ich beschäftige mich schon länger mit der Frage, ob ich ein Fernstudium in BiWi wage oder nicht. Zu meinem Hintergrund: ich bin Anfang 30, arbeite im kaufmännischen Bereich, zusätzlich dazu bin ich Ausbilderin für die kaufmännischen Azubis.
In den kaufmännischen Bereich bin ich letztlich irgendwie reingeschluddert, ich wollte nach dem Abitur nicht studieren, obwohl mich Themen wie Politik, Soziologie und Pädagogik sehr gereizt haben, aber ich wollte unabhängig sein von meinen Eltern und habe daher die kaufmännische Ausbildung gemacht. Im letzten Jahr habe ich bereits überlegt, den Job hinzuschmeißen, um an einer Präsenzuni zu studieren, aber das war mir einfach zu heiß, ich brauche die Sicherheit, die mir mein derzeitiger Job gibt. Auch wenn es nicht mein Traumjob ist, aber die Ausbildertätigkeit gleicht vieles, was mir keinen Spaß macht auch wieder aus.
Lange Rede kurzer Sinn: Ich hätte derzeit definitiv keinen Plan, was man im Anschluß damit anfangen kann und finde auch recht wenig zu dieser Frage im Netz. Das einzige, was ich weiß ist, dass mich die Inhalte sehr interessieren würden, weil es Themen sind, mit denen ich mich gerne beschäftige. Aber ganz ehrlich: reicht das für ein Studium? Ergibt sich alles weitere später? Ich wüsste derzeit noch nicht mal, in welchen Bereichen man dort sein Praktikum ableistet. Wie sieht Eure Motivation aus, bzw. welche Ziele verfolgt ihr damit?
Vielen Dank schon mal für Eure Antworten und ganz lieben Gruß!
Melle
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lunae
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View profile=)
Mir gehts ähnlich wie dir! Ich bin Bankkauffrau - das habe ich aber ehrlich gesagt nur gelernt, weil ich damals mit 19 Jahren einfach nicht mehr weiter lernen wollte- Nun bereue ich, dass ich nicht damals schon ins Studium gegangen bin...
Mittlerweile bin ich nun seit 2005 in der Bank und habe nun den Schritt gewagt. Vollzeit Fernuni und arbeite nebenbei noch in der Bank auf 27 Stunden die Woche (3 Tage).
War auch n großer Schritt. Vielleicht reicht es dir ja auch die Stunden zu reduzieren?
Was ich danach damit machen möchte?
Personalabteilung nach dem Bachelor (sieht bei uns in der Firma auch gut aus...) Weiterhin Teilzeit arbeiten in der Perso und den Master machen.
Danach... Irgendwie habe ich danach so viele Wünsche. Therapeutischer Bereich wäre toll! Beraten will ich weiterhin. Aber der Verkauf und das "Anschnacken" und Klinkenputzen lag mir nie.
Grundsätzlich möchte ich aber mit erwachsenen Menschen arbeiten....
Du kannst viel mit dem Abschluss machen. Es gibt unmengen Tätigkeitsgebiete für BiWi's :)
Lieben Gruß!
Lunae
aerco
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View profilewas kann man mit Biwi anfangen? Eine ganze Menge!!!
Bei mir war es ähnlich, ich wollte etwas Kreatives mit Menschen machen und habe erst mal eine Ausbildung als Friseurin begonnen. Aus gesundheitlichen Gründen konnte ich die Ausbildung aber nicht beenden und bin zum Arbeitsamt. Da hat man mir dann eine Lehrstelle als Bürokauffrau aufs Auge gedrückt so nach dem Motto:"Ich soll froh sein, dass ich überhaupt eine Lehrstelle bekomme und "den Wunschberuf" gibt es eh nicht..."
Die Ausbildung habe ich dann auch durchgezogen, aber mein Traum war es nie. Dann folgen Jahre der Suche und auch der Familienerweiterung...
2006 machte ich dann endlich mal etwas ganz Anderes, ich begann als Tagespflegemutter zu arbeiten. Dafür musste ich aber erst mal einen Grundkurs belgen und in dem ging es viel um Erziehung und Pädagogik. Das hat mich dann so fasziniert, dass ich endlich wusste, wohin die Reise geht. Wegen der Schulprobleme meiner beiden Kinder und der Überforderung der Schule und der Lehrer mit dem Problem habe ich dann eine Ausbildung zur Lerntherapeutin gemacht. Es folgten noch weitere Ausbildungen in Entspannungs- und Begabungspädagogik, als Legasthenie- und Dyskalkulietrainerin, als ADS-ElternCoach und schließlich entdeckte ich die therapeutische Variante als Heilpraktinerin für Psychotherapie. Die Zulassung zur Heilkunde habe ich seit dem 03.12.2009. Zur Zeit bilde ich mich im Bereich Gestalttherapie mit Kindern und Jugendlichen weiter und studiere Biwi und probeweise Psychologie in Hagen. Frustiert hat mich immer, dass meine Klienten in eigener Praxis nicht mit der Krankenkasse abrechnen können, weil ich eine "anerkannte Grundqualifikation" sprich ein abgeschlossenes Hochschulstudium hatte. Deshalb habe ich auch zuerst mein Studium als "Frust-Studium" begonnen. Ich hatte damals keine Ahnung, dass man auch ohne Abitur studieren kann und deshalb finde ich die Möglichkeit des Studiums als beruflich Qualifizierte auch absolut super.
Mein Einsatzgebiet ist also meine eigene Praxis, aber auch eine Einrichtung der ambulanten Jugenhilfe, beauftragt vom Jugendamt als Familienhilfe. Nebenbei leite ich auch noch Kurse bei verschiedenen Bildungsträgern wie z.B. die VHS und biete SCHILF´s (Schulinterene Lehrerfortbildungen) an. Es macht alles wahnsinnig Spaß und ist auch sehr abwechslungsreich. Man kann also in die beratende, therapeutische und auch bildende Richtung gehen. Ich mache momentan von allem ein Bisschen.
