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Studieren mit Kindern

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Hallöchen

Weil vittoriacolonna Recht damit hat, den Vostellungsthread nicht für andere Themen zu "missbrauchen" und weil hier ja nur nette Leute sind...

...möchte ich einen Thread eröffnen zum Austausch, Kopftätscheln und ausjammern über das Studieren mit Kind. :)

Wie schon geschrieben, ich habe 2 dieser Art im Alter von knapp 6 und gut 2,5 Jahren. Aber meinem 2. Semester gehen beide vormittags in Schule und KiGa und eigentlich habe ich mir erhofft, dann wieder sowas wie ein Leben neben Studium und Kindern zu haben - sprich Hobbies :)

LG Janine

Comments

So - nun hat sich im Moment doch alles im Vorstellungsthread versammelt. Aber kommt sicher noch was hier dazu!

Ich bin mir sicher :)

Kommt Zeit, kommt Beitrag *g*

Ich bin jedenfalls sehr gespannt, was sich hier demnächst für Beiträge ansammeln. :)

Ich hab es nicht hinbekommen mit 4 Kids und noch einem davon vormittags zu Hause. Aber der Kurze wird ja irgendwann in den KiGa gehen und dann...

Wie und so lange bist du mitleser? Oder hast du ein paar Module zu Haus und blätterst drin rum und legst dann los, wenns soweit ist?

Kann ich eigentlich irgendwann von 1 Modul/Semester auf 1,5 Module/Semester steigern? Also ich mein: 2 Module belegen, eines mit Prüfung ablegen, das zweite zur Hälfte bearbeiten, dieses dann ins nächste Semester mit rüber nehmen und ein weiteres belegen und dann 2 Prüfungen machen. Das ganze dann wiederholt über weitere Semester...
Dann würde sich die Studiendauer ja auch verkürzen, aber es wäre kein VZ Studium...

Geht das?
(Gibts eigentlich ne maximal Studiendauer??)

Ja, so lange lese ich hier mit. Und Ja, ich habe das ein oder andere Skript zu Hause, um mal hier ein bißchen zu lesen, mal da, wenn ich die Zeit dazu finde. Das macht mir sehr viel Spaß und ist zusätzliche Motivation und ganz ohne den Druck, den ich im letzten Semester mir mit G1 selbst gemacht habe.
Das Studium paßt derzeit nicht in mein Leben, das hab ich erkannt, aber den Traum noch nicht aufgegeben. Aufgeschoben ist ja bekanntlich nicht aufgehoben :)

Du kannst übrigens so viele Module TZ belegen, wie du magst und so lange als Wiederholer belegen, bis du zur Prüfung bereit bist. Das, was du dir vorstellst ist also möglich.

Ich wünsch dir ganz, ganz viel Erfolg!

Saiya

Ich finde es super, dass du für dich einen Weg hast. Es bringt im Leben ja nie etwas, wenn man sich quält und fertig macht um möglichst alles unter zu bekommen.

Ich habe damals mein Studium abgebrochen als ich gemerkt habe, dass ich mich nicht teilen kann zwischen Studium und Baby. Das eine ging immer unter, wenn ich mich um das andere gekümmert habe.

Und ich habe jetzt halt begonnen, weil ich raus MUSSTE und weil ich merke, meine Kinder machen vieles allein, sind bald vormittags untergebracht und sind "stabil" um es mal blöd zu nennen. Die Überlegung war, erst im WiSe zu beginnen, wenn ich wirklich vormittags frei hab. Aber da ich ja noch die Zulassungsprüfung machen muss und nicht eeewig studieren will ;) habe ich es jetzt versucht. Da es ja keine Zeitbegrenzung gibt, kann ich auch einfach schauen, ob es klappt.

