Aus der SS 2008 Aufgabe 3:S ich weiß nicht wie ich die angehen soll!!! Kann mich jemand erleuchten??? Das Script leistet meiner Meinung nach nicht wirklich Hilfestellung
Fehler 1. Art: Ein insolvenzgefährdetes Unternehmen wird als unbedenklich eingestuft. Fehler 2. Art: Ein ungefährdetes Unternehmen wird als gefährdet klassifiziert
In der Tabelle sind eine Reihe von Gesamtkapitalrendieten angegeben. Zusätzlich steht in der Tabelle, welche Firmen später insolvent geworden sind und welche nicht.
Nimm dir als Beispiel den Cut-Off-Point von 4,5.
In der rechten Liste der solventen Firmen ist eine Firma dabei, die am Ende eine GKR von 4 hat, was < 4,5 ist.
Das heißt wir haben, durch die Annahme dass der Cut-Off-Point bei 4,5 liegt, eine Firma als insolvent eingestuft, das aber gar nicht insolvent geworden ist => Fehler 2. Art!
In der linken Liste sind alle insolventen Firmen aufgelistet. Unsere Annahme war, dass alle Firmen mit einer GKR > 4,5 aber solvent bleiben. Dann gehst du da die Liste durch und schaust, wie oft wir uns mit der Annahme vertan haben: Das ist 6x der Fall => Fehler 1. Art.
Das ist *eigentlich* alles. Am Anfang ist nur die Denkrichtung etwas verwirrend.
Miez,
habe mir die Aufgabe jetzt auch mal angeschaut und hätte es jetzt genau so gerechnet wie Du. Wenn Du jetzt raus gefunden hast wo der Fehler ist wäre es nett wenn Du es mit mir teilen könntest, Danke.
Nina
Hab mir gestern die Aufgabe nochmal angeschaut und versteh sie doch nicht. *schäm* Dachte zuerst eine Lösung eines Kommilitonen hätte Licht ins Dunkel gebracht, aber Sinn macht das für mich nicht. Also von daher rätsel ich auch noch. :-(
Lt. Lösung soll man ja den "Gewinn" der Bank berechnen. In allen anderen Inso-Aufgaben rechnet man ihn so wie von mir angegeben.
Nur hier bei der Aufgabe kommt man nur auf die Lösung des Lehrstuhls wenn man es andersrum rechnet. Dann würde man meiner Meinung nach aber den Verlust ausrechnen, den die Bank erleidet.
ja ich habe sonst auch keine Klausur gefunden mit Aufgaben zur Scoring-Analyse. Ich habe bisher immer nur solche gemacht wo von Insolvenzprognose gesprochen wurde und da wurde es so gemacht wie Du sagst. Falls mir dazu noch was einfällt melde ich mich.
hat es vielleicht damit zu tun, dass sie "unterhalb" der Ausscheidungsgrenze sind und man somit rechnet was einem entgeht. Es entgehen einem also Verluste i.H. von - Gewinne i.H. von und da die Verluste die man sich "erspart" grösser sind als die Gewinne macht man Gewinn.
Gott das versteht kein Mensch so wie ich es schreibe...
ich verstehe schon was Du meinst, ich habe mir auch schon gedacht das uns das unterhalb der Ausscheidungsgrenze was sagen will. So würde es auf jeden fall Sinn machen, aber da wird man ja wirr im Kopf.
Vor allem weiss man dann in der Klausur gar nicht mehr was man machen soll, ich muss mir bei den Aufgaben zur Insolvenzprognose meist doch immer noch mal was hin malen damit ich nicht wieder durcheinander komme was die Fehler erster und zweiter art sind.
Na ja vielleicht gibt es ja eine definitive Antwort bei Moodle.
ich versuche, die Hintergedanken der Aufgabe so zu erklären, wie ich sie verstanden habe. Betrachten wir beispielsweise diese Klausur:
[URL]https://www.fernuni-hagen.de/bitz/uploads/tx_bitzdownloads/kbub9-02.pdf[/URL]
Aufgabe aus meiner Sicht: Finde die Grenze, bei der die Kosten (die man sich erspart) immer noch höher sind als die Erträge (worauf man verzichtet). [/COLOR]
Ignoriert für einen Augenblick die Spalte "Gewinn" in der Tabelle. Gehen wir die einzelnen Ausscheidungsgrenzen durch:
0 Punkte:
3 einwandfreie, 20 notleidende
5 Punkte:
8 einwandfreie, 50 notleidende
Zwischenfazit:
von "0" auf "5" Punkte würden sich die Einwandfreien um 5 erhöhen (8-3=5), die Notleidenden um 30 (50-20=30).
Kosten, die uns erspart bleiben: 30 * 50 = 1500
Erträge, worauf wir verzichten: 5 * 100 = 500
______________________ Differenz:[COLOR=seagreen]+1000[/COLOR]
10 Punkte:
20 einwandfreie, 80 notleidende
Zwischenfazit:
von "5" auf "10" Punkte würden sich die Einwandfreien um 12 erhöhen (20-8=12), die Notleidenden um 30 (80-50=30).
