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Vorkenntnisse

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eigentlich belege ich als Akademiestudi einige Informatik-Kurse.
Daneben schiele ich aber auch interessiert auf Mathe.
Mich würde brennend interessieren, ob es Mathe-Studenten gibt, die ohne Matur (auch ohne FH), aber mit ensprechender Vorbereitung (autodidaktisch, Brückenkurse etc.) via Akademiestudium in den Mathe-Bachelor eingestiegen sind und soweit mithalten. Gerne würde ich etwas über die erfahren, welche Vorbereitungen vor dem Studium sich als besonders hilfreich erwiesen haben.
Danke und Grüsse aus Zürich,
Bernhard

Comments

Schulmathe als Voraussetzung für ein Mathestudium ist manchmal eher hinderlich. Gut, in Analysis bringt es gewisse Vorteile. Die liegen aber nur in "Rechenkniffen" und da haben die Gymnasiasten schon von der Mittelstufe an einen ganz anderen Schliff. Ansonsten besteht zwischen Schule und Hochschule inhaltlich und methodisch ein himmelweiter Unterschied. Die Schulmathematik ist, gelinde gesagt, auf dem Stand von vor 100 Jahren. Ich weiß wovon ich rede, denn ich habe selbst mittlere- und Fachhochschulreife und gebe Nachhilfe. D.h. also auf der einen Seite stehen selbst Einser-Abiturienten in den entscheidenden Fragen völlig auf dem Schlauch (daher auch die hohe Abbrechquote) auf der anderen Seite wirst du so oder so Jahre brauchen um den "Vorsprung" einzuholen. Fazit- nix wie ran :)

Gruß Alex

Da die Schulmathematik im Studium eh schnell abgehackt ist, kannst du dich gleich vom ersten Tag an das Tempo in einer Universität gewöhnen. Fehlende Vorkenntnisse sind im Mathematikstudium daher irrelevant. Mathematisches Verständnis und/oder harte Arbeit dagegen absolut notwendig.

ezhik wrote:

Da die Schulmathematik im Studium eh schnell abgehackt ist, kannst du dich gleich vom ersten Tag an das Tempo in einer Universität gewöhnen. Fehlende Vorkenntnisse sind im Mathematikstudium daher irrelevant. Mathematisches Verständnis und/oder harte Arbeit dagegen absolut notwendig.

Was heißt hier abgehakt? Wer im Haupt- oder Nebenfach Mathematik studiert sieht sich von Anfang an haupsächlich mit Methoden und Inhalten konfrontiert die in der Schule nie behandelt wurden! Deshalb kommen selbst Einser Abiturienten schnell ins Schleudern. Die andere Seite ist leider die, dass die Inhalte und Methoden der Schule durchaus benötigt werden (und zwar laufend). Hier haben Leute mit mittlerem Bildungsweg leider erhebliche Nachteile. Man sollte stark motiviert sein wenn man sich für dieses Fach entscheidet, insbes . wenn man mit Realschulbildung rangeht ("aufgesetzte" Fachhochschulreife nutzt meiner Erfahrung nach wenig). Sportsgeist und Durchhaltewillen lohnen sich aber! Wenn man erst mal im "Fahrwasser" ist, ist das Studium durchaus überschaubar. Das kann leider Jahre dauern und da geben die meisten leider auf. Mein Tip- die Kurse einfach so lange wiederholen bis der Groschen gefallen ist. Im (ersten) SS aussetzten und in Ruhe das nächste WS für den Wiederholungsfall vorbereiten. Noch ein Literaturtip zum Einstieg: "Mathematik verständlich dargestellt" von Herbert Meschkowski. In diesem Buch geht es gerade um Methoden und Inhalte der Hochschule- nicht der Schule.

Gruß Alex

Besten Dank für die Hinweise!
Mathe ohne Abi scheint also zumindest mal denkbar zu sein.
Ich werde also zum 1141 zusätzlich den 1104 zu belegen. Wenn ich den 1104 raffe, gebe ich Mathe den Vorzug. Falls nicht, schaue ich dann ob die Rückfallposition Inf (1141) heisst, oder Mathe mit aussetzen/wiederholen ist.
Den Meschkowski beschaffe ich mir gerne. Ich hoffe, dass ich mit meinen weiteren vorbereitenden Mathe-Studienhilfen zu LA und Ana1/2 (Fachbuchverlag Leipzig bei Hanser) im richtigen Fahrwasser bin.
Grüsse, Bernhard

neckartaler wrote:

...

Die andere Seite ist leider die, dass die Inhalte und Methoden der Schule durchaus benötigt werden (und zwar laufend).

...

Gruß Alex

Ergänzung:

Meine Erfahrungswerte stammen aus einer Präsenzuni. Die Schulmathematik empfand ich persönlich als eher hinderlich. Über die Kurse an der Fernuni kann ich leider nichts konkretes sagen.

btw:

Viel Glück [URL="https://www.studienservice.de/member.php?u=16406"]bernhard65[/URL]

ezhik wrote:

Ergänzung:

Meine Erfahrungswerte stammen aus einer Präsenzuni. Die Schulmathematik empfand ich persönlich als eher hinderlich. Über die Kurse an der Fernuni kann ich leider nichts konkretes sagen.