Bisher klappt es super. Abends lernen und zwischendurch mal reinschauen und vor allem Wochenends. Und wenn mein Mann mit den Kindern weg fährt (zB zu Oma und Opa)
Wir haben beschlossen, dass wir es eben 1 Semester "hardcore" probieren mit seeehr wenig Zeit für Hobbys, Freizeit und gemeinsamer Zeit. Denn es ist ja absehbar. :)

Prima, wenn mir die Möglichkeit mit 1,5 Modulen offen steht. Zumindest wenn die Kinder älter sind (ich bin ja noch ne Weile hier *g*) wäre das evtl eine Option für mich. Mal sehen.

LG Janine

Ich verstehe was du meinst.
Mein Jüngster war im letzten WS noch ein Baby (er ist Ende März 1 geworden) und auch mir ist es nicht gelungen alles unter einen Hut zu bekommen, zumal da ja auch noch drei andere Kids sind. Beim Großen standen genau zu dem Zeitpunkt halt die Wahl der weiterführenden Schule auf dem Plan und noch so einiges andere hier. So kam halt eines zum anderen.

Der Kleine wird zum WS 2011 in den KiGa gehen und auch ich plane ähnlich wie du im SS davor wieder einzusteigen (auch ich muß durch die Zulassungsprüfung).
Und bis dahin mache ich es mir halt mit meinen Skripten aus dem ein oder anderen Studiengang privat gemütlich und versuche zu ergründen, was für die Zukunft richtig für mich ist in dem Bereich.

Ich glaube ja fest daran daß ich in der Karenzzeit dann mal mehr Zeit fürs Studium erübrigen kann als jetzt mit 8-9 Stunden Job/Tag.
Bitte desillusioniert mich nicht :D
Wenn die Kinder nach mir und meinem Freund kommen schlafen sie eh ständig :p

Tja, Thuri, das hängt davon ab, wie robust du bist. 8-9 Std im Job sind durchaus leichter als Nachwuchs. Besonders wenn dieser anfängt, sich zu streiten, etwas sofort haben zu wollen, nicht immer bekommt oder kann was er will und wenn er redet...Zeitwilig kauen mir hier 2 das Ohr ab.
Ich sag immer: Der Pc auf der Arbeit meines Mannes sabbelt nicht und seine Kollegen verhauen sich auch nicht gegenseitig mit der Tastatur oder zerwühlen seinen Arbeitsplatz, wenn er mal 5 Minuten nicht hinschaut.

Also das Nervenkostüm kann durchaus wesentlich belasteter und die abendliche Motivation zum Lernen durchaus geringer sein, als bei einem 8 o 9 Stunden Tag auf Arbeit....

Vor 1 Jahr wär ich im Traum nicht auf die Idee gekommen, was für meinen Kopf zu tun, da war ich froh, wenn mal Ruhe war. Jetzt wirds hier zu Haus aber langsam ruhiger

Jaaaa und irgendwann sind sie erwachsen und kommen höchstens vorbei, wenn sie Kohle brauchen

Jupp und das passiert viiiieeeel zu schnell. Mein Baby kommt dieses Jahr in die Schule!!! Wahnsinn.

Das weiß man nicht ob man sich freuen oder weinen soll.

Ach, so lange sie nicht früher mit dem Studium fertig sind als wir (mein 5jähriger kommt sowieso erst nächstes Jahr in die Schule, weil er Mitte September geboren ist - da könnte es sich ausgehen, dass wir zugleich den Master machen)

*umfall* Na ich hoff doch sehr stark, dass ich das mit dem Abschluss vor meinen Kindern schaff.

Sollte sich der Kinderwunsch die nächsten Jahre noch mal melden, wirds allerdings knapp. Aber zur Not hab ich ja noch meinen Cognacschwenker

Jaja erst sind überall Mütter/Väter bei den KuWis und nu sacht keiner mehr was....hätt ich ja doch weiter im "Hallo erstmal" Thread sabbeln können *schmoll*

Wart nur, ich hab ab montag 2 wochen urlaub, da werd ich dann schon genug zu melden haben

ich habe auch zwei Kinder 8 und 10 Jahre, obwohl sie ja nicht mehr so klein sind, fällt es mir dennoch schwer alles unter einem Hut zu bringen.
Zur Zeit sind Osterferien, da komme ich nicht wirklich zum Lernen, ich lese zwar in den KE's aber so richtig voran komme ich noch nicht.
Na ja, in 10 Jahren ist der jüngste auch Erwachsen, bis dahin bin ich ja vielleicht mit Modul 1 fertig [URL="https://www.sweetim.com/s.asp?im=gen&lpver=3&ref=10"][IMG]https://cdn.content.sweetim.com/sim/cpie/emoticons/0002017D.gif[/IMG][/URL]..... ?

