11. Mai 2005
Ich starte dieses Tagebuch als Auffangbecken aller Kuwis, die sich hierher verirren und freue mich über jedes Lebenszeichen.
Ich studiere seit dem WS 2004/05 Kulturwissenschaften als Vollzeitstudentin und habe Modul 1 sehr gut und Modul 2 glücklich bestanden. In diesem Semester habe ich Modul 3 und Modul 4 belegt.
Meine Erfahrung aus den Klausuren des 1. Semesters:
1. Rechtzeitig anfangen zu lernen ist die halbe Miete! Es ist kaum möglich 1600 Seiten in 9 Wochen in den Kopf zu bekommen.
2. Ich habe die Klausuren trotzdem bestanden, weil ich nur Klausurrelevantes gelernt hatte und diese Sachen dann intensiv.
3. Ich habe die Klausuren bestanden, weil Professor Busche eine ausgezeichnete Klausurvorbereitung für Modul 1 in Karlsruhe durchgeführt hatte.
4. Ich habe die Klausuren bestanden, weil ich extrem viel Glück hatte, dass in Modul 2 von den Lücken, die ich bewusst gelassen hatte, keine dran kam, sondern genau das, womit ich mich beschäftigt hatte.
5. Rechtzeitig anfangen zu lernen, ist die halbe Miete!
Warum zum Kuckuck trödele ich dann im 2. Semester schon wieder so herum und lerne nicht intensiv genug?!
Ich bereite mich zurzeit auf mein Praktikum an den Staatlichen Museen zu Berlin vor, welches ich Ende Mai beginne.
Für den Praktikumsbericht sind beide Kurse des Moduls 3 relevant, d.h., ich muss die Inhalte der Kurse mit meinen Erfahrungen im Praktikum verknüpfen.
Um das zu können, muss ich aber die Kurse erst mal gelesen haben und daran hapert es bei mir: Ich kämpfe mich gerade durch [font=Verdana]»Kultursponsering, Museumsmarketing, Kulturtourismus[font=Verdana]« und obwohl ich das Thema hochinteressant finde, ist der Schreibstil dieses Kurses schrecklich ermüdend. Ich bin erst auf Seite 35 von 192!
[font=Verdana]Na gut, das bedeutet also einige Nachtschichten in den nächsten 18 Tagen. Ich werde berichten, wie es mir so ergeht.
[font=Verdana]Liebe Grüße,
[font=Verdana]Susa
Comments
Susa
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View profileAch, Ihr seid ja soooooo klasse! :knuddel: :hearts:
Ich habe heute Morgen schon Eure guten Wünsche gelesen, war aber nicht in der Lage zu antworten, weil in meinem Hirn ein vollkommenes Vakuum herrschte. War ziemlich witzig: Gestern Abend um halb 10 riegelte mein Kopf plötzlich zu und wollte nichts mehr rein oder rauslassen. ich konnte nichts wiederholen oder auch nur überfliegen - ging nicht. Ich konnte gerade mal sagen, dass der Kurs "Europäische Expansion" hieß, aber ums Verrecken nicht, worum es ging. Das hielt an bis heute Mittag, kurz bevor ich aufhörte zu arbeiten und meine Tochter von der Klassenfahrt abholte. Da war dann plötzlich alles wieder da.
Aber ihr wollt wissen, wie es gelaufen ist, nicht wahr?
Die Frage lautete: Erörtern Sie ob und inwieweit das europäische Wissen von von außereuropäischen Sprachen und Schriften die Expansion unterstützte und die koloniale Herrschaft förderte und stabilisierte.
Das war schon mal eine Beruhigung, denn damit konnte ich etwas anfangen. Ich weiß allerdings nicht, ob ich bestanden habe, denn ich weiß nicht, wie tiefgreifend meine Beispiele sein mussten und wieweit ich ausholen musste. Ich habe es das erste Mal in einer Klausur geschafft, eine Gliederung vorher zu schreiben, allerdings war ich so aufgeregt, dass sie nur knapp ausfiel und im nachhinein hätte ich mir gewünscht, die Gliederung ausführlicher gestaltet zu haben und meine Antwort auch mit Gleiderungsüberschriften zu versehen. Habe ich natürlich nicht getan. Auch wollte ich eigentlich einen Abschnitt über die Philippinen schreiben - so als Fallbeispiel, aber irgendwie habe ich da nicht die Kurve gekriegt - wie gesagt, hätte ausführlicher gliedern sollen vorher.
Ich bin mir auch nicht sicher, ob es genügt, dass ich in meine Antwort immer wieder Namen und Jahreszahlen und Hinweise eingestreut habe, ohne umständlich zu erklären was es damit auf sich hat, denn im Hinterkopf hatte ich immer, bloß nicht sämtliches Wissen rauszukrähen, sondern wirklich nur die Frage zu beantworten.
Dieser Punkt wurde nämlich bei der letzten Klausur bei vielen Arbeiten des Modul 1 bemängelt: Da haben wohl sehr viele leute einfach den halben Kurs als Antwort hingeschrieben, ohne wirklich auf die Frage einzugehen udn das wollte ich auf jeden Fall vermeiden.
Die Frage ob das europäische Wissen unterstützte war eindeutig mit JA zu beantworten, es ging also um die verkürzte Frage: Inwieweit förderte und stabilisierte das europäische Wissen von außereuropäischen Sprachen und Schriften die koloniale Herrschaft?
Nun, ich habe mich bemüht, diese Frage zu beantworten, indem ich kurz auf die heutige Sprachlandschaft in der Welt hinwies als Einleitung. Dann habe ich kurz (und etwas chaotisch leider) die Vielfalt der europäischen Sprachen beschrieben und dass die Europäer schon früh mit Griechisch und Hebräisch konfrontiert waren und diese Sprachen auch von Gelehrten gelernt werden mussten die und durch die muslimische Eroberung Spaniens auch schon früh der Kontakt zur arabischen Schrift vorhanden war, die ebenfalls neugierig von den Europäern untersucht wurden. Und auf die Notwendigkeit, sich mit Fremdsprachen auseinanderzusetzen zum Zweck des Handels bin ich auch knapp eingegangen. (Halt immer alles knapp, ich hoffe, es war nicht zu knapp.) Danach bin ich auf die Zusammenarbeit von Missionaren und Kolonialmächten eingegangen und auf die Vorgehensweise der Missionare beim Missionieren, um sich mit den Einheimischen verständigen zu können. In diesem Zusammenhang habe ich auf die Wichtigkeit der Sprache hingewiesen im Umgang von Kolonialmacht und Kolonisierten untereinander (die Frage ist, ob das ausführlich genug war und überhaupt verständlich geschrieben :o ). Als dritten Punkt habe ich die Folgen dieses Vorgehens der Missionare beschrieben und die Grenzen dieser Sprachpolitik, dass nämlich irgendwann die Einheimischen die Schrift udn Sprache für ihre eigenen Zwecke benutzt haben und sie so außerhalb der Kontrolle von Kirche und Kolonialmacht geriet. Den Abschluss bildete eine kurze Zusammenfasung des Geschriebenen und der Hinweis darauf, dass zwar die meisten Kolonien heute sich ihrerer Kolonialherren entledigt haben, die Kolonialsprachen aber immer noch ihre Wichtigkeit behielten, bzw. die Einflüsse in den einheimischen Sprachen für immer ihre Spuren eingegraben haben.
Ich hatte zwar noch einige Dinge mehr im Kopf und auch jetzt, aber ich wusste gar nicht, wie ich das alles hätte unterbringen sollen, ohne es zu einer Aneinanderreihung von Fakten verkommen zu lassen, darum habe ich mich auf einige Punkte beschränkt und hoffe, dass ich damit nicht zu wenig oder am Thema vorbeigeschrieben habe. :eek:
Was meint Ihr? Klingt das einigermaßen plausibel? Mein Problem war während der Klausur, dass ich nicht am PC saß, wo ich problemlos mal hier und da einen Satz noch zusätzlich hätte einbauen können (oder auch streichen) und dass deshalb einiges holperte oder auch mal drunter und drüber ging :(.
Ich hoffe, es hat gereicht und auch wenn ich in erster Linie hoffe, bestanden zu haben, hoffe ich gleichzeitig, dass es nicht schlechter als 2-3 ist, denn jede einzelne Note fließt in die Gesamtabschlussnote ein und da ist eine 4 eben schwer aufzuholen bei nur 12 Noten.
Noch einmal vielen lieben Dank für Eure Unterstützung. Ihr habt mir so prima geholfen und mich so herrlich unterstützt, dass ich fast keine Angst mehr hatte. Nun lege ich heute Abend eine Lernpause ein und ab morgen schreibe ich meinen Praxisbericht bis zum 15. September zuende und danach stehe ich Euch voll zur Verfügung und revanchiere mich gerne, indem ich Euch abfrage und so lange mit Fragen löchere, bis Ihr mir Euren Lernstoff im Schlaf hersagen und erklären könnt - darin bin ich ganz groß.
Kirsten
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View profilefreu: du hast es erstmal geschafft, Susa!!!!! Wir haben gaaanz doll an dich gedacht!!!
Mein Kopf ist gerade gleichermaßen leer und voll, alles was ich versuch zu lesen prallt an den Augen ab.....inhaltlich kann ich nicht viel dazu sagen, ausser das es auf jeden Fall plausibel klingt, und natürlich für jemanden nicht in der Materie ausserordentlich interessant und spannend ist. Aber wie du ja gerade sagtest, hast du ab 15. September VIEL Zeit, wie wäre vielleicht so hier und da, naja, so ein bißchen....mehr erzählen davon, was du gerade so alles gelernt hast :) :) :)
Ruh dich erstmal schön aus heute, hast du dir verdient!!!!!
Susa
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View profileIch habe das auch gespürt, dass Ihr an mich gedacht habt. Ich musste auch immer an Euch denken und darum habe ich während der halben Klausur gegrinst. Es war wirklich ein schönes Gefühl, nicht allein zu sein.
