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Weshalb studiert ihr Kulturwissenschaften?

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ich bin neu hier und habe mich schon ein bißchen ein- und durchgelesen ...

Mich würde mal interessieren, wieso ihr KuWi studiert?

Es scheint, als ob auch viele dabei sind, die schon längst im Berufsleben stehen und damit gar kein neues Berufsziel anstreben, sondern mehr aus Interesse am Thema das "einfach so nebenbei" machen.
Oder gibt es auch viele die sich damit beruflich qualifizieren möchten/müssen und mit diesem Studium auch auf Jobsuche gehen, in der Hoffnung eine Stelle zu bekommen, mit der man sein täglich Brot verdienen kann?

Bin auf die verschiedensten Beweggründe für dieses Studium gespannt ...

Comments

peppermint111 wrote:


Es scheint, als ob auch viele dabei sind, die schon längst im Berufsleben stehen und damit gar kein neues Berufsziel anstreben, sondern mehr aus Interesse am Thema das "einfach so nebenbei" machen.

Das trifft z.B. auf mich zu. Hab schon ein abgeschlossenes Studium in einem ganz anderen Bereich (Wirtschaft), mit dem ich auch meine Brötchen verdiene - KuWi mache ich aus reinem Interesse nebenbei... als "Hobby" sozusagen... und ich habe auch nicht die Absicht, das Gelernte später einmal beruflich ein- bzw. umzusetzen. ;)

LG Myrmid

Ich habe einen Magister im Pädagogik (letztes Semester fertig geworden) und jetzt häng ich noch einen Bachelor in KuWi dran, weil ich beruflich in den kulturpädagogischen Bereich will.

ursprünglich war der Plan mit dem BA KuWi entweder in den Bereich Bibliothek oder mit einem MA Soziologie in die Sozialforschung zu gehen.
Durch Umzug, Persönlichkeitsentwicklung, und was weiss ich, habe ich den Plan geändert und studiere statt dessen ab Herbst Lehrer ;)
Damit wird das Studium quasi nachträglich zum Hobby, wobei ein zweiter Abschluss ja immer gut aussieht und gerade in Verbindung mit Pädagogik sicher nicht schadet.

ich studiere KuWi weil mir die Kombination aus Geschichte und Philo gefällt. Das Ganze mache ich ganz klar um beruflich damit etwas anzufangen und versuche zügig (trotz Kindern) fertig zu werden, ist mein Erststudium. Daher werde ich einen Master machen, bin auch schon am gucken ob es ein eher forschungsorientierter reiner Geschichtsmaster sein wird oder Kulturarbeit im Vordergrund stehen soll. Beides wird an Unis in meiner Nähe angeboten, ist schwierig zu entscheiden hinsichtlich der Berufsaussichten. Auch habe sich meine Ziele im Laufe ein wenig verschoben, mehr zum Ersteren hin.
Wißt ihr schon ob ihr einen Master machen wollt?

Ich studiere KuWi in erster Linie aus Interesse am Studiengang. Bin gelernte Fremdsprachensekretärin und mag meinen Beruf sehr, allerdings habe ich weder Begabung noch Interesse, wenn es um Stoffinhalte á la Mathe, Statistik etc. geht. Deshalb habe ich mich gegen ein vernunftorientiertes Studium wie WiWi und für KuWi entschieden. Ob ich nach dem Bachelor den Master mache, weiß ich noch nicht. Die Voraussetzung dafür ist ja ein ganz bestimmter Notendurchschnitt, und ich war auf dem Gymnasium nicht die beste Schülerin... erstmal schaun, was ich mich im Bachelorstudiengang so mache ;).

Und wenn es klappt, kann ich mir danach nebenberuflich vielleicht noch ein 2. Standbein aufbauen, wäre jedenfalls toll.

verlhol wrote:

Wißt ihr schon ob ihr einen Master machen wollt?

Ich denke schon, dass ich den Master noch dranhänge - wenn es denn notenmäßig reicht ... Bin gerade dabei, die zweite Fremdsprache auf das gewünschte Niveau zu heben (man muss mindestens Niveau A2.1 des europäischen Referenzrahmens haben, damit die Fernuni das anerkennt), dann schaue ich weiter.

vittoriacolonna wrote:

Ich denke schon, dass ich den Master noch dranhänge - wenn es denn notenmäßig reicht ... Bin gerade dabei, die zweite Fremdsprache auf das gewünschte Niveau zu heben (man muss mindestens Niveau A2.1 des europäischen Referenzrahmens haben, damit die Fernuni das anerkennt), dann schaue ich weiter.

