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Thread Kurs 03533 - Textanalyse

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Thread Kurs 03533 - Textanalyse

Hallo zusammen,

nach den gut verständlichen und schön gegliederten "Grundlagen" habe ich mich an den Kurs "Textanalyse" gemacht und fühlte mich schon etwas mehr gefordert.
Vieles war mir nicht gleich klar, ich musste oft in verschiedenen Lexika und Sekundärliteratur nachschlagen und manche Details habe ich immer noch nicht so ganz begriffen (aber davon will ich an dieser Stelle noch gar nicht anfangen). Der ganze Punkt "Textualität" ist schon sehr gewöhnungsbedürftig
formuliert, der Aufbau auf Anhieb nicht ganz klar - für mich jedenfalls nicht.
Beim "Erzählen" und der "Erzähltextanalyse" geht es dann aber verständlicher weiter.

Das nur so als erste Zusammenfassung. Und ich wollte Euch gern einen Link weiter empfehlen, der mir hier und da in diesem Kurs sehr weiter geholfen hat:
[URL="https://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/start.asp"]Literaturwissenschaft-online[/URL]

Viele Grüße
Lucky
:winke

Comments

Luckyyy wrote:


Und ich wollte Euch gern einen Link weiter empfehlen, der mir hier und da in diesem Kurs sehr weiter geholfen hat:
[URL="https://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/start.asp"]Literaturwissenschaft-online[/URL]

Viele Grüße
Lucky
:winke:

Das sind die Germanisten von der Kieler Universität. Ich hatte in einem anderen Thread schon mal darauf hingewiesen. Das lohnt sich wirklich, diesen Link unter den Favoriten bzw. Lesezeichen zu speichern. Man kann immer wieder darauf zurückgreifen.

Schönen Morgen,

ich lade mir gerade alle Vorlesungen herunter, damit mir keine Lesung mehr entkommt, denn die Älteren sind leider nicht mehr zu bekommen!

übrigens Uli...wer hat den Link eingeführt? ;)

liebe Grüße Eva

gangstersparadise wrote:

Schönen Morgen,

ich lade mir gerade alle Vorlesungen herunter, damit mir keine Lesung mehr entkommt, denn die Älteren sind leider nicht mehr zu bekommen!

übrigens Uli...wer hat den Link eingeführt? ;)

liebe Grüße Eva

Ich glaube, du warst das - kann das sein?

Richtig Uli :) ,

übrigens mag ich die Einführungs- Vorlesungen sehr! ( die ersten Drei von 2002) auch wenn die Qualität recht schlecht ist aber die neueren Streams sind beinahe perfekt!

Alle Infos zusammen genommen ( Studienbriefen, Nachschlagewerke, Internet und Vorlesung) habe ich die wage Hoffnung, dass auch ich es verstehe, spannend ist es auf jeden Fall.

Es kommt mir vor wie ein Puzzle und ich freue mich tierrisch wenn ich wieder etwas erkennen, verstehen und verbinden konnte!

Viel Spaß allen und sonnige strahlende Grüße eva

Eigentlich hatte ich den PC schon ausgeschaltet. Meine Frau - schwer erkältet - schläft schon und ich wollte nun auch ins Bett.

Na gut - denke ich, lies noch einmal das Kapitel 2.2 (Textualität) aus dem Kurs 03533 (Methoden der Textanalyse) bevor du schlafen gehst.

Nix is` mit Schlafen. Stinksauer bin ich. Ich zitiere: "Dass die Differenz von pragmatischen und literarischen Texten nicht nur eine substantielle, sondern auch eine der Aufführungssituation (Performanz) und des Kommunikationszusammenhangs ist, zeigt sich in anderer Weise auch an Peter Handkes Aufstellung des 1. FC Nürnberg, die er in seinem Gedichtband Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt abdruckt und damit zum literarischen Text macht." (Kursband 03533, S.33 f.).

Ich werde sofort morgen ein Gedicht schreiben, so nach dem Motto:

Der Abend heut war wunderbar,
ich habe gut gegessen.
Doch jetzt erst wird mir richtig klar,
was es da gab zu fressen.

