Zunächst....es ist mir natürlich klar, dass es schon einen eigenen Thread zu diesem Thema auf der Hauptseite dieses Forums gibt. Ich finde allerdings, dass gerade im Informatik - Umfeld doch etwas andere "Gesetze" gelten, daher möchte ich hier mal unter den Informatik - Studenten nachfragen. Wie sieht so bei euch eine typische Arbeits- bzw. Lernwoche aus?
In der IT ist es ja oftmals so, dass man nicht unbedingt einen 8h Tag bzw. eine 40h Woche hat, vielmehr durchbricht man sehr häufig die 10h respektive 50h "Schallmauer". Ich frage mich ernsthaft, da ich im Oktober diesen Jahres mit dem Master an der FU beginne, wie man Arbeit und Lernen unter einen Hut bekommt. Vielleicht kann der eine oder andere ggf. seine Erfahrungen diesbezüglich schildern. Ich habe momentan Befürchtungen, dass der Tanz auf zwei Hochzeiten zu Lasten mindestens einer Hochzeit gehen wird, sprich entweder bin ich nicht in der Lage 100 % in der Arbeit abzurufen, was natürlich fatal wäre, andererseits könnte sich ein etwaiger Zeitmangel auch in schlechten Noten wiederspiegeln, was auch nicht so toll wäre.
Wie ist das bei euch so? Gibt es da einen "Masterplan" oder wie schafft man es wirklich beides unter einen Hut zu bekommen? Für den ersten Schritt plane ich erstmal mit maximal einem Modul pro Semester. Die Studienzeit ist natürlich entsprechend lang dadurch, allerdings halte ich mehr als 12 bis 15h pro Woche zum Lernen für unrealistisch (für mich persönlich).
Vielen Dank für Meinungen und Denkanstöße im Voraus!
Gruß pippin
Comments
Jochen104
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View profilePippin,
voarb schonmal: Es ist machbar. Sonst wären würden auch nicht so viele Studenten Informatik an der Fernuni studieren.
Einer der großen Vorteile der Fernuni ist, dass du ja völlig flexibel in deiner Zeiteinteilung bist. Gerade im Master in dem du - je nach Studiengang - nur sehr wenige fest terminierte Klausuren schreibst, kannst du die Prüfungstermine für die Fachprüfungen fast beliebig mit deinen Professoren abstimmen.
Darüber hinaus hägt das Pensum an Lernstoff das du bewältigen kannst natürlich auch stark von deinem Vorwissen und deinen persönlichen vorlieben ab. Ich lerne Fächer in denen ich mich auskenne und die mich interessieren natürlich deutlich schneller als Themen die mich nicht interessieren. Daher wähle ich natürlich auch die Module die mich interessieren. Das ist ein großer Vorteil.
Ansonsten kann ich bisher sagen, dass ich trotz eines anspruchsvollen Jobs, einer Beziehung, Haushalt und Hobbies mit dem Teilzeitstudienplan (1,5 Module pro Semester / 20 h pro Woche) durchgekommen bin. Allerdings geht auch ein großteil meines Urlaubs zum Lernen drauf.
Ich hoffe das hilft dir weiter.
pippin
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View profileJochen,
danke für den Einblick. Find ich Klasse, dass du neben Beziehung, Arbeit und Fernstudium sogar noch Zeit für Hobbies hast.
Das man die Prüfungstermine mit den Dozenten abstimmen kann, habe ich bisher noch gar nicht richtig realisiert. Ich denke das schafft auch gewisse Spielräume. Ich probiere jetzt einfach mal aus, wie ich mit einem Modul pro Semester zu Rande komme. Wenn du sagst du schaffst etwa 1.5 Module, dann dürfte ich mit meinen 12 - 15h / Woche für ein Modul gar nicht so verkehrt liegen.
Was mich etwas verdutzt ist, dass in den Modulbeschreibungen von 300h Aufwand die Rede ist (10 ECTS a 30h), das wären bei 15 Kalenderwochen (~ Semesterdauer) 20 Wochenstunden pro Modul. In der Überblicksbroschüre zum Studiengang ist jedoch wiederum die Rede von 30h pro Semesterwochenstunde. Da bei den 10 ECTS Modulen jeweils 6 SWS angegeben sind, wären dies jedoch nur 180 Wochenstunden, was ja doch 120 h weniger sind. In letzterem Fall läge die wöchentliche Belastung bei 15 Kalenderwochen "nur" noch bei 12h statt der 20h.
Bin ja mal sehr gespannt, was letztlich stimmt. Ich denke jedoch, dass das von Student zu Student variiert.
Bis dahin,
Gruß
pippin
Jochen104
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View profilePipin,
die Zeiten der Uni sind natürlich nur Richtwerte.
Noch ein Tipp: Bestell dir ruhig ein Modul mehr. Damit kannst du dann schon mal in den Semesterferien vor dem nächsten Semester beginnen wenn dir langweilig ist :D.
Das hab ich bisher immer so gemacht. Allerdings musst du die Kurseinheiten des 2. Moduls auch konsequent auf die Seite legen.
pippin
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View profileJochen,
das ist eine wirklich gute Idee. Zumindest kann man schonmal "vorlernen", wenn einem danach ist. Werd ich mir merken, danke!