LG

[URL="https://www.sweetim.com/s.asp?im=gen&lpver=3&ref=12"][IMG]https://content.sweetim.com/tbsig/sig.asp?img=ad1[/IMG][/URL]

Oh ja, das geht mir ähnlich. Meine Tochter ist schon 14 :eek: und es ist immer noch nicht so einfach, alles zu schaffen. Sie unterbricht mich zwar nicht mehr ständig, aber jetzt muss ich sie ständig unterbrechen: "Du musst noch Vokabeln lernen .... Hast du schon deine Vokabeln gelernt ... Denk an deine Vokabeln ....:D
Es wird irgendwie nicht wirklich einfacher, wenn die Kinder älter werden, es wird nur anders :).
LG Hanna-Ela

papagorilla wrote:

ach, so lange sie nicht früher mit dem Studium fertig sind als wir (mein 5jähriger kommt sowieso erst nächstes Jahr in die Schule, weil er Mitte September geboren ist - da könnte es sich ausgehen, dass wir zugleich den Master machen)

Damit kann man auch leben. Meine Tochter beginnt im WS ihren Master:D hier an der FernUni und ich schätze, sie wird eher fertig sein:o, da Vollzeit.

LG Kuni

JSchneider wrote:

Wie und so lange bist du mitleser? Oder hast du ein paar Module zu Haus und blätterst drin rum und legst dann los, wenns soweit ist?

Kann ich eigentlich irgendwann von 1 Modul/Semester auf 1,5 Module/Semester steigern? Also ich mein: 2 Module belegen, eines mit Prüfung ablegen, das zweite zur Hälfte bearbeiten, dieses dann ins nächste Semester mit rüber nehmen und ein weiteres belegen und dann 2 Prüfungen machen. Das ganze dann wiederholt über weitere Semester...
Dann würde sich die Studiendauer ja auch verkürzen, aber es wäre kein VZ Studium...

Geht das?
(Gibts eigentlich ne maximal Studiendauer??)

Genauso möchte ich es auch machen. Ab dem nächsten Semester habe ich keine Schule mehr (im Mai bin ich fertig :freu:) und somit nur noch eine Doppelbelastung, was bedeutet, dass ich wieder etwas mehr Zeit zur Verfügung hätte. Ich gedenke diese Zeit sinnvoll zu nutzen. Mal sehn, was daraus wird. Dann könnte man sich ja vielleicht mit den Modulen absprechen, wobei ich ja wahrscheinlich Philo nehmen werde, da das mein Nebenfach sein soll. ;)

Liebe Grüße
Dennis

PS: Kuni, wie alt ist deine Tocher denn und was studiert sie hier an der FUH? Kennt man sie hier aus dem Forum?

Soweit ich weiss gibt es keine max. Studiendauer.
Ich möchte es auch so machen - 3 Module in 2 Semestern

Kinder, Kinder

JSchneider wrote:


Ich sag immer: Der Pc auf der Arbeit meines Mannes sabbelt nicht und seine Kollegen verhauen sich auch nicht gegenseitig mit der Tastatur oder zerwühlen seinen Arbeitsplatz, wenn er mal 5 Minuten nicht hinschaut.

:)


Der Vergleich ist köstlich, ich habe mich schlapp gelacht.:D

Meine Kinder sind acht und fünf und man schafft ein Modul gut. Letztes Semester habe ich auch eineinhalb versucht, aber wenn ich keine Prüfung vor mir habe, fehlt mir schon die Motivation. Ich habe mich also auf ein Modul konzentriert und warte jetzt auf das Ergebnis. Vorher habe ich M 1 und M 2 bestanden.
Für Hobbys habe ich wenig Zeit, meine ehrenamtliche Arbeit in der Bücherei musste ich sehr reduzieren. Es geht halt nicht alles.
Du schaffst das schon!

