festmachen lässt. Die Bekenntnis zu einer statischen Sozialpsychologie wäre wenigstens authentisch gewesen - aber: Alter Wein in neue Schleuche, weder interdisziplinär noch "dynamisch", dafür eingeschliffene Mainstreamsozialpsychologie. Erwartet hatte ich mir damals gesellschaftkritisch, reflektive Ansätze, ähnlich wie sie in einer reflexiven Sozialpsychologie zu finden waren, die der ebenso mittlerweile emeritierte Heiner Keupp an der LMU lehrte. Die oft proklamierte Abgrenzung von Altehrwürdigem wurde nie wirklich erreicht, insgesamt hinterlässt für mich der Studiengang der "sozialen Verhaltenswissenschaften" eher den Geschmack von "gewollt aber nicht gekonnt", wobei ich vermute, dass das "nicht gekonnt" sich vielmehr aus einer konstruiert, autopoietisch gelebten Borniertheit der Emeritierten speist - gerne würde ich mal einen Lück, Wiendick oder eine Kruse vor einem Personaler sitzen sehen, der die immerwiederkehrende Frage stehlt (kann sie mittlerweile nich mehr hören): "Was ist den ein sozialer Verhaltenswissenschaftler?"
Jetzt bin ich aber etwas vom Thema abgekommen, also ein Wechsel von den sozialen Verhaltenswissenschaften in einen Master in der Psychologie ist nicht möglich, dafür sind die Vorgaben der DGP zu rigide, ist also nur über den Bachelorstudiengang Psychologie möglich - und ob ich den mir nochmal antun soll, ich denke da werde ich noch mal in mich gehen müssen (Das machen Psychologen so).
So, bis hierhin, musste eben mal meinen Frust loswerden, ich hoffe, er belastet nicht zu sehr.
Andrea
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View profileIch habe die Erfahrung gemacht, dass wenn man in Erklärungs"nöte" kommt, dass das letztendlich dazu führt, dass blöde Kommentare kommen. Dass das zu Frust führt, ist wohl auch selbstverständlich.
Hast Du denn versucht Dich auf verschiedene Tätigkeiten zu bewerben und bist abgeblitzt, weshalb Du so heftig gefrustet bist?
Bisher habe ich keine schlechten Erfahrungen machen müssen, hilfreich waren jedoch eindeutig div. praktische Tätigkeiten, die zu Praktikumsscheinen führten.
Dadurch erleichtert man es dem Gegenüber deutlich, wenn es um die Einordnung des absolvierten Studiengangs geht.
Dass "soziale Verhaltenswissenschaften" keine Psychologie ist, wie man sie erwartet, ist schon seit Jahren bekannt. Es ist ein interdisziplinärer Studiengang mit einem Abschluss, der bekannterweise nicht unbedingt zum sofortigen Einsatz in der Praxis qualifiziert, sondern hierbei sind diverse Zusatzqualifikationen bzw. Ergänzungen notwendig. Allein schon deshalb ist der danach geführte Titel nicht mit einem beruflichen Zusatz verbunden (z.B. Psych, wie es gerne manche gehabt hätten). Dies gilt jedoch für sämtliche Magister-Abschlüsse, ungeachtet der studierten Fächerkombination.
Ich kenne zwischenzeitlich einige Absolventen, die ihren Weg geschafft haben, indem sie eben entsprechend weiter qualifizierten bzw. spezialisierten. Wäre denn das etwas für Dich?
Finou
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View profileFür die Master an der FeU wird man aber auch zugelassen, wenn man 'fachfremd' ist, dann muss man eine bestimmte Anzahl an Kursen/Modulen zur Qualifizierung machen. Jedenfalls wäre das z.B. bei Soziologie oder Europäische Moderne möglich, von daher ist es ja auch für den Master in Psychologie denkbar.
Und wenn man dann das Statistikmodul abschließt vom Bachelor in der Zwischenzeit, sollte man gute Chancen haben, meines Erachtens.
Andrea
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View profileDas ist für Psychologie meines Erachtens noch reine Spekulation. Es ist noch nicht sicher, ob das tatsächlich der Fall sein wird.
Sozialpsychologische Gemeindepsychologie ist z.B. nicht im alten Magister enthalten, sowie Diagnostik und das Statistikmodul (2). Deckungsgleich sind die Kurse auf jeden Fall nicht, es fand eine grundlegende Überarbeitung bzw. Neubearbeitung statt. Ich vermute, dass es nicht ausreichend sein wird, ausschließlich Statistik nachzuholen.
Finou
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View profileEs ist reine Spekulation, richtig.
Dann macht eben den Bachelor komplett, oder macht Euren Weg mit dem Magister, was immer ihr für richtig haltet - es sollte eben eine Hilfe sein, in welche Richtung man auch nachdenken und sich ggf. erkundigen könnte.
Andrea
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View profileNaja, wenn man jetzt den Weg zum Master verkürzen könnte, wäre das entgegen der jahrelangen Aussagen, die auch von der FeU kamen. Allein schon deshalb gehe ich davon aus, dass die Regelungen komplett anders aussehen. Man kann ja absolut gar nichts anrechnen lassen, das sagt ja schon aus, dass es wohl mit dem Master später ebenso nicht möglich sein wird da einen Quereinstieg zu versuchen.
Edit: @Limbi: Was war Dein Schwerpunkt?