:freu: :freu: :freu: :freu:
Jipiiiih, ich hab sie hinter mir!
Anna-dMd
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View profileJa so ein PC hat seine Vorteile. Für mich klingt es plausibel. Und Du hast bestimmt die richtigen Fakten gebracht. \
mich Kirsten mal anschließe
Yara
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View profileJuhu!!!!!!!!!!!!! :freu: Sie hat es hinter sich und geschafft!!! Und so wie die Antwort klingt, hat sie es auch noch gut hingekriegt! Für so viele Gedanken um ne schnöde Frage rum, hat sie eine sehr gute Note verdient :genau:
*seufz* - wäre ich nur auch schon in dieser Situation, aufatmen zu können und mich zu freuen, die Klausur hinter mir zu haben...
...mein Kopf ist für heute auch voll. Inzwischen habe ich die Erfahrung, aufzuhören, wenn nichts mehr rein geht...und dieser Punkt ist nun erreicht!
Schlaft gut und Susa: träum schön von Deiner überwundenen Hürde :daumen
sunshine06
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View profileSusa,
von mir erst heute ein Kommentar dazu: Klingt zumindest sehr gut. Und von dem, was Du so kurz hier geschildert hast, klingt es auch nicht so als sei es am Thema vorbei gegangen.
Schön, dass Du jetzt erstmal aufatmen kannst.:freu: :freu: :freu:
Ich drück mal noch die Daumen, dass der Prüfer das genauso sieht wie wir.:)
LG
alex
ConnyBär
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View profileSusa,
von mir auch erst mal herzlichen Glückwunsch zur wenn auch erst mal nur über- und noch nicht bestandenen Klausur!!:super: Ich finde, es hört sich plausibel an was du geschrieben hast, auch wenn ich zu gerade diesem Kurs leider nicht viel sagen kann :ka: . Dummerweise habe ich nämlich mit einem von den anderen viel dickeren Kursen angefangen zu lernen..... Ich schreibe im November auch die Klausur im Modul 4 und habe bei dir immer mitgelesen und fühle mich im Moment genauso zweifelhaft wie du vor der Klausur... aber beruhigend, daß das anderen auch so geht. Sag mal, hast du eigentlich nur diesen einen Kurs oder alle drei von Modul vier gelernt? Ich hatte immer nur den Eindruck, daß du dich auf diesen einen beschränkt hättest. Ich werde das nämlich wahrscheinlich tun, allein aus Zeitgründen (wie immer - wenn ich halt einfach mal nur früher anfangen würde!!!). Und weißt du vielleicht auch noch die Fragen zu den anderen Kursen? Soweit ich es weiß, darf man sich ja eine aussuchen, und ich habe überhaupt kein Gefühl, was man denn so fragen könnte.... Wäre toll, wenn du das noch wüßtest, würde mich irgendwie beruhigen, wenn ich wenigstens die Richtugn wüßte, in die ich lernen muß.....:hmmm:
Hey, aber jetzt heißt es für dich erst mal feiern :D !!!
Gruß,
Cornelia
Susa
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View profileCornelia,
aus Zeitgründen (Praktikum) habe ich mich tatsächlich auf diesen Kurs beschränkt, aber zu meiner Ehrenrettung sei gesagt, dass ich den Kurs "Alteuropäische Schriftkultur schon kannte und vor Jahren dazu eine Klausur geschrieben habe. Damals hatte der Kurs noch 9 KE und die Klausurfragen waren sehr viel umfangreicher und komplexer als diesmal. Ich wollte nicht noch mal eine Klausur zu dem Kurs schreiben, sondern etwas neues kennenlernen. Witzigerweise hätte ich die Klausurfrage zu diesem Kurs beantworten können, obwohl ich ihn wirklich vor Jahren schon bearbeitet hatte.
Und jetzt wo ich Zeit zum Nachdenken habe, fällt mir auf, dass ich den dritten Kurs überhaupt nicht bekommen habe! :mad: Das darf doch nicht wahr sein. Wann hast Du denn den Kurs über den Buchdruck bekommen? Ich habe mal irgendwann im Juli auf dem Hof einen Abholschein von der Post gefunden, aber das Paket war schon wieder weggeschickt und niemand konnte mir sagen, wer der Absender gewesen ist.
Na toll! Jetzt darf ich mich auch noch mit sowas rumschlagen. :mad:
Schön, dass Du nach den Klausurfragen fragst, ich hatte schon überlegt, sie in die Newsgroup zu schreiben.
Zur Alteuropäische Schriftkultur lautete die Frage etwa so:
Zeigen Sie anhand von Fallbeispielen aus dem Kurs wo und wie Schriftlichkeit und Mündlichkeit sich berühren.
Und die dritte Frage habe ich leider wieder vergessen. War aber ebenso wie die beiden anderen Fragen eine übergreifende und keine die nur ein bestimmtes Detail abfragte.
Aber das mit dem Kurs ärgert mich total. Der sollte doch irgendwann Ende Juni kommen, nicht? Ich wollte den nämlich jetzt noch durcharbeiten, denn das Thema interessiert mich sehr, aber da ich nun insgesamt zehn Wochen in Berlin war, ist mir gar nicht aufgefallen, dass der fehlte. Ich WILL meinen Kurs!:mad:
Aber zu Deiner Vorbereitung kann ich nur sagen, dass es für das allgemeine Wissen gut wäre, alle Kurse zu bearbeiten, aber für die Prüfung kannst Du Dich guten Gewissens auf den Kurs beschränken, der Dir am besten gefällt, denn sonst lernst Du Dich tot. Wir reden hier ja von LERNEN, also so, dass man Prüfungswissen hat und nicht von einem einfachen Lesen.
Da aber alle drei Fragen eher kursübergreifend waren, musst Du wohl auch keine Angst haben, wenn Du nicht alle Details auswendig weißt.
Wichtig ist der Teppich von Bayeux, den kannst Du immer irgendwo unterbringen. (Ich musste den damals bei meiner Klausur von vorne bis hinten beschreiben und deuten und schrieb u.a., der Teppich sei meiner Meinung nach sowas wie der erste Comic in Europa - nur ohne Sprechblasen. :D )
Ebenso wichtig sind die Anfänge des Lesens, also der Übergang vom laut lesen zum leise lesen und wie sich die Schrift veränderte (von anfänglicher Litanei bis zu den Leerzeichen usw.). Auch die Bedeutung des Buchdrucks solltest Du kennen und wichtige Stadien benennen können.
Ich denke, damit kämst Du dann in der Klausur ganz gut zurecht.
Viel Erfolg und schreib ruhig öfter in mein Tagebuch, ich dachte schon es läsen nur Fachfremde.
ConnyBär
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View profiledanke erstmal für die ziemlich ausführliche Antwort! Ich denke, das hilft mir schon viel weiter. Tja, zur Bearbeitung der Kurse muß ich leider zugeben, daß ich die anderen beiden Kurse, also den über den Buchdruck und die außereuropäische Expansion, noch nicht mal angelesen habe... :peinlich: , aber zu meiner Entschuldigung sei gesagt, daß ich viel zu viel zu arbeiten habe und mich deshalb bislang immer auf klausurrelevante Dinge beschränkt habe und damit eigentlich auch ganz gut gefahren bin. Dummerweise ist das Studium aber so etwas wie mein Hobby, ich meine, ich will damit gar nichts anfangen später und wieso ich dann Dinge weglasse, die mich doch interessieren weiß ich auch nicht... konfuse Story.
Wie dem auch sei, ich bin im Moment tatsächlich beim Teppich von Bayeux. Vor ungefähr zwei oder drei Wochen war im Angelbachtal ein großes Mittelalterfest, und mindestens drei von den Händlern hatten ihren Stand mit Ausschnitten dieses Teppichs verziert. Ich war ganz stolz, daß ich das erkannt habe und habe meinen Freund gleich mit Details dazu zugelabert; der fand das auch ganz interessant, seine Tochter allerdings (13), eher weniger... warum interessieren sich Kinder eigentlich nicht für sowas? Wenigstens die, die ich kenne - sind die vielleicht nicht repräsentativ????? :weissnich Nun, wieso hast du dazu eigentlich schon mal eine Klausur geschrieben? Sind die Kulturwissenschaften dein zweiter Anlauf? Wenn du das schon mal irgendwo erzählt hast, dann sag's gleich, ich habe hier in allen möglichen Tagebüchern so viel kreuz und quer gelesen, daß ich nichts mehr zu niemandem zuordnen kann.
So, und jetzt mache ich mich mal wieder ans Lernen... ich habe extra meinem Freund abgesagt, der ist heute mit seiner Tochter im Europapark, während ich hier sitze :mad: . Aber es macht doch Spaß, oder nicht?
Ach ja, die Kurse habe ich schon letztes Semester bekommen, ich habe nämlich die Klausur über Modul 2 um ein Semester verschieben müssen und hatte Modul 4 aber schon bestellt. Deshalb kann ich dir nicht sagen, wann die Kurse hätten kommen müssen. Der Versandtermin war aber am 18.04. - also schon ewig her! Ich glaube, dann kannst du auch gar nicht mehr reklamieren, wenn das schon so lange her ist. Ich hoffe, du hast nicht dafür bezahlt
Gruß,
Cornelia
ConnyBär
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View profileAch ja, und was mir da noch einfällt, es ist wirklich erstaunlich, daß es hier auch Kulturwissenschaftler gibt... als ich das erste mal beim Studienservice reingeschaut habe, war ich schier erschlagen von alll den BWL'ern.... ich habe mal bei dieser Umfrage von Benedikt geschaut und tatsächlich 10 Kuwis hier gefunden!!! Haltet die Fahne hoch, daß wir hier nicht untergehen!!!!!:jagenauso
Susa
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View profileConny,
meines Wissens wurde die Auslieferung des Buchdruck-Kurses in diesem Semester auf Ende Juni verschoben, deshalb habe ich mich ja auch auf den Expansions-Kurs konzentriert, weil der schon im April kam und da ich bis Ende Juni in Berlin Praktikum gemacht habe udn Mitte Juli schon wieder nach Berlin zum Praktikum gefahren bin, ist mir das gar nicht aufgefallen. Irgendwann im Juni habe ich mal einen Abholschein der Post auf dem Hof gefundne, aber das Paket war schon wieder zurückgeschickt udn die Post konnte mir nicht sagen, von wem das Paket geschickt wurde.