Unter den Zugangsvoraussetzungen, ist 1. und 2. ein UND oder ein ODER? Also Nachweis auf dem Abizeugnis UND/ODER Fremdsprachenzertifikate? Auf meinem Abi-Zeugnis von anno 2000 gibts Englisch, Französisch und das Latinum - also muss ich jetzt nicht noch irgendwelche doofen Tests machen? Davon abgesehen, dass Frz. dringendst in der VHS oder dergleichen aufpoliert werden muss ...

Meiner Meinung nach ist es ein "und". Mir wäre ein "oder" viel lieber. Ich würde zu meinen 5 Fremdsprachen lieber noch 5 weitere dazulernen, anstatt nach dem BA-Studiengang dermaßen abhängig vom Notendurchschnitt zu sein. Ich bin ein Mensch, der mit Notendruck nur schwer umgehen kann. Was deine Sprachkenntnisse angeht, denke ich das reicht für den Master völlig aus.

DieBine wrote:

Unter den Zugangsvoraussetzungen, ist 1. und 2. ein UND oder ein ODER? Also Nachweis auf dem Abizeugnis UND/ODER Fremdsprachenzertifikate? Auf meinem Abi-Zeugnis von anno 2000 gibts Englisch, Französisch und das Latinum - also muss ich jetzt nicht noch irgendwelche doofen Tests machen? Davon abgesehen, dass Frz. dringendst in der VHS oder dergleichen aufpoliert werden muss ...

Es ist ein "oder", weil etwas anderes kaum Sinn macht. Da ja auch Leute ohne Abi zugelassen werden, müssen die halt ihre Sprachkenntnisse so wie ich nachweisen!

vittoriacolonna wrote:

Bin gerade dabei, die zweite Fremdsprache auf das gewünschte Niveau zu heben

wo machst du das denn? VHS?

_Juli_ wrote:

wo machst du das denn? VHS?

Ja, genau! Habe den ersten Kurs im Niveau A 2.1 jetzt durch (man macht ja ungefähr vier bis fünf Lektionen pro Kurs) und ab Ende August geht es dann an den zweiten Kurs. Das lasse ich mir dann bescheinigen und gut ist. Ach ja, ich lerne übrigens Italienisch. Ich habe danach insgesamt fünf Kurse durch, entspricht insgesamt dann auch 2,5 Jahre.

Bei mir ist das hier mein Erststudium :)
Habe vor zwei Jahren Abi gemacht und dann erst an einer Präsenzuni studiert, da wurde mir aber ziemlich schnell aus bestimmten Gründen klar, dass das nicht die richtige Uni für mich war.
Da ich in Hagen unter anderem mein absolutes Lieblingsfach Literatur als Hauptfach nehmen konnte, bin ich zur Fernuni gewechselt. Die Kombination aus Philo, Literatur und Geschichte hat mich gleich angesprochen, da sie sehr abwechslungsreich klang und völlig meinen Interessen entspricht.
Am liebsten würde ich nach dem Master in einem Verlag arbeiten, daher versuche ich gerade durch passende Praktika schon mal Erfahrungen in diesem Bereich zu sammeln

Ich fange im August auch einen VHS-Kurs an. Ich muss mein Englisch auffrischen. Ich hoffe das bringt mir was, habe keinerlei Erfahrungen mit VHS Kursen. Ich muss es bis Niveau B2 schaffen und dann einen Toefl ablegen. Mal sehen.

Ach, die Frage nach dem "und" oder "oder" bezog sich jetzt nur auf die Fremdsprachen und nicht auf den Schnitt.... da hab´ ich wohl was falsch verstanden.

Sorry, dass ich jetzt so blöd nachfrage, aber Masterzugang erhält man doch mit
gutem (2,1?) Notendurchschnitt im BA
5 Jahren Englisch und 4 Jahren Französisch

auch ohne Abi oder?

Hatt in der Realschule ja Englisch und Französisch. Letzteres poliere ich derzeit in der VHS auf (im Herbst gehts auf Niveau A2).

