Bei der Überlegung der pros und contras eines nebenberuflichen Studiums der Kulturwissenschaften mit FS Geschichte, haben Bekannte, Freunde und Familie mir eine interessante Frage gestellt die ich gerne hier im Forum aufbringen würde.
Was spricht dagegen, die Geschichtswissenschaft als Hobby weiter zu führen anstelle eines Studiums ?
Die [U]Vorteile[/U] wären freie Zeiteinteilung ohne Erfolgsdruck und man könnte sich ausschließlich mit den Gebieten beschäftigen die einem liegen und gefallen.
[U]Nachteil [/U]ist sicherlich, das man so das wirkliche wissenschaftliche Arbeiten kaum lernt und einen Abschluss hat man dadurch auch nicht...
Wie habt Ihr diese Frage bewertet für euch ? Oder warum hat sich euch diese Frage nicht gestellt ?
Freue mich auf eure Ansichten und Werdegänge ;)
Grüße!!! Atta
Comments
Myrmid
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Ich kann zwar nur von mir reden (und ich betreibe das KUWI-Studium als reines "Hobby" ;)), aber ich persönlich finde, dass genau dieser Umstand, den du als Vorteil anführst, eigentlich ebensogut auch ein Nachteil bei der ganzen Sache sein kann. Denn wenn kein Erfolgs- und Zeitdruck dahinter ist, befasst man sich auch nicht so intensiv und konsequent damit. Und außerdem fällt es schwer, wissenschaftlich fundierte Informationen von den weniger brauchbaren zu unterscheiden. Beim Studium werden einem aktuelles Wissen und verschiedene aktuelle Forschungspositionen dazu vermittelt und man hat Professoren und Mitstudenten, mit denen man sich fachlich und persönlich austauschen kann.
ubbe
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View profileAlso ich betreibe seit vielen Jahren Genealogie und engagiere mich auch für lokalhistorischen Projekte. Allein der Zeitaufwand hat mich natürlich auch schon tausend mal vor die Frage gestellt, warum ich mir das antue nun auch noch Geschichte zu studieren. Zumal ja nach Abschluss möglicher- oder idealerweise die Beschäftigung mit der Historie zum Broterwerb werden könnte. Dies kann einem unter Umständen das unbeschwerte Verhältnis zur Leidenschaft Geschichte auch belasten.
Aber ich würde Dir dennoch ans Herz legen wollen, zumindest einmal anzufangen, um dann zu sehen, was Du für Dich aus den Kursbriefen ziehen kannst.
van Nuffel
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View profileIch denke, man sollte sich erstmal fragen, was möchte man mit dem Wissen, was man sich angegeignet hat, tun möchte.
Ich habe mich schon vor dem Studium gerne in meiner Freizeit mit Geschichte beschäftigt, viele Bücher gelesen, Museen besucht usw.. Ich denke durch das Studium, beschäftigt man sich nicht nur oberflächlich damit, sondern man erkennt Zusammenhänge, die mir z.B. vorher unklar waren. Mir ging es beim durcharbeiten von den Kursen zu G1 so, dass sich Fragen von ganz allein beantwortet haben, das war krass. Und habe mich vorher gefragt, warum sollte man nicht innerhalb eines Fernstudiums sich mit etwas beschäftigen, was man eh schon gerne macht. Ich mein, ob man das nun als Hobby ansieht oder nicht. Ich denke wenn einem etwas Spaß macht, und die Belastung eines Fernstudiums nicht zu groß sind, warum sollte man das nicht probieren. Sicher ist natürlich auch, dassman seine Freizeit anders organisieren muss, Leistungsdruck, Prüfungsangst u.ä. kommen können. Aber dümmer wird man davon jedenfalls nicht, und wenn man das ganze noch zum Abschluss bringt, hat man sogar noch was in der Tasche zum Vorzeigen. Das könnte ja unter Umständen manchmal gar nicht so schlecht sein. :)
Aber ob dir das genauso geht wie mir, kannst du nur selbst rausfinden. Getreu dem Motto "Am besten, Sie testen".:D
Viel Spaß beim durcharbeiten der Kurse
Atta82
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Danke für eure Ansichten.