Die Uni hat sich aber auch nicht gemeldet bei mir, ich meine, wenn da ein paket zurückgeschickt wird, sollte man doch mal nachfragen, was da los ist, denn natürlich habe ich den Kurs bezahlt.
Mir ginge es vermutlich genauso wie Dir, wenn ich nebenbei studieren würde: Prüfungen setzen gehörig unter Druck und Du "kannst" die Kurse nicht mehr einfach nur so zum Spaß bearbeiten, sondern tust es, um die Klausur zu bestehen. hast Du mal mit dem gedanken gespielt, die Kurse einfach nur als Akademiestudierende zu belegen, wenn Du doch eigentlich nur als Hobby studierst? Dann könntest Du die Kurse lesen wie ein gutes Buch, was neben der Arbeit doch eine schöne Zerstreuung ist.
Mir geht es übrigens genauso wie Dir: Immer wenn ich etwas entdecke, das ich im Studium gelernt habe, bin ich beglückt, als hätte ich einen Schatz gefunden. Dann sehe ich, dass ich zwar alleine zu Hause sitze und lerne, aber nicht allein bin auf der Welt, sondern mich mit Dingen beschäftige, die auch andere Leute beschäftigen und wo ich dann mein Wissen anwenden kann. Besonders im Modul 3 habe ich das während des Praktikums bemerkt: Die Kurse handeln ja von Museumsmarketing, Kultursponsoring und Kommunikationsmanagement und das war etwas, was tatsächlich angewandt wurde von meinen Betreuern. Meeeeensch - ich war mittendrin, nicht nur dabei. :D
Meine Kinder (14 und 8) hätten dir vermutlich fasziniert zugehört, wenn Du den Teppich erklärt hättest, aber meine Kinder haben auch durch mich einen anderen Blick auf diese Dinge. Ich bin mit ihnen in Berlin am Tag vier bis sechs Stunden durch die Museen gerannt und ich bin diejenige, die gerne eher aufgehört hätte. :o Ich denke, es kommt darauf an, wie man die Zeit im Museum aufteilt: Ich habe nach einer bis anderthalb Stunden immer eine halbe Stunde Pause gemacht, wo wir dann etwas gegessen oder getrunken haben und über das, was wir sahen, geredet haben. So konnten sie dann in ihrem Kopf wieder Platz machen für neue Eindrücke, weil sie die alten gründlich verarbeitet hatten.
Vielleicht habe ich aber auch einfach nur Glück mit meinen Kindern und es ist angeboren. :D
Ich habe vor dreizehn jahren schon mal ein Magisterstudium in Literatur und Geschichte an der FU begonnen und bis zur Zwischenprüfung in Literatur studiert (die Zwischenprüfung in Geschichte fiel mit dem Geburtstermin meiner Tochter zusammen), dann kam meine Tochter zur Welt und danach konnte ich gar nichts mehr machen, denn meine Kleine hat mich völlig ausgepumpt. Also habe ich das Studium unterbrochen und als ich mich 2001 wieder einschreiben wollte, kam ich genau drei Monate zu spät: Ich durfte mein Studium nicht wieder aufnehmen, weil der Studiengang umgeschrieben wurde.
Damals war ich auch noch viel schüchterner als heute und bin nicht auf die Idee gekommen, darum zu kämpfen, mein Studium noch beenden zu dürfen, denn in den vier Jahren bis heute, hätte ich die Zwischenprüfung in Geschichte und danach das Hauptsstudium locker geschafft. Naja -Vergangenheit.
Mir macht Lernen auch Spaß, denn ich bin wahnsinnig neugierig, aber für mich als Vollzeitstudentin und in meinem Alter ist dieses Studium schon mehr als ein Hobby: Ich benötige einen Abschluss, um eine Qualifikation vorweisen zu können, wenn ich mich auf die interessanten Stellen bewerben möchte. Aber bisher läuft es zufriedenstellend mit meinem Studium, auch wenn ich quasi in Klausur lebe und kaum mal ausgehe. (Das fand ich toll an Berlin: Ich konnte immer weggehen, wenn ich Lust hatte, auch mal erst um 23 Uhr ins Kino und dann die Filme auch noch im Original. *schwelg*)
Was machst Du denn beruflich, dass Du so eingespannt bist?
Susa
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View profile11. September 2005
Jipppiiiiiiih! *lambadatanz* Die Hausarbeit ist fertig und zumindest von mir überarbeitet. Jetzt brauche ich morgen nur noch das OK vom Praktikumsplatz und dann kann ich sie abgeben. Ein bisschen zitter ich allerdings, wenn ich daran denke, dass alle meine Betreuer die Hausarbeit jetzt lesen. Die sind da nämlich glücklicherweise sehr ehrlich und außerdem in ihrem Fach sehr kompetent und wenn die mir sagen, dass ich einen ziemlichen Schrott abgeliefert habe, dann stehe ich da und kann nicht mehr viel dran ändern, weil Mittwoch schon Abgabeschluss ist.
Oh bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte, bitte,...
Susa
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View profile12. September 2005
Oh, weh, hätte besser keinen Lambada getanzt. Heute hat mir meine Betreuerin beim Praktikum die Hausarbeit mit Anmerkungen zurückgeschickt und zwar nur mit den wichtigen Anmerkungen, die nötig sind, um Ärger zu vermeiden, was im Klartext vermutlich heißt, dass da wohl eine ganze Menge besser hätte sein können bei der Hausarbeit - inhaltlich, meine ich. :(
Kritik ist schrecklich! Kann nicht einfach jeder sagen: Toll gemacht, Susa?
Glücklicherweise hat sie mir zumindest formal genau das kritisiert, was ich mir auch schon gedacht hatte. Aber inhaltlich ... ich war eigentlich so stolz drauf ... tja, morgen tritt der Praxisbericht seine Reise nach Hagen an und ich darf bibbern, was ich wohl für Schrott abgeliefert habe. :weissnich
ConnyBär
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View profileSusa,
mach dir mal keine so großen Gedanken wegen der Praxisarbeit. Der Kommentar hört sich für mich eher so an wie bei meiner Diplomarbeit, als auch alle die Hände über dem Kopf zusammengeschlagen haben und gesagt haben "oh mein Gott, das sind Betriebsgeheimnisse, das können Sie aber nicht so schreiben" und ich dann halt noch mal abgezogen bin und sämtliche Zahlen verändert habe damit man ja nicht die ach so wichtigen Interna des Unternehmens herausfinden kann. Das hieß aber gar nicht, daß die Arbeit an sich schlecht war! Und im übrigen, ohne Kritik wäre es doch nur halb so schön, ich meine, wenn du wüßtest, daß jeder automatisch sagen würde "ach toll", wofür müßtest du dich dann noch anstrengen? Dann würde gelobt werden doch gar keinen Spaß mehr machen. Jaja, ich weiß, dummer Kommentar wenn man auf eine gute Note hofft...;)
Hast du es gut mit deinen Kindern! Ich habe ja noch keine eigenen Kinder (ich hoffe ja, die werden dann genauso), die einzige Erfahrung habe ich mit der Tochter von meinem Freund, Julia. Sie wohnt nicht bei uns, sondern bei ihrer Mutter und ich glaube, die Grundstimmung daheim macht doch einen großen Unterschied. Sie beschwert sich immer, daß bei uns nur so langweilige Dinge gemacht werden wie ins Museum gehen (das würden wir nur tun, weil uns nichts besseres einfiele) oder wandern oder so was megaoutes. Dabei gebe ich mir schon immer sehr viel Mühe und versuche immer mal wieder mit ihr über interessante Dinge zu diskutieren oder ihr was neues zu zeigen oder so; und wenn wir ins Museum gehen mit ihr dann meist auf Museumsfeste oder auf die Museumsnacht, damit auch richtig was geboten wird. Zieht aber leider alles nicht :runzel:
Ich studiere übrigens wegen eines Kindheitstraumes, sozusagen. Nach dem Abitur wollte ich unbedingt Geschichte machen, aber aus rein pragmatischen Gründen habe ich mich dann für BWL entschieden (ich meine, man muß ja hinterher auch was zu arbeiten finden). Nachdem ich jetzt ein paar Jahre gearbeitet habe, muß ich feststellen, so schlimm ist es auch nicht (ich bin ja offen für alles). Trotzdem fand ich es ein bißchen doof, daß ich mich jetzt für die Zukunft immer nur auf ein Fachgebiet beschränken sollte und weil ich ja eh Geschichte studieren wollte, habe ich dann beschlossen, mal KuWi zu probieren. Und um ehrlich zu sein, ich finde das viel interessanter als GuV und Bilanzanalysen. Andererseits kann ich mir nicht vorstellen, was man denn wirklich danach damit anfangen könnte? Mein Traum wäre es, in einem Freilichtmuseum zu arbeiten, wie z.B. bei den Vogtsbauernhöfen, allerdings habe ich auch nur eine sehr ungenaue Vorstellung davon, wie die Arbeit dort konkret aussehen könnte. Aber dafür kann man ja das Praktikum machen.
Jetzt sollte ich mal weiterarbeiten...
Gruß,
Cornelia
Susa
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View profile22. September 2005
Jipiiih, mein fehlender Kurs wurde mir prompt nachgeliefert und ist gestern angekommen und das völlig ohne irgendwelche Nachfragen.