Statt Gulasch oder Ochsenschwanz,
statt Leberwurst und Mett,
gabs Textualität und Performanz
und das war gar nicht nett.

Wenn ich dann morgen noch Lust habe, füge ich die Mannschaftsaufstellung des FT Eider Büdelsdorf hinzu und Prof. Martin Huber macht das dann (hoffentlich) zum literarischen Text.

UliS wrote:


Nix is` mit Schlafen. Stinksauer bin ich. Ich zitiere: "Dass die Differenz von pragmatischen und literarischen Texten nicht nur eine substantielle, sondern auch eine der Aufführungssituation (Performanz) und des Kommunikationszusammenhangs ist, zeigt sich in anderer Weise auch an Peter Handkes Aufstellung des 1. FC Nürnberg, die er in seinem Gedichtband Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt abdruckt und damit zum literarischen Text macht." (Kursband 03533, S.33 f.).


Wenn ich dann morgen noch Lust habe, füge ich die Mannschaftsaufstellung des FT Eider Büdelsdorf hinzu und Prof. Martin Huber macht das dann (hoffentlich) zum literarischen Text.


Tja, ich kann Dich verstehen.
Die typische Gradwanderung zwischen Kunst und Müll!
Vielleicht schaff ich es mit einem Apfelkuchenrezept zur gefeierten Literatin. Lyrischer Apfelkuchen eben.
5 kg Äpfel
3 EL Zitronen
saft
300 ml Apfel
saft
1 Pkg Vanille
puuuudding
und vergesse nie
200 g Zucker...

Man sollte sich doch nicht der Moderne verschliessen ;).

UliS wrote:

Eigentlich hatte ich den PC schon ausgeschaltet. Meine Frau - schwer erkältet - schläft schon und ich wollte nun auch ins Bett.

Na gut - denke ich, lies noch einmal das Kapitel 2.2 (Textualität) aus dem Kurs 03533 (Methoden der Textanalyse) bevor du schlafen gehst.

Nix is` mit Schlafen. Stinksauer bin ich. Ich zitiere: "Dass die Differenz von pragmatischen und literarischen Texten nicht nur eine substantielle, sondern auch eine der Aufführungssituation (Performanz) und des Kommunikationszusammenhangs ist, zeigt sich in anderer Weise auch an Peter Handkes Aufstellung des 1. FC Nürnberg, die er in seinem Gedichtband Die Innenwelt der Außenwelt der Innenwelt abdruckt und damit zum literarischen Text macht." (Kursband 03533, S.33 f.).

Ich werde sofort morgen ein Gedicht schreiben, so nach dem Motto:

Der Abend heut war wunderbar,
ich habe gut gegessen.
Doch jetzt erst wird mir richtig klar,
was es da gab zu fressen.

Statt Gulasch oder Ochsenschwanz,
statt Leberwurst und Mett,
gabs Textualität und Performanz
und das war gar nicht nett.

Wenn ich dann morgen noch Lust habe, füge ich die Mannschaftsaufstellung des FT Eider Büdelsdorf hinzu und Prof. Martin Huber macht das dann (hoffentlich) zum literarischen Text.

:gute_be: für Deine Frau.

Ich verstehe gar nicht, warum Du Dich darüber so aufregst. Zur Veranschaulichung finde ich das Beispiel ziemlich gut gewählt, um den Gegensatz zu sehen. Nur weil Lyrik drauf steht, muss noch lange keine Lyrik drin sein. Und wenn doch, dann ist das eher Geschmacks- und Ansichtssache, oder nicht? Lyrik ist eben nicht gleich Lyrik!

Zitat: "Indem er eine reine Namensliste arrangiert, entzieht er dem Text geradezu den Inhalt (plot), er macht aber eben dadurch auf das Verfahren des Kontextwechsels selbst aufmerksam: Handke erzählt nicht, beschreibt auch nicht, er zeigt vielmehr, dass Dichtung beinahne jeden Gegenstand im Kontext eines ästhetischen Rahmens zur Kunst machen kann." Zitatende (S. 33, Kurs 03533)

viele-worte wrote:

:gute_be: für Deine Frau.