Probieren werde ich es aufjedenfall ! Dafür ist die Möglichkeit einer Kombination meines Hobbys und meinem Beruf einfach viel zu genial :)
So ein Studium ist aber nicht immer eitel Sonnenschein, man muß sich viel mit Themen beschäftigen die die persönlichen Interessen weniger treffen...das muß leider sein um das Gesamtnbild zu verstehen aber wie schafft ihr es, das euch das Studium dadurch nicht den Spaß am Ex-Hobby verleidet ?
Nach dem Motto, wehrend ich hier seit 2 Wochen sitze und die Entwicklung der Städte im Mittelalter pauke hätte ich längst 2 gute historische Romane aus der Wikingerzeit lesen können und hätte auch etwas gelernt aber etwas das mich mehr interessiert...(habe immer darauf geachtet gut recherchierte auf Fakten aufgebaute Bücher zu lesen)...
Grüße !!!
Myrmid
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Sieh es doch so: Es hat eben alles seine Vor- und Nachteile. Und wer weiß - vielleicht wird ja durch das Studium dein Interesse auch für ganz neue Themenbereiche geweckt, mit denen du dich vorher noch nicht so befasst hast? (Bei mir war es jedenfalls so...) Also - versuch's einfach mal und dann wirst du ja sehen, ob du beim Studium bleibst oder doch lieber wieder zum reinen Hobby zurückkehrst. (Wobei meiner Meinung nach auch das Studium an sich ein Hobby sein kann. ;))
van Nuffel
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View profileJa genau, alles macht nicht immer Spaß, und manchmal muss man sich durch Sachen durchbeissen die einem nicht so gefallen (geht mir z.B. in L1 so). Aber ich seh das so: 1. Das Studium ist mehr als 1, 2 Themen die einem schwerfallen und wenn man das bestehen möchte, muss man da durch. 2. Wenn mir das Thema nicht gefällt, gebe ich ihm eine halbe bis Stunde, um es durchzusehen. Dann mache ich was anderes und schaue es mir später nochmal an.
Meistens belohne ich mich dann, z.B. mit dem lesen von historischen Büchern, DVD-Abend und Co..
Das ist zwar icht immer richtig, aber so habe ich nicht das Gefühl, dass ich mir was verbiete, bzw. mich nicht zwinge Themen zu bearbeiten die mich nicht interessieren, denn das ist Krampf und dabei verliert man legliche Lust am Studium. Ein kleiner Tipp am Rande, ich weiß zwar nicht welches Modul du grad belegst, aber wenn man die Sache von hinten aufrollst fällt sie manchmal leichter. Will heißen, dass wenn du eine Ahnung hast, was in der Klausur für Themen gefragt werden, fang erstmal an dich mit denen auseinander zu setzen. Da kommst du dann zwar auch auf die Themen, die dir nicht son Spaß machen, aber du siehst sie vielleicht aus einem anderen Blickwinkel.
Grüße
papagorilla
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View profileKlar, Studium kills Hobby, war bei mir definitiv so. Wo ich früher saß und mich über Spezialthemen der griechischen Antike ausgelassen habe, studiere ich jetzt also KuWi (P/G) und hab keine Zeit mehr für griechische Antike.
Dafür weiß ich jetzt mehr von Dingen (an sich und überhaupt), auf die ich sonst vielleicht erst in 10 oder 20 Jahren erfahren hätte und die mich in weiterer Folge vielleicht auch wieder zu den griechischen Spezialthemen zurück bringen (vielleicht auch nicht). Und ich komme langsam dahinter, wo meine grundsätzlichen Fehler waren bei den Dutzenden Artikeln, die ich einst in unwissenschaftlicher Art schrieb (wobei ich zumindest jeden Mist mit Zitaten belegt habe, [SIZE="1"]außer meinen Wikipedia-Artikel, und der lebt, glaube ich, trotzdem noch).
Außerdem könnten wir ohne unser Studium ja gar nicht hier unsere intellektuellen Witzchen machen, und die würde ich auf jeden Fall vermissen ;)
Achso, Nachtrag:
könnte übrigens zu einer verengenden Sicht führen, und eine grundlegende Beschäftigung mit den Basics und ein Rundumblick auf das "was gibts eigentlich alles im Fachgebiet XY" mögen das wohl verhindern, denke ich.