"Großstadt in der Literatur" macht immer noch Spaß. Zurzeit lese ich die beiliegenden Textmaterialien, weil die bestellte Primärliteratur noch nicht eingetroffen ist.
@ Conny
Dein Gedanke ist gar nicht abwegig: Viele Kulturwissenschaftler gehen in die Museumsarbeit oder auch ins Eventmanagement, Künstleragenturen u.ä.
Wenn es irgendwie geht, dann mach ein Praktikum in einem dieser Bereiche, es lohnt sich. Ich habe für meine 8 Wochen sämtliche Überstunden und den gesamten Jahresurlaub geopfert - würde ich immer wieder so machen.
Susa
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View profile28. September 2005
So, mein liebes Tagebuch. Nun habe ich Dich aber sechs Tage arg vernachlässigt.
Ich bin nun fleißig an " Die Großstadt in der europäischen Literatur". Das Skript selber ist extrem dünn und ließe sich in zwei bis drei Tagen durchlesen, aber es sind sehr viele Übungsaufgaben drin und es geht um sieben verschiedene Bücher:
1. "Die Chronik der Sperlingsgasse" von Wilhelm Raabe
2. "Der Glöckner von Notre-Dame" von Victor Hugo
3. "Die Aufzeichnungen des Malte Laurids BGrigge" von Rainer Maria Rilke
4. "Manhattan Transfer" von John Dos Passos (in Original-Englisch *brrrr*)
5. "Ulysses" von James Joyce (hab vergessen, ob ich das in Englisch bestellt habe oder auf Deutsch.)
6. "Petersburg" von Andrej Belyj
7. "Berlin Alexanderplatz" von Alfred Döblin
Es sind zwar Textauszüge im Reader, trotzdem habe ich mir alle Bücher gekauft und werde sie auch lesen, denn wenn mir der Kurs gefällt, Frage ich beim Prof nach, ob ich hierüber meine mündliche Prüfung ablegen darf.
Das Skript ist bisher sehr gut und verständlich geschrieben, aber der Textauszug von Victor Hugo ist ein Graus: Ich kann diese ellenlangen Beschreibungen von Städten nicht leiden.
Gestern abend habe ich mit den Aufzeichnungen des Malte Laurids Brigge begonnen. Darauf hatte ich mich schon sehr gefreut, denn bis auf einige Gedichte hatte ich noch nie etwas von Rilke gelesen. Tja, was soll ich sagen? Ich habe natürlich erst einige Seiten geschafft, aber ich habe den starken Verdacht, dass der Mann voll auf Drogen war, als er dieses Buch schrieb!
Mal sehen, wie es weitergeht. Das mache ich heute noch.
sunshine06
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View profileWenn Du über Hugos Stadtbeschreibung erstmal hinaus bist, liest sich der Glöckner ganz gut - meine ich mich zumindest zu erinnern. Hihi, was auch immer man derzeit von meinem Gedächtnis halten kann.
Susa
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View profileDa hoffe ich dann, dass Du recht hast. Momentan ist es entsetzlich, obwohl gerade der Stadtbeschreibungsteil das Wichtige für den Kurs ist. :o
Yara
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View profileVictor Hugo hat doch auch "das Phantom der Oper" geschrieben...ich fand das sehr unterhaltend und gut geschrieben...aber du liest ja nicht zum Vergüngen!
Sag mal, Susa...ich hab heute so ganz im Klausurstress an Dich gedacht und mich gefragt, was denn aus DEINER Klausur geworden ist, wir haben ja gemeinsam schon vor Wochen um Dich und mit Dir gezittert...!! Wie ist denn die Hausarbeit über das Museenmarketing (sorry, wenn ich etwas falsch liege) angekommen?!
Susa
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View profileAntje, das sind GUTE Fragen. :D Ich habe keine Ahnung. Es dauert mindestens sechs Wochen ehe man Klausurergebnisse bekommt. Letztes Mal hat es in Modul 1 und 2 sogar fast 8 Wochen gedauert. Und mit meiner Praktikumsarbeit (Du liegst da völlig richtig) wird es wohl noch schlimmer sein, denn da mussten 10 bis 15 maschinengeschriebene Seiten eingereicht werden.
Da hilft wohl nur Geduld. Aber so langsam fängt es wirklich an zu kribbeln und die Nervosität hochzusteigen.
Susa
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View profile30. September 2005
Wollte mich eigentlich mal so richtig in den "Glöckner" vertiefen, weil ich die eine Stelle der Stadtschilderung wohl schon 30 Mal gelesen habe, aber nicht darüber hinaus komme, weil es mich so langweilt, dass ich einschlafe.
Heute wird es wohl auch nichts mehr werden. Backen, Kochen und Daumendrücken haben mich so mitgenommen, dass ich mich schon seit einer halben Stunde nach meinem Bettchen sehne. Außerdem kommt die Erkältung immer mehr raus. Und morgen muss ich dann noch die ganze Wohnung saubermachen und die restlichen Blätterteigtaschen backen, weil ich heute keine Lust mehr habe!
Und ich bin ungeduldig, weil die BWLer schon ihre Ergebnisse grob wissen und ich noch ÜBERHAUPT nicht. *schmoll* War im Prüfungsportal und nach dem ersten Schreck "6.0" sah ich, dass da keine 6.0 stand, sondern Gö für Göttingen. 2.0 dürfte da ruhig stehen, dann wäre ich sehr zufrieden, aber das wird für beide Prüfungen schwierig werden ...
Nachsatz:
Bevor ich es vergessen, muss ich doch auch unbedingt noch den guten Vorsatz fürs neue Semester aufschreiben: Ich will in diesem Semester früher mit Lernen anfangen und vor allem fleißiger sein.
Susa
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View profile5. Oktober 2005
Heute sind die letzten drei Literaturkurse angekommen. Nun wird es aber Zeit, dass ich den"Großstadt"-Kurs fertig lese. Und mit Soziologie habe ich noch gar nicht angefangen.
Habe meinen Sohn heute gebeten, mir Karteikarten in DIN A5-Größe mitzubringen, damit ich einige Themen auf solchen Karten unterbringen kann. Aber zunächst muss ich wohl sowieso Exzerpte schreiben. Exzerpte schreiben finde ich - offen gestanden - schrecklich, aber es schult ungemein und darum mach ich's weiter, mit Haßliebe.
Bin beim Großstadt-Kurs noch bei Kapitel 2 "Der Glöckner von Notre-Dame". Der Autor des Skripts meint, das sei ein schlechter Titel, denn im Original heißt das Buch "Notre-Dame de Paris - 1482".
Stimme ihm zu, denn der Glöckner hat zwar eine zentrale Rolle im Buch, aber die Hauptperson ist Notre-Dame. Vermutlich wusste man einfach nicht, wie man den Titel elegant ins Deutsche übersetzen sollte. "Notre-Dame von Paris" klingt ja nun wirklich bescheiden. (Ist meine persönliche Ansicht, nicht die des Autors.)
Die Metaphern "Häusermeer" und "Dschungel" begegnen einem immer wieder, wenn Großstädte in Romanen vorkommen. Die Großstadt scheint bedrohlich zu wirken auf die Menschen, ganz im Gegensatz zum Landleben, welches als sicher und beschaulich gilt.
Große Menschenmassen sind ebenfalls ein Kennzeichen von Großstädten und ich überlege schon seit meinem Praktikum, wieso ich immer das Gefühl habe, dass Berlin eigentlich aus vielen kleinen Dörfern besteht und dadurch sehr überschaubar ist und auch die Menschenmassen sich in Grenzen halten.
Ich weiß noch, dass ich im März mit einem Freund nach Mitternacht eine Standrundfahrt durch das Zentrum gemacht habe und erstaunt war, dass viel weniger Menschen unterwegs waren, als ich vermutet hätte.
Aber ich war ausgerechnet zur Schwulenparade nicht in Berlin, sodass ich die echte Menschenmenge von fast 1 Million Leuten nicht sehen konnte. Ich find es immer fantastisch, wenn so viele Menschen sich versammeln: Ein Event ist, wenn man hingeht, weil alle hingehen. (Praktikantenerkenntnis. ;) )
sunshine06
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View profileHm, ich finde die Großstadt nicht bedrohlich, aber ich bin auch in einer aufgewachsen. Manchmal vermisse ich sogar die Häuserschluchten. Im übrigen besteht Berlin tatsächlich aus mehreren Dörfern. Es ist einfach immer weiter gewachsen und die umliegenden Dörfer wurden nach und nach eingemeindet. Man sieht das teilweise noch heute an der Bezeichnung der Stadtbezirke - Hellersdorf, Mahlsdorf, aber auch Lichtenberg - da war neben dem Dorf ein Berg (der Südländer würde sagen Hügelchen) und auf selbigem stand nur ein einziger Baum. Daher lichter Berg - Lichtenberg. Alles ehemalige Dörfer mit ihrem eigenen Kern. Das macht Berlin anders als andere Großstädte, aber es gibt (insbesondere in Europa) genügend Großstädte, die ganz genauso entstanden sind.
Ich denke, ob man das bedrohlich findet, hängt auch immer von den eigenen Erfahrungen und der Zeit in der man lebt ab. Ich hatte am Wochenende eindeutig zu viel Gegend und bin froh wieder in der Stadt zu sein. Für ein Wochenende ist die Mühle echt nett und süß, aber Leben möchte ich dort nicht. So verschieden können Ansichten sein.
Susa
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View profileLass mich raten: Das Hügelchen gibt es nicht mehr und der Baum wurde vom Blitz getroffen, aber der Name ist geblieben.
Stimmt's?
Ich finde Berlin auch nicht bedrohlich, aber für viele Menschen scheint es so zu sein. Ich finde da eher die Ghettos in NY bedrohlich. Da möchte ich nicht hin.