Bis ich beim MA ankomme gelten wahrscheinlich wieder andere Regeln oder man muss nen Test machen oder sonstewas. Wer weiß, was die sich noch ausdenken...

vittoriacolonna wrote:

Es ist ein "oder", weil etwas anderes kaum Sinn macht. Da ja auch Leute ohne Abi zugelassen werden, müssen die halt ihre Sprachkenntnisse so wie ich nachweisen!

Ja, das hab ich mir auch irgendwie gedacht ... allerdings muss ich wirklich dringendst was am Frz tun - ich hab mir das als "Belohnung" eingeplant für nach Abgabe der Abschlussarbeit. Davon abgesehen ist für mich Frankreich das einzig wahre Urlaubsland, also macht Französisch "privat" auch noch Sinn

JSchneider wrote:

Sorry, dass ich jetzt so blöd nachfrage, aber Masterzugang erhält man doch mit
gutem (2,1?) Notendurchschnitt im BA
(

2,49 muss der Schnitt sein. Weiß aber nicht, wo das steht, sorry ...

Hier in der 3. Zeile:

[url=https://www.fernuni-hagen.de/KSW/maem/studiengang/zugang.shtml]MA Europäische Moderne: Geschichte und Literatur - Fakultät für Kultur- und Sozialwissenschaften - FernUniversität in Hagen[/url]

ich bin neu hier und habe mich schon ein bißchen ein- und durchgelesen ...

Mich würde mal interessieren, wieso ihr KuWi studiert?

Es scheint, als ob auch viele dabei sind, die schon längst im Berufsleben stehen und damit gar kein neues Berufsziel anstreben, sondern mehr aus Interesse am Thema das "einfach so nebenbei" machen.
Oder gibt es auch viele die sich damit beruflich qualifizieren möchten/müssen und mit diesem Studium auch auf Jobsuche gehen, in der Hoffnung eine Stelle zu bekommen, mit der man sein täglich Brot verdienen kann?

Bin auf die verschiedensten Beweggründe für dieses Studium gespannt ... :)

Hi pepermint111,

ich habe in diesem Semster mit dem Studium KuWi angefangen, weil es mich interessiert und ich damit evtl. beruflich aufsteigen kann.
Ich bin nach meiner Ausbildung bei der örtlichen Stadtverwaltung,auf Umwegen in das städtische Museum gekommen. Dort bin ich mit verschiedenen Sachen betraut wie Rechnungskram, Führungen, Archivierung, Vorbereitung Ausstellungseröffnung . . . . Und eine Kollegin hört in zehn Jahren auf. Da ich teilzeit 6 Jahre studiere und noch eine Familienplanung kommt, ist das ein idealer zeitrahmen :)
Ich mein, ob das dann klappt, wäre wünschenswert, aber steht in den Sternen. Mal sehen, aber ich das Studium macht mir sehr großen Spaß und ich denke, ich habe damit keine falsche Entscheidung getroffen.

Ich bin zum Studium an sich gekommen wie die Jungfrau zum Kinde...

Mein Göga meinte, ich brauche dringend ein Hobby ;) Was bietet sich da besser an als Bildung?
Außerdem bin ich in meinem Job nicht mehr wirklich glücklich - somit kam der Gedanke auf, mal in etwas total Anderes einzutauchen (bislang hatte ich nur fachaffine Fortbildungen besucht, zwar immer erfolgreich abgeschlossen, aber interessant ist etwas anderes!).
Auf der Seite der FernUni Hagen bin ich dann aus zwei Gründen gelandet: Ich wollte mich kostengünstig bilden und ich habe kein Abitur - wirklich viel Möglichkeiten gibt es da nicht. Der Studiengang Kulturwissenschaften war dann für meine Begriffe das Interessanteste und ich habe es bisher nicht bereut!!! :)
Auch wenn es mich beruflich nicht weiterbringen wird (obwohl, wer weiss, vielleicht sattel ich doch noch um?), durch das Studium haben sich mir Dinge erschlossen, die unbezahlbar sind!

Ich würde schon gerne nochmal beruflich umsatteln und versuche, mich dafür mit einem Doppelstudium Kultur- und Bildungswissenschaften zu qualifizieren.

@Caillin: Wolltest Du das nicht ursprünglich einen Studiengang in 5 Jahren durchziehen um dann ins Kloster einzutreten? Wurde der Plan jetzt komplett umgeworfen? Oder gönnst Du Dir dann wenigstens mehr Zeit?