Atta82
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Nabend !
danke für eure Beiträge ! Bin echt erleichtert das ich da anscheinend nicht so "anders" bin und ihr alle (oder viele) zumindest etwas "Angst" um ihr Hobby hatten :) Und um ehrlich zu sein, ich habe jetzt schon etwas den Eindruck das meine lange Beschäftigung mit spezielen Themen der Geschichte meine Sicht der Dinge etwas eingeschränkt hat werden lassen...vondaher ist es evtl wirklich ganz heilsam und lehrreich (ohne Frage !) sich mit anderen Gebieten zu beschäftigen.
Der Tip mit der "Belohnung" ist übrigens schwer genial ! Ab und zu ein netter Roman (aber bitte nicht zu fiktiv ;) ) muß noch drin sein, sonst ist mir das Opfer meines Hobbys dann doch zu groß :)
Ja, das Forum hier ist schon klasse ! Der ungezwungene Austausch miteinander gefällt mir sehr gut ! Danke an alle !!
Grüße Atta
papagorilla
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View profileDa fällt mir auf, dass ich seit Jahren nur mehr historische Romane lese, und davon 98% historische Krimis. Das heißt, wenn ich überhaupt noch was anderes lese als Fachliteratur (und nicht mal nur die, die ich für die Uni brauche). Das Dumme bei den historischen Krimis ist ja, die kommen meist in Serien raus, und wenn man da schon alle Bücher einer Serie durch hat, muss man warten, bis der Autor endlich den nächsten geschrieben hat.
Atta82
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Hmm ja da is was dran...ich lese grade "die Uthred Saga" bin bei Band 4...nebenher aber noch "Krieg und Frieden" und "Der Mensch des Mittelalters" gute Mischung find ich da bleibst immer spannend :)
Grüße !!!
van Nuffel
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View profileHey pappagorilla,
das geht mir ganz genauso, da findet man dann an einem Auror gefallen, liest die 1 2 Bücher die er bisher rausgebracht hat und dann wartet man ewig auf die Folgebände. Das ist nicht gut. Aber zum Glück kann ich auch an Fantasy, Belletristik und Co. gefallen finden. Ich seh grad, du machst grad G 2. Ist das aufwändiger als G1? Schreibst du ne Hausarbeit? Ich will nämlich im kommenden Semester G2 studieren.
Myrmid
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G2 fand ich nicht so schlimm bzw. weit weniger aufwändig als G1. Geht auch gut mit Klausur (hab ich so gemacht), weil man sich beim Lernen zB völlig auf den (relativ kurzen) Außereuropa-Teil konzentrieren kann und Alteuropa mehr oder weniger weglassen kann. Bei der Klausur kommen dann 3 Fragen, aus denen man eine wählen/beantworten muss. G2 geht natürlich sicher auch gut mit Hausarbeit - da gibt's sicher viele spannende Themenbereiche.
van Nuffel
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View profileOk. Das klingt gut. Ich nämlich grade die L1 Klausur auf nächstes Semster geschoben, und da hatte ich mich schon für G2 eingeschrieben. Ich wollte schon mal den Arbeitsaufwand "abstecken". Mich haben einige gewarnt, ja keine Hausarbeit in einem bestimmten Bereich, (Prof.), G2 zumachen. Deswegen ist es schön zu hören, dass dies auch mit einer Klausur gut abschließbar ist. 100 % sicher, wo ich die Hausarbeit schreiben möchte, bin ich mir eh noch nicht. Aber ich weiß, das ich G5 ein Werkstück machen möchte. Na mal sehen.
JSchneider
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View profileJetzt wüsste ich aus purer Neugier doch den Namen der Professorin gern. :D Schickst dus mir per PN?
Sanne4
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View profileIst denn für die Hausarbeit nur eine(r) zuständig?
Myrmid
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Wer deine HA betreut, hängt vom Thema und dem historischen Zeitrahmen der HA ab.
Sanne4
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View profileAlles klar, danke. Möchte nämlich im nächstem Semester eine schreiben.
JSchneider
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View profileEben, man kann jedes Modul (also alle, die HAs anbieten) mit HA abschließen und dabei die umgehen, mit denen man nicht kann (das "Vergnügen" hatte ich noch nicht, bisher waren alle nett....manche nur eben netter :D ).