Kirsten
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View profileLustig, dass du das sagst. Gerry und ich haben uns auch die ganze Zeit vorgestellt wir müßten in so einer gottverlassenen Ecke wohnen *schüttel*... Eindeutig zu viel Gegend. Es ist unglaublich schön, für den Moment, dort zu sein, die Ruhe zu genießen, den Tieren zuzuschauen..."sicher und beschaulich" trifft es schon ganz gut, ob es das ist vermag ich nicht zu beurteilen....Ich würde diese Form von Leben sicherlich auch als "bedrohlich" empfinden, aber auf einer ganz anderen Ebene als "bedrohlich" im Großstadtdschungel wohl definiert ist.....
sunshine06
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View profileDas Hügelchen gibt es noch, der Baum wurde wohl eher von einer Axt getroffen und licht ist da auch nichts mehr, da stehen Häuser drauf.:D Und da soll sich dann ein 9jähriges Kind vorstellen, dass da mal ein lichter Berg stand....:rolleyes
sunshine06
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View profileBeschaulich ist Bonn auch....:D Zumindest für einen Großstadtindianer wie mich. Aber ich genieße es auch, nicht eine Stunde von A nach B zu brauchen wie in Berlin. Andererseits, wenn ich mal daheim bin, dann ist es für mich normal eine Stunde oder länger unterwegs zu sein, um irgendwohin zu kommen. Hier in Bonn nervt mich das dann einfach nur, weil es unnötig ist. So unterschiedlich ist die Wahrnehmung in Abhängigkeit von der Umgebung.
Ob Susa irgendetwas brauchbares für ihr Modul daraus ziehen kann? Ich wag's ja zu bezweifeln....:eek
Susa
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View profileOh doch, kann ich. Eure Bemerkungen stützen zum Beispiel die Geschichte von der Stadtmaus und der Landmaus. Zwar ist die offensichtliche Moral am Ende die, dass das Landleben einfacher aber sicherer ist, aber trotzdem zieht die Stadtmaus nicht dauerhaft aufs Land, weil sie sich in der Stadt zu Hause fühlt. Die Stadt ist nurdann gefährlich, wenn man sich in ihr nicht auskennt. Der Dschungel ist nur für Unwissende gefährlich, für die Dschungelbewohner nicht. Natürlich gibt es Alltagsunfälle, aber die gibt es eben auch auf dem Land.
Die Stadt als Sammelbecken riecht u.a. auch gefährlich, weil es an diesem Ort mehr Verbrechen gibt, als in einem Dorf - es leben eben einfach mehr Menschen dort. Mich würde interessieren, ob es Untersuchungen gibt, die zusammenzählen, wieviele Gewaltverbrechen es bei 3 Millionen Dörflern gegeben hat und ob sich diese Anzahl dann von einer Stadt mit drei Millionen Menschen unterscheidet.
Eliza
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View profileEs gibt eine Untersuchung (wie wissenschaftlich weiß ich nicht) über die Bereitschaft, in der Stadt z.B. beim Einkaufen zu Fuß vom Parkplatz zum Geschäft zu gehen. Die ist angeblich ca 0,1% von der Einwohnerzahl.
D.h. in einer Millionenstadt läuft man problemlos einen Kilometer (zb. in München die Fußgängerzone rauf oder runter), in einem 10.000 Ort muß das Auto höchstens am liebsten 10m vom Geschäft entfernt stehen.
sunshine06
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View profileIch kann mir gut vorstellen, dass es da sicherlich Unterschiede gibt. Kenne zwar keine derartigen Untersuchungen, aber wahrscheinlich muss man auch nach der Art der Gewaltverbrechen unterscheiden. Vielleicht aber auch nicht. Ich denke aber, dass es insgesamt in der Stadt mehr Gewaltverbrechen gibt als auf dem Dorf - würde man derartige Zahlen irgendwie vergleichbar machen (können). Das liegt meines Erachtens daran, dass in der Stadt die Menschen dichter aufeinander hocken. Man ist viel enger aneinander und trotzdem anonymer. Ich denke, diese beiden Aspekte - Enge und Anonymität - spielen bei Gewaltverbrechen eine wichtige Rolle. Sicherlich gibt es auch immer Arten von Gewaltverbrechen, bei denen der Täter/ die Täterin für gewöhnlich aus dem näheren Umfeld des Opfers stammt. Ob da die Unterschiede zwischen Land und Stadt auch gegeben sind, weiß ich nicht. Aber bei anonymeren Verbrechen - um es mal so zu formulieren - halte ich es für wahrscheinlicher, dass in der Stadt mehr passiert.
Vieles hängt aber, denke ich, auch vom eigenen Auftreten auf. Nicht immer, das ist völlig klar. Aber manchmal schon. Etwas konfuse Aussage, aber ich kann das gerade nicht besser formulieren.
sunshine06
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View profileSo oder so, nutze ich die öffentlichen Verkehrsmittel oder das Rad. In Bonn bin ich meist mit dem Rad schneller. In Berlin eher mit dem ÖPNV. Das Auto kann in Berlin definitiv seltenst mithalten. Daher bleibt es meist brav bei Mami stehen. Ausnahme ist, wenn ich weiß, dass es abends sehr spät wird, da dann die Bahnen zum Dorf meiner Mom nur noch recht selten bis gar nicht mehr fahren und ich ja trotzdem ankommen will.
Hier in Bonn müssen wir uns das Auto immer von Schatz' Eltern leihen und das machen wir nur für Großeinkäufe oder wenn wir was sperriges transportieren müssen oder neulich zur Hochzeit - im langen Rock fährt sich's so schlecht mit dem Rad.
mickey
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View profileAch, auch in München hat das Geschäft direkt am freien Parkplatz zu stehen. Nur je größer die Stadt umso geringer die Wahrscheinlichkeit, so einen Parkplatz anzutreffen, vor allem wenn man dann auch noch die Parkgebühren (je mehr Stadt desto *ächz*) in Betracht zieht. Da bleibt mitunter aller Bequemlichkeit zum Trotz gar nichts anderes übrig als abseits parken und latschen.
mfg
Mickey, ohne Parkplatzprobleme in die Stadt
Susa
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View profileDas Parkplatzproblem in Berlin war für mich ein Argument zu Fuß zu gehen und das hat auch Spaß gemacht.
Faszinierend fand ich die Anzahl der Geschäfte: Du hast an jeder Ecke einen großen Lebensmittelladen und darum brauchte ich nie mit dem Auto zum Einkaufen fahren. Hier in der Kleinstadt muss ich morgens erst einmal über Land zur Arbeit und dann fahre ich auf dem Rückweg eine Schleife zum Einkaufen. Würde ich zu Fuß gehen, brauchte ich mindestens 20 Minuten zum nächsten Supermarkt. Da lohnt sich für mich der Weg nur, wenn ich viel einkaufe und dann wiederum wird der Korb zu schwer. Ist wirklich interessant: in berlin bin ich viel mehr zu Fuß gegangen, obwohl Berlin viel größer ist.
Eliza
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View profileParkplatz kann man in Großstadt ja auch durch U-Bahn-Station etc ersetzen. Man läuft einfach ohne zu Murren weiter als in der Kleinstadt.
In München hatten die meisten Leute auch ca 1 Stunde Anfahrt zur Arbeit, überhaupt kein Problem. Hier wäre das eine Katastrophe für jeden.
Susa
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View profileDas mit der Stunde Anfahrt stimmt: Hier schüttelt schon jeder den Kopf, dass ich eine halbe Stunde zum Golfplatz fahre, weil das mal so eben 35 km für die einfache Fahrt sind. In Berlin ist eine halbe Stunde Anfahrt ein Katzensprung.
Georgia
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View profileWie wahr! Ich hab´s heute vorgezogen, nicht mit nach Berlin zur Expo zu fahren-es wäre wieder die Gegend von Bahnhof Zoo gewesen, und der Ärger (und vielleicht auch sowas wie Angst) sitzt noch zu tief -Nullbock! Ich war halt der Unwissende, der leichtsinnig sein Portemonnaie in der Außentasche hatte - in Dresden nicht das Problem, bzw. ich weiß die Orte, wo ich das nicht machen darf...auch in München oder Frankfurt hätte ich da mehr aufgepasst, ich weiß bis heute nicht, wieso ich so einen Blackout hatte:mad: Irgendwie erschien mir Bhf. Zoo "klein wie Klitsche", die Freie Uni liegt draußen im Grünen, gleich neben Dorf Dahlem....dazwischen nur U-Bahn, vielleicht habe ich gar nicht realisiert, in einer Großstadt zu sein:confused
sunshine06
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View profileMöglich ist das sicher, Georgia. Dabei ist gerade der Bahnhof Zoo dafür bekannt, dass da allerlei Gesocks rumlungert und das Portemonnaie näher an die Frau oder den Mann sollte. Aber ehrlich: Du warst eh in einer Stresssituation. Mit den Gedanken ganz woanders. Und selbst mir als Berlinerin hätte so etwas locker passieren können. Ich hatte bislang einfach immer nur Glück. Und dass die sich Leute aussuchen, die möglichst bepackt sind, ist auch klar - die können nämlich nicht so schnell hinterhersprinten. Wer riskiert schon, sein Gepäck stehen zu lassen?
Susa
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View profile8.Oktober 2005
Ich war vorhin in einer Newsgroup meines Studiengangs und da riet eine der Mentorinnen, die Kurse 3 (!) Mal zu lesen und erst nach dem dritten mal ein Exzerpt zu verfassen.
Das würde mich doch sehr interessieren, wie Ihr mit den Skripten umgeht, egal ob BWL, KuWi oder was anderes: Lest Ihr die Skripte wirklich von vorne bis hinten dreimal?
Ich habe diesen Rat auch schon in den Techniken des wissenschaftlichen Arbeitens gelesen, halte ihn aber für völlig an der Realität vorbei - zumindest an meiner. Ich habe gar nicht die Zeit, ein Skript dreimal zu lesen und habe es auch noch nie geschafft, schnell zu lesen UND auch noch den Inhalt zu kapieren.