Nach langen reflektierenden Gesprächen mit vielen unterschiedlichen Menschen, von denen einige meinem Plan verhältnismäßig offen gegenüber standen, habe ich erkannt, dass das für mich wohl doch eher nur ein Weglaufen wäre - man gibt ja viel Veranstwortung ab, muss sich nicht um Arbeit, etc. kümmern. Ich zweifle einfach viel zu sehr an mir. Man kann aber nicht immer vor sich selbst weglaufen und nach einer scheinbar bequemen Lösung suchen. Außerdem ist wohl einer meiner Hauptgründe (neben religiösen) eine tiefe Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ich glaube, ich kam überhaupt nur auf die Idee, weil ich grad zwischen zwei Leben stehe - ins alte passen meine Freunde nicht mehr rein, und im Neuen stehe ich mehr oder minder alleine. Ich habe vor, beide Studien in spätestens sechs bis sieben Jahren durchzuziehen - mit Mitte 30 dürfte ich noch jung genug sein, um etwas Neues machen zu können - vielleicht in der Erwachsenenbildung.
Oder ich nutze meine Studienkenntnisse und schreibe ein Buch. Mal sehen. Das einzig Klare ist, dass ich nicht mehr vor mir weglaufen will und endlich mal mein Leben richtig anpacken möchte. Ich hab mit dem Gang in die Selbständigkeit doch einen guten Schritt getan, ich habe auch zwei Radiosendungen als Gast und mein erstes Telefoninterview überlebt, ich habe beim Freien Radio eine Gemeinschaft Kulturschaffender gefunden, etc. ... In massiven Krisen kommt man manchmal auf die seltsamsten Ideen - dabei wäre das gar kein Leben für mich, dazu bin ich zu hungrig nach Abwechslung. Auch darüber musste ich mir erstmal klar werden.

Na dann bin ich ja beruhigt ;) So wie ich Dich kennengelernt habe, hätte ich mir Dich auch nicht in einem so abgeschiedenen Leben vorstellen können. Aber dem Grunde nach geht mich das gar nichts an.
2 Studiengänge in max. 7 Jahren bei einer Vollzeittätigkeit halte ich aber trotzdem für ein ziemlich straffes Programm! Wahrscheinlich bin ich das weltgrößte Weichei

Naja, kommt drauf an, ich wollte ins Kinderdorf - hab aber ja auch Kinder bei uns in der Gemeinde und mach da Jugendarbeit, von dem her passt es ja. Naja, ich kann meine Arbeitszeiten ja umsortieren, also Montag bis Mittwoch sehr viel arbeiten und den Rest der Woche studieren oder so. Muss ich mal schauen, wie das passt.

Caillin wrote:

Nach langen reflektierenden Gesprächen mit vielen unterschiedlichen Menschen, von denen einige meinem Plan verhältnismäßig offen gegenüber standen, habe ich erkannt, dass das für mich wohl doch eher nur ein Weglaufen wäre - man gibt ja viel Veranstwortung ab, muss sich nicht um Arbeit, etc. kümmern. Ich zweifle einfach viel zu sehr an mir. Man kann aber nicht immer vor sich selbst weglaufen und nach einer scheinbar bequemen Lösung suchen. Außerdem ist wohl einer meiner Hauptgründe (neben religiösen) eine tiefe Sehnsucht nach Gemeinschaft. Ich glaube, ich kam überhaupt nur auf die Idee, weil ich grad zwischen zwei Leben stehe - ins alte passen meine Freunde nicht mehr rein, und im Neuen stehe ich mehr oder minder alleine. Ich habe vor, beide Studien in spätestens sechs bis sieben Jahren durchzuziehen - mit Mitte 30 dürfte ich noch jung genug sein, um etwas Neues machen zu können - vielleicht in der Erwachsenenbildung.
Oder ich nutze meine Studienkenntnisse und schreibe ein Buch. Mal sehen. Das einzig Klare ist, dass ich nicht mehr vor mir weglaufen will und endlich mal mein Leben richtig anpacken möchte. Ich hab mit dem Gang in die Selbständigkeit doch einen guten Schritt getan, ich habe auch zwei Radiosendungen als Gast und mein erstes Telefoninterview überlebt, ich habe beim Freien Radio eine Gemeinschaft Kulturschaffender gefunden, etc. ... In massiven Krisen kommt man manchmal auf die seltsamsten Ideen - dabei wäre das gar kein Leben für mich, dazu bin ich zu hungrig nach Abwechslung. Auch darüber musste ich mir erstmal klar werden.