Es müssen ja 2 HAs sein und 1 Praktikumsbericht :) Nur falls mit "die Hausarbeit" gemeint ist, dass du nur eine schreiben willst
Florenz09
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View profileSorry, mein Beitrag landet immer an der falschen Stelle. Außerdem wollte ich eigentlich eine PN loswerden. Vielleicht sollte ich mal eine Lernpause einlegen...
van Nuffel
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View profileJa ist ja richtig. Ich werd mal sehen, was da auf mich zukommt. Und dann kann ich mich ja immer noch für ein HA-Thema entscheiden.
van Nuffel
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View profileAtta82,
wie siehts aus? Hast du denn schon eine schöne Lösung für dich gefunden, bezügliuch deiner Frage: "Was spricht dagegen, die Geschichtswissenschaft als Hobby weiter zu führen anstelle eines Studiums ?"
Viele Grüße
Atta82
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habe diesen Thread mal ausgegraben weil ich wieder an diesem Punkt stehe *g
Keine Angst, ich breche nicht wieder die gleiche Diskussion vom Zaun ! ;)
Wollte euch nur kurz mitteilen was es bei mir so ergeben hat, es dürfen sich aber auch gerne weitere Zweifler oder Ex-Zweifler anschließen ! Es ist eben eine sehr individuelle Entscheidung so ein Fernstudium.
Ich habe mir gebrauchte Unterlagen KuWi und Psychologie geholt, da ich zwischen beidem geschwankt habe.
"Leider" hat sich bei mir Mitte letzten Jahres ein Traum erfüllt und ich konnte meinen Arbeitsplatz/meinen Beruf wechseln ! Dadurch habe ich leider wesentlich weniger Freizeit im Moment und so ein neuer Beruf schlaucht ganz schön am Anfang.
Im Moment scheint mir daher Psychologie wesentlich schaffbarer für mich, war ich doch von der Menge an Fachliteratur und der Kombination aus Klausur/Hausarbeit/Mündlicher Prüfung bei KuWi sehr eingeschüchtert. Ich bin mir auch nicht so ganz sicher ob mein neuer Job mir ein so aufwendiges Studium noch erlaubt andrerseits wäre es vermessen zu behaupten Psycho sei einfach oder weniger aufwendig...aber es gibt schon mal weder Hausarbeiten noch mündliche...
Nichts desto trotz ist Geschichte mein allerliebstes Steckenpferd und die Vorstellung fällt mir schwer meine sperrliche Freizeit nicht mehr damit verbringen zu können...
Also wie gesagt, es ist noch nichts entschieden :rolleyes: im Herbst 2012 soll es aber los gehen bei mir und ich mache es abhängig davon wie gut ich durch die Studienbriefe u Fachliteratur komme ob Psychologie mich wirklich "erfüllt"...Freizeit ist eben kostbar und man sollte sie mit Dingen füllen die einem Spaß machen !
Grüßee!! Atta
P.S. Ich bin wehrend der ganzen Zeit treuer Leser des Forums geblieben und muss schon sagen, das die KuWi Gemeinde wesentlich presenter hier ist als die Psychos...schon mal sehr sympathisch :D Kompliment an den Umgang miteinander ! Es ist immer nett gewesen hier zu stöbern !
balina
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View profile[FONT=courier new][COLOR=#ff0000]"und der Kombination aus Klausur/Hausarbeit/Mündlicher Prüfung bei KuWi"[/COLOR][/FONT]
[COLOR=#000000]Das ist doch grade das schöne, dass du wählen kannst, ob du Klausur , HA oder mündlich machst. Dadurch ist das Studium leichter an die persönliche Situation anzupassen.[/COLOR]
UND bei Psycho schreibst du nur Klausuren, das finde ich aber sehr unflexibel....[FONT=courier new][COLOR=#ff0000]
[/COLOR][/FONT]
Hase
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View profileklausuren schreiben heißt gaaanz viel auswendig lernen. da schaffst du es auch bei KUWI kaum, noch nebenher fachliteratur zu lesen.
bei einer HA wühlst du dich zwar durch die literatur, hast aber auch eine sehr schöne auseinandersetzung mit einem thema, das du (mehr oder weniger - ich weiß) selbst gewählt oder zumindest mitbestimmt hast. wenn dich geschichte interessiert, könnten die HAs dich gar nicht weiter schrecken. da kannst du endlich vertiefen, kommst sozusagen mal zur sache.
psychologie? das interessiert dich auch?
meine meinung zu einem psychologiestudium: es klingt wahnsinnig interessant. und man glaubt erstmal, in die geheimnisse des menschen eindringen zu können und zu verstehen. so wie ich die inhalte aber sehe, geht es dort neben einem haufen statistik und wissenschaftlicher verhaltensforschung v.a. um konzepte, die mal irgendwer aufgestellt hat. wissen von konzepten über die psyche. dann doch lieber KUWI konzepte :D psychologie ist ebenb auch nur wissenschaft.
