Studenten, Forenmitglieder und alle anderen, die sich hier sonst noch tummeln ;)
ich brauche mal einen Rat von jemanden, der wirklich Ahnung hat. Ich stehe vor der Entscheidung zu einem Fernstudium in Hagen. Und zwar interessiert mich Kulturwissenschaft. Nur bin ich mir noch nicht ganz schlüssig, es gibt genauso viele Pro, wie Kontra-Punkte. Und nun möchte mich mich einfach noch etwas genauer informieren, um mir wirlich klar zu werden, ob ich mich immatrikulieren soll, oder nicht.
Doch nun erst mal kurz zu mir. Mein Name ist Kathrin und ich bin gerade 29 Jahre alt geworden. Leider habe ich ein paar Fehler in meinem Leben gemacht, die ich nicht so einfach abhaken kann. Als ich meinen Realschulabschluss gemacht habe, war ich persönlich noch nicht so weit gereift, um zu wissen, was ich machen will. Ich habe dann erst mal eine Ausbildung zur Fachangestellten für Bürokommunikation gemacht. Das war auch wirklich in Ordnung, doch wollte ich nicht im Büro "versauern". Dann kamen die Entscheidungen, dich ich heute besser machen würde. Ich habe an der Fachoberschule meine Fachhochschulreife gemacht. Doch dann habe ich die falscheste Entscheidung meines Lebens getroffen. Ich habe nämlich angefangen, Wirtschaftsinformatik zu studieren. Das war überhaupt nichts für mich, ich hab einfach nicht richtig nachgedacht und es mir zu bequem gemacht (das war in der Nähe, Studium mit Sprachen hatte nicht geklappt, Freunde haben mit studiert - also richtig blöde Kriterien). Nach dem Grundstudium habe ich aufgegeben, ich war inzwischen nervlich so weit fertig, dass ich krank wurde). Ein neues Studium konnte ich mir aus finanziellen Gründen nicht erlauben, schließlich war das BaföG ausgeschöpft. Nach einigem Hin und Her habe ich dann doch noch meinen Traumberuf gefunden. Ich bin Buchhändlerin geworden. In diesem Beruf hätte ich auch glücklich werden können und hab ihn mit Herz und Seele ausgeübt. Das war etwas, wo ich mich richtig reinhängen konnte, ich habe diesen Beruf geliebt und gelebt. Doch leider hat sich das inzwischen so gewandelt, dass es diesen Beruf so nicht mehr gibt, wirklich Beratung und sich auskennen ist nicht mehr gefragt. Es gibt fast nur noch die großen Filialisten und dort werden Aushilfen eingestellt. "Nur" Verkäuferin will ich auch nicht sein. Außerdem hat dann unsere Filiale zugemacht. Nun war ich einige Monate arbeitslos und stand wieder vor der Entscheidung, wie soll es weitergehen. Nun hatte ich das große Glück an der Universität in Tübingen in zwei kleinen Bibliotheken eine Anstellung zu finden. Das ist auch wirklich ganz toll, aber es erfüllt mich nicht ganz. Ich möchte etwas machen, wo ich mich richtig reinhängen kann. Deswegen nun meine Überlegung "nebenbei" Kulturwisschenschaften zu studieren.
Mein Traum ist es, Kindern und Jugendlichen Kultur (wobei mich Theater und Literatur am meisten interessieren) zu vermitteln und näher zu bringen.
Hier kommen jetzt meine Pro- und Kontra-Punkte, wo ihr mir vielleicht helfen könnt, meine Überlegungen zu bestätigen oder zu entkräften.
PRO:
1) Selbstverwirklichung (ich möchte einfach mehr aus meinem Leben machen und bereue es immer wieder, keinen Studienabschluss zu haben, andererseits habe ich aber auch viele andere Interessen, die ich vorantreiben könnte, z.B. Schreiben und Theater spielen, Lesekreis gründen, ehrenamtlich arbeiten und Menschen helfen usw...)