Limbi
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View profileIch hoffe mein Frust hatte nicht für allzuviel Verstörung gesorgt. Als ich 2002 mit dem Studium begonnen hatte (2007 abgeschlossen) sprach man, wenn auch unter vorgehaltener Hand, von möglichen Anerkennungen, die sich im Laufe der letzten Jahre dann aber als nicht haltbar herausgestellt haben (Grund für zeitweiligen Frust). Das ist deshalb schade, denn ich denke, der Weg zu einer Anerkennung wäre durchaus möglich gewesen, wenn, so Aussagen des BDP, die Damen und Herren an der Fernuni etwas beweglicher gewesen wären. Beruflich kann und muss man sich natürlich weiterqualifizieren, ich z.B. absolviere z.Z. eine Ausbildung zum Familientherapeuten und bin jobmäßig in der Erwachsenenbildung, sowie psychosozialen Beratung tätig. Das läuft im Prinzip ganz gut, nur stelle ich häufig fest, dass der "Psychologe" durchaus hilfreicher wäre.
Nunja, vielleicht hat Finou recht und mit ein paar Modulen im Bachelorstudiengang erfüllt man dann die Eingangsvoraussetzungen für einen späteren Master, mal sehen.
Edit: @Andrea: Psychologie sozialer Prozesse. Aus welchem Grund belegst Du Kurse im neuen Psychologiestudiengang?
Andrea
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View profileIrritiert hat mir nur, dass dass Du frustriert bist, obwohl eigentlich hinlänglich bekannt war und ist, dass der Studiengang eher in Richtung Sozialpädagogik o.ä. einsortiert wird und dass der Magister frei von Praxis erst einmal div. Praktika erfordert, um überhaupt damit beruflich Fuß fassen zu können.
Die FernUni hat den Studiengang nicht umsonst so plaziert, da es in den Diplom-Studiengängen keine geeigneten Zulassungen für Einschränkungen gab, um einen einschlägigen Abschluss zu ermöglichen ohne ausufernde Präsenzphasen, die durch die FeU nicht machbar waren.
Ich studiere im Psychologie-Studiengang, weil er sich mit BiWi sehr gut ergänzt und ich immer bereut habe, dass ich Erziehungswissenschaft nicht als Hauptfach hatte und ein Wechseln nicht möglich war. Die beiden Bachelor-Studiengänge erlauben ein wechselseitiges Anerkennen einzelner Studienteile, sodass ich den Psycho-Abschluss mit deutlich weniger Aufwand dazu mitnehmen könnte. Sicher ist jedoch nicht, ob ich ihn überhaupt machen werde.
Limbi
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View profileAls ich 2002 anfing, wurde der Studiengang noch sehr deutlich als Psychologiestudiengang mit späteren Anerkennungen - es wurde argumentiert, dass man noch daran arbeitet - gehandelt, zumindest in München war das so. Auf meiner ersten Präsenzveranstaltung bei Kruse (auch noch 2002) wurden ähnliche Hoffnungen gesäht. Das hatte schon dazu geführt, dass man gewisse Erwartungen hatte, denn zu diesem Zeitpunkt, war leider noch nicht hinlänglich bekannt, dass sich der Sudiengang Richtung Sozialpädagogik o.ä. eingruppieren lässt. Dass sich aus strukturellen Gründen ein andere Studiengang nicht etablieren lies, ist natürlich nachvollziehbar, aber man hätte dem Kind dann auch einen anderen Namen geben können. Vorbildliches Beispiel hierzu fand ich die Umbenennung des BA-Studiengangs "Politik und Organisation" in Politik- und Verwaltungswissenschaften - ist eben Marktgängiger und für Absolventen sicherlich ein Vorteil.
In der Selbständigkeit mag das hier alles überhaupt keine Rolle spielen, da hat der Magister seinen Eigenwert - erlebe ich auch so, aber versuche Dich mal als sozialer Verhaltenswissenschaftler auf eine Stelle zu bewerben, die für Sozialpädagogen ausgeschrieben ist oder auf eine Psychologenstelle. Das Gefühl , zwischen den Stühlen zu sitzen überkommt dich dann relativ zügig.
Wäre mal spannend zu erfahren, wie es anderen Absolventen bei Bewerbungen um Stellen in öffentlichen Einrichtungen (Jugendämtern, etc.) erging.
Andrea
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View profileDann hat man in München etwas Anderes erzählt, als der Lehrstuhl. Die Aussagen zum Studiengang waren eigentlich - so meine Erfahrung - relativ konsistent.
Es gibt eine Absolventengruppe des Magisterstudiengangs, die Kontaktmailadresse kann ich Dir gerne geben (via pn). Dort kannst Du gerne nachhaken, wie es den anderen ergangen ist.
Wie auch immer - als fest stand, dass der Studiengang eingestellt wird, ging Schritt für Schritt die Betreuung zurück bzw. das Engagement ziemlich den Bach runter. Das wird wahrscheinlich auch die Diplomanten erwischen, die irgendwann ihr Studium beenden werden müssen. Alles neu macht der Mai. ;)
Du scheinst schon ziemlich sauer und gefrustet zu sein. Wie wäre es mit einem Austausch mit dem Fachbereich, denn hier sind wir wohl kaum in der Lage Dir wirklich weiter zu helfen, so jedenfalls mein Eindruck.
Limbi
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View profileDas mit der Kontaktmailadresse wäre ja richtig spannend - gute Idee.