Handke erzählt nicht, beschreibt auch nicht, er zeigt vielmehr, dass Dichtung beinahne jeden Gegenstand im Kontext eines ästhetischen Rahmens zur Kunst machen kann." Zitatende (S. 33, Kurs 03533)

Ja, genau das meine ich. Ich muss jetzt nur noch die Aufstellung der Fußballmannschaft der FT Eider Büdelsdorf für das kommende Wochenende an meinen kleinen Reim anhängen, vielleicht noch einen zweiten dichten (es geht ja auch um das Umfeld!). Zumindest die Mannschaftsaufstellung hätte dann gute Chancen zur "Dichtung" zu werden.:ironie:.

Nein, aber mal im Ernst. Wenn du nach getaner Arbeit (z.B. Korrektur von Mathematikaufgaben von Grundschülern, entsprechender Unterrichtsvorbereitung usw.) dann zu später Stunde so etwas liest, dann kannst du schon mal die Krise kriegen. Vielleicht sollte ich solche Passagen aus dem KB lieber am frühen Nachmittag lesen.

Uli, wobei Du natürlich nie weisst, wann Dich solche Passagen überfallen werden.

Uli und alle anderen, :)

ich kann gut verstehen, dass Du über diese Passage im Studienbrief gestolpert bist, denn ich saß auch nur Kopf schüttelnd davor.
Ich habe zwar zur Kenntnis genommen, dass offensichtlich so ziemlich alles zu Kunst wird, wenn es einen entsprechenden ästhetischen Rahmen bekommt, aber nachvollziehen oder gar unterstreichen kann ich das nicht. :ichnicht:
Naja....
Im vierten Kurs wird übrigens erläutert, dass Literatur nicht eindeutig definierbar ist und dass das, was als Literatur akzeptiert wird immer dem historischen Wandel unterliegt. Dabei bedingen die Leser durch ihre Akzeptanz oder Nichtakzeptanz das Etablieren von Kunst.....wäre doch mal interessant, wie das o.g. Beispiel bei einer "Abstimmung" abschneiden würde. ;)

Aber vielleicht sind wir ja auch einfach nur zu blöd, um das zu verstehen......:rolleyes:

LG und lass Dein Skript leben, Uli ;)
Lucky
:winke

Luckyyy wrote:

...
Aber vielleicht sind wir ja auch einfach nur zu blöd, um das zu verstehen......:rolleyes:\

NaNaNa, wer wird denn gleich solche Gedanken hegen?

[url=https://books.google.de/books?id=l_j2ouqOGIgC&pg=PA191&lpg=PA192&dq=kitsch&source=web&ots=O7WT2vIFW0&sig=KJJUkvW4k34F1IqA8wgOQ7qJ_0M&hl=de&sa=X&oi=book_result&resnum=7&ct=result#PPA192,M1]Res Publica Semper reformanda ... - Google Buchsuche[/url]

Und dortens dann auf der Seite 191 letzter Satz angefangen und der erste auf Seite 192:

Wir sind alle Künstler, selbst dann, wenn wir die Aufstellung des FT Eider Büdelsdorf nicht kennen.

Frei nach dem Motto: Kunst ist gut verkaufter Kitsch

schönes WE

Ihr könnt Euch dazu ja mal mit der Konstanzer Rezeptionsästhetik auseinandersetzen - Wolfgang Iser ist nämlich der Ansicht, dass erst der Leser dem Text eine Bedeutung gibt - somit machen wir selbst uns eigentlich den individuellen Sinn, den ein Text uns liefert!

Weil ich gerade an dem Kurs 03533 sitze, sei noch einmal auf die Seite der Kieler Germanisten hingewiesen. Es geht nicht nur um die Vorlesungen, sondern hier wird unter [URL="https://www.literaturwissenschaft-online.uni-kiel.de/e-learning/histoirediscours.asp"]E-learning[/URL] auch so einiges erklärt zu den einzelnen Begriffspaaren der russischen Formalisten (fabula/sujet), dann zu dem Strukturalisten Todorov (histoire/discours) und auch zu Stanzel und Genette. Ich finde, dass dort alles sehr verständlich erklärt ist und man kann mit Hilfe einiger Übungsaufgaben auch sein Wissen überprüfen.