2) die Chance später mal etwas mehr Geld zu verdienen (momentan ist dies eher mau, andererseits ist bei diesem Studiengang auch nicht gesagt, dass man das große Geld verdient, wiederum andererseits war mir Geld und Karriere nie so wichtig, wie Selbstverwirklichung und ein gutes Gefühl, bei dem was man macht und Begeisterung)
3) zufriedener durch mehr Verantwortung (momentan habe ich null Verantwortung im Job, führe bürokratisch meine Arbeit durch und bin Sektetärin für andere; was nicht nur schlecht ist, aber ich weiß, dass in mir noch ein bisschen mehr steckt)
4) ich brauche einfach etwas, woch ich mich wirklich mit ganzen Herzblut reinhängen kann, das geht bei meinem momentanen Job nicht wirklich, ich könnte mir vorstellen, das im kulturellen Bereich wirklich machen zu können)
5) wahrscheinlich würde ich es bereuene, wenn ich es nicht wenigstens versucht hätte
Kontra:
1) finde ich neben dem Fernstudium auch noch genug Zeit für die anderen Dinge, dich ich gern machen möchte (Theater, Klettern, Freunde, Ehrenamt)
ist es auch möglich, Teilzeit mit weniger als 20 Wochenstunden zu studieren? Wie ist eure Erfahrung, ist man dann nur noch mit dem Studium beschäftigt oder bleibt auch noch genug Zeit für andere Dinge? Den Ehrgeiz, mich da voll reinzuhängen, trau ich mir auf jeden Fall zu. Andererseits weiß ich aber auch, dass ich verkümmere, wenn ich gar nichts anderes mehr machen kann, als arbeiten und studieren, ich brauche einfach viele Projekte und das Treffen mit meinen Freunden
2) das Studium dauert mind. 6 Jahre, momentan lebe ich zwar allein, aber ich will irgendwann auch einen Partner und Familie; andererseits habe ich grad niemanden und hätte jetzt die Zeit für eine solche große Sache
3) Druck, es nicht zu schaffen (dadurch, dass ich in meinem Leben schon in ein paar Sachen versagt habe, z.b. durch das abgebrochene Studium, habe ich große Angst, wieder zu versagen. Ich weiß, dass dann mein Selbstbewusstsein sehr in den Keller gehen würde. Andererseits denke ich, wenn ich es deshalb nicht versuche, wäre das auch keine gute Lösung; denn ganz eigentlich bin ich ein großer Optimist und kann etwas schaffen (halt nicht immer))
4) Gefahr, dass Studiengebühren kommen (wenn dem so wäre, müsste ich das Studium sofort abbrechen, denn das könnte ich mir kein einziges Semester leisten. Leider gibt es hierzu keinerlei Auskünfte, wie wahrscheinlich oder unwahrscheinlich das ist)
5) Könnte ich es bereuen, dass ich die Zeit nicht für meine anderen Projekte (siehe oben) genutzt habe? Oder schaffe ich diese trotzdem? Wieviel Freizeit muss ich für das Studium opfern? Ich denke oft, jetzt bin ich doch jung und möchte Zeit haben, zu leben, zu tanzen, mich zu verlieben, Theater zu spielen - kann ich das alles trotzdem oder müsste ich das opfern???
6) kein klares Ziel, was genau ich damit eigentlich anfangen will (mein Ziel ist noch etwas verschwommen, ich will Kindern und Jugendlichen Theater und Literatur näher bringen, aber ich weiß gar nicht genau, ob das Studium dafür wirklich das richtige ist und in welchem Bereich ich genau dann später mal arbeiten will - andererseits denke ich mir, dass sich das in 6 Jahren näher rauskristallisiert und ich habe viele Ideen, die ich durch Praktika und Gesprächen z.B. mit KuWis und Theaterleuten klarer formen könnte, außerdem finde ich den gesamten Bereich so spannend, dass es mir schon Spaß machen würde, aus reinem Interesse mehr darüber zu erfahren)
Meine zwei größten Fragen, die sich aus diesen Überlegungen ergeben sind:
1. Soll ich es einfach versuchen, ob ich zeitlich nicht vielleicht doch einen Großteil dessen schaffe, was mich im Leben bewegt; also Studium UND Freizeit, Leben??? Vielleicht mir die Möglichkeit offen halten, aufzuhören und es nicht so schwer nehmen?