Die Kurse an der FernUni unterscheiden sich nicht von den an anderen Unis. Ein Studienkollege von meinem Studienzentrum, der von der Uni Heidelberg zur FernUni gewechselt ist meinte, dass das Hagen Niveau sogar höher sei. Das mit dem hinderlich habe ich ja auch schon formuliert. Das betrifft aber die grundlegenden methodischen Ansätze (Axiomatik, Formalismus) die in der Schule leider völlig ausgeblendet sind (obwohl sie ja auch für Fächer wie Informatik oder theoretische Physik von zentraler Bedeutung sind). Für Leute mit "mittlerem Bildungsweg" die die "Mittelstufe" auf der Realschule absolviert haben und/oder die "Oberstufe" auf dem einjährigen Berufskolleg gibt es aber leider eine traurige Kehrseite die sicher auch für Fächer wie Maschinenbau oder Festkörperphysik ein großes Problem darstellen. Das macht sich insbes. in Analysis, aber auch in LA bemerkbar. Ich selbst war auf der Realschule, habe Fachhochschulreife mit einjährigem BK und gebe Nachhilfe für Gymnasiasten und Realschüler. Es gibt zwischen Gymnasium und "mittlerem Bildungsweg" einen himmelweiten Unterschied im Training an "klassischen Rechenkniffen" die durchaus auch für das Mathestudium von Bedeutung sind und für uns eine zusätzliche, erhebliche Erschwernis bedeuten. Das ist aber bewältigbar. Wir sind uns ja mit dem Ratschlag an Bernhard einig, dass er nix wie ran soll ans Studium und keine Zeit mit "Nachholen" von "schulischen Defiziten" verschwenden soll. Ich setze da noch ein "nicht entmutigen lassen und eben die ersten Kurse so lange wiederholen bis die Einsendeaufgaben locker von der Hand gehen" drauf :) Es lohnt sich!

Gruß Alex

Da habe ich mich während der letzten Monaten innerlich von Inf neu auf das Ziel Mathe ausgerichtet und nun diese düsteren Neuigkeiten im feu-Mathe-thread. Wenn ich als Akademiestudi dannzumal also meine drei LN habe, ist eine Einschreibung in Mathe-BSc (SS09) vielleicht gar nicht mehr möglich, oder führt nicht zum Ziel, weil die Akkreditierung ca. 2012 möglicherweise nicht erneuert wird.
Anderseits glaube ich (noch) nicht, dass bei DER fern-UNI Mathe tatsächlich wegfallen wird. Ich kann mir nicht vorstellen, dass das die Antwort des deutschsprachigen Fernuni-Bereichs auf z. B. die grossen, sich formierenden fernöstlichen Elite-Unis sein wird (ich danke im voraus auf Hinweise darauf, dass ich da Äpfel mit Birnen vergleiche).
Würde mich wundernehmen, wie Ihr das sieht.
Gruss, Bernhard

Kenne das Problem nur "gerüchteweise" d.h. von studentischen Beiträgen in den fu-newsgroups. Ich kann mir aber nicht vorstellen, dass sich die FernUni durch Streichung der Mathestudiengänge (noch mehr) "provinzialisiert". Selbst wenn- es gibt immer noch die OU. (Fach-) Englisch sollte man heute sowiso können. Da zunehmend Mentorkurse in Mathe zusammengestrichen werden bietet die FernUni gegenüber der OU eh weniger Vorteile ;)

Gruß Alex

Hallo\

bernhard65 wrote:

... ist eine Einschreibung in Mathe-BSc (SS09) vielleicht gar nicht mehr möglich, oder führt nicht zum Ziel, weil die Akkreditierung ca. 2012 möglicherweise nicht erneuert wird.
Anderseits glaube ich (noch) nicht, dass bei DER fern-UNI Mathe tatsächlich wegfallen wird ...


Lass Dich nicht verückt machen. Ich habe die Diskussion im Matheforum gelesen und habe den Eindruck das ist vor allem Frustabbau und unnötige Panik. Sowie ebenso unnötiges wie dummes Polemisieren gegen andere Fachbereiche.
Das Problem, dass verschiedene Hauptstudiumskurse nur in größeren Zeitabständen angeboten werden scheint schon länger zu bestehen und ich würde nicht erwarten, dass sich das bessert. Zumindest nicht, wenn die Zahl der Mathestudenten nicht nach oben schnellt.
In den Beiträgen heißt es auch, das für zwei Professorenstellen ein Berufungsverfahren läuft. Frage Dich selbst, klingt das nach Einstellung der Mathematikstudiengänge?
Nur weil die Berufungen sich verzögern bzw. nicht übers Knie gebrochen werden gleich die Schließung des Fachbereichs zu postulieren ist doch wohl etwas albern.

Ich hoffe zumindest, dass ich jetzt nicht blauäugig bin.;)\

neckartaler wrote:

... es gibt immer noch die OU ...


Wenn ich mir die Preise der Open University ansehe, wäre es wohl, wenn überhaupt, nur eine absolute Notlösung.

Grüße
Stefan

Stefan Obermaier wrote:

,

Wenn ich mir die Preise der Open University ansehe, wäre es wohl, wenn überhaupt, nur eine absolute Notlösung.
\

Das stimmt wenn man das bisherige "Preis-Leistungsverhältnis" für ein Mathestudium zum Vergleichen nimmt. Der Fachbereich war und ist klasse. Hoffen wir, dass das so bleibt und nicht der Rotstift wütet. Leider wurden bereits an meinem Studienzentrum (Karlsruhe) die Mentorkurse für HF/NF Mathematik gestrichen. Das liegt natürlich nicht an der FernUni, da das SZ von der Uni Karlsruhe betrieben wird. Bedauerlicherweise scheint das aber auch im allgemeinen Trend zu liegen. Dem kann man nur mit Engagement entgegenwirken. Die OU hat jedenfalls ein gigantisches Angebot- auch wenn sie deutlich teurer ist- da kann die FernUni nicht mithalten

Gruß Alex