Atta82
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Nabend,
naja bei KuWi kannste Dir zwar aussuchen was Du davon machst aber Du musst ja doch am Ende mündlich dran gewesen sein und musst auch Klausuren geschrieben haben und musst auch HA gemacht haben...vondaher ist das nicht sooo das Argument.
Aber wie gesagt, die Studienwahl ist eine ganz persönliche ;)
Jup bin auch an Psychologie interessiert aber ich erwarte nicht in die Köpfe der Menschen sehen zu können und ich erwarte auch nicht die Gedanken meiner Mitmenschen lesen zu können :D Psychologie ist eine auf Theorien aufgebaute empirische Wissenschaft, dass ist mir klar.
Und das vermutlich die beiden Studiengänge unterschiedlicher kaum sein können auch...der Statistik Part macht mir durchaus jetzt schon zu schaffen :rolleyes:
Dennoch werde ich mich jetzt mal die nächsten Wochen und Monate intensiver mit beiden Kursen auseinander setzen und einfach mal sehen wo ich besser durch komme...Heute gingen mir die ersten Teile der Pflichtlektüre Psycho sehr gut ins Hirn zb
Ich habe halt immernoch tierisch "angst" mein Hobby gegen den Druck eines Studiums zu tauschen aber vermutlich mache ich mir da schon zuviel Gedanken...wenn ein Fernstudium nur noch Stress ist, sollte man es eh lassen...
Wünsche euch was !!!
Grüßee Atta
vittoriacolonna
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View profileIch denke auch, dass Du die Klausuren unterschätzt. Der Lernaufwand für Klausuren ist sehr hoch - viel höher als für jede HA. Und HAs kannst Du massenweise schreiben (ich habe fünf geschrieben) und Dich dadurch entlasten.
Myrmid
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Sehe ich überhaupt nicht so - das liegt wohl im Auge des Betrachters! Ich finde den Aufwand für eine HA unvergleichlich höher als den Lernaufwand für eine Klausur. V.a. der Zeitaufwand für die Literaturrecherchen, Bibliotheksbesuche und das Lesen der Zusatzliteratur sind mMn die größten Brocken... und für jemanden, der Vollzeit arbeitet, wirklich ein irre Aufwand von vielen Wochen und Monaten. Dann kommen oft noch so nette Hürden wie völlig berufstätigenfeindliche Bibliotheksöffnungszeiten, viel zu kurze Entlehnfristen ohne Verlängerungsmöglichkeit und mangelnde Verfügbarkeit von Literatur hinzu. Von den Kosten für Fernleihen einmal ganz zu schweigen. Und irgendwann muss man die Literatur dann ja auch noch durcharbeiten...
Für eine Klausur hab ich jedoch noch nie länger als 2 Wochen gelernt und das Lernen ist zeitlich flexibel (also auch spätabends möglich und von Öffnungszeiten unabhängig) und geht zeitlich viel besser drunter.
Hase
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View profileaber lass mich raten, vor den 2 wochen lernen hast du auch noch das modul durchgearbeitet, oder?
das ist doch der teil, der bei mir am längsten dauert. klar, für die P2 klausur habe ich effektiv gerade mal 4 arbeitstage auswendig gelernt. aber um mir das zu erstellen, was ich dann in so kurzer zeit lernen konnte, sprich mein skript, definitiv mehr als 2 wochen ....
Myrmid
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Das ist schon klar, das muss ich aber für eine HA für die Themenfindung auch - zumindest teilweise - machen. Für mich ist das allerdings noch immer bei weitem weniger Aufwand, als die ganze Literaturarbeit für eine HA. Wie gesagt - das liegt wohl im Auge des Betrachters.