2. Soll ich diesen Traum begraben und mich intensiv um die anderen Ziele kümmern???
Ich danke euch schon jetzt, erstens mal, wenn ich ihr euch durch diesen Roman durchgekämpft habt und zweitens, wenn ihr mir helft, meine vielen Fragen und meine Verwirrtheit etwas aufzuklaren und mir somit bei meiner Entscheidungsfindung helft.
Viele liebe Grüße
sendet Euch
Kathrin
Comments
Luckyyy
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View profileKathrin,
herzlich Willkommen hier im Studienservice.
Ich finde es ganz, ganz toll, wie wohlüberlegt und strukturiert Du an Deine Entscheidung herangehst. Ich kann mich sehr gut in Deine Lage versetzen, weil ich mir die Entscheidung auch nicht leicht gemacht habe, wie Du Pro und Contra-Listen erstellte, hin- und herüberlegte.
Vor allem in Deinen Punkte 1 und 5 bei Deinen Pro-Argumenten finde ich mich wieder.
Im Nachhinein muss ich sagen, dass ich mich viel zu sehr unter Druck gesetzt habe, denn es ist keine Entscheidung, von der es kein Abrücken mehr gibt. So taten mir drei Schnuppersemester sehr gut, ich habe mich in verschiedenen Kursen ausprobiert und so Schritt für Schritt den Weg in die FernUni gefunden. Zeitlich bin ich demnach im sechsten, bei den KuWis aber erst im dritten Semester. Inzwischen kann ich mir gar nicht mehr vorstellen, ohne die Lernerei zu sein, auch wenn man die Unterlagen manchmal gern in die Ecke pfeffern würde. Meine familiäre Situation und zeitintensive Ehrenämter in der Behindertenarbeit (die ich für das Studium nicht canceln wollte) machen mir mehr als ein Teilzeitstudium nicht möglich, daher liegen mir die 6 Jahre auch manchmal im Magen, aber eine Einstellung mit weniger Druck, hilft mir sehr, das ganze Unterfangen gelassener zu sehen. "Der Weg ist das Ziel". Ich betrachte jedes Semester als persönlichen Gewinn, egal ob und wann ich das Studium am Ende beenden werde oder nicht.
Im Grunde musst Du ganz alleine entscheiden, aber Du kannst Dich auch wieder umentscheiden und hast trotzdem gewonnen und die meisten Menschen werden Dich für diesen Schritt bewundern. :)
Viele liebe Grüße
Lucky
:winke
DieBine
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View profileKathrin,
einfach anfangen, würde ich sagen. Ich hab damals auch überlegt, ob ich neben Mann, Kindern, sonst. Familie, Teilzeitarbeit, Haushalt, Bekanntenkreis, Sport-machen-und-noch-was-vom-Leben-haben-wollen mir DAS antue. Ich hab einfach mal (voller Zweifel) angefangen, hab mir das erste Modul schicken lassen und die erste Klausur war auch nur so lala. Im zweiten Semester war ich dann schon besser drin und nun ists (liebgewonnene) Routine, morgens und abends zu lernen und auch mit den Klausuren bin ich besser klar gekommen.
Dass du so viel überlegst, das ist wohl richtig so, aber bei vielem merkt man doch erst, wie es ist, wenn man einfach anfängt. Die Gefahr des Scheiterns besteht grundsätzlich immer, die Erfahrung hast du ja schon gemacht und die haben viele gemacht, die sich an der FUH einschreiben. Etwas anderes hat nicht geklappt, also wird dieser Weg hier gewählt - mir haben die Kinder mein erstes Studium "durchkreuzt", also versuch ichs hier.