Kinderplanung

Hallo,
bevor ich die Frage stelle, würde ich euch gerne meine Situation schildern.Ich bin bald 29 J alt, verheiratet, mit einem Haus,einer Teilzeitstelle und einem 39 j Mann, der in Vollzeit arbeitet. Mit 25 habe ich angefangen BoL zu studieren und durch die anfängliche Schwierigkeiten bedenke ich das Studium so in 2 J zu beenden. Mein problem ist, dass ich unbedingt zumindest 1 kind haben möchte. Und aufgrund meines Alters wäre jetzt der perfekte Zeitpunkt. Allerdings weiß ich nicht, ob es nicht besser wäre zu warten, bis man seinen Bachelor in der Tasche hat. Dann aber wäre ich ein Berufsanfänger nach 30 ohne Berufserfahrung und noch ohne Kinder. Soll man nicht lieber dieses Kapitel hinter sich bringen während man noch studiert? Wäre interessant zu wissen, was die studierenden Mütter mir raten würden?
Gruß

Hallo

Tja, das kommt ganz auf dich an. Ich wurde in meinem ersten Studium schwanger und habs nicht gewuppt bekommen und dann das Studium abgebrochen. Andere bekommen ihre Kinder im Studium und alles läuft super.

Das ist je nach Familiensituation, Belastbarkeit, Typ des Babys/Kindes unterschiedlich. Kann sein, dein Kind schläft viel, isst gut, ist zufrieden. Kann sein, dein Kind kommt nicht in den Schlaf, leidet unter Blähungen, hat Probleme mit dem Essen, braucht viel Nähe (24 Std Baby - im Gegensatz zu Babys, die auch viel Nähe brauchen - natürlicherweise - aber auch mal wo liegen können)

Im Job biste wohl eher raus mit Baby als im Studium. Keine Ahnung. Schwierig.
Wenn du magst können wir über das für und wider gern per pn reden :)
Man muss halt viel bedenken - oder einfach der Natur und den Hormonen freien Lauf lassen

Also ich wage es und wir machen uns bald an die Familienplanung.
Ich bin jetzt im 3. Semester (Teilzeit), mit dem Kinderkriegen bis nach dem Abschluss zu warten wäre Unsinn. Dann bin ich steinalt :D und ich will ja nach dem Abschluss beruflich etwas machen das mich interessiert.
Genau dann zu Hause zu bleiben reizt mich gar nicht :p

Ich hoffe einfach mal die FU und ein Baby unter einen Hut zu kriegen. Schlimmstenfalls - wenn es kein "braver" Zwerg ist - muss ich halt pausieren. Aber wenigstens kann ich zu Hause lernen und müsste nicht an die Präsenzuni

Ja und das macht mir Mut :)
Wenn der/die Kleine so ein Schlafbedürfnis wie Mama und Papa haben, ja dann mache ich mir gar keine Sorgen. Er/sie schläft dann immer

Ich denke, dass die FU für Familienplanung im Studium einfacher ist als eine Präsenzuni. Du kannst halt auch mit Kind lernen und wann immer Zeit da ist. Auch mal mitten in der Nacht. Vorlesungen sind halt immer zu bestimmten Uhrzeiten an bestimmten Tagen.

Ich bin allerdings froh, dass ich jetzt 2 ältere (2,5 + 6) Kinder hab, und dass auch das zweite bald im KiGa ist.
Studieren mit Baby ist auch meist leichter als mit Kleinkind. Dann Baby im Tuch (vorn oder hinten) und dann lernen geht gut, Kleinkind, dass sich bewegen kann und ggf einen super Forscherdrang hat - da kommt lernen kürzer und geht eben nicht mehr mit Kind sondern, wenn es schläft. (Vor allem täten meine Zwei mir was husten, würd ich in ihrer Anwesenheit immer lernen)

Übrigens, dank der Frühlingshormone könnt ich mir (frisch im Studium) auch noch ne Nr 3 vorstellen. Aber erst in späteren Semestern. Jetzt muss ich noch zu viel schauen, wie ich weiter komm und wie ich wann wo gut lern :)

Zum Glück kann ich mir das Warten mit Nr 3 "gönnen", da hab ich noch gut 10 Jahre Zeit, wenns sein muss. ;) (Obwohl, mit 39 möcht ich eigentlich kein Baby mehr haben...)