Atta82
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Nabend,
also ich wollte nur mal kurz klarstellen dass ich nicht auf der Suche nach dem Studium mit dem geringsten Aufwand bin ;)
In jedem Studiengang gibt es Themen die einem nicht so liegen, in jedem Studiengang gibt es Arbeiten die man nicht gerne macht aber es stellt sich mir ganz einfach die essentielle Frage: Welcher Studiengang enthält für mich die interessanteren Themen um auch die weniger interessanten durchzustehen :D
Nach allem was ich bisher so an Input bekommen habe, scheint mit KuWi definitiv ein sehr großes u umfassendes Gebiet zu sein und wenn ich es richtig verstehe kann man sich kaum wie in einem reinen Geschichtsstudium auf Teilbereiche konzentrieren (in HAs natürlich schon aber der Prof wird mir vermutlich einen Husten wenn sich alle meine HAs mit zb ital. Renaissance befassen)...im Moment wirkt es auf mich doch sehr mächtig u iwie etwas zu groß :confused:
Grüßee!!
Dark
Hase
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View profilestimmt, und eine wahnsinns vertiefung in geschichte kanns da nicht geben.
und wenn dich wirklich NUR geschichte interessiert, dann wirds mit den anderen 5 modulen vllt komisch.
ich habe aber immer wieder festgestellt, dass plötzlich sachen interessant wurden, von denen ich es gar nicht gedacht hatte. ich mache gerade L1, eher weil ich alle einführungsmodule machen will, damit ich mir eine solide "kulturelle basis" schaffe. und siehe da, ich finde es interessanter als ich dachte.
Mizzi
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View profileIch kann nur meister_lampe Recht geben - ich bin bisher in jedem Semester auf Dinge gestoßen, von denen ich vorher angenommen habe, dass sie nicht so meins sind und am Ende war es wirklich interessant.
Geht natürlich auch andersrum
Atta82
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ja da sprecht ihr natürlich einen interessanten Punkt an...da ich ja grundsätzlich schon an vielem interessiert bin will ich mir auch nichts entgehen lassen und glaube langsam auch das in KuWi so einiges mehr steckt...aber ich werde mich wohl noch ein bisschen mehr mit den Studieninhalten befassen müssen um mir sicher zu sein welches (und ob überhaupt) Studium ich neben meinem neuen Job schaffe.
Grüßee!!! Atta
Mizzi
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View profileIch hab mit der Entscheidung für das Studium sehr lange gebraucht. Ich arbeite Vollzeit und lerne Japanisch - da wusste ich nicht, ob noch ein Studium reinpasst. Insgesamt hab ich an die 2 Monate Prüfungsordnungen, Modulbeschreibungen und Foren gelesen, bis ich mir sicher war.
Mir hat die Überlegung geholfen, ob ich wirklich die 19 (? hab die Zahl nicht mehr genau im Kopf) Stunden pro Woche pro Modul aufwenden kann. Zeit lassen ist also wirklich der Schlüssel.
Atta82
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Das ist witzig....ich habe mein Japanisch aufgegeben weil ich mehr Zeit für Gitarre spielen wollte....mein Mann macht aber weiter und ist inzwischen richtig gut...ich bin quasi bei Katakana/Hiragana hängen geblieben :D
19 Std die Woche klingt schon übel...im Moment lese/lerne ich Probeweise für Psychologie im Durchschnitt 2 Std am Tag und dass passt eigentlich bequem (denke mal bisschen mehr ist noch drin, ist ja auch kein richtiges lernen im Moment)...werde Deinen Rat mit dem zeit lassen beherzigen vorallem muss ja erst im Dez mein Arbeitszimmer fertig werden...vorher geht eh nix wirklich :cool
Mizzi
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View profileDu schreibst dich also frühestens im nächsten Semester ein? Dann ist ja noch etwas Zeit zum Orientieren.
Aus reiner Neugier - wie lange hast du Japanisch gelernt?
Atta82
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Ja stimmt etwas Zeit bleibt noch aber ich bin ja schon seit Ende letzten Jahres dran mich zu entscheiden...mein neuer Job kam halt "dazwischen" und jetzt muss ich so einiges bedenken was es vorher nicht gab in Punkto Zeit...
Habe nicht ganz 1 Jahr gelernt, die VHS ging mir zu forsch vorran daher habe ich allein weiter gemacht. Mein Mann kommt ziemlich gut zurecht mit einem Programm auf dem Nintendo DS...wie lernst Du ?