Manchmal ist es halt bequemer, wegzulaufen. Das funktioniert aber nicht, weil man sich ja mitnimmt ;)
Zwei Studiengänge in 6-7 Jahren neben Vollzeit klingt heftig, aber irgendwie schon durchführbar. Du hast ja jetzt ein Ziel, weisst wofür Du das machen willst- dann haut das schon hin.
Und wenn irgendwann etwas dazwischen kommt, dann änderst Du eben Deine Pläne: das ist Leben- und Abwechslung

Außerdem ist wohl einer meiner Hauptgründe (neben religiösen) eine tiefe Sehnsucht nach Gemeinschaft.


Nur mal allgemein möchte ich anmerken, dass zu einem Eintritt in ein Kloster der Eintritt in einen Beginen-Hof eine Alternative darstellt, bei der man sich nicht lebenslang bindet, aber auch eine religiöse Gemeinschaft vorfindet.

Eintritt in klösterliche gemeinschaften hin oder her, beginen oder nicht...
treffen wir uns doch einfach in einem jahr nochmal hier und schauen, wie weit alles gediehen ist :)

ohne jemanden irgendwas abzusprechen sollte der immense aufwand eines doppel-fern-studiums nicht unterschätzt werden, auch und gerade wenn nebenbei der lebensunterhalt gesichert werden muss

ich pers. halte glaubensgemeinschaften zwar für jedes einzelnen entscheidung, bin aber (auch familiär vorgeprägt durch menschen, die diesen weg eingeschlagen haben) soweit, für mich pers. zu sagen: es ist immer eine art flucht vor der realen welt.. respektiere dennoch , wenn jmd. diese entscheidung trifft. dieser wird sie immer wohlbegründen können..

aber: warten wir doch einfch mal ab, wohin die wege führen werden. so mancher aus dem stuse widmete sich letztlich auch schon der grossen politik (insider)..

auf ins nächste semester und allen den erwünschten erfolg .. darum gehts doch erstmal oder ?

auf ins nächste semester und allen den erwünschten erfolg .. darum gehts doch erstmal oder ?

Wahre Worte. Letzendlich ist es aber auch stark typabhängig, wie man so ein Studium angeht. Dass viel Aufwand auf mich zukommt, ist mir klar. Für mich wäre allerdings von Semester zu Semester zu denken eher ungünstig, ich brauche einen langfristigen Plan. Die Selbständigkeit als Texterin war auch ein erster Schritt - ich verdiene mein Geld mit etwas, das mir Spaß macht. Aber das ist mir nicht genug. Eigentlich weiß ich, dass ich mehr kann und beginne gerade, mir das einzugestehen. Kann natürlich alles schief gehen, mag sein. Daran denke ich dann, wenn es so weit ist. Wenn man sich durch den Studienservice liest, haben es ja durchaus schon Teilnehmer geschafft, trotz Vollzeitjob zwei Module im Semester abszuschließen - ich habe dabei noch den Komfort, mir meine Zeit frei einteilen zu können. Klar kann alles anders kommen, das weiß ich auch, aber in erster Linie habe ich mir erst mal ein Ziel gesetzt, an dem ich jetzt arbeite. Frei nach dem Motto:

"Zweifel sind Verräter, sie rauben uns, was wir gewinnen können, wenn wir nur einen Versuch wagen". (Shakespeare in moderner Übersetzung).

Gerade dieses Abwarten habe ich viel zu lange gemacht. Dennoch kann natürlich alles anders kommen als geplant. Darüber mache ich mir Gedanken, wenn es so weit ist. Jetzt blicke ich erst mal aufs Studium und setze mir zum Ziel, das in spätestens sieben Jahren durchzuhaben. Mir persönlich hilft das, mich zu motivieren, wenn es mal nicht so läuft. Beim Texten klappts ja auch - wenn ich gerade keine lust habe, denke ich daran, dass ich gerade mehr Geld verdienen will, um während des Semesters kürzer treten zu können. Dementsprechend ist für mich persönlich ein langfristiges Ziel die beste Taktik - da muss wohl jeder seinen eigenen Weg finden.

Caillin wrote:

Jetzt blicke ich erst mal aufs Studium und setze mir zum Ziel, das in spätestens sieben Jahren durchzuhaben. Mir persönlich hilft das, mich zu motivieren, wenn es mal nicht so läuft. Dementsprechend ist für mich persönlich ein langfristiges Ziel die beste Taktik - da muss wohl jeder seinen eigenen Weg finden.