(Obwohl, mit 39 möcht ich eigentlich kein Baby mehr haben...)[/QUOTE]
Täusch dich da nur nicht

JSchneider wrote:

Ich denke, dass die FU für Familienplanung im Studium einfacher ist als eine Präsenzuni. Du kannst halt auch mit Kind lernen und wann immer Zeit da ist. Auch mal mitten in der Nacht. Vorlesungen sind halt immer zu bestimmten Uhrzeiten an bestimmten Tagen.

Da stimme ich Dir uneingeschränkt zu. Ich könnte Präsenzuni vergessen mit drei Kindern. Es ist aber schwierig, jemandem zu raten, wie es am besten ist, finde ich. Jede Lebenssituation ist anders und jedes Kind ist anders :D.

Nee also irgendwann is dann auch mal gut. Zwei hab ich, Nr drei ist optional. Aber Richtung 40 wollt ich aus dem Gröbsten (die ersten 2-3 Jahre) raus sein. Dann noch mal anfangen? Neee. ;)

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Vittoriacolonna
Eben, so seh ich das auch. Die Frage stellt sich immer aus der persönlichen Situation heraus. Kann ich bestimmte Belastungen meistern? Bin ich flexibel, auch mal nicht im Zeitplan zu sein? Wie groß ist der Wunsch bzw ist es ein Wunsch oder ein Gefühl von "ich sollte mal"? Kann ich damit umgehen, dass sowas nicht planbar ist, weil jeder neue Mensch anders ist und nicht im vornherein eingeordnet werden kann? Wieviel Unterstützung hab ich? Wie komme ich mit Rückschlägen zurecht? Wo wäre Zeit für mich und das studieren? etcpp

Und: es gibt nicht den perfekten Zeitpunkt für ein Kind. Entweder man machts oder nicht :D

Evtl kann man sich unter den Möglichkeiten (Studium, Arbeit etc) noch aussuchen, welche Situation am geeignetsten wäre - aber heißen will das noch lang nix.

[QUOTE="JSchneider, post: 645872"]Nee also irgendwann is dann auch mal gut. Zwei hab ich, Nr drei ist optional. Aber Richtung 40 wollt ich aus dem Gröbsten (die ersten 2-3 Jahre) raus sein. Dann noch mal anfangen? Neee. ;)

Aber erstens kommt es anders und zweitens als man denkt.

Das kann ich nur bestätigen. Ich habe auch mit 27 mein zweites Kind bekommen. Damals war für mich dann Schluss mit Kinderkriegen - dachte ich :o.
Plötzlich guckte ich mit 36 wieder in jeden Kinderwagen. Zumal mein Mann dann auch eins haben wollte. Mit 38 kam das dritte, 6 Tage vorm 40. dann das vierte. Jedenfalls habe ich gesagt, mit 40 ist Schluss mit Kinderkriegen, haben wir gut hinbekommen :D.

JSchneider wrote:

Kann ich damit umgehen, dass sowas nicht planbar ist, weil jeder neue Mensch anders ist und nicht im vornherein eingeordnet werden kann?