L1er!
Weiss ja nicht, was es wert ist, habe aber nach langer Durchforstung des Internets eine Erzähltextanalyse gefunden!!! Da sind zwar auch Sachen dabei, die wir nicht brauchen, aber wenigstens sind Modus, Stimme und Zeit dabei.
Hier ist der Link: [url]https://www.keiner.de/kagelmann/Der_stumme_Teich.pdf[/url]
Liebe Grüsse,
Lara

Lara,
danke für den bestimmt nützlichen Link.
Bin erstmal nur kurz drüber gehuscht, bekomme aber schon eine Idee wie die Analyse evtl. auszusehen hat.
Mehr dann am Freitag in Hagen?!
Liebe Grüße, Alice

Hoffentlich. So eine Analyse sieht irgendwie doch komplizierter aus als ich dachte... Habe das Gefühl, ganz schrecklich unvorbereitet auf dieses Seminar zu gehen. Mir fehlt die Zeit. Hab mir noch nicht mal die Vorlesung zur Moderne fertig angehört und bei Literaturtheorie werde ich heute das 5. Mal das Kapitel zu Strukturalismus lesen und hoffentlich mal was verstehen.
LG,
Lara

Lara,
ich glaube nicht, dass von uns erwartet wird, dass wir auf alles richtig gut vorbereitet sind. Ich kämpfe mich gerade durch die vielen Begriffe der Analyse und hoffe, dass ich die Literaturtheorie so einigermaßen durch habe (verstehen ist deutlich schwieriger) bis Freitag. Nachlesen kann man dann ja immer noch, die Unterlagen haben wir ja alle dabei.
LG Doris

Lara, da bist du weiter als ich.
In die Literaturtheorie hab ich noch nicht einmal reingesehn.
Die nehm ich mir nach Hagen vor.
Wir haben ja noch ein paar Wochen :)
LG, Alice

an euch alle!
Ich habe eben etwas im Internet entdeckt, das ich ganz nützlich fand. Vielleicht hilft es dem ein oder anderen ja auch beim Lernen. Ich hoffe, den Link gabs hier nicht schon mal.

[URL]https://alexander.hatzold.free.fr/files/deutsch_erzaehltheorie.pdf[/URL]

LG, Jeanny

Super. Dankeschön. Schade, dass wir das nicht mit in die Klausur nehmen dürfen...

ich hab mich schon lange nicht mehr am Forum beteiligt, weil ich schon froh bin, wenn ich überhaupt Zeit habe in die Skripte zu gucken... :(
Aber jetzt bin ich über einen Begriff gestolpert, den ich absolut nicht unter kriege: "mittelbar" ("Wie mittelbar wird das Erzählte präsentiert" und ähnliches)
Mir ist so eine simple Frage nach einer Begriffserklärung schon fast peinlich, aber ich hab echt keine Ahnung was damit gemeint ist... (Toll, wenn ich an sowas schon scheitere, wie soll erst die Klausur werden?)

Viele Grüße, Nicki

Nicki,

mittelbar: nur angedeutet, nicht direkt, auf Umwegen
unmittelbar: sofort, unverzüglich

hoffe das hilft dir weiter. Braucht dir nicht peinlich zu sein, ich steh auch manchmal auf dem Schlauch und muss anschließend über mich selber lachen.

LG, Rosi

Danke für die schnelle Hilfe, unser Internet war abgeschmiert, darum konnte ich erst jetzt wieder schreiben. Sowas kommt auch immer zum passenden Zeitpunkt...

Ihr Lieben, ich gerate gerade völlig in Panik, weil ich eigentlich dachte, ich hätte die Erzähltextanalyse im großen und ganzen drauf, aber jetzt weiß ich überhaupt nichts mehr:confused::confused::confused:
Wenn man den Brief auf Seite 26 nicht als intradiegetische Erzählung begreifen kann (wie in moodle diskutiert), dann wohl auch nicht die Passagen auf Seite 10-11 und S.17 oben, aber da bin ich ganz fest von ausgegangen, dass es intradiegetisches Erzählen ist.....
Kann denn intradiegetisches Erzählen [U]überhaupt[/U] darin liegen, dass der extradiegetische Erzähler die Rede eines anderen wiedergibt???? So ist es ja in den Beispielen stets. Mit anderen Worten: Habe ich nur dann einen Erzähler, wenn dieser auch direkt spricht??? Oder eben nicht? Reicht es, wenn da steht: "Der Graf erzählte, dass xy passiert war, dass er xy tun musste..." ? Ich glaub, ich dreh gerade durch. Ich weiß, das ist jetzt eine total bescheuerte Frage, aber ich WEISS ES WIRKLICH NICHT!
Ich brauche Hilfe!!!:hilfe:
Korinna

kopioma wrote:

Reicht es, wenn da steht: "Der Graf erzählte, dass xy passiert war, dass er xy tun musste..." ?

Ich habe leider keinen Zugriff auf die von Dir genannten Beispiele - zu dem oben zitierten kann ich Dir sagen, dass diese Textstelle dann intradiegetisch ist, wenn ein Erzähler erkennbar ist. Dieser Erzähler muss eine andere Person sein als der Graf. Dann handelt es sich eindeutig um eine Binnenerzählung :). Es kommt also darauf an, welchen Textausschnitt zu bekommst. Und ob darin die Binnenerzählung als solche erkennbar ist.

Wichtig: Auch wenn Du weißt, dass es einen extradiegetischen Erzähler gibt, weil Du die ganze Geschichte gelesen hast, darfst Du in der Analyse nur das schreiben, was Du aus diesem Ausschnitt auch herauslesen kannst!

Wahrscheinlich kriegt Ihr eine Textstelle, die einen oder mehrere Brüche aufzeigen wird. Und diese gilt es dann herauszuarbeiten. Es kann also sein, dass Du einen Wechsel von extra- zu intradiegetischer Stimme erkennen musst.

Korinna,

also ich hätte das nicht als Binnenerzählung gesehen. Keine Ahnung, ob ich richtig liege, aber für mich muss die intradiegetische Erzählung eine Erzählung einer Figur der Rahmenhandlung über etwas von der Rahmenhandlung verschiedenes sein. Oh Gott, wie schwer zu formulieren ...
Zum Beispiel Seite 17 oben: der Graf erzählt von seinen Gedanken bzw. Halluzinationen auf dem Krankenbett - diese Verwundung und Zeit der Heilung ist aber ein wichtiger Teil der Handlung der extradiegetischen Geschichte.
Ob ich richtig liege, weiß ich natürlich auch nicht - aber wenn diese Passage intradiegetisch wäre, dann wäre ja nahezu jede Rede (egal ob direkt, indirekt ...) intradiegetisch?

Liebe Grüße
Andrea

vittoriacolonna wrote:

Ich habe leider keinen Zugriff auf die von Dir genannten Beispiele - zu dem oben zitierten kann ich Dir sagen, dass diese Textstelle dann intradiegetisch ist, wenn ein Erzähler erkennbar ist. Dieser Erzähler muss eine andere Person sein als der Graf. Dann handelt es sich eindeutig um eine Binnenerzählung :). Es kommt also darauf an, welchen Textausschnitt zu bekommst. Und ob darin die Binnenerzählung als solche erkennbar ist.

Wichtig: Auch wenn Du weißt, dass es einen extradiegetischen Erzähler gibt, weil Du die ganze Geschichte gelesen hast, darfst Du in der Analyse nur das schreiben, was Du aus diesem Ausschnitt auch herauslesen kannst!

Wahrscheinlich kriegt Ihr eine Textstelle, die einen oder mehrere Brüche aufzeigen wird. Und diese gilt es dann herauszuarbeiten. Es kann also sein, dass Du einen Wechsel von extra- zu intradiegetischer Stimme erkennen musst.

Liebe Sandra,
vielen Dank für die schnelle Antwort. Es geht um die Marquise von O..., die wir diesmal bekommen werden, und so ganz klar ist mir noch nicht, ob die Erzählung des Grafen nun eine weitere Ebene eröffnet. Grundsätzlich gibt es einen extradiegetischen Erzähler, der Kleist-typisch vermittelt, auch häufig rafft usw. Dann kommt diese Stelle, an der der extradiegetische Erzähler mitteilt,und zwar in transponierter Rede mit langen dass-Konstruktionen, wie der Graf erzählt, warum er noch lebt. Im Grunde ein klassischer Fall von zweiter Ebene, Binnererzählung, intradiegetisch. Aber nun weiß ich nicht mehr, ob das so stimmt....:confused:
Vielleicht spinne ich auch jetzt einfach und mir gehen die Nerven durch.....
ach sch-... .....

kopioma wrote:

Es geht um die Marquise von O...