Da gebe ich Dir Recht.
Als ich mir das, für mich recht hohe, Ziel setzte, bis Sommer soweit fertig zu werden (das war im Herbst, mit der Kündigung und neuen Studienplänen im Nacken), war das recht absurd neben drei Kindern. Aber ich wollte fertig werden, weil ich ohne Altlasten mein nächstes Studium anfangen wollte. Und ich habs soweit geschafft. Drei Prüfungen bestanden, die BA in Erstfassung....
Ohne straffe Planung und ohne konkretes Ziel wäre das nie gegangen!
Im neuen Studium werde ich neben 3 Kindern vollzeit planen. Wenn ich aber je merken sollte, dass es nicht geht, zuviel wird- werde ich eben teilzeit studieren. Dann brauche ich länger, aber ob ich meinem Traum in 3 oder 5 Jahren näher komme, spielt aufs Leben gesehen ja auch keine grosse Rolle. Wichtig ist nur durchhalten.

[url=https://www.tagesspiegel.de/wissen/langes-lernen-senkt-das-demenzrisiko-im-alter/1891830.html]Hirnforschung: Langes Lernen senkt das Demenzrisiko im Alter - Wissen - Tagesspiegel[/url]

JETZT wissen wir endlich warum!!!

Ich studiere kulturwissenschaften mit schwerpunkt phlio, weil mich das thema einfach sehr interessiert. es ist mein erststudium und ich möchte später beruflich gern in die richtung gehen.

Habe mal mein Glück in Politik und Verwaltungswissenschaft versucht, mich dann aber zu einem Wechsel entschieden. Dafür gab es drei Gründe:

1.) Um den Statistik-Schein bei Politik und Verwaltungswissenschaft zu umgehen. :D
2.) Die Möglichkeit, Geschichte zu studieren.
3.) Im Gegensatz zu Politik und Verwaltungswissenschaft gibt es bei Kuwi wenigstens zwei Module mit Medienbezug (L2 und W1).

Mich interessiert auch Philsophie, und eine Motivation für das Studium ist auch, daß ich das "Denkgebäude" besser verstehen will. Auch möchte ich herausfinden, ob ich theoretisch-wissenschaftlich arbeiten kann. Bisher spielte das in meinem Leben eher weniger eine Rolle

ich habe einen Video-Tipp. An der Uni Erlangen gab es eine Diskussionsrunde über Berufsaussichten von Geisteswissenschaftlern nach Einführung des Bachelors. Diese Diskussion ist zwar an der Region Nürnberg-Erlangen orientiert, da die Podiumsteilnehmer Unternehmen, Einrichtungen usw. aus der Region waren, z.B. der Flughafen Nürnberg, die Firma DATEV, das Germanische Nationalmuseum Nbg., die Klulturreferenten von Fürth und Erlangen, die Arbeitsagentur Nürnberg etc., aber ähnliche potentielle Arbeitgeber (Flughäfen, Museen, öffentlicher Dienst, Verlage etc.) gibts ja überall in Deutschland.

Die beiden Videos zur Podiumsdiskussion (Teil 1 + 2) sind auf der Startseite der Uni ([URL="https://www.uni-erlangen.de"]www.uni-erlangen.de[/URL]) zu finden. Der Titel lautet: "Bologna - eine Chance für die Geisteswissenschaften?" Ich weiß nicht, wie lange die Videos online bleiben, also wen es interessiert sollte sich die beiden Videoteile in den nächsten Tagen ansehen.

P.S. Sollte ich rauskriegen, wie das mit dem Linksetzen geht, stelle ich natürlich noch die Links zu den Videos hier rein.

campusfrankonia,

danke für den tipp!
werde mir das bei gelegenheit mal ansehen^^

Ok, ich probiers mal mit dem Linksetzen:

Teil 1 der Diskussion:

[url=https://www.video.uni-erlangen.de/cgi-bin/index.pl/FlvPlayer/2169]Videoportal - Uni Erlangen-Nürnberg: Flashvideo Onlineplayer[/url]

Teil 2 der Diskussion:

[url=https://www.video.uni-erlangen.de/cgi-bin/index.pl/FlvPlayer/2174]Videoportal - Uni Erlangen-Nürnberg: Flashvideo Onlineplayer[/url]

Ich finde, die links sind überflüssig^^
nicht böse gemeint.
aber die videos waren/sind sehr leicht zu finden.