Eliza
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View profileSusa,
ich lese mein Recht-Skript gerade zum erstem Mal.
Die Meinungen gehen da wohl weit auseinander, ich denke, das ist auch vom Fach abhängig.
Benedikt wendet eine 5x-Lesen-Technik an, die genauen Regeln weiß ich nicht mehr.
Ich versuche es wohl mit mindestens 2x, wobei ich beim ersten Mal auch nur lesen will ohne was rauszuschreiben, um schneller den Überblick zu kriegen. Beim dritten Mal würde ich dann nur noch das Angestrichene/Rausgeschriebene lernen, also nur noch gezielt lesen.
Von Erfolgen kann ich noch nicht berichten, fange ja erst an damit
Anna-dMd
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View profileIch wollte das eigentlich wie Benne mal versuchen, er liest die Kurseinheiten insgesamt 5 mal. Beim zweiten mal streicht er dann wohl ein paar Sachen an.
Aber das scheint bei mir nicht zu funktionieren. Jedenfalls nicht, wenn es mit mathematischen Hintergrund zu tun hat. Also bearbeite ich die Kurseinheit abschnittsweise. Kann mir aber durchaus vorstellen das dieses Verfahren zum Beispiel bei Recht funktioniert.
Ich denke man sollte das Exzerpt spätestens nach dem zweiten mal lesen erstellen. Mir geht es so, dass ich beim dritten mal nicht mehr so genau lese. Und dann kann man ja mit seiner Zusammenfassung vergleichen. Aber letztendlich muss wohl leider jeder seinen eigenen Weg finden.
Eliza
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View profileDas denke ich eben auch. Bei Mathe/Statistik etc ist es sicher sinnvoll, jeden Abschnitt für sich mehrfach zu bearbeiten bevor man zum nächsten geht. Bei Recht braucht man eher den Gesamtzusammenhang und bei Kuwi wird das wohl ähnlich sein.
Yara
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View profileIch habe es noch nie geschafft, ein Skript mehr als ein Mal zu lesen, schreibe daher schon beim ersten Mal (wenn überhaupt) das Wichtigste raus, bzw. lese ein Thema mit Anstreichen und schreib dann raus (so gesehen könnte man das evtl. als "2.Lesen" sehen), dann mach ich ganz ganz viele Übungsaufgaben, anfangs "mit" meinen Zusammenfassungen und danach "ohne"...
Anna-dMd
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View profileBei BWL2 KE 86 habe ich es geschafft. Aber ich wollte mich dieses Semester steigern. Naja bin froh das es anderen ähnlich wie mir geht.:) Und sie trotzdem so großen Erfolg haben.
Susa
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View profile9. Oktober 2005
Bin recht fleißig jetzt am Anfang des Semesters: Habe gerade das vierte Kapitel der "Großstadt" gelesen und außerdem einige Seiten von Raabes "Sperlingsgasse".
Trotzdem beschleicht mich das Gefühl, nicht schnell genug zu sein. Da warten noch vier Soziologiekurse auf mich, die - meiner bisherigen Erfahrung nach - alle furchtbar zu lesen sein werden. Die anderen drei Literaturkurse erwähne ich mal nur so nebenbei, damit mich die Panik nicht würgt.
Susa
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View profile@ Eliza, Antje, Anna
Danke für Eure Antworten. Ich hielt mich schon für den schlimmsten Studenten, bis Antje kam und erzählte, sie läse einen Kurs auch nur einmal.
Ich habe mir die 5 Punkte zum Thema Lesen von Benedikt durchgelesen und war echt sprachlos: Im ersten Semester hatte ich 1600 Seiten Stoff! Für 1600 Seiten brauche ich mindestens 8 Wochen, bei 5x Lesen sind das dann schlappe 40 Wochen pro Semester, eine Rechnung, die beim besten Willen nicht aufgeht. Wie macht Benedikt das?
sunshine06
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View profileWahrscheinlich schnell lesen - seeeehr schnell!:eek:
Ich les für gewöhnlich einmal drüber - komplett den ganzen Stoff. Schon mit anstreichen. Dabei kann es durchaus passieren, dass Dinge angestrichen werden, die ich am Ende der KE aus dem FF kann, aber ein bisschen Schwund ist immer.
Beim zweiten Lesen schreibe ich das wichtigste auf Karteikarten raus. Hat den Vorteil, man hat schonmal den Überblick bekommen, bevor man rausschreibt.
Evtl. - falls die Zeit es erlaubt, lese ich auch noch ein drittes Mal. Reines Überfliegen und dabei auf die Dinge achten, die ich nicht mehr zu im Zusammenhang habe. Das trifft aber eher Kurse, zu denen es keine externen Skripte gibt (sonst hab ich das Skript ja auch schon gelesen) und auch weniger mathematische Kurse - da gilt nämlich Üben als wichtigstes Mittel.
Susa
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View profileOk, das war der Todesschuss: Nicht nur Benedikt depremiert mich und gibt mir das Gefühl weniger als nichts zu sein, eben bekomme ich auch noch die Information, dass tatsächlich alle vier Soziologiekurse vom Modul 6 klausurrelevant sind - ohne Einschränkung. Die Aufgaben variieren zwischen kursübergreifenden Themen und mehreren Aufgaben zu verschiedenen Kursen. Ist ja Zucker!
Ich sollte Putzfrau werden - die werden immer gesucht.
Eliza
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View profileNö, wenn dann Konditorin, Köchin :D
Und zum Thema, tja außer dem bewährten Daumendrücken kann ich da wohl nicht viel beitragen.
Kopf hoch
sunshine06
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View profileSusa, Du schaffst das schon. Jetzt nur nicht demotivieren lassen!
Susa
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View profileEliza, Du hast recht. Das eröffnet völlig neue Möglichkeiten. Ich schaffe mir ein eigenes kleines Restaurant an, mit wechselnder Speisekarte und Geschmackserlebnissen quer durch die Welt:
[COLOR=black]Chéz Susa [/COLOR]
[COLOR=black]Genießen Sie die Welt mit allen Sinnen.[/COLOR]
Eliza
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View profileHeute im Angebot: Mousse au chocolat :rolleyes
sunshine06
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View profileNee, Erdbeercreme!:essen
Susa
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View profileUnd:
Hausmannskost einmal anders
-Thüringer Bratwurst in Honigmantel an zartschmelzendem Kartoffelpüree-
Immerhin gibt es auch eine gute Nachricht: Ich kann mir über die Bücherei hier am Ort Bücher aus anderen Bibliotheken besorgen. Da Göttingens Unibibliothek gut bestückt ist, der Weg aber umständlich weit ist, lasse ich mir die Dinger einfach schicken. Hoffentlich klappt das auch wie gehofft.
Susa
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View profileOder sollte ich als Restaurantnamen lieber nehmen:
Chéz Susa
Mit dem Gaumen durch die Welt
Was meint Ihr?
mickey
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View profileWie wärs mit
Chéz Susa
Ein leerer Bauch studiert nicht gern:cool:
mfg
Mickey
Susa
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View profileAu, ja, der gefällt mir. Aber dann muss ich mein Restaurant in die Nähe einer Uni verfrachten, denn sonst zieht die Pointe nicht.
sunshine06
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View profileOder Du holst die Uni zu Dir.
mickey
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View profileWo ist das Problem: Die Uni sind wir!
mfg
Mickey
sunshine06
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View profileDu hast erfasst, worauf ich hinaus wollte, aber meine Mama hat mir beigebracht, dass es unhöflich ist, sich selbst einzuladen.
Eliza
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View profileDas Exquisite kommt mir da aber nicht so gut rüber ;) .
Klingt dann eher nach Würstchenbude ?
Eliza
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View profileEndlich wieder mal eine nette Tagebuchdiskussion :D
Abwechselnd in den Studienzentren bei Veranstaltungen z:B.
Kirsten
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View profileaber das ist doch dann DER Geheimtipp! und das funktioniert ganz bestimmt, wenn ich mal daran erinnern darf wie leer unsere Kühlschränke zu den Klausurzeiten waren...
Susa, du hast schon einen Haufen Stammkunden...und die bringen viel Hunger und lebhafte Diskussionen mit :D Nebenbei erzählst du uns dann noch alles aus den neusten KEs, und damit kommt auch das lernen nicht zu kurz und unsere Bildung ausserhalb WIWI auch nicht! Wie wärs
Yara
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View profileEs kommt auch immer auf die Qualität des Lesens an, die Geschwindigkeit und was man daraus mitnimmt. Benedikts 1.Lesedurchgang ist ja eher so ein gemütliches "Überblick-Verschaffen"...sowas kann ich einfach nicht, da häng ich zu viel an Kleinigkeiten fest.
Aber wie auch sonst, gilt auch hier: jeder muss seinen Weg finden. Benedikt hat seinen gefunden, probieren erlaubt, einen Königsweg wird es nicht geben...
Susa
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View profileAntje, Du bist meine Heldin. Genau so geht es mir auch: Ich kann nicht einfach nur überfliegen. Ich denke einfach zuviel und verknüpfe schon, sobald ich lese und dann bin ich neugierig und verknüpfe weiter und schlage wieder zurück und suche was in einem anderen Kurs oder in Aufzeichnungen, weil ich sonst einfach nicht weiterlesen könnte, bevor nicht meine Neugier befriedigt ist.
Danke, danke, danke. :bussi: :knuddel:
Jetzt geht es mir wieder besser.
\
Hihi ... klingt doch nett. Klingt vor allem, als sollte ich mal meine kleine Wohnung öffnen und Euch zum Essen einladen. :D Wann hättet Ihr denn Zeit?