Ich würde sagen: Fang einfach an, klar ist es erstmal Geld, das man ausgibt, aber dann weißt du, woran du bist und ob das hier überhaupt etwas für dich ist.
Herzlich,
Sabine
Kristina21
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View profilealso erstmal finde ich es super, wie Du an die Sache rangehst und was Du alles mitbedenkst und dass Du Dich überhaupt hier so öffnest. Also es ist richtig, dass Du es probiert haben musst, bevor Du wirklich sagen kannst, es ist mein Ding oder nicht. Du kannst alles nebenher machen was Du willst, wenn Du die richtige Grundmotivation und Selbstdisziplin mitbringst! Ich erzähl kurz von mir: ich habe das Studium selbst nach 2 abgebrochenen Studiengängen an der Uni angefangen, und habe vorher weder eine Ausbildung noch was anderes gemacht, bin also sozusagen direkt nach dem Abi hierhin. Am Anfang ist es super schwer, sich selbst zu motivieren, wirklich nach dem Sport / der Arbeit was auch immer zum Lernen hinzusetzen, aber dies ist eine klare Übungssache! Schau mal, ich habe lange Zeit bei einer tourenden Show nebenher gearbeitet, war dann 2mal im Ausland, und habe nun auch wieder 2 Jobs. Trotzdem kriege ich es unter einen Hut, es ist wirklich nur eine Frage der Motivation, Selbstplanung und vor allem Disziplin! Dafür kannst Du neben dem Studium viele tolle Dinge machen, die Du mit einem Präsenzstudium nicht machen könntest. mit deiner finanziellen Lage, das versteh ich gut, auch bei mir ist es so, dass ich mich allein finanziere, kein Bafög, keine zahlende Familie im Rücken, eher umgekehrt. Aber das wird durch ein Fernstudium eben möglich gemacht und Du hast ja einen Job bei dieser Bibliothek + bereits vorherige Berufserfahrung, da sollte es am ende sicher nicht so schwer sein, ins Berufsleben mit KuWi einzusteigen. Ein Versuch ist es wert und wenn es nicht klappt, ist es keine Schande!!
Liebe Grüße
buchling1980
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View profilevielen Dank für die lieben Antworten. Ihr seid wirlich klasse und das motiviert mich sehr. Was meint ihr zu meiner Motivation? Glaubt ihr, dass das der richtige Weg ist, um was mit Kindern und Jugendlichen im kulturellen Bereich zu machen?
Ich denke, ich werde es einfach versuchen. Ich habe auch die Fakultät für Kulturwissenschaften an unserer Uni in Tübingen angeschrieben (an der ich wegen fehlendem Hochschulzugang leider nicht studieren darf) und werde mich dort noch beraten lassen. Die sind super freundlich und beraten mich auch, obwohl ich ja woanders studieren möchte. Es gibt echt tolle Menschen auf dieser Welt, und ihr scheint mir dazu zu gehören. Vielen Dank schon mal für die positiven Antworten und wenn es noch mehr Infos gibt, her damit ;)
Ich freue mich auch, wenn der Austausch anhalten könnte, gerade auch dann, wenn ich wirklich starte!
Ganz liebe Grüße,
Kathrin
Miss Sophie
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View profileKathrin,
Ich kann deine Zweifel verstehen und wollte dich - wie meine Studienkollegen zuvor - zu einem Studium an der Fernuni ermuntern. Du schreibst vor allen Dingen, dass du mehr aus deinem Leben machen willst und mit der momentanen beruflichen Situation nicht ganz zufrieden bist. Na da ist ein Studium doch eine gute Sache.