Jetzt muss ich mich auch mal ganz kurz hier einklinken, denn das oben Zitierte hast Du wirklich schön gesagt. Ich denke bei Deinem Satz sicherlich in eine andere Richtung als die, die Du ausdrücken wolltest, aber das macht ja nichts ;). Jeder Mensch ist anders - ja! - und man weiß vorher nicht, was auf einen zukommt, denn es kann auch ein krankes oder behindertes Kind wie bei mir sein.
Auch in so einer Lebenssituation ist die FernUni eine super Möglichkeit, sich weiter zu bilden, obwohl man nie an den Punkt kommen wird, an dem man sagen kann "das Kind ist aus dem Gröbsten raus", es gelten andere Zeitpläne und es gibt ganz andere Bedürfnisse, Prioritäten und Sichtweisen, die plötzlich ins Leben treten, dieses aber auch sehr viel reicher machen können. :)

Weiter oben klang mal an, dass die Sorgen mit großen Kindern nur anders sind, aber nicht kleiner werden. Das ist vielleicht in manchen Fällen so, aber ich möchte an dieser Stelle gern bewusst machen, dass es ein großes Geschenk ist und auch eine große Erleichterung bedeutet, wenn die Kinder ganz einfach selbständiger und Stück für Stück erwachsener werden. Ich kenne diese Seite auch, denn ich habe auch eine gesunde 14jährige Tochter und erlebe natürlich auch anstrengende, unbequeme Situationen und Diskussionen und neue Sorgen, aber Gesundheit und Selbständigkeit sind so wertvoll, dass man gewisse Anstrengungen, die auszuhalten sind, relativieren sollte. ;)

Vielleicht konnte ich noch eine etwas andere Sichtweise in die Runde mit einbringen, viele liebe Grüße
Lucky
:winke

ich studiere jetzt schon im 7. Semester und habe zwei Söhne (11+14).

Zunächst habe ich in Vollzeit angefangen und habe aber recht schnell gemerkt, dass das kaum zu schaffen ist, jedenfalls nicht, wenn man auch was vom Studium haben will und nicht nur Semester abbreisst.

Die letzten dreieinhalb Jahre waren ein ständiger Kampf im Abwägen dessen, was ich will, was die Kinder brauchen- was geht und was eben nicht geht.
Zudem hat meine Ehe das Studium nicht überlebt und ich arbeite inzwischen noch eine 3/4 Stelle.
Das Studium hat in sofern einen anderen Stellenwert bekommen, als dass ich mich darüber ausgleiche.
Ich kann über einem komplizierten wissenschaftlichen Problem unheimlich gut (den Rest meines Lebens) abschalten. Leider verliere ich manchmal aus dem Blick, dass auch das Kraft kostet.

Das Geheimnis oder die Lösung liegt wohl in dem Zauberwort "Gelassenheit" zu der ich mich allerdings auch immer wieder zwingen muss.

Ich habe bereits zwei Semester in den Wind geschossen, weil die Kinder mich halt brauchten, hab mich dabei unheimlich gewunden und wohl auch ein bisschen gelitten - unter dem Strich war es aber die richtige Entscheidung.

Ich gehe inzwischen so an das Studium heran, dass ich sage: ich versuche das und das zu machen und wenn ich mein Pensum nicht schaffe, dann kann ich das inzwischen einigermaßen gut aushalten und sag mir, dass ich froh bin, dass ich überhaupt lernen kann.

Ob man das Studium neben den Kindern schafft liegt nach meiner Erfahrung weniger an den intellektuellen Fähigkeiten, als an der Einstellung, die man gegenüber seinem Tun hat.

liebe Grüße
Angelika

Luckyyy wrote:

J
Vielleicht konnte ich noch eine etwas andere Sichtweise in die Runde mit einbringen, viele liebe Grüße
Lucky
:winke:

Eine ganz Wichtige sogar.

mich beschäftigt dieses Thema zur Zeit auch sehr: "Studium und Kinder". Noch haben wir keine Kinder, möchten aber gerne mal loslegen... :) Meine biologische Uhr tickt schon seit einigen Jahren, von Frühjahr zu Frühjahr wird sie lauter. Bislang paßte es einfach nicht, wobei ich dazu sagen möchte, dass wir uns auch nicht gegen ein "ungeplantes Kind" gewehrt hätten.