Yara
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View profileÄhm, ich muss noch kurz warten, bis meine Haare getrocknet sind, dann fahr ich los - will mich ja nicht schon vor der Ankunft bei Dir erkälten und warte lieber auf echte Susa-Bazillen, versteckt in Erdbeercreme und diesen Würstchen mit Honigdingens, die mich immer wieder so faszinieren, dass ich es mir nicht mal merken kann wie die erlesene Kombination genau war... :essen: Mein Smiley und ich sind bereit...:p
sunshine06
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View profileIch komm auch vorbei! Aber ich muss dazu mein Fahrrad bewegen - dauert dann so zwei, drei Tage...:eek: Könnt Ihr so lange warten?:o
Anna-dMd
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View profileessen: mmh essen bei Susa:freu:
Susa Du bist bestimmt keine schlechte Studentin, im Gegenteil Du hast mein vollen Respekt. Ich hoffe das Morgen die dunklen Wolken in Deinem Studentendasein verfliegen und die Sonne wieder scheint! [IMG]https://www.cosgan.de/images/midi/verschiedene/d020.gif[/IMG]
Merlin
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Ist das ein reales Essen! Ich hätte ja Hunger, aber vielleicht sollten wir die Speisekarte doch zur Diskussion stellen!
Susa
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View profileMerlin, das schmeckt wirklich lecker. Hätte ich auch nicht gedacht.
Susa
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View profile12. Oktober 2005
Autsch, Katerstimmung: Da hatte ich doch recht gehabt mit meinem Gefühl, dass ich einfach zu konfus heschrieben habe. Habe eben im Prüfungsportal die Modul 4-Klausur gesehen und zwar bestanden, aber nur mit 3-. Das ist mir zuwenig, offen gestanden, weil alle Noten in die Abschlussnote eingehen.
Leider kann ich jetzt nichts mehr machen, sondern mich nur besser auf die nächsten beiden Prüfungen vorbereiten.
Auch in Modul 10 sind alle vier Kurse prüfungsrelevant, aber netterweise darf ich einen Schwerpunkt mit dem Prüfer absprechen.
Das bedeutet, ich muss im Februar/März 8 Kurse beherrschen. ich bin dann mal die nächsten Monate weg ...
Susa
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View profileWar heute mittag sehr fleißig und habe in eindreiviertel Stunden 30 Seiten gelesen. Jetzt habe ich die "Großstadt" einmal durch und nehme sie mir morgen das zweite Mal vor. Da streiche ich mir dann die wichtigen Sachen an und beim dritten Mal schreibe ich mir die Zusammenfassung auf Karteikarten, hübsch nach Kapitel geordnet.
Mal schauen, ob ich das durchhalte und nicht mittendrin die Panik bekomme, weil ich das Gefühl habe, dass die Zeit weg läuft und ich unbedingt a die anderen Kurse muss. Allerdings war ich noch nie so früh so weit wie diesmal. *stolzschaut*
Anna-dMd
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View profileOups hier vergehen die Monate aber schnell:D :D Hast Du schon was von Deiner Hausarbeit gehört
edith: Freue mich natürlich Dich so schnell wieder zu lesen, hätte sonst ganz schnell eine Vermisstenanzeige aufgegeben. Wünsche Dir viel Erfolg mit Deinen 8 Kursen! Kopf hoch Du schaffst das! *sicherbin* [IMG]https://www.cosgan.de/images/smilie/liebe/h050.gif[/IMG] [IMG]https://www.schmaili.com/smileys/116.gif[/IMG]
Susa
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View profile13. Oktober 2005
So, habe heute das erste Drittel des Großstadtkurses mit dem Stift bearbeiten können. Die Textmaterialien von 80 Seiten kann ich hierbei weglassen, denn da muss ich die ganzen Bücher lesen und später nur einige Zitate heraussuchen. Fehlen mir also noch 70 Seiten, die ich noch mit Stift bearbeiten muss. Hoffentlich schaffe ich das bis Sonntagabend, dann kann ich Montag die einzelnen Kapitel auf Karteikarten exzerpieren. Ich habe dafür heute extra meinen Sohn zum Schreibwarenladen geschickt, weil es im Supermarkt keine DIN A5-Karten gab. Mensch, sind die Teile teuer! Aber ich hoffe, dass sie für dieses Semester ausreichen, dann wäre das ok.
Bin ziemlich ungeduldig, weil ich mit Entsetzen an die anderen 7 Kurse denke, die zum Teil sehr viel umfangreicher sind als dieser Kurs und es sind schon zwei Wochen des Semesters vorbei. :eek:
Ok, Susa ... KEINE PANIK! Einfach weitermachen ...
Susa
Contributions on this page: 44
View profile25. Oktober
Lange Demotivationsstrecke hinter mir gelassen. Hatte in den letzten zwölf Tagen so gut wie nichts gelernt, aber seit gestern geht es wieder etwas. Habe mir fest vorgenommen Bennes Lesemethode durchzuziehen - außer jetzt beim Großstadt-Kurs, der wird nur dreimal gelesen.
Bennes "3 Stunden pro Tag 50 bis 100 Seiten lesen" ist etwas, woran ich mich orientieren kann. Das Lesetempo wird tatsächlich zunehmend schneller, meine Konzentration ist allerdings davon noch nicht angesteckt. ich lasse mich einfach zu gerne von allem ablenken. Hilfreich ist, nicht direkt vor dem Computer zu lesen, sondern lieber im Schaukelstuhl.
Noch ein Drittel zu lesen - das will ich heute noch schaffen, damit ich morgen endlich Exzerpte schreiben kann. Na gut - es werden eher Karteikarten, denn wenn ich auch noch anfange, den Text in den Rechner zu hacken, brauche ich noch mal vier Wochen. Gibt's nicht. Karteikarten liegen schon über dem Schreibtisch auf der Ablage und warten mit stummem Mahnen auf ihren Einsatz.
Susa
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View profile26. Oktober 2005
Mit Hängen und Würgen habe ich mein Minimalziel geschafft, heute die dritte Lesung des Großstadtkurses anzufangen und wichtige Dinge zu exzerpieren. Ich bin aber tatsächlich noch bei der Einleitung, weil ich mir mal wieder Jugendwartskram dazwischen kam. Aber ich wollte eben auf keinen Fall ins Bett, bevor ich nicht wenigstens einen Satz auf meinen Karteikarten niedergeschrieben habe. Es ist tatsächlich nur ein Satz geworden, mehr traue ich mir mit meiner Matschbirne heute nicht mehr zu.
Anna-dMd
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View profileSusa, was ist Jugendwartskram ?
Susa
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View profileJugendwartskram = Turniere organisieren inkl. Startlisten, Essen, Sponsoren etc; Budgets planen und einhalten; Rechnungen unterschreiben; Trainingspläne erstellen; Trainer organisieren; Ansprechpartner für Eltern sein; Ansprechpartner für die Kinder sein; Briefe schreiben, besonders am Ende und Anfang einer Saison; Trainingsgruppen organisieren; Ansprechpartner für die Trainer sein; ...
Anna-dMd
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View profileUnd wieder etwas dazu gelernt:)
danke!
Susa
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View profile27. Oktober 2005
Mein Jugendwartskram wird noch dafür sorgen, dass ich die Prüfungen dieses Semester nicht bestehe!
Statt fleißig den Großstadtkurs zu exzerpieren, sitze ich seit vier Stunden am Rechner und tippe ein Anschreiben nach dem anderen (neeeeeiiiiin, ich schreibe nicht für jeden Jugendlichen einen eigenen Brief, es sind so viele verschiedene Briefe).
Morgen muss ich noch die Anfahrtsskizze für das Hallentraining heraussuchen (der etwa selber erstellen? :eek: ), Samstag ist Saisonabschlussturnier und dann wird es hoffentlich etwas ruhiger (aber es wartet da schon der Budgetabschluss für dieses Jahr und die Budgetplanung fürs nächste Jahr).
Eigentlich wollte ich heute drei Kapitel exzerpieren, geschafft habe ich nicht einmal ein halbes. Ach, Mensch ...
ConnyBär
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View profileSusa,
mach dir mal nix draus... mir geht's im Moment nicht viel anders... aber wenigstens hast du noch ein bißchen Zeit bis zur Klausur! Ich habe mir extra eine Woche Urlaub genommen um für die Klausur am 9. zu lernen, und ehrlicherweise muß ich auch zugeben, daß ich mich tatsächlich bis jetzt jeden Tag von morgens bis abend hingesetzt habe, nur rausgekommen ist halt dabei nix! Und der Termin rückt näher und näher...:eek: Ich habe mir jetzt mal alte Klausuren ausgedruckt, und dieses dusselige Didascalicon kommt ja ungefähr jedes zweite Jahr vor. Und wo ich doch ausgerechnet das nicht so wirklich verstanden habe :confused: ... ist ja aber auch kein Wunder, der ganze Kurs ist so schön verständlich geschrieben und dann das dazwischen. Ich hab's wohl einfach unterschätzt :mad: . Na, jetzt mach ich mich halt mal wieder dran..
Cornelia
ein bißchen frustriert
Susa
Contributions on this page: 44
View profileAch Conny, da drücke ich Dir jetzt schon mal ganz doll die Daumen. du hast noch 10 Tage, in der Zeit kannst Du eine Menge lernen und verstehen. Mach einfach weiter, vielleicht platzt der Knoten noch.
Ganz liebe Grüße
Susanne
elgitano78
Contributions on this page: 1
View profileIhr schafft das! (Ich hoffentlich auch :))
Grüsse,
Bernd
Susa
Contributions on this page: 44
View profileConny,
ich drücke Dir morgen die Daumen und wünsche Dir alles Gute für Deine Klausur!
Du machst das schon und ich denke an Dich. :daumen:
Herzliche Grüße
Susa
Susa
Contributions on this page: 44
View profile8. November 2005
Ich selber dagegen bin mal wieder furchtbar frustriert. Ich komme einfach nicht so voran, wie ich das gerne hätte. Es liegt hauptsächlich daran, dass ich mich ausgelutscht fühle, ohne Kraft.