Liebe Grüße,
Conny
dieisi87
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View profileErst mal: Hallo aerco, du hast mir ja schon vor ein paar Monaten ganz lieb viele Fragen beantwortet, vielen Danke noch mal dafür! :)
Und - ich glaub, das hatte ich dir auch schon gesagt, aber: wow, ich find's echt Wahnsinn, was du schon alles gemacht hast *den Hut zieht*
Ich hab mich anfangs, als ich mich für BiWi interessierte auch gefragt, was ich dann eigentlich schlussendlich damit anfangen soll. Auf jeden Fall will ich weiterhin mit Kindern arbeiten (bin Erzieherin), Erwachsenenbildung ist glaub ich eher weniger was für mich, dazu fühl ich mich jetzt ehrlich gesagt auch noch zu jung.
Inzwischen jedenfalls bin ich fest überzeugt, dass man mit BiWi wirklich so einiges anstellen kann.
Ich persönlich interessiere mich auch für die therapeutische Richtung (Lerntherapie), wollte aber nicht "nur" eine weitere Qualifikation dranhängen sondern zunächst ein grundständiges Studium als Basis. Kann also gut sein, dass ich mich nach dem Studium in diese Richtung bewege.
Was mich aber außerdem schon während meiner Ausbildung immer wahnsinnig interessiert hat ist der Bereich Medienpädagogik, welcher ja in diesem Studium auch zum Zuge kommen wird. Ich hatte es als Zusatzfacht und habe auch schon Praxisprojekte durchgeführt. Das ist also auch durchaus ein Arbeitsfeld, in dem ich mir vorstellen könnte tätig zu werden.
Schlussendlich möchte ich jetzt aber erst mal das Studium BEGINNEN und währenddessen werden sich dann sicher spezifische Interessen herauskristallisieren. Und dann schaun wir mal, wo's genau hinführt ^^
Liebe Grüße,
Isabelle
aerco
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View profileIsabelle,
das klingt ja schon mal nach einem guten Weg. Medienpädagogik und auch -Didaktik ist ein sehr großes Thema und der Bedarf wird sicherlich in den nächsten Jahren steigen, da viele Schulen noch nicht auf dem aktuellen Stand der Entwicklung angekommen sind. Auch im Kindergarten wird es wohl in Zukunft immer mehr in diese Richtung gehen, aber das sehe ich durchaus auch differenzierter. Wichtig ist der gesunde Mittelwert, wenn ich da an die neusten Erkenntnisse der Drogenbeauftragten denke, dass in Deutschland schon viele Menschen, vor allem junge und Jugendliche, Internetsüchtig sind!
Ich wünsch dir auf jeden Fall einen guten Start!
Liebe Grüße,
Conny
AmandaS
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View profileHallo
Ich studiere im 2Semester WiWi. Aber ich fühle dass es einfach nicht für mich ist. Ich habe damals English Lingusitics BA studiert. Da ich mein Studium im Ausland abgeschlossen habe wurde es hier nur teilanerkannt und ich musste hier noch 2 jahre den gleichen studiengang studieren damit ich deutsche Bachelor A bekomme. Ich habe mich aber anders entschieden, ich dachte mir wärs langweilig, den gleichen Stoff wieder 2 jahre lang zu wiederholen. Nun habe ich totale Schwierigkeiten, da ich den Stoff Wirtschaft Wissenschaft einfach nicht kapiere. Ich war immer schlecht in Mathe, und jetzt habe ich Wirtschafts Mathe ... Nun bin ich am überlegen ob ich Studiengang wechseln soll und zwar an BiWi, habe aber trotzdem bisschen Angst dass ich es wieder nicht schaffe. Möchte euch fragen wie studiert es sich, ist es ziemlich schwer den Stoff zu bearbeiten? Wie ist das Studienverlauf?
Werde mich auf eure Antworten sehr freuen
aerco
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View profileAmanda,
wenn du jetzt schon merkst, dass Wiwi nichts für dich ist, wäre ein Studienwechsel wirklich vernünftiger, aber was genau willst du denn mit dem Abschluss bzw. in welchem Bereich bist du tätig oder willst du in Zukunft tätig sein? Diese Frage solltest du dir zu Beginn stellen, bevor zu dich entscheidest! Hast du einen Bezug zu Bildung, Beratung oder Therapie? Denn genau für diesen Bereich qualifiziert dich der B.A. Bildungswissenschaften!
Du hast sehr viele Möglichkeiten, schau doch einfach mal in Moodle in der Biwi-Lounge vorbei, da wird dieses Thema sehr intensiv diskutiert, vielleicht bekommst du da ein paar Anregungen.
Die Module siehst du auch hier: [URL]https://babw.fernuni-hagen.de/studieninhalte/[/URL]
Der Stoff ist sehr gut aufbereitet, wie ich finde und vor allem auch sehr gut betreut, zumindest die ersten Module, die ich bis jetzt beurteilen kann. :)
Klar muss man auch in Biwi lernen, aber der Stoff ist so super interessant, so empfinde ich ihn zumindest, dass einem das Lernen leicht fällt. Ich hoffe, ich konnte dir einen ersten Einblick in Biwi geben.
Liebe Grüße,
Conny
Melle79
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View profile@ Aerco und lunae: Vielen Dank für Eure ausführlichen Antworten! Auch wenn ich sie etwas spät gelesen habe *hust*, ich hatte irgendwie gar nicht damit gerechnet, dass noch jemand antwortet, daher war ich lange nicht hier...