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Was braucht man fürs Studium?

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ich beginne im WS 07/08 mein Studium an der FU im Bereich Mathe/Inform. Nun stehe ich vor der Frage, welche Software-Grundausstattung sinnvoll ist.

Mein erster Gedanke war, alles über Opensource laufen zu lassen. Also OpenOffice, LaTex, Octave, Linux...
Ich habe aber festgestellt, das man damit doch sehr unproduktiv ist.

Wie auch immer...bestehen die Profs auf LaTex oder ist das egal?

Gruß,
Gobal667

Comments

Es ist den Profs ziemlich egal, was du auf deinem Rechner hast, und auch sonst studiert man eigentlich eher mit dem Kopf und mit Papier und Stift.

Du wirst irgendwann mal eine Abschlussarbeit und davor einige Seminararbeiten schreiben. Dafür ist Latex natürlich sehr zu empfehlen, allerdings gerade weil man damit produktiver ist und weil die Ergebnisse wesentlich besser aussehen. Mit OpenSource oder Linux hat das herzlich wenig zu tun.

chris* wrote:

Es ist den Profs ziemlich egal, was du auf deinem Rechner hast,
.

Ich habe anderes gehört...\

und auch sonst studiert man eigentlich eher mit dem Kopf und mit Papier und Stift.\

Im Allgemeinen täte Dir wohl etwas Bescheidenheit ganz gut. Geh' mir aus der Sonne.
\


Du wirst irgendwann mal eine Abschlussarbeit und davor einige Seminararbeiten schreiben. Dafür ist Latex natürlich sehr zu empfehlen, allerdings gerade weil man damit produktiver ist und weil die Ergebnisse wesentlich besser aussehen. Mit OpenSource oder Linux hat das herzlich wenig zu tun.\

Kein Grund den Herrenmenschen raushängen zu lassen, meine ich.
Meine Wahrnehmung ist eine andere.

Herzlichst,
global667

Auf jeden Fall ist deine Wahrnehmung meines Postings auch sehr seltsam. Mir solls egal sein.

Is ja ok, die Antwort kam halt so rüber.

Also ich verwende auch schon für die Einsendeaufgaben LaTex (und zwar die mit MikTex und TeXnicCenter). Ist zwar in der Erstellung vielleicht etwas aufwendiger, dafür hat man dann auch schon Übung, wenn man das Programm dann für Seminararbeiten usw. benötigt.

Grundsätzlich finde ich, dass LaTex für mathematische Text/Aufgaben/usw. wirklich super ist.

Außerdem verwende ich Matlab und Maple um zum Beispiel Matrixrechnungen zu überprüfen oder für Lineare Optimierung. Diese beiden Programme sind aber nicht zwingend notwendig. Für Lineare Optimierung beispielsweise gibt es OpenSource-Programme und Octave hast du ja schon erwähnt.

Liebe Grüße
Lisa

Alternativen zu LaTex

Hallo Lisa,

natürlich ist LaTex eine gute Wahl, aber gibt es keine Alternativen? Kennt jemand ein PlugIn für OpenOffice, oder hat jemand Erfahrung mit MathType für MS Office?

Übrigens habe ich auch Maple (11). Ich dachte -ich muss sagen, ich habe es erst seit einer Woche - dass man damit die Aufgaben auch editieren/formatieren kann. Natürlich ist es in erster Linie ein CAS-Tool.

Lisa/Alle, wie sind da Deine Erfahrungen mit Maple?

Gruss,
global667

Zu Latex: da gibt es einen ganzen Stall voll komfortabler WYSIWYM Editoren. Ich verwende Lyx. Lyx arbeitet mit einem eigenen Format, verwendet aber die Latex Befehle der Mathe-Umgebung und erlaubt Latex Im- und Export. In Lyx eingegebene Latex Befehle werden sofort an der Grafik in das jeweilige Formelzeichen umgewandelt => nur wenig Konzeptarbeit erforderlich.

