Es geht zwar um den M³ bzw. das Diplom, aber das ist ja auch egal, im Bachelor gibt es ja auch Wahlfächer. Nehmen wir mal an, ihr müsst euch aus der folgenden Liste 4 Prüfungen raussuchen (pro Katalog nur eine):
[U]Katalog[/U] Grundstudium:
SS 0xxxx Stochastik (ab SS 2010)
WS 0xxxx Maß- und Integrationstheorie (ab WS 2009/10)
SS 01270 Numerische Mathematik I
[U]Katalog A[/U]: Analysis
WS 01243 Anwendungsorientierte Funktionalanalysis
WS 01335 Gewöhnliche Differentialgleichungen
[U]Katalog B[/U]: Grundlagen der Mathematik und Algebra
SS 01321 Mathematische Grundlagen der Kryptografie
[U]Katalog C[/U]: Geometrie und Topologie
SS 01212 Lineare Optimierung
WS 01306 Graphentheorie
[U]Katalog D[/U]: Numerik
SS 01281 Mathematische Methoden der Physik und Technik
WS 01372 Numerische Mathematik II
[U]Katalog E[/U]: Stochastik
SS + WS 01361 Angewandte Statistik
Ich kenne meine Neigungen und Interessen, aber irgendwie weiß ich deswegen noch lange nicht, was mich in den verschiedenen Kursen erwartet oder wie anspruchsvoll so ein Kurs ist. Und vielleicht ist da ein Kurs dabei, den ich rein vom Name her überhaupt nicht auswählen würde, der aber vielleicht wahnsinnig interessant ist. Die Kursbeschreibung gibt zwar halbwegs eine Richtung vor, besser wäre aber mal das Kurs-PDF zu lesen.
Wie geht man bei der Entscheidung von Wahlkursen ran (ohne jetzt konkrete Beispiel für o.g. Kurse zu geben)? Ich möchte halt nicht für 100 Euro einen Kurs investieren, der mir dann möglicherweise gar nicht gefällt/liegt.
Comments
theta
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View profileAlso,
ich habe bis jetzt immer Bücher von 3euro bis 10euro bei ebay gekauft,
und in wikipedia über die Mathe. Teilgebiete gelesen.
(mache Artikel sind wirklich lang, dadurch kann man schon einen Einblick ins Thema werfen)
somit kann ich einiges zu den Fächern beitragen:
nützlich schauen sie alle aus, sowas wie
"ultimativ geile Algebraischen Topologischen Räume" ist nicht dabei,
somit kommt es nur auf Geschmack an.
Ich selber würde schon Mathe. für Physiker und Kryptografie mitnehmen,
vom Schwierigkeitsgrad her sind beide auch ok,
Kryptografie ist eigentlich lineare Algebra
und in Mathe für Physiker wird alles auf 3 dimensional und 2te Ableitung reduziert,
dadurch hat man auch ein Stück von Physik und Informatik.
Was mich nicht so reizt ist Gewöhnliche Differentialgleichungen,
von Theorie her ist es nur ein schmales Gebiet von Analysis,
sonst schaut das ganze wie reine Rechnerei aus.
Bis jetzt finde ich allgemein die diskreten Sachen ein wenig interessanter als die endlosen kontinuierlichen Dinge
(geht es bei allen, oder den meisten so?:rolleyes:)
Lineare Optimierung wäre auch eine gute Wahl, sieht nicht so schwer aus, (ist halt auch nur lineare Algebra) dazu ist der Prof. noch grosszügig.
Was Numerik oder Statistik betrifft, sage ich, mach erst Numerik 1 und Stochastik, dann kannst du dir immer noch entscheiden.
Numerik 1 schaut übrigens nicht so einfach aus:cool:
Zur Zeit beschäfige ich mich ein wenig mit Kombinatorik, Kolmogoroff, Bernoulli usw.,
finde ich total lustig, überhaupt das lustigste Thema bis jetzt!:p
Fratz
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View profileJa ja, ich weiß schon woher der Satz kommt. :D Aber vielleicht ist das ja wirklich interessant!\
Das habe ich mir auch schon gedacht, zumindest was die Kryptographie betrifft.