Stimmt, jetzt sind sie noch leicht zu finden, weil sie zur Zeit auf der Startseite sind. Aber in ein paar Tagen kommen wieder andere Themen auf die Startseite und dann muss man die Videos mühsam im Archiv suchen.

Ok, da hast du auch recht^^

ich bin auch neu hier und finde Deine Frage super, um mal die anderen Motivationen kennen zu lernen!
Also ich hab zuerst zwei Semester BWL und Kunst plus Studium Generale bestehend aus Philosophie und KuWi an einer Präsenzuni studiert (ja, das kann man tatsächlich so kombinieren :) ). Das ganze nennt sich auch "Wirtschaft neu denken" und das ist auch noch immer eines meiner größten Interessen! Aber dann kam unsere Tochter zu Welt und mir war klar, dass ich sie nicht ganz jung schon in eine Krippe geben will, sondern dann lieber ein Fernstudium machen und Zeit für sie haben (da das BWL Studium ein duales Vollzeitstudium ist, ohne Semesterferien und täglich ca. 8 Std.) .
BWL ohne den Rest kam für mich aber nicht in Frage und so hab ich mich ganz nach meinen Leidenschaften Philosophie und Literatur für den BA KuWI entschieden, nicht zuletzt auch weil es Wirtschaftsphilosophie gibt. Für mich ist es also ein Mischung aus Interessen- und Berufsorientierung, einfach aus dem Grund, dass ich das gar nicht so trennen will - Es heißt ja so schön: "Wähle einen Beruf, den Du liebst und Du musst nie wieder arbeiten."
Das habe ich vor, aber was genau das dann sein wird, weiß ich noch nicht so genau... Irgendeine Schnittstelle zwischen Philosophie und Wirtschaft.
Auch wenn ich es neben dem Muttersein schon manchmal anstrengend finde (wem sage ich das...), macht es mir viel Spaß und ich bin echt froh, dass es diese Alternative zur Präsenzuni gibt!

Find ich spannend - für mich ist die Wirtschaftsphilosophie eher abschreckend :D vielleicht aber auch nur, weil ich noch nicht so die Ahnung hab, worum es da gehen könnte, vermutlich ist es eh interessant, ich sperre mich nur aus Prinzip, weil ich die Wirtschaft oder eigentlich dessen Hauptausprägung, den Kapitalismus, für die Wurzel allen Übels halte, aber da bin ich ja auch nicht der erste. Ja, vermutlich sollte man langsam beginnen, Wirtschaft neu zu denken. Guter Plan.

Also herzlich willkommen im Studienservice und bei den Philosophen ;)

Achso, hier noch der obligatorische Linz zum Vorstellungsthread :D : [url]#?t=36183[/url]

SLioba wrote:

Hallo,

ich bin auch neu hier

Na, dann mal herzlich willkommen bei den KuWis hier im Studienservice!

LG
Sandra

ich greif mal auf diesem Fred zurück.

Ich wollte mal fragen, wer von euch macht Stadtführungen oder ähnliches? Wer hat eine Ausbildung oder will eine machen?
Suche leute zwecks Austausch zu diesem Thema.

Gerne auch als PN

Ewald,
ich glaube ich verstehe sehr gut, was Du meinst, ich fand Wirtschaftsthemen auch lange unangenehm und dachte immer, das sei nur was für spießige Polohemden-Träger und Geld- und Karrierefreaks, ich habe damit doch nichts zu tun...
Aber jeder von uns hat immer, in jeder einzelnen Konsumentscheidung, etwas mit der Wirtschaft zu tun. Und weil die Wirtschaft nicht zuletzt durch unseren ständigen Konsum (wer macht schon noch etwas wirklich selber - also vergleichbar mit der Substistenzwirtschaft?) so prägend für unser tägliches Leben ist, finde ich es wichtig, dass man sich damit beschäftigt, welche impliziten Annahmen und Menschenbilder eigentlich durch die Theorien der Wirtschaftswissenschaften vermittelt werden, nach denen sich dann tausende Studienabgänger orientieren, weil man ihnen beigebracht hat, dass der Markt (und die Konsumenten!) so funktioniere...
Aber bisher habe ich diese Themen auch nur von Wiwi-Seite aus betrachtet und bin daher gespannt, wie das die Wirtschaftsphilosophen anstellen werden.
LG
Sara

papagorilla wrote:

Find ich spannend - für mich ist die Wirtschaftsphilosophie eher abschreckend :D vielleicht aber auch nur, weil ich noch nicht so die Ahnung hab, worum es da gehen könnte, vermutlich ist es eh interessant, ich sperre mich nur aus Prinzip, weil ich die Wirtschaft oder eigentlich dessen Hauptausprägung, den Kapitalismus, für die Wurzel allen Übels halte, aber da bin ich ja auch nicht der erste. Ja, vermutlich sollte man langsam beginnen, Wirtschaft neu zu denken. Guter Plan.