Nun wollte ich erstmal das erste oder auch zweite Semester abwarten, um zu schauen, wie das mit mir und Hagen überhaupt so funktioniert. Okay, noch habe ich die Klausurergebnisse nicht...:p, aber ansonsten war ich fast erstaunt, wie diszipliniert ich sein kann. Wie das allerdings aussähe, wenn da plötzlich so ein kleines Menschlein den Tagesablauf bestimmt - keine Ahnung.

Aber: Unsere sonstigen Lebensumstände stimmen, wir wollen es beide, also lassen wir es auf uns zukommen. Was ich nämlich in den vergangenen Jahren gelernt habe, ist auf meine Intuition, mein Bauchgefühl zu hören und auch das Leben zu leben, jetzt und hier. Nicht in den Tag hinein, nicht völlig durchgeplant, sondern eine gesunde Balance irgendwo dazwischen zu finden.

Ich hab' auch schonmal an einer PräsenzUni studiert, die tatsächlich einigermaßen "familiengerecht" war; alle Studierenden mit Säugling/Baby/Kleinkind bekamen einen Betreuungsplatz in der universitätseigenen Kinderkrippe (damals waren es ca. 30 Kinder unter drei auf 17.000 Studierende). Eine meiner Kommilitoninnen bekam geplant und gezielt pünktlich zu ihrem letzten Semester das erste Kind - und sie saß neben mir im Seminar, die Kleine im Tragetuch und hat auch während der Vorlesungen/Seminare gestillt. :) Das hat einige Profs sicherlich sehr irritiert, aber rausgeworfen hat sie keiner. Allerdings war die Kleine auch ein sehr ruhiges, tagsüber häufig schlafendes und zufriedenes Baby, da mag das klappen.

Sonnige Grüsse,

FrauMaus

Ich möchte auch noch kurz etwas beitragen.
Ich habe mit der Geburt meines ersten Kindes - mitten in der Abiturvorbereitung - gemerkt, dass sich die Prioritäten änderten. Plötzlich konnte ich viel gelassener an die Prüfungen rangehen, weil das wichtigste in meinem Leben zu Hause auf mich wartete.
Meine Sichtweise hat sich gehörig geändert. Ich setzte mich nicht mehr wegen irgendwelcher Noten unter Druck - und es klappte auch.
Ich war sehr leistungsorientiert. Heute sehe ich dank meiner Kinder viele Dinge anders. Das Wichtigste im Leben ist nicht irgendein Abschluss - der auch sehr wichtig ist - , sondern Glück und vor allem Gesundheit. Und das sollten wir uns wirklich öfter bewusst machen, denn man betrachtet dies oft als selbstverständlich.
Trotzdem studiere ich hier und möchte irgendwann fertig sein, aber ich gehe halt ruhiger an das Lernen und die Prüfungsvorbereitungen ran.

Wo sind die Männer zu diesem Thema?!
Liegt es daran, dass so wenige Männer KuWi machen oder an was anderem?
Ich höre immer nur von euren Wünschen und Sehnsüchten, wo sind denn eure Kerle, die haben doch auch Verantwortung für die Beziehung und das Kind...
Kinder sind doch nicht nur Frauensache!!!

Mein Kerl macht zwar kein Kuwi :D aber er möchte auch gerne einige Zeit beim Kind zu Hause bleiben.
Finde ich sehr lobenswert. Wenn ich das Gefühl hätte, ich wäre ganz auf mich alleine gestellt, ja dann hätte ich ein gehöriges Problem. Und den falschen Mann ;)

Da sein Gehalt um einiges höher ist als meines wird er arbeiten gehen und ich bleibe zuhause. Umgekehrt wäre es halt umgekehrt :p

Und er wird auch schön zuhause bleiben und aufpassen (müssen) wenn ich mal "einen draufmachen gehe" :cool:
Mich graust wenn ich sehe daß die Frau immer daheim bleibt und aufs das Kind aufpasst während er sich regelmässig mit seinen Kumpels trifft.