Vielen von uns geht es hier so. Die meisten sind berufstätig (ich sogar Vollzeit), so dass wir alle die Stunden des Studiums, von unserer spärlichen Freizeit abknappsen müssen. Mit ein wenig Organisationstalent wird das aber auch klappen. Ich bin z.B. von dem Auto auf den Zug umgestiegen und habe so 2 Stunden am Tag, in denen ich lesen und lernen kann. Zusätzlich mache ich am WE, meistens Sonntags nachmittags noch 2 oder 3 Stündchen was und ich glaube, dass ich das Pensum so schaffe (bin allerdings erst im ersten Semester). Auf jeden Fall macht mir das Studium sehr viel Spass und dass ist für mich auch die Hauptsache. Ob es zu einem neuen, interessantern Job später führt - Who knows. Sollte ich irgendwann aussteigen, weil es mir zu viel wird, würde ich es nicht als Scheitern bewerten, sondern als gewonnene Erfahrung. Das Geld für das Studium ist sicher besser investiert, als wenn ich mir irgendwelchen Schnick Schnack dafür kaufen würde. Und dümmer wird man davon auch nicht.
Also nur Mut, du bist unter all den Selbstzweiflern hier gut aufgehoben.
Herzliche Grüße
Miss Sophie
Netti86
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View profileIch würde dir auch zumindest zu einem Versuch anraten, teste es einfach mal aus. Ich habe anfangs auch gedacht "Das ist nichts für mich" oder "Ich schaffe das nicht". Mittlerweile fühle ich mich pudelwohl an meiner 'Alma mater' und das Studieren macht mir großen Spass. Probier es einfach, verlieren kannst du nichts - ausser vielleicht "rausgeschmissenes Geld" wenn du abbrichst, aber das ist kein Grund, es nicht zu versuchen..
Myrmid
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Ich kann allen nur zustimmen - und möchte noch etwas zu deinen Bedenken betreffend Zeitaufwand für das Studium ergänzen:
Lass dich nicht von den angegebenen 20 Stunden Studien- und Lernaufwand für das Teilzeitstudium abschrecken - ich kann diese neben meinem VZ-Job und sonstigen Interessen (Freunden, Familie, Urlaub, Hobbies...) auch bei weitem nicht investieren und hab's voriges Semester trotzdem geschafft, sogar 2 Module mit Klausur abzuschließen! Mit ein wenig Organisation, Disziplin und Interesse (was bei dir ja sicher zur Genüge vorhanden sein dürfte), kann man oft viel mehr schaffen, als man sich vielleicht zunächst zugetraut hätte!
Also nur Mut, denn wenn du's nicht ausprobierst, wirst du's nie wissen
buchling1980
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View profileDanke für die lieben aufbauenden weiteren Nachrichten.
@Myrmid: wie viele Stunden brauchst Du denn ungefähr pro Woche? Das ist echt toll, das Du dann trotzdem 2 Module abgeschlossen hast. Herzlichen Glückwunsch. Wie hast Du Dich denn dann angemeldet? Ich hab in der Infobroschüre gelesen, man kann sich für 30%, 50%, 70% oder eben 100 % anmelden. Und bin ich dann daran gebunden? Oder kann ich mich z.B. für 30% anmelden und dann doch mehr machen?
Ich bin jetzt schon richtig gespannt. Ab 1.12. kann man sich ja anmelden. Wann startet dann eigentlich genau das Sommersemester? Ich will mir jetzt unbedingt schon mal aus der Bibliothek etwas Allgemeines über Kulturwissenschaften ausleihen und schon mal reinlesen. Apropos Bibliothek: In der Broschüre habe ich auch gelesen, dass die FernUni eine ganz tolle Bibliothek hat. Habt ihr euch da schon mal was ausgeliehen? Wie sind eure Erfahrungen damit? Wie macht man das dann - alles per Fernleihe oder gibt es da viel online? Ich wollte mich auch mal schlau machen, ob ich dann auch an der Bibliothek unserer Fakultät für Kulturwissenschaft hier in Tübingen ausleihen darf. Ich bin ja auch Mitarbeiter an der Uni, da müsste das bestimmt klappen.