Dazu kommt die Nervosität wegen meines Praxisberichts, den ich immer noch nicht zurück bekommen habe. Ich habe furchtbare Angst, dass ich den auch nur so gerade mal eben bestanden habe. Drei schlechte Noten kann ich nie im Leben mehr aufholen, es sei denn, ich schriebe lauter Einsen - völlig utopisch.
Die Exzerpte über den Großstadtkurs habe ich abgebrochen, weil ich unbedingt weiterkommen muss. Jetzt klebe ich an Soziologie fest: "die Entstehung von Interaktionsregeln - Zur Zivilisationstheorie von Norbert Elias", Kurs 3184.
Ein toller Kurs, noch viel interessanter als der Großstadtkurs, aber das Lesen ist eine Qual!
Herrjeh, herrjehmine!
Bring doch bitte einer den Soziologen und Philosophen das Reden und Schreiben bei!
Schachtelsätze zeugen nicht von Intellekt, sie zeugen von Faulheit. Von der Faulheit nämlich seine Gedanken zu ordnen und von der Mißachtung der Leser, die durch solche Sätze hindurchstolpern müssen.
Ich armer kleiner schwarzer Kater ...
Anna-dMd
Contributions on this page: 9
View profileSusa, [IMG]https://www.cosgan.de/images/more/schilder/119.gif[/IMG] für eine gute Note in M3!
Susa
Contributions on this page: 44
View profileDanke, Anna, das tut gut.
Yara
Contributions on this page: 8
View profileAch komm, Susa, Du armer schwarzer Kater! So nen Durchhänger haben wir doch alle immer und immer wieder!
Mach nen Tag Pause, gönn Dir Ruhe, lies ein gutes Buch (das nichts mit Deinen Kursen zutun hat!), leg die Beine hoch und lass die FU doch mal nen Tag ruhen.
Mir geht es nach solchen Pausen immer viel besser und ich komme besser voran als vorher!
Dass Du um Deinen Bericht bangst, verstehe ich! Aber ich bin mir sicher, dass Du den toll hingekriegt hast. Was wir allein hier schon an Einfällen mitlesen durften - toll!!!! Das müssen die doch anerkennen! Du hast Dir so viele Gedanken gemacht, Dich so angestrengt, das liest man sicherlich zwischen den Zeilen!
Also, Kopf hoch liebe Susa (auch wenn der Hals dreckig ist) ;)!
Susa
Contributions on this page: 44
View profileDanke, Antje, :bussi: das hast Du wirklich lieb geschrieben. Das sollte ich vielleicht mal Professor Heinze schicken, nur so als Entscheidungshilfe. :D
Ich habe schon mehrere Tage Pause gemacht, aber es hat nichts genutzt. :( Und nun?
Susa
Contributions on this page: 44
View profile8. November 2005
Aus: Susas Traummänner zu Kurs: 03184
Seit Tagen schon lief ich mit dem Bohren des Überdrusses herum. Ich sah mich um und was ich sah, verdross mich noch mehr: Aufgeschlagene Bücher auf dem Schreibtisch, der Korb mit Bügelwäsche, der nie leer zu werden schien, egal wie lange ich mit dem Bügeleisen hantierte, das Gezanke der Kinder, der drei Meter hohe Turm mit Skripten für dieses Semester ...
Mißmutig trat ich einen Schuh beiseite, der mal wieder im Flur herumlag, statt im Schuhschrak zu stecken. Ein Gefühl des Ertrinkens überwältigte mich, ich musste hier raus! Raus aus dem Alltagstrott, der mich zu ersticken drohte. Ich schnappte meine Handtasche, rief den Kindern zu, dass ich in ein paar Stunden wieder da sei und ließ die Tür hinter mir zuschnappen.
Da stand ich nun. Mitten in einer Identitätskrise. Ich spürte förmlich, wie ich mit jeder Sekunde meine Identität verlor, Stückchen für Stückchen. Maß man Identität überhaupt in Länge, Breite und Höhe? Oder war Identität eine Flasche edelsten Rotweins - aus den besten Zutaten der Selbstverwirklichung über Jahre gereift?
[Fortsetzung folgt ...]
Yara
Contributions on this page: 8
View profileFortsetzung Fortsetzung!!! Ich will die Fortsetzung!!!!!!
Nicht dass ich Dir wünsche, dass Du Deine Identitätskrise voll auslebst und weiter versinkst - nein! Aber Du hast so ne spannende Art zu schreiben, richtiges Talent! :daumen:
Zu Deinem Praktikumsbericht: ich bin mir sicher, der Prof., dem ich gerne ein Empehlungsschreiben zukommen lasse ;) , erkennt, dass Du Dich richtig reingehängt hast! Es gibt selten Praktikanten, die sich so für die Arbeit interessieren und so überzeugend schreiben! Wenn der Bericht nur ansatzweise das beinhaltet, was Du uns hier immer geschrieben hat, dann ist er sicherlich super.
Das dauert nur so lange mit dem Ergebnis, da der Prof grad prüft, wie er Dich ohne Abschluss sofort einstellen kann
ConnyBär
Contributions on this page: 6
View profileviiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiielen Dank für's Daumendrücken!!! :) Ich habe schon überlegt, wo man sich hier melden kann, wenn man das dringend nötig hat!! Ich wollte mir jetzt noch mal ein paar SAchen durchlesen.... hilft eh nix, ich weiß, aber ich kann doch nicht einfach nur so rumsitzen??? Ich melde mich heute abend noch mal zum wiederaufbauen...:eek:
Cornelia
Susa
Contributions on this page: 44
View profile:lol: Danke, der Morgen ist gerettet. :D
Fortsetzung folgt ganz bestimmt. Ich muss den Kurs ja 5x lesen, da kann ich massenhaft Stoff verarbeiten.
Susa
Contributions on this page: 44
View profileConny,
wenn Du es schaffst, dann geh spazieren oder mach ein paar andere Menschen verrückt. :D
Aber ich bin meist vor den Klausuren so angespannt, dass ich niemanden um mich haben mag und dann noch ein bisschen in den Kursen lese. Nicht, um wirklich zu lernen, sondern weil ich mich einfach auf nichts anderes konzentrieren kann.
Ab 14 Uhr drücke ich ganz doll die Daumen, mach Dir keine Sorgen und heute Abend möchte ich unbedingt hören, wie es war.
Liebe Grüße Susa
Yara
Contributions on this page: 8
View profileDie Daumendrückfraktion ist gefragt?!?! Loooooos....marsch...unser Typ ist gefragt!
Daumendrücken für Conny! Die rostigen Daumen hervorgeholt, ein wenig ölen, ein paar Bewegungsübungen - und um 14 Uhr gehts los!
Eliza
Contributions on this page: 9
View profileDaumendrücken im November ??
Ich dachte, es geht erst im März wieder los ?
Na gut, dann drück ich heute nachmittag ne Runde mit, versprochen !
Anna-dMd
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View profilena dann mach ich mal mit, so ab 14:00Uhr. :genau: Wir haben ja schon gute Erfahrung damit gemacht:dankescho
@ Susa: ich bin auch schon ganz gespannt auf die Fortsetzung! [IMG]https://www.cosgan.de/images/smilie/froehlich/p015.gif[/IMG]
Merlin
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Ok, hab eh nichts vor heute mittag, aber um was für eine Klausur gehts überhaupt. Nicht daß ich die falschen Gedanken beim Daumendrücken habe!:eek
Susa
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View profileConny schreibt Geschichtsklausur Modul 4. Die, die ich irgendwie versiebt habe, obwohl ich gut vorbereitet war. Conny fühlt sich gar nicht gut vorbereitet, vermutlich schreibt sie deswegen grandios. :p
Merlin
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ÄH Geschichte ist ein weites Feld, gehts irgendwie präziser um was genau es sich handelt!:confused
Susa
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View profileSie hat drei verschiedene Kurse, zu denen Sie je eine Frage bekommt. Sie kann sich von diesen drei Fragen eine aussuchen, muss also im Endeffekt zu einem Kurs schreiben.
Ich habe bei dieser Klausur im September zum Kurs"Außereuropäische Expansion" geschrieben, da ging es um die Kolonialzeit und die Bedeutung der Schriftbeherrschung für eine erfolgreiche Kolonisation.
Wenn ich mich richtig erinnere, hat Conny für sich den Schwerpunkt eher auf "Alteuropäische Schriftlichkeit" gelegt. Ebenfalls ein faszinierender Kurs über die Anfänge und Entwicklung der Schriftlichkeit in Europa. Z.B. wurde in den Anfängen der Schriftkultur immer laut gelesen, weil man keine Leerzeichen kannte/benutzte. Auf Inschriften in Kirchen oder auf römischen Säulen oder Gebäuden kannst Du das noch sehen. Man konnte einen solchen Text nur verstehen, wenn man ihn laut las, weil man nur so die Buchstaben zu Worte fassen konnte. Daher stammen auch die Litaneien der Geistlichen. Das waren die Leseübungen der ganz frühen Mönche.
Der Kurs behandelt auch verschiedene Schriftzeugnisse, darunter den Teppich von Bayeux, der die Eroberung Englands durch die Normannen um 1000 herum darstellt (war es 1081? Grrrr. Immer vergesse ich alle Jahreszahlen :mad:). Ich sage immer, dass das der früheste europäische Comic ist: Die Eroberung samt Vorgeschichte und einiger zeitgenössischer Nebenschauplätze wurde in Bildern auf einen Teppich gestickt, der viele, viele Meter lang ist und etwa 40cm hoch. Ich habe vergessen, wie lang der Teppich ist, aber er ist so lang, dass er im Innenraum einer kleinen Kirche rundherum aufgehängt wurde. Die Bilder wurden mit lateinischen kurzen Sätzen versehen, die das Geschehen kommentieren und erläutern.
Der dritte Kurs ist "Buchdruck und Aufklärung" und handelt von der Bedeutung des Buchdrucks für die Verbreitung von Schrift und der Verschriftlichung an sich. Den habe ich erst Ende September bekommen und noch nicht gelesen.
So, noch Fragen, Hauser?