Kosten, die uns erspart bleiben: 30 * 50 = 1500
Erträge, worauf wir verzichten: 12 * 100 = 1200
______________________ Differenz:[COLOR=seagreen]+300[/COLOR]
15 Punkte:
40 einwandfreie, 110 notleidende
Zwischenfazit:
von "10" auf "15" Punkte würden sich die Einwandfreien um 20 erhöhen (40-20=20), die Notleidenden um 30 (110-80=30).
Kosten, die uns erspart bleiben: 30 * 50 = 1500
Erträge, worauf wir verzichten: 20 * 100 = 2000
[COLOR=black]_________________________________________
[/COLOR][COLOR=red][COLOR=black] Differenz:[/COLOR] -500 [/COLOR]
[COLOR=red][B]STOP:[/B] das heißt, ab 15 Punkten wäre es sinnlos, da die Kosten, die man sich erspart, [U]GERINGER[/U] als die Erträge sind, worauf man verzichtet. [/COLOR]
[COLOR=green]--> Lösung: "10 Punkte sollten die Grenze sein"[/COLOR]
Wiwi wenn das mal nicht ausführlich war. Klasse und ganz lieben Dank!
Also war mein Gedankengang richtig. Dann macht das jetzt auch Sinn für mich.
Danke auch für den Gedankenanstoß ("Ersparte Kosten"), der ja richtig war :)
Die Musterlösung sieht natürlich so aus, dass man einfach "Kosten - Erträge = Gewinn" macht. Warum das so ist, habe ich eben im obigen Beitrag erklären wollen.
Comments
rikando
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View profileDie Klausuraufgabe gibt es auch mit Lösung.
Ich weiß nur grad nicht den Link dazu...
preusu
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View profileSchau mal in Die KE 3 ab Seite 186.
Ich find da ist es recht gut erklärt...
BJKVIPER
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View profileDanke für die ratschläge...
schmetterling
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View profilewinke:
Fehler 1. Art: Ein insolvenzgefährdetes Unternehmen wird als unbedenklich eingestuft.
Fehler 2. Art: Ein ungefährdetes Unternehmen wird als gefährdet klassifiziert
In der Tabelle sind eine Reihe von Gesamtkapitalrendieten angegeben. Zusätzlich steht in der Tabelle, welche Firmen später insolvent geworden sind und welche nicht.
Nimm dir als Beispiel den Cut-Off-Point von 4,5.
In der rechten Liste der solventen Firmen ist eine Firma dabei, die am Ende eine GKR von 4 hat, was < 4,5 ist.
Das heißt wir haben, durch die Annahme dass der Cut-Off-Point bei 4,5 liegt, eine Firma als insolvent eingestuft, das aber gar nicht insolvent geworden ist => Fehler 2. Art!
In der linken Liste sind alle insolventen Firmen aufgelistet. Unsere Annahme war, dass alle Firmen mit einer GKR > 4,5 aber solvent bleiben. Dann gehst du da die Liste durch und schaust, wie oft wir uns mit der Annahme vertan haben: Das ist 6x der Fall => Fehler 1. Art.
Das ist *eigentlich* alles. Am Anfang ist nur die Denkrichtung etwas verwirrend.
viele Grüße
schmetterling
BJKVIPER
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View profileStimme ich zu;) ich nenne das aha-effekt-aufgaben:p sind nicht schwer aber beim 1x verwirrend, trotzdem thanks a lot;)
ich sach dann mal bis moien
Miez1980
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View profilezur Klausur "Bank- und Börsenwesen" 2. September 2004.
Aufgabe 5 die Tabelle ist mir unklar.
Jeder einwandfreie Kredit erwirtschaftet einen Ertrag von 200, jeder notleidende Kosten in Höhe von 100.
Bei Ausscheidungsgrenze 0 berechne ich:
3 x 200 - 20 x 100 = -1400
Allerdings ist in der Lösung 1400 als Gewinn ausgewiesen. Ich habe überall die gleichen Zahlen, aber mit einem anderen Vorzeichen.
Wo ist denn mein Denkfehler?
Vielen Dank vorab
Miez1980
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View profileHat sich erl.
Neck
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View profileMiez,
habe mir die Aufgabe jetzt auch mal angeschaut und hätte es jetzt genau so gerechnet wie Du. Wenn Du jetzt raus gefunden hast wo der Fehler ist wäre es nett wenn Du es mit mir teilen könntest, Danke.
Nina
Miez1980
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View profileHab mir gestern die Aufgabe nochmal angeschaut und versteh sie doch nicht. *schäm* Dachte zuerst eine Lösung eines Kommilitonen hätte Licht ins Dunkel gebracht, aber Sinn macht das für mich nicht. Also von daher rätsel ich auch noch. :-(
Lt. Lösung soll man ja den "Gewinn" der Bank berechnen. In allen anderen Inso-Aufgaben rechnet man ihn so wie von mir angegeben.