Viele liebe Grüße
und eine gute Woche
wünscht Euch allen
Kathrin
papagorilla
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View profileAlso, dass man sich für n% anmelden kann, ist mir neu, man ordert die Kurse, die man für das jeweilige Modul benötigt und meldet sich dann für die Prüfung(en) an.
Ich hab mir auch für dieses Semster P2 und G1 vorgenommen, aber realistisch wird sein, dass ich P2 antrete und G1 erst im nächsten Semester als Wiederholer (also 1,5 Module in diesem Semester), mehr wird mit Vollzeitjob & Familie nicht drin sein.
Aber 20 Stunden hört sich mehr an als es ist: ich sehe das so: wochentags je 2 Stunden, am WE je 5 Stunden sind auch 20. (Gut, Donnerstag fällt aus, da ist Training, Mittwoch ist Stargate, Dienstag Dr House, und wann sollte man schon mit den Kindern was unternehmen, wenn nicht am Wochenende... aber trotzdem, summa summarum kommt man schon hin mit 20h, irgendwie, vielleicht. Tipp: 2 Wochen Urlaub vor der Klausur)
apropos Bibliothek: man kann sich natürlich auch was per Fernleihe in Hagen besorgen, aber vernünftiger ist die lokale Uni-Bibliothek, wenns sowas gibt. Ich kann mir nicht vorstellen, dass es da Probleme gibt.
Außerdem (ich sags immer wieder mal gerne): man sollte nicht in den Anfängerfehler verfallen und sich alles mögliche an Sekundärliteratur ausleihen (oder gar kaufen), so verlockend es auch ist. Man hat mit den Skripten genug zu tun, und überall gibts Reader dazu für die wichtigsten Texte. Nur nicht verzetteln.
Myrmid
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Also, meinen ungefähren Stundenaufwand pro Woche kann ich dir gar nicht so genau sagen - war mal mehr, mal weniger ;) Ich hab voriges Semester auch G1 als Wiederholerin und daneben G2 gemacht und beides dann innerhalb von 5 Tagen mit Klausur abgeschlossen. Laut FUH wäre damit ein Lernaufwand von 40 Std./Woche verbunden, was bei mir aber völlig utopisch ist. Ich schaff nicht einmal die vorgeschlagenen 20 für das TZ-Studium. Wenn man das ganze Semester dran bleibt, brav die Moodle-Übungsaufgaben macht und sich dann 2 Wochen vor den Klausuren noch intensiv Zeit für's Lernen nimmt, geht's aber schon. Werd aber in Zukunft nur mehr 1 Modul pro Semester bearbeiten und es wieder etwas gemütlicher angehen lassen ;)
Du kannst dich entweder als Teilzeit- (idR 1 Modul pro Sem.) oder als Vollzeitstudent (idR 2 Module pro Sem.) anmelden, von Prozentangaben weiß ich auch nichts :confused: Melde dich doch am besten erst mal als TZ-Student an, um zu sehen, wie du zurecht kommst - mehr machen kannst du dann ja immer noch! :) Du kannst ja auch mehrere Module ordern, um dich erstmal zu orientieren - du musst diese ja nicht alle im selben Semester abschließen, sondern kannst diese ja auch in den Folgesemestern als Wiederholerin belegen.
LG Myrmid
Dachs
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View profileBuchling, ich würde Dir raten es zu versuchen. Zumindest als Teilzeitstudium.
Wenn Du bereits ehrenamtlich im Kulturbereich tätig bist, läßt sich das möglicherweise durch strukturiertere Kenntnisse erweitern.
Ich denke, niemand kann sicher sein, ob die persönlichen Fähigkeiten für einen Abschluß ausreichen. Selbst eine längjährige und durch die erzielten Ergebnisse erfolgreiche Berufstätigkeit gibt nicht mehr Sicherheit.