Hallo Ewald,
ich glaube ich verstehe sehr gut, was Du meinst, ich fand Wirtschaftsthemen auch lange unangenehm und dachte immer, das sei nur was für spießige Polohemden-Träger und Geld- und Karrierefreaks, ich habe damit doch nichts zu tun...
Aber jeder von uns hat immer, in jeder einzelnen Konsumentscheidung, etwas mit der Wirtschaft zu tun. Und weil die Wirtschaft nicht zuletzt durch unseren ständigen Konsum (wer macht schon noch etwas wirklich selber - also vergleichbar mit der Substistenzwirtschaft?) so prägend für unser tägliches Leben ist, finde ich es wichtig, dass man sich damit beschäftigt, welche impliziten Annahmen und Menschenbilder eigentlich durch die Theorien der Wirtschaftswissenschaften vermittelt werden, nach denen sich dann tausende Studienabgänger orientieren, weil man ihnen beigebracht hat, dass der Markt (und die Konsumenten!) so funktioniere...
Aber bisher habe ich diese Themen auch nur von Wiwi-Seite aus betrachtet und bin daher gespannt, wie das die Wirtschaftsphilosophen anstellen werden.
LG
Sara

SLioba wrote:

finde ich es wichtig, dass man sich damit beschäftigt, welche impliziten Annahmen und Menschenbilder eigentlich durch die Theorien der Wirtschaftswissenschaften vermittelt werden, nach denen sich dann tausende Studienabgänger orientieren, weil man ihnen beigebracht hat, dass der Markt (und die Konsumenten!) so funktioniere... \

Ich habe mal ein betriebswirtschaftlich orientiertes Aufbaustudium gemacht. Da gab's auch Technologiemanagement und eine Grundvorlesung Volkswirtschaftslehre. Damals habe ich ein VWL-Buch gelesen, dass alles ganz toll als Prosa erklärt hat (also nur wenig Formeln und Graphen, dafür interessante Beispiele). Und dann habe ich kapiert, dass gut die Hälfte der Sachen, die in den Nachrichten kommen und sich auf Politik beziehen, starke volkswirtschaftliche Aspekte haben - wenn nicht nur diese.

Jetzt mache ich P2 und lerne die Sichtweisen, die hinter den wirtschaftlichen Orientierungen stehen kennen und sie besser zu relativieren. Aber das ist auch ganz eindeutig ein Anliegen von Roettgers, er ist da ja ziemlich stark wertend.:rolleyes:

Dabei dachte ich, dass mich P2 gar nicht so interessieren würde, sondern eher die theoretische Philo. Habe nur mit P2 angefangen, weil ich dachte, es wäre leichter.

Achja, die Ursprungsfrage: ich studiere aus reinem Interesse. Einen Broterwerb habe ich. Der macht auch Spaß. Aber da hat noch ein gewisses Etwas gefehlt. Bin mir noch nicht sicher, wie ich das Etwas nennen sollte.

meister_lampe wrote:

Bin mir noch nicht sicher, wie ich das Etwas nennen sollte.

Wart mal P1 ab, da kommt dir vielleicht eine Idee dazu

balina,

ich arbeite in einem Stadtmuseum, was ein ehemaliges Franziskanerkloster ist. Dort mache ich auch Führungen zu verschiedenen Themen, u.a. Klostergeschichte, Leben um 19 Jh. ... . Wenn du Fragen hast, kannst du mich gerne kontaktieren.

MollyleiN wrote:

Das "Etwas von P1" hat doch einen Namen Ewald, aber psssst! :)


Nö, ich verrate sicher nichts

papagorilla wrote:

Nö, ich verrate sicher nichts :D

mein gott wie spannend:p

da werde ich wohl P1 als nächstes in angriff nehmen müssen, sonst platze ich noch vor neugier