Weiß ich :)!\

kopioma wrote:

und so ganz klar ist mir noch nicht, ob die Erzählung des Grafen nun eine weitere Ebene eröffnet. Grundsätzlich gibt es einen extradiegetischen Erzähler, der Kleist-typisch vermittelt, auch häufig rafft usw. Dann kommt diese Stelle, an der der extradiegetische Erzähler mitteilt,und zwar in transponierter Rede mit langen dass-Konstruktionen, wie der Graf erzählt, warum er noch lebt. Im Grunde ein klassischer Fall von zweiter Ebene, Binnererzählung, intradiegetisch. Aber nun weiß ich nicht mehr, ob das so stimmt...

Ist schon korrekt so - und wenn Du das auch so hinschreibst, es also verargumentieren kannst, wieso Du darauf kommst, bist Du auf dem richtigen Weg!

kopioma wrote:


Wenn man den Brief auf Seite 26 nicht als intradiegetische Erzählung begreifen kann (wie in moodle diskutiert), dann wohl auch nicht die Passagen auf Seite 10-11 und S.17 oben, aber da bin ich ganz fest von ausgegangen, dass es intradiegetisches Erzählen ist.....
Kann denn intradiegetisches Erzählen [U]überhaupt[/U] darin liegen, dass der extradiegetische Erzähler die Rede eines anderen wiedergibt???? So ist es ja in den Beispielen stets. Mit anderen Worten: Habe ich nur dann einen Erzähler, wenn dieser auch direkt spricht??? Oder eben nicht? Reicht es, wenn da steht: "Der Graf erzählte, dass xy passiert war, dass er xy tun musste..." ? Ich glaub, ich dreh gerade durch. Ich weiß, das ist jetzt eine total bescheuerte Frage, aber ich WEISS ES WIRKLICH NICHT!
Ich brauche Hilfe!!!:hilfe:
Korinna

Hi Korinna,

ich habe das so verstanden, dass es sich auch um intradiegetisches Erzählen handelt, wenn derjenige nicht direkt redet. Intradiegetisch bedeutet ja, dass erzählt wird, wie etwas erzählt wird. Ob das von dem Erzähler der Rahmenhandlung gemacht wird, ob der Erzähler der Binnenhandlung selbst spricht ist glaub ich wurscht. :)

So eine Binnenhandlung kann ja verschiedene Zwecke erfüllen, zum Beispiel eine Art Rechtfertigung, welche Ereignisse eine Situation herbeigeführt haben, in der sich die Figur gerade befindet. Dies ist auf Seite 10/11 und Seite 17 der Fall.
Der Brief auf Seite 26 gehört für mich zur Erzählung der Rahmenhandlung, sonst wäre ja fast jedes Anliegen, das jemand von jemand anderem überbringt gleich eine Binnenerzählung, oder?

Obwohl...och mönsch, wie doof, jetzt hab ich mich selbst in die Verwirrung geschrieben... :eek

Danke für alle eure Hinweise!
Es ist echt verflixt, dass mir jetzt auf den letzten Drücker so dämliche Sachen durch den Kopf schießen und ich mich sooo verunsichert fühle- wollte sicher keinen von euch mit-verunsichern!:)
Wahrscheinlich ist alles, was jetzt noch zählt, NERVEN halten, ruhig bleiben, und was immer man in der EA herausfindet, möglichst schön begründen und diskutieren, das ist mit Sicherheit immer die halbe Miete, unabhängig davon, ob man sich manchmal anders entscheidet als ein anderer, es gibt ja auch nicht immer richtig und falsch, sondern in aller Regel Fürs und Widers von unterschiedlichem Gewicht.
Also cool bleiben ist alles.
LG
Korinna

Genau, hast recht, jetzt nicht mehr verrückt machen lassen. :daumen