Wenn das Studium Dein Ding ist, wird sich das schon zeigen ........
Kuhlmann
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View profileIch möchte mich kurz fassen, da eigentlich schon alles gesagt worden ist: Versuch es. Probieren geht über studieren! ;)
Gruß
Dennis
MrWinters
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View profileKathrin
was die Dauer des Studiums betrifft: mich hat das mit beinahe 46 zuerst auch etwas abgeschreckt, als Teilzeitstudent 6 Jahre die Unibank zu drücken, aber dann hab ich mir gesagt: was solls - ist doch nur Zeit :rolleyes:. Probier es einfach - eigentlich ist jeder Studienbrief, den du liest und bearbeitest, keine verlorene Zeit, weil er dir Wissen vermittelt, dich zum Nachdenken anregt, dir indirekt vielleicht auch neue Ideen und Anregungen gibt, selbst wenn du irgenwann doch, aus welchen Gründen auch immer, abrichst. Und durch die Modulstruktur des Studiums ist jede bestandene Prüfung auch über einen längeren Zeitraum gültig, d.h. wenn du mal aus privaten Gründen ein Semester oder zwei aussetzen musst/willst, verfallen deine Prüfungsergebnisse ja erstmal nicht und du machst dann einfach weiter. Auch die Zeiteinteilung bezüglich der 20 Wochenstunden ist nur eine durchschnittliche Angabe - wenn du weniger Zeit hast oder mal eine Woche in Urlaub bist :cool:, versuch es nachzuholen; wenn es in einem Semester mit der Bearbeitung insgesamt langsamer läuft, melde dich einfach erst im nächsten Semester zur Prüfung an; das verlängert natürlich erstmal die Studiendauer, aber evt kannst du dann im kommenden Semester zwei Prüfungen machen - ansonsten: ist doch nur Zeit :D . Solange es dir Spaß macht, glaube ich, bringt es auch was. Und: man weiß nie, wer einem während des Studiums über den Weg läuft, welche Kontakte man knüpft - vielleicht bringt dich das dann auch beruflich weiter auf deinem Weg ;).
Deshalb: Augen zu :eek: und anmelden
Alles Gute und vielleicht demnächst in Moodle oder hier
buchling1980
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View profileihr habt mich alle absolut überzeugt, ich versuche es jetzt einfach, werde mich am 1.12. anmelden, erst mal als Akademiestudent (hab kein Abi, deswegen der Umweg, der ja eigentlich kein so großer Umweg ist). Vielen Dank nochmal für eure Unterstützung und aufmunternde Beiträge.
Ist hier zufällig auch jemand aus Baden Württemberg (Reutlingen, Tübingen, Stuttgart)?
Ich melde mich auf jeden Fall bald wieder, die nächsten Fragen kommen bestimmt spätestens im Dezember :)
Liebe Grüße,
Kathrin
DieBine
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View profileKathrin,
Glückwunsch zur Entscheidung!!! Wie gesagt, einfach loslegen ist der beste Weg in dieser Sache, meine ich :)
Viel Spaß + wann immer Fragen sind, hier ist ja immer jemand da!
Herzlich
Sabine
z091
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View profileDie Studiengebühren kommen zum WS 10/11. (außer wenn CDU+FDP in NRW abgewählt wird, wo es zur Zeit ja nicht nach aussieht).
Allerdings sollte man erwähnen, dass das Modell so geplant ist, dass Leute die Teilzeit studieren, auch nur anteilig Studiengebühren zahlen sollen. Wie das genau ausgestaltet wird, wurde noch nicht bekanntgegeben. Das ganze stand so in meinem Willkommensschreiben zur Fernuni in diesem Semester. Zur Höhe hat man sich ebenfalls ausgeschwiegen
Semi
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View profileNicht jeder Teilzeitstudent braucht automatisch länger. Ich kann als Teilzeitstudentin ja auch 2 Module pro Semester belegen und bin dann genauso schnell fertig. :cool