Aber wie gesagt, würden die Voraussetzungen nicht passen, hätte ich den falschen Mann

FrauMaus,

erstmal herzlich willkommen hier im Studienservice. Wir haben zwar jetzt schon einiges über Dich erfahren, aber im Vorstellungsthread ist noch Platz für mehr :D.\

FrauMaus wrote:

Was ich nämlich in den vergangenen Jahren gelernt habe, ist auf meine Intuition, mein Bauchgefühl zu hören und auch das Leben zu leben, jetzt und hier. Nicht in den Tag hinein, nicht völlig durchgeplant, sondern eine gesunde Balance irgendwo dazwischen zu finden.

Das klingt nach sehr vernünftiger Lebenseinstellung, damit klappt das Studium dann auch mit Kindern!

Ich habe das so verstanden, dass der Kinderwunsch der anwesenden Frauen hier auch vom Mann geteilt wird. Nur die Planung und die Frage nach dem "wie organisiere ich das?" stellt sich halt.
Hmmm.
Mein Mann würde sich das sicher auch fragen, wäre bei uns aktuell erneut Kinderwunsch. Damals bei Nr 2 hat er 99% aller Aktivitäten ausser Job an den Nagel gehängt. Da war er nur die max. "Muss" Anwesenheit auf Arbeit, hatte eher viele Minusstunden und war Abends und Nachts meist fürs Baby da. (Papakind :D) Da war nix mehr mit Sport, Kumpels o.ä.
Und bei mir genau so.

Wäre eine Nr 3 da, wäre es wieder so für eine Weile (wie lang dann auch immer) und auch ok.
Darauf sollten sich mMn alle werdenen Eltern/oder Kinderwunschpaare einstellen: Beide haben ersteinmal wenig Zeit für anderes als Familie und die WICHTIGSTEN Dinge (also zB Job + Studium) und da geht einfach viel Freiheit flöten (für beide)

Ich find, es gibt einfach keinen passenden Zeitpunkt - irgendwas ist immer :D
Und ich find, man sollte sich einfach vorher klar sein, dass sich ALLES verändert, wenn auf einem Paar eine Familie wird. Da verschieben sich auch Prioritäten (wie oben so treffend angemerkt) und es ergeben sich andere Lebensschwerpunkte/-inhalte.

ABER: Kinder haben ist klasse. Echt. Und Babys sind super (obwohl ich die ersten 12 Monate immer hasse...Tja). Und: Wenn der Wunsch da ist, und die Rahmenbedingungen stimmen (gute Partnerschaft zB) dann ist es egal, wann man sein Kind bekommt.

Man kann halt nur nicht planen "Jetzt 1 Sem. studieren, dann Kind, dann nebenbei ein bisschen studieren, dann Kind mit 2-3 Jahren in KiTa o.ä., dann fleißig weiter machen und dann Abschluss" sondern muss einfach wissen, dass erst mit Ankunft des Kindes klar wird, wie es weiter geht. *find*

balina wrote:

Wo sind die Männer zu diesem Thema?!
Liegt es daran, dass so wenige Männer KuWi machen oder an was anderem?
Ich höre immer nur von euren Wünschen und Sehnsüchten, wo sind denn eure Kerle, die haben doch auch Verantwortung für die Beziehung und das Kind...
Kinder sind doch nicht nur Frauensache!!!

Theoretisch schon. Meine Praxis sah leider anders aus: Ich hab mich 12 jahre lang schön hinten angestellt und brav gewartet, bis ich dran war, meinen Mann in Berufs- und Weiterbildung so gut wie möglich unterstützt.

Dann als seine "Karriere" in trockenen Tüchern war und die Kinder aus dem, das man gemeinhin als "das Gröbste" bezeichnet heraus waren, fand er es ganz toll, dass ich das Studium begonnen habe..theoretisch eben....

Aber egal, alles hat sich ja doch noch zum Guten gewendet: ich bin seit eineinhalb Jahren sehr glücklich mit einem Komilitonen liiert...was Besseres konnte mir nicht passieren!

Und was ich noch sagen wollte: Mütterstress hin oder her - für die Männers, die neben nem Vollzeitjob studieren, ist das auch nicht viel einfacher. Wenns bei meinem Süßen im Job kracht, kommt er auch nicht zum Lernen...

schöne Grüße
Angelika