Wer sich fragt, ob er Soziologie oder Psychologie studieren soll, der findet auf [URL="https://ask.metafilter.com/27293/Difference-between-psych-and-soc"]dieser englischsprachigen Seite[/URL] einige gute Ansichten.
Mir gefällt am besten die Formulierung, dass Soziologie sich menschlichem Verhalten von "außen nach innen" nähert, während die Psychologie den Weg von "innen nach außen" geht.
Was haltet ihr von der Aussage, dass Soziologie sich mit rationalen Erklärungen der Gesellschaft befasst?
Im Grunde ergänzen sich die Studienfelder - das eine kann nicht ohne das andere. Was meint ihr?
Comments
Daenyo
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View profileJegliches menschliches Verhalten entspringt nicht nur innerer Motivation, sondern ist gleichzeitig immer auch gesellschaftlich bedingt. Jeder hat einen gewissen Status, jeder versucht eine ihm auferlegte oder zugeschriebene Rolle zu erfüllen oder sich ihr zu widersetzen... Stimmt meiner Meinung also nach schon. Die Motivation zu handeln steht immer im Zusammenhang äußeren Faktoren...
schalk
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View profileDas ist wirklich sehr treffend, da Soziologie einen kollektiven Sachverhalt durch Verstehen von subjektiven Handlungsmotiven des einzelnen zu erklären versucht. Dennoch sehe ich Soziologie und Psychologie nicht unbedingt als zwei Hälften eines Ganzes: Ich finde Soziologie komplexer, da sie Schnittstellen mit mehreren Wissenschaften, z. B. Ökonomie, Geschichte, Geographie und eben Psychologie beinhaltet. Psychologie ist für mich eine Wissenschaft in sich, mit klaren Grenzen und eigenen Gesetzen, die viel weniger auf Erkenntnisse aus anderen Wissenschaften angewiesen ist (ausgenommen Biologie). Korriegiert mich, wenn ich mich irre.
Jede Wissenschaft befasst sich mit rationalen Erklärungen, sonst wäre es gar keine Wissenschaft mehr. Und als Wissenschaft über die Gesellschaft befasst sich Soziologie eben mit Verstehen des inneren Lebens von diesem kollektiven Gebilde, das weit mehr als eine simple Summe von einzelnen Individuen zu sein scheint.