Bei der Mathematik für Physik/Technik (den hätte ich auch gern gewählt, weil ich Elektrotechnik studiere) hat mir ein Mitarbeiter der Fernuni Hagen (Dr. Wiegner, Analysis) aber den Kopf gewaschen. Ich habe da einen Bezug zur Ingenieurmathematik vermutet, damit lag ich aber voll daneben. Das hat mich dann eher deprimiert.\
Echt!? :confused:\
Ich vermute da viel komplexe Zahlen, für einen angehenden Elektrotechniker kann das eigentlich nicht falsch sein.
BTW: Wenn es gewöhnliche Differentialgleichungen gibt, gibt es dann auch ungewöhnliche/außergewöhnliche Differentialgleichungen (ja ja, partielle, aber warum nennt man sie so komisch)? Und wie weit ist es bis zur Funktionalanalysis?\
Ist Lineare Optimierung und Graphentheorie nicht irgendwie sehr ähnlich? Ich dachte immer die Lineare Optimierung setzt auf der Graphentheorie auf!?\
Numerik ist ja nach meinem Verständnis auch eher "mathematische Informatik". Oder? Das würde ich dann gern vermeiden.
Ansonsten würde ich wohl Statistik erst dann machen, wenn ich Wahrscheinlichkeitstheorie absolviert habe. Das wären dann aber gleich zwei Module.\
Klingt nach Wahrscheinlichkeitstheorie, also direkt neben der Stochastik. Nein?
BTW: Welchen Bernoulli denn, gibt ja nicht nur einen:
[URL="https://de.wikipedia.org/wiki/Bernoulli"]Bernoulli ? Wikipedia[/URL]
theta
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View profileIch denke in Mathe für Physik geht es darum
den Mathe.begriffen physikalische Bedeutungen zu verleihen, wie:
wir kennen aus Analysis die übliche Form einer Funktion f(x),
wobei man gar keine Gedanken machen muss/soll, was f bedeutet.
In Physik wird alles konkreter
in Physik heisst f(x) dann z.B. d(t)
d'(t) = v
d"(t) = Beschleunigung
d'''(t) wäre in Physik ziemlich sinnfrei.
Darum sage ich es wird alles auf 3 Dimensionen und 2te Ableitung beschränkt.
zu Kryptografie weiss ich so viel:
man kann 26 Alphabete auf 26 natürliche Zahlen abbilden.
somit wäre"Fratz" (6,18,1,20,26)=:f
Wenn James Bond einen Verräter namens Fratz ermittelt hat,
dann multipliziert er (6,18,1,20,26) zu einer invertierbaren Matrize M,
die nur Moneypenny weiss.
das Ergebnis fM=:g wäre dann wieder ein 5 dimensionaler Vektor.
Er sendet diesen Vektor an Moneypenny, und sie macht gM^(-1),
dann bekommt sie wieder "Fratz":D
Abgesehen davon, weiss ich dass die Prof. die Kryptografie macht,
ist Frau Unger, und zufällig hat der Beutelspacher auch ein Buch über Kryptografie geschrieben.
Somit denke ich Kryptografie ist nicht so weit von LA entfernt;)
Bei Gew. Dgl. geht es hauptsächlich nicht um komplexe Zahlen.
Die Grundgedanken sind einfach:
wir haben eine Gleichung die so aus sieht:
F(x,y,y',y",y'",y""......)=0
gesucht wird eine Funktion
y=f(x)
z.B. F(x,y,y')=2x-y'=0 hat offenbar die Lösung y=x*x
Die verschiedenen Gleichungstype die im Kurs behandelt werden,
heissen "gewöhnlich" weil sie schon eine Lösung besitzen.
Es gibt auch "ungewöhnliche" Gleichungen, die keine Lösung oder nur numerische Lösung besitzen.
Dazu gibt es ein paar Sätze,
mit denen man prüfen kann, ob ein Dgl. eine Lösung hat,
und wenn dann nur eine eindeutige Lösung,
aber in der schriftlichen Klausur ist das gar nicht relevant,
man muss nur lösen können.
Analysis mit komplexen Zahlen heissen dann Funktionstheorie.
Lineare Optimierung und Graphentheorie gehören sowieso zu einem Haufen,
du kannst [media=asin]3834800848[/media] kaufen, soll ein Standardwerk zu den diskreten Problemen sein.
Zu Stochastik gehören Wahrscheinlichkeit und Statistik
und Kombinatorik ist ein Teil der Wahrscheinlichkeit.
Über Bernoulli liest man [URL="https://de.wikipedia.org/wiki/Bernoulli-Verteilung"]hier[/URL]
Lern doch zu erst Analysis und LA, dann irgendwo irgendwann im Kurs werden andere Themen erwähnt.
Diese James Bond Geschichte habe ich übrigens im Skript LA1 gelesen:p
theta
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View profileGelöscht wegen Verdoppelung
doppelpi
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View profileich habe meine Wahlfächer durchaus nach Interesse gewählt und bin bis jetzt mit allem klar gekommen (ausser Hom. Algebra - da muss ich noch mehr Grundlagen aufbauen.)
Wenn du Überraschungen fürchtest, setz dich mal in Hagen (oder im Studienzentrum) in die Bib und les die Vorworte, Inhaltsverzeichnisse und vielleicht kurze Teile der zur Auswahl stehenden Kurse.
PS: Mit M3 und Diplom habe ich nicht so ganz verstanden wie das läuft bei dir - aber fürs Diplom sind zwei passende Kurse für die FP jeweils wünschenswert.
Fratz
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View profileKlar, ins Studienzentrum gehen und einfach mal die Kursunterlagen durchblättern, die haben doch alle da. Für mich ist das ein 10-Minuten-Weg mit dem Fahrrad. Die Idee ist so einfach und naheliegend, dass man selber nicht draufkommt!
Fratz
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View profileNun betrifft mich das ja frühstens ab Herbst mit den Wahlfächern und man möchte meinen, ich soll mich erst mal um den Abschluss der 4 Einführungskurse bemühen (Analysis, LinA), was ja auch richtig ist.
Jetzt stoße ich aber auf ein ganz anderes Problem: Was nützt die beste Planung von oder Interesse an bestimmten Wahlkursen, wenn die Kurse nur unregelmäßig angeboten werden? Beispiele:
Kurs 01339 Einführung in die Funktionentheorie
Wintersemester 2005/2006
Wintersemester 2006/2007
Wintersemester 2007/2008
(also nicht im WS 08/09)
Kurs 01340 Funktionentheorie I
Wintersemester 2002/2003
Sommersemester 2006
Wintersemester 2008/2009
Kurs 01341 Funktionentheorie II
Wintersemester 2004/2005
Wintersemester 2006/2007
Sommersemester 2009
Mit Funktionentheorie I darf man also frühestens wieder im SS 2011 rechnen, falls sich die Pausen nicht verkürzen.
Sind solche "Wartezeiten" normal bei den Mathematik-Kursen?
doppelpi
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View profileJein. Für spezielle Diplomkurse ist das durchaus normal - darum eben auch langfristig planen! (Wenn du die LG fragst werden sie dir sagen wann der Kurs das nächste Mal geplant ist. feu.mathematik.diskussion hilft hier auch.
Allerdings sind alle o.g. Kurse für den M3 auch im BSc und die Wartezeiten sind erheblich kürzer. Insbesondere die Pflichtkurse werden jedes Jahr angeboten.
Funktionalanalysis gehört nicht dazu (und für den M3 wirst du sie nicht brauchen.)