Mizzi
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View profileIch hab zuerst in Eigenregie gelernt, war dann drei Semester an der VHS und bin jetzt an der Sprachschule der Uni. Ist ein Hobby, dass ich schon sehr lange mit mir rumtrage.
Das habe ich in meinem Zeitplan auch bedenken müssen - positiv für mich war, dass man ein Modul ja mehrmals belegen kann, wenn die Arbeit oder das Privatleben wirklich dazwischen kommt.
Maud
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View profileJa, Kulturwissenschaften muss man wohl von einem reinen Geschichtsstudium, wie es klassischerweise an den Präsenzunis oft angeboten wird, unterscheiden - das merke ich jetzt, wo ich angefangen habe...sehr... :)
Allerdings musstest du ja auch dort (im ehemaligen Magister) zwei Nebenfächer dazunehmen und innerhalb der Geschichte durchaus eine sehr tiefe Basis zu Antike, Mittelalter und Neuzeit erarbeiten. Und Latein oder gar Alt-Griechisch wird dafür auch existenzieller als in KuWi!
Ich sehe es eher als Erleichterung, dass der kulturwissenschaftliche Ansatz eben einzelne kulturelle Phänomene aufgreift und sie durch die Epochen oder innerhalb von Epochen durchleuchtet.
Um Daten und Fakten und deren Darstellung geht es sowieso nicht so sehr (also ganz anders als in populärwissenschaftlichen Darstellungen), sondern um eben diese kulturellen Zusammenhänge.
Ich finde es zum Beispiel toll, dass soviel Aussereuropäische Geschichte dabei ist. Vielleicht interessiert dich ja das auch?
Beim Nebenfach kannst du ja auswählen oder weniger machen. Aber für KuWi kommen eben auch aus diesen "Nebenfächern" sehr wichtige Anregungen für die kulturwiss. Geschichtswissenschaft.
Maud
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View profileGenau darauf bau ich auch! :D
Hast du schon P1 gemacht?
Maud
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View profileUnd zum Thema - lach - seit ich G1 ernsthaft mache, habe ich eigentlich so gut wie nichts anderes mehr gelesen oder vertieft. Ich finde, es ist, neben meinem Job, wirklich sehr viel Lesestoff, da kommt mein früheres Interesse an populärwissenschaftlichem Geschichtskram aus der Stabü dann doch zu kurz.:D
Aber ich freu mich auf den vierten Studienbrief, das Thema Kolonisation/Aussereuropa interessiert mich sowieso sehr! Da ist die Lektüre vielleicht etwas lockerer als bei dem für mich sehr zähen Studienbrief Neuere Geschichte.
Hase
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View profileungefä#hr ein drittel im letzten semester. dann ist mir beruflicher stress, gesundheitl. probleme und dann meine faulheit dazwischen gekommen. in kombi mit dem trockenen P1 hat das nirgendwohin geführt. jetzt mache ich L1 und ob ich danach mit G1 oder P1 weiter mache, entscheide ich im märz.
Maud
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View profileNaja, sowas kann ja ganz klar passieren unter DEN Umständen . Wenn du das Studium wie ich als Hobby siehst, dann ist Entschleunigung vielleicht nicht das Schlechteste. Ich erinner mich ständig dran, dass es ums Interesse und um Neugier geht und nicht um den Stress, etwas zu schaffen! Ich arbeite noch an der richtigen Methode zwischen Stress und gelassenem Lernen, mit G1 halt.
vittoriacolonna
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View profileIst vielleicht auch eine Frage der Methodik. Wenn man ein Thema hat, erstmal Standardwerke sichten und schauen, woraus diese Autoren zitieren. Dann kriegt man relativ schnell ein Bild von der zu nutzenden Literatur.
Ich habe es nie geschafft, in nur zwei Wochen die ganzen Kurse eines Moduls durchzuackern (mal abgesehen davon, dass dann auch nichts länger im Hirn hängen bliebe), wenn ich darüber eine Klausur zu schreiben hatte. Klar, HA ist Geschmackssache. Aber ich schaue auch immer übers Internet in der Uni-Bib (bei mir Frankfurt), was es gibt. Dazu brauche ich ja keine Öffnungszeiten ;))