Erfüllte Kredite * Gewinn - notleidende Kredite * Verlust
Nur hier bei der Aufgabe kommt man nur auf die Lösung des Lehrstuhls wenn man es andersrum rechnet. Dann würde man meiner Meinung nach aber den Verlust ausrechnen, den die Bank erleidet.
Neck
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View profileja ich habe sonst auch keine Klausur gefunden mit Aufgaben zur Scoring-Analyse. Ich habe bisher immer nur solche gemacht wo von Insolvenzprognose gesprochen wurde und da wurde es so gemacht wie Du sagst. Falls mir dazu noch was einfällt melde ich mich.
Miez1980
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View profileIch hab in Moodle gefragt, aber da kommt nix.
Miez1980
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View profileNochmal ein Gedanke:
hat es vielleicht damit zu tun, dass sie "unterhalb" der Ausscheidungsgrenze sind und man somit rechnet was einem entgeht. Es entgehen einem also Verluste i.H. von - Gewinne i.H. von und da die Verluste die man sich "erspart" grösser sind als die Gewinne macht man Gewinn.
Gott das versteht kein Mensch so wie ich es schreibe...
Neck
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View profileich verstehe schon was Du meinst, ich habe mir auch schon gedacht das uns das unterhalb der Ausscheidungsgrenze was sagen will. So würde es auf jeden fall Sinn machen, aber da wird man ja wirr im Kopf.
Vor allem weiss man dann in der Klausur gar nicht mehr was man machen soll, ich muss mir bei den Aufgaben zur Insolvenzprognose meist doch immer noch mal was hin malen damit ich nicht wieder durcheinander komme was die Fehler erster und zweiter art sind.
Na ja vielleicht gibt es ja eine definitive Antwort bei Moodle.
wiwi-fernuni-student
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View profileich versuche, die Hintergedanken der Aufgabe so zu erklären, wie ich sie verstanden habe. Betrachten wir beispielsweise diese Klausur:
[URL]https://www.fernuni-hagen.de/bitz/uploads/tx_bitzdownloads/kbub9-02.pdf[/URL]
Aufgabe aus meiner Sicht: Finde die Grenze, bei der die Kosten (die man sich erspart) immer noch höher sind als die Erträge (worauf man verzichtet). [/COLOR]
Ignoriert für einen Augenblick die Spalte "Gewinn" in der Tabelle. Gehen wir die einzelnen Ausscheidungsgrenzen durch:
0 Punkte:
3 einwandfreie, 20 notleidende
5 Punkte:
8 einwandfreie, 50 notleidende
Zwischenfazit:
von "0" auf "5" Punkte würden sich die Einwandfreien um 5 erhöhen (8-3=5), die Notleidenden um 30 (50-20=30).
Kosten, die uns erspart bleiben: 30 * 50 = 1500
Erträge, worauf wir verzichten: 5 * 100 = 500
______________________
Differenz: [COLOR=seagreen]+1000[/COLOR]
10 Punkte:
20 einwandfreie, 80 notleidende
Zwischenfazit:
von "5" auf "10" Punkte würden sich die Einwandfreien um 12 erhöhen (20-8=12), die Notleidenden um 30 (80-50=30).
Kosten, die uns erspart bleiben: 30 * 50 = 1500
Erträge, worauf wir verzichten: 12 * 100 = 1200
______________________
Differenz: [COLOR=seagreen]+300[/COLOR]
15 Punkte:
40 einwandfreie, 110 notleidende
Zwischenfazit:
von "10" auf "15" Punkte würden sich die Einwandfreien um 20 erhöhen (40-20=20), die Notleidenden um 30 (110-80=30).
Kosten, die uns erspart bleiben: 30 * 50 = 1500
Erträge, worauf wir verzichten: 20 * 100 = 2000
[COLOR=black]_________________________________________
[/COLOR][COLOR=red][COLOR=black] Differenz:[/COLOR] -500 [/COLOR]
[COLOR=red][B]STOP:[/B] das heißt, ab 15 Punkten wäre es sinnlos, da die Kosten, die man sich erspart, [U]GERINGER[/U] als die Erträge sind, worauf man verzichtet. [/COLOR]
[COLOR=green]--> Lösung: "10 Punkte sollten die Grenze sein"[/COLOR]
Miez1980
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View profileWiwi wenn das mal nicht ausführlich war. Klasse und ganz lieben Dank!
Also war mein Gedankengang richtig. Dann macht das jetzt auch Sinn für mich.
wiwi-fernuni-student
Contributions on this page: 2
View profileDanke auch für den Gedankenanstoß ("Ersparte Kosten"), der ja richtig war :)
Die Musterlösung sieht natürlich so aus, dass man einfach "Kosten - Erträge = Gewinn" macht. Warum das so ist, habe ich eben im obigen Beitrag erklären wollen.