Allgemein muss ich Chris rechtgeben. Es ist völlig wurscht was du auf dem Rechner hast. Ein Computeralgebra Programm ist zwar recht nett, für die allermeisten Aufgaben im HF/NF Mathe aber völlig unbrauchbar. Auch in Informatik zählt in erster Linie die Kopfarbeit. Natürlicher ist es schön wenn man auch ausprobieren kann was man sich da so zusammenprogrammiert. Der Einstieg erfolgt ja mit Pascal und gibt es von der Uni eine alte Turbo Pascal IDE. Selbst habe ich die Kommandozeilenversion vom fpc verwendet (sehr komfortabel) in Verbindung mit einem Editor (vim). Die fpc IDE ist ein Turbo Pascal Nachbau und das Ding finde ich einfach gruselig. Ein weiteres Schmankerl von fpc ist die IDE Lazarus (ein Delphi Nachbau). Dann geht es eh mit Java weiter und da ist Eclipse sowiso unschlagbar.

Gruß Alex

LaTex:
Wie gesagt ich habe jahrelang mit LaTex "gearbeitet". Unter KDE mit Kile, aber ich finde es halt nicht so Produktiv wie MS Office. Allerdings hat MS Office ja die bekannten Schwächen (lange Datein, verrutschte Formatierung...), dann gibts noch Scientific Word, aber das hat die Usability von vor 100000000 Jahren.
Am geilsten wäre ein Maple-PlugIn gibt es aber meines Wissens nicht.
Also nochmal: Benutzt jemand MathType oder ein ähnliches PlugIn für OpenOffice/StarOffice ?

Gruss,
global

PS @Alex
Der Kurs "Imperative Programmierung" (ich glaube, das war 01613) läuft mit Pacal/Delphi; habe ich das richtig vertstanden?

global667 wrote:

Der Kurs "Imperative Programmierung" (ich glaube, das war 01613) läuft mit Pacal/Delphi; habe ich das richtig vertstanden?

1613 läuft mit Standard-Pascal. Es wird eine uralte Turbo-Pascal-Version zur Verfügung gestellt, die Einsendeaufgaben werden automatisch mit dem GNU Pascal Compiler überprüft. Die Kursleitung legt aber großen Wert auf die Tatsache, dass implementierungsspezifische Eigenschaften nicht benutzt werden dürfen.

chris* wrote:

1613 läuft mit Standard-Pascal. Es wird eine uralte Turbo-Pascal-Version zur Verfügung gestellt, die Einsendeaufgaben werden automatisch mit dem GNU Pascal Compiler überprüft. Die Kursleitung legt aber großen Wert auf die Tatsache, dass implementierungsspezifische Eigenschaften nicht benutzt werden dürfen.

Jau- so isses. Delphi- also objekt Pascal- spielt überhaupt keine Rolle (es geht um den "imperativen Kern") und eine Visual Programmierumgebung a la Delphi (z.B. Lazarus) ist völlig nutzlos für den Kurs. Mich hat es aber sehr motiviert, dass es so etwas gibt weil das Geschrei z.B. im Bekanntenkreis oder auch in der Newsgroup vom Kurs, dass Pascal "total veraltet" sei groß war. Standard-Pascal verhält sich zu object Pascal ähnlich wie C zu C++ bzw. Java. Das wollte ich selbst nachvollziehen und es hat mir sehr geholfen mich für den Kurs zu motivieren.

Gruß Alex

global667 wrote:

LaTex:
Wie gesagt ich habe jahrelang mit LaTex "gearbeitet". Unter KDE mit Kile, aber ich finde es halt nicht so Produktiv wie MS Office. Allerdings hat MS Office ja die bekannten Schwächen (lange Datein, verrutschte Formatierung...)
\

Also was ist bitte an Office Programmen produktiv. Das ist wirklich für den "kaufmännischen Schnelleinsatz" gedacht und nicht zum ernsthaft arbeiten. Such einfach mal nach WYSIWYM Editoren für Latex. Lyx z.B. geht sehr flott und ist ideal für die Einsendeaufgaben.

Gruß Alex

global667 wrote:

LaTex:
Also nochmal: Benutzt jemand MathType oder ein ähnliches PlugIn für OpenOffice/StarOffice ?

Ich habe sowohl mit dem OpenOffice-PlugIn als auch mit dem Gegenstück in MS Office gearbeitet und bin überhaupt nicht zufrieden damit. Für ganz einfach Dinge mag es ja noch reichen, obwohl ich die mangelnde Formatierbarkeit immer nervig fand, aber sobald es auch nur ein bisschen komplizierter wird, finde ich es unbrauchbar und würde auf jeden Fall LaTex den Vorzug geben. Wenn man sich mal eingearbeitet hat, ist es auch nicht mehr so kompliziert, wie es vielleicht am Anfang scheint.

neckartaler wrote:

Also was ist bitte an Office Programmen produktiv. Das ist wirklich für den "kaufmännischen Schnelleinsatz" gedacht und nicht zum ernsthaft arbeiten. Such einfach mal nach WYSIWYM Editoren für Latex. Lyx z.B. geht sehr flott und ist ideal für die Einsendeaufgaben.

Gruß Alex

Eine weitere Alternative für einen Editor wäre z.B. auch TeXnic-Center. Der ist wirklich einfach zu bedienen und die benötigten Zusatzpackages sind auch schon mit dabei. Ach ja, und die Benutzeroberfläche sieht dem MS Office verhältnismäßig ähnlich.

Liebe Grüße
Lisa

TwoFish wrote:

Eine weitere Alternative für einen Editor wäre z.B. auch TeXnic-Center. Der ist wirklich einfach zu bedienen und die benötigten Zusatzpackages sind auch schon mit dabei. Ach ja, und die Benutzeroberfläche sieht dem MS Office verhältnismäßig ähnlich.

Ich hab da grad mal bei Wikipedia nachgeschaut. TeXnic-Center scheint nicht WYSIWYG bzw. WYSIWYM zu sein. Das mit "produktiv" hab ich mal so interpretiert, dass man da schnell "rumwerkeln" kann ohne auf syntaktische Fragen achten zu müssen und sofort sieht was (ungefähr) dabei rauskommt. Das ist bei Lyx wirklich so easy wie mit Word und Co. Falls eine professionelle Nachbearbeitung nötig ist kann man dann das Lyx Ergebnis immer noch in das .tex Format exportieren und mit sowas wie TeXnic-Center oder winEDT weitermachen. Für die Einsendeaufgaben hat Lyx immer vollauf genügt. Man kann sogar selbstdefinierte Latex Befehle etc. verwenden, allerdings funktioniert dann WYSIWYM nicht mehr (für selbstdefinierte Befehle).

Gruß Alex

global667,

Formeln kannst du mit "OpenOffice Math" schreiben und in die Writer-Dokumente einfügen, dann alles als PDF exportieren und raus damit. :)
Sich gleich in LaTeX einzuarbeiten, kann natürlich auch nicht schaden, aber manchmal will man nur möglichst schnell das Aufgabenblatt fertig bekommen, ohne lange zu basteln...

Als Grundausstattung reicht ein Linux mit Java SDK und Open Office, doch sei gewarnt vor Kurs 1608/1609: Der Prozessor-Simulator WinDLX läuft in wine absolut miserabel und mit winziger Schrift. Am einfachsten kommt man da mit einer Windows-Partition oder -VM durch. Es gibt zwar DLX-Simulatoren für Linux, aber ich habe es nicht geschafft, auch nur einen einzigen davon zum Laufen zu bringen.

Deshalb meine Empfehlung: Linux als Hauptsystem, Open Office und Java für die Aufgaben immer betriebsbereit halten - und ein Ausweich-Windows parallel dazu oder in einer VM.

Willkommen im Club der niedersächsischen FUler,
coco

binaryCoco wrote:


Sich gleich in LaTeX einzuarbeiten, kann natürlich auch nicht schaden, aber manchmal will man nur möglichst schnell das Aufgabenblatt fertig bekommen, ohne lange zu basteln...

Ich will jetzt nicht als Maschinenstürmer rüberkommen, aber entgegen weitverbreiteter Ansicht kann man auch handgeschriebene Aufgabenblätter abgeben :) In der Klausur bleibt einem sowieso nichts anderes übrig.

LaTeX werfe ich nur für größere Sachen an, wo sich das auch lohnt.

chris* wrote:

kann man auch handgeschriebene Aufgabenblätter abgeben


Du scheinst Briefmarken kostenlos zu bekommen, die Post direkt vor der Haustür und viel Spaß am Zeichnen mit dem Lineal zu haben. Damit hast du gewissermaßen einen Standortvorteil.
Wenn ich nachts um halb zwei meine EAs fertig habe, gehe ich ganz bestimmt nicht durch unsere dunklen Seitenstraßen zum Briefkasten, sofern Umschläge und Marken überhaupt greifbar sind ... warum auch? Sie kämen eh nicht rechtzeitig an.
Sorry, aber handgeschriebene Papiereinsendungen sind ein unangemessener Aufwand und auch dem Korrektor macht es bestimmt keinen Spaß, alle möglichen Handschriften zu entziffern. Da spare ich mir lieber das Papier und zeichne alle Bäume, Tabellen etc. am PC - da kann man auch bis zum Schluss verbessern. Wenn du dich auf Papier verschreibst, musst du alles nochmal neu machen.
Notfalls gehen die Lösungen auch eine Stunde vor Abgabeschluss noch kostenlos raus und kommen gerade pünktlich an. Nur wer seinen Kram per EMail verschickt, kann die volle Bearbeitungszeit ausnutzen.

Gruß vom Bildschirm
coco

Ja wie du meinst. Unter den ganzen an den Haaren herbeigezogenen Gründen (Du kannst dir keine 7 Briefmarken im Semester leisten? Du kannst keinen Baum per Hand zeichnen? etc.) wird bestimmt ein echter sein.

binaryCoco wrote:


Notfalls gehen die Lösungen auch eine Stunde vor Abgabeschluss noch kostenlos raus und kommen gerade pünktlich an. Nur wer seinen Kram per EMail verschickt, kann die volle Bearbeitungszeit ausnutzen.

Gruß vom Bildschirm
coco

Man kann nicht in allen Kursen seinen Kram per E-Mail verschicken. Ich nehme gerade an Analysis II teil (01133) und da geht das jedenfalls nicht (leider). Bevor ich mit dem Formeleditor von einem office Programm (ich kenne da nur ausgesprochen scheusliche Ergebnisse) rumwurschteln täte würde ich das auch von Hand machen. Aber Latex mit einem WYSIWYM Frontend wie Lyx ist meiner Erfahrung nach kein Haar schwieriger als einen Brief mit Word und Co. schreiben. Solange man die Latex Befehle nicht kennt kann man sie mit einer Auswahlbox holen. Anderst geht das mit Textverarbeitung auch nicht, oder? Und wenn man die Latex Befehle so nach und nach verinnerlicht hat gehts wesentlich fixer.

Gruß Alex

MathType für Word (Windows, Mac OS X)

Hallo zusammen,

für MS Word gibt es zwar meines Wissens kein Plugin, aber das eigenständige MathType. Damit sollten sich alle mathematischen Formeln auf einfachstem Wege (meine Erfahrung) erstellen lassen. Zusätzlich ist das Programm eng mit Word verzahnt: es ist möglich, über eine eigene Symbolleiste MathType aufzurufen; anschliessend wird die Formel richtig formatiert (Abstand, Höhe etc.) eingesetzt.

URL: [URL]https://www.additive-net.de/software/mathtype/[/URL]

Achja, kostenlos ist das Programm nicht.

Jochen

eigentlich finde ich die handgeschriebenen Einsendeaufgaben gar nicht so schlecht, weil man so gezwungen wird, seine Gedanken vor dem Schreiben im Kopf klar zu haben. Falls mal etwas falsches aufs Papier kommt, kann man das ja immer noch durchstreichen, ist ja kein Beinbruch.

Grüße

Bettina

ich kann immer wieder nur dazu raten mit Latex so früh wie möglich anzufangen, sonst wird es irgend wann Stress. Grüßle

ich habe meine EA bisher immer mit Hand geschrieben (waren zwar keine für Mathe, aber Formeln etc. kamen auch vor). In der Klausur muss ich das ja auch und so hab ich schon die beste Übung um einschätzen zu können, wie lange ich wofür brauche.

Gruss
Mo

Ich empfehle dir auch mal die eine oder andere Mathesoftware anzuschauen (MuPad, Maple, Maxima, etc.) Das ist immer gut wenn man Dinge ausrechnen kann und nicht nur einen Beweis durchführen kann.

Wie in den vorherigen Kommentaren steht - LaTeX ist wichtig, aber auch nicht wirklich sooo wichtig. Der M$ Winword Formeleditor ist auch nicht mehr so ein NoGo wie es vor einigen Jahren der Fall war. Es ist eher Gechmackssache und eine eher religös geführte Diskussion wie eine sachliche...

Linux, ... ist so eine Sache. Ich empfehle dir auf jeden Fall dir die eine oder andere Programmierspache anzuschauen und sie dir beizubringen. Oft ist das Berufsfeld vom Mathematiker und Informatiker überlappend.

Was auch nicht schlecht ist, sind Statistikprogramme. Mathematiker hast z.B. oft zur Risikoschätzung in Versicherungen o.Ä. und da "rechnert" kein Mensch mehr mit Papier und Bleistifft - man muss aber